„Klare Willensbekundung des Papstes, kanonische Anerkennung der Piusbruderschaft zu fördern“ – Interview mit Erzbischof Guido Pozzo

Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991)
Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991)

(Rom) Der Sekretär der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, Kurienerzbischof Guido Pozzo, sieht „eine klare Willensbekundung des Heiligen Vaters, den Weg zur vollen und dauerhaften kanonischen Anerkennung [der Piusbruderschaft] zu fördern.“ Dies sagte der Erzbischof am Donnerstag in einem Interview mit der Presseagentur Zenit. Zeitgleich veröffentlichte der Pressedienst der Priesterbruderschaft St. Pius X. die Aussagen von Bischof Alfonso de Galarreta, einem der drei Bischöfe der Piusbruderschaft. De Galarreta wurde mit den Worten zitiert: „Ich denke, daß der Papst in Richtung einer einseitigen Anerkennung der Bruderschaft geht.“ Nachfolgend das vollständige Interview von Erzbischof Pozzo in deutscher Übersetzung.

Die beiden Stellungnahmen von Erzbischof Pozzo und Bischof de Galarreta werden als Signale gewertet, daß Bewegung in die Frage der kanonischen Anerkennung der 1970 von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründeten Priesterbruderschaft kommen könnte. Neun Monate vor dem unerwarteten Amtsverzicht von Papst Benedikt XVI. schien schon einmal eine Anerkennung unmittelbar bevorzustehen. Im letzten Augenblick scheiterten die Bemühungen. Für einige Zeit, bedingt auch durch den Rücktritt des Papstes, herrschte ein Stillstand. Dem sei nicht so gewesen, sagt nun Kurienerzbischof Pozzo. Die Kontakte hätten fortbestanden und auch die Gespräche seien fortgeführt worden.

Seit Mitte des vergangenen Jahres kam es zu neuen Signale der Annäherung. Anfang Juni 2015 ernannte die Glaubenskongregation den Generaloberen der Piusbruderschaft, Bischof Bernard Fellay, zum Richter erster Instanz in einem Verfahren gegen einen Priester der Bruderschaft.

Im Spätsommer 2015 erklärte Papst Franziskus, daß die Absolution durch Priester der Piusbruderschaft für die Dauer des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit „legitim und gültig“ ist.

Kurienerzbischof Guido Pozzo sieht darin „einen neuen Schritt vorwärts in Richtung kanonische Anerkennung“. Die Presseagentur Zenit führte mit dem Kurienerzbischof ein Interview, „um den aktuellen Stand“ der Verhältnisse zwischen dem Heiligen Stuhl und der Piusbruderschaft zu erfahren.

An welchem Punkt steht der Dialog mit den Lefebvrianern?

Kurienerzbischof Guido Pozzo
Kurienerzbischof Guido Pozzo

Zenit: Exzellenz, 2009 hat Papst Benedikt XVI. die Exkommunikation der Bruderschaft St. Pius X. zurückgenommen. Heißt das, daß sie nun wieder in der Gemeinschaft mit Rom sind?

Erzbischof Pozzo: Mit dem Nachlaß der Exkommunikation der Bischöfe der FSSPX durch Benedikt XVI. (2009) unterliegen sie nicht mehr dieser schweren Kirchenstrafe. Mit dieser Maßnahme bleibt die FSSPX dennoch in einer irregulären Position, weil sie keine kanonische Anerkennung durch den Heiligen Stuhl erhalten hat. Solange die Bruderschaft keinen kanonischen Status in der Kirche hat, üben ihre Priester ihr Amt und die Zelebration der Sakramente nicht auf legitime Weise aus. Laut der vom damaligen Kardinal Bergoglio in Buenos Aires angewandten und von der Päpstlichen Kommission Ecclesia Dei bestätigten Formel, sind die Angehörigen der FSSPX Katholiken auf dem Weg zur vollen Gemeinschaft mit dem Heiligen Stuhl. Diese volle Gemeinschaft wird mit der kanonischen Anerkennung der Bruderschaft erreicht sein.

Zenit: Welche Schritte wurden vom Heiligen Stuhl in diesen sieben Jahren gesetzt, um die Wiederannäherung der Bruderschaft St. Pius X. zu fördern?

Erzbischof Pozzo: Nach der Rücknahme der Exkommunikation im Jahr 2009 kam es zu einer Reihe von Treffen doktrineller Art zwischen Experten, die von der Glaubenskongregation ernannt wurden, mit der die Päpstliche Kommission Ecclesia Dei durch das Motu proprio Ecclesiae unitatem (2009) von Benedikt XVI. eng verbunden ist, und mit Experten der FSSPX, um über grundlegende Probleme der Glaubenslehre zu diskutieren, die der Grund für die Kontroverse mit dem Heiligen Stuhl sind: das Verhältnis zwischen Tradition und Lehramt, die Frage der Ökumene, der interreligiöse Dialog, die Religionsfreiheit und die Liturgiereform im Kontext der Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils.
Die ungefähr zwei Jahre dauernde Konfrontation erlaubte es, die jeweiligen theologischen Positionen zu klären und Übereinstimmungen, aber auch Meinungsverschiedenheiten zu beleuchten.
In den folgenden Jahren wurden die doktrinellen Gespräche fortgesetzt mit einigen gezielten Initiativen zur Vertiefung und Präzisierung der diskutierten Themen. Gleichzeitig haben die Kontakte zwischen den Oberen der Kommission Ecclesia Dei und den Oberen und anderen Vertretern der FSSPX die Schaffung eines Klimas des Vertrauens und des gegenseitigen Respekts gefördert, das einem Wiederannäherungsprozeß zugrundeliegen muß. Es ist notwendig, das Mißtrauen und die Verhärtungen zu überwinden, die nach den vielen Jahren des Bruchs verständlich sind, die aber schrittweise aufgelöst werden können, wenn sich die gegenseitige Haltung ändert, und wenn die Unstimmigkeiten nicht als unüberwindliche Mauern betrachtet werden, sondern als Diskussionspunkte, die eine Vertiefung verdienen und als eine für die gesamte Kirche nützliche Klärung entfaltet werden. Nun sind wir in einer Phase, die ich für konstruktiv und ausgerichtet auf die Erreichung einer erhofften Versöhnung halte. Die Geste von Papst Franziskus, es den katholischen Gläubigen zu gewähren, das Sakrament der Buße und die Krankensalbung während des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit legitim und gültig von den Bischöfen und Priestern der FSSPX empfangen zu können, ist eine klare Willensbekundung des Heiligen Vaters, den Weg zur vollen und dauerhaften kanonischen Anerkennung zu fördern.

Zenit: Welche Hindernisse stehen einer endgültigen Anerkennung noch im Weg?

Erzbischof Pozzo: Ich würde zwei Ebenen unterscheiden. Die doktrinelle Ebene im eigentlichen Sinn, die einige Divergenzen zu einzelnen Themen des Zweiten Vatikanischen Konzils und des nachkonziliaren Lehramtes bezüglich Ökumene, dem Verhältnis zwischen dem Christentum und den Weltreligionen, der Religionsfreiheit vor allem im Verhältnis zwischen Kirche und Staat sowie einige Aspekte der Liturgiereform. Die Ebene der mentalen und psychologischen Haltung, die von einer Position polemischer Gegnerschaft zu einer Position des Zuhörens und des gegenseitigen Respekts, der Wertschätzung und des Vertrauens übergehen soll, wie das zwischen Gliedern des einen Leibes Christi, der die Kirche ist, sein soll. Es ist notwendig auf beiden Ebenen zu arbeiten. Ich denke, daß der eingeschlagene Weg der Wiederannäherung einige Frucht gebracht hat, vor allem wegen dieser Haltungsänderung auf beiden Seiten, und es lohnt, diese Linie fortzusetzen.
Auch zur Frage des Zweiten Vatikanischen Konzils, denke ich, daß die FSSPX über die Unterscheidung nachdenken sollte, die meines Erachtens grundlegend und absolut ausschlaggebend ist, zwischen der authentischen mens des Zweiten Vaticanum, seiner intentio docendi, wie sie aus den offiziellen Akten des Konzils hervorgeht, und dem, was ich das „Parakonzil“ nennen würde, also die Gesamtheit der theologischen Meinungen und praktischen Haltungen, die den Verlauf des Konzils begleitet und dann den Anspruch erhoben haben, sich mit seinem Namen zu schmücken und in der öffentlichen Meinung, auch dank des Einflusses der Massenmedien, häufig das wahre Denken des Konzils überdeckt haben.
In den Diskussionen mit der FSSPX gilt häufig die Opposition nicht dem Konzil, sondern dem „Konzilsgeist“, der einige Ausdrücke oder Formulierungen der Konzilsdokumente gebraucht, um den Weg für Interpretationen und Positionen zu öffnen, die fern sind, und die das wahre Konzilsdenken instrumentalisieren. Auch was die Lefebvrianische Kritik an der Religionsfreiheit anbelangt, scheint mir letztlich, daß die Position der FSSPX von der Verteidigung der überlieferten katholischen Glaubenslehre gegen den agnostischen Staatslaizismus und gegen den Säkularismus und den ideologischen Relativismus geprägt ist und sich nicht gegen das Recht der Person richtet, vom Staat weder zur Ausübung des religiösen Glaubensbekenntnisses gezwungen noch daran gehindert zu werden. Es handelt sich in jedem Fall um Themen, die auch nach einer vollen Aussöhnung Gegenstand der Vertiefung und der Klärung sein können. Was grundlegend scheint, ist, eine volle Übereinstimmung zu dem zu finden, was notwendig ist, um in der vollen Gemeinschaft mit dem Apostolischen Stuhl sein zu können, das heißt, zur Vollständigkeit des katholischen Glaubensbekenntnisses, zur Verbindlichkeit der Sakramente und zur Anerkennung des Höchsten Lehramtes der Kirche. Das Lehramt, das nicht über dem geschriebenen und weitergegeben Wort Gottes steht, sondern ihm dient, ist der authentische Interpret auch der vorhergehenden Texte des Lehramtes, einschließlich jener des Zweiten Vatikanischen Konzils, im Licht der immerwährenden Tradition, die in der Kirche durch den Beistand des Heiligen Geistes voranschreitet, nicht jedoch durch eine gegenteilige Neuheit (das hieße, das katholische Dogma leugnen), sondern durch ein besseres Verständnis des depositum fidei immer derselben Glaubenslehre in eodem scilicet dogmate, eodem sensu et eademque sententia (vgl. Erstes Vatikanisches Konzil. Const. Dogm. Dei Filius, 4).
Ich denke, daß zu diesen Punkten die Übereinstimmung mit der FSSPX nicht nur möglich, sondern geboten ist. Das alles präjudiziert nicht die Möglichkeit und die Legitimität, andere Fragen zu diskutieren und zu vertiefen, die ich oben erwähnt habe, und die nicht den Glauben betreffen, sondern vielmehr pastorale Orientierungen nicht dogmatischen Charakters, zu denen es möglich ist, auch unterschiedliche Sichtweisen zu haben. Es geht also nicht darum, die Unterschiede zu einigen Aspekten des pastoralen Lebens der Kirche zu ignorieren oder zu domestizieren, sondern darum, präsent zu halten, daß es im Zweiten Vatikanischen Konzil doktrinelle Dokumente gibt, die bereits definierte Glaubenswahrheiten oder Wahrheiten der katholischen Doktrin erneut vorbringen (bspw. dogmatische Konstitution Dei Verbum, dogmatische Konstitution Lumen gentium), und daß es Dokumente gibt, die Richtlinien und Orientierungen für ein praktisches Handeln empfehlen, also für das pastorale Leben als Anwendung der Doktrin (Erklärung Nostra Atetae, Dekret Unitatis Redintegratio, Erklärung Dignitatis humanae). Die Verbindlichkeit der Lehren des Lehramtes variieren je nach Autoritätsgrad und Wahrheitskategorie, die den lehramtlichen Dokumenten eigen ist. Mir ist nicht bekannt, daß die FSSPX Glaubenslehren oder Wahrheiten der katholischen Doktrin, die vom Lehramt gelehrt werden, geleugnet hätte.
Die kritischen Bemerkungen betreffen hingegen Aussagen und Hinweise, die die erneuerte Seelsorge in den ökumenischen Beziehungen und mit den anderen Religionen sowie einige Fragen der Klugheit in den Beziehungen zwischen Kirche und Gesellschaft, Kirche und Staat betreffen. Was die Liturgiereform betrifft, beschränke ich mich darauf, die Erklärung zu erwähnen, die Msgr. Lefebvre in einem Brief an Papst Johannes Paul II. vom 8. März 1988 schrieb: „was die Messe des Novus Ordo betrifft, trotz aller Vorbehalte, die diesbezüglich geltend gemacht werden müssen, habe ich nie behauptet, daß diese ungültig oder häretisch sei“. Die Vorbehalte gegenüber dem Ritus des Novus Ordo, die natürlich nicht zu unterschätzen sind, beziehen sich daher weder auf die Gültigkeit der Zelebration des Sakraments noch auf den rechten katholischen Glauben. Es wird daher angebracht sein, die Diskussion und Klärung dieser Vorbehalte fortzusetzen.

Zenit: Aus Anlaß des Jahres der Barmherzigkeit ist durch Papst Franziskus eine Geste der Entspannung erfolgt: Die katholischen Gläubigen können das Bußsakrament auch durch Priester der Bruderschaft empfangen. Was bringt diese Maßnahme mit sich? Sind Sie der Meinung, daß diese Geste konkret einen Dialog wiedereröffnen kann, der seit einiger Zeit festgefahren schien?

Erzbischof Pozzo: Wie ich oben sagte, hat sich der Dialog mit der FSSPX nie festgefahren. Man hat vielmehr beschlossen, ihn auf einer weniger offiziellen und formellen Ebene fortzusetzen, um Raum und Zeit für eine Reifung der Beziehungen auf der Linie einer Haltung des Vertrauens und des gegenseitigen Zuhörens zu schaffen, um ein Klima geeigneter Beziehungen zu fördern, und darin auch theologische und doktrinelle Diskussion anzusiedeln. Der Heilige Vater hat die Päpstliche Kommission Ecclesia Dei seit dem Beginn seines Pontifikats ermutigt, diesen Stil in den Beziehungen und der Begegnung mit der FSSPX fortzusetzen. In diesem Kontext hat die großmütige Entspannungsgeste von Papst Franziskus im Rahmen des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit ohne Zweifel dazu beigetragen, den Status der Beziehungen mit der Bruderschaft weiter zu verbessern, indem er zeigt, daß dem Heiligen Stuhl die Wiederannäherung und die Versöhnung am Herzen liegt, die auch einen kanonischen Bezug haben muß. Ich hoffe und wünsche mir, daß dasselbe Gefühl und derselbe Willen auch von der FSSPX geteilt werden.

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Diözese Triest/Vatican Insider

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat:
Unterstützen Sie bitte Katholisches.info mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht
Feuer und Flamme

Einerseits wäre eine Erklärung zur formellen Einheit überfällig, zumal das Pastoralkonzil als solches keinerlei verbindliche Lehraussagen treffen konnte oder wollte. Andererseits besteht die große Gefahr der Assimilierung. Man hat in Teilen das Gefühl, daß weite Teile der Kirche
im Grunde selbst orientierungslos durch die Zeit irrt. Das wird dann neudeusch als, „auf dem Weg sein“, interpretiert.

fredius
Es wird höchste Zeit, dass die Bruderschaft Pius X. einen eigenen Status innerhalb der katholischen Kirche bekommt. Seit dem Konzil von den kirchlichen Autoritäten wie die Pest gemieden, von den Medien in ein schlechtes Licht gerückt, haben sie doch nichts anderes getan, als das was die Kirche jahrhundertelang gelehrt hat. Als Vorgabe hält man ihnen vor, durch die Bischofsweihen sich außerhalb der Kirche gestellt zu haben. Hätte Lefebvre die Bischofsweihen nicht vollzogen, gäbe es die Bruderschaft nicht mehr. Da Lefebvre spürte, dass seine Kräfte nachlassen und Rom einen Hinhalte-Kurs steuerte, hatte er praktisch keine andere Wahl. Während in der Konzilskirche… weiter lesen »
Tridentinus

Ich traue das Franziskus zu. Der Jurisdiktionsprimat erlaubt es ihm. Zurückweisen könnte es die Piusbruderschaft nicht. Wie sollte man nicht anerkennen, anerkannt zu sein, wenn man stets beasprucht hat, anerkannt zu sein und die Aufhebung der Bruderschaft seit 1975 als unrechtmäßig zurückgewiesen hat? Auch die ursprüngliche Errichtung der Bruderschaft war ja schon durch die „nachkonziliare“ Hierarchie erfolgt.

Natürlich können diejenigen, die eine einseitige Anerkennung durch Rom nicht anerkennen wollen, die Bruderschaft, die anerkannt wird, verlassen und eine eigene Gemeinschaft der Nichtanerkannten formieren.

Jupp

OT. an die Redaktion, vielleicht solltet ihr mal darüber nachdenken, auch auf VK katholische.info zu bringen. Zur Zeit gibt es eine große Wanderung weg von Facebook nach VK. http://vk.com/

Michael Koppe

Ich muss gestehen, dieses Interview mit Erzbischof Pozzi hat mich,teilweise im Widerspruch zu meinen beiden Postings zum vorangegangenen Artikeln, sehr ins Nachdenken gebracht. Es gibt ja anscheinend doch noch RECHTGLÄUBIGE im Vatikan …

defendor

Der Artikel unterstreicht die weiterhin gültige Erklärung von Kardinal Cassidy vom 3.5.1994, seinerzeit Präsident des päpstlichen Rates für die Einheit der Christen. Er hielt fest, dass die Diskussion um die Pius-Bruderschaft als eine „interne Angelegenheit der katholischen Kirche(!)“ angesehen wird:
-
„Die Situation der Mitglieder dieser Bruderschaft ist eine interne Angelegenheit der katholischen Kirche.
Die Bruderschaft ist nicht eine andere Kirche oder kirchliche Kommunität in der in dem Direktorium gebrauchten Bedeutung.“
-

Martin Lauchenauer
Schönen guten Abend 🙂 möchte gerne ein paar Dinge berichten: 1.) Die Schwester meiner Grossmutter Theresia Zürcher-Huber war viele Jahre lang in CH-9202 Gossau SG an der Flawilerstr. 72 Hausdienerin des lokalen Lefebvre-Priesters. Wir nannten sie nur „Tante Gotte“. Ich weiss nicht einmal, wie ihr Vorname war… Sie ist aber schon viele Jahre her auf St. Pelagiberg verstorben http://www.stpelagiberg.ch/. 2.) http://helvetia-catholica.blogspot.ch/2007/10/kleines-kongrehaus-gossau-sg-hauptaltar.html Das „Kleine Kongresshaus“ diente wohl als regionales Zentrum derjenigen, die sich Bischof Lefebvre angeschlossen hatten. Kann mich erinnern, dass wir als Kinder resp. Jugendlich auch schon mal dort waren… (War ja auch nicht sehr weit von uns zuhause). Ich… weiter lesen »
zeitschnur
„Man hat vielmehr beschlossen, ihn auf einer weniger offiziellen und formellen Ebene fortzusetzen, um Raum und Zeit für eine Reifung der Beziehungen auf der Linie einer Haltung des Vertrauens und des gegenseitigen Zuhörens zu schaffen, um ein Klima geeigneter Beziehungen zu fördern, und darin auch theologische und doktrinelle Diskussion anzusiedeln.“ Im Klartext: Heimliche Verhandlungen mit heimlichen Abmachungen zwischen den Clanchefs, die den Gläubigen verschleiert werden. Intransparent also und möglicherweise unannehmbar für viele, die sich jetzt aus der Amtskirche zur FSSPX „flüchten“ oder „geflüchtet haben“. Ein Trauerspiel: Herauskommen wird, dass die Amtskirche die FSSPX einverleibt, erst mit irgendwelchen Versprechungen, die man… weiter lesen »
Gisbert
„Im Klartext: Heimliche Verhandlungen mit heimlichen Abmachungen zwischen den Clanchefs, die den Gläubigen verschleiert werden. Intransparent also und möglicherweise unannehmbar für viele, die sich jetzt aus der Amtskirche zur FSSPX „flüchten“ oder „geflüchtet haben“.“ Was für eine infarme Unterstellung. Wer oder was sind Sie, das Sie sich das Recht herausnehmen so etwas nicht nur zu denken, sondern auch noch schreiben. Ist es Neid, weil Sie zu den Gesprächen nicht eingeladen wurden? Was soll denn passieren? Sie unterhalten sich, die Piusbruderschaft trägt ihre Positionen vor, wie die Jahre zuvor. Da wird es keine Abweichung geben. So wie Lev. gesagt hat, er… weiter lesen »
zeitschnur
Ich habe selten eine dermaßen dumme Argumentation gelesen und dabei auch noch unverschämt… die Frage bleibt trotzdem im Raum: Was ist mit all den Gläubigen, die aus der Amtskirche zur FSSPX geflüchtet sind, eben weil sie es dort nicht mehr ausgehalten haben und das nicht aus subjektiven Erwägungen, sondern aus theologischen, die ihnen noch dazu die FSSPX ja jahrzhentlang auch gepredigt hat? Und was ist mit dem pathetischen Impetus des Gründers, der den ganzen Aufstand nur gemacht haben sollte, um anschließend, nach fast vollendeter Apostasie in der Kirche, deren Exponenten man „ins Angesicht widerstehen muss“, die Gläubigen, die man draußen… weiter lesen »
Martin Lauchenauer
Also die richtige Schreibweise ist „Schellnhuber“… Sorry für die Fehler oben. ****************************************** 6.) Gestern war ich dann praktisch nur unten im Keller des Klosters im sogenannten „Lapidarium“ 2 Stockwerke tiefer als die weltberühmte Stiftsbibliothek. Das Kloster St. Gallen und auch besonders die Stiftsbibliothek sind ja ein UNESCO Weltkulturerbe geworden. Unten im Lapidarium, wenn man reinkommt, gerade links, steht geschrieben, dass „…. dies in der merovingischen Tradition“ wohl geschrieben wurde („Merovinger“ !??? Soll ich dem „Dan Brown“ noch ein bisschen Stoff für einen weiteren Knüller liefern? https://de.wikipedia.org/wiki/Dan_Brown – Dan Brown ist nach meinem Verständnis a) sehr gut informiert und b) ein… weiter lesen »
Thea
Erzbischof Pozzo unterscheidet noch immer zwischen dem „wahren Konzil“ und dem „Parakonzil.“ Das „wahre Konzil“ hat demnach mit der Zerstörung der katholischen Kirche, die wir ohnmächtig und leidend gezwungen sind, miterleben zu müssen, nichts zu tun. Daran ist letztlich Benedikt XVI. gescheitert. An seiner Illusion der „Hermeneutik der Reform in der Kontinuität.“ Es war die Illusion des Theologieprofessors, der die agnostische neuzeitliche Philosophie mit dem katholischen Glauben versöhnen wollte. Seine Motive waren edel, doch sie waren zum Scheitern verurteilt. Wir erleben es tagtäglich: Junge Menschen, die ihr Leben der Kirche weihen wollen als Priester oder als Laien, haben keine Chance,… weiter lesen »
hicesthodie
Die Heimholung der Tradition hat nur dann einen Sinn, wenn damit auch seitens des Lehramtes ein Wille zur Korrektur der falschen Entwicklung erkennbar ist, die die Kirche seit Vat II. genommen hat. Die Hermeneutik der Kontinuität war eine solch erkennbare Korrekturabsicht, die das Abenteuer Heimholung FSSPX als eine logische und zugleich fast notwendige Konsequenz erscheinen ließ. Ja, man konnte gewissen Äußerungen Ratzingers (etwa zur Liturgiereform) sogar eine Fundamentalkritik an Vat. II entnehmen, was zur Vermutung berechtigte, es ginge ihn in Wahrheit um eine Relativierung, wenn nicht gar Überwindung des Konzils selbst, da er als überragender Denker natürlich erkannt haben musste,… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Unlängst war hier in einem Kommentar zu lesen, dass die Piusbruderschaft „nicht alle neuen Messen für ungültig“ halte. Diese Aussage ist mir im Gedächtnis geblieben, weil sie, denkt man darüber nach, Ungeheuerliches beinhaltet. Sie besagt, dass die Konzilskirche keine sicheren Sakramente gewährt. Immerhin ist die Sakramentenspendung einer der Hauptdaseinsgründe für die katholische Kirche, die von ihrem Wesen her sakramental verfasst ist. Nun ist es dem Katholiken verboten, unsichere Sakramente zu empfangen. Eine unsichere Eucharistie birgt die Gefahr des Götzendienstes, denn wenn sie tatsächlich ungültig ist, wird Brot angebetet statt Gott, und das ist Götzendienst. Hat die Piusbruderschaft mit ihrer Behauptung… weiter lesen »
Feuer und Flamme
Insofern die Worte gültig oder nicht gültig überhaupt noch die ganze Problematik abbildet. Längst haben Gläubige selbst, „aus ihrem Gewissen heraus“, ein ungutes Gefühl bei manchen Messen, in der z.B. ein Priester in der Predigt zu erkennen gibt, daß er selbst beim Feiern dieser Messe gar nicht wirklich der Intention der Kirche im Messgeschehen folgt. Selbst, wenn formell gültig zelebriert wird, ist noch immer die Frage, in wie fern steht ein zelebrierender Priester den katholischen Lehrwahrheiten nah oder fern, über die Geheimnisse die in der Messe geschehen, und die Rolle die er darin ausübt? Liegt evt. ein Intentionsdefekt vor? Eine… weiter lesen »
Feuer und Flamme

Zudem wäre zu beachten, daß ja auch zumindest die deutschsprachigen Bischöfe selbst, sich nicht in einem Gehorsamsverhältnis gegenüber der eigenen Tradtion, bzw. sich selbst in einem Oppositionsverhältnis und faktisch in einem Status der Auflehnung gegenüber Rom befinden. Allein
die Richtigstellung/Änderung der Wandlungsworte in „für viele“ wird einfach im offenen Ungehorsam nicht ausgeführt.

Thea
@hicesthodie Obwohl ich keine Anhängerin von Pfr. Hans Milch bin, denke ich, dass er recht hatte, wenn er davon ausging: Die „Wende“, die Rückkehr zum wahren katholischen Glauben, kann nur von einem Papst selbst ausgehen. Und zwar wird dieser Papst dann die ganze Vollmacht, die ganze Autorität, die er kraft seines Amtes als Nachfolger des Apostel Petrus, als Stellvertreter Jesu Christi auf Erden, besitzt, einsetzen müssen, um diese Fehlentwicklungen zu beenden. Die FSSPX und die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften können den Boden bereiten oder für uns, „als Rest“, den Glauben bewahren. Herbeiführen können sie die Wende nicht, auch wenn sie noch so glaubenstreu… weiter lesen »
Thea

Nachtrag: Natürlich bestrafte JP II., aber Kardinal Ratzinger war der zuständige Glaubenspräfekt.

hicesthodie
@Thea: „Die FSSPX und die Ecclesia-Dei-Gemeinschaften können den Boden bereiten“ Ja, das wäre ihre Aufgabe (gewesen). „Nur der Papst, mit seiner ganzen Autorität, die er ausdrücklich in Anspruch nimmt, kann den Irrweg beenden.“ Ja, natürlich. Wenn der Boden bereitet ist. „der einen Hans Küng als einen unter Vielen nicht exkommunizierte“ Sie sagen selbst, er war zu schwach dazu, einfach weil ein Papst oder Glaubenspräfekt des 21. Jh. nicht mehr die Machtfülle wie etwa im 19. Jh. besitzt, es sei denn, er handelte im Sinne oder Auftrag des weltlich-kirchlichen Estabishments. Sie wissen, wer in Kirche und Welt alles hinter Küng steht!?… weiter lesen »
József

„Im Spätsommer 2015 erklärte Papst Franziskus, daß die Absolution durch Priester der Piusbruderschaft für die Dauer des Heiligen Jahres der Barmherzigkeit „legitim und gültig“ ist.“
Ist das so zu verstehen, daß einen Tag nach Ablauf des Heiligen Jahres die Absolution durch Priester der PB nicht mehr gültig ist?
Wenn das so ist, dann ist daß wieder ein Beweis dafür, daß Bergoglio kein Gespür für die Bedingungen der priesterlichen Gewalt hat. Entweder ist die Absolution, sowie auch die weiteren priesterlichen Vollmachten gültig, oder nicht. Heute nein, dann morgen ja, und dann übermorgen wieder nicht? – Das gibt es nicht.

hicesthodie

Sie haben ganz recht, es verbietet sich, mit dergleichen zu spielen!

Leo Laemmlein
Doch, József, beim Beichtsakrament verhält es sich m.W. so. Hier geht es nicht nur um Erlaubtheit-Unerlaubtheit bei unbeschadeter Gültigkeit, wie bei anderen Sakramenten, sondern um Gültigkeit als solche, die nur besteht, wenn der zuständige Hierarch dem Priester die Erlaubnis erteilt, Beichte abzunehmen und Absolution zu erteilen. So wurde von den kirchlichen Autoritäten nie die Gültigkeit der Messfeiern bei der Piusbruderschaft in Frage gestellt, diese galten nur als unerlaubt und die Zelebration und Teilnahme daran deshalb als sündhaft (von Ausnahmen abgesehen), aber das Bußsakrament galt als ungültig, da ohne Erlaubnis der Kirche praktiziert. Wie solches Herumhantieren mit den Sakramenten auf die… weiter lesen »
Feuer und Flamme

Über diese ganzen doktrinellen Fragen macht Franziskus I. m. E. nach doch sowieso einen Haufen. Sie interessieren ihn schlicht einfach gar nicht.

Marienzweig

So sehr ich mir eine Versöhnung wünschen würde – doch der Preis für die Eingliederung der Piusbruderschaft in die offizielle Kirche wäre sehr hoch: Identitätsverlust.
Kann die FSSPX das wirklich wollen?

Tridentinus

Ein Werk der Kirche kann durch institutionelle Eingliederung in die Kirche keinen Identitätsverlust erleiden.

Marienzweig

@Tridentinus
Nur ein Beispiel:
Die offizielle Kirche sieht alles rings um die Kommunion mehr oder weniger nur noch als Mahl an, die Bruderschaft die hl. Messe jedoch als Opfer Christi.
Dies zu bewahren ist Teil ihrer Identität.

hicesthodie

Wenn es sich bei der Eingliedernden nun aber um eine Afterkirche handelt?

zeitschnur

Die Frage, ob es sich um die „Afterkirche“ handelt, kann man, muss man angesichts der Zustände dort stellen.

Ich finde demnach auch doe Vorstellung, die „Tradition“ möge doch so bald wie möglich „in die Kirche zurückgeholt werden“, wie man manchmal lesen kann, seltsam.

Was ist das für eine Kirche, die diese Tradition gar nicht mehr in sich trägt?

hicesthodie
Nun, zeitschnur, ich glaube, dass in dieser Afterkirche totz allem die wahre Kirche Jesu Christi west, geschlagen und geschunden zwar, wie der Herr am Kreuz, aber doch ganz alternativlos die wahre Kirche Jesu Christi. Und ich denke, auch Lefebvre hat das nie anders gesehen. Als er die FSSPX gründete, „damit die Kirche fortbestehe“, war er sicher – trotz mancher harter Urteile in Folge – bis zuletzt nie der Auffassung, dass in der FSSPX selbst die wahre Kirche fortlebe, sondern sah die Bruderschaft vielmehr als Hüterin der Überlieferung, die sie dieser Kirche bewahren solle, damit diese zu gegebener Zeit gesunde. Deshalb… weiter lesen »
zeitschnur
Das ist eine verbreitete Ansicht – das mit dem geschlagenen und wesenden Herrn in der „Afterkirche“. Daran überzeugt mich aber mehrerlei nicht: 1. In irgendeiner Weise muss ja diese sichtbare Kirche den Herrn noch darstellen – und zwar positiv, nicht in der Negation. 2. Nun ist uns seit Jahrhunderten gepredigt worden, dass sich in der Hierachie bald die Engelshierarchie oder im Papst gar der Herrgott selbst darstelle und die Laien einfach nur zu gehorchen haben, samt den Bischöfen übrigens, deren Status nach dem Vat. I endgültig in den Keller gerutscht ist hin zu bloßen Geistempfängern aus Rom, die administrativ und… weiter lesen »
Thea
@hicesthodie Weitgehend stimme ich Ihnen zu. Doch erlauben Sie mir einen Hinweis: Von unserem Glauben aus gesehen stammt die Machtfülle des Papstes von Jesus Christus. Sie ist untrennbar mit seinem Amt verbunden. Niemand kann sie ihm nehmen, wenn der Papst es nicht will. Wenn er den Preis bezahlen will, d.h. Verfolgung und/oder Martyrium. Doch dafür muss die Zeit reif sein. Ich denke, Kardinal Ratzinger/Benedikt XVI. wurde medial sehr verfolgt. Vielleicht waren es die Kardinäle leid, sie wussten wahrscheinlich, mit Bergoglio würde in dieser Hinsicht eine Entspannung einkehren. - Das Personalordinariat wäre die einzig denkbare erfolgversprechende Lösung gewesen. Doch Benedikt XVI.… weiter lesen »
hicesthodie
Nunja, wenn man diese Machtfülle mystisch betrachtet, dann ja. Ich denke, dass die Kirche massiv gedrängt wird, sich der neuen Weltordnung anzudienen. Entweder ihr macht mit, oder wir werden Euch vernichten.. vielleicht gibt es sogar welche in der Kirche, die da gerne und aus Überzeugung mitmachen. Ich denke, der weltweit orchestrierte Hype um die kirchlichen Missbrauchsfälle war bspw. so ein deutliches Warnsignal an die Kirche. Kann sein, dass Ratzinger, vor die Wahl zwischen Skylla und Charybdis gestellt, an einen Punkt kam, an dem er sich sagte, da kann ich guten Gewissens nicht mehr mitmachen oder für sich persönlich keinen Handlungsspielraum… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Nach meiner Vermutung fiel die strategische Grundentscheidung für den geänderten Kurs der Kirche seit Vatikanum 2 irgendwann gegen Ende des Pontifikats von Papst Pius XII., ob mit oder ohne seine Zustimmung ist letztlich unerheblich. Ich glaube kaum, dass das 2. Vatikanum wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam – unerwartet kam es nur für die meisten Katholiken. Gründe für meine Vermutung: 1. die Unbeirrbarkeit, ja Sturheit, mit der dieser Kurs auf Biegen und Brechen seither von allen Päpsten eingehalten wird (möglicherweise mit Nachhilfe: siehe die Kriminal-Hypothese vom Doppelpapst Paul VI.; der plötzliche Tod Papst Johannes Pauls I.; der Amtsverzicht Papst… weiter lesen »
piux

Vielleicht ist gerade der Umgang Roms mit den Franziskaner der Immakulata ein Wahrnhinweis der Göttlichen Vorsehung; so hätte zumindest diese Verfolgung und Verleumdung einen Sinn! Die Gegensätze zwischen der Konzilskirche und der FSSPX waren nie so groß, wie in diesem Scheinpontifikat. Bedenkenswert wäre das allemal, wenn es gerade unter einem „Papa dubius, (Papa nullus)“ zu einer Einigung käme. „Seid nüchtern und wachsam! Euer Widersacher, der Teufel, geht wie ein brüllender Löwe umher und sucht, wen er verschlingen kann.“ (1 Petr 5,8)

michael

Die FSSPX repraesentiert die unverkuerzte Weitergabe des katholischen Glaubens.
Wenn sich jemand eingliedern muss dann Rom.
Solange aber ueber das Konzil und die schlimmen Erklaerungen nicht diskutiert weren, sowie der NOM auf den Muell geworfen wird, ist doch der Vorgang rein kosmetisch.
Franz so denke ich, weiss ueberhaupt nicht wofuer FSSPX steht.
Es duerfte ein teuflischer Winkelzug von Kasper und Co. sein, die FSSPX unbedingt vernichten wollen.

Franzel
Wenn man sich die vielen guten Kommentare und Informationen hier durchliest, dann muß man sehr schwarz sehen für die Kirche; allerdings soll man die ganze Freimaurerei und Logentätigkeit auch nicht über die Maßen bewerten. Dann ist die Kirche im Innern unheilbar krank und zwar schon lange. Und das hat nur unmittelbar mit dem 2.Vat. Konzil zu tun m.Er. Da war schon zuvor vieles faul. So gesehen sind manche (nicht alle) Ansprüche der Piusbruderschaft von selbst vernünftigermaßen nicht wahrheitsgemäß und zukunftsfähig, weil die Diagnose nicht ganz stimmt. Was nützt es manch alten, schon in der Zeit vor dem Konzil geschmacklosen Brei… weiter lesen »
Makariel
„De Galaretta betonte die Richtigkeit des entschiedenen Handelns des Generaloberen der Bruderschaft, Bischof Bernard Fellay, der auf die Präambel der Glaubenskongregation umfassend geantwortet habe, was die Bruderschaft sei, was sie lehrt, was sie tut, was sie nicht tut und auch was sie nicht zu tun bereit sei.“ Bischof Fellay hat vielmehr die in der Doktrinellen Präambel enthaltenen unannehmbaren Forderungen angenommen und für richtig erachtet. Alles was darin enthalten ist, wurde doch bereits von Bischof Fellay anerkannt, zugelasssen und akzeptiert: Die „Konzilspäpste“ wurden darin als rechtmäßige Autoritäten anerkannt, ferner das Konzil, wenn es „im Licht der Tradition“ interpretiert wird, die Neue… weiter lesen »
Franzel

Herzlichen Dank für Ihre Informationen.

carlo
Ich schließe mich den konzisen Kommentaren und Begründungen von Tridentinus oben wie auch im anderen Thread voll an. Einer Anerkennung durch die Kurie zu diesen Bedingungen, nämlich keinen, kann sich ein kirchliches Werk, das nie eine Sedisvakanz behauptet hat, tatsächlich nicht verschließen. Gemäß Mgr. de Galarreta wird sie das auch nicht, wie umgekehrt Franziskus – erstaunlich genug – schon in Buenos Aires bewiesen hatte, keine Zweifel an der Zugehörigkeit der Priesterbruderschaft zur Kirche haben. Sollten da Kardinal Müller, Mgr. Pozzo oder andere nochmals mit einem Katalog dessen oder ähnlichem aufwarten, was Mgr. Fellay schon mal zurückgewiesen hatte, wird der barmherzige… weiter lesen »
zeitschnur
Über soviel pragmatischen Optimismus kann nun ich nur staunen…aber naja, vielleicht werden Dogmen ja doch auf dem Bolzplatz verhandelt, verspielt und wieder gerettet … Übrigens: Das musikalische Vorzeichen „B“ hat mit Dur und Moll nix zu tun. Die Kirchentonarten sind alle Molltonarten (Dorisch, Phrygisch etc.) und das Dur mag man als alteriertes Moll auffassen… Die Vorzeichen (Kreuz/B) werden nach der Systematik der Leitern gesetzt und nicht nach einem Willen, etwas zu erhöehn oder zu erniedrigen. Das folgt rein theoretischen Notwendigkeiten… auch wenn die Bs im Geruch stehen, gedrücktere Stimmungen zu verbreiten, insbesondere Geiger, die lieber Kreuztonarten spielen…(ist ein Witz) Infos… weiter lesen »
carlo

Danke für die Musiklektion, Gnädigste. Aber nachdem Sie mir unlängst schon die Jeans vergällt haben („primitive Arbeitsklamotten!“), müssen Sie mir nun nicht noch mein simples, aber hart erarbeitetes Musikweisen-Zuordnungsverständnis madig machen!

zeitschnur

Was, Sie tragen keine Jeans mehr, bloß weil ich sie nicht besonders gouttiere (ich habe aber auch eine, allerdings von einem schwedischen Designer, der sie nach marokkanischen Modellen umgebaut hat http://www.geppebba.com/shop/drop_crotch_trousersmod8_denim/ – das hat dann wieder was.

Ich mach Ihnen gar nix madig, sondern erweitere Ihr Musikwaisentum zur Musikweisheit. Ist doch auch was wert, hein?

Marienzweig
@carlo Als ich vor ca. 12 Jahren als Folge eines schlimmen Autounfalls Umkehr erfahren durfte, war ich einfach überglücklich. Mein intensiver Wunsch war weniger, viel über Kirchengeschichte zu lernen, sondern den wiedererlangten Glauben zu vertiefen. Aus dieser Zeit entstanden Bindungen, es gab Menschen, die mich auf dem Glaubensweg begleitet und unterstützt haben. Ich habe dann auch begonnen, im Kirchenchor mitzusingen und tue dies heute noch mit Herzblut. Solche Bindungen kann und will ich nicht von heute auf morgen abstreifen und muss es auch nicht. Es wäre undankbar! Ich besuche gerne die hl. Messe der Bruderschaft. Der Unterschied zur üblichen Eucharistiefeier… weiter lesen »
Franzel

Machen Sie ruhig weiter, so wie der Geist es Ihnen eingibt liebe Marienzweig. Papst Benedikt spricht ja von den 2 Formen des römischen Ritus.
Sonntags gehe ich immer zur Tridentinischen Messe- das kann kaum anders sein, da die andere oft zu viele Defizite aufweist mitsamt manchem Aktivismus-, aber werktags besuche ich auch die sog. neue Messe. Das ist auch kein Problem, sondern für mich ergänzem sich beide Formen.

Adrien Antoine
@carlo Unserem Schäferhund kann man schwerlich „eine kirchliche Haltung“ zuschreiben. Er ist jedoch viel besser katholisch als viele Prälate und großmundige Menschen- er hat nämlich noch nie etwas Schädliches gegenüber den Glauben getan, sondern sich für den Lebensunterhalt von vielen einfachen gläubigen Menschen sehr verdient gemacht. Der letzte Absatz Ihres Postings ist unter jedem Niveau. Es zeugt schon von großem Hochmut und intellektueller Allwissenheit suchende Christen in verwirrende Zeiten „unsichere Kantonisten“ zu nennen, auch noch „Riechsalz und ein Taschentuch“ zu bemühen (Salmiak ist übrigens schon lange aus der Mode) und die FSSPX als „Fallback“ zu benennen (ich habe erst noch… weiter lesen »
zeitschnur

An der Haltung, die die von @ Carlo im letzten Absatz Angesprochene gelegentlich kundtut – eigentlich der sichtbaren Kirche verpflichtet sein, aber empfinden, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht und daher Schutz und Zuflucht bei der FSSPX zu suchen:

Das meinte ich oben. Gehen diese Leute zur FSSPX, um am Ende auf langen Umwegen wieder dahin geführt zu werden, woraus sie sich geflüchtet hatten?

Nennen wir die FSSPX für manche meinetwegen ein Refugium (trotz all meiner sonstigen Kritik-Punkte et. etc.) – diees Refugium wäre dann weg.

carlo

Adrien Antoine: Ich gehe davon aus, dass Sie sich aus – hier vielfach bezeugter – persönlicher Sympathie und langjähriger Verbundenheit ex kathnet äußern. Ich finde dies nicht unsympathisch und kann damit gut leben.
Im übrigen zähle ich darauf, dass Sie künftig wieder spätnachts posten und so zu alter Sachlichkeit zurückfinden.

Marienzweig

Adrien Antoine!
DANKE!

unwichtig
Ist es nicht eigentlich ganz einfach? Die FSSPX wurde ja damals kanonisch errichtet. Dann wurde sie verboten. Bekanntlich wird jedoch seitens der FSSPX argumentiert, dieses Verbot sei wegen Formfehlern nichtig. Wenn nun im Vatikan eine Kommission diese Argumentation prüfen würde und zu dem Schluß käme, dass das Verbot nur ein scheinbares war, aber doch nicht wirklich bestand, so wäre die FSSPX wieder in jenem kanonischen Status, den sie am Tag vor dem unwirksamen Verbot hatte. Ich schätze, wenn der Papst möchte und diesen Wunsch vorher intern bekundet, dass so ein Formfehler von dieser noch fiktiven Kommission gefunden werden soll, dann… weiter lesen »
Marienzweig

Franzel 29. Februar 2016 um 19:49

Vielen Dank für Ihre Ermunterung, lieber Franzel!
Ähnlich wie Sie halte auch ich es.
Da wegen der Neubildung der SE unter der Woche sowieso kaum mehr hl. Messen in unserem Dorf gefeiert werden, nutze ich gern diese wenigen Gelegenheiten und gehe hin. Vor allem, wenn unser Kaplan die Meßfeier zelebriert. Bei ihm bin ich sicher, dass er die richtige Intention hat.
An eines glaube ich sowieso ganz fest:
Wenn wir selbst mit möglichst lauterem, aufrichtigem Herzen die hl. Messe mitfeiern, wird Jesus Christus wohl keinen Unterschied machen, welchem Ritus wir beiwohnen.
ER sieht unseren guten Willen. Darauf baue ich!

Franzel

Auch Ihnen ein Dankeschön liebe Marienzweig.
Ja, Gott sieht auf das Herz. Und wenn man sich konzentriert und mit dem Herzen bei den Texten ist und dann der Opferfeier, dann ist auch die Neue Messe kein Problem in der Regel, aber es kommt sehr auf den Priester (was man da alles erleben kann!)oder auch die Gemeinde an. Und diese Probleme gibts ja bei Tridentinischen Messe gar nicht und auch keine manchmal zweifelhaften Fürbitten und Auslassungen.
Ich würde mir wünschen, daß die Tridentinische Messe wieder in der Kirche zur Regel wird.

Reichsrömer
Bei aller Diskussion ob es richtig oder falsch ist, daß die FSSPX das Angebot einer durch und durch häretischen Hierarchie annehmen, und somit Teil dieser Hierarchie werden soll, deren Haupt Franziskus einen geradezu pathologischen Haß auf alles hat, was mit der Tradition der vorkonziliaren Kirche zusammenhängt, kann ich nur sagen, daß dies ein fataler Fehler wäre. Seit nunmehr 38 Jahren bin ich der FSSPX tief verbunden, und habe ihren heroischen Kampf schon seit deren Anfängen, Anfang der 70er Jahre mit viel Sympathie begleitet. Daher bin ich der festen Überzeugung, daß die kanonische Anerkennung durch diesen Papa haereticus katastrophale Folgen für… weiter lesen »
wpDiscuz