Kirchenspötter mimte im Film „päderastischen Priester“ – in Wirklichkeit war er der Päderast

Der Pronoproduzent "Torbe" spielte in einer Serie einen päderastsichen Priester, doch der Päderast scheint in Wirklichkeit er selbst gewesen zu sein. Inzwischen wurde er verhaftet.

(Madrid) Wenn es darum geht, sich über die katholische Kirche lustig zu machen, sind viele dabei. Zu ihnen gehört auch der spanische „Schauspieler“ mit dem Künstlernamen „Torbe“. Traurige Bekanntheit erlangte der Kirchenspötter als „Padre Damián“ in einer pornographischen Filmserie. Er spielte in allerlei Sexszenen einen katholischen Priester, dessen päderastische „Vorliebe“ besonders junge Mädchen sind. Der wirkliche Päderast, wie es scheint, ist jedoch er selbst.

Ignacio Allende, Künstlername „Torbe“, ist von Beruf Regisseur und Filmproduzent. Sein Spezialgebiet sind Pornofilmen. Wie die spanische Tageszeitung El Mundo berichtete, wurde er vor drei Tagen verhaftet.

Die Festnahme von „Torbe“ und weiterer Personen erfolgte laut Polizeiangaben im Rahmen einer internationalen Polizeioperation. Die Festgenommenen stehen im Verdacht des sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger, der Förderung der illegalen Einwanderung und des Frauenhandels.

Laut Polizei habe sich „Torbe“ in mindestens einem seiner Pornofilme an einer Minderjährigen vergangen. Er habe Frauen illegal ins Land gebracht und in seinen Filmen eingesetzt. Die Mehrzahl von ihnen, so die Polizei, seien Ukrainerinnen.

„Torbe“ wurde bekannt durch eine pornographisch-burleske Serie, in der er einen „Padre Damián“ in einem fiktiven Kolleg des Opus Dei spielte, der sich an jungen Mädchen vergreift. Die Serie befriedigte einerseits die sexuellen Begierden eines Publikums und hetzte zugleich gegen die katholische Kirche.

In Wirklichkeit leidet „Torbe“, wie es scheint, unter sexuellen Verhaltensstörungen, die ihn nun ins Gefängnis gebracht haben.

Ignacio „Torbe“ Allende berichtete selbst, wie ihm die Idee zur Serie „Padre Damián“ gekommen war:

„Die Idee kam mir, als ich an die Priester im Kolleg dachte, in dem ich war. Ich verbrachte fünf Jahre, vom 13.-18. Lebensjahr in einem Kolleg des Opus Dei. Wir waren nur Jungen. Wie langweilig. Einige Kilometer entfernt hatte das Opus Dei ein Kolleg nur für Mädchen. Wir durften natürlich nie hin und sie nicht zu uns. Aber die Priester, die waren im Laufe der Jahre da und dort im Einsatz. Sie können sich vorstellen, wie sehr das die Phantasie eines Heranwachsenden anregt. Ich stellte mir vor, was ich im Mädchenkolleg alles getan hätte. Das wäre wie in einer Playboy-Villa gewesen. Ich konnte nicht hin, aber die Bastarde von Priester konnten hin!
Manchmal denke ich, wenn ich diese Serie unter Franco gemacht hätte, als die Kirche noch viel Macht hatte, dann wäre ich wohl im Gefängnis gelandet. Zum Glück aber mache ich die Serie zur richtigen Zeit.“

Die „richtige Zeit“ war es dann doch nicht: Nicht unter Franco, sondern jetzt ist „Torbe“ im Gefängnis gelandet.

Bereits 2006 war „Torbe“ ein erstes Mal wegen sexuellen Mißbrauchs einer Minderjährigen verhaftet worden. Die gedrehten Szenen wurde nie verbreitet. „Torbe“ kam wieder frei, nachdem er versichert hatte, „Opfer“ eines Betrugs geworden zu sein. Er habe nicht gewußt, daß seine Sexpartnerin im Film minderjährig gewesen sei.

„Torbe“ ist bereits wegen verschiedener Betrugs- und Wirtschaftsdelikte rechtskräftig verurteilt.

Text: Andreas Becker
Bild: Infovaticana

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