Ohio verbietet öffentliche Finanzierung von Abtreibungseinrichtungen

Ohio Statehouse Columbus
Ohio Statehouse Columbus

(Washington) Vom Gouverneur des US-Bundesstaates Ohio, John Kasich, wurde ein Gesetz unterzeichnet, das jegliche Form der Finanzierung für Abtreibungseinrichtungen und Abtreibungsorganisationen in seinem Staat untersagt. Damit setzt Ohio jenes Finanzierungsverbot für Abtreibungskliniken durch, das US-Präsident Barack Obama auf Bundesebene verhindert.

Allein die weltgrößte Abtreibungsorganisation Planned Parenthood erhielt in den vergangenen Jahren jährlich eine halbe Milliarde Dollar an staatlichen Zuschüssen, um ungeborene Kinder zu töten und für die Abtreibung zu werben.

Planned Parenthood kontrolliert mehr als ein Drittel des Abtreibungsmarktes in den USA und führte im vergangenen Jahr in den eigenen Tötungseinrichtungen über 300.000 Abtreibungen durch.
Gleichzeitig gab Gouverneur Kasich bekannt, daß der Staat Ohio 1,3 Millionen Dollar jenen Schwangerschaftsberatungsstellen zur Verfügung stellt, die keine Abtreibung fördern.

Planned Parenthoods Tötungsgeschäft mit US-Präsident Obama

Ohio schließt sich damit anderen Staaten an, die eine Finanzierung von Abtreibungsorganisationen verboten haben: dazu gehören Arkansas, Alabama, Louisiana und New Hampshire. Maßgeblicher Anstoß dafür war die Veröffentlichung von Videos, mit denen das schmutzige Geschäft von Planned Parenthood mit dem Tod der ungeborenen Kinder aufgedeckt wurde.

Unter US-Präsident George W. Bush (2001-2009) war die öffentliche Finanzierung von Abtreibungseinrichtungen verboten. Zu den ersten Maßnahmen seines Nachfolgers Barack Obama gehörte es, dieses Finanzierungsverbot aufzuheben. Die Abtreibungslobby hatte seinen Wahlkampf mit Millionen Dollar großzügig gesponsert. Eine Investition, die sich lohnte. Obama setzte nicht nur abtreibungsfördernde Gesetze durch, sondern schenkte Planned Parenthood jährlich das Dreißigfache an Steuergeldern zurück.

Sowohl das Abgeordnetenhaus als auch der Senat der USA haben sich für ein Finanzierungsverbot ausgesprochen, doch US-Präsident Obama blockiert mit seinem Veto die Umsetzung. Dagegen mobilisieren nun die Einzelstaaten wie Ohio.

Gouverneur Kasich ist einer der Bewerber um die republikanische Präsidentschaftskandidatur 2016.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons

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