„Franziskus und ich sind Freunde geworden“

Eugenio Scalfari: „Papst Franziskus hat die Hölle abgeschafft“

Kurienerzbischof Vincenzo Paglia und Eugenio Scalfari: "Papst Franziskus hat die Hölle abgeschafft".
Kurienerzbischof Vincenzo Paglia und Eugenio Scalfari: "Papst Franziskus hat die Hölle abgeschafft".

(Rom) Eugenio Scalfari, bekennender Atheist aus freimaurerischer Familie, wird von Papst Franziskus seit dem Sommer 2013 als bevorzugter Gesprächspartner behandelt. Scalfari ist der Doyen des linken Journalismus und Gründer von La Repubblica, der einzigen Tageszeitung, die Papst Franziskus laut eigenem Bekunden täglich liest. Mit seiner gestern veröffentlichten Besprechung des neuen Buches von Kurienerzbischof Vincenzo Paglia verkündet Scalfari erneut „im Namen von Papst Franziskus“ neue Lehren.

Scalfari der unheimliche Gesprächspartner des Papstes

Eugenio Scalfari, der Atheist aus freimaurerischem Haus, der als "Papstsprecher" auftritt
Eugenio Scalfari, der Atheist aus freimaurerischem Haus, der als „Papstsprecher“ auftritt

Mit Genehmigung des Papstes veröffentlichte Scalfari in der Vergangenheit mehrere Interviews und Kolumnen, in denen er Papst Franziskus in direkter Rede Aussagen in den Mund legt, die für Aufregung sorgten. Obwohl Scalfari selbst erklärte, bei den Gesprächen mit dem Papst weder ein Tonband zu benützen noch sich Notizen zu machen, sondern alles nachträglich aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren, erfolgte bisher kein Distanzierung durch den Heiligen Stuhl. Papst Franziskus steht Scalfari vielmehr zu immer neuen Gesprächen zur Verfügung, ob persönlich oder am Telefon.

Die Liste der theologisch zweifelhaften bis haltlosen Aussagen, die Scalfari dem Papst zuschreibt, wird immer länger: von der Abschaffung der Sünde bis zum absoluten Primat des Gewissens, von der Beteuerung, nicht bekehren zu wollen, über die Forderung nach einem „universalen Mestizentum“ bis zu den Kommunisten, die „wie Christen denken“.

Die ersten Interviews wurden inzwischen vom Vatikanverlag als Buch herausgegeben, die jüngeren wurden vollinhaltlich vom Osservatore Romano veröffentlicht. Dabei deutete die Zeitung des Papstes selbst an, daß es sich nicht wirklich um Interviews handele, sondern um eine Nacherzählung („Scalfari erzählt“). Die Publizierung durch offizielle Medien des Vatikans läßt die Frage, ob es sich um einen Teil des päpstlichen Lehramtes oder um Privatmeinungen handelt, in einem beklemmenden Unentschieden.

Vincenzo Paglias neues Buch

Auszug aus Scalfaris Rezension: "Papst hat Hölle abgeschafft"
Auszug aus Scalfaris Rezension: „Papst hat Hölle abgeschafft“

Gestern veröffentlichte Scalfari eine von ihm verfaßte Besprechung des neuen Buches von Kurienerzbischof Vincenzo Paglia und wußte dabei Erstaunliches zu berichten. Paglia war lange Zeit geistlicher Assistent der Gemeinschaft von Sant’Egidio und wurde der erste Bischof aus deren Reihen. Der jüngste Ausfluß dieser Gemeinschaft war die Verwandlung der Hauptkirche von Bologna, anläßlich des Papstbesuches, in einen großen Speiseaal. Der von Franziskus ernannte Nachfolger von Kardinal Carlo Caffarra als Erzbischof von Bologna, ist Msgr. Matteo Zuppi von der Gemeinschaft Sant’Egidio. Durch die multifunktionale Zweckentfremdung des Gotteshauses sollte Franziskus ermöglicht werden, „mit Armen und Migranten“ das Mittagessen einzunehmen. Eine solche Praxis wird von dieser Gemeinschaft in ihrer Kirche in Rom bereits seit Anfang der 80er Jahre geübt.

Scalfari schrieb gestern:

„Papst Franziskus – ich wiederhole es – hat die Orte einer ewigen Wohnstatt der Seelen im Jenseits abgeschafft. Die von ihm vertretene These ist, daß die vom Bösen beherrschten und nicht reuigen Seelen aufhören zu existieren, während jene, die sich vom Bösen befreit haben, in die Seligkeit aufgenommen werden, wo sie Gott schauen.
Das ist die These von Franziskus und auch von Paglia. Hier füge ich eine Anmerkung ein: Das Jüngste Gericht, das zur Tradition der Kirche gehört, wird sinnlos. Die Seelen, die das Böse gewählt und praktiziert haben, verschwinden und das Jüngste Gericht bleibt eine bloße Vorlage für großartige Bilder der Kunstgeschichte.“

Paglias Vorlieben

Scalfari schenkt in seiner Besprechung dem Autor, Msgr. Paglia, reichlich Lob. Paglia brachte es, wenig verständlich, 2012 unter Papst Benedikt XVI., also in der Endphase des Pontifikats, zum „Familienminister“ des Vatikans, wo er gleich bei der ersten Pressekonferenz durch seine homophilen Thesen auffiel, während er mit  orthodoxen Aussagen geizte und lieber schwieg. Unter Franziskus wurde aus dem Schweiger ein eloquenter Redner, der die Trommel für eine neue Ehemoral rührte und Marco Pannella, einen der radikalsten Kirchengegner, nach dessen Tod zu einem Quasi-Heiligen emporlobte.

Paglias "homoerotisches" Jüngstes Gericht im Dom von Terni
Paglias „homoerotisches“ Jüngstes Gericht im Dom von Terni

Im Zuge der Kurienreform schaffte Franziskus das „Familienministerium“ (Päpstlicher Familienrat) ab und ernannte Paglia dafür zum Großkanzler des Päpstlichen Instituts für Studien zu Ehe und Familie und zum Vorsitzenden der Päpstlichen Akademie für das Leben. In beiden päpstlichen Institutionen, die von Papst Johannes Paul II. zur Verteidigung von Ehe und Familie und des Lebensrechts ungeborener Kinder gegründet wurden, blieb kein Stein auf dem anderen. Ganz auf der Linie von Papst Franziskus, der nach Monaten des Schweigens im September 2013 erklärte, daß die „nicht verhandelbaren Werte“ für ihn nicht von Bedeutung seien, baute Paglia im Auftrag von Franziskus die beiden Einrichtungen radikal im Sinne eines „neuen Humanismus“ um. Von dem spricht auch Eugenio Scalfari in seiner Rezension.

Die Abschaffung des „Jüngsten Gerichts“, das Scalfari im Namen von Papst Franziskus und Msgr. Paglia verkündet, hat auch seine „ironische“ Seite. Paglia ließ 2007 als Bischof von Terni in seiner Kathedrale ein Jüngstes Gericht von mittelalterlichen Dimensionen anbringen. Der Besonderheit, auf die eine Lokalzeitung gleich hinwies. Es erinnere sehr als „Homoerotik“.

Der Kern in Paglias (und Franziskus‘) Denken

Doch zurück zu den „Lehren“, die Eugenio Scalfari „im Namen von Papst Franziskus“ verkündet. In der gestrigen Buchbesprechung schreibt er:

„Ich werde den Kern des Gedankens zitieren, den der Autor in den ersten Seiten des Buches zum Ausdruck bringt: ‚Wenn es einerseits stimmt, daß der Mensch des 21. Jahrhunderts sich freier fühlen kann, ist er heute aber sicher auch alleiner, gekrümmt unter dem Gewicht einer unsichtbaren und dennoch sehr schweren Last. Da ist das Ich, erfüllt von seiner vorhandenen Kompetenz. Er fühlt sich einzigartig. Alles muß sich um ihn drehen. Das Individuum fühlt sich gezwungen, träumen, entscheiden, wollen und neu erfinden zu müssen‘. Und er schließt, indem er die Worte eines seiner Kollegen von höchstem intellektuellen Niveau zitiert, der inzwischen leider nicht mehr ist: Carlo Maria Martini. Diese Worte wurden von ihm 2003 gesprochen. Das sind sie: ‚Ihr modernen Humanisten, die ihr gegen die Transzendenz der höheren Dinge seid, müßt unseren neuen Humanismus anerkennen. Auch wir, wir mehr als alle, sind Förderer des Menschen. Wir wollen eine gemeinsame Sichtweise und einen gemeinsamen Einsatz zwischen Gläubigen und Nicht-Gläubigen begünstigen, um gemeinsam den großen Herausforderungen unserer Zeit begegnen zu können.‘
Ich erlaube mir an dieser Stelle, daran zu erinnern, was der Papst und ich uns zu diesem Thema bei einer unserer Begegnungen sagten, bei denen wir Freunde wurden. Wir betrachteten seinen Einsatz für eine moderne Kirche, die sich mit der laizistischen Moderne zu verständigen weiß. ‚Heiligkeit‘, sagte ich, ‚berücksichtigen sie, daß wir nicht an die absolute Wahrheit glauben. Wir sind Relativisten, wie es die Kultur der Aufklärung uns gelehrt hat. Ihr Katholiken glaubt hingegen an das Absolute.‘ ‚Das stimmt‘, antwortete der Papst, ‚wir Gläubige glauben alle an das Absolute, was die von Gott ausgehende Wahrheit betrifft. Unser einziger Gott repräsentiert für uns das Absolute.‘
An dieser Stelle unseres Gesprächs fragte ich ihn, wie eine Begegnung mit der Moderne möglich sein könnte, und das war seine Antwort: ‚Wir Gläubige und natürlich vor allem wir Priester und wir Bischöfe glauben an das Absolute, aber jeder auf seine Weise, weil jeder seinen eigenen Kopf hat und sein eigenes Denken. Unsere absolute Wahrheit also, die wir alle teilen, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Wir vermeiden daher Diskussionen nicht, wenn wir unser unterschiedliches Denken vergleichen. Eine Art von Relativismus gibt es also auch unter uns.‘ Das war die Antwort von Papst Franziskus, die natürlich am häufigsten von Paglia in seinem Buch zitiert wird.

An dieser Stelle glaube ich, die Themen auflisten zu sollen, die der Autor in seinem Buch behandelt. Es sind folgende: die Armen, die Ungleichheit, einer, du, Wir, Papst Franziskus, Relativismus und Absolutes, Moderne, der einzige Gott, Gesellschaft, Jesus und der Samariter, die Familie, die Jugend, Gott und Liebe, die Brüderlichkeit, die Zahl der Widersprüche, der Humanismus, der Nächste, das Wort.

Diese Themen sind untereinander verwoben, und darin liegt der Wert des Buches. Zum Beispiel die Freiheit: Sie ist eine für alles und für alle notwendige Bedingung, aber verwirklicht zugleich auch den Triumph der Individualität. Paglia schreibt dazu: ‚Das Ich ist allein geblieben, vielmehr das Einzige. Der Individualismus, der Egoismus, die Selbstverwirklichung und das Streben nach einem privaten Glück erinnern an den antiken Mythos des Narzisses. Das narzißtische Individuum hat die Szenerie übernommen.‘ Das ist ein Problem, das sich direkt mit jenem der Armen verknüpft. Der Narzißmus schließt faktisch die Beachtung des Nächsten aus, außer der Nächste ist vom Narziß bezaubert und stellt sich in dessen Dienst. Häufig ist es das, was von Montaignes Freund, Etienne de la Boétie, als ‚freiwillige Dienstbarkeit‘ beschreibt, das autoritäre Regime oder sogar tyrannische Diktaturen hervorbringt. Die antike und moderne Geschichte ist leider voll von solchen Fällen: Freiheit, Narzißmus, Gebrauch des souveränen Volkes als wertvolles Instrument, das diese Souveränität in eine freiwillige Unterwürfigkeit verwandelt, die durch die Demagogie erreicht wird und die Diktatur zur Folge hat. Das sind Mechanismen, die sehr häufig funktioniert haben und nicht nur Egoismus, sondern Haß und Krieg hervorgebracht haben. Der Wille zur Macht wird zum charakteristischen Zug der Geschichte. Die Abhilfe wäre, die beiden großen Werte der Freiheit und der Gerechtigkeit zusammenzuhalten. Freiheit und Gleichheit. Erinnert Ihr Euch an die ursprünglichen Werte der französischen Revolution von 1789? Erinnert Euch an die dreifarbige Fahne und an die Bedeutung dieses Symbols des liberalen Europas: ‚Liberté, Egalité, Fraternité‘. Nicht zufällig wurden sie vom Faschismus getötet. Dazu zitiert Paglia einen Text von Aristoteles, der von höchster Bedeutung ist: ‚Wer nicht Teil einer Gemeinschaft sein kann oder nichts braucht, weil er sich selbst genügt, der ist nicht Teil einer Stadt, sondern ein wildes Tier oder ein Gott‘.

Im Buch, über das wir sprechen, widmet der Autor viele Seiten der Bibel des Alten Testaments und besonders dem Teil, der Genesis heißt und die Schöpfung schildert und dann die Vertreibung von Adam und Eva aus dem irdischen Paradies, weil sie vom verbotenen Baum gegessen hatten, indem sie auf die Schlange hörten, die nichts anderes als der Teufel ist. Hier tut sich aber ein nicht leicht zu lösendes Problem auf: Wem verdanken wir die Existenz des Teufels? Ist er eine Macht gegen Gott oder ist er Gott selbst in einem gewollt anderen Gewand als seinem natürlichen? Die katholisch-christliche Religion unterscheidet natürlich zwischen Gut und Böse, behandelt aber nicht den Ursprung des Bösen: Hat Gott selbst es erschaffen, als er seinen menschlichen Geschöpfen das Recht des freien Willens zuerkannte? Papst Franziskus hat, nachdem ihm darin Johannes XXIII. und Paul VI. vorausgegangen waren, aber mit mehr revolutionärer Kraft im Vergleich zur kirchlichen Theologie, die Orte abgeschafft, in denen die Seelen nach dem Tod gehen sollten: Hölle, Fegefeuer, Paradies. Zweitausend Jahre der Theologie haben sich auf diese Art des Jenseits gestützt, die auch die Evangelien bestätigen. Mit einer besonderen Aufmerksamkeit aber,  zum Teil auf die Briefe des heiligen Paulus (den an die Korinther und den an die Römer) und zum noch größeren Teil auf Augustinus von Hyppo, für das Thema der Gnade. Alle Seelen verfügen über Gnade und werden daher völlig unschuldig geboren, und das bleiben sie auch, außer sie beschreiten den Weg des Bösen. Wenn sie sich dessen bewußt sind und es nicht einmal zum Zeitpunkt des Todes bereuen, sind sie verdammt.

Papst Franziskus – ich wiederhole es – hat die Orte einer ewigen Wohnstatt der Seelen im Jenseits abgeschafft. Die von ihm vertretene These ist, daß die vom Bösen beherrschten und nicht reuigen Seelen aufhören zu existieren, während jene, die sich vom Bösen befreit haben, in die Seligkeit aufgenommen werden, wo sie Gott schauen.

Das ist die These von Franziskus und auch von Paglia. Hier füge ich eine Anmerkung ein: Das Jüngste Gericht, das zur Tradition der Kirche gehört, wird sinnlos. Die Seelen, die das Bösen gewählt und praktiziert haben, verschwinden und das Jüngste Gericht bleibt eine bloße Vorlage für großartige Werke der Kunstgeschichte. Nichts anderes, nur das.

Natürlich behauptet die Theologie, daß ein göttlicher Funke in allen Spezies vorhanden ist, also der Schöpfer in den Seelen von allen Lebewesen ist und besonders in der menschlichen Spezies, die er ‚nach seinem Ebenbild‘ erschaffen hat. Diese These, die bisher nie in Frage gestellt wurde, ist jene, die Spinoza gebrauchte, um zu behaupten, daß Gott in allen Geschöpfen gegenwärtig ist und nur in dieser Form existiere. Spinozas These verwandelte kurzum die Transzendenz in Immanenz, und deshalb wurde er aus der jüdischen Gemeinschaft exkommuniziert und seine Schriften von der Kirche auf den Index gesetzt. Jüngst habe ich über dieses Argument mit Papst Franziskus gesprochen. Ich habe ihn gefragt, ob die Verurteilung seiner Thesen rückgängig gemacht werden könnte. Seine Antwort war aber negativ: Die Transzendenz Gottes kann nicht in Frage gestellt werden. Ohne die Transzendenz würde das göttliche Wesen aufhören zu existieren, sobald unsere Spezies von der Erde verschwinden würde. Wenn Gott immanent wäre, würde auch er verschwinden. Deshalb kann jene Exkommunikation nicht aufgehoben werden. Für einen Nicht-Gläubigen ist eine solche These nicht akzeptabel, auch wenn die Gründe, die die Transzendenz bekräftigen, verständlich sind.

Ich beende diese Rezension mit einem Satz, den der Autor schreibt, um damit den Kern seines Denkens aufzuzeigen: ‚Jene, die an Gott glauben (Religiöse), und jene, die an den Menschen glauben (Humanisten), finden in der Begegnung mit den Armen wieder zu einer kostbaren Allianz. Ich würde sagen, daß man von hier ausgehen sollte, um die in unserer Gesellschaft vorhandenen Risse zu flicken. Die Beteiligung an der Befreiung der Armen zeichnet eine Linie des erbaulichen Wandels. Für die Christen ist dieser Humanismus grundlegend: Wer den Armen begegnet, begegnet Gott selbst“.

Meinerseits füge ich hinzu: Für die Nicht-Gläubigen ist es eine Begegnung mit den laizistischen Werten der Freiheit, der Gleichheit und der Brüderlichkeit.
Danke, lieber Vincenzo, für das Buch, das Du geschrieben hast.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL/Facebook (Antonio Socci)/La Repubblica (Screenshots)

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8 Kommentare

  1. Frühere Päpste hätten nie von sich aus mit Atheisten wie Scalfari verkehrt, doch auch hier stellt Papst Bergoglio eine Ausnahme dar. Und es scheint, als würde er, je nach Ort, Szene und Gesprächspartner seine Glaubensüberzeugungen wechseln. Einmal schmäht er die Rosenkranzbeter, ein anderes Mal predigt er positiv zum Rosenkranz. Einmal gibt er die katholische Glaubenslehre korrekt wider, ein anderes Mal leugnet er dieselbe. Glaubens- und Charakterfestigkeit sieht wohl anders aus.
    Und zu seiner Ausdrucksweise wird mir doch eines immer wieder augenscheinlich, wenn ich Papst Franziskus‘ Worte lese. Er spricht häufig nicht, als würde der Heilige Geist aus ihm sprechen, wie es bei Priestern der Fall sein sollte. Er drückt sich verkürzt aus, es fehlt ihm oft die Geduld und auch der Langmut, Dinge zu beschreiben und auszuführen. Dabei bringt der Heilige Geist Erleuchtung, zu seinen Früchten gehört Erkenntnis, Gottesfurcht, Langmut und so weiter. Wie der Apostel Paulus in seinen Briefen sagt. Das alles finde ich bei Papst Franziskus nicht, und lange schon fällt mir das bei ihm auf.

  2. Die beklemmende Frage, die sich einem denkenden Katholiken stellen muss, ist doch die: Jorge Bergoglios/ Papst Franziskus‘ Ansichten datieren doch nicht von 2017. Er hatte sie schon vor dem 13. März 2013, und hat sie auch hie und geäußert, in Predigten, und sogar schriftlich (zB Interviewbuch mit Rabbi Skorka). Gerade im Jesuitenorden kann man seine Gesinnungen nicht in einem Geheimstübchen seines Gehirns bzw. seiner Geistseele verstecken. Wie konnte dieser Mann Kirchenkarriere bis hinauf zum Kardinalerzbischof machen? Wie konnte er von rund hundert Kardinälen gewählt werden? Was läuft hier nicht richtig? Es geht hier nicht um Beiläufiges, es geht an die Substanz.

    • Diese Frage stelle ich mir auch immer wieder. Es muss sich um eine grössere Bewegung handeln, welche nun nach jahrzehntelangem Kampf endlich die Macht übernehmen konnte und nun mit Franziskus an der Spitze aus den Schützengräben steigt. Es ist offensichtlich, dass Franziskus „Aufträge“ ausführt. Die Spur führt Richtung Kard. Kasper, dessen Wünsche er fast blindlings erfüllt.
      Was führte dazu, dass Johannes Paul II ihn zum Bischof und Kardinal erhob?

      • Es ist klar, daß „die Deutschen“ Rom übernommen haben. Das einst vorerst gescheiterte Projekt „Deutsche Christen“ wird nun im ganz großen Stil fortgesetzt.

  3. Wenn man sich in der heutigen Wirklichkeit manchmal fast wie im Albtraum fühlt und sich bestürzt fragt: Wie konnte es so weit kommen, dann kann man feststellen, dass in der Politik und in der Kirche dieselbe Methode angewendet wurde, die der Schriftsteller Heinrich Böll in seinem letzten Roman „Frauen vor Flusslandschaft“ beschrieben hat. (Dieses Werk handelt von Bonner Politikern und ihren Frauen und plaudert sozusagen aus dem Nähkästchen der Politik.) Es ist die Methode „Die Grenzen des Zumutbaren erweitern“. Unmoralisch, aber erfolgreich. Damit kann man fast alles durchsetzen und tut es auch. Das Gegenmittel „Wehret den Anfängen“ ist dagegen meist hilflos.

  4. Die Aussagen, es gäbe keine Hölle und kein Fegefeuer, Franziskus habe die Hölle abgeschafft, passen zu der unter Häresieverdacht gestellten Aussage: „Man kann keinen Menschen auf ewig verurteilen.“ Wenn man für „Man“, nicht den Menschen einsetzt, sondern „Gott“, sind wir bei der Aussage: „Gott kann keinen Menschen … verurteilen.“ Wer dies behauptet ist jedenfalls nicht mehr katholisch.

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