„Konzil stürzte Kirche und Gläubige in eine doppelte Krise“ – Interview von Benedikt XVI.

Interview der Tageszeitung Avvenire mit Benedikt XVI.
Interview der Tageszeitung "Avvenire" mit Benedikt XVI.

(Rom) Papst Benedikt XVI. durchbrach sein Schweigen, das er sich selbst im Zusammenhang mit seinem unerwarteten Amtsverzicht auferlegte. Seit 2013 lebt er zurückgezogen im Kloster Mater Ecclesiae im Vatikan. Nun gab er dem Avvenire, der Tageszeitung der Italienischen Bischofskonferenz ein langes Interview, das in der heutigen Ausgabe veröffentlicht wurde.

„Lassen wir uns von Christus formen“, lautet der Titel eines geistlichen Interviews, in dem es um Glauben und Theologie geht. Tagesaktuelles und Kirchenpolitik kommen darin nicht vor.

Das Interview führte der belgische Jesuit Jacques Servais, der Direktor der Casa Balthasar in Rom. Pater Servais war unter Kardinal Ratzinger von 1985-1990 Offizial an der Glaubenskongregation und von 1993-1996 Professor für Dogmatik am Institut Johannes Pauls II. in Rom. Er publizierte über Kardinal Newman, Hans Urs von Balthasar und Adrienne von Speyr.

„Ohne Bindung an das Heil wird auch der Glauben grundlos“

Die zentrale Frage des Interviews ist: „Was ist der Glauben und wie kommt man dazu, zu glauben?“

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. sagte im Interview zur Kirchenkrise:

„Die Missionare des 16. Jahrhunderts waren überzeugt, daß der Ungetaufte für immer verloren ist. Nach dem Konzil wurde diese Überzeugung aufgegeben. Daraus entstand eine tiefe Krise. Ohne Bindung an das Heil wird auch der Glauben grundlos.“

Zum anthropologischen Aspekt von Mensch, Technik und Liebe:

„Die Menschen erwarten sich in ihrem Innersten, daß der gute Samariter ihnen zu Hilfe kommt. In der Härte der technisierten Welt, in der Gefühle nichts mehr zählen, nimmt die Erwartung einer rettenden Liebe zu, die uneigennützig geschenkt wird.“

Zur zunehmenden Bedeutung der Barmherzigkeit:

„Es ist ein Zeichen der Zeit, daß die Idee der Barmherzigkeit ausgehend von Schwester Faustyna immer zentraler und dominanter wird.“

Pater Servais befragte Benedikt XVI. zum Rechtfertigungsstreit um Martin Luther und dem Bestreben des heiligen Franz von Sales, der im Gefolge des Apostels Paulus in der Seelsorge davon angetrieben war, so viele „Ungläubige“ wie möglich vor dem „schrecklichen Schicksal des ewigen Verlorenseins“ zu bewahren. Benedikt XVI. geht in seiner Antwort ausführlich auf die „Entwicklung dieses Dogmas“ extra Ecclesiam nulla salus ein, weil sich seit Beginn der Neuzeit die historischen Perspektiven gegenüber dem Mittelalter „auf radikale Weise“ geändert hätten.

Durch die Aufgabe der kirchlichen Heilsnotwendigkeit löste das Konzil eine „doppelte Krise“ aus

"Doppelte Krise" von Kirche und Glauben
„Doppelte Krise“ von Kirche und Glauben

Dadurch, daß das Zweite Vatikanische Konzil die Überzeugung „definitiv“ aufgegeben habe, daß es für Ungetaufte kein Heil gebe, sei die Kirche und der Glauben in eine „doppelte Krise“ geraten.

„Einerseits scheint das einem künftigen missionarischen Einsatz jede Motivation zu entziehen. Warum sollte man Personen davon überzeugen, den christlichen Glauben anzunehmen, wenn sie sich auch ohne diesen retten können?
Aber auch für die Christen tauchte eine Frage auf: die Notwendigkeit des Glaubens und seiner Lebensform wurde unsicher und problematisch. Wenn es jene gibt, die sich auch auf andere Weise retten können, ist es letztlich nicht mehr evident, warum der Christ an die Notwendigkeit des christlichen Glaubens und seiner Moral gebunden sein soll. Wenn aber der Glauben und das Heil nicht mehr voneinander abhängig sind, wird auch der Glauben grundlos.
In jüngster Zeit wurden verschiedene Versuche unternommen, die universale Notwendigkeit des christlichen Glaubens mit der Möglichkeit, sich ohne sie zu retten, miteinander in Einklang zu bringen.“

Rahners „anonyme Christen“ und die „Oberflächlichkeit“ pluralistischer Religionstheorien keine Lösungen

Benedikt XVI. geht dann auf zwei dieser „Versuche“ ein, darunter auf die These Karl Rahners vom „anonymen Christen“, bei dem Christsein zum Synonym für Menschlichkeit werde. „Es stimmt, daß diese These faszinierend ist“, doch klammere sie „das Drama der Veränderung und der Erneuerung, das zentral für das Christentum ist“, aus.

„Noch weniger akzeptabel ist die von den pluralistischen Religionstheorien vorgeschlagene Lösung, für die alle Religionen, jede auf ihre Weise, Heilswege seien und in diesem Sinn in ihren Wirkungen als gleichwertig zu betrachten seien. Die Religionskritik von der Art wie sie im Alten Testament und von der Ur-Kirche geübt wird, ist wesentlich realistischer, konkreter und wahrer in ihrer Prüfung der verschiedenen Religionen.“ Die pluralistischen Religionstheorien seien „oberflächlich“ und der „Größe der Frage nicht angemessen“.

Schließlich nennt Benedikt XVI. noch einen dritten Lösungsvorschlag, jenen von Henri de Lubac „und einiger anderer Theologen“, die ihre Betonung auf den stellvertretenden Ersatz, die vikarische Substitution gelegt hätten. Damit sei das „Problem nicht zur Gänze gelöst“. Es handle sich aber um eine „wesentliche Intuition“, wobei insgesamt aber „klar“ sei, „daß wir über die gesamte Frage nachdenken müssen“.

Das vollständige Interview im italienischen Original (Avvenire).

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Avvenire (Screenshot/Vaticanva/OR

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piux
Das „kirchliche Lehramt“ des Zweiten Vatikanischen Konzils verkündet nicht mehr die Wahrheit, sie verkündet ein anderes Evangelium. Der Apostel Paulus findet im 1. Galaterbrief klare Worte, deren Interpretation keinen großen Spielraum läßt. „Ich bin erstaunt, dass ihr euch so schnell von dem abwendet, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und dass ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet. Doch es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verfälschen wollen. Wer euch aber ein anderes Evangelium verkündigt, als wir euch verkündigt haben, der sei verflucht, auch wenn wir selbst es… weiter lesen »
pranz

@piux: Benedikt XVI. hat völlig recht. Das „kirchliche Lehramt“ des Vat II hat die Schwierigkeiten der Kirche mit verursacht. Und Benedikt ist auch auf der Linie des Konzils, zumindest in der Hermeneutik der Kontinuität. Die Frage, wer jetzt ein anderes Evangelium verkündet, ist allerdings nicht leicht zu beantworten, den es hängt von der Hermeneutik ab. Meinen Sie auch Benedikt?

defendor
Papst Benedikt XVI. umschreibt schlicht die Folgen einer seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil überwiegend „dialogisierenden Kirche“ ! Eine Analyse des mittlerweile verstorbenen Hw Manfred Adler bringt es auf den Punkt: - „Denn eine Kirche, die mit anders Denkenden – Nichtkatholiken, Nichtchristen, Atheisten und Antichristen – auf allen Ebenen und weltweit demütige und „brüderliche Dialoge“ führt, muss ihre missionarische Sendung und ihr missionarisches Wesen mit seinem unabdingbaren Anspruchs- und Forderungscharakter notgedrungen abschwächen und vergessen. Allem Anschein nach ist nämlich die missionierende Kirche in demselben Maße auf dem Rückzug, wie die dialogisierende Kirche auf dem Vormarsch ist. Gewisse Vorgänge auf dem 2.… weiter lesen »
Thea
Die Überzeugung, „dass der Ungetaufte für immer verloren ist“, wurde nicht nach dem Konzil aufgegeben, weil sie nie Lehre der katholischen Kirche war. „Die k a t h o l i s c h e K i r c h e a l l e i n hat von Christus den Auftrag und die Mittel empfangen, die Menschen zur ewigen Seligkeit zu führen. Sie allein hat die Vollmacht, das Wort Gottes zu verkünden, das heilige Opfer zu feiern, die Sakramente zu spenden und die Menschen zum christlichen Leben anzuleiten. Darum wird die katholische Kirche die a l l e i… weiter lesen »
Kirchen-Kater

„…durch die Behauptung, auch in anderen Religionen seien Elemente der Wahrheit, die zum Heil führen, enthalten.“
Der Satz kann richtig und er kann falsch sein, je nachdem, wie man den adverbialen Nebensatz „die zum Heil führen“ liest. Liest man ihn als konsekutiven Nebensatz, ist die Aussage falsch. Liest man ihn als modalen Nebensatz, dann ist er richtig.
(Paukert Holböck: Grammatik)
http://www.paukert.at/sprachen/grammatik.pdf

Thea
Nachtrag: Die Hervorhebungen im letzten katholischen Katechismus, aus dem ich zitiere, stammen nicht von mir, sondern der Katechismus hebt diese Wahrheiten hervor. Ich bin dankbar, dass ich diesen Katechismus antiquarisch erwerben konnte, zeitweise war er nicht mehr auf dem Markt. „Wer sich ohne eigene Schuld außerhalb der Kirche befindet und gut lebt, kann durch die Liebe, mit d e r er mit Gott und im Geiste auch mit der Seele der Kirche vereint ist, gerettet werden.“ Ich hatte das „der“ vergessen zu tippen. Vorsorglich weise ich darauf hin: Sollte über die Katechismuswahrheiten hier eine Debatte entstehen, ich werde mich daran… weiter lesen »
Suarez
Vielleicht käme man einer „Lösung“ etwas näher, wenn ins Zentrum die Suche nach der Wahrheit gestellt würde, also die Sehnsucht nach Gott und der Erfüllung seines Willens. Solange ein Mensch nicht im Irrtum restlos verschlossen ist, solange in ihm also noch die Sehnsucht nach der Wahrheit wach bleibt, kann er dem heil teilhaftig werden. Das heißt nicht, dass ein Mensch, der auf der Suche nach der Wahrheit ist, nicht auch Holzwege beschreitet und über Strecken vom rechten Weg abkommt, aber er bleibt eben für das göttliche Licht empfänglich. Damit bleibt auch der missionarische Auftrag erhalten, denn der Christ muss dem… weiter lesen »
Marienzweig

Papst Benedikt XVI. sprach in der Vergangenheit stets nur vom „Geist des Konzils“, welches mit dem wirklichen nichts zu tun gehabt hätte.
Verstehe ich das richtig, dass er nun heute auch das reale Konzil distanzierter sieht?
Die aktuelle Kritik aus dem Munde eines damals Mitwirkenden ist schon beachtlich.
Man kann ja auch guten Gewissens nicht die Augen davor verschließen, was jene Versammlung an Verwirrendem nach sich gezogen hat und sich bis ins Heute fortsetzt.

Franzel
Sehr geehrte Marienzweig: es scheint so zu sein, daß Papst Benedikt mit einem gewissen Abstand vom Amt und den Ämtern manches womöglich klarer erkennt und sieht. Beachtlich, daß er offenbar den Mut und auch die Kraft noch hat, dies auch öffentlich zu sagen. Er kann es wahrscheinlich nicht so offen sagen, daß es neben der bislang von ihm vertretenen Hermeneutik der Reform auch offenbar eine solche des Bruchs gibt. Man war Anfang der 60er Jahre wohl sehr optimistisch gestimmt und konnte sich wahrscheinlich auch nicht im Traum einen derartigen Glaubensabfall vorstellen und dazu Hand in Hand anti-katholische Staatswesen im (freien)… weiter lesen »
Stella

@Franzel:
Genau das ist der Denkfehler im Humanismus und allen ihm angeschlossenen Ideologien:
der Mensch und die Gesellschaft entwickeln sich immer „höher“,man muß nur „Zwänge“ beseitigen und „alte Zöpfe abschneiden“ und was der Parolen so mehr sind.
Kenne diese Parolen alle aus dem real (nicht mehr) exisitierenden Sozialismus der DDR!

anjali jain

Mein geliebter Papst Benedikt,Ich freue mich so unendlich wieder etwas von Ihnen zu hoeren!!!!!!

Jeanne dArc

@anjali jain 16. MÄRZ 2016 UM 14:01 — Schließe mich Ihrer Meinung an ! Geht mir genauso. Die Zeiten werden immer kritischer und Papst Benedikt XVI. fehlt wirklich. Es sieht nach Ende des Zeitalters aus, und man hofft dass er zurück kommt….

Magdalena

Mir geht es genauso! Wir brauchen unseren geliebten Papst so sehr!

Dr. Endre Attila Bárdossy
Bitte, sehr geehrter Herr Chefredakteur Nardi, besorgen Sie eine vollständige, deutsche Übersetzung dieses hochaktuellen Interviews. Ich kann selber leider italeinisch nicht nachlesen. Aus den dramatischen Jahren 1962-65-68 gibt es nicht mehr viele, lebende Akteure und Augenzeugen, die über die Tatsachen und die verschwiegenen, manipulierten Hintergründe dieses verwirrenden, in höchstem Maße „unpastoralen“ Konzils berichten können, wie seine Heiligkeit Papst Benedikt! Wir brauchen sein wahres Zeugnis, seine authentische Interpretation dringend, solange Gott ihm und uns die Gnade erweist, dass wir diese „Nachhilfestunden“, die nicht Orchideenthemen, sondern die Subsistenz der Kirche betreffen, erst nach 50 (!!!) Jahren erhalten können. Ich verehre Papst Benedikt… weiter lesen »
sina

Sein Rücktritt erfolgte auf Weisung des Höchsten! Er – Benedikt – ist unser wahrer Papst und wird durchhalten bis zum Ende und die kleine treue Herde führen!
Das glaube ich!!

Magdalena

Ich glaube eher, die Wölfe haben ihn vertrieben. Der Herr sagte doch, wir sollen für Papst Benedikt beten, damit er nicht gehen muss.

anjali jain

Werter herr Bardossy [schoene Name!] koennen Sie mir bitte verraten was „Orchideenthemen“ sind? Es hoert sich jedenfalls gut an.

Jeanne dArc

@anjali jain 17. MÄRZ 2016 UM 9:33 — „Orchideenthemen“ = ‚Randthemen‘, oder ‚unwichtige Themen‘ (ähnlich: „Orchideenfächer“ = Kleine Studienbereiche am Rande der Universitäten mit wenig Drittmitteln und schlechten beruflichen Zukunftschancen).

Sophus
Papst Bonifaz VIII. (1296-1304) beendete den sog. Zwei- Schwerter-Streit um die Vorrangstellung von geistlicher oder weltlicher Gewalt im Reich, personifiziert in Papst und Kaiser, durch die 1302 erlassene Päpstliche Bulle „Unam Sanctam“, die er mit folgendem Satz einleitete: „UNAM SANCTAM Ecclesiam catholicam et ipsam apostolicam urgente fide credere cogimur et tenere, nosque hanc firmiter credimus et simpliciter confitemur, extra quam nec salus est, nec remissio peccatorum …“ (DS 870) „Eine heilige katholische und ebenso apostolische Kirche müssen wir im Gehorsam des Glaubens annehmen und an ihr festhalten, und wir glauben diese fest und bekennen aufrichtig, außer ihr gibt es kein… weiter lesen »
Suarez
Hochverehrter @ Sophus, man sollte jedoch nicht übersehen, dass die Rezeption des Konzils nicht allein aufgrund einer falschen Datierung der Evangelien verzerrt wurde und wird, sondern weil eine von der Aufklärung bestimmte Hermeneutik auch in der Kirche dominierend wurde, die durch eine Kritik, die den Boden des Glaubens längst verlassen hat, alle Glaubensinhalte als bloßen Ausdruck menschlicher Einbildungskraft relativiert. Papst Benedikt sagte hierzu in einem Vortrag zu einem 1982 veranstalteten christologichen Kongress in Rio de Janeiro: „Die historisch-kritische Methode ist ihrem Wesen nach ein Werkzeug, dessen Nutzen von der Weise der Benutzung abhängt, d. h. von den hermeneutischen und philosophischen… weiter lesen »
Sophus
Hochverehrter @ Suarez In meinem Beitrag, der sich auf die Artikelüberschrift bezieht, wollte ich auf das Vatikanum I, dessen Folgezeit (1870-1965) und auf die gegenwärtige positive Entwicklung des katholischen Glaubens in der außerwestlichen Welt hinweisen, wo die jeweiligen Gläubigen eben keine „Krisenverluste“ an Glauben durch Heilrelativierung im Sinne von „Nostrae aetate“ erkennen lassen, was durch die Artikelüberschrift suggeriert wird, die nach einem Interview mit Papst em. Benedikt XVI. lautet: „Konzil stürzte Kirche und Gläubige in eine doppelte Krise“, denn an der Gemeindebasis, an der die Glaubensverluste statistisch gemessen werden, hat die Diskussion um „Nostrae aetate“ nach meiner Erfahrung nie eine… weiter lesen »
Suarez
Hochverehrter @ Sophus, mein Eingangssatz war nicht gegen Ihren Kommentar gerichtet. Mir ging es darum, gerade das nochmals ins Zentrum zu rücken, was auch Sie in Ihrem letzten Satz als Frage aufwerfen. Jürgen Habermas hat in seinem Buch „Erkenntnis und Interesse“ auf einer abstrakten Ebene beschrieben, wie Erkenntnis notwendig vom Interesse des Erkennenden bestimmt ist. Wenn ich auch die grundlegende Schlussfolgerungen Habermas nicht teile, zumal Habermas später seine Einsichten einfach ignoriert hat, indem er einen abstrakt herrschaftsfreien Diskurs als Grundlage ethischen Handelns ausmachen wollte, so ist doch unbestreitbar, dass das jeweilige auch vom historischen Kontext bestimmte Interesse des erkennenden Subjektes… weiter lesen »
Wolfram Schrems

Das Problem ist, daß wir mit de Lubac auch nicht weiterkommen. Pius XII. verurteilte nach allgemeiner Auffassung dessen Thesen in Humani Generis (1950).

Es ist mir unerfindlich, daß Benedikt XVI. ausgerechnet wieder de Lubac ins Spiel bringt.

Ich weiß von der CeL-Bewegung, daß sie sich stark auf de Lubac stützt. Aber was hat es gebracht? Konnte sie die Umgebung christianisieren? Die Politik zum Guten beeinflussen? Oder bleibt man doch in einem grundlosen Welt-Optimismus gefangen?

C.Eckstein

Wer oder was ist die CeL-Bewegung, bitte?

Adrien Antoine

Neue geistige Gesellschaft „Communione e Liberazione“, gegründet von Don Giussani.

Guiseppe

Seines Vorgängers Worte in Papst Franziskus‘ Ohr!

fredius

Nun sagt es Benedikt XVI. ganz deutlich :..das Konzil stürzt die Kirche und die Gläubigen in eine doppelte Krise.. Denn die Kirche hat ihre Einzigartigkeit und Heilssendung und Missionierung aufgegeben. Die Allerlösungs-Theologie die unter Johannes Paul II. entstanden ist, ist ein Irrweg. Viele der Progressisten und in gewisser Weise auch Franziskus, sind der Meinung, dass es verschiedene Wege des Heiles gibt und diese sogar in den Naturreligionen vorhanden sind. Deswegen sind Assisi und anderen Religionen auf Augenhöhe zu begegnen, nicht glaubensfördernt. Die Kirche lehrt nicht genug, dass es nur einen Heilweg gibt : “ JESUS CHRISTUS „

Stella

Ich war auch erstaunt über diese klaren Worte!
Aber interessant ist der Hinweis auf Schwester Faustyna und die Barmherzigkeit.
Zu ihr sagte Jesus Christus: „bevor ich als gerechter Richter komme,komme ich als König der Barmherzigkeit“
Interessant,interessant!!
Nach dem „Jahr der Barmherzigkeit“ könnte es spannend werden.
Könnte.

Franzel
Werte @stella: den Hinweis auf Schwester Faustina von Papst Benedikt fand ich sehr bezeichnend. Was möchte der Papst (vielleicht) damit sagen? Etwa nicht auch, durch die Blume geredet: „nimm Dich nicht so wichtig lieber Amtsbruder Franziskus? Geht das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit nicht auf die hl. Schwester Faustina und Papst Johannes Paul II. zurück?“ Tatsache ist, daß das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit gerade auch von solchen Priestern immer! unter den Teppich gekehrt wurde, die sich nun nicht mehr „kriegen“ vor lauter Franziskus-Euphorie und nicht müde werden, von Barmherzigkeit zu reden. Aber Papst Benedikt distanziert sich m.Er. auch deutlich von Franziskus,… weiter lesen »
Hans
Eines vorweg: Benedikt XVI ist der Papst, der ich tiefstes Vertrauen besitzt. Bisher ist von ihm überliefert, dass er von zwei Receptionen des Konzils sprach, der Reception der Journalisten und Presse sowie der Reception der Theologen. Will man zum Wahrheitsgehalt vordringen, so wird es deswegen schwierig, weil beide Receptionen keine gemeinsame Sprache sprechen. Nach einem Gespräch in kleiner Gruppe mit einem Beobachter und Übersetzer des Geschehens, eines Freundes von Benedikt, komme ich zur Auffassung es gibt auch eine Reception der unabhängigen Zeitzeugen, die sich zunächst einmal einer Veröffentlichung der Konzilsbeobachtungen entzogen haben, um Objektivität zu wahren. Dass taten aber –… weiter lesen »
Konrad Georg

@ Hans

„Der Rhein fließt in den Tiber“ Autor ?

Ich habe das so verstanden: Die (dt.) Bischöfe zogen ein, Veni creator spiritus singend, um dann die eigenen Vorstellungen durchzusetzen.

Prochristo1

Es tut gut, diesen ehrlichen Blick Papst Benedikts – siehe Foto – wiederzusehen.

Tamino

Ich glaube, alle wissen, wer hinter den Fake-Beiträgen steckt, die in den letzten Tagen unter Verwendung bereits vorhandener Pseudonyme wie fredius, Adriene Antoine oder – wie in diesem Fall – unter hicesthodie gepostet wurden, mit dem Ziel, Verwirrung unter den Foristen zu stiften. Man sieht: es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es einem bösen Geiste nicht gefällt.

Zarah
Laut Kathnet wirkt Franziskus im Sinne von Papst Benedikt XVI, da er dessen Kurs der Barmherzigkeit würdigt. http://www.kath.net/news/54422. Nachdem Papst Benedikt zurücktrat, der Kirche ihrem Schicksal überließ und Franziskus blinden Gehorsam schwor ist mein Vertrauen zu ihm erschüttert worden. Ich hatte Benedikt wirklich für den Bewahrer und Beschützer der katholischen Lehre gehalten aber auch er hat die Lehre vor Angriffen und Zersetzungen nicht geschützt. Wer mit einem unbelehrbaren, verstockten Erzhäretiker wie Küng, der viel verbrannte Erde in der katholische Kirche hinterlassen hat und weiter den Glauben viele zerstört, ein Dinner hat und sich mit ihm abgehoben unterhält, anstatt ihn zu exkommunizieren, kann… weiter lesen »
Suarez
Verehrte Zarah, Sie übersehen konsequent, dass ein Papst kein weltlicher Herrscher ist. Ihr „Protest“ enthält, sicher von Ihnen unbemerkt, einen Vorwurf an Gott, denn in letzter Instanz ist es doch Gott, der lenkt und die Kirche schützt oder, wie Sie es behaupten, seine Kirche „ihrem Schicksal überließe“. Papst Benedikt hat immer versucht, Menschen aus Irrtümern behutsam(!) herauszuholen. Dass dies nicht immer gelingt, sieht man an Hans Küng oder Kardinal Kasper und noch viele andere mehr. Ihr Denken erscheint mir eher alttestamentarisch zu sein. Barmherzigkeit schließt Gerechtigkeit ein, nicht aus. Das derzeitige Problem liegt in einer groben hermeneutischen Verkürzung von Barmherzigkeit.… weiter lesen »
Marienzweig

Lieber Suarez!
Radio Vatikan bestätigt tatsächlich, dass Benedikt Papst Franziskus wegen dessen bevorzugter Behandlung des Themas „Göttliche Barmherzigkeit“ gelobt hat, allerdings in seinem neuen Buch. Diese Nachricht geht also nicht allein auf das Konto von kath.net.
http://de.radiovaticana.va/news/2016/03/16/benedikt_xvi_w%C3%BCrdigt_barmherzigkeitseinsatz_von_franziskus/1215781

Adrien Antoine
Hochgeehrter @Suarez, In der verehrten @Zarahs Posting kann ich keinen Vorwurf an Gott erkennen. Sie schreibt ehrlich ihre Meinung; und was sie schreibt, steht tatsächlich in der Hl. Schrift und wird von der Kirche an herausragender Stelle gezeigt: Ps. 2 „Quare fremuerunt Gentes“ wird in der ersten Nocturne v. Weihnachten gelesen und erneut in der Hl. Woche. Wie Robert Spaemann schon schreibt, erfahren die Beter, wir alle Gläubigen, die Diskrepanz zwischen der universalen Allmacht Gottes und der Nichtanerkennung dieses Anspruchs durch die Weltliche. Der Palmist selbst sagt „Warum“, „Quare“, genau so wie im Ps.21 „Deus Meus, Deus Meus, quare me… weiter lesen »
Tamino

Achtung Suarez, die Antwort von „Adrien Antoine“ dürfte gefakt sein. Der echte AA schreibt mit leicht belgischer Einfärbung. Auch hinter „Zarah“ dürfte sich eine allseits unter anderem Namen bekannte,dem Alttestamtentlichen sehr zugeneigte Foristin verbergen.

Suarez
Liebe Marienzweig, zum einen ist Radio Vaticana kein Garant für Objektivität und zum anderen ging es mir bei meiner Anmerkung darum, dass Papst Benedikt XVI. emeritus die Grundintention von Papst Franziskus zwar positiv beurteilt, aber darum eben Barmherzigkeit nicht als billigen Laissez Faire auffasst. Barmherzigkeit ist ja in der Tat die Grundlage christlichen Glaubens. Entscheidend ist, was unter Barmherzigkeit verstanden wird, wie sie sich authentisch ausdrückt. Hier hat, wie ich zu behaupten wage, Papst Benedikt XVI. emeritus in der Vergangenheit ausreichend für Klarheit gesorgt. Dass er Papst Franziskus nicht kritisiert oder seine Autorität als Papst schwächt, sollte selbstverständlich sein. Zudem… weiter lesen »
Suarez
Sehr geehrter Tamino, wie der Kommentar von @ hicesthodie (der Echte!) belegt, scheinen hier einige subversive Leser ein höchst unredliches Spielchen zu treiben. Bezüglich Zarah, denke ich aber schon, dass hier keine Täuschung vorliegt. Was mich an dem Kommentar des hochgeschätzen Adrienne Antoine etwas irritiert, ist, dass in ihm die Zusage Jesu Christi, dass die Kirche nicht untergehen werde, keine tragende Rolle spielt. Es kommt mir so vor, als glaube man, der Heilige Geist sei aus der Kirche ausgezogen. Andererseits wollte ich mit meinem Kommentar nicht den Eindruck erwecken, als redete ich einem Automatismus das Wort. Natürlich müssen wir als… weiter lesen »
Prochristo1

Hicesthodie, ich kann Ihrer Argumentation nicht folgen. Es ist doch in keiner Weise erwiesen, dass der Rücktritt Papst Benedikts XVI. freiwillig erfolgte. Es ist in keiner Weise auszuschliessen, dass auf Papst Benedikt XVI. gewaltige Kräfte (inklusive Erpressung) wirk(t)en.

Wenn sich jemand teilweise bzw. scheinbar frei äussert, heisst dies in keiner Weise, dass er sich allumfassend frei äussern kann. Wie gross die unschönen Kräfte sind, die auf Papst Benedikt XVI. wirken, wissen wir in der Tat nicht.

Scheinfreiheit ist noch lange nicht Freiheit. Und Scheinredefreiheit ist noch lange nicht wahre Redefreiheit.

hicesthodie (der Echte!)

Werter @ Tamino, werter @Procristo, werte @Redaktion,

leider hat @Tamino recht! Dieser Beitrag oben STAMMT NICHT VON MIR, sondern wurde unter spitzbübiger Verwendung meines Nicknamens gepostet. Jeder, der meine Beiträge zu Benedikt XVI. kennt, wird unschwer erkennen, dass dieses Geschreibsel weder meinen Stil, noch meine Meinung zu diesem Thema widerspiegelt. Ich würde mich daher freuen, wenn obiger Beiträg gelöscht würde. Danke!

Prochristo1

Mein Kommentar vom 17. März 2016, 0:18, bezog sich auf einen Fake-Kommentar, der von der katholisches.info-Redaktion mittlerweile korrekterweise gelöscht wurde.

Feuer und Flamme
Mit scharfer Logik benennt er damit die theologischen Defizite des Vat.II genau. Exakt dort liegen die tatsächlichen Mängel verborgen, welche so weitreichende Auswirkungen für die Kirche, und darüber hinaus für die gesamte Gesellschaft zeitigten. Vielleicht ist nur ein Mann seines Formates und seiner nunmehrigen Unabhängigkeit, als ehemaliger Meinungsbildner in der Lage, dies überhaupt ausreichend in der Öffentlichkeit zu reflektieren. Die damaligen Konzilsväter hatten in ihrer Mehrheit Absichten verfolgt (wissentlich oder unwissentlich), die zwar eine Adaptierung an die „moderne Welt“ und „Wissenschaft“ erleichtern sollten, man hatte sich hierbei viel versprochen, jedoch hinsichtlich der Auswirkungen waren diese „Neuerungen“ für die gesamte Kirche… weiter lesen »
Konrad Georg

Sie müssen dann aber auch sagen, daß Papst Benedikt gelogen hat, als er sagte, daß sein Rücktritt sein freier Entschluß war.

Ich glaube das nicht.

Ano Nym

Den Satz über „Franziskus“, der in den Original-Artikel hinein geschmuggelt wurde (so als ob es ein Zitat wäre), stammt wohl ziemlich eindeutig nicht von Papst Benedikt, sondern von der Redaktion von „Avvenire“. Das möchte ich hiermit klar herausstellen (damit niemand einen falschen Eindruck bekommt).
Was nämlich Papst Benedikt wirklich über Franziskus denkt, das weiß nur der Allmächtige (und Benedikt ist weise genug, zu schweigen, wo man besser schweigt).

Methodus

@ Ano Nym,ja,das war auch,genau,mein Gedanken. So ist vermutlich,auch,das Werk BenediktsXVI,in ,,Gefahr“.Diese Nachricht, von KN Agentur verarbeitet und bezogen auf Bischoff Gänswein…am gleichem Tag mit der Bekanntmachung des Interview in Avvenire,harmonieren nicht zusammen.

Tamino

Ich danke Ihnen von Herzen für diese Klarstellung. Es hätte mich gewundert, wenn sich der emeritierte Papst Benedikt so über Seine Heiligkeit, Papst Franziskus geäußert hätte. Zumal auch er sich an Papst Franziskus zu richten hat, da er ihm Gehorsam versprochen hat. Danke!

Tamino

OH auch ich gerate in den Genuss gedoubelt zu werden! Welch zweifelhafte Ehre! 😀

Thea
Wolfram Schrems hat nach meiner Meinung einen sehr wichtigen Hinweis gegeben, wenn er Henri de Lubac erwähnt, der für das Denken des jungen Studenten und späteren jungen Theologieprofessors Ratzingers maßgeblich war und bis auf den heutigen Tag ist. Kardinal Joseph Siri geht in seinem herausragenden Buch „Gethsemani. Überlegungen zur theologischen Bewegung unser Zeit“ mit Pater de Lubac theologisch sehr klar „ins Gericht.“ Unter der Überschrift „Der Zusammenhang zwischen natürlicher und übernatürlicher Ordnung“ nennt er drei maßgebliche Theologen, die diesen Zusammenhang verzerrt haben: P. Henri de Lubac, P. Karl Rahner und Jaques Maritain. Ich zitiere: „Pater de Lubac sagt, dass Christus,… weiter lesen »
hedi züger
Danke für diese sehr interessanten Ausführungen,sie sprechen klar und mit grosser Prägnanz Dinge an, die mich sehr leiden liessen und lassen.Wie doch in den 70 Jahren jene benannten Theologen unter den Priester hochgejubelt und verherrlicht wurden in einem Atemzug mit dem Häresiarchen Küng.Einst sah ich gar in einer anglikanischen Kirche ein Glasfenster Rahners-mir wurde übel.Ihre Beurteilung des von mir überaus verehrten Papstes Benedikt muss ich leider schmerzlich mittragen.Für mich ein klassischer Beweis wenn das eigene Ingenium-und sei es noch so brilliant und unübnertrefflich-wenn das über den wahren Glauben gestellt wird, dann verrennt man sich leicht.Diese Versuchung ist und bleibt gross.“omnis… weiter lesen »
Suarez

@ Thea

Naja, ob die Aussage Henri de Lubacs den Schluss Wolfram Schrems erzwingt, darf man bezweifeln. Der Mensch ist auf Gott hingeordnet, darum ist er nicht gottgleich!

Leider fehlt mir momentan die Zeit, näher auf das von Ihnen Gesagte einzugehen.

Leo Laemmlein

Im Artikel steht der Satz:

//Die zentrale Frage des Interviews ist: „Was ist der Glauben und wie kommt man dazu, zu glauben?“ //

Leider kann ich in den zitierten Äußerungen Papst Benedikts keine Antwort auf diese Frage finden. Auch in der Glaubensenzyklika von Papst Franziskus/ Papst Benedikt gab es darauf keine klare Antwort.

Suarez
In einer Rede zum 100 jährigen Geburtstag von Guardini gab Papst Benedikt eine durchaus klare Antwort. Ich möchte einige Sätze daraus zitieren: „Daher kann Guardini formulieren: »Freiheit ist Wahrheit.«Wahrheit des Menschen ist Wesentlichkeit, Seinsgemäßheit, und nun stößt Guardini direkt in den Kern des christlichen Menschenbildes vor: »Was aber ist Anbetung? Der Gehorsam des Seins! […] So ist Anbetung der erste, allen weiteren grundlegende Gehorsam: der Gehorsam unseres Seins gegen das Sein Gottes. Ist ein Sein in Wahrheit; ist selbst nichts als Wahrheit. Man sieht, wie wenig in solchem Denken Liturgie ästhetische Spielerei oder eine Art von gemeinschaftlicher Selbstbestätigung oder von… weiter lesen »
Leo Laemmlein

@ Suarez
Danke für die Zitate. Das sind tiefe und wahre Gedanken. Ich möchte sie keineswegs abwerten. Aber doch vermisse ich den einfachen, schlichten Inhalt des Glaubensbegriffs der neutestamentlichen Frohbotschaft. Gerade dass dieser so wenig bekannt ist, ermöglicht die heutige Unsicherheit und Verwirrung in der Kirche bis hin zum interreligiösen Relativismus.

Leo Laemmlein

Laut einem kath.net-Artikel sagte Papst Benedikt XVI. in diesem Interview über Papst Franziskus: «Seine pastorale Praxis kommt gerade darin zum Ausdruck, dass er ständig von der Barmherzigkeit Gottes spricht.» Diese Formulierung lässt Raum für einen geradezu vernichtenden Hintersinn.

Franzel

Als amtierender Papst konnte Benedikt die andere Partei nicht mehr auf Distanz halten.
Vielleicht aber ist dieses Interview nicht nur eine Notbremse, sondern ein Startschuß für eine „neue“, glaubenstreue Kirche.
Schon allein das bekannte Januar-Video von Franziskus ist unverantwortlich und extrem schädigend für die Kirche und den Glauben.
Ich sehe das wie Sie geehrter Leo Lämmlein und meine auch, daß Papst Benedikt schließlich genug von all dem hatte.

Tradition und Glauben

„Und ich habe dieses Konzil wesentlich mitgestaltet“, hätte Benedikt XVI auch noch sagen sollten. „Es ist also meine Schuld“, lautet das Fazit, welches ausbleibt.

Mich beeindruckt im Negativen immer wieder, wie doch die Menschen mit sich selbst im Reinen sind. Denn bei Ratzinger ist es:
1) Konzilstheologe,
2) Nachkonzilistheologe,
3) Präfekt der Glaubenskongregation, die wirklich nicht durchregiert hat und JP2 all seine Kanonisationen, Reisen, Assisi-Treffen etc. genehmigte,
4) Papstum und „Hermeneutik der Kontinuität“, also wieder war das Konzil richtig, wenn man die rechte Hermeneutik anwendet und wir brauchen fast nichts zu korrigieren.
5) Rücktritt

Und irgendwie keine Reue ….

anjali jain

Aber,was waere dann nicht gut an den Reisen von Papst JPII? Ueberall auf der Welt gibt es Katholiken, die nich alle imstande sind selber nach Rom zu kommen. Also hat er sie besucht. Und dort ueberall wo er gewesen ist, blueht jetzt der Glaube noch, leider aber nicht hier im Westen.

Stella
Ich denke,die Worte von Papst Benedikt muß man buchstäblich mit dem Herzen hören,denn er ist ja selbst voller Herzensgüte. Wer in ihm einen „Inquisitor“ sah oder noch sieht der sieht wirklich nicht mit dem Herzen gut! Und es steckt eine unendliche Weisheit in seinen Aussagen. Darum muß man einfach davon ausgehen,das alles,was er sagt eine tiefere Bedeutung hat. Jedenfalls tiefer,als die mainsstream Medien und ihre Gefolgschaft auch nur ansatzweise verstehen,darum verursachte er ihnen ja auch solche „Bauchschmerzen“! Darum ist der Hinweis auf die Barmherzigkeit,ausgehend von Sr.Faustyna (resp.Jesus Christus selbst) auch kein Zufall. Das Gedönse um das Franziskus`sche „Jahr der Barmherzigkeit“,wo… weiter lesen »
hicesthodie (der Echte!)

FÄLSCHUNG!

PETRUS

@tradtion und Glauben.Ich gestatte mir, noch einen Punkt hinzu zufügen: Die schlimmsten Irrtümer in den drei Enzykliken Redemptor Hominis – Dives in Misericordia – Dominum et Vivificantem hat unbeanstandet gelassen.

Sophus

@ Petrus
Können Sie mich aufklären?
Was waren die „schlimmsten Irrtümer in den drei Enzykliken Redemptor Hominis – Dives in Misericordia – Dominum et Vivificantem“, die nach Ihren Worten unbeanstandet gelassen worden sind?

Franzel
Das 2.Vat. Konzil ist wohl ein Zutrauen und Vertrauen mit ungewissem Ausgang. Heute kann man sagen, daß es teilweise oder weithin sogar nicht angekommen ist, aber Papst Benedikt versucht wohl zu retten, was zu retten ist, denn wenn es tatsächlich in Gänze gescheitert wäre oder sein sollte, dann sieht es dunkel in der Kirche aus. Ein Zurück geht wohl nicht mehr. Vorher war es doch wohl so: der Gekreuzigte stand eindeutig im Mittelpunkt und von Ihm erhielten alle Heil und Gnade. Wenn man aber in Betracht zieht, daß der Mensch zur Freiheit als Kind Gottes berufen ist und das auch… weiter lesen »
Jeanne dArc

Irgendwann wird man all diese Scherbenhäufen aufräumen müssen. Das kann dann derjenige Papst tun, der dazu die Salbung von unserem Herrn bekommt. Die kommenden Jahre und Jahrzehnte werden es zeigen. Wenn die Prophezeiungen stimmen (Anna-Maria Taigi, Don Bosco, Irlmaier u.v.a.), dann wird es in absehbarer Zeit einen Einschnitt von globalem Ausmaß geben, den die Menschheit, die wieder so sündig wie vor der Sintflut geworden ist, wohl durchleben muss.

Rosa Mystica

Was mich auch traurig macht ist, dass Papst Benedikt XVI. auch kaum etwas gegen die desaströse aktuelle Politik hätte machen können, obwohl er im Bundestag in Berlin damals sagte: „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande“. Es wird immer schlimmer. Wir gehen dem Ende dieses Zeitalters entgegegn….(Rosa Mystica, ehemals ‚Jeanne dArc‘).

Rosa Mystica

Im vorhin genannten Zusammenhang möchte ich auf dieses wichtige Video hier verweisen, wo es um die schwindende innere Sicherheit und um die gescheiterte Politik geht: https://www.youtube.com/watch?v=Yxb9VI1vuw8 — Papst Benedikt XVI. hätte dies alles nicht verhindern können, aber in meinen Augen war trotzdem so etwas wie eine moralische Instanz für die Gesellschaft. (Rosa Mystica, ehemals ‚Jeanne dArc).

Sophus
Werte @ Rosa Mystica -keine Angst! Nichts von alledem, was an der Pegida-Front an Verschwörungstheorien zum Zwecke des Zulaufgewinns zusammengebraut wird, entspricht den machtpolitischen Realitäten in Deutschland und in der EU – von der NATO gar nicht zu reden! Demgegenüber haben die Kalifenphantasien der IS nicht die geringste Chance. Dafür sorgen schon die militärischen Niederlagen der IS im Irak und das sich langsam ausbreitende Gerücht, dass im Paradies für die im Kampf getöteten „Helden“ keine Jungfrauen, sondern bestenfalls ein Paar saure Trauben warten. Der Rädelsführer der Paris-Attentate wird nicht der letzte sein, der angesichts des auch ihm abgeforderten Selbstmordattentats, als… weiter lesen »
Suarez
Hochverehrter @ Sophus, dass der IS an Zulauf verliert, hat sicher etwas mit seinen militärischen Niederlagen zu tun. Insofern teile ich Ihre Einschätzung. Die eigentliche Ursache des Terrorismus, ob nun pseudoreligiös sich begründend oder politisch, ist damit jedoch nicht beseitigt. Der Terrorismus ist ein Phänomen der Moderne und hat seinen Ursprung in der Französischen Revolution, die ja das erste Terrorregime, die Jakobiner, hervorgebracht hat. An die Stelle des Königs tritt der Diktator, der jeden aufs Schafott führen lässt, der den ideologischen Wahn nicht teilt. In der Aufklärung hat sich die Vorstellung breit etabliert, der Mensch könne seine Lebensgrundlagen nach Belieben… weiter lesen »
Rosa Mystica
@Sophus — Sind Sie da nicht zu optimistisch ? Es ist bekannt, dass viele IS-Kämpfer hier nach Deutschland mit dem Flüchtlingstsunami eingesickert sind. Von den 1,6 Millionen Flüchtlingen, die seit letztem September hierher kamen, sind circa 400000 untergetaucht und kein Mensch weiß wer sie sind und wo sie sich befinden. Hier eine Meldung zum Thema aus den „Leitmedien“: http://www.heute.de/terrormiliz-is-schleust-kaempfer-nach-europa-als-fluechtlinge-ein-41964314.html — Die paar wenigen, die zum Christentum konvertieren, sind viel zu wenige ! Ausserdem sprach ich im Hauptfokus nicht nur von den Alternativmedien, sondern vor allem von den Prophezeiungen der Katholischen Heiligen und Begnadeten. Irlmaier sagte: „„Am Rhein sehe ich einen… weiter lesen »
Rosa Mystica
Da eigentlich nicht die momentane Staatskrise das Thema war, sondern Papst Benedikt XVI., möchte ich noch etwas anderen anmerken: Im 1. Johannesbrief Kapitel 2, 18-19 wird gesagt: „Meine Kinder, es ist die letzte Stunde. Ihr habt gehört, dass der Antichrist kommt, und jetzt sind viele Antichriste gekommen. Daran erkennen wir, dass es die letzte Stunde ist.  Sie sind aus unserer Mitte gekommen, aber sie gehörten nicht zu uns; denn wenn sie zu uns gehört hätten, wären sie bei uns geblieben. Es sollte aber offenbar werden, dass sie alle nicht zu uns gehörten.“ (1 Joh 2, 18-19) In der grossen Botschaft… weiter lesen »
Sophus
Den Amtsverzicht, d.h. den freiwilligen, geordneten Rücktritt von einer hohen Funktion, sieht die katholische Kirche nach dem Kirchenrecht (CIC 1983) im can. 401 bei älteren oder kranken Bischöfen ausdrücklich vor, was auch für den Bischof von Rom nach §2 gilt: „Ein Diözesanbischof, der wegen seiner angegriffenen Gesundheit oder aus einem anderen schwerwiegenden Grund nicht mehr in der Lage ist, seine Amtsgeschäfte wahrzunehmen, wird nachdrücklich gebeten, den Amtsverzicht anzubieten“. Da Papst Benedikt XVI. nach §1 seinen Amtsverzicht als Bischof von Rom nicht sich selbst anbieten konnte, hatte er nach eigener Aussage seinen Amtsverzicht nach Abwägung aller Umstände und nach einem langen… weiter lesen »
Sophus
Die Rolle des jungen Professors Joseph Ratzinger auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil war zuerst die des privaten Beraters und Redenschreibers des Kölner Erzbischofs Kardinal Frings, welcher Mitglied des zehnköpfigen Konzilspräsidiums war. Von grundsätzlicher Bedeutung und Langzeitwirkung wurde ein Referat Prof. Ratzingers am Abend vor Konzilsbeginn zu dem von der vorbereitenden Konzilskommission vorgelegten Schema De fontibus revelationis (Über die Quellen der Offenbarung). Sein Referat trug dazu bei, dass dieses Schema, das zu sehr der protestantisch-aufgeklärten Bibelwissenschaft verhaftet gewesen sein soll, noch vor seiner Behandlung im Plenum verworfen wurde. Die Folge war, dass die neu zu erarbeitende Fassung, die dann beschlossene Konstitution… weiter lesen »
Sophus
Zur Erinnerung: Papst Benedikts XVI. Bekanntgabe seines Amtsverzichts, der in der Begründung alle notwendigen kirchenrechtlichen Bedingungen nach can.401 erfüllt, lautete wörtlich: „Liebe Mitbrüder! Ich habe euch zu diesem Konsistorium nicht nur wegen drei Heiligsprechungen zusammengerufen, sondern auch, um euch eine Entscheidung von großer Wichtigkeit für das Leben der Kirche mitzuteilen. Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben. Ich bin mir sehr bewusst, dass dieser Dienst wegen seines geistlichen Wesens nicht nur durch Taten und Worte… weiter lesen »
Zarah
@ Lieber Suarez Dulden von Irrlehrern wie Küng und Dinner mit ihnen halten, hat nichts mit biblischer Barmherzigkeit zu tun. Ich weiß, dass Gott Dinge zulässt das entbindet aber Papst Benedikt nicht von seiner Verantwortung. Seine Pflicht war Schaden von der Kirche abzuwenden. Er hätte, wenn er schon zurücktritt Vorkehrungen treffen sollen und Häretiker und Schismatiker kaltstellen sollen. Auch das Neue Testament fordert ausdrücklich Häretiker, Schismatiker und Apostaten aus der Mitte der Kirche zu entfernen oder zu exkommunizieren. In 2.Johannes 10-11 steht die strenge Mahnung: „Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht mitbringt, so nehmt ihn nicht ins… weiter lesen »
Suarez

Verehrte @ Zarah,
wo hat Papst Benedikt, noch als Präfekt der Glaubenskongregation, Irrlehrer geduldet?

Es war Kardinal Ratzinger in seinem Amt als Präfekt der Glaubenskongregation der Hans Küng die Lehrerlaubnis entzog, wodurch er den Hass progressiver Laiengruppen auf sich zog.

Ihr Sprachduktus ist zuweilen verräterisch, wenn Sie von „kaltstellen“ sprechen, so wie ein Vorstand in einem Großkonzern unliebsame Konkurrenten „kaltstellt“.

Methodus

@Zarah.Auch wenn Sie ,,passende Bibelzitate“bringen,zum Untermauern,um Benedikt XVI mehrfach zu beschuldigen,schreiben Sie keine Wahrheit über Benedikt XVI.Womöglich eine Wahrheit,aus Ihrer Sicht,doch,eher immer das selbe,was ein bestimmter Kritiker Benedikts,mühlenartig wiederholt,gewürzt mit ungerechten Bemerkungen,trotz Ihrer demonstrativer Milde..Ich finde auch nicht zweckmässig,Ihnen diese falsche Beschuldigungen,aufzuzählen,denn,es geht Ihnen nicht darum,etwas gutes am Benedikt XVI zu sehen,auch nicht,in diesem o.g.Interview.Mag sein,es ist Ihre freie Meinung über diesen Papst,etwas anmassend,finde ich,das ist wiederum,meine Meinung.Benedikt sei ambivalent?Dinniert mit Irrlehrern?Usw.

Sophus
@ Zarah! Was Sie reden ist wohlfeil! Zu Ihrer Information liste ich Ihnen die vom modernistischen Teil Deutschlands gegen Papst Benedikt XVI. zwischen 2005 und 2013 nach bestimmten vorgegebenen Strategien inszenierten sieben Kampagnen auf: 1 Die Anti-Wahl-Kampagne (2005) 2 Die Regensburger-Kampagne (2006) 3 Die Sukzessions-Kampagne (2006/07) 4 Die Williamson-Kampagne (2009) 5 Die Missbrauchs-Kampagne (2009/10) 6 Die Bischof Walter Mixa-Kampagne (2010) 7 Die Bischof Tebartz_van Elst-Kampagne (2013) Ich brauche Ihnen hier nicht darlegen, welche unterschiedlichen Einzelpersonen und welche unterschiedlichen gesellschaftlichen Kräfte diese Kampagnen befeuert haben. Sie überschätzen in Ihrer naiven Eilfertigkeit die Möglichkeiten eines Papstes, wenn Sie fordern: „Er hätte, wenn… weiter lesen »
Tradition und Glauben
@ Suarez Zu Ihrem Kommentar vom 18. März 2016 at 9:16 Bravo! Genau auf den Punkt gebracht. Die Gratulationen kommen verspätet, da ich erst jetzt dazu kam es zu lesen. Das Nur-Rationale kann die Glaubensinhalte niemals erfassen, weil der Gegenstand des Glaubens (obiectum fidei) übernatürlich ist und daher von Gott geoffenbart werden muss bzw. durch die göttliche Gnade bewirkt wird. Sehr deutlich spricht davon die Konstitution Dei Filius des Vaticanum I: Kap. IV ernunft und Glaubenserkenntnis verschieden 23 Auch daran hielt und hält die katholische Kirche in unwandelbarer Einmütigkeit fest, dass es eine zweifache Ordnung der Erkenntnis gibt, verschieden nicht… weiter lesen »
Sophus
Hochverehrter @ Suarez Sie sagen oben: „Die Datierungsfrage ist dann lediglich das Vehikel, womit man das Interesse zu verdecken sucht. Es ist der Absolutheitsanspruch der Aufklärung, der in der Theologie zu den schlimmsten Verzerrungen der Erkenntnis geführt hat…“. Ich verstehe Ihren Satz, habe aber zu den „Verzerrungen“ unserer Haupterkenntnisquelle, den neutestamentlichen Schriften, insofern einen anderen Zugang, als ich etwa bei Martin Luther bereite zum „Schutz“ seiner Rechtfertigungslehre solche „Verzerrungen“ wahrgenommen habe, die sicher noch nicht dem „Interesse“ der Aufklärung zugeschrieben werden können, sondern dem Interesse Luthers und des Luthertums: etwa die Heilsrelevanz guter Werke gegenüber der des Glaubens herunterzuspielen, wenn… weiter lesen »
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