Letztes Abendmahl aus päpstlichen Zelebrationen verschwunden?

Gründonnerstag Fußwaschung Papst Franziskus
Gründonnerstag 2013: Fußwaschung durch Papst Franziskus im römischen Jugendgefängnis

(Rom) Papst Franziskus wird auch am Gründonnerstag 2016 das Letzte Abendmahl des Herrn nicht in der Lateranbasilika, der Bischofskirche Roms und „Mutter aller Kirchen“ zelebrieren, sondern an einem noch nicht bekannten Ort.

Das Amt für die liturgischen Feiern des Papstes veröffentlichte gestern den Kalender der päpstlichen Zelebrationen bis zum Weißen Sonntag. Am Gründonnerstag ist um 9.30 Uhr die Chrisammesse im Petersdom verzeichnet. Für die Missa in Coena Domini findet sich weder auf der offiziellen Internetseite des Heiligen Stuhl noch auf der Seite des Vatican Information Service (VIS) ein Hinweis. Ebensowenig scheint der erste Tag des Triduum Sacrum im heutigen Osservatore Romano (Ausgabe 29. Februar/1. März) auf, in dem der Kalender der päpstlichen Zelebrationen ebenfalls veröffentlicht wurde. Es scheint gerade so, als wäre der Gründonnerstag mit dem Letzten Abendmahl aus den päpstlichen Zelebrationen verschwunden.

Dem ist natürlich nicht so. Die Nichterwähnung weist vielmehr darauf hin, daß Papst Franziskus, wie in den vergangenen drei Jahren, die Gründonnerstagsliturgie unter Ausschluß der Öffentlichkeit zelebrieren wird.

Sakramente treten hinter Fußwaschung zurück

Die Einsetzung des Weihesakraments (Priestertum) und des Altarsakraments (Eucharistie) treten damit erneut hinter die Geste der Fußwaschung zurück. Die besondere Koppelung der feierlichen Liturgie an die Bischofskirche der Diözese entfällt zugunsten eines Besuches im Gefängnis (2013 und 2015) oder einer Behinderteneinrichtung (2014).

Für den Besuch von Gefängnissen, Alten- und Behindertenheimen erntet der Papst nicht nur Verständnis, sondern Lob. Er setzt damit in die Tat um, was er von allen fordert, das Wegwerfdenken zu überwinden und jede Aussonderung von Menschen zu vermeiden. Kritiker halten dem Papst aber vor, diese Einrichtungen und Institutionen jederzeit besuchen zu können, während die Gründonnerstagsliturgie an einem einzigen Abend des Kirchenjahres gefeiert wird und zwar als Ausdruck der Zelebration des Bischofs mit seiner Gemeinde. Die Zelebration ist daher an die Bischofskirche gekoppelt und liturgisch für die Kirche von herausragender Bedeutung.

Wegen seiner „Ausritte“ (Francisco Fernandez de la Cigoña) erntete Papst Franziskus in den vergangenen Jahren einige Kritik aus traditionsverbundenen Kirchenkreisen. Konservative Katholiken wagen keine Kritik am Papst und progressive Katholiken sind über jede Abweichung von der Tradition begeistert.

Gründonnerstagsliturgie
Liturgischer Kalender 2016 ohne Letztes Abendmahl

Kritisiert wird vor allem, daß der Papst sich ohne verständlichen Grund den Gläubigen seiner Diözese und der Weltkirche „entzieht“. Die Fußwaschung sei ein wichtiger Hinweis auf die Demut und die Einübung der Nächstenliebe. Sie sei aber nicht das wichtigste Element der Gründonnerstagsliturgie, sondern nur im Zusammenhang mit der Einsetzung der Sakramente zu verstehen. Das darin zum Ausdruck kommende Dienen meine zwar implizit ein Dienen gegenüber allen, doch in erster Linie gegenüber den Brüdern im Glauben.

Abwesenheit von der Bischofskirche eine „Anomalie“

Kritisiert wurde in den vergangenen Jahren auch, daß Franziskus nicht nur Frauen und Männern, sondern auch Angehörigen anderer Religionen die Füße wäscht. „Die Fußwaschung vermittelt den Eindruck einer Handlungsanleitung für soziales Engagement. Das aber wäre ein völlig falscher Eindruck. Richtig verstanden zeigt sich Petrus, der Papst, hier als servus servorum, als Diener der Diener Gottes, oder Knecht der Knechte Gottes, wie es früher hieß. Durch die Verdrängung der wichtigeren Elemente der Gründonnerstagsliturgie bekommt alles aber einen bitteren und unzulänglichen Beigeschmack“, so die katholische Seite Dotta ignoranza über „zweifelhafte liturgische Freiheiten des Papstes“.

„Unter Franziskus wurde die so wichtige Gründonnerstagsliturgie vom Papst noch nie öffentlich gefeiert. Nun entzieht er sich schon zum vierten Mal hintereinander. Die Gründonnerstagsliturgie scheint unter ihm unsichtbar zu werden“, so Messa in Latino.

Das Ausweichen auf irgendeine andere Kirche als die Bischofskirche, auf irgendeine Kapelle, um die Verbundenheit mit der Gemeinde oder mit Menschen in einer besonderen Situation zu unterstreichen, sei löblich und verständlich, stelle jedoch für die drei heiligen Tage „eine Anomalie“ dar, so Dotta ignoranza. Ein Gefängnis, ein Altenheim, eine Behinderteneinrichtung könne der Papst auch zwischen der Chrisammesse und der Missa in Coena Domini aufsuchen. „An Zeit dafür würde es nicht fehlen. Apropos, vielleicht könnte der Papst in diesem Jahr ein Lebenszentrum oder eine Schwangerenberatungsstelle der Lebensrechtsbewegung aufsuchen, wo täglich um das Leben der ungeborenen Kinder gerungen und der ‚Wegwerfkultur‘ widerstanden wird. Wir wären sofort dafür, allerdings auch dann, bitte, vor der Gründonnerstagsliturgie.“

Text. Giuseppe Nardi
Bild: MiL/Osservatore Romano (Screenshot)

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50 Comments

  1. Rom wird den Glauben verlieren hat die Mutter Gottes gesagt,Rom hat den Glauben seid 50 Jahren nicht mehr.

  2. Das Denken und Handeln von Franziskus ist nicht zu durchschauen. Mit vielen Gesten und Unterlassungen irritiert er weiter das Kirchenvolk. Das sich auf Heimlichkeiten beziehende Fortbleiben und Ausklammern wichtiger Kirchenformen und das an Gründonnerstag dem Einsetzungstag des Hl.Abendmahles, ist schon ein bedenklicher Vorgang. Dafür werden seine Fußwaschungen an unbekannten Menschen groß herausgestellt und von der Welt bejubelt. Gerade die Zermonien an Gründonnerstag müssten durch den “ Bischof “ von Rom besonders betont und feierlich der Welt gezeigt werden. Auch hier scheint Franziskus über aller erhaben zu sein.

    • Wenn es nur Fußwaschungen wären!
      Diese Küsserei erzeugt mir jedesmal Gänsehaut,ich kann kaum hinschaun!!

  3. „Ebensowenig scheint der erste Tag des Triduum Sacrum im …“
    Triduum Sacrum: Karfreitag (Tod), Karsamstag (Grabesruhe, descensus ad inferos), Ostersonntag (Auferstehung)

      • Der Gründonnerstagabend ist schon Karfreitag. Es wird auf die einschlägige Literatur verwiesen. Das Triduum Sacrum feiert Tod, Grabesruhe und Auferstehung unseres Herrn. Punctum

      • @ Marmotta
        Ich denke, @Leo Laemmlein hat nur deshalb darauf verwiesen, weil Ihr erstes Posting den Eindruck erweckt hat, dass Sie die Gründonnerstagsliturgie nicht zum Triduum Sacrum rechnen. Das ist durch ihr zweites Posting ja geklärt. Danke

  4. Bei seinen Auslandsreisen hat Benedikt XVI. fast nie versäumt, Einrichtungen für Behinderte, Altenpflegeheime oder ähnliche Institutionen aufzusuchen, mit den Menschen zu sprechen und auch zu predigen. Ich erinnere mich an eine Predigt für alte Menschen, die derart einfühlsam und kompetent war, dass mancher Gemeindepfarrer von ihm hätte lernen können.
    In Rom hat er mit Obdachlosen zusammen eine Mahlzeit eingenommen, er hat sich von einer obdachlosen psychisch kranken Frau ihre Lebensgeschichte erzählen lassen. Ich erinnere mich an ein Foto aus einem Hospiz, die Hand einer sterbenden Frau ruht in der Hand des Papstes.
    Pius X. war bekannt, schon lange bevor er Papst war, für seine t ä t i g e Liebe zu den Armen.
    Die großen Heiligen der katholischen Kirche waren meistens immer auch Heilige der Nächstenliebe, besonders der Leidenden, am Rand stehenden.

    Doch weder ihnen noch den Päpsten wäre jemals in den Sinn gekommen, das Triduum Sacrum anzugreifen, indem der erste Tag, der Gründonnerstag, verzerrt wird als INNERWELTLICH SOZIALER TAG.
    Mir schaudert vor diesem Papst.
    Doch vielleicht – ich sage es mit allergrößter Vorsicht und nicht ohne schwere Bedenken: Vielleicht hat dieser schreckliche Vorgang auch einen Sinn. Weil konservativen Katholiken, die glaubenstreu sind, die sich deshalb vom Papst nicht trennen wollen, die Augen aufgehen.
    Wobei ich klar sage: Es geht nicht darum, die Bindung zum Papsttum aufzugeben. Spätestens seit Luther oder der neuzeitlichen Philosophie, sehen sich Katholiken immer wieder schärfsten Angriffen ausgesetzt, weil sie in unwandelbarer Treue zu Rom, zum Papst stehen.
    Diese Treue gilt es unbedingt zu wahren. Sie darf sich aber nicht auf die Person des Papstes ausdehnen, wenn dieser, statt den Glauben zu bewahren, zu verteidigen, zu vertiefen, den Glauben angreift. Kein Papst darf den ersten Tag des Triduum Sacrum neu definieren, sich gegen alle seine Vorgänger stellen.
    Dass dem Papst diese Einstellung, mit dem überlieferten Glauben umgehen zu können, wie er will, nicht zusteht, hat das I. Vatikanische Konzil hinreichend definiert.
    Ich lege deshalb auf diesen letzten Satz größten Wert, weil eine „Viel“- Kommentatorin in der letzten Zeit die Definition dieses Konzils bezüglich der Unfehlbarkeit des Papstes geradezu hasserfüllt verzerrt. Leider.

    • Letzteres tut Zeitschnur nicht. Aber tatsächlich zeigt sich jetzt, dass die Bedenken derer, die dann zu den Alt-Katholiken wurden, nicht unbegründet waren. Das heißt nicht, die Definitionen von Vat I zurückzuweisen. Aber diese Dogmen sind risikoreich. Das nicht zu sehen, war 1870 entweder naiv oder auch fahrlässig.

    • Sie begreifen mein Anliegen nicht, @ Thea!
      Und Sie reden sich die Geschichte so zurecht, wie Sie es brauchen.
      Hasserfüllt traten v.a. viele Päpste selber auf gegen alles und jeden – je nach politischer Lage. Das ist schon für sich ein einziger Horror, sobald man mal die ungeschönten Quellen liest!
      Ich habe für meine Skepsis triftige Gründe und in diesen Gründen folge ich den tiefsinnigsten Bischöfen des 19. Jh.
      Sie wollen nicht wahrhaben, dass es die Besten der Bischöfe waren, die diese Dogmatisierung für das Ende der Kirche hielten!
      Aber: Es ging nicht drum, das blanke einfache Dogma inhaltlich zu bezweifeln, sondern darum, es inhaltlich isoliert und in viel zu kurzer Zeit aus dem Boden zu stampfen, und es ging darum, ob es überhaupt segensreich sein kann, wenn der Papst sich selbst erhöht. Hinzu kommen formale Zweifel. Immerhin stimmte ein großer Teil der Bischöfe gar nicht mit ab unter dem erpresserischen Druck seitens der Majorität und des Papstes. Solche Abstimmungen sind normalerweise zweifelhaft.
      Und kann man es in den Wind schlagen, wenn Bischöfe wie Erzbischof Gustav Adolf zu Hohenlohe-Schillingsfürst sagte, er habe keinen Mann gekannt, der es weniger genau nehme mit der Wahrheit als Pius IX.? Und er war nicht der einzige…

      Das ist eine logisch verzwickte Sache – und wenn Sie sich mal ansehen, was sonst als „Glaubenssatz“ angesehen wird, dann fällt dieses Dogma total aus dem Rahmen, weil es keine Glaubenssatz, sondern eine politische Anweisung ausspricht, die als „Glaubenssatz“ nur falsch aufgefasst werden KANN.
      Und sie wurde falsch aufgefasst und leitete die Vergötzung eines Menschen und damit den Zusammenbruch der Kirche ein, der dann auch kam.

      Deswegen bin ich kein Gegner des Papsttums und lasse es von jemandem, der nicht mal meinen Gedankengang kapiert, auch nicht unterstellen. Und damit basta.

      • „Sie begreifen mein Anliegen nicht“
        Jaja, diese Ihre kratzbürstige Standardkeule gegen alle, die sich Ihnen kritisch zu nähern wagen, kennen wir nun schon zur Genüge. Ich glaube eher, Sie, werte zeitschnur, haben ein Verständnisproblem mit Vat.I und dem Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit. Zumindest legt das, was Sie hier seit Wochen an hanebüchenen Gedankenkonstrukten verbreiten, sehr eindrücklich Zeugnis von ihrem dogmatischen Laienstand in solchen Fragen ab. Da kann auch das eilfertige Beispringen Ihres rührigen Sancho Panzas, Tridentinus, nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie in Ihrem Feldzug gegen Vat I und Pius X. lediglich einen traurigen Kampf gegen die Windmühlenflügel Ihrer eigenen Kopfgespenster ausfechten.

      • @ hicesthodie

        Man, Sie reden von Standardkeulen? Sie verstehen was davon – lesen Sie mal, wenn Sie wieder nüchtern sind, Ihr Geschreibsel…

        Wenn jemand oben meine Bedenken gegen eine Übersteigerung des Papsttums als „hasserfüllt verzerren“ bezeichnet, dann wäre – Nüchternheit und allseitiges Wohlwollen vorausgesetzt – zu fragen, ob man das als ein „sich kritisch nähern wagen“ bezeichnen darf, ohne damit einen schrägen Euphemismus zu betreiben…
        Hicesthodie, Spezialistin für zweierlei Maß – ist auch ein Charisma, aber kein gutes.

    • Geschätzte Thea, vielen Dank für Ihren Beitrag, der mir aus dem Herzen spricht!
      Jedes Wort ist wahr!

    • Ihr Kommentar hat mich mit tiefer geistlicher Freude erfüllt-mir aus der Seele gesprochen.Haben Sie grossen Dank dafür und bewahren Sie Ihren klaren, liebenden Glauben.ein gleiches erflehen wir für uns alle.

  5. Es gibt kaum Kritik am Vorgehen dieses „Papstes“ und das zeigt einerseits wie weit die Dinge schon gediehen sind und dann herrscht sicherlich auch Furcht bei Bischöfen und Kardinälen, Kritik zu äußern. Es ist auch schwer, ihm so richtig beizukommen. Es bewegt sich oft gerade noch im Rahmen des Zulässigen oder auch ein wenig darüber. Und dann fragen sich die Herren wohl, ob die Sache einen deftigen Krach wert ist, wobei sie wahrscheinlich den kürzeren ziehen würden.
    Gut ist immer das Gebet für ihn. Das sollte man tun.

    • @Michael mir geht’s genauso. Aber die Show wird eine Fortsetzung erfahren. Auch in dem Jahr wird die absonderliche Frauen-Füsse-Küsserei von zahlreichen Kameras umringt nicht nur in Rom, sondern weltweit stattfinden. Die Frage ist nur: Cui prodest?

    • Ich bekomme,wie ich schon weiter oben schrieb jedesmal Gänsehaut und aufsteigende Übelkeit.
      Bin sonst eher hart im Nehmen,muß man ja auch sein,heutzutage.

  6. @Tridentinus
    Ein Dogma ist eine definierte Glaubenswahrheit, die von der Kirche verkündet wird und für Katholiken absolut verbindlich ist, weil sie zur göttlichen Offenbarung, die der katholischen Kirche geschenkt wurde, gehört.
    Von daher kann es keine „risikoreichen Dogmen“ geben, weil kein vernünftig denkender Mensch die Offenbarung des dreifaltigen Gottes als „risikoreich“ einstufen kann.
    Dass Alt-Katholiken diesen Glauben nicht teilen, ist bekannt. Und es ist ihr Recht (zu irren). Nur sind sie dann nicht katholisch.

  7. Ich kann da nur sagen: na und? Wieso sich hier aufregen, wenn man vorher alles geschluckt hat?

    Schon Pius XII. hat erheblich im Sacrum Triduum herumgepfuscht, so dass sein liturgischer Zusammenhang verrutschte.

    Wo waren die Aufschreier, als plötzlich der hl. Josef in den Messkanon eingefügt wurde, völlig sinnleer mitten utner die hl Märtyrer? (J 23)

    Und wer schrie „Halt!“ als JP 2 den Rosenkranzpsalter mit seinem unsäglichen lichtreichen Rosenkranz auseinanderrriss und verfremdete?

    Und wo waren die Leute, die sich hier aufregen, als JP 2 die Osteroktavzeit durch dieses hineingekleisterte Fest der göttlichen Barmherzigkeit umbaute?

    Wenn Sie das alles okay finden, dann bitte schön auch das, was F. hier tut.
    Wenn schon denn schon.
    Zumal der Papst als absoluter monarchischer Herrscher die Liturgie – gemäß V I – verändern darf. Er allein darf das per definitionem. Womit wir wieder beid er Papstfrage wären…

    • Was bitte ist am lichtreichen Rosenkranz „unsäglich“ und „verfremdend“!?
      Er passt doch perfekt in die Lebensgeschichte von Jesus Christus,gewissermaßen.

    • „Schon Pius XII. hat erheblich im Sacrum Triduum herumgepfuscht“
      „unsäglichen lichtreichen Rosenkranz“
      „hineingekleisterte Fest der göttlichen Barmherzigkeit“

      Wie Sie sich hier gebärden, Frau zeitschnur, das ist doch wirklich nicht mehr normal, tut mir leid!

      • …regen Sie sich ab, das ist doch nichts für Ihre Nerven…was ich darlege, muss mit kühlem und distanziertem Verstand gelesen werden… Baldriantee?

    • @zeitschnur, Ihr despektierlicher Schreibstil diskreditiert Sie, die Schreiberin, und nicht jene, auf die Sie so hässlich „hinpatzen“ (insbesondere 2. Satz bis 5. Satz).
      Wenn Sie Dinge nicht annehmen können oder wollen, ist das Ihre Angelegenheit. Es ist jedoch entbehrlich, dass Sie anderen immer wieder Dinge des Glaubens madig machen.

      Der Psalter umfasst unverändert die 3 Rosenkränze (freudenreich – schmerzhaft – gloreich). Der Lichtreiche Rosenkranz hat in dieser Zeit des Glaubensabfalles und Entwertung der Sakramente, der Gebote sowie der katholischen Lehre/des Wortes Gottes seine herausragende Stellung und Bedeutung. Die Betrachtung dieser Geheimnisse habe die Verheissung, in besonderer Weise den Glauben zu stärken und den Bösen, Satan, abzuwehren.

      Das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit hat Jesus selbst zur Einsetzung beauftragt und dafür den Weißen Sonntag bestimmt. Der Weiße Sonntag beschließt die Osteroktav (Hl. Schwester Faustina, Botin der Göttlichen Barmherzigkeit, Werk und Botschaften usw.).
      Dankbarkeit gegenüber dem Herrn und Seiner Kirche für alles, was mit diesem Werk der Göttlichen Barmherzigkeit an Gaben und Gnaden für das Heil der Seelen gegeben wird, ist die einzige angemessene Haltung, die der/jeder Mensch einzunehmen hat.

      • [email protected], danke!

  8. Zitat: „Und wo waren die Leute, die sich hier aufregen, als JP 2 [Papst Johannes Paul II.] die Osteroktavzeit durch dieses hineingekleisterte Fest der göttlichen Barmherzigkeit umbaute?“

    Wie bitte!? Sie nennen es taktlos das „hineingekleisterte Fest der göttlichen Barmherzigkeit“! Denken Sie, Sie wüssten es besser als Jesus Christus höchstpersönlich?!
    Dieses enorm wichtige Fest der göttlichen Barmherzigkeit wurde so vom Himmel gewünscht (Siehe Tagebuch der Hl. Sr. Faustyna). Der Zeitpunkt (erster Sonntag nach Ostern) könnte hierfür nicht idealer sein! Und wann verstarb Papst Johannes Paul II.? Bekanntlich ebenfalls am ersten Sonntag nach Ostern – ein „Zufall“, der kein Zufall ist.

  9. Das Gründonnerstaggeschehen ist eine der wichtigen Grundlagen unseres Glaubens.
    Es soll uns entfremdet werden, um die Gründung des Neuen Bundes und alles Heilige nach und nach aus unserem Sinn zu vertreiben.

    Soziale Themen, Menschenrechte und biblisch verdrehte Handlungen, wie die Fußwaschung von Nichtbrüdern, werden stattdessen für uns in den Vordergrund gerückt, um die wahre biblische Lehre nach und nach zu verwässern.

    Naive Gemüter wollen allerdings auch jetzt noch nicht begreifen oder wahr haben, wohin die Reise geht.

  10. @Zeitschnur
    Man kann mit Ihnen nicht diskutieren, doch ich stelle klar:
    Pius XII. hat in der Karwochenliturgie Änderungen vorgenommen, aber dass er den Sinn verzerrt hätte, dass ist wieder eine hasserfüllte Behauptung, die mit der Wahrheit nichts zu tun hat. Wer dieses Eingreifen beklagenswert findet, lässt sich doch nicht hinreißen, diese Änderungen, die dem Papst zustehen, mit dem Handeln Bergoglios zu vergleichen. Wer hier keinen Unterschied erkennen kann, sagt über sich und seinen (Un-) Glauben alles aus.
    Das Gedenken des hl. Josef wurde in den Kanon der hl. Messe von Johannes XXIII. eingeführt. Und zwar ganz sinnvoll unter dem Gedenken der Heiligen, unmittelbar hinter der Gottesmutter Maria: „In heiliger Gemeinschaft ehren wir dabei vor allem das Andenken der glorreichen, allzeit reinen Jungfrau Maria, der Mutter Jesu Christi, unsres Herrn und Gottes, wie auch ihres Bräutigams, des heiligen Joseph, deiner heiligen Apostel und Blutzeugen Petrus und Paulus…“
    So können Sie es in jedem Schott mitbeten oder nachlesen. Die Behauptung, der hl. Josef sei unter die Märtyrer eingereiht worden, ist definitiv falsch.
    Was treibt Sie um, eine verzerrte Behauptung an die andere zu reihen, wenn es um Grundwahrheiten des katholischen Glaubens und der Liturgie geht?
    Den „lichtreichen Rosenkranz“ finde ich unsäglich; in der überlieferten Liturgie feiern wir den „Barmherzigkeitssonntag“ zum Glück nicht.
    Doch Johannes Paul II. ist hier nicht das Thema, sondern dass der derzeitig regierende Papst durch sein Handeln dem Gründonnerstag einen innerweltlichen Sinn gibt, der sich grundlegend gegen die Tradition der katholischen Kirche richtet.

  11. Nachtrag:
    So geht es mit @ Zeitschnur: Weil sie zusammenhanglos Themen aneinander kleistert ,die mit dem eigentlichen Beitrag nichts zu tun haben, gibt es immer wieder diese Abschweifungen: Der Rosenkranz hat mit diesem Thema hier nichts zu tun. Doch ich möchte meine Ablehnung des „lichtreichen Rosenkranzes“ kurz begründen: Der Rosenkranz sollte als ein sehr altes, als ein sehr wichtiges Gebet der katholischen Kirche nicht einfach verändert werden.
    Es heißt auch Rosenkranzpsalter, angelehnt an die 150 Psalmen. Diese bilden einen unverzichtbaren Teil des Breviers, des verpflichtenden Gebets der Priester und der Ordensleute.
    Das Volk betete, daran angelehnt, den Rosenkranz mit den insgesamt 150 Gebeten: „Gegrüßest seist du, Maria.“
    Diesen Zusammenhang zu zerstören, dann nicht zu erkennen, dass die Glaubensgeheimnisse aus dem Leben Jesu im Rosenkranzgebt zentral sind und nicht beliebig erweitert werden sollten, das hat JP II. zu verantworten.
    Ich habe die Hoffnung, dass zumindest die Gläubigen der Piusbruderschaft sich nicht anstecken lassen und dem „klassischen Rosenkranz“ treu bleiben.
    Sorry, das Thema ist der Gründonnerstag, der durch das Handeln Bergoglios zum innerweltlichen „Sozialtag“ verzerrt wird.

    • @Thea

      Kürzlich las ich eine interessante Interpretation der Bibelstelle mit den 153 Fischen, die die Jünger auf Geheiß Jesu, das Netz auf der rechten Seite des Schiffes auszuwerfen, an Land zogen. Das ist die Zahl der „Gegrüßet seiest Du Maria“ in einem die 15 Geheimnisse umfassenden Rosenkranzgebet, auch Psalter genannt (3+15×10).

      Johannes 21:6-12
      Er sprach zu ihnen: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, und ihr werdet finden.“ Sie warfen es aus und vermochten es nicht mehr einzuziehen wegen der Menge der Fische. Da sagte jener Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: „Es ist der Herr!“ Als Simon Petrus hörte,
      daß es der Herr sei, legte er sich das Überhemd um – er war nämlich ohne Kleid – und warf sich in den See. Die anderen Jünger kamen im Schiff; denn sie waren nicht weiter als etwa dreihundert Ellen vom Lande weg und schleppten das Netz mit den Fischen nach. Da sie nun ans Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer angelegt und einen Fisch darauf liegen und Brot. Jesus sprach zu ihnen: „Bringt von den Fischen, die ihr eben gefangen habt!“ Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz, das mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen angefüllt war, ans Land; und obwohl es so viele waren, zerriß das Netz nicht. Jesus sprach zu ihnen: „Kommt und haltet Mahlzeit!“ Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: „Wer bist du?“ Wußten sie doch, daß es der Herr war.

    • @ Thea

      Nach ein paar Sätzen habe ich Ihren Kram nicht weitergelesen. Er zeugt einfach von Unwissen und autoritärer Dreistigkeit. Sie stellen nicht etwas Objektives klar, sondern Ihre ausgesprochen begrnezte und simple Meinung über die Dinge. Wäre nett, wenn Sie das eine vom andern unterscheiden könnten…

      Dass Sie in einer so begrenzten mentalen Verfassung mit mir nicht diskutieren können, ist nur folgerichtig…

      Dann lassen Sie doch einfach. Ich lege jedenfalls keinen Wert drauf.

      • ich habe einst in der Pflegestation einer Altersiedlung einen bettlägerigen,ehemaligen ETH Professor von Zürich besucht.Die Studenten haben sich wohl vor Zeiten gefürchtet zum ihm ins Examen zu gehen-umwerfende Intelligenz.Doch jetzt hatte er Alzheimer im letzten Stadium.Er babbelte nur noch vor sich hin:da,da, da da da.Wenn ihm einen Schockoriegel gegeben wurde, strahlte er wie Baby vor Freude.auch Intelligenz ist eine Gottesgabe-eben gegeben, darüber sollten wir uns nicht erheben.Papst Johannes Paul I hatte einen Wahlspruch:humilitas!Demut!

    • Aber dann beten Sie doch einfach den klassischen Rosenkranz. Es duerfen doch Variationen geben. Ich bin schon froh wenn jemand nur ETWAS vom Rosenkranz betet!

      • Das sehe ich auch so.Wer,aus welchen Gründen auch immer, den lichtreichen Rosenkranz nicht beten mag bleibt halt bei der ursprünglichen Form,so what !?

    • Wie verschieden die Menschen sind. Die lichtreichen Geheimnissen, jedes einzelne von ihnen, haben mir immer gefallen. Ich begreife nicht, was einem daran nicht gefallen kann.

  12. Da hier einige nicht verstanden haben, worauf ich mich mit liturgischen Veränderungen bezog, möchte ich die genannten Veränderungen begründen und nachweisen:

    1. Pius XII. hat das komplette Triduum sacrum umgestaltet, indem er die liturgische Logik, die alle Feiern morgens festlegte und durch die Tage nach einem bestimmten Vorgehen führte (ich habe das selbst einmal nach der Norm vor Pius XII. mitgemacht und es ist erheblich (!) anders als das, was man in Tradikapellen heute feiert!

    Diese „Reform“ löste Proteste aus, die aber der Tradi von heute aufgrund entsprechender Prägung nicht mehr begreift.

    Infos für Einsteiger erst mal hier unter „Karwoche und Osternacht“: http://www.kathpedia.com/index.php?title=Osternacht

    2. Hl. Josef – wurde selbst noch auf dem Vat I für den Messkanon scharf abgelehnt. Zum einen weil es niemals Tradition war (!!!), Zum andern, weil der hl. Josef da nicht hinpasst.

    Der vollständige Text der „Reform“ durch den Roncalli-Papst findet sich in keinem Schott vor 1962 – wie auch!

    Er steht im Kanon unter „Communicantes“: Dort wird „in primis“ die glorreiche Jungfrau und Gottesmutter genannt, weil sie aufgrund ihrer überragenden heilstheologischen Titel ein „Recht auf besondere Huldigung hat“ (wie Dom Guéranger es schrieb).
    Damnach hießt es:

    „sed et beatorum apostolorum et martyrum tuorum,“

    Ja: das ist ein Komma, dann werden sie aufgezählt die Märtyrer und Apostel (die bis auf Johannes, von dem den Martertod nicht sicher bezeugen kann, alle Martyrer waren):

    „Petri et Pauli, Andreae, Jacobi, Joannis, Thomae, Jacobi, Philippi, Batholomaei, Matthaei, Simonis et Thaddaei: Lini, Cleti,Clementis, Xysti, Cornelii, Cypriani, Laurentii, Chrysogoni, Joannis et Pauli, Cosmae et Damiani: et omnium Sanctorum tuorum…“

    Warum werden hier im Verbund mit der Gottesmutter nur Märtyrer genannt?

    Dom Guéranger erklärt das so:

    „Die heilige Kirche bezechnet die Märtyrer sofort. Die einzelnen Namen, die sie nennt, finden jedoch erst nach den Aposteln ihre Stelle. Die Apostel werden alle genannt bis auf den hl. Matthias, welcher erst später in der zweiten Liste, nach der Konsekration genannt wird.“

    (Das – so meine ich zu verstehen, hängt mit seiner Nachwahl zusammen und damit, dass er im Abendmahlssaal nicht dabei war.)

    „Man beschloss (…), nur eine bestimmte Anzahl Heiliger zuzulassen. (…) Der heilige Joseph ist darin nicht erwähnt, ebensowenig wie im Confiteor. (…) Die Kirche erwog alles wohlweislich und beließ es bei den festgestellten Namen.“ (Im Kapitel „Communicantes“ des werkes „Die heilige Messe“ von Dom Guéranger.)

    Es ist wahnsinnig, diese uralte Überlieferung, an der die Kirche unbeirrt festgehalten hatte, nun auch noch gleich nach der Gottesmutter durch eine Person zu erweitern. Liturgiker und Besonnenen schlugen 1962 die Hände überm Kopf zusammen.

    3. Der „lichtreiche Rosenkranz“ zerbricht die Struktur des Rosenkranzpsalters, der eine Einheit darstellt mit seinen drei Teilen. Die 15 Gesätze symbolisieren die 150 Psalmen, die die Kirche im Brevier betet.
    Im lichtreichen Rosenkranz wird die innere Logik dieser 15 Gesätze aufgebrochen. Tragischerweise geschieht das durch die Nennung von Heilsgeheinssen, die aber in den 15 Gesätzen bereits begriffen sind und durch ihre Sonderstellung dem gesamten Gebet seine Richtung und sein Ziel rauben. ich habe das von Anfang an empfunden, bevor ich es reflektierte und habe instinktiv den lichtreichen Rosenkranz nicht gebetet, sondern nur den ursprünglichen.

    4. Wer Bergoglio in Stücke reißt und ungeniert alles zusammenheißt, muss aus prinzipiellen Erwägungen dann auch kritische Rückfragen an andere Päpste zulassen. Es muss gleiches Maß angelegt werden an alle.

    • Ach so und der Barmherzigkeitssonntag wurde auf den Osteroktavtag gepflanzt. Das ist wirklich ein Wahnsinn, auf das höchste Fest im Kirchenjahr dieses dubiose Fest zu verlegen! Damit wurde die ganze Schärfe des Auferstehungsglaubens eingedümpelt und eingelullt.

      • Mrs. Zeitschnur, meines Wissens war es Jesus Christus höchstpersönlich, der gemäss Tagebuch der hl. Sr. Faustyna forderte, das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit jeweils am ersten Sonntag nach Ostern zu feiern. Sr. Faustyna wurde heiliggesprochen – ihr Tagebuch ist von der Kirche anerkannt.
        Mir scheint, Sie wollen den Worten Jesu, wie sie in dem von der Kirche anerkannten Tagebuch der Hl. Sr. Faustyna festgehalten wurden (mystische Jesusbotschaften), nicht ganz folgen.

      • Auf dieser Argumentationsschiene können Sie demnächst auch das Fronleichnamsfest verlästern. Es wurde ähnlich eingesetzt wie der Barmherzigkeitssonntag. Die Kirche erkannte an, dass Jesus Christus durch eine Mystikerin einen Wunsch bzw. Auftrag übermittelt hat.

      • Laemmlein: Sehr im Unterschied zum sog. Barmherzigkeitsfest wurde das Fronleichnamsfest NICHT auf den Oktavtag eines Hochfestes 1. Kl. (hier Ostern), sondern den Donnerstag nach Abschluss der Pfingstoktav gelegt.

        Nachdem niemand verpflichtet ist, Privatoffenbarungen anzunehmen, und erst noch eine solche, die offenbar durch 2 ganz nahe Vorgängerpäpste – PXII. und JXXIII. – zurückgewiesen worden waren, finde ich den Ausdruck „Aufpfropfung“ in Bezug auf den Weißen Sonntag ganz passend.

      • Wo ist das Problem? Da ist eine ganze Osteroktav, eine ganze Woche lang jeden Tag Hochfest! Und sieben Wochen österliche Festzeit bis Pfingsten. Kann man da im Ernst behaupten, der Barmherzigkeitssonntag würde Ostern etwas wegnehmen!?

    • Korrektur: Bei 1. zu Pius XII. habe ich einen Satzteil verloren:

      Es muss heißen:

      „1. Pius XII. hat das komplette Triduum sacrum umgestaltet, indem er die liturgische Logik, die alle Feiern morgens festlegte und durch die Tage nach einem bestimmten Vorgehen führte (ich habe das selbst einmal nach der Norm vor Pius XII. mitgemacht und es ist erheblich (!) anders als das, was man in Tradikapellen heute feiert!) durch Veränderung der zeitlichen „Stationen“ verschob, was diese vormalige liturgische Logik zusammenbrechen ließ.

      Ob einzelne Reformpukte für sich genommen sinnvoll waren oder sind, steht dabei nicht zur Debatte, sondern die Problematik des Zusammenbruchs des Gefüges, in dem das, was gewachsen war.

  13. @ zeitschnur:“Ach so und der Barmherzigkeitssonntag wurde auf den Osteroktavtag gepflanzt.“ „Das ist wirklich ein Wahnsinn,auf das höchste Fest im Kirchenjahr dieses dubiose Fest zu verlegen!(In Ausrufzeichen-na,na,na).“Damit wurde die ganze Schärfe eingedümpelt und eingelullt“.Ach soo sieht also Ihre Sophisterei aus.Was ist Wahnsinn? 1.Wahnsinn ist Ihr zynischer und arroganter Schreibstil.2.Dubios ist Ihre zunehmende Gehässigkeit.3.Eingedümpelt und eingelullt fühlt man sich -und das fast täglich-wenn man Ihren hanebüchenen Unsinn lesen muss, den Sie hier vom Stapel herunterfahren lassen.Wie armselig!

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