Lügenpresse gegen Lebensschutz – ein katholisches Medienhaus auf der falschen Seite

Styria Medienunternehmen in katholischer Hand, aber ohne katholische Handschrift
Styria Medienunternehmen in katholischer Hand, aber ohne katholische Handschrift

von Wolfram Schrems*

Da in Polen die Gesetzgebung nahe daran war, das Leben der ungeborenen Kinder legistisch wirksam zu schützen, wurde ein Sturm des Hasses und des Zynismus gegen den Lebensschutz entfesselt. Dieser tobte auch in österreichischen Medien. Das ist zwar nichts neues. Was aber jetzt passierte, ist, daß ein katholisches Verlagshaus, nämlich Styria (Graz), an der Pro-Abtreibungskampagne beteiligt war. Im folgenden dazu einige Beobachtungen.

Die Ereignisse in Polen – schwarzer Druck auf ein souveränes und katholisches Land

In den letzten Monaten ist die christlich orientierte polnische Regierung unter der Führung der Partei Recht und Gerechtigkeit (Prawo i sprawiedliwość, PiS) ins Visier einer Meute von internationalen Abtreibungspolitikern, Propagandisten und Lohnschreibern geraten. Auf die Regierung und das Parlament wurde massiver Druck ausgeübt, dem Gesetzesvorschlag des Komitees Stoppt die Abtreibungen zum praktisch vollständigen Schutz der ungeborenen Kinder (Strafrahmen für Abtreibung bis zu fünf Jahre Haft für Mutter und Arzt, Ausnahme nur unmittelbare Lebensgefahr) nicht zuzustimmen. Der Vorschlag war von der Initiative Ordo Iuris Institut für Rechtskultur (Instytut na rzecz Kultury Prawnej) und der Stiftung Recht auf Leben (Fundacja Pro – prawo do życia) formuliert und von der Regierung positiv aufgegriffen worden. Innerhalb von drei Monaten hatte die Initiative fast eine halbe Million Unterschriften (!) zugunsten des Gesetzesvorschlages gesammelt. Die kirchliche Hierarchie unterstützte die Initiative.

Aber bekanntlich schläft der Teufel nicht und mobilisierte die Straße

Zur Organisierung des Pro-Abtreibungs-Lagers bedienten sich internationale Kreise polnischer Frauen und Männer, die in makabrer Weise gekleidet demonstrierten („Schwarzer Montag“ bzw. „Schwarzer Protest“). Dabei schrien sie die üblichen zynischen, dummen und vulgären Slogans bzw. trugen sie auf Spruchbändern. Beobachter sagen, daß diese Demonstrationen, die übrigens weit weniger gut besucht waren als erwartet, vom Ausland finanziert und gesteuert wurden. Im Westen erfuhr man aus den Hauptstrommedien auch nicht, daß etwa doppelt so viele Menschen zugunsten des Gesetzesentwurfes auf die Straße gegangen waren (nämlich etwa 200.000).

Leider stimmte der Sejm, eine der beiden Kammern des polnischen Parlaments, unter dem Druck der Straße (und vermutlich diskreter Telephonate) am 6. Oktober mit 352 zu 58 Stimmen gegen die Gesetzesinitiative. Nur zwei Wochen zuvor hatte er mit 267 zu 154 Stimmen zugunsten eines weiteren Gesetzwerdungsprozesses gestimmt. Gleichzeitig wurde mit 230 zu 173 Stimmen der Gesetzesvorschlag der zynisch so genannten Initiative „Frauen retten“, der Abtreibung auf Nachfrage verlangte (bis zur 12. Woche), verworfen.

Es ist unverschämt und nicht hinzunehmen, wie hier vom Ausland in die Souveränität Polens eingegriffen wird.

Leider trug die Kampagne Früchte und die Parlamentarier rückten von ihrer Entschlossenheit ab. Wer weiß, welche Drohungen hier diskret übermittelt worden waren?

Spott gegen polnische Lebensschützer in der „Presse“

Was in diesem Zusammenhang besonders skandalös und abscheulich ist, ist, daß auch die österreichische Presse die Hetze mitträgt. So schrieb die Journalistin Sibylle Hamann am 28.09. in der Printausgabe der Tageszeitung Die Presse einen üblen Hetzartikel unter dem Titel „Die Polinnen gehören den Polen – und ihre Bäuche ebenfalls“.

Sibylle Hamanns Kommentar in der "Presse"
Kommentar von Sibylle Hamann („Journalistin und Feministin“, Tochter von Brigitte Hamann) in der „Presse“

Frau Hamann gießt ihren Hohn darüber aus, daß polnische Männer angesichts der EU-Pläne zur zwangsweisen Ansiedlung von Muslimen in Polen die polnischen Frauen und Mädchen schützen wollen:

„Ein paar Scharfmacher schlossen sich, in Hooligan-Manier, gar zur ‚Polnischen Verteidigungsliga‘ zusammen und kündigten Patrouillen durch Discos und Lokale an. Man wolle Polinnen vor Belästigungen, sexuellen Beziehungen und späteren Kindesentführungen durch Muslime warnen (…), und sich tapfer dazwischenwerfen, sollte sich irgendein arabisch aussehender Mann einer Polin unsittlich nähern.“

Angesichts der explosionsartig zunehmenden Vergewaltigungen und sexuellen Belästigungen seit der Ankunft der „Flüchtlinge“ ist die dümmliche Ironie der Frau Hamann völlig deplaziert. Wenn die deutsche Gesellschaft bereit und vorbereitet gewesen wäre, zu Silvester in Köln ihre Frauen robust zu schützen, wäre es nicht zu den verbrecherischen und demütigenden Übergriffen gekommen (zu dem die sonst omnipräsenten Feministinnen übrigens nichts zu sagen wußten). Auch unglückliche Beziehungen und Ehen, die unter Vorspiegelung falscher Tatsachen eingegangen werden, und Kindesentführungen durch Muslime sind bekanntlich weitverbreitete Realität. Weiß das Frau Hamann wirklich nicht? Ist ihr die in Betty Mahmoodys Nicht ohne meine Tochter (dt. 1991) geschilderte Problematik unbekannt? Sind Männer, die Nothilfe leisten wollen, „Scharfmacher“ und „Hooligans“?

Frau Hamann versteigt sich zu allem Überfluß zu der frechen Behauptung, daß das projektierte polnische Lebensschutzgesetz mit den Übergriffen der „Flüchtlinge“ vergleichbar wäre:

„Dass eine Frau zur willenlosen Hülle gemacht wird; dass ihr Bauch vom Staat in den Dienst genommen wird – einen ärgeren Übergriff kann man sich kaum vorstellen.“

Der Schutz der ungeborenen Kinder durch die Gesetzgebung ist also für Frau Hamann ein arger Übergriff. Glaubt sie das wirklich, möchte man fragen.

Oder mußte sie das aufgrund der Blattlinie so schreiben?

„Die Presse“ als Teil eines kirchlichen Medienkonzerns

Eigentümerin der Presse ist – über die Styria Medienhaus Wien GmbH – die Styria Media Group. Diese wiederum steht zu 98,33 % im Eigentum der Katholischer Medien Verein – Privatstiftung (Graz, Gadollaplatz 1). Dort liest man unter dem Eintrag „Stifter“:

„Der Katholischer Medien Verein und die Herren Dr. Josef Heuberger, Dr. h. c. Franz Küberl und Regens Mag. Franz Josef Rauch.“

Offensichtlich war der Letztgenannte für die Styria-Gruppe von geringer Bedeutung. Denn es ist dort offenbar nicht aufgefallen, daß er am 18. August dieses Jahres verstorben ist. Oder es schien ein Hinweis darauf nicht wichtig. Bis dato, 25.10.2016, findet sich auf der Seite des Styria-Konzerns kein solcher. Der ehemalige Regens des Grazer Priesterseminars starb im 54. Lebensjahr an Krebs. RIP.

Dr. h. c. Küberl war Caritas-Direktor der Diözese Graz-Seckau und Präsident der Caritas Österreich. Er hat die Caritas praktisch zu einer rein säkularen, häufig so benannten „zivilgesellschaftlichen“, also linken und feministischen, am Lebensschutz nicht interessierten Organisation gemacht.

Darüber hinaus findet sich im Impressum des Hauses Styria folgender Hinweis:

„Die Styria Media Group AG steht weiters zu 1,67 % im Eigentum des Katholischer Medien Verein, 8010 Graz, Franckstraße 21/2.“

Dabei ist das Adjektiv „katholisch“ offensichtlich ohne inhaltliche Relevanz. An der Blattlinie der betreffenden Produkte kann man es ja nicht ablesen.

Im Gegenteil:

Das Haus Styria und der Abtreibungsdoktor: „Männer, die wir mögen“

Für ein Styria-Medium, nämlich „Wienerin“,1 ist Abtreibungsarzt Dr. Christian Fiala am 5. Oktober des Jahres sogar der „Hawara der Woche2 . Dort wird übrigens auch zu einem Artikel verlinkt, der den vielversprechenden Titel trägt: „Warum die katholische Kirche frauenfeindlich ist“.

Was Dr. Fiala hier unter dem Titel „Ein Abtreibungsverbot ist ein Krieg gegen Frauen“ zu sagen hat? Geschenkt! Wir brauchen diesem Herrn hier kein Podium bieten. Man kann es sich ohnehin vorstellen. Immerhin lebt er davon, ungeborene Kinder zu töten. Und die Kirche mag er auch nicht.

Aber für Wienerin gehört er zu den „Männern, die wir mögen“! Wer ist übrigens „wir“?

Daß Fiala am 13. Oktober im Journal Panorama auf Ö1 des Österreichischen Rundfunks wieder einmal mit seinen Lügen („kein Kind, sondern Fruchtsack“) ausführlich zu Wort kommen durfte, paßt auch gut ins Bild und deutet wohl darauf hin, daß wieder einmal kampagnisiert wird. Nichts neues.

Daß die österreichische katholische Medienproduktion aber tief in diese widerwärtige Propaganda verwickelt ist, war in dieser Form auch dem Berichterstatter nicht bewußt.

Die Sache liegt aber noch schlimmer:

Wenn man genauer nachsieht, erkennt man, daß die Presse mit dem Netzwerk Project Syndicate von Milliardär und Strippenzieher George Soros verbunden sind.

Der Standard ist es sowieso. Er sagt das auch offen:

„[D]ie Redaktionsführung begründete zusammen mit dem Guardian, El País und Libération den Beilagenpool ‚World Media‘ und war später beim Netzwerk ‚Project Syndicate‘ ein Geburtshelfer.“

In der Presse finden sich immer wieder inhaltlich richtungsweisende Kommentare mit dem Hinweis „© Project Syndicate“. Es ist nichts neues, daß die Abtreibung zur Agenda internationaler Organisationen gehört.

Dabei ist die rechtliche Lage zwischen Stiftung, Stiftern und Unternehmern ziemlich vertrackt. Denn bei einer Stiftung sind nicht die Stifter maßgeblich, sondern der Stiftungsvorstand. Weisungsfrei agieren können die Styria-Medien gegenüber dem Haupteigentümer, der Presse-Chefredakteur gegenüber der Styria und die Kolumnistin, also in diesem Fall Sibylle Hamann, bezüglich ihres Textes. Man kann also sagen, daß rechtlich kaum ein Eingreifen in die Inhalte, die beim Leser ankommen, möglich ist. Möglich ist nur eine Kündigung der jeweils untergeordneten Menschen, allerdings unter voller Bezahlung ihrer Vertragslaufdauer beziehungsweise Kündigungsfristen.

Wenn man im Impressum die „Stiftungszwecke“ konsultiert („kirchliche Zwecke“, „christliche Medienarbeit“), ist bei den besagten Artikeln in der Presse und der Wienerin der Stiftungszweck natürlich kraß verfehlt.

Es bleibt daher schleierhaft, wie solche Firmenkonstrukte errichtet werden konnten, wenn die inhaltliche Mitsprachemöglichkeit de iure nicht gegeben ist. Davon, daß man sich de facto abspricht, wird man ausgehen können. So oder anders sind die katholischen Funktionäre moralisch nicht aus ihrer Pflicht entlassen.3).

Das ist sehr vertrackt. Symptom einer vertrackten Zeit.

Der Verrat in der Kirche

Man beachte: Nach dem Katechismus der Katholischen Kirche ist der ungeborene Mensch selbstverständlich mit den Mitteln des Strafgesetzes zu schützen (KKK 2273). Das ist eine Passage des Katechismus, an die sich dessen Redaktionssekretär, Kardinal Christoph Schönborn, im öffentlichen Diskurs normalerweise nicht erinnert. In Polen hatte man die Absicht, die Forderung des Katechismus (der hier aus dem Dokument Donum vitae des damaligen Glaubenspräfekten Kardinal Joseph Ratzinger aus dem Jahr 1987 zitiert) in die Wirklichkeit umzusetzen. Dort zogen auch die Bischöfe mit der Initiative politisch engagierter Laien mit.

Frau Hamann betreibt aber in der zur Styria Media Group gehörenden Presse klassische feministische Polemik für Abtreibung und Abtreibungsfreigabe und kritisiert die wertvolle polnische Initiative mit höhnischen Worten.

Möge sie von einem polnischen „Hooligan“ geschützt werden, wenn sie selber einmal in eine mißliche Lage geraten sollte!

Frau Hamann diente übrigens am 7. Oktober auch als Moderatorin einer Diskussion mit dem etwas verqueren Titel Kirche am Rand? – Kirche an den Rändern! – Gesellschaftliche Dynamiken und religiöse Trends. Diese Diskussion wurde von den sogenannten „Theologischen Kursen“ im erzbischöflichen Curhaus in Wien veranstaltet. Es nahmen auch ein sogenannter „Flüchtlingskoordinator der Erzdiözese Wien“ und zwei („katholische“) Theologieprofessoren daran teil. Frau Hamann gehört also zum Umkreis der kirchlichen Hautevolee.

Ein anderes Styria-Medium zeichnet einen kommerziellen Abtreiber aus und verleumdet die Kirche als „frauenfeindlich“.

Was sagt jetzt die kirchliche Hierarchie dazu? Nehmen sich die Bischöfe überhaupt noch selber ernst? Haben sie das überhaupt mitbekommen? Zuständig wäre als Diözesanbischof von Graz-Seckau Exz. Wilhelm Krautwaschl (hier sein nichtssagender Blog). Zuvor amtierten der vielredende aber wenig sagende Bischof Johann Weber (berühmt für seine Forderung nach einer „Koalition der Nachdenklichen“ zur Zeit des „Kirchenvolksbegehrens“) und der feingeistige, aber nicht sehr tapfere Bischof Egon Kapellari. Unter denen müssen die falschen Weichenstellungen ja vollzogen worden sein.

Die oben zitierten Aussagen aus den Styria-Medien sind ein Schlag ins Gesicht der Lebensschützer in Österreich, in Polen und sonst überall auf der Welt. Sie sind besonders ein Schlag ins Gesicht derer, die mit hohem persönlichem Einsatz noch im letzten Moment die ungeborenen Kinder (und ihre Mütter) vor dem fatalen Schritt der Abtreibung zu bewahren versuchen. Sie bestärken diejenigen, die am Tod ungeborener Kinder schuldig geworden sind.

Abscheulich!

Exzellenzen, was haben Sie dazu zu sagen?

Resümee: kein Verstecken hinter komplizierten Firmenstrukturen

Die 30 Silberlinge haben den Verräter nicht glücklich gemacht. Das sollten die Kirchenführer bedenken. Es sollten auch alle bedenken, die auf nachgeordneter Ebene die Wahrheit verraten und den Respekt für das menschliche Leben unterminieren. Denn auch wenn in den gegenständlichen Fällen nach österreichischem Recht formaljuristisch alles gerechtfertigt werden kann („Unabhängigkeit von Kirchen“), bleibt doch die Frage, ob dieses Argument am Jüngsten Tag akzeptiert werden wird. Man sollte sich nicht darauf verlassen.

*MMag. Wolfram Schrems, katholischer Theologe, Philosoph, kirchlich gesendeter Katechist, Lebensschützer

Bild: Styria/Die Presse (Screenshots)

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Zuwendungsübersicht
  1. Dieses gehört über die Styria Medienhaus Lifestyle GmbH & Co KG, Wien, zur Styria Media Group. []
  2. Für die nicht-österreichischen Leser, denen dieser Ausdruck unbekannt ist: „Hawara“ kommt aus dem Hebräischen chaber, Freund, Genosse, Kumpel, das über das Jiddische als „Haberer“ o. ä. in manche mittelbairischen Dialekte gedrungen ist. Es klingt schon im mündlichen Gebrauch pejorativ, im schriftlichen geradezu ordinär, besonders in der verwendeten Schreibung. Zudem ist die daraus abgeleitete „Verhaberung“ eindeutig pejorativ (im Sinne von halb-undurchsichtigen Seilschaften). Jemanden mit ausgerechnet diesem Prädikat zu ehren, ist also äußerst ambivalent. Der im gegenständlichen Fall eingesetzte Gebrauch von „Hawara“ zeigt einfach den Verfall des journalistischen Stils und eine allgemein grassierende Verrohung. []
  3. Die Struktur des Medienunternehmens Styria ist also kompliziert, offenbar mit Absicht. Auf deren Seite ist zu lesen, man beachte besonders den letzten Satz:
    „Die Styria Media Group AG wurde schon im Jahr 1869 von einem Verein von Katholiken grundgelegt. Seither bemühen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus vielen Ländern, Kulturen und Religionen diesen weltanschaulichen Wurzeln durch einen besonders sorgfältigen Umgang mit der Würde des Menschen – im umfassenden Sinn – gerecht zu werden. Heute gehört die Styria Media Group AG weit überwiegend (98,33%) der oben erwähnten gemeinnützigen Privatstiftung, die selbst von Gesetz wegen eigentümerloses Vermögen ist. Die restlichen 1,67% sind beim schon erwähnten Verein geblieben. Dieser Hintergrund macht die Styria Media Group AG zu einem Unternehmen, in dem Werte zählen. Er sorgt aber gleichzeitig auch dafür, dass die Styria Media Group AG selbst und ihre Tochterunternehmungen unabhängig sind, insbesondere auch von politischen Parteien, Interessensvertretungen und Kirchen.“ (Hervorhebungen im Original []

4 Comments

  1. Herzlichen Dank für diese exzellent ausgeführte christlich brüderliche Zurechtweisung, die jedem verantwortlich mitwirkendem nur zum Seelenheil gut tun kann. Der Rauch Satans ist tief in die Alltagsarbeit katholischer Medien eingedrungen, nichtzusätzlich durch die wirtschaftliche Verflechtung mit masonischen Geldgebern. Wenn solch menschenrechtsverachtende Früchte in skandalöser Weise öffentlich zu Tage kommen, gilt es für gläubige Katholiken und alle Menschen guten Willens die Stimme zu erheben. Ohne Entschuldigung gehört „DiePresse“ zu den „exkommunizierten“ Medien.

  2. Egal wieviele dafür oder dagegen demonstrieren bleibt die Abtreibung eine Gewissensentscheidung der einzelnen Frau oder des Paares,zumindest solange es keine Zwangsabtreibungen gibt wie in China.
    Es muss ja auch niemand homosexuell werden,der das nicht will.
    DA die Hirten und die Obrigkeit versagen,ist der Mensch und Christ nun tatsächlich auf sich allein gestellt,aber die meisten Menschen wollten doch frei von allen Zwängen sein,oder !?

    • Liebe Stella,
      ich bin nicht sicher, ob ich Ihren Kommentar richtig verstehe. Schreiben Sie von der Gewissensentscheidung des Mädchens oder Bubens im Mutterschoß? Die Entscheidung des Kindes, ob sein Leben lieber weitergeführt oder „unerbrochen“ werden soll, haben Sie diese gemeint?
      Oder gilt das Recht frei von Zwängen zu leben, erst ab einem gewissen Alter? Ist das Kind im Falle einer Abtreibung nicht auch dem Zwang ausgesetzt, sein Leben zu beenden? Und sollte es nicht auch „frei von Zwängen sein“, oder!?
      Dann ist es aber nicht mehr egal, wie viele dafür oder dagegen demonstrieren denke ich.
      Ich bin etwas verwirrt ehrlich gesagt…

  3. Auch wenn die Kritik an den entsprechenden formal katholischen Medien völlig berechtigt erscheint – ungeborene Menschen sind auch Menschen und ihr Menschsein zu verschweigen oder zu unterschlagen ist ein Verstoß gegen Jesu reden, die Geringsten zu achten – vermisse ich aber trotzdem immer wieder bei denen, die sich für ungeborene einsetzen, immer wieder die Wahrnehmung von zwei zusammenhängenden jedoch verschiedenen Aspekten:

    - dass eine Abtreibung falsch ist und der Staat ungeborene zu schützen hat

    - dass der Staat diesen Schutz durch sozusagen einen strafrechtlichen Zwang zum Austragen verwirklichen kann und auch darf

    Denn nicht jede Maßnahmen zum Schutz des Lebens eines Menschen ist grundsätzlich richtig, sondern es gibt auch Mittel, die nicht durch den Zweck „geheiligt“ werden können. Und Maßnahmen, die schlicht mangels Durchsetzung und massenhafter Gesetzesmissachtung unwirksam sind, sind vielleicht auch nicht das beste.

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