„Allein von reiner Liebe für Christus geleitet“ – Die Kardinäle Burke und Sarah zum Tod von Kardinal Caffarra

Kardinal Robert Sarah zum Tod von Kardinal Caffarra
Kardinal Robert Sarah zum Tod von Kardinal Caffarra

 “Caffarra war völlig und allein von einer tiefen und reinen Liebe für Christus und die Kirche, geleitet.“

Diese Worte fand Kardinal Raymond Burke zur Nachricht vom Ableben seines Mitbruders, Carlo Kardinal Caffarra, dem emeritierten Erzbischof von Bologna.

Kardinal Burke: „Ein wahrer Mann der Kirche und vorbildlicher Priester, Bischof und Kardinal“

Die beiden Kardinäle verband eine tiefe Sorge über die Lage der Kirche und den Kurs, den Papst Franziskus dem Boot des Petrus verordnet hat. Am 19. September 2016 gehörten sie zu den Unterzeichnern der Dubia (Zweifel) zum umstrittenen nachsynodalen Schreiben Amoris laetitia. Die Dubia sind zum Stachel im Fleisch dieses Pontifikats geworden. Sie bilden die gewichtigste Kritik an zweideutigen Aussagen von Papst Franziskus zur Ehe und zur Eucharistie. In Frageform vorgetragen, erfüllen sie alle Voraussetzungen einer respektvollen und der Würde des Papstes angemessenen Kritik. Zwei der vier Unterzeichner, Joachim Kardinal Meisner und nun auch Kardinal Carlo Caffarra, sind aus dieser Welt abgetreten, ohne Antwort von Franziskus auf ihre Fragen zu erhalten.

Kardinal Burke von Edward Pentin vom National Catholic Register befragt, sagte zum Tod Caffarras:

„Während ich den Verlust seiner irdischen Präsenz zutiefst beklage, bin ich mir sicher, daß seine Liebe für Christus und die Kirche fortwirkt.“

Er sei, so der US-amerikanische Kardinal, ein „wahrer Mann der Kirche“ und ein „vorbildlicher Priester, Bischof und Kardinal“ gewesen.

„Die Reinheit seines Herzens war für mich immer offensichtlich und war eine ständige Anregung.“

„Nachdem mir das große Geschenk zuteil wurde, Kardinal Caffara viele Jahre hindurch kennen und in den letzten Jahren eng mit ihm für die Bewahrung und Förderung der beständigen Lehre und Praxis der Kirche zur heiligen Ehe und heiligen Eucharistie zusammenarbeiten zu dürfen, kann ich versichern, daß er völlig und allein von einer tiefen und reinen Liebe für Christus und den mystischen Leib Christi, die Kirche, geleitet war.“

Ettore Gotti Tedeschi: „Caffarra war ein heiliger Mann“

Ettore Gotti Tedeschi, der ehemalige Präsident der Vatikanbank IOR und bekannte Wirtschaftswissenschaftler, sprach „vom großen Leiden“, das Kardinal Caffarra „wegen seiner Liebe für die Kirche und für das Amt des Papstes“ in der letzten Zeit seines irdischen Lebens durchlitten habe. Er habe in den letzten Monaten „zahlreiche Angriffe und Anschuldigungen“ erdulden müssen wegen der Veröffentlichung der Dubia (Zweifel) zu Amoris laetitia.

Nach dem Tod seines Mitbruders und Dubia-Mitunterzeichners Kardinal Meisner war es sogar rund um sein Begräbnis zu scharfen Polemiken und Pöbeleien von Ultrabergoglianern gegen den Verstorbenen und Papst Benedikt XVI. gekommen. „Das einzige Argument, das die Amoris-laetitia-Fanatiker imstande sind, den Kritikern dieses Dokumentes entgegenzuhalten ist mehr als schwach, nämlich der ‚Bruch der Einheit‘“, wie Roberto de Mattei schrieb. Ein „Argument“, das völlig haltlos und für jeden rechtgläubigen Menschen beleidigend ist. Das dadurch entstandene Klima in der Kirche erklärt das „große Leiden“ Caffarras, von dem Ettore Gotti Tedeschi spricht. Dieser weiter:

„Caffarra war ein heiliger Mann. Wenn er über schwerwiegende Dinge sprach, die ihn leiden ließen, sprach er wie jemand, der mit Gott vertraut ist, der mit Gott spricht und vor allem der Ihn sucht.“

Ettore Gotti Tedeschi äußerte zudem die Ansicht, daß jetzt der Moment sei, in dem die Kardinäle Burke und Brandmüller, die beiden noch lebenden Unterzeichner der Dubia, „im Gedenken an die Kardinäle Caffarra und Meisner“ eine „noch größere Anstrengung und noch größeren Einsatz“ in Sachen Dubia aufbringen sollten.

Kardinal Sarah: „Ein großer Diener der Kirche“

Auch Kardinal Robert Sarah, Präfekt der römischen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung und ein anderer herausragender Kardinal der Kirche, zollte dem verstorbenen Erzbischof von Bologna große Anerkennung. Der Kardinal aus Guinea erinnerte dabei an den „großen Dienst“, den Kardinal Caffarra der Kirche geleistet habe.

Auf Twitter schrieb Kardinal Sarah in einer ersten Reaktion:

„Kardinal Caffarra ist gestorben. Ich bitte, diesem großen Diener der Kirche, Freund von Johannes Paul II. und außergewöhnlichen Theologen die Ehre zu erweisen.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Twitter (Screenshot)

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