Vor 15 Jahren Mord an Schwester Rani Maria – Mörder bekehrte sich zum Christentum

(Neu Delhi) Pater Cherian, Pressesprecher der indischen Diözese Indore und Direktor der Caritas, erinnert an Schwester Rani Maria, jener unermüdlichen Zeugnis für das Evangelium, die vor 15 Jahren ermordet wurde.

Der Priester hatte die Ordensfrau bei ihrer humanitären Arbeit begleitet und nach ihrem Tod Dokumente und Zeugnisse für ihre Seligsprechung gesammelt. „Ihr Lebensbeispiel und ihr Tod sind Ansporn für uns, die wir in dieser Welt leben und arbeiten, und vor allem haben wir mit ihr eine starke Fürsprecherin beim Herrn“, so Pater Cherian. Leben und Tod von Schwester Rani Maria sei eine dauerhafte Anregung und vor allem ein Zeichen der Hoffnung, ihre Arbeit fortzusetzen „auch um den Preis des eigenen Lebens“, so der Priester. Schwester Rani half vor allem den Armen in den zahlreichen Dörfer der indischen Ureinwohner, die im hinduistischen Kastenwesen auf der gesellschaftlichen und sozialen Stufenleiter ganz unten angesiedelt sind und noch häufig unterdrückt wird.

Im Dezember 1994 kam es im Vorfeld von Kommunalwahlen zu einem Streit zwischen einer katholischen Familie der Kastenlosen und den Hindu-Nationalisten. Die Polizei verhaftete mehrere Katholiken. Schwester Rani Maria setzte sich für deren Freilassung ein. Die Hindu-Nationalisten begannen, in ihr ein Hindernis und ein Ärgernis zu sehen. Sie beschuldigen die Ordensfrau, die Kastenlosen und unteren Kasten zu organisieren, Gruppen also, die seit Jahrhunderten in Abhängigkeit der oberen Kasten lebten. Die höheren Kasten sahen durch das gewonnene Selbstbewußtsein der niederen Kasten ihre Vorherrschaft bedroht. Da sie diesen eine solche Entwicklung aus eigener Kraft nicht zutrauten, sahen sie in Schwester Rani Maria die „Aufwieglerin“, die es zu beseitigen galt.  Sie engagierten einen hinduistischen Auftragsmörder, der am 25. Februar 1995 Schwester Rani Maria ermordete.

Pater Cherian berichtet, daß sich Samandar, der Mörder, noch im Gefängnis zum Christentum bekehrte und sich taufen ließ. „Er zeigte tiefe Reue für seine Tat und sprach seither schon oft öffentlich über Christus und die Vergebung, die er erfahren hat“, so der Pressesprecher der Diözese Indore. In einem Brief schrieb Samandar, daß „das Christentum die Hoffnung Indiens“ ist.

(Asianews/GN, Bild: Asianews)

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