Papst Franziskus: „Frühchristliche Diakonissen studieren“ – Kleiner Satz mit großer Wirkung?

UISG: Papst Franziskus und die Diakonissen der Urkirche
UISG: Papst Franziskus und die Diakonissen vor 1700 Jahren


Ihnen gefällt Katholisches.info? Helfen Sie bitte mit, daß Katholisches.info auch im Oktober erscheinen kann. Es fehlen noch 1.868,- Euro.


Zur Zuwendungsübersicht


(Rom) Papst Franziskus redet, Vatikansprecher Lombardi relativiert. Letztlich gilt jedoch: Dort, wo Franziskus spontan spricht, ist er am authentischsten und kommt das Gesagte dem am nächsten, was er wirklich denkt. Zur päpstlichen Persönlichkeitsstruktur scheint es zu gehören, täglich eine Schlagzeile zu liefern, und sich damit Aufmerksamkeit in den internationalen Medien zu sichern. Die heutige Schlagzeile lautete: „Frauen als Diakone: Plan von Papst Franziskus ist eine Sensation“ (Die Welt, Berlin), „Papst Franziskus will offenbar Zulassung von Frauen zum Diakonenamt prüfen“ (ORF, Wien), „Papst will Diakoninnen“ (Blick, Zürich).

Am Donnerstag fand eine Begegnung des Papstes mit den 870 Ordensoberinnen statt, die gerade zu ihrer alle drei Jahre stattfindenden Vollversammlung der Internationalen Union der Generaloberinnen (UISG) katholischer Frauenorden in Rom zusammengekommen sind. Papst Franziskus habe dabei eine Bereitschaft zur Öffnungen für Diakonissen signalisiert. So jedenfalls die Medienberichte.

So ganz genau hat er es nicht gesagt. Die Interpretation seiner Worte und die eventuell damit verbundenen Absichten garantieren wieder ausreichend Zündstoff für lange Kontroversen. Der Papst warf jedenfalls einen Stein in den Teich und läßt ihn seine Kreise ziehen. Zu mehr läßt er sich, wie bereits zu anderen Themen in den vergangenen drei Jahren, durch seine Aussagen nicht festnageln.

Die „Präzisierung“ von Vatikansprecher Lombardi

Die Schlagzeilen seien „verfrüht“, versuchte Vatikansprecher Pater Federico Lombardi SJ die kurz darauf folgenden Medienberichte zu relativieren. Der Papst habe „spontan“ gesprochen. Die genauen Absichten von Franziskus seien daher noch gar nicht klar.

Lombardi gehört allerdings nicht zum engeren Vertrautenkreis des Papstes, ganz anders hingegen der Journalist Andrea Tornielli, der als Haus- und Hofvatikanist des Papstes und dessen persönlicher Medienberater gilt. Fast zeitgleich veröffentlichte die wichtigste progressive Zeitschrift der USA, der National Catholic Reporter (NCR) die Nachricht. Der NCR gehört zur progressiven Speerspitze des Angriffs gegen das Weihepriestertum. In zahlreichen Artikeln forderte er bereits die Aufhebung des Priesterzölibats, das Frauenpriestertum und in jüngster Zeit vor allem des Frauendiakonats.

Tornielli ist es auch, der als erster Hand Hintergrundinformationen und Begründungen lieferte, die über die heutige Begegnung mit den Ordensoberinnen hinausgehen. Torniellis Artikel sind mit besonderer Aufmerksamkeit zu lesen, da er eine offiziöse Stimme des amtierenden Papstes ist.

Verbot des Frauenpriestertum durch Johannes Paul II.

UISG-Vorstand
UISG-Vorstand

Papst Johannes Paul II. habe nach der Zulassung der Frauenordination bei den Anglikanern mit dem Apostolischen Schreiben Ordinatio sacerdotalis, 1994 ein kategorisches Nein zum Frauenpriestertum gesprochen.  Die Bekräftigung der zweitausendjährigen Lehre und Praxis der Kirche durch den  polnischen Papst ist in Form und Anspruch definitiv. Theologen und Kirchenrechtler sprechen daher von einer dogmatischen Entscheidung, für die Johannes Paul II. die Unfehlbarkeit in Anspruch genommen habe. Das sagt Tornielli zwar nicht so deutlich, läßt aber durchklingen, daß an dem Verbot kein Weg vorbeiführe.

Da die Tür verschlossen ist, öffnet der Vatikanist jedoch gleichzeitig ein Fenster, durch das der Einstieg dennoch irgendwie gelingen soll. Johannes Paul II. habe zwar das Frauenpriestertum definitiv ausgeschlossen, nicht aber das Diakonat. Tornielli liefert damit eine Haarspalterei, denn das Diakonat ist die erste Stufe des Weihesakraments und fällt damit sehr wohl unter das in Ordinatio sacerdotalis ausgesprochene Verbot, weil das Weihesakrament eine Einheit bildet und nicht aufteilbar ist.Der Vatikanist beruft sich auf Kardinal Carlo Maria Martini, den früheren Erzbischof von Mailand. Dieser sei es gewesen, so Tornielli, der als erster davon sprach, die Frage des Frauendiakonats zu studieren, weil dieses im päpstlichen Dokument von 1994 nicht erwähnt sei.

Diakonissen oder Diakoninnen?

Die Materie erfordert es, an dieser Stelle eine klärende Klammer zu öffnen. Bei dieser feministischen Forderung bleibt die Wortwahl nämlich meist unpräzise, ist jedoch von besonderer Bedeutung. Das gilt auch für Tornielli, obwohl er ausdrücklich auf den historischen Unterschied eingeht. So titelte er einerseits von den „antiken Diakonissen“, gebrauchte dann aber erstaunlicherweise den Begriff Diakoninnen, als handle es sich um Synonyme.

Diakonissen und Diakoninnen sind jedoch, trotz der Namensähnlichkeit, zwei Paar Schuhe.

Diakonissen gab es in der frühen Kirche. Sie hatten keinen Anteil am Weihesakrament, sondern erfüllten bestimmte Aufgaben gegenüber Frauen, weil es zur damaligen Zeit, als das Christentum noch der Verfolgung ausgesetzt war, und es noch keine öffentlichen Kirchen gab, undenkbar gewesen wäre, daß ein Mann, auch nicht ein Priester, eine Frau alleine zu Hause aufsucht. Diakonissen wären daher in der heutigen Zeit ein Anachronismus, da der Umgang zwischen den Geschlechtern ganz anders geworden ist. Das war auch der Grund, weshalb ihr Amt bereits in der Antike wieder verschwand.

Diakoninnen sind hingegen eine Forderung der jüngsten Zeit, um Frauen Anteil am Weihesakrament zu verschaffen: wenn nicht am Priestertum, dann zumindest an dessen Vorstufe dem Diakonat. Die Diakoninnen sollen gemäß dieser Alt-68er-Forderung das weibliche Pendant zum männlichen Diakon sein. Das Weihesakrament kennt zwar die drei Stufen Diakon-Priester-Bischof, bildet aber eine Einheit, weshalb mit dem Frauendiakonat ein Paradox gefordert wird.

Dessen sind sich die Befürworter des Frauendiakonats durchaus bewußt. Ihre Forderung ist im wörtlichen Sinn nur als Vorstufe zur Forderung nach dem Frauenpriestertum zu sehen, und letztlich – wie nun bei den Anglikanern – nach Bischöfinnen. Dem der Forderung zugrundliegenden positivistischen Denken sind Dogmen grundsätzlich fremd. Alles gilt jederzeit als veränderbar.

Eine „spontane“ Antwort des Papstes?

Während Tornielli berichtete, finden sich auf der Facebook-Seite der UISG zwar Hinweise auf die heutige Audienz beim Papst, die „lange gedauert und intensiv“ gewesen sei,  nicht aber zu dessen Aussage zum Frauendiakonat.

Das besagt zweierlei: Torniellis Informationen stammen nicht von den Ordensoberinnen, sondern aus erster Hand. Dafür bürgt sein Name. Das bedeutet auch, daß Papst Franziskus wollte, daß seine Aussage bekannt wird.

Die entsprechende Aussage fiel im Rahmen einer Fragerunde. Die Ordensoberinnen durften dem Papst sechs Fragen stellen, die dieser spontan beantwortete. Die Frage zum genannten Thema lautete, warum die Kirche Frauen davon ausschließe, als Diakoninnen zu dienen.

„Warum nicht eine offizielle Kommission bilden, damit diese die Frage der frühkirchlichen Diakoninnen studiert?“, habe die Frage an den Papst gelautet. Die Deckungsgleichheit mit der Anregung von Kardinal Martini, die dieser nach dem  Verbot des Frauenpriestertums durch Johannes Paul II. formulierte, ist offensichtlich. Sie und der Tornielli-Artikel deuten an, daß der Papst zwar in freier Rede darauf antwortete, aber möglicherweise nicht so spontan, wie man es zu vermitteln versucht. Die Frage scheint vielmehr eine längere und wohlüberlegte Vorgeschichte zu haben.

Die Sache „war mir ein bißchen obskur“?

Franziskus antwortete nämlich wie folgt: Er habe vor einigen Jahren mit einem „guten, weisen Professor“ über dieses Thema gesprochen, der die „Diakoninnen“, der ersten Jahrhunderte studiert hatte. Er habe mit diesem Professor gesprochen, weil ihm einfach nicht klar gewesen sei, was diese „weiblichen Diakone“ nun wirklich waren. „Hatten sie eine Weihe oder nicht?“ habe der Papst den Professor gefragt. Die Sache sei ihm „ein bißchen obskur“ gewesen.

„Welche Rolle hatten die Diakonissen in jener Zeit?“, fragte Franziskus nun vor den Ordensoberinnen.

„Eine offizielle Kommission bilden, die diese Frage studiert? Ich glaube ja. Es wäre gut für die Kirche diesen Punkt zu klären. Ich bin einverstanden. Ich werde reden, um etwas in der Art zu machen. Ich akzeptiere. Es scheint mir nützlich, eine Kommission zu haben, die das ordentlich klärt“.

„Ständige Diakonissen“ als „Möglichkeit für heute“

Laut Tornielli hätten in der Antike weder der männliche noch der weibliche Diakon Anteil am Priestertum gehabt. Sie seien nicht geweiht, sondern mit einem Amt beauftragt worden. Es gebe aber auch Hinweise auf liturgische Riten der Beauftragung. Es sei daher zu untersuchen, welche Rolle sie genau innerhalb der christlichen Gemeinschaft hatten.

Es gehe aber nicht nur um eine Studienkommission, die eine historische Frage klären soll. Der Papst habe zu verstehen gegeben, daß „ständige Diakonissen“ eine „Möglichkeit für heute“ seien. Über eine weibliche Diakonie spreche bereits der heilige Paulus. Aus dem 3. Jahrhundert gebe es Belege für Diakonissen in Syrien, die den Priester dabei halfen, Frauen zu taufen. Für das 4. Jahrhundert seien liturgische Sendungsriten belegt, die sich jedoch von jenen der männlichen Diakone unterscheiden.

Erzbischof Durocher und die Diözese Padua

Papst Franzikus grüßt Erzbischof Durocher dahinter Kardinal Baldisseri
Papst Franzikus grüßt Erzbischof Durocher dahinter Kardinal Baldisseri

Bereits während der Bischofssynode über die Familie hatte der kanadische Erzbischof Paul-André Durocher von Gatineau im vergangenen Oktober den anderen Synodalen vorgeschlagen, zu prüfen, wie Frauen zu Diakoninnen geweiht werden könnten. Im Gegensatz zu jenen Synodalen, die das Ehesakrament verteidigten, wurde Durocher zu einer jener täglichen Synoden-Pressekonferenzen eingeladen, die vom Generalsekretariat der Synode in Zusammenarbeit mit dem vatikanischen Presseamt abgehalten wurden. Ein Gunsterweis wohlwissend, daß er dort seine Forderung wiederholen würde.

Tornielli berichtet beiläufig und mit selbstverständlichem Unterton, als gäbe es bereits Diakoninnen in der Kirche. Ein „weiblicher Diakonatsdienst“ sei „schon seit längerem institutionalisiert“, so „beispielsweise in den vergangenen Jahren auf Initiative des damaligen Bischofs Antonio Mattiazzo in der Diözese Padua. Es handelt sich um Frauen, die – wenn sie auch kein Ordenskleid tragen – das Gelübde des Gehorsams, der Armut und der Keuschheit abgelegt haben. Sie haben sich auf diese Weise als ‚apostolische diözesane Mitarbeiterinnen‘ in den Dienst der Kirche gestellt.“

Allerdings werden diese Frauen weder von Tornielli noch von der Diözese Padua Diakoninnen noch Diakonissen genannt. Es handelt sich um eine Lebensübergabe, vergleichbar der Jungfrauenweihe, mit der sich Frauen in den Dienst der Kirche stellen. Tornielli führt die genauen Aufgaben in der Diözese Padua nicht näher aus, die allerdings, wenn auch auf unpräzise Weise, bezug nimmt auf die von Paulus erwähnte Diakonie und irgendwie auch auf die frühchristlichen „Diakonissen“.

Päpstliches Nein zur „Klerikalisierung“ der Frau

Papst Franziskus, so der Vatikanist, habe bereits mehrfach die Notwendigkeit betont, die Rolle der Frau in der Kirche aufzuwerten. Er habe es aber immer vermieden, diese Aufwertung mit einer „Klerikalisierung“ der Frau in Zusammenhang zu bringen. So antwortete er Im Herbst 2013 in Anspielung auf einen Appell deutscher Theologinnen, die Kardinälinnen forderten: Frauen seien aufzuwerten, nicht zu „klerikalisieren“. Wer an Kardinälinnen denke, „leide ein bißchen unter Klerikalismus“.

Im September 2001 verfaßten der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, zusammen mit dem Präfekten der Gottesdienstkongregation, Kardinal Median Estevez, und dem Präfekten der Kleruskongregation, Castrillon Hoyos, einen von Papst Johannes Paul II. approbierten Brief. In dieser Notifikation vom 17. September 2001 heißt es (Hervorhebung durch die Redaktion):

  1. Aus einigen Ländern gingen in unseren Dikasterien Hinweise ein, daß Kurse geplant und durchgeführt werden, die direkt oder indirekt die Diakonenweihe für Frauen zum Ziel haben. Hierdurch werden Erwartungen geweckt, die jeglicher lehramtlicher Grundlage entbehren und daher zu Verwirrung im Bereich der Seelsorge führen können.

  2. Da die kirchliche Ordnung die Möglichkeit einer derartigen Weihe nicht vorsieht, ist es nicht erlaubt, Initiativen zu ergreifen, die in irgendeiner Weise darauf abzielen, Frauen auf die Diakonenweihe vorzubereiten.

  3. Die wahre Förderung der Frau in der Kirche, die in Übereinstimmung steht mit dem kirchlichen Lehramt und insbesondere den Weisungen Seiner Heiligkeit Papst Johannes Paul II., eröffnet andere weitreichende Perspektiven für den Dienst und die Mitarbeit.

  4. Die unterzeichnenden Kongregationen wenden sich daher – in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen – an die einzelnen Ortsbischöfe, damit sie ihren Gläubigen diesen Sachverhalt erklären und diese Richtlinien sorgfältig anwenden mögen.

Diese Notfikation wurde am 14. September 2001 vom Heiligen Vater approbiert.

Aus dem Vatikan, 17. September 2001

+ Joseph Kardinal Ratzinger
Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre

+ Jorge Arturo Kardinal Medina Estévez
Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung

+ Dario Kardinal Castrillón Hoyos
Präfekt der Kongregation für den Klerus

Dennoch schreibt Tornielli: „Neue Studien über das weibliche Diakonat in der Kirche der ersten Jahrhunderte, seine Aufgaben und Rollen im Vergleich zum männlichen, könnten neue Möglichkeiten und neue Formen des geweihten Dienstes außerhalb der bereits existierenden Frauenorden eröffnen.“

Papst Franziskus habe zudem den 870 Ordensoberinnen gesagt: Die Kirche brauche es, „daß die Frauen an den Entscheidungsprozessen teilnehmen. Auch daß die ein Amt im Vatikan leiten können.“ Und weiter: „Die Kirche muß geweihte Frauen und Laien in die Beratungen einbinden und auch in die Entscheidungen, weil sie ihren Gesichtspunkt braucht. Und diese wachsende Rolle der Frauen in der Kirche ist nicht Feminismus, denn die Mitverantwortung ist ein Recht aller Getauften, männlichen und weiblichen.“

Was bleibt? Letztlich „nur“, daß Papst Franziskus eine Studienkommission befürwortet, die Aufgabe und Rolle der frühkirchlichen Diakonissen studieren könnte. Vorerst nicht mehr und nicht weniger. Dennoch bleibt das ungute Gefühl, die Kirche könnte sich am Beginn einer neuen Kontroverse befinden, die vom amtierenden Papst angestoßen wird, so wie er im Sommer 2013 jene der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene anstieß.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: NCR/UISG (Screenshots)

Artikel drucken

7 Comments on Papst Franziskus: „Frühchristliche Diakonissen studieren“ – Kleiner Satz mit großer Wirkung?

  1. Diakonissen ist doch etwas Protestantisches? In meiner Stadt hatten wir ein Spital das Diakonissenkrankenhaus hiess. Das war Protestantisch gepraegt. Im Gegensatz zu anderen Katholischen Krankenhaeusern.

  2. Eine hoffnungsvolle Oberin zum Diakonat der Frau
    Oberin Katharina Ganz aus Würzburg gibt Radio Vatikan ein Interview und es wurde auch ein Bild von ihr veröffentlicht. Ehrlich gesagt, unter einer Ordensfrau stelle ich mir eine Person mit Habit vor, aber vielleicht hat mich der Zeitgeist noch nicht erwischt.
    Es war für sie sehr bewegend Papst Franziskus live zu erleben. Ich zitiere aus dem Interview:„Ich war zunächst einmal etwas verwundert, dass Franziskus die Fragen, die wir ihm Ende März eingereicht haben, anscheinend nicht vorbereitet hat, also er hatte keine fertigen Antworten. Er dachte beim Reden.“ !!! Ja, und das ist das Problem bei diesem Pontifikat. Unvorbereitet zu antworten stiftet Verwirrung und das sollte nicht sein. Wen freut es, die Presse.
    Nachfolgend das ganze Interview:
    http://de.radiovaticana.va/news/2016/05/12/diakonat_der_frau_interview_katharina_ganz_/1229434
    Man weiss ja nun wirklich nicht, was man von dem halten soll, nachdem Pater Lombardi die Sache inzwischen relativiert hat. Das erleben wir nun schon seit 3 Jahren. Tut mir leid, zu diesem Papst habe ich kein Vertrauen mehr.
    Den deutschen Reform-Emanzen geht es doch gar nicht um den Glauben, ansonsten würden sie demütig unserer Gottesmutter nachfolgen. Ich sehe doch, wie viele ev. Christen enttäuscht sind, da immer mehr Pfarrerinnen (lukrativer Nebenverdienst) in Erscheinung treten. Dort sind die Kirchen leerer als bei uns.

    • Miriam,
      mir geht es exakt wie Ihnen.
      Zu Papst Franziskus habe ich jegliches Vertrauen verloren.
      Ich achte das Papssttum als solches, das bedeutet aber nicht, dass ich alles, was ein Amtsträger tut, gutheissen muss.
      Und permanent Verwirrung stiften kann man nicht gutheissen.
      „Du bist Petrus, der Fels …“, sagt Jesus.
      Fels – und Verwirrung: Zwei Begriffe, die sich für mein Empfinden ausschließen.

  3. Als Hinweis zum Thema verweise ich auf den Vorletzten Abschnitt von Ordinatio sacerdotalis:
    „Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“
    Wenn der Papst das kirchliche Lehramt achtet, sind die Bücher geschlossen und das Thema einer Zulassung der Frauen zum Diakonat beendet, bevor es eröffnet wird.

    • Papst F. und kirchliches Lehramt ??? Zwei Welten begegnen sich !!! Gegensätzlicher geht’s nun wirklich nicht mehr!!!

  4. „Studieren“ bedeutet in etwa „irreguläre“ Situationen in AL-Fußnote. Franziskus setzt offenbar die Forderungen von Kasper um.

    • Kardinal Kasper lehrt lt. Papst Franzikus eine „Theologie auf Knieen“.
      Kardinal Kasper verbinde ich nicht unbedingt mit der Tugend der Demut, da schon eher Kardinal Robert Sarah.
      Von ihm habe ich bislang noch keine Stellungnahme über AL vernommen. Auch Schweigen kann beredt sein.

Comments are closed.