Geiselnahme in Kirche – Islamisten schneiden katholischem Priester die Kehle durch

Rouen, Islamisten ermorden katholischen Priester
Rouen, Islamisten ermorden katholischen Priester

(Paris) Die Serie islamistischer Attentate will kein Ende nehmen. In der Nähe des Stadtzentrums von Rouen kam es am heutigen Dienstagmorgen in einer katholischen Kirche, in der gerade eine Heilige Messe zelebriert wurde, zu einer Geiselnahme. Dabei wurde der katholische Priester auf brutale Weise ermordet. Eine weitere Geisel wurde schwer verletzt. Die Täter sollen beim Betreten der Kirche der Terrormiliz Islamischen Staat (IS) gehuldigt haben.

Zwei bewaffnete Täter nahmen den Priester und die anwesenden Gläubigen als Geiseln. Laut Le Figaro wurde mindestens eine Geisel ermordet. Dabei soll es sich um den katholischen Priester handeln, dem von den Tätern in Form eines islamischen Ritualmordes, wie er von den Dschihadisten praktiziert wird. Dem Priester wurde die Kehle durchgeschnitten und dann der Kopf abgetrennt.

Pfarrer von Saint-Étienne-du-Rouvray ist der Redemptoristenpater Auguste Moanda-Phuati. Hilfspriester ist Abbé Jacques Hamel.

Zwei Männer betraten am heutigen Vormittag die katholische Kirche Saint-Étienne-du-Rouvray im nordfranzösischen Département Seine-Maritime. Laut Normandie Actu konnten sie dabei einen Priester, zwei Ordensfrauen und mindestens zwei Gläubige in ihre Gewalt bringen.

Kurz nach 11 Uhr wurde die Kirche von der Polizei gestürmt und die beiden Täter „neutralisiert“. Dabei stieß die Polizei auf die Leiche einer Geisel. Daß es sich dabei um einen Priester, möglicherweise den Pfarrer des Ortes handelt, wollte der Sprecher des französischen Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, zwar nicht bestätigen, doch gilt dies inzwischen als gesichert. Es finde eine umfassende Aufklärung statt, gab der örtliche Polizeichef bekannt.

Nach Angaben von France 3 hatte die Geiselnahme kurz nach 9 Uhr begonnen. Nach örtlichen Angaben hatte um 9 Uhr die Zelebration einer Heiligen Messe begonnen.

Die Polizei machte bisher keine Angaben zur Identität und den Motiven der erschossenen Geiselnehmer. Ebenfalls wurde offiziell noch nicht bestätigt, daß es sich bei den Attentätern um Muslime gehandelt hat.

Saint-Étienne-du-Rouvray in der Normandie ist eine 28.000 Einwohner zählende Gemeinde der Normandie, die durch ein traditionelles Arbeitermilieu geprägt ist. Seit Jahrzehnten ist sie kommunistisch regiert.

Text: Andreas Becker
Bild: Google (Screenshot)

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