Die Neue Kirche hat uns die Heiligen genommen

Steinigung des Protomärtyrers Stephanus
Steinigung des Protomärtyrers Stephanus

Fast 2000 Jahre wurden Menschen, die Christus in hervorragender Weise nachfolgten, als Bekenner oder Märtyrer verehrt: als Heilige. Sie wurden verehrt und ihre Leben in der Nachfolge als Vorbild dargestellt -  in bildlichen Darstellungen und Beschreibungen (Hagiographien).
Erschreckend:   Einen Tag nach der Geburt des Retters gedenkt die Kirche der Ermordung des Stephanus – eines Nachfolgers Christi. Die Kirche erklärt ihn zum Heiligen. Unerklärlich, warum heute die Vernachlässigung der Heiligen durch die Kirche wahrzunehmen ist.

Dazu eine Abhandlung von Professor Dr. med. Eberhard Gross aus Hamburg.

Die Heiligen der katholische Kirche sind weitgehend aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden: Aus den Jahreskalendern hat man sie schon lange verbannt. Wozu auch sollte man sie  dort aufführen, wo Namenstage bei Katholiken doch aus der Mode gekommen sind. Die Namen von Heiligen dienen derzeit bestenfalls noch als Adressen von Kirchen. Aber auch in der Kirche selbst weiß man mit den  Heiligen nicht mehr viel anzufangen, glaubt man doch der säkularen Gesellschaft „Heilige“ nicht zumuten zu dürfen, da es gleichsam anstößig sei, weil fundamentalistisch, die Öffentlichkeit mit dem Leben der Heiligen zu konfrontieren und so mit einem heiligmäßigen Leben im Sinne  der Nachfolge Christi, einer Vorstellung, die nicht nur der Gesellschaft fremd ist, sondern auch manchen in der Kirche abhandengekommen ist.

So sehen  manche  Priester in Heiligen nur „komische Heilige“, nach heutigen Maßstäben mit Nachsicht betrachtet, in ihnen “Irregeleitete“, deren Lebensform  der vergangenen unaufgeklärten, vormodernen Zeit geschuldet ist: Heilige  als Opfer ihrer Zeit. Wie die Gesellschaft können solche Priester bestenfalls noch etwas anfangen mit Heiligen der diakonisch tätigen Nächstenliebe, insbesondere, wenn sie zu Lebzeiten von einer gewissen Öffentlichkeit beachtet werden wie z. B. Mutter Theresa. Allerdings fällt ihnen als Grund für ihre außergewöhnliche  Lebensform kein anderer ein als die soziobiologische Erklärung einer altruistischen Spielart der Lebensform, eine scheinbar vernünftige Erklärung, aber eigentlich die Lebensform herabsetzend, weil sie mit ihrer Anmaßung von Wissen die religiöse Dimension nicht sehen kann und will.

Auch der Hl. Franziskus genießt  in der Kirche noch einen Sympathiebonus, und zwar einen besonderen, da dieser Heilige  in der nichtkatholischen Öffentlichkeit zu einer Gallionsfigur der Ökologie aufgestiegen ist. Hier hat der  Orden in Deutschland tatkräftig seinen Gründer und Namensgeber gleichsam als ersten Naturschützer instrumentalisiert und damit sein Geschäftsmodell eines kirchlichen Bildungshauses als untauglichen Versuch, das Sterben des Ordens aufzuhalten, aufgehübscht.

Nichts können solche Priester hingegen anfangen mit Johannes Maria Vianney, dem Hl. Pfarrer von Ars, der das Priestertum als Mittler zwischen Gott und den ihm Anvertrauten versah und dessen priesterliches Leben ganz auf deren Seelenheil sub specie aeternitatis ausgerichtet war. Er schafft es bei manchem Priestern nicht einmal mehr zum “komischen Heiligen“. Als Papst Benedikt  diesen Heiligen als priesterliches Vorbild im Jahr des Priesters 2009  auswählte, wies man dies zuweilen empört zurück. Folgerichtig  kann sich auch ein Priester, der sich als Sozialingenieur für Lebensglück versteht, nur gegen ein Priestertum verwahren, wie es der Hl. Pfarrer von Ars mit folgenden Worten ausdrückte: 

„Der Priester ist es, der das Werk der Erlösung auf Erden fortführt […] Was nützte uns ein Haus voller Gold, wenn es niemanden gäbe, der uns die Tür dazu öffnet? Der Priester besitzt den Schlüssel zu den himmlischen Schätzen: Er ist es, der die Tür öffnet; […] Der Priester ist nicht Priester für sich selbst, er ist es für euch.“

Die Verehrung der Hl. Maria und das Gebet zu ihr als Gottesmutter und damit als zentrale Figur der Heilsgeschichte erscheinen in der Kirche noch unangefochten, gemessen an den regelmäßigen Rosenkranzandachten in den Gemeinden und den Besuchern von Wallfahrtsorten, die ihr geweiht sind.  Allerdings bleibt auch sie nicht verschont von verdeckten Versuchen, das Heilige vom Himmel auf den profanen Boden zu holen und damit die Gottesmutter  in ein zeitgenössisch  protestantisches Kleid zu stecken ganz nach dem unchristlichen Bekenntnis von Bischöfin Käßmann:

“Da bin ich ganz Theologin des 21. Jahrhunderts. Ich glaube, dass Maria eine junge Frau war, die ganz auf Gott vertraut hat. Aber dass sie im medizinischen Sinne Jungfrau war, das glaube ich nicht […] Ich denke, dass Josef im biologischen Sinne der Vater Jesu war.“ Ganz in diesem Sinne heißt es nun in der neuen Einheitsübersetzung der Bibel statt „dass Maria und Elisabeth ein Kind empfangen, dass sie schwanger werden.“

Nach einer  Stellungnahme des katholischen Bibelwerkes durch K. Brockmüller klinge diese Formulierung nicht banal. Eine Schwangerschaft, so K. Brockmüller, sei für sie nie banal, man betone vielleicht die menschliche Seite, wenn man „empfangen“ „schwanger“ nenne. In dieser Absicht ist wohl auch aus der „Jungfrau“ in Jesaia 7 eine „junge Frau“ geworden. Diese wesentliche Umbenennung wird textkritisch mit Bezug zum hebräischen Text begründet, obwohl in der Septuaginta (2 Jhd. ante Christum!) „eine Jungfrau wird ein Kind bekommen“ geschrieben steht. Ganz im Sinne einer „menschlicheren“ Sicht auf Maria hat Papst Franziskus wohl mit Kalkül einen Zweifel an ihrer Heiligkeit und Einzigartigkeit als frei von der Erbsünde aufkommen lassen und sich dabei unrichtigerweise auf Johannes Paul II. berufen, als er in einer Predigt am 20. Dezember 2013 sagte.

Das Evangelium sagt uns nichts: ob sie ein Wort gesagt hat oder nicht… Sie war still, doch in ihrem Herzen – wieviel sagte sie doch dem Herrn! ‚Du hast mir damals gesagt – das ist es, was wir gelesen haben –, daß er groß sein wird. Du hast mir gesagt, daß du ihm den Thron seines Vaters David geben wirst, daß er über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen wird. Und jetzt sehe ich ihn dort!’ Die Gottesmutter war menschlich! Und vielleicht hätte sie die Lust gehabt zu sagen: ‚Lügen! Ich bin betrogen worden!’. Johannes Paul II. sagte dies, als er von der Gottesmutter in jenem Moment sprach. Sie aber hat, mit der Stille, das Geheimnis überschattet, das sie nicht verstand, und mit dieser Stille hat sie zugelassen, daß dieses Geheimnis wachsen und in der Hoffnung erblühen kann“.

Die Gemeinschaft der Heiligen
Die Gemeinschaft der Heiligen

Während die Heiligkeit und Einzigartigkeit der Gottesmutter aus dogmatischen Gründen und der Volksfrömmigkeit wegen nicht so einfach verdunkelt werden kann, spielen die Heiligen insgesamt in der Glaubenspraxis  praktisch keine Rolle mehr. So sind sie im Novus Ordo nicht mehr präsent. Weder werden die einen mit ihrem Namen genannt und um ihre Fürbitte gebeten noch die anderen unzähligen, deren Zahl nur Gott kennt, als „Alle Heiligen“ angerufen und sollen so, wie man es den  Erfindern des Novus Ordo wegen dieses radikalen Schnitts unterstellen muss, schlicht vergessen werden wie die Hl. Maria, Johannes den Täufer, die Apostel Petrus und Paulus und alle Heiligen, die im klassischen römischen Ritus einmal  im Sündenbekenntnis (Confiteor) beim Stufengebet und vor dem Kommunionempfang, im Gebet an die Heilige Dreifaltigkeit (suscipe, sancta trinitas) in der Opfermesse und im Kanon in den beiden  Gebeten mit der Gemeinschaft der Heiligen (Communicantes) mit anderen Heiligen, namentlich mit den anderen Aposteln und weiteren Heiligen wie z.B. Cosmas und Damian vor der Wandlung und nach der Wandlung mit anderen Heiligen wie z.B. Felicitas und Perpetua (Nobis quoque) angerufen werden. Der Hl. Erzengel Michael, wird im Sündenbekenntnis als Zeuge des Bekenntnisses und Überbringer der Fürbitte  angerufen. Dieses Bekenntnis kann im Novus Ordo fakultativ gebetet werden, was zur Folge hat, dass es so gut wie nicht gebetet wird, und  der Name des  Hl. Erzengel Michael in der modernen Kirche nicht mehr zu hören ist, des Schutzpatrons Deutschlands, dessen Namen noch etliche Kirchen tragen. Die Heiligen sind damit dem Novus Ordo zum Opfer gefallen, sie sind gleichsam auf dem Altar des Ökumenismus  geopfert worden und sind mittlerweile  auch vom noch praktizierenden Kirchenvolk vergessen worden. Die Protestantisierer der Kirche haben somit gründliche Arbeit geleistet.

Das Vergessenmachen der Heiligen ist nur ein Schritt auf dem Weg zur protestantisierten Kirche. Der nächste und entscheidende Schritt aber ist die Entheiligung der Heiligen. Sie wird derzeit mit großem Eifer, aber verdeckt betrieben. Verdeckt, weil es dem noch praktizierenden Kirchenvolk verborgen bleibt. Wie sollte es diese auch  bemerken können, wo es doch  mit und von der Kirche auf den ökumenistischen Pfad geschickt worden ist, der begangen werden müsse, um möglichst viele „mitzunehmen“, gleichsam als  Heilmittel gegen den allgemeinen Glaubensabfall, und  in Furcht, dass der Verkündigungsauftrag nur noch innerhalb einer immer kleiner werdenden  Gemeinde wahrgenommen würde,  und um die Diskursfähigkeit der Kirche mit den außerhalb von ihr Stehenden zu erhalten, schließlich aber auch aus der berechtigten Sorge, dass eine kontinuierlich schrumpfende Kirche keine gesellschaftliche Bedeutung mehr hat.

Kardinal John Fisher
Kardinal John Fischer

Das derzeitige kirchliche Procedere lehramtliche Aussagen zu relativieren, indem man sie durch eine pastorale Praxis unterminiert, die von  den Ortsbischöfen und mitunter auch von den Priestern nach eigenem Gusto bestimmt wird, ist mit dem Lehrschreiben  Amoris laetitia  von Rom exemplarisch abgesegnet worden, indem die Aussagen über die Unauflöslichkeit der Ehe  einer Interpretationswillkür überlassen werden. Die Kirche mit ihrem theologischen Sachverstand hat wohl eine schwerwiegende Konsequenz der Relativierung lehramtlicher Aussagen einkalkuliert, die in dem Sachverhalt von Amoris laetitia mit den einfachen Fragen offenkundig wird: Wofür sind die Heiligen Thomas Morus, Lordkanzler von König Heinrich VIII  und John Fischer, Bischof von Rochester den Märtyrertod gestorben? Haben sie nach der gegenwärtigen Praxis eine falsche Lehre vertreten, sind sie einer von der damaligen Kirche verbreiteten irrtümlichen Lehre aufgesessen? War ihr Tod demnach nur ein vermeintlicher Märtyrertod? Waren sie aus heutiger Sicht ein Opfer der damaligen Umstände, verständlich, aber unnötig? Die anderen aus Adel und Klerus, die den Eid auf den Act of  Succession leisteten, der die Ehe Heinrich VIII mit Anna Boleyn legitimierte und die Autorität des Papstes über die Kirche in England zurückwies, hatten  also nach der heutigen Praxis der Kirche richtig gehandelt. Für diese Kirche verlieren solche Heilige, die sie als Opfer ihrer Zeit sieht, konsequenter Weise den Status des vorbildhaften Christen, der sein Leben für den Glauben hingegeben hat. Nicht nur diesen  Heiligen nimmt die Kirche ihre Heiligkeit, sondern ungezählten Bekennern und Märtyrern, die sich nach der gegenwärtigen  Praxis einfach nur unklug verhielten, weil sie  ihren  Glauben nicht verleugneten. Vermeidet die Kirche eine klare Position zum Wahrheitsgehalt der biblischen Überlieferung, verzichtet sie somit auf den Wahrheitsanspruch und steht sie nicht fest zur lehramtlichen Tradition, überlässt sie vielmehr lehramtliche Aussagen dem Ungewissen oder hält Distanz zu ihnen, wofür sich etliche Zeugnisse katholischer Theologen und Hierarchen finden lassen,   gibt sie in letzter Konsequenz die Gemeinschaft der Heiligen und mit den Heiligen auf. Sie verabschiedet sich dann auch von ihrem ekklesiologischen Selbstverständnis der Kirche als mystischem Leib Christi.

Die Kirche würde damit auch die machiavellistische Wende  nachvollziehen, die die Perspektive des politischen Handelns verändert hat, das  sich  nach Machiavelli daran orientieren soll, wie der Mensch tatsächlich lebt und nicht daran, wie er leben soll, während die  Perspektive der klassischen politischen Wissenschaft  die Vervollkommnung des Menschen im Blick hat, wie der Mensch leben soll. Dabei war der Blick der Kirche bisher immer auf das Seelenheil gerichtet gegenüber der Politik mit ihrer irdischen Sicht. So orientiert sich die pastorale Praxis an der Lebenswirklichkeit und arrangiert sich mit ihr. In einer solchen Praxis haben die Heiligkeit und die Heiligen keinen Platz mehr; denn sie stehen an Abzweigungen des breiten Stroms der zur Norm erklärten Lebenswirklichkeit, die zum Seelenheil, aber nicht zum größtmöglichen Lebensglück führen.

Äußere Zeichen des Vergessenmachens der  Heiligen und ihre Entheiligung sind auch der schleichende Ikonoklasmus der kirchlichen Innenräume und die Architektur moderner Kirchenbauten, die auf Elemente verzichtet, die auf das Sakrale des Kirchenraumes verweisen, dafür vielmehr Elemente gewöhnlicher, zweckmäßiger Versammlungsräume verwendet.

Dass  die Heiligen keinen Platz mehr haben, ja nicht einmal vermisst werden, weil sie schon vergessen sind, bezeugt die Namensfindung „Pfarre zur frohen Botschaft“ für eine neue Gemeinde, die kürzlich in Wien aus vier bisherigen installiert wurde.

Wie die Relativierung des Lehramts das Glaubenszeugnis der Heiligen fragwürdig,  ja wertlos erscheinen lässt, so kontaminiert ein wertloses Glaubenszeugnis den Glauben  selbst mit der Fragwürdigkeit, relativiert ihn und überlässt ihn der Beliebigkeit der Subjektivität und dem Subjekt sich eine Privatreligion zurechtzulegen.  Dabei geht es nicht um die Wahrheit, sondern um die Funktionalität.  Das Arrangement mit der Lebenswirklichkeit, die machiavellistische, d.h. selbstreferentielle Haltung nach dem Motto „ich bin eben so wie ich bin und möchte nicht anders sein“ schließt das Streben  nach der Vervollkommnung des Menschen im Sinne einer Heiligung  durch ein heiligmäßiges Leben aus.  Werden die Heiligen und die Heiligung durch das Vergessen und die Entheiligung aus dem Corpus der Kirche genommen, wird auch ein  transzendenter Bezug der Religion gekappt: Vergessene Heilige können nicht mehr angerufen werden, und Entheiligte ruft man nicht an. Heiligung und Heiligkeit sind  nur aus ihrer Polarität mit der Sünde und Schuld zu verstehen. Werden Sünde und Schuld, marginalisiert, ausgeblendet oder gar geleugnet, werden Umkehr und Buße hinfällig. Eine Heiligung und Heilige sind dann nicht mehr existent und werden  damit entheiligt.    Es bleibt eine von  zentralen  Glaubensaussagen entkernte Religion übrig, Der naturalistisch ausgehöhlte Glaube (Thiel)  kennt den  Weg zur Heiligung nicht und verläuft sich nur noch im Irdischen.

Bild: Diocesi Padova/MiL (Screenshots)

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17 Kommentare

  1. Eine protestantisierende Kirche bekommt immer größere Probleme mit den Heiligen. Das ist vollkommen logisch. Aber nun zur allerseligsten Jungfrau. Sie wissen ganz genau das durch diese Frau die Zerstörung der katholischen Kirche unmöglich ist. Es gibt nur ein Mittel auf das sie inständig hoffen. Die Katholiken sollen den Glauben an ihre Jungfrauenschaft verlieren und deswegen bedienen sie sich selbst der dümmsten Tricks und faseln gerne von der „jungen Frau“. Wenn aus der Jungfrau eine normale Frau wird dann wird aus ihrem Sohn ein ganz normaler Erdenbürger und er ist nicht mehr der Sohn Gottes. Damit ist der gesamte Glaube gefährdet. Sie sprechen heutzutage fast nur noch vom Menschensohn und ganz selten noch vom Sohn Gottes. Die Mutter Gottes ist die Braut des Heiligen Geistes und der Heilige Geist wird eine Beleidigung seiner Braut nicht hinnehmen. Ihr Typen innerhalb der Kirche die ihr an der Jungfrauenschaft der Mutter Gottes herumwursten tut solltet mir dankbar sein das ich euch warne denn eine Beleidigung des Heiligen Geistes könnte fatale Folgen haben. Ihr könnt sowieso nicht gewinnen selbst wenn ihr aus der Einheitsübersetzung das kommunistische Manifest macht.
    Per Mariam ad Christum.

    • Werte oder werter Shuca, Ihre Beobachtungen sind völlig zutreffend. In diesen Zusammenhang gehört auch, dass der Begriff „Heilige Messe“ immer mehr vermieden wird. Stattdessen ist ständig von „Gottesdienst“ die Rede oder auch von „Eucharistiefeier“. Natürlich kann es bei einem völlig vermenschlichten Verständnis Jesu und der Leugnung seiner Auferstehung (Originalton Käßmann im TV: „die Jünger spürten irgendwann, es geht weiter“ auf die Frage, ob sie an das leere Grab glaube.)keine Platz mehr für ein Messopfer und damit auch nicht für eine heilige Messe.

    • Da kann ich nur zustimmen. Mich ärgert zeitweise etwas, dass von Jesus Christus als „Bruder und Herrn“ die Rede ist.
      Wie soll Gott, der uns Menschen erschaffen hat, unser Bruder sein? Das ist ein großer Irrtum, dem manche protestantisch angehauchten katholischen Priester da aufsitzen.

  2. Ein sehr fundierter und hervorragender Artikel, der es auf den Punkt bringt.

    Erfahrungen bzw. Entscheidungen des PGR im vergangenen Jahr zeigen, daß in zusammengelegten Pfarreien in einem weiteren Schritt die Namenstage der Heiligen nur noch an ihrem jeweiligen Tag „begangenen“ werden und nicht mehr das Kirchenpatrozinium gefeiert werden soll. Wenn also das Kirchenpatrozinium auf einen Wochentag fällt, so wird das Patrozinium zukünftig nicht mehr am folgenden Sonntag „nachgeholt“ und in der Pfarrei gefeiert.

    Ansonsten ist dem obigen Artikel vollumfänglich zuzustimmen. Es sollte nur ein kleiner Hinweis aus momentanen Erfahrungen noch als Ergänzung aufgefaßt werden, wie geschrieben.

    • In unserer Pfarrei wurde das Patroziniumsfest (Karl Borromäus, 4.11.) heuer nicht nur ersatzlos gestrichen, sondern sogar durch ein „ökumenisches Familienfest“ ersetzt.
      Und wo fand diese „gottesdienstliche Feier“ statt?
      In der Gemeindehalle!
      Meine Protestmail an den PGR bereits im Vorfeld blieb natürlich ergebnislos. Wenigstens habe ich mich dann aber geweigert, an diesem Tag im Kirchenchor -wie sonst üblich- mitzusingen.

      • Noch ein Nachtrag:
        Natürlich bin ich auch insgesamt dieser „Veranstaltung“ ferngeblieben. Alles andere wäre mir wie ein Verrat vorgekommen.

  3. Neulich sagte ein Priester in der Kirche, dass Josef mit Maria schlief und Jesus zeugte. Ein Engel wäre dann zu Maria gekommen, um ihr mitzuteilen, dass nur die Seele des Kindes Gottes Sohn sei. Ich bin ein junger, aufgeschlossener Mensch, doch mich hat diese Predigt unglaublich verletzt. Gerne möchte ich an den „Gott des Unmöglichen“ glauben. Ich brauche diesen Gott, dem nichts unmöglich ist, um mich an ihm in schweren Zeiten und scheinbar aussichtslosen Situationen festzuklammern. Deshalb will ich auch an eine Jungfrauengeburt glauben. Warum wird gerade uns jungen Menschen systematisch die Hoffnung genommen?

    • Lieber C.
      Bitte lassen Sie sich nicht verunsichern!
      Gabriel, als Erzengel gehört er zur engsten Umgebung Gottes, sagte zu Maria: „Bei Gott ist nichts unmöglich.“ (Lk 1,37)

      eine Aussage von Jesus selbst:
      Die Frau (am Brunnen) spricht zu ihm (Jesus):
      „Ja, ich weiß, dass einmal der Messias kommen soll, der auch Christus genannt wird. Er wird uns schon alles erklären.“
      Da sagte Jesus: „Du sprichst mit ihm. Ich bin der Messias.“ (Joh 4,25,26)

      noch eine von Gott selbst:
      Er sagt: „Ich bin der Herr, der Gott aller Menschen. Sollte mir etwas unmöglich sein?“ (Jeremia 32,27)

      Seien Sie also nicht verzagt, lieber C. und vertrauen Sie!

    • Der Glaube als solcher ist eine Herausforderung. Er wird, gerade in der heutigen Zeit, aufs Schwerste geprüft. Jedoch sind die Glaubenswahrheiten, die Dogmen seit vielen Jahrhunderten festgelegt und diese sind unveränderbar, weil vom Heiligen Geist vorgegeben.
      Wenn aber ein Priester nicht den Glauben der Katholiken stärkt, dann tut es niemand. Das ist schade und ein Problem, das ich gut nachvollziehen kann!
      Im Fernsehen auf K-TV oder in Internetvideos kann man noch Predigten oder Vorträge von glaubensstarken Priestern und Laien sich anhören. Falls man einen Ersatz braucht, wie sie, für einen abgefallenen Priester(von dem sie da berichten).

    • Lassen Sie sich nicht im Glauben entmutigen!

      Wie alt war dieser Priester, der eine solche Predigt wagte?
      Er leugnet damit sowohl das Alte wie das Neue Testament.

      Die heilige Jungfrau und Gottesmutter Maria war Jungfrau vor der Geburt, in der Geburt und nach der Geburt. Sie war in ihrem Leib ganz rein und ist ganz rein geblieben. Das ist katholisches Glaubensgut!
      Welche Schriften haben wir darüber, um uns im Glauben zu stärken?
      Das Evangelium beschreibt ausführlich den Besuch des Erzengels Gabriel bei Maria. Der im Wort überlieferte Dialog der beiden beinhaltet die Verkündigung des Erzengls Gabriel an Maria, die Rückfrage Mariens, die Antwort Gabriels indem er ihr klar beschreibt, dass und wie sie ein Kind empfangen werde, sowie die Antwort Mariens – ihr JA zum Willen Gottes.
      Das Evangelium beschreibt die Ereignisse um die Geburt Jesu in Bethlehem, jedoch bleibt hier ein Schleier über dem Geheimnis Gottes. Das Geburtsgeschehen als solches wird im Evangelium nicht im Wort überliefert.

      Die beste Schriftquelle, um im Glauben zu wachsen und stark zu werden, ist die Bibel, die ganze Bibel. Keine neuaufgelegte Bibel kaufen, sondern versuchen eine bewährte Bibelausgabe zu erhalten (zB Sarto-Verlag).

      Ich darf hier 3 Buchempfehlungen anhängen, wirklich wertvolle Glaubenslektüre.
      Je nachdem, wieviel Glaubenswissen man (schon) hat, empfiehlt sich diese Lesereihenfolge:

      Der Gottmensch, von Maria Valtorta in 8 Bänden
      Jesus erzählt Maria Valtorta sein Leben durch Einsprechungen und Visionen. Er verlangt von Maria Valtorta dies aufzuschreiben. Das ist ein großes Werk! Wer das liest, dem öffnet sich sein Herz und Geist auf bisher nicht gekannte Weise für den Herrn, für den Glauben. Wunderbar und bereichert mit Glaubenswissen.

      Das Leben der jungfräulichen Gottesmutter Maria, von Maria von Agreda in 4 Bänden
      Die Gottesmutter spricht zu der Äbtissin ausführlich über ihr Leben und gibt dazu wunderbare Belehrungen für ein Leben in der Tugend.
      Das Geburtsgeschehen in Bethlehem entschleiert sich dem Leser, Maria erzählt wie alles vor sich ging. Bei Gott ist eben alles möglich: Das Baby Jesus ist einfach durch die Bauchdecke Mariens nach außen getreten, ohne dass der Leib Mariens geöffnet oder verletzt wurde. So wie das beschrieben ist – man glaubt es sofort, es entzückt den Geist und hebt die Seele.
      —– Diese 4 Bände sind eine sehr lehrreiche Lektüre. Da ich sie kenne, meine ich persönlich – unverzichtbar für einen Katholiken, zumal in dieser Zeit, wo der katholische Glaube schwer bedrängt wird und Verfälschung der Glaubensinhalte/-wahrheiten droht.

      Das Innenleben Jesu, von Maria Cäcilia Baij OSB, 1 Band
      Jesus offenbart sein Innenleben, die Gesinnungen seines heiligsten Herzens vom ersten Augenblick seines Daseins an bis zu seiner Rückkehr in den Himmel.

      Das Werk hat 3 päpstliche Empfehlungen.
      Es ist hilfreich, breites Glaubenswissen zu haben, bevor man daran geht, dieses Werk zu lesen. Warum?
      Das ist kein Buch, das man einfach so durchlesen kann, da die Texte in die Tiefe gehen. Ich habe bis heute nicht aufgehört, dieses Buch zur Hand zu nehmen. Es ist nicht schwer zu erfassen, was der Herr sagt (Jesu spricht), aber es ist hilfreich, wenn man schon Glaubenswissen hat. So behält man besser, was man gelesen hat.

      Alle Werke haben kirchliche Imprimatur, zum Teil haben sie persönliche Empfehlungen von Päpsten.
      Die Bücher sind zB beim Parvis Verlag oder Miriam Verlag erhältlich.

  4. Man stelle sich vor, da kommt ein Prophet und sagt: ihr werdet ein Wunder sehen. Eine junge Frau wird ein Kind empfangen. Da wuerde sich so ein Mensch laecherlich machen. Jedermann koennnte so eine Prophezeiung machen und er haette recht.
    Doch wenn eine Jungfrau ein Kind gebaeren soll, dann ist es schon etwas. Falls so etwas stimmt, ist es ein Zeichen seitens Gott. Folglich ist die Uebersetzung „junge Frau“ widersinnig. Sind die modernen Bibeluebersetzer beklopft?

  5. „Seid heilig wie euer Vater im Himmel heilig ist“. Die Vorbilder der Heiligen und „Die Nachfolge Christi“ von Thomas von Kempen neu entdecken. Viele Glaubige erwarten von der Hundertjahr-Feier in Fatima ein neues Wunder. Als die Muttergottes 1531 dem Aztek Indianer St. Juan Diego erschien und das photohafte Bild der Madonna auf seinem Umhang entstand (in der Kathedrale in Mexico City), Aztek Priester und Gelehrte erkannten viele Symbole in dem Bild, die die Indianer Mexico’s ueberzeugten, dass Maria von Guadelupe die Koenigin des Himmels und die Mutter Gottes ist, und das gerade zu dem Zeitpunkt als der Franziskaner Bischof in der Mission aufgeben wollte. In den folgenden 3 Jahren konvertierten 9 Millionen Menschen und es setzte sich fort von Mexico bis Suedamerika.
    „Der Stern von Bethlehem ist ein Stern in dunkler Nacht, auch heute noch. Schon am zweiten Tag legt die Kirche die weissen Festgewaender ab und kleidet sich in die Farbe des Blutes…Stephanus, der Erzmaertyrer, der als erster dem Herrn im Tode nachfolgte, und die Unschuldigen Kinder, die Saeuglinge von Bethlehem und Juda…stehen als Gefolge um das Kind in der Krippe…Wo ist der Friede auf Erden?…Darum musste der Sohn des Ewigen Vaters aus der Herrlichkeit des Himmels herabsteigen, weil das Geheimnis der Bosheit die Erde in Nacht gehuellt hatte….Das Geheimnis der Bosheit und der Menschwerdeung gehoeren eng zusammen…Das Kind, das gekommen ist um den Willen seines Vaters zu tun; seht das Gold, das ich von euch erwarte….So scheint auch das goettliche Kind uns auf den Lieblingsjuenger hinzuweisen: kein weihrauch ist mir angenehmer als die liebende Hingabe eines reinen Herzens.“ (Das Weihnachtsgeheimnis. Edith Stein). „Stephanus und das Gold des Gehorsams, die Kinder von Juda und die Myrrhe der Armut, Johannes und der Weihrauch der Reinheit“ in der Einfuehrung von Hanna-Barbara Gerl fuer Edit Stein’s Das Weihnachtsgeheimnis. Ihr Heilign Maryrer und ihr lieben Heiligen im Himmel betet fuer uns und die Heilige Kirche Christi.

  6. Statt über die vielen interessanten Heiligen zu reden, die Gläubigen für sie zu begeistern, predigt die Kirche heute lieber Humanismus und sucht ständig neue Möglichkeiten zur Aufhebung der 10 Gebote. Es wird so getan, als hätte es die Heiligen nie gegeben. Denn sonst würde zu deutlich werden, wie weit die heutige Kirchenführung von Tugendhaftigkeit, Gottgefälligkeit und eben der fast 2000 Jahre alten Glaubenslehre entfernt ist.
    Gerade noch in der Allerheiligenlitanei bei Bischofsweihen oder wenn ein Zitat eines Heiligen umgedeutet werden soll in vielleicht noch oberflächlichen Predigten, sind die Heiligen den Kirchenfürsten gut genug, um erwähnt zu werden. In Hinsicht auf die moderne Kirche fällt auf, dass zwischen dem Heil, das die Heiligen gewiss erlangt haben und dem Wohl, der Lebensoptimierung durch rein weltliche Güter, das heute stattdessen gepredigt wird, eine auf derzeitigem Wege nicht überwindbare Diskrepanz liegt. So wie diese Kirche zur Zeit geführt wird, bringt sie keine Heiligen hervor. Zumindest nicht, wenn sich alle an Papst Franziskus humanistischem, befreiungstheologischen Weg orientieren.

  7. Mit der Eiligsprechung von Johannes XXIII. und besonders des wegen diverser häretischer Akte wie Korankuß und Assisi unheiligen Karol Wojtylas betrieb Bergoglio praktisch die Entwertung des Heiligseins – worauf übrigens auch schon Wojtyla mit seiner Inflation an Heiligsprechungen hinwirkte.

    • Sehr [email protected] Was theologisch von diesem „Heiligen“ zu halten ist, erklärt Dr. Johannes Doermann + in seinem Werk:“ Johannes Paul II. Sein theologischer Weg zum Gebetstag der Religionen in Assisi.“ Neu erschienen im SARTO Verlag. Die Anschaffung lohnt sich!

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