Das zweite Video des Papstes – „Sich um das gemeinsame Zuhause kümmern“

"Das Video des Papstes" Nr. 2 - Gebetsmeinungen des Papstes für den Monat Februar 2016
"Das Video des Papstes" Nr. 2 - "Gebetsmeinungen" des Papstes für den Monat Februar 2016

(Rom) Nach dem „unsäglichen“ Video (Messa in Latino) vom Januar wurde nun ein zweites Video des Papstes veröffentlicht, das erneut als „Das Video des Papstes“ verbreitet wird. Dieses Mal mit den Gebetsmeinungen des Papstes für den Monat Februar. Erneut wendet sich Papst Franziskus persönlich mit einer Botschaft an die Welt.

Das erste Video wurde am Dreikönigsfest, den 6. Januar über die sozialen Netzwerke publiziert. Am 6. Februar folgte nun das zweite Video.

Die Absicht im ersten Video mit Papst Franziskus war der „Dialog“. Egal ob Gut oder Böse, entscheidend sei, daß man miteinander redet. Dazu wurden Christen, Juden, Moslems und Buddhisten auf eine Stufe gestellt und die Religionen als gleichwertig dargestellt: das Jesuskind neben Menorah, islamischer Gebetskette und einer Buddhastatue. Dem Papst wurden synkretistische Tendenzen vorgeworfen. Der Theologe Klaus Obenauer schrieb, der Papst müsse sich entscheiden: entweder Nathan der Weise oder Jesus Christus.

Keine Gebetsmeinungen, sondern ökosoziale Verhaltensanleitungen

Im zweite Video geht es um die Umwelt, den Erhalt des Planeten und gegen Umweltverschmutzung. Im Video fordert der Papst einen „Wandel“: „Frei von der Sklaverei der Verbraucherherrschaft.“ Es brauche eine „neue Lebensweise“. „Weil wir einen Wandel brauchen, der uns alle vereint.“

Das Video wird zwar als „Gebetsmeinungen des Papstes“ verbreitet, doch ruft der Papst nicht zum Gebet auf, sondern fordert zu Verhaltensweisen auf. Der Papst ruft, statt zum Gebet, zur Bewahrung der Schöpfung im Sinne des Umweltschutzes auf. Seine Bitte lautet: „Sich um das gemeinsame Zuhause kümmern“. Wie bereits im ersten Video, ist von Gebet und Gebetsanliegen keine Rede.

Das Video wurde wiederum vom Gebetsapostolat, einer dem Jesuitenordens anvertrauten Gebetsinitiative, verbreitet. Produziert wurde es erneut von der Medien- und Werbeagentur La Machi von Barcelona unter Aufsicht des vatikanischen Fernsehcenters CTV.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Youtube (Screenshot)

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zeitschnur
Das ist vollkommen areligiös. Man weiß nicht, ob man gerade in der Kinowerbung für eines dieser kapitalistischen Produkte für den hemmungslosen Konsum sitzt oder in einer Wahlkampfveranstaltung für Politschwärmer. Es ist ja nicht mal klar, um welche politische Botschaft es geht: „Nie wieder Krieg“? „Proletarier aller Länder etc.?“ „Bewahrung der Schöpfung“? „Müllvermeidung“? Von Gott keine Rede, nur davon, dass Gläubige und Ungläubige doch angeblich alle dasselbe wollen. Nee – wer jetzt immer noch nichts merkt, der setzt sein Seelenheil aufs Spiel. Und ich sage es noch mal und immer wieder: Die angeblichen guten Bischöfe müssten aufschreien! Aber sehen wir doch… weiter lesen »
Marienzweig

„Von Gott keine Rede, …“
Sie haben vollkommen recht, kein einziges Wort von IHM kam über des Papstes Lippen.
Dieser Text, den Papst Franziskus hier vorlas, hätte von jedem stammen können, auch vom überzeugtesten Atheisten.

Als Repräsentant einer Umweltschutzorganisation wäre er sicher bestens geeignet.
Als Papst indessen …?
Kostet es ihn denn eine solch große Überwindung von Gott zu sprechen?
Wenn es so wäre, was sagte das dann über ihn aus?

@zeitschnur, Sie prangern das Schweigen der Bischöfe an. Ich kann das, was Sie sagen, nachvollziehen.
Doch bedenken Sie, alles braucht seine Zeit.
Wohl auch die Bischöfe, die sich überlegen, wie sie angemessen reagieren wollen, sollten und müssten.

Marienzweig
Allen wohl und niemanden wehe! Was hier Papst Franziskus in schön klingenden Worten in der neuen Videobotschaft anmahnt, ist nun wiklich nichts neues oder geistig Inspirierendes. Und wenn er sich einerseits so häufig gegen Kapitalismus und seine negativen Auswüchse wendet, frage ich mich andererseits, warum er dann immer wieder Leute eben dieser Geld-, Gesellschafts- und Machtclique empfängt? Denkt er etwa, er könnte sie umstimmen und bekehren? Ist es nicht eher so, dass diese Damen und Herren den Eindruck gewinnen könnten, sie hätten Papst Franziskus auf ihre Seite gezogen? Wenn er den Kapitalismus und seine Protagonisten wirklich verachtet, läge es an… weiter lesen »
dhmg
Wieso die Bischöfe sich öffentlich nichts gegen F. sagen trauen? Ich denke, die Absetzung von Kardinal Burke stellt ein abschreckendes Beispiel für Nachahmer dar. Einigermaßen passend zum Thema war heute auf ARTE eine Dokumentation über die ‚wahre Macht des Vatikans‘ im zweiten Weltkrieg zu sehen. Den etwa gleichen Inhalt hatte letztens ein Interview von Michael Hesemann auf K-TV, wahrscheinlich wegen dem Holocaust-Gedenktag. Es ging um die Frage, warum der Papst nicht energischer gegen die Deportationen von Juden in Konzentrationslager eingetreten ist. Nach seiner Bitte, die Nazis mögen wenigstens getaufte jüdische Christen verschonen, wurden diese sogar zuerst deportiert, vor den ungetauften… weiter lesen »
Alfred Porsche
Sehr geehrte @zeitschnur Sie haben mit Ihrer schon mehrmals deutlich geäußerten Kritik sicher nicht ganz Unrecht. Die handvoll Bischöfe, die ab und zu die Tradition der Kirche anmahnen, eine tritentinische Messe feiern oder einen Gebetsaufruf starten, tun sicher nicht genug, um das Ruder herumzureißen. Warum tun sie nicht mehr? Wo ist der laute Aufschrei, wo der offene Widerstand? Vielleicht sind sie wirklich zu feige, vielleicht sind sie um die Einheit der Kirche besorgt, vielleicht haben sie nicht das Format eines Lefebvre, vielleicht gefällt ihnen Ihre aktuelle Position zu gut, vielleicht sind sie kann garnicht so wirklich dagegen, vielleicht …. wir… weiter lesen »
Marienzweig
@Alfred Porsche Sie haben speziell @zeitschnur angesprochen, ich wage es trotzdem, einzuhaken. „Wohin soll ich mich wenden?“ Dieses Lied fällt mir da spontan ein. Es ist tatsächlich nicht einfach heutzutage! Wenn Papst Franziskus glaubt, die katholische Kirche in die Gegenwart hieven oder ihr einen neuen Anstrich verpassen zu müssen und man da nicht mitgehen möchte oder kann, so bleibt nur unser Handeln. Sich Priester oder eine Pfarrei suchen, in der würdig zelebriert wird, denn es gibt sie noch, diese Oasen in der Wüste. Konsequent zur Bruderschaft St. Pius wechseln – oder auszuharren und auf bessere Zeiten zu hoffen? Zwischen beiden… weiter lesen »
hicesthodie
Es ist neojesuitisch, würde ich sagen. Was ihr Mantra über die angeblich schweigenden Bischöfen (Gab nicht Schneider jüngst wieder ein Interview, das als Kritik am Papst verstanden werden kann!? Ach ja, in Ihren Augen fromme „Dosensprüche“.) und Ihre ganz unsinnige Verknüpfung mit dem in tridentinischen Messen zur Ehre Gottes verwendeten „Kirchenpomp“ betrifft, so kann man nur sagen, dass dies einfach nur pubertäre Sprüche sind, die Sie hier klopfen. Bei diesem Widerstand, den Sie – übrigens ganz zu recht – anmahnen, muss man jedoch klug und überlegt vorgehen. Würden – und ich habe Ihnen das schon einmal versucht begreiflich zu machen… weiter lesen »
Guiseppe

„Aber sehen wir doch der Wahrheit tapfer ins Auge: Sie schweigen.“ Woher wollen Sie das so genau wissen? Verfügen Sie über die Gabe der Multilokation, um bei jedem Bischof gleichzeitig und ohne Unterbrechung zu sein und aufzupassen, was/ob der Bischof was zum Thema sagt?

Nur weil Sie nichts vernehmen, heißt das noch lange nicht, dass „die“ Bischöfe schweigen.

Milton Dickerle

Lass doch die worte des papstes einfach einmal an dich herankommen. Ändere dein verhalten gegenüber den mitgeschöpfen. Und schon hat der film seinen sinn gehabt.

dhmg

Der selige Papst Paul VI müsste es heißen, nicht der heilige.

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