Wie man die Antisemitismus-Quote hochtreibt

ARD sendet heute Abend umstrittene Antisemitismus-Dokumentation
ARD sendet heute Abend umstrittene Antisemitismus-Dokumentation

Neue Verschwörungstheorien: Christentum und antichristliche Aufklärung, Rechtsradikale und Linke bis hin zu Martin Schulz, Antisemitismus und Antizionismus würden sich zu europaweitem Judenhass verbinden.

Ein Gastkommentar von Hubert Hecker.

Der deutsch-französische Sender ARTE und die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt WDR haben bei zwei Journalisten eine Dokumentation zu „Antisemitismus in Europa“ in Auftrag gegeben. Doch für das fertige Produkt lehnten die beiden Sender eine Ausstrahlung ab. Die offizielle Begründung lautete, dass „der Film nicht dem angemeldeten Programmvorschlag“ entspreche. Das Medienhaus BILD zeigte kürzlich die 90minütigen Filmreportage. Die ARD will die Dokumentation nun doch zeigen – am Mittwoch, den 21. Juni.

Streit um die politisch-korrekte Linie

Neben den formal-rechtlichen Ablehnungsgründen der Sender spielen offenbar auch inhaltliche Vorbehalte eine Rolle. Die Kernthese des Films lautet: Der neue, moderne Antisemitismus in Europa zeigt oder tarnt sich in einem Antizionismus, also der (einseitigen) Kritik an der Politik Israels bei Parteinahme für die Palästinenser. In dieser Sichtweise kommen der arabisch-pälästinensische Judenhass ebenso ins Visier wie die europäischen Unterstützergruppen von Links- und Rechtsradikalen, auch säkulare und christliche Nicht-Regierungsorganisationen. Bei den Linken reiche der als Israelkritik verkappte Antisemitismus bis in die Mitte der SPD, etwa zu Martin Schulz.

Vermutlich haben die überzogene Kernthese des Filmberichts, der aufgezeigte Judenhass von Muslimen und Palästinensern  wie auch die Anklage an die linke Szene im Vorfeld der geplanten Ausstrahlung zu interner Kritik geführt. Man erinnert sich an die Proteste, als im Jahre 2012 der Journalist Jakob Augstein („im Zweifel links“) vom Simon-Wiesenthal-Center zu den ‚Top Ten der antisemitischen / antiisraelischen Beschimpfungen‘ gezählt wurde. Allerdings sind die tendenziösen Kommentare des Films sowie dessen einseitige Parteinahme für israelische Politik ebenso kritikwürdig. Sowohl der journalistische Anspruch einer Dokumentation wie auch die Leitlinien der öffentlich-rechtlichen Anstalt WDR fordern eine „ausgewogene“ Darstellung vom neutralen Standpunkt.

Die Christen sind an allem schuld!

Die ressentimentgeladene Einstellung der Film-Journalisten kommt auch in einer Passage im Aufmacher der ‚Dokumentation’ zum Ausdruck. Darin heißt es einleitend: „Die christliche Kultur ist die Mutter allen Judenhasses.“ Man erwartet bei dieser kategorischen Schlag-Zeile fundierte Begründungen. Doch es folgen nur vier äußerst dürftige Thesen, die nichts belegen bzw. falsch sind:

▪ Jedes Kruzifix würde für den angeblichen Judenhass der Christen Zeugnis ablegen – so die erste Unsinnsthese. Die Kreuzesdarstellung bildet ein historisches Ereignis ab, das Leiden und Sterben des Jesus von Nazareth, „König der Juden“. Was soll daran judenhassend sein? Bei der Frage, wer an dem Tod des Gerechten beteiligt und schuldig war, kommen die damals herrschenden jüdischen Kreise in den Blick. Aber die Christen und die kirchliche Lehre haben niemals Rache oder Vergeltung an die Verantwortlichen für die Kreuzigung Christi verlangt. Denn die Gläubigen sind sich bewusst, dass es auch ihre eigenen Sünden sind, die Christus ans Kreuz brachten. Die Schuldübernahme Jesu Christi und damit die Heilung und Erlösung für die gläubigen Christen ist der primäre Aspekt der christlichen Kreuzverehrung. Jedenfalls ist es eine böswillige Unterstellung, in der Darstellung und Lehre vom Erlösungstod Christi „Judenhass“ zu verorten.

Absurde Judas-Legenden

▪ Die Autoren geben sich keine Mühe, ihre Thesen mit Sorgfalt und Wahrheit zu formulieren: „Für eine Handvoll Silberlingen haben die Juden den Messias verraten.“ Eine Tatsachenbehauptung mit zwei substantiellen Fehlern: Der „Verrat“ lag allein auf der Seite des erwählten Apostels Judas Iskariot. Es waren auch nicht „die Juden“, die für die Verratsinitiative des Jesus-Jüngers 30 Silberlinge anboten. Judas wandte sich nur an die Hohenpriester – so in Mt 26,14.

▪ Absurd  ist die folgende Behauptung: „Um die Juden für alle Zeiten zu stigmatisieren, heißt der Verräter ‚Judas’“. Hier wird ohne Beleg unterstellt, dass die frühen Christen bzw. Evangelisten den Namen für den Verräter erfunden hätten. Völlig abwegig ist die Folgethese: Das Motiv der Namensgebung sei gewesen, die Juden für die nächsten 2000 Jahre zu dämonisieren – gemeint ist wohl als ‚Verrätervolk’. Dabei war ‚Judas’ damals ein Allerweltsname. Er war in diesem Fall mit der Herkunftsbezeichnung ‚Mann aus Kariot’ als identifizierbare Person von anderen unterscheidbar – auch von dem anderen Apostel Judas (Thaddäus), Sohn des Jakobus.

Paulus‘ Kritik an der Christenverfolgung durch Juden

▪ Schließlich wird verkürzt und verfälschend ein Paulus-Zitat (1 Thess 2,14-16) vorgebracht – hier vollständig und im Kontext zitiert: „Brüder, ihr seid Nachahmer der Gemeinden Gottes geworden, die in Judäa sind in Christus Jesus. Denn auch ihr habe dasselbe von den eigenen Landsleuten erlitten, was ihnen von den Juden angetan wurde. Die haben sowohl den Herrn Jesus als auch die Propheten getötet und uns verfolgt. Das wird Gott nicht gefallen. Und allen Menschen sind sie feindlich.“

Paulus’ Argumentation: Die Christengemeinde in Thessaloniki ist von ihren Landsleuten, also Griechen, verfolgt worden. Damit teilte sie das Schicksal von judenchristlichen Gemeinden in Judäa, die von Juden Verfolgung erlitten. Die Nachstellungen von jüdischer Seite gegen Jesus Christus und seine Anhänger stellt Paulus in die alttestamentliche Tradition vom gewaltsamen Geschick vieler Propheten. Nach dieser altjüdischen Argumentation wird Israel für die Verfolgung der Propheten mit der Zerstörung Jerusalems und Deportation bestraft, schließlich aber doch mit Umkehr und Heimkehr begnadigt. Diese Traditionslinie überträgt Paulus im späteren Römerbrief (Kap. 11,25-32) auf das Schicksal der nach-christlichen Juden, indem sie am Ende der Zeiten das Erbarmen Gottes finden. Im Thessalonicher-Brief bleibt Paulus zunächst dabei stehen, dass die jüdische Verfolgung der Christen gegen den Willen Gottes geschehe. Damit seien die Juden „allen Menschen Feind“.

Wenn Paulus und die Evangelisten den Ausdruck „die Juden“ gebrauchen, so bedeutet das in Übereinstimmung mit den alttestamentlichen Parallelstellen der Teil des jüdischen Volkes, der gegen Gottes Willen steht. Im Kontext der jüdischen Verfolgung von Jesus Christus und den frühen judenchristlichen Gemeinden sind mit ‚den Juden’ die jeweils Nachstellenden gemeint. Vergleichbar ist dieser Wortgebrauch mit dem Brief an „die Römer“, womit auch nur die Teilgruppe der Christen in Rom gemeint war.

Paulus benutzt den Begriff ‚Menschenfeindlichkeit’. Der ist im Sinne des modernen Ausdrucks von ‚gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit’ zu verstehen: Jüdische Kreise von Eiferern, zu denen auch der junge Saulus gehörte, überzogen jahrzehntelang die judenchristlichen Gemeinden mit Ausgrenzung, Verfolgung, Gefängnis und Steinigung – wie bei Stephanus.

Wie man die Antisemitismus-Quote hochtreibt

Sind diese christentumsfeindlichen Film-Verleumdungen eine „kaum zu überbietende Infamie“ oder persönliche „Frechheit“ der Journalisten, wie eine kath.net-Kommentatorin kürzlich meinte? Nein, dahinter steckt System.

Niederlande
Niederlande

Seit etwa zwei Jahrzehnten wird bei demoskopischen Befragungen sowie soziologischen und historischen Untersuchungen ein „erweiterter Antisemitismus-Begriff“ zugrunde gelegt. Die früheren Unterscheidungen zwischen Kritik, Antijudaismus und rassistischem Antisemitismus sind fallengelassen. Bei allen Konflikten zwischen Juden / Israel und Nicht-Juden werden die philosemitische Perspektive oder wertschätzende Akzeptanz gegenüber allem Jüdischen als politisch-korrekter Maßstab angelegt. Studien auf dieser Basis ‚produzieren’ gewöhnlich sehr hohe Antisemitismus-Quoten in der Zivilgesellschaft. Der sogenannte „israelbezogene Antisemitismus“ soll in Deutschland bei 40 Prozent liegen. In diesem Fall werden Vorbehalte, Einwände oder kritische Äußerungen zu Israels Politik pauschal als Judenhass eingeordnet. Mit einer solchen Einschätzung sah sich kürzlich der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel bei seinem Israelbesuch konfrontiert: Die staatlich-israelische Leitlinie fordert, ausländische Staatsbesucher dürften sich nicht mit israelkritischen NGOs treffen, denn die seien „Verräter, Nestbeschmutzer und Israel-Hasser“.

Der erweiterte Antisemitismus-Begriff wird auch auf die Christentumsgeschichte und die christlichen Grundschriften angewandt. Dabei deutet man die Konfliktgeschichte zwischen jüdisch-religiösen Gruppen einerseits und Jesus, seinen Jüngern und den frühen Christen andererseits einseitig als vom Judenhass motiviert. Der jüdisch-amerikanische Autor Daniel Goldhagen hatte sogar 400 Stellen in den Schriften des Neuen Testaments als antisemitisch inkriminiert. Davon müsste die christliche Bibel gereinigt werden – so seine Forderung.

Ist auch die hebräische Bibel antisemitisch infiziert?

Goldhagen versäumte es allerdings, auch die hebräische Bibel nach antijüdischen Stellen zu untersuchen. Denn bei vielen Prophetenreden, die Schimpf und Schande über jüdische Kreise, auch Unheil und Verderben gegen das ganze Volk verkündeten, wäre nach dem erweiterten Antisemitismusbegriff das Urteil ‚Hassrede auf Juden’ zu fällen. Dann müsste Amos’ Anklage gegen die Raffgier jüdischer Händler als antisemitische Stereotype gebrandmarkt werden. Und Jesaias Brandreden gegen die Verderbtheit des störrischen Volkes Israel wäre anti-völkischer Judenhass.

Die Absurdität dieser pauschalen Antisemitismus-Kategorie wird an diesem Beispiel offensichtlich. Um die säkularen Medien und Historiker zu überzeugen, werden aber noch viele Einzelkritiken notwendig sein. Insbesondere die Kritik an der unsachlich begründeten, ressimentgeladenen Beschuldigung der ersten Christen zu Anti-Judaismus ist dabei eminent wichtig. Denn für viele Journalisten ist es eine bequeme Methode, Ursache und Triebkraft für Judenverfolgungen „aller Zeiten“ den Christen in die Schuhe zu schieben.

Der moderne Antisemitismus als Neuansatz der Aufklärung

In dem besprochenen Film ist noch ein zweiter Argumentationsbruch festzustellen. Bevor die Autoren die christliche Kultur als Mutter allen Judenhasses behaupten, erwähnen sie „antisemitische Stereotypen in den Schriften von anerkannten Geistesgrößen“ der europäischen Aufklärung. Genannt werden Voltaire, Kant, Hegel, Wagner, Heidegger, Rousseau, Diderot u. a. Alle diese Autoren waren mehr oder weniger kirchen- und christentumsfeindlich eingestellt. Der moderne Antisemitismus etwa von Voltaire und Kant, Diderot und Heidegger wurde ausdrücklich im Widerspruch zu christlicher Kultur und kirchlicher Tradition entwickelt. Demnach ist der rassistische Antisemitismus der Neuzeit ein Neuansatz – eher in Absetzung von kirchlicher Lehre entstanden. Daher ist die Filmthese, dass aller Judenhass auf die christliche Kultur zurückgehe, offensichtlich unhaltbar. Auch die Filmpassagen, in denen muslimische Rapper Gewalt gegen Juden besingen, sprechen gegen die tendenziöse Richtung der Reportage, dem Christentum alle Schuld für jeglichen Antisemitismus in die Schuhe zu schieben.

Es sind diese Pauschalisierungen und groben Verallgemeinerungen, die die Filmtendenz unglaubwürdig machen – trotz richtiger Einzelbeobachtungen. So ist etwa die Kritik an der palästinensischen Flüchtlingspolitik berechtigt und überfällig: Seit Jahrzehnten werden Palästina-Flüchtlinge der zweiten und dritten Generation („vererbter Flüchtlingsstatus“) in regelrechten Slums als Faustpfand gehalten und instrumentalisiert, um Milliarden Hilfsgelder vom Westen einzusammeln, die die Gaza-Verwaltung zweckentfremdet. Andere Darstellungen sind zwar belegt, aber in ihre Folgerungen unberechtigt: Von der israelischen NGO B’Tselem hatte ein Aktivist den Holocaust als Lüge bezeichnet. Die Organisation hat inzwischen die Trennung von dem Mitarbeiter angekündigt. Gleichwohl nimmt der Film diesen kritischen Einzelfall, um die gesamte israelische Organisation in antiisraelisch-antisemitisches Licht zu rücken. Die Verallgemeinerung geht noch weiter, wenn die evangelische Organisation Brot für die Welt als Geldgeber in den Geruch des Judenhasses gebracht wird.

Das Resümee des Filmautors Joachim Schroeder im FAZ-Interview vom 21. 6.: „Der Antisemitismus drückt sich heute antizionistisch aus. Der Hass gegen Juden wurde kollektiviert.“ Der Judenhass sei nach wie vor das „zivilisierte Herzstück europäischer Kultur“, heißt es im Film. Wenn diese maßlos überzogene Behauptung zuträfe, dann hätten hochgelobte Aufklärer Europa das kalte Herz des Antisemitismus eingepflanzt.

Text: Hubert Hecker
Bild: FAZ/Il Foglio (Screenshots)

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13 Kommentare

  1. Offenkundig wird auch beim sog. „Antisemitismus“ der Begriff nach bewährter Methode (siehe „Nazi“, „Faschismus“ u.ä.) inhaltlich entkernt und interessengeleitet neu definiert. Nachdem mediale Eliten durch ein sorgfältig untereinander abgestimmtes und durchchoreographiertes Vorgehen die Definitionshoheit über einen eindeutig diskreditierenden Begriff errungen haben, können sie – dank ihrer medialer Hegemonie – diesen jederzeit politisch vernichtend einsetzen. Diejenigen Gruppen und Einzelpersonen, welche sich gegen den vom soziokulturellen Mainstream eingeleiteten Prozess des social engineering dissident verhalten, können so problemlos für die öffentliche Meinung stigmatisiert und kriminalisiert werden.

    Der Korridor, in welchem die persönliche Meinung öffentlich sanktionslos geäußert werden darf, wird durch die derzeitigen Versuche der engen Verzahnung von political correctness und strafrechtlicher Repression (immer enger) definiert.

    Nicht umsonst sagte der amtierende Justizminister Maas: „Es sollte sich jeder überlegen, bevor er sich an die Tastatur setzt…“ (zitiert nach: Die Tagespost, 21. Januar 2016, Nr. 8, Seite 11).

    Der eingeschüchterte Staatsbürger hält es dann besser wie Hamlet: Der Rest ist Schweigen…

    • Einig werden ist nicht möglich, denn entweder war Jesus Christus der Messias, wie wir die Christen glauben, oder er war es nicht, wie die Juden die keine Christen wurden glauben. Zumal ja noch dazu kommt, dass aus jüdischer Sicht die Perlen ja nur für das Volk Israel bestimmt sind und nicht für alle Völker und den ganzen Erdkreis
      (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Matrilinearit%C3%A4t, http://www.hagalil.com/archiv/2006/09/vater-juden.htm )

      Das gleiche gilt für den Islam.
      Koexistenz ist möglich. Wenn sich zwei Gruppen einander gegenüber stehen und beide Gruppen sehen ein, dass sie um des Friedens und ihrer eigenen Interessen die Überzeugung der jeweils anderen Gruppen dulden, dann ist dies eine Form der Koexistenz.

      Man muss auch mit den diversen pseudonymen extrem antichristlichen und insbesondere antikatholischen Postern im ORF-Online-Debatten-Forum (insbesondere Inventor der es auf die Seele abgesehen hat und die gesamte 2000-Jährige Antichristen-Propaganda auswendig kann) und in anderen Medien insbesondere dem humanistischen Pressedienst (www.hpd.de) koexistieren. Immerhin haben mich diese bewogen, mich immer mehr hier im katholischen.info zu informieren.

  2. Hubert Hecker benennt die entscheidenden Schwachpunkte der besagten Filmdokumentation, die wohl bewusst so einseitig angelegt ist, um dem propalästinensischen Mainstream öffentlichkeitswirksam etwas entgegenzustellen.
    Gleichwohl kann nicht bestritten werden, dass sich sowohl der klassische Antijudaismus als auch der spätere Antisemitismus christlicher Topoi bedient hat, um sein Süppchen zu kochen. Im Luthergedenkjahr muss nicht extra darauf hingewiesen werden.
    Hubert Hecker macht dagegen eindrucksvoll deutlich, dass dies im Widerspruch zum Neuen Testament und zur katholisch-kirchlichen Tradition insgesamt steht. Sein Hinweis auf die mögliche Ausweitung der Antijudaismuskritik auf das Alte Testament verdeutlicht schließlich die Absurdität einer überzogenen Argumentation.

  3. Nachdem man sich auf „dem“ Konzil zum Kotau vor dem Judentum hinreißen ließ und damit den berühmten kleinen Finger reichte, muß man sich nicht wundern, wenn die „älteren Brüder“ nun immer unverschämter werden, weil sie durch die entsprechenden Unterwerfungsgesten der Herren Wojtyla, Ratzinger und Bergoglio nachgerade dazu ermuntert werden. Zufrieden wird die Synagoge erst sein, wenn die konziliare „Kirche“ vor aller Welt bekennt: „Wir haben uns getäuscht, der Nazaräer ist nicht der Sohn des lebendigen Gottes.“ Dieser zweite Judasverrat ist mittlerweile nur noch eine Frage der Zeit, nachdem die drei letzten Päpste ja schon mehrfach in den Synagogen ihre einschlägigen Aufwartungen gemacht haben und für alles mögliche um Vergebung baten. Heute sagt man dort noch, sie könnten auch ohne den Erlöser gerettet werden, morgen wird man uns sagen, daß dieser ohnedies nur der Zimmermann aus Galiläa war. Es geht halt alles konsequent auf, was man auf „dem“ Konzil aussäte!

    • Judaisierung, Protestantisierung und Anpassung an die New World Order fanden beim Gründungsakt der Vatikanum-II-Gemeinschaft in den Jahren 1962 bis 1965 statt. Weder nachchristliches Judentum noch Protestantismus können der Kirche Jesu Christi irgendwelche positiven Impulse geben, da Grundlagen nicht-katholischer Religionen auf Irrlehren zurückzuführen sind.

  4. „Der Judenhass sei nach wie vor das zivilisierte Herzstück europäischer Kultur.“ Stimmt nicht. Vielmehr stimmt: Philosemitismus, Verzicht auf jegliche berechtigte Kritik, Totschweigen von israelischen Untaten in Bezuf auf Palestinänser, Verschenken von Kriegsausrüstung, deren Einsatz auch für Europa gefährlich werden kann, Schuldkult, Schuldneurose wegen dem Holocaust, Dulden von linksjüdischen geistigen Terroristen sind vielmehr das Herzstück europäischer Kultur.

    Leider stimmt die Assage nicht, der Hass gegen Juden wurde kollektiviert. Vielmehr stimmt, das Nachsehen, Dulden, Totschweigen den Juden gegenüber wurde kollektiviert.

    Das richtige Verhalten den Juden gegenüber beschreibt Paulus in der Gesamtheit seiner Lehre. Es wäre falsch, einzelne Sätze daraus auszupicken, und die anderen zu ignorieren. Und er hat sein Evangelium direkt von Gott bekommen.

  5. Der gojische Anti“semit“ismus ( = Antijudaismus) ist schon immer auch Reaktion auf den jüdischen Antigojismus. Bedeutende Juden selbst haben dies erklärt.

    • Das Thema können Sie einstampfen.
      Wenn Sie „Gojismus“ eingeben uns googeln landen Sie über Facebook gleich in Teufels Küche.
      siehe: https://www.facebook.com/tttastd/
      Das ist absolut unakzeptabel!!!
      Wir sollten nicht vergessen, dass alle unsere obersten Vorbilder und Glaubensbegründer angefangen bei Jesus, Maria und den Aposteln, Juden waren.

  6. Die Dokumentation habe ich bereits von ihrer TV-Ausstrahlung im Internet sehen können. In der Tat sind einzelne Beobachtungen darin korrekt, daß es beispielsweise bei vielen Linksextremisten von einer gruseligen Haltung zeugt, wenn sie die Hamas von einer tatsächlichen Terrororganisation zu einer „Befreiungsbewegung“ verklären. Aber der Fehler, nicht zwischen Judenfeindlichkeit, Antijudaismus und Antizionismus zu differenzieren, wiegt schwer.

    Judenfeindlichkeit muß definiert werden als die Ansicht, die Juden als eine ethnisch/religiöse Gruppe wahrzunehmen, mit der man nichts zu tun haben will, weil ihr pauschal Bösartigkeit unterstellt wird. Der Antijudaismus kennt nicht diese Form von Ausgrenzung, sondern zielt darauf ab, das nachchristliche Judentum zu überwinden und die ethnischen Juden zum Christentum zu bekehren, um deren Seelenheil weitaus sicherer zu machen. Der Antizionismus richtet sich gegen die vorwiegend von agnostischen und atheistischen Juden getragene Zionismus-Bewegung. Die Antizionisten unter so manchen ultraorthodoxen Juden müßten im Verständnis der Dokumentationsmacher „glühende Antisemiten“ sein.

    Und es gibt zwei Dinge, die Juden gegenüber Außenstehenden normalerweise verschweigen. Zum einen sind das die Abartigkeiten ihrer talmudischen (nachchristlichen) Lehre. So wird im Babylonischen Talmud behauptet, die Juden selbst hätten Jesus Christus getötet. Gegen Jesus Christus findet sich dort übelste Blasphemie.

    Zum anderen werden die Juden ungern von Außenstehenden auf die zahlreichen Pseudo-Messiasse ihrer Geschichte wie beispielsweise Simon bar Kochba oder Schabbtai Zvi angesprochen. Diese sind der Beweis für die äußerst dürftigen Messias-Erwartungen des nachchristlichen Judentums. Das Neue Testament gibt schließlich die Prophezeiung, daß die überlebenden Juden der apokalyptischen Zeit den Messias bekennen werden als denjenigen, den ihre Vorfahren in der Antike durchbohren ließen.

    Da das nachchristliche Judentum erkennbar nicht im Sinne Gottes handelt, kann es nur noch auf seine verbissene Ideologie und den Mißbrauch seiner Geldmacht zurückgreifen. Jeder, der es auch nur wagt, einzelne Juden oder bestimmte Gruppen des Judentums wie etwa freimaurerische Juden zu kritisieren, wird mit dem zeitgenössischen Totschlag-Wort „Antisemit“ stigmatisiert. Die intellektuellen Köpfe des heutigen Judentums erweisen mit dieser Maßlosigkeit von Verleumdungen ihrem eigenen Volk einen Bärendienst.

    • Im Mittelpunkt steht die Frage des Verrates. Haben die Juden den Messias verraten, darüber sollte wertneutral diskutiert weren. Zunächst hat zweifelsohne der Jude Judas seinen Meister für dreißig Silberlinge verraten, aber es waren nicht alle Juden, die den Verrat mitgetragen haben und aus diesem Grunde ist eine für alle Juden gültige Schuldzuweisung nicht möglich. Aber es gibt auch die Nutznießer, Drahtzieher und Väter dieses Verrates, das Synhedrium. die geistige Leitung dieses Volkes. Hier geht der Verrat einen Schritt weiter, sie haben Jesus, obgleich sie keine Schuld feststellen konnten. an die Römer ausgeliefert, eine Macht die sie nicht anerkannten, vor allem einen römischen Kaiser, der sich als divus bezeichnen ließ und von den Römern mit göttlichen Ehren geehrt wurde. – Ein wahrer Verrat- auch an ihren eigenen Prinzipien -Tiberius hatte den offiziellen Titel „Filius divi Augusti“. Jede Anerkennung dieses Kaisers Tiberius war damit ein _Verrat am jüdischen Gott, dem Vater Jesu Christi. Der wahre Verrat wird in der Aussage „Wir haben keinen König als den Kaiser“ manifest. Sie haben durch die volle Anerkennung des Tiberius, nicht nur als weltlicher Herrscher, sondern auch als Divus den (alten) Bund zwischen Gott und dem Volk Israel aufgekündit.

  7. Jeder Christ kann kein Judenfeind sein oder werden. Unser geliebter Heiland war Jude. Den Film habe ich auch gesehen und ich verstand ihn als eine Gefahr für die Juden, von den Moslems ausgehend. Natürlich haben sich sogenannte Christen an den Juden versündigt. Ich glaube, das diese Christen ihr Christentum nicht verstanden haben. Aber zahlreiche Christen haben seitdem den Juden oder Israel Gutes getan. Auch die Christen, wie ich, die zur Zeit des Holocaust noch nicht lebten aber Mitleid und Scham empfanden ob all der Verbrechen die den Juden zugefügt wurden.

    Juden und Christen haben einen Gott. Für die Christen wird Jesus wiederkommen. Für die Juden kommt der Messias. Und Gott, Jesus hat versprochen, diejenigen zu richten, die sich gegen sein Volk, die Juden versündigt haben. Am jüdischen Volk zeigt Gott seine Präsenz.

  8. Es wurde Zeit, dass mal ein Film die widerliche Juden- und Israelfeindlichkeit der Moslems zur Sprache brachte. Und je mehr Moslems in unserem Land leben umso größer wird diese Judenfeindlichkeit. Es darf nicht sein, dass in unserem Land Moslems durch unsere Straßen ziehen und brüllen „Juden ab ins Gas.“ und andere Widerlichkeiten. Da sollten die Christen sich eindeutig hinter die Juden stellen.

  9. Leider gibt es immer noch Christen, die behaupten, die Juden hätten Jesus getötet. Was nicht stimmt. Drei römische Soldaten haben Jesus ans Kreuz genagelt! Damals zur Zeit Jesus war das Heilige Land römisch besetzt. Und das Todesurteil hat Pontius Pilatus gesprochen der römische Feldherr, der im Heiligen Land das Sagen hatte.

    Aber, warum auch wütend sein, das Jesus vorübergehend tot war? Ohne Tod wäre er nicht wieder auferstanden! Und dann wäre er auch nicht der Messias. Darum kann ich die Aufregung darum nicht verstehen.

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