Enkel der geburtenstarken Jahrgänge verursachen leichte Steigerung der Geburtenzahl – Vom Statistischen Bundesamt bereits 2003 vorausberechnet – Kein Mentalitätswechsel, kein Einfluß der Familienpolitik

(München) Der Familienbund der Katholiken weist darauf hin, daß seit Jahren ein schwacher Anstieg der Geburtenzahlen für die Zeit nach 2007 erwartet worden war. Das Statistische Bundesamt hatte bereits im Juli 2000 einen schwachen Geburtenanstieg von 2007 bis 2015 vorhergesagt. Ursache ist, daß die Babyboomer Großeltern werden.

Die geburtenstarken Jahrgänge vom Anfang der 60er Jahre verursachten in der zweiten Hälfte der 80er Jahre einen kleinen Geburtenanstieg, als sie selber Eltern wurden. Nun folgen, noch eine Generation später, die Kindeskinder der Babyboomer. Sie führen wieder zu einem leichten Geburtenanstieg, der voraussichtlich bis 2015 dauern wird. Daraus erklärt sich auch der Geburtenanstieg um 0,7% von 2007 auf 2008.

Der Vorsitzender des Landesverbandes Bayern Dr. Johannes Schroeter: „Es gibt keinen Grund, eine Trendwende zu bejubeln. 100 Babyboomer haben durchschnittlich 70 Kinder und, demnächst, 50 Enkelkinder. Das ist die tatsächliche demografische Entwicklung.“

Für eine ausgeglichene Bevölkerungsentwicklung müßte die Geburtenrate nicht nur um 0,7%, sondern um 50% steigen, von 1,4 Kinder auf 2,1 Kinder im Durchschnitt. Das erforderte einen Geburtenanstieg von 690.000 auf über 1 Million Geburten pro Jahr.

Schroeter: „Wir erleben einen schwachen natürlichen Geburtenanstieg. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Von politischem Einfluß und Mentalitätswechsel kann keine Rede sein.“

(PM/ JF)

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