Auch die Juristenvereinigung Lebensrecht kritisiert den Ökumenischen Kirchentag

(Köln) Die Juristenvereinigung Lebensrecht e.V. kritisiert, daß auf dem Ökumenischen Kirchentag 2010 in München Veranstaltungen zum Schutz des ungeborenen Lebens fehlen. Dies meldet die Evangelische Nachrichtenagentur idea.

Der Vorsitzende der Organisation, Richter a.D. Bernward Büchner (Freiburg), beanstandete am 8. Mai in Würzburg, daß der Kirchentag zur Aufgabe des Lebensschutzes keinen Beitrag leiste. Im Programm der Veranstaltung vom 12. bis 16. Mai in München fehlten Veranstaltungen zum Schutz des ungeborenen Lebens. Bei der von den beiden großen Kirchen jährlich veranstalteten „Woche für das Leben“ sei der Schutz des ungeborenen Lebens zuletzt 1991 das Thema gewesen.

Die Kritik des Juristenverbandes unterstreicht die generelle Forderung nach einem Kurswechsel für Ökumenische Kirchentage, die von verschiedenen Seiten erhoben wurden. So haben das Forum Deutscher Katholiken und die Konferenz Internationaler Bekennender Gemeinschaften einen „Mangel an geistlichem Leben und an biblischer Orientierung bei vielen Amtsträgern und Gläubigen“ kritisiert.

Auch der katholische Theologe und Professor für Pastoraltheologie, Dr. Hubert Windisch aus Freiburg, sowie der evangelische Theologe und Professor für Systematische Theologie, Dr. Dr. Rainer Mayer aus Mannheim, teilen diese Kritik und fordern eine Kurskorrektur für Ökumenische Kirchentage. Sie starteten eine Unterschriftenaktion.

Pater Franz Schmidberger, Distriktoberer der Piusbruderschaft, nannte die Veranstaltung in München jüngst  „Tanz um das goldene Kalb des Zeitgeistes„.

Die Kritik am Kirchentag wird aber nicht nur von Theologen geteilt. So verglich zum Beispiel Fürstin Gloria von Thurn und Taxis den Kirchentag mit einer ökumenischen Kirmes.

(LS)

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