Evangelium und Lehre der Kirche Richtschnur für aktuelle Herausforderungen

Liebe Brüder und Schwestern!

Ich habe heute einen kleinen Reisebericht zu geben, denn vergangenen Samstag und Sonntag hatte ich die Freude, die Kirche und die Menschen auf der Insel Malta zu besuchen. Anlaß dafür war der 1950. Jahrestag der Ankunft des heiligen Paulus auf dieser Insel. Der Schiffbruch, der ihn dorthin brachte, wird etwa auf das Jahr 60 datiert. Wie Paulus durfte auch ich die herzliche Aufnahme des maltesischen Volkes erfahren. Er sagt: Wir fanden bei diesen, obwohl sie Barbaren waren, eine ganz ungewöhnliche Menschenfreundlichkeit (vgl. Apg 28,2). Heute sind sie ein gebildetes Volk von hoher Kultur, aber ihre Menschenfreundlichkeit und Gastlichkeit haben sie sich bewahrt, und ich möchte allen danken, die mir diesen Empfang bereitet haben, besonders den Kindern und Jugendlichen, die mit Enthusiasmus um mich herum waren. Die Höhepunkte meiner Reise waren der Besuch der Grotte des heiligen Paulus bei Rabat, in der er als Gefangener nach der Überlieferung drei Monate gelebt hat, dann die Eucharistiefeier in Floriana vor der Kirche des heiligen Publius und schließlich das Treffen mit den Jugendlichen in Valletta im Hafen, in einem wundervollen Bild, in dem die Schiffe herumfuhren, die Artillerie Ehrensalven abgab und die Freude so richtig alles prägte. Der Schiffbruch des heiligen Paulus vor der maltesischen Küste war zunächst eine Katastrophe, aber er war ein Teil der göttlichen Vorsehung. Denn so ist das Christentum in diese Insel gekommen und hat eine große Geschichte geschaffen. Seit damals ist die Geschichte Maltas, des maltesischen Volkes untrennbar mit dem katholischen Glauben verbunden, der seine Kultur und seine Traditionen tief geprägt hat. Auch heute sind das Evangelium und die Lehre der Kirche die Richtschnur bei der Suche nach Antworten auf die aktuellen Herausforderungen. Davon sprechen die uneingeschränkte Achtung des ungeborenen Lebens und der Heiligkeit der Ehe in der Gesetzgebung des Landes. Auch der apostolische Geist des heiligen Paulus ist in Malta lebendig geblieben. Immer noch schicken die beiden Inseln Malta und Gozo eine Vielzahl von Missionaren in die weite Welt hinaus. Mit ihrem Einsatz machen sie deutlich, daß der Glaube stärker wird, wenn man ihn weitergibt. Und das Malteserkreuz zeigt in aller Welt, was das Kreuz bedeutet: Versöhnung und Friede.

Sehr herzlich grüße ich alle Pilger und Besucher deutscher Sprache. Einen besonderen Gruß richte ich an die Teilnehmer und Unterstützer des Spendenstaffellaufs von Wittenberg nach Rom »Von Luther zum Papst«. Die Begegnung mit dem auferstandenen Herrn hat das Leben des heiligen Paulus verwandelt, der auf Malta, hier in Rom und in vielen Ländern das Evangelium verkündet hat. Wie er wollen auch wir die Botschaft des Kreuzes und der Liebe Christi zu den Menschen bringen, wissend, daß auch Stürme und Schiffbrüche zum Plan Gottes gehören und zu neuen Anfängen und Aufbrüchen führen können. Der Herr schenke euch allen die Freude und die Kraft seines Heiligen Geistes.

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