Papst Benedikt XVI. erinnert: Mißbrauch habe die Kirche zu jeder Zeit mißbilligt und verurteilt

(Vatikan) „Jesus nannte die Kinder als Vorbild, um in das Reich Gottes zu gelangen. Seine Lehre über die Kinder und seine Zärtlichkeit im Umgang mit ihnen sind uns heute Appell zu Sorge und Respekt ihnen gegenüber.“ Das sagte Papst Benedikt XVI. an diesem Montag bei einer Ansprache vor der Vollversammlung des päpstlichen Familienrates in Rom. Christus folgend habe die Kirche im Laufe der Jahrhunderte den Schutz der Würde und der Rechte Minderjähriger gefördert und sich selbst ihrer angenommen, so Benedikt. Leider gebe es einige Glieder der Kirche, die diese Rechte verletzt hätten, so der Papst. Sie verhielten sich damit entgegen ihrem Auftrag. Ein solches Verhalten habe die Kirche zu jeder Zeit mißbilligt und verurteilt. Und genau das werde sie auch weiter tun, so Benedikt. Jesus habe harte Worte benutzt gegen die, die „einen dieser Kleinen zum Bösen verführt“ hätten.

Es sei vor allem die Familie, basierend auf der Ehe von Mann und Frau, die Kinderrechte gewährleiste, so der Papst weiter. Insbesondere verwies er dabei auf die UN-Kinderrechtskonvention, die in diesem Jahr 20 Jahre alt wird und Thema bei der Versammlung des päpstlichen Familienrates ist. Der Heilige Stuhl begrüße diese Konvention, da sie positive Aussagen zu Adoption, Gesundheitsversorgung, Erziehung, Behindertenschutz enthalte. Auch sei in ihr der Schutz von Kindern vor Verwahrlosung, sexuellem Mißbrauch und Ausbeutung durch Kinderarbeit enthalten, so Benedikt.

Auch der Präsident des Rates, Kardinal Ennio Antonelli, betonte, Kinder bräuchten einen Vater und eine Mutter, damit sie in einer ausgeglichenen Umgebung aufwachsen könnten. Von diesem Befund ausgehend sei es wichtig, bei allen familienpolitischen Erwägungen immer das Kindeswohl in den Mittelpunkt zu stellen. Gleichzeitig kündigte Antonelli ein Schreiben des Rates an, daß sich mit den Grundlagen einer ernsthaften Vorbereitung auf die Ehe befassen soll. Die beiden Themen Ehe und Kinder gehörten untrennbar zusammen, so der Kardinal. Deshalb dürfe die Vorbereitung auf die Ehe nicht zu einer Pflichtübung verkommen.

(RV)

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