„Wir werden die Straßen Roms mit eurem Blut tränken“ – Islamischer Staat droht mit Eroberung Roms

Islamischer Staat droht mit der Eroberung Roms
Islamischer Staat droht mit der Eroberung Roms

(Rom) Der Islamische Staat (IS) veröffentlicht ein weiteres Dokument, mit dem er die Eroberung Roms und des Vatikans ankündigt. Es handelt sich um das zweite Dokument innerhalb von vier Tagen.

Ein entsprechendes PDF-Dokument wurde auf sozialen Netzwerken im Internet publiziert, so Askanews. Auf der Titelseite ist das Kolosseum zu sehen (siehe Bild). Dort heißt es: „Sie wollen ar Raqqa, und wir wollen Rom“. Die Drohung scheint in direktem Zusammenhang mit dem doppelten Angriff gegen die IS-Hauptstadt ar-Raqqa in Syrien zu stehen. Sowohl die US-geführte Koalition als auch die russisch-syrische Allianz rücken gegen ar-Raqqa vor.

Wörtlich heißt es im Dokument: „Sie wollen ar-Raqqa, weil es nach dem Gesetz Allahs regiert wird, und wir wollen Rom, damit es nach dem Gesetz Allahs regiert wird.“

Der Vatikan wird als „Höhle“, als „Räubernest“ bezeichnet: „Es ist Rom, das wir wollen, die Höhlenstadt des Vatikans, der Bezugspunkt der Nazarener, von wo aus ein unreiner Mann, als Papst bekannt, von dort schickt ein unreiner Mann, der als Papst bekannt ist, immer Kreuzzüge gegen die Muslime aus.“

Am vergangenen Samstag veröffentlichten die Dschihadisten ein Video, mit dem angekündigt wurde, daß die Straßen Roms „von eurem Blut getränkt werden“.

„Wir werden ihre Frauen vergewaltigen“

Das gestern veröffentlichte, zweite Dokument wurde auf dem Twitter-Zugang der Al-Wafa-Stiftung des Islamischen Staates (IS) verbreitet. Als Autorin weist sich eine Frau aus, die sich als Um al-Samh al-Qureishyah bezeichnet, was auf arabisch soviel wie „Mutter der Toleranz von al-Quraisch“ heißt. Quarisch heißt der arabische Stamm, der zur Zeit Mohammeds Mekka bewohnte, dem auch Mohammed angehörte.

Im Text heißt es: „Wir werden die Ungläubigen von Rom demütigen, wir werden ihre Frauen vergewaltigen […]. Es wird sich nur retten, wer den Islam annimmt oder sich dem Islam unterwirft. Es gibt keinen anderen Glauben als den Islam. Das werden sie bald erkennen.“ Die Diktion stellt die Autorenschaft einer Frau zumindest in Frage.

Die angebliche Autorin erklärt, daß eine Allianz von „gut 60 Staaten“ einen Krieg zur Eroberung der Hauptstadt „des Kalifats“ begonnen habe. Sie erinnert an die Ruinen, die von den Dschihadisten von der syrischen Kurdenstadt Kobane hinterlassen wurden, ehe sich der Islamische Staat (IS) von dort zurückzog. Kobane war nach einer langen Belagerung im Januar 2015 von Kurdenmilizen befreit worden. „Wie haben unsere Dschihadisten die Stadt Kobane hinterlassen? Als einen Ruinenhaufen. Nicht eine Mauer blieb stehen, die daran erinnert, daß hier einmal Gebäude standen.“

Das Dokument endet mit der Feststellung, daß „es auf der Erde unseres Herrn Allah nur Muslime und dem Islam Unterworfene geben kann“.

Text: Andreas Becker
Bild: Askanews (Screenshot)

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4 Kommentare

  1. Wer, gerade als Katholik, den Islam jetzt noch in irgendeiner Weise unterstützt, der verdient ein solches Ende, wie der islamische Staat es hier beschreibt!
    Irgendwann reicht es!
    Ach Herr, bitte verschone Deine Kinder, die schon lange unter dem Islam leiden, und versucht haben, davor zu warnen und die Dich bezeugt haben!

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