Kinderbuch erzählt die Botschaft von Fatima – mit einem Vorwort von Kardinal Robert Sarah

100 Jahre Fatima: Kinderbuch erzählt die Geschichte und die Botschaft von Fatima mit einem Vorwort von Kardinal Robert Sarah.
100 Jahre Fatima: Kinderbuch erzählt die Geschichte und die Botschaft von Fatima mit einem Vorwort von Kardinal Robert Sarah.

(Fatima) Zum 100. Jahrestag der ersten Marienerscheinung in Fatima wird Papst Franziskus am 12./13. Mai 2017 den bekannten portugiesischen Wallfahrtsort besuchen. Er wird das vierte katholische Kirchenoberhaupt sein, das nach Fatima reist, seit die Kirche 1930 den übernatürlichen Charakter der Erscheinungen anerkannt hat.

Zum 100-Jahrjubiläum veröffentlichte der französische Verlag Traditions Monastiques ein illustriertes Kinderbuch zu Fatima. Der Titel lautet: „Fatima. Maria vertraut dir ihr Geheimnis an“. Das reich bebilderte Buch will Kindern die Geschichte von Fatima erzählen und ihnen die Botschaften nahebringen, die drei Hirtenkindern von der Gottesmutter anvertraut wurden.

„Es handelt sich um Botschaften, die immer aktuell sind, weil sie vom Heil und der Rettung sprechen und von der Bekehrung und dem Gottvertrauen in einer Welt, die scheinbar glücklich, in Wirklichkeit aber unendlich traurig ist.“

Diese Worten stammen aus dem Vorwort zum Buch, das sich an Kinder und Erwachsene wendet und von Kurienkardinal Robert Sarah, dem Präfekten der römischen Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, stammt.

„Wenn ich nur in das Herz eines jeden das Feuer legen könnte, das ich in meinem Herzen habe, und das mich das Herz Mariens so sehr lieben läßt!“

Kardinal Robert Sarah
Kardinal Robert Sarah

Diese Worte der seligen Jacinta, einem der Hirtenkinder, sind im neuen Buch abgedruckt. Es schildert zunächst die Zeit, in der Maria in einer ländlichen Gegend Portugals sich zu erkennen gegeben hat. 1917 tobte ein blutiger Krieg in Europa, und wenige Tage nach der letzten Erscheinung der Gottesmutter brach in Rußland die grausame kommunistische Revolution aus. In dieses Blutbad, dem Männer, Frauen und Kinder zum Opfer fielen, erschien die Jungfrau Maria drei Kindern in Fatima.

Das Kinderbuch versteht es mit „großem pädagogischem Geschick“, so Kardinal Sarah, die damaligen Ereignisse zu schildern. Jedes Kapitel ist einem Aspekt der Botschaften gewidmet. Zunächst das „Hören“ der Botschaft, dann das „Verstehen“ durch die Kinder und schließlich ihre persönliche Antwort, ihr „auch ich“.

Kardinal Sarah schreibt dazu:

„Die Lektüre dieses schön bebilderten Buches läßt uns verstehen, daß unsere Zeitgenossen, deren Mentalität von Relativismus und Hedonismus geprägt ist, die Bekehrung ihres Herzens brauchen, wenn sie die tiefere Bedeutung der Botschaft von Fatima verstehen wollen. Die Autoren setzen auf die Tatsache, daß die Kinder ohne Zweifel leichter fähig sind als die Erwachsenen, ganz spontan auch die Aspekte der Botschaft von Fatima, die zu hart oder zu trocken scheinen könnten, richtig zu verstehen, und sie haben recht, das anzunehmen. Hat nicht etwa unsere himmlische Mutter in Fatima ebenso wie in Lourdes, in Pontmain oder in La Salette, um nur einige der bekanntesten Marienerscheinungen zu nennen, immer Kinder ausgewählt, und zwar arme Kinder, um uns das Geheimnis ihres Unbefleckten Herzens zu offenbaren?
Und was ist dieses Geheimnis? Nichts anderes als das Evangelium, aber das Evangelium ohne Aufputz, ohne Anpassungen und ohne Kompromisse mit dem Geist der Welt – der sich allen Winden öffnen will, tolerant, ohne Religion und ohne Moral –, weil die Gute Nachricht des Evangeliums die Verkündigung des Heils ist! Und wir wissen, daß die seligen Francisco und Jacinta das Heil der Seelen so ernst genommen haben, daß sie jeden Tag Opfer brachten für die Bekehrung der Sünder, die oft hart waren für die kleinen Kinder, bis sie ihr junges Leben ganz hingegeben haben, als die Krankheit sie im Alter von erst zehn Jahren wegnahm.“

Opfer, Buße, Wiedergutmachung für die Beleidigungen, persönliche Weihe: Das sind die Wege zur Heiligung, die Elisabeth Tollet und Jeanne-Marie Storez, die beiden Autorinnen des Kinderbuches, aufzeigen. Die Illustrationen stammen von Marie Storez.

Kardinal Sarah schreibt dazu:

„Wie uns die Hirtenkinder von Fatima mit ihrem Leben gezeigt haben, geht es darum, uns durch die Liebe Gottes umwandeln zu lassen, durch Seine Barmherzigkeit, die uns im Kreuz Christi vollkommen offenbart wurde.“

Fatima. Marie te confie le secret de son cœur, mit einem Vorwort von Kardinal Robert Sarah, Text: Elisabeth Tollet und Jeanne-Marie Storez, Illustration: Marie Storez, , Traditions Monastiques, 96 Seiten, 18 Euro.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Traditions Monastiques/MiL (Screenshot)

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6 Kommentare

  1. Dieses Vorwort von Kardinal Sarah ist Balsam für die Seele, die Tag für Tag von schier unglaublichen Nachrichten aus dem Vatikan oder auch von der DBK gequält wird.
    Vielen Dank dafür, dass neben den ganzen Schreckensmeldungen auch Artikel verbreitet werden, die die so sehr strapazierte Hoffnung wieder etwas anfachen!

  2. Wie schön, dass wir so großartige Kardinäle in unserer Kirche haben wie Kardinal Sarah. Er ist ein hochgebildeter, einfacher, von tiefem Glauben erfüllter Christ – ein Kardinal, wie wir uns ihn idealer nicht vorstellen können. Das wurde mir bei der Lektüre seiner Biographie „Gott oder Nichts“ deutlich vor Augen geführt.

    Wie viel besser stünde es um unsere Kirche, wenn diese Kardinäle durch Bergoglio nicht ins Abseits gedrängt würden. Mein Wunsch für ein nächstes Konklave wäre ein Papst Sarah (oder auch Burke). Ich befürchte allerdings, dass es Bergoglio schon gelungen ist, viele seiner „Getreuen“ an einflussreichen Stellen zu positionieren – daran ist Autokraten immer gelegen – und viele Kardinäle zu ernennen, die seine Linie vertreten. Es kann uns Angst sein um unsere Kirche.

  3. Hoffentlich erfährt das Buch auch eine deutsche Übersetzung; einmal seines Inhalts wegen, aber auch um das Vorwort des Kardinals in seiner vollen Länge lesen zu können.
    „… das Evangelium ohne Aufputz, ohne Anpassungen und ohne Kompromisse mit dem Geist der Welt …“
    Allein diese Worte sind ja schon lesenswert.

  4. Es wäre besser gewesen, ein Kinderbuch über die Liebe Gottes zu jedem Menschen zu propagieren.
    .
    Die an verschiedenen Orten gesehenen Marien-Erscheinungen weisen kaum auf das Zentrale der christlichen Botschaft hin.
    Sie ware und sind nur Anreiz zu ungesunden Spekulationen.

    • Schon bei der Hochzeit von Kana ging es der Gottesmutter nur um eins: „Tut was Er euch sagt“ (Joh 2,5)! Diese Mission setzt die Hl. Jungfrau bis heute an den vielen Erscheinungsorten der Welt fort: In keinster Weise geht es der himmlischen Mutter dabei um sich selbst, sondern immer nur um die Hinführung zu ihrem Sohn und damit um unser aller Heil!

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