Christliches Ehepaar in Pakistan wegen Beleidigung des Islam zum Tode verurteilt

Shafqat Emmanuel Masih und Shagufta Kausar
Shafqat Emmanuel Masih und Shagufta Kausar: das christliche Ehepaar wurde wegen Beleidigung des Islam zum Tode verurteilt

(Islamabad) In Pakistan wurde ein christliches Ehepaar wegen Beleidigung des Islams zum Tode verurteilt. Shafqat Emmanuel Masih und seine Frau Shagufta Kausar stammen aus Gojra im Punjab und sind Eltern von vier minderjährigen Kindern.

2013 wurden sie vom örtlichen Imam, Mohammed Hussain, angezeigt, weil ihm Shafqat Emmanuel vom Mobiltelefon seiner Frau Shagufta ein SMS gegen den „Propheten“ Mohammed geschickt haben soll.

Das Geständnis und das Todesurteil

Shafqat Emmanuel ist teilweise gelähmt. Von der Polizei am 21. Juli 2013 verhaftet, legte Shafqat Emmanuel zunächst ein Geständnis ab. Wie er später erklärte, sei er von der Polizei schwer mißhandelt worden. Als Grund für sein Geständnis nannte er diese Gewalt und die Angst, daß seiner Frau das Gleiche widerfahre, wenn man ihn nicht als Täter überführen könne. Dennoch wurde auch seine Frau wegen „Komplizenschaft“ verhaftet, da die Nachricht von ihrem Mobiltelefon verschickt worden sei.

Daß die Eheleute Analphabeten sind und damit die SMS-Nachricht gar nicht geschrieben haben können, ja zum Zeitpunkt der angeblichen Tat nicht einmal ein Mobiltelefon besaßen, störte weder Polizei noch Richter. Shafqat und Shagufta wurden aufgrund des berüchtigten Blasphemie-Gesetzes zum Tode verurteilt.

Am 5. März wird vor dem Obersten Gerichtshof in Lahore einen Eilantrag verhandelt. Wegen des angeschlagenen Gesundheitszustandes drängen die Rechtsanwälte auf eine Enthaftung Shafqats, weil im Gefängnis nicht die nötige medizinische Versorgung gewährleistet werde. Der von der christlichen Gemeinschaft gestellte Rechtsbeistand versucht damit das Verfahren offen zu halten. Gelöst wird es damit nicht.

Berüchtigstes Blasphemiegesetz

Das Ehepaar Masih, Angehörige der kleinen christlichen Minderheit, Analphabeten und mittellos, gehört zu den „leichten Opfern“ des 1986 eingeführten Blasphemiegesetzes, worauf Bürger- und Menschenrechtsorganisationen seit Jahren hinweisen. Was genau den Islam beleidigt, ist dehnbar und läßt großen Spielraum, wird aber mit lebenslanger Haft oder dem Tod bedroht. Die Anklage wegen Blasphemie eignet sich daher als besonders gefährliches Druckmittel gegen Angehörige von Minderheiten, deren Aussage vor Gericht ohnehin weniger zählt.

Die bekannteste Gefangene Pakistans wegen Beleidigung des Islams ist Asia Bibi, die fünffache katholische Mutter, die seit 2009 im Gefängnis sitzt und auf ihre Hinrichtung wartet.

Vorsitzender des Rates der Islamischen Ideologie: „Gesetzesänderung denkbar“

Bisherige Bemühungen, das Blasphemiegesetz abzuschaffen oder zumindest abzuschwächen, scheiterten am Widerstand islamischer Organisationen. Die pakistanische Regierung befürchtet innere Unruhen und sieht durch eine Änderung des Gesetzes oder die Freilassung von Asia Bibi ihre eigene Existenz gefährdet. Persönlichkeiten, die öffentliche eine Änderung gefordert hatten, bezahlten ihren Einsatz mit dem Leben, darunter der katholische Minderheitenminister Shahbaz Bhatti und der moslemische Gouverneur des Punjab Salman Taseer.

Vor zwei Wochen zeigte Maulana Muhammad Khan Sherani, der Vorsitzende des Council of Islamic Ideology (CII), einem Verfassungsorgan, das Regierung und Parlament zu islamischen Fragen berät und damit eine der bedeutendsten islamischen Institutionen des Landes, eine gewisse Bereitschaft zu einer Änderung des Blasphemiegesetzes.

Der katholische Bischof von Lahore, Sebastian Shaw, sprach von einer „Hoffnung“. Bischof Shaw erinnerte daran, daß das Blasphemiegesetz „mißbraucht wird für andere Zwecke und vielen Pakistanern, Christen wie Moslems, und allen Religionen Schaden zufügt, indem es ungerechterweise das Leben vieler unschuldiger Menschen zerstört.“

Text: Giuseppe Nardi
Bild: AsiaNews

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18 Comments

  1. Es ist bedauerlich, dass von Seiten der europäischen Politik das Schicksal der Christen in zahlreichen Ländern kaum wahrgenommen wird. Auch die deutschsprachigen Bischöfe lassen da so gut wie kein Engagement erkennen.

  2. Das wird in unseren Richtungsmedien natürlich nicht im Stundentakt gebracht. Was nicht in den Plan der Herrschenden paßt, ist keine Nachricht wert. So schlimm ist das.

  3. Eine einzige Blasphemie ist der Phantom-“Gott Allah“ samt seiner „Lehre“!

    Dieser ist ein alleine vor sich hin dümpelnder, rachsüchtiger und nachtragender „Herrscher“, fordert gar auf zu Gewalt und Tötung….
    behandelt seine Anhänger wie eine Beute.
    Keine Gnade und schon gar keine Erlösung !
    Es ist das Charakteristikum des Dämons, dessen Wesen nun ewiger Hass in hoffnungsloser Einsamkeit ( denn in der Hölle ist jeder des nächsten Feind) , ewige Rachsucht, ewige Zerstörungswut ist….

    Nicht eine einzige Sure im Irrlehrenbuch Koran bezeichnet „Allah“ als Liebe !
    Von keinem Moslem ist zu vernehmen, dass er „Allah“ liebe !!!!!
    „Allah“s Interesse an seiner „Beute“ ist aber alles andere als Liebe…..
    es ist die Unterwerfung und Beherrschung !

    Nachfolgend zwei Berichte von Konversionen von der Irrlehre Islam zum christlichen Glauben, die Obiges gleichsam unterstreichen.
    (Entnommen aus einer Seite der Petrus-Bruderschaft; „kath-info.de“)
    -

    Ein sich opfernder Gott

    „Ich suchte einen Gott, der Interesse an mir hat.
    Doch im Islam gibt es keinen Gott, der sich eine liebevolle Beziehung zu den Menschen wünscht.
    Als ich dann hörte, dass Jesus sich für mich geopfert hat, damit ich ewiges Leben und eine Beziehung [orange]zu Gott haben kann hat mich das total berührt.
    Ich fühlte, dass das der richtige Weg sein musste, dass Jesus nicht nur ein Prophet war.

    Der 18jährige Oguzhan Icli in seinem Artikel Wie ich vom Islam zu Jesus fand, in: idealisten.net Magazin Nr. 2/2012, S. 9.

    Kind oder Sklave?

    So begann ich, im Neuen Testament zu lesen.
    Dabei begeisterte mich, dass es – im Gegensatz zum Koran – nicht so viel um die Ungläubigen ging und was mit ihnen passieren wird.
    Es ging darum, dass Gott ein Vater ist und dass die Menschen, die an ihn glauben, seine Kinder sind.
    Das war ein krasser Gegensatz zu der Angst, die ich vor Allah hatte.
    Im Islam bist du ein Sklave Allahs.

    Die Pakistanerin Sabatina James, die mit 18 vom Islam zum Christentum konvertierte, zitiert im Artikel von Simon Jahn Bis zur letzten Konsequenz, in: idealisten.net Magazin Nr. 2/2012, S. 16.

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    Dazu noch einmal die Schilderung eines Bildes,
    auf dem eine moslemische Konvertitin zu sehen ist, die vor einem Kruzifix kniet; darunter steht:
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    „So einen Gott habe ich mein ganzes Leben gesucht“

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    • Das ist ein durchaus lesenswerter Kommentar, der die Dinge beim Namen nennt. Was ist denn der Islam ? Für einen gläubigen Christen ist es eine Irrlehre. Blasphemie ist zutreffend angesprochen worden.

  4. Manchmal kann man sich überfordert fühlen von all diesen Nachrichten, denn was soll man machen?
    Früher, vor SMS, 24-hour-television, 1000 Intenet-Plattformen und was sonst noch, hätte man solche Sachen einfach nicht erfahren.

    Ja, so ist es, wenn der Islam herrscht. Ja. Aber ich bin inzwischen desillusioniert genug, um zu wissen, dass es unter einer katholischen Herrschaft ähnlich aussehen könnte, ganz einfach weil es immer wieder so ausgesehen HAT und auch heute entsprechende Personen am Wirken sind, wie wir alle sehen.
    Der Islam ist die Fratze des real existierenden Katholizismus in vielen historischen Phasen, ein permanentes Mahnmal der Sünden in der Kirche.

    Was ich mache?

    Ich bete jeden Tag für alle, die wegen eines echten (nota bene: eines echten, ECHTEN Zeugnisses für Jesus Christus) dessen Kreuzweg gehen und für ihre Peiniger, dass sie sich bekehren können.

    • Dsa ist eben nicht wahr. Nehmen wir uns das deutsche Hochmittelalter, die katholischste Zeit unserer Geschichte. Können Sie sich vorstellen, daß ein Ehepaar wegen eines antichristlichen Briefes zum Tode verurteilt worden wäre? Nein, auch die Inquisition hätte das nicht gemacht, schon deswegen, weil diese für Andersgläubige nicht zuständig war.
      Der Islam ist eine Machtreligion, es geht um die Macht Allahs und die Unterwerfung unter denselben. Dazu kommt, daß eine objektive Justiz sich in islamischen Ländern nie entwickeln konnte.

      • Das ist auch richtig. Ich glaube aber schon, daß ein Gutteil des Verve, mit dem der Islam in katholischen Kreisen gehaßt wird, dem Umstand entspricht, daß er uns den Spiegel vorhält. Da ist Scham und Selbsthaß mit drin. Man bekämpft den Islam auch stellvertretend für (abgespaltene) Anteile seines eigenen Ichs, die man gerade in der modernen Welt nicht ausleben darf und kann.

      • Lieber Wolfgang Franz,

        das kann ich mir nicht nur vorstellen, sondern all diese Dinge sind ungezählte Male durch die Kirche passiert!
        Ich würde mich hier nicht am Begriff „Andersgläubige“ aufhängen. Denn der Islam verführe mit einem Muslim genauso, wenn er Lust drauf hat.

        Ein Beispiel: der Musiker Fazil Say wurde in der Türkei wegen angeblicher Beleidigug des Islam/Gotteslästerung verurteilt – er ist aber selbst Muslim. Erste Infos dazu hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Faz%C4%B1l_Say

        Im Prinzip verfuhr man im Abendland mit Leuten, die man für Häretiker hielt, nicht anders, als es uns der Islam vorführt. das Todesurteil war ihnen sicher. Wenn Sie sich lehramtliche Texte durchsehen, war das teilweise dermaßen radikal und abartig, dass Päpste durchaus die Kirche dazu aufforderte, jeden, der als Häretiker entlarvt wurde, zu jagen und zu hetzen und vor Gericht zu stellen, auch Könige, Kaiser, Bischöfe und wenns sein muss Päpste, etwa in der Bulle „Cum ex apostolatus officio“ (https://gloria.tv/?media=394504)

        Und selbst einer, der bereut und abschwört, soll für immer als Ausgestoßener behandelt werden. Bitte lesen Sie nur beherzt mal diese komplette Bulle – und solche hasserfüllten Schreiben gibt es zuhauf aus der Feder von Päpsten. was das klerikale Fußvolk teilweise an furchtbaren Texten verfasst hat, wwill ich gar nicht weiter aufführen. Es steht jedenfalls dem Islam in nichts nach. Und dieser schreckliche Geist erklärt uns auch die hohe Aggressivität unter Traditionalisten, denn das hat ja eine lange Traditionslinie…

        Im byzantinischen Osten verstümmelte man von Anfang an Leute, die man als Ungläubige oder sonstwie Kriminelle ansah. Es wurde Nasen abgeschnitten, Zungen, Hände abgehackt und vor allem die Augen ausgestochen. Das alles haben Christen gemacht, bevor es den Islam gab. Und teilweise trafen solche Verstümmelungen Personen, die als Häretiker oder bloß „Ungehorsame“ gejagt wurden, aber die wahren Gläubigen waren, etwa Maxim der Bekenner ist so ein Fall: Man schnitt ihm die Zunge heraus und hackte ihm eine Hand ab, weil er gegen das kaiserliche Edikt verstieß, NICHT mehr gegen den Monotheletismus anzutreten: http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/audiences/2008/documents/hf_ben-xvi_aud_20080625.html

        Das ist die Fratze der finsteren Kräfte in der Kirche! Und der Islam hat sensibelst all das aufgegriffen, was in der Kirche entgleist ist von Anfang an.

        Dieses Problem wurde allerdings in der Kirche auch immer wieder ausgesprochen, wiederum von anderen Päpsten, Heiligen und Klerikern und etwas anderes vorgelebt. Doch wie viel ist davon wirksam oder gar ein Vorbild?
        Die einen führen sich wilde Bestien auf und halten sich für die Verfechter dessen, was sie in der Verwirrung für die wahre Lehre halten, die andern haben resigniert und sagen: Rutscht uns doch den Buckel runter, all das Gekeile um wahren Lehren bringt doch nur Verrzweiflung und Not über die Menschen – es isr dringend eine Beruhigung nötig.

        Die Grausamkeit, wie man aus religiösen Gründen viele Menschen in Europa hingerichtet hat, ist bestürzend. Und die Hinterhältigkeit, mit der man dabei verfuhr, ist ebenfalls bestürzend. Wenn ich mir alleine überlege, dass man in Konstanz zwischen 1414 und 1418 mindestns 20 Häretiker grausam ermordete, wo doch die Herren Sorbonne-Theologen selbst immer wieder am Verlust der Rechtgläubigkeit entlang schlitterten und wo mit dem Konzil und seinen Geistlichen auch hunderte von Prostituierten in die Stadt kamen, dann beschämt mich das alles zutiefst und ich kann nicht so tun, als sei nur der böse Islam so. Nein: auch wir sind und waren so.

        Jesus aber war niemals so.

        Definitiv war der Herr NIEMALS so – und das kriege ich nicht zusammen.

      • @Zeitschnur:
        „Definitiv war der Herr NIEMALS so – und das kriege ich nicht zusammen.“
        Natürlich war der Herr niemals so. Der war ja auch Gott (und Mensch natürlich). Der hatte diese Probleme nicht.
        In dem Moment, als die Apostel beschlossen, nicht nur eiune philosophische Schule zu bilden, sondern eine organisierte Gemeinschaft mit allem Dazugehörigem, begann der Weg zu Staatskirche, Inquisition und Kirchensteuer. Und das war so, weil der Mensch nunmal so ist, wie er ist, und weil es sonst eben kein christliches Europa gegeben hätte. So ist die Welt, und wer sich auf sie einlässt, muß das einrechnen.

      • Lieber Wolfgang Franz

        Mit genau demselben Argument treten übrigens radikale Muslime auf! Sie sagen im Grunde damit unverblümt, dass die Kirche nicht der Leib des Herrn sein kann, weil der Mensch dazu nicht in der Lage sei – das ist aber nicht mehr katholisch! Sie gestehen damit dem Widersacher die Herrschaft zu.
        Das Schriftwort Jesu und der Apostel steht Ihnen jedenfalls diametral entgegen und ich bitte Sie sehr herzlich, das doch noch einmal zu bedenken:

        Lassen Sie uns doch hören, was der Herr sagte:

        „25 Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun.
        26 So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener;
        27 und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht,
        28 so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele.“ (Mt. 20)

        Und wie, frage ich Sie weiter, ist es zu verstehen, dass der Herr dies sagt:

        „Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan?
        23 Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!“ (mt. 7, 20 f)

        Es werden „viele“ sein, die dieses Urteil empfangen werden, und es müssen Leute sein, die Autorität hatten oder sich angemaßt haben, und ihr Hauptgeschäft war es, „die Dämonen auszutreiben“, Wunder zu tun und zu weissagen bzw. was sie dafür hielten.

        Treffen Sie solche Worte nicht ins Mark?
        Sie sind doch zum Fürchten, wenn man sie versteht in ihrem tiefen Sinn.
        Muss da nicht jeder alles tun, um am Ende nicht weggewiesen zu werden, indem er eben doch diesen geringen Weg geht und nicht gewalttätig auftrumpft und eben nicht so ist, wie alle Welt, eben „wie der Mensch ist“
        Und stimmt das nicht auch mit der Apostellehre überein?

        Hat nicht der Hl. Petrus gesagt:

        „2 Sorgt als Hirten für die euch anvertraute Herde Gottes, nicht aus Zwang, sondern freiwillig, wie Gott es will; auch nicht aus Gewinnsucht, sondern aus Neigung;
        3 seid nicht Beherrscher eurer Gemeinden, sondern Vorbilder für die Herde!2
        4 Wenn dann der oberste Hirt erscheint, werdet ihr den nie verwelkenden Kranz der Herrlichkeit empfangen.
        5 Sodann, ihr Jüngeren: ordnet euch den Ältesten unter! Alle aber begegnet einander in Demut! Denn Gott tritt den Stolzen entgegen, den Demütigen aber schenkt er seine Gnade.3
        6 Beugt euch also in Demut unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöht, wenn die Zeit gekommen ist.“ (1. Petr. 5)

        Wozu sollten diese Worte gesagt sein, wenn sie aufgegeben werden können im Moment der Institutionalisierung, weil der Mensch halt ein Sünder ist und die Sünde folglich ungebremst unter Missbrauch des Apostelamtes wirken darf?

        Wie wollen Sie Ihre Position damit in Einklang bringen, dass die Kirche die makellose Braut Christi sein soll bzw. der mystische Leib Christi, wenn sie gar nicht, ja gerade das Gegenteil oft von dem ist, was der Herr ist?

      • Hören Sie doch damit auf @zeitschnur, irgendwelche garstigen Krümel aus der Geschichte der Christenheit herauszupicken (die finden sich in der langen Menschheitsgeschichte in allen Religionen und Völkern), um uns mit dem Islam auf eine Stufe zu stellen: „auch wir sind und waren so“. Das ist definitiv nicht so. Das Christentum ist mit dem Islam unvergleichbar. Müssig das hier zu entfalten. Und wenn Sie davon nicht lassen können, dann lassen Sie bitte nicht ausser acht, dass das alte Testament und somit das Judentum mit seiner Auge-um-Auge-und-Zahn-um-Zahn Moral nach Ihrer Lesart dem Islam noch viel näher steht!

      • „Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“ (Lk. 9, 23)

    • Liebe Zeitschnur.

      Das sind verschiedene Ebenen. Abfall vom Glauben wurde im Mittelalter auch in Europa (außerhalb der Länder des Deutschen Ordens) mit dem Tode bestraft, weil der Glaube, so wie heute noch in Pakistan, der die Gesellschaft zusammenhaltende Kitt war. Das ist natürlich nicht schön, ergibt sich aber aus der Rolle der Kirche als Staatskirche. Und ohne diese Rolle wäre Europa nicht christlich geworden, das Christentum, das die Religion der antiken städtischen Mittelschicht war, mit dieser Mittelschicht untergegangen. Außerdem waren die Urteile der Inquisition im Regelfall eben keine Todesurteile. Dafür musste schon Einiges zusammenkommen. Ein kurzer Brief? Nö.
      Hier geht es um das Verhalten gegenüber Andersgläubigen. Und da übt der Islam eben Macht aus, weil es bei ihm um Macht geht.
      Ich hasse oder verachte den Islam nicht, „das sei ferne“ (Röm. 6,2). Aber für den Moslem ist es eben Allahs Auftrag, alle Welt Allah zu unterwerfen. Bekehrung ist unnötig.
      Und unser Land ist dabei, sich zu unterwerfen, unter tatkräftiger Mithilfe unserer Bischöfe und vieler Katholiken.
      Und so wird hier ein Schuh draus. Deshalb geht diese Nachricht uns was an. Es weist uns auf unsere Zukunft hin.

      • Oh, ich habe das nicht gesehen, nur Ihre erste Antwort. Und darauf habe ich oben gerade schon geantwortet.

        Die Inquisition würde ich auch nicht als einzige Institution sehen. Und manchmal muss man jemanden nicht physisch töten, um ihn doch seelisch und sozial zu töten. ich habe immer wieder verschiedentlich darauf hingewiesen.

        Wenn Jesus sagte, die Beschimpfung des Bruders als „gottloser Narr“ sei todeswürdig, weil damit der Bruder getötet werde, dann hat sich auch in diesem Fall die Hierarchie nicht dran gehalten. Ich habe mit wachsendem Entsetzen festgestellt, welch ein unflätiges Vokabular viele Kleriker, auch Päpste „drauf hatten“. Diese Leichtigkeit im Schmähen und Verfluchen schockt mich.
        Im 19. Jh war es besonders schlimm. Lesen Sie bloß mal die Originaltexte verschiedener Päpste. Man kann das teilweise nicht anhören.
        Wenn man dann heute erfährt, dass diese Päpste oder andere Kleriker teilweise nicht mal wussten, was sie da mit schlimmsten Ausdrücken geißelten und verfluchten, weil sie sich nicht ausreichend kundig gemacht haben, dann wird einem mulmig.

        Man kann verstehen, warum beim Vat II. ein Großteil der Bischöfe, der diesen bösartigen Stil satt hatte und darunter auch sehr litt, aufatmete und tatsächlich glaubte, nun kehrte wieder der rechte Geist ein.

        Dass das ein Irrtum war, macht all die Entgleisungen, die vorausgingen aber nicht besser.

        Es gab durchaus Zeiten, wo es genügte, ein falsches Wort zu sagen und schon landete man auf einem Scheiterhaufen oder wurde aus einem Fenster gestürzt. Auch ohne Inquisition (die da in der Tat vorsichtiger war). Und doch mit zahlreicher klerikaler Hilfe.

      • Das sind alles pauschale Anwürfe, die Sie hier wie ein Leporello entblättern. Lesen Sie mal dies, lesen Sie mal das.. Sie sollten sich angewöhnen, Ihre Anwürfe auch mit eindeutigen Quellen und Zitaten zu belegen, dann könnte man Sie auch ernst nehmen und in einen entsprechenden Disput mit Ihnen treten. Wer so pauschal wie Sie das Christentum diffamiert, der hat doch irgendein Problem oder irgendeine Absicht. Wissenschaftlich fundierte, sachbezogene Kritik sieht anders aus!

  5. Viele deutschsprachige Bischöfe @pfaelzer befinden sich auf dem Islamtrip und werden sich hüten, nur ein einziges gegenteiliges Wort zum Islam zu sagen. Nein, der Islam ist eine „Friedensreligion“ schlechthin für sie und auch für „Papst“ Franziskus eingestandenermaßen. Die Wahrheitsfrage wird nicht mehr gestellt.
    So werden wir, wird die Christenheit, verraten und verkauft, den Mohammedanern ans Messer geliefert. Das, was in Pakistan und überall passiert, könnte morgen auch hier passieren. Bis 2020 sollen und werden mindestens 3,5 Millionen „Flüchtlinge“ zu uns kommen dürfen, wenn nicht der Wahnsinn gestoppt wird- gegen die Bischöfe, BK Merkel und ihrer „beider“ grünroten Rotten.

  6. Heute sind weite Teile des Klerus Freunde des Islam. Die Christenverfolgung ist wahrscheinlich auch eine Folge der irrwitzigen Äußerungen in Nostra Aetate und all der „Dialogrunden“ in westlichen Ländern. Die Christen im Orient und anderen islamisch beherrschten Staaten zahlen dafür die Zeche. Denn das ist die Antwort der Mohammedaner auf diese vergeblichen Annäherungs- und Gleichmachereiversuche.
    Und nun puschen sie, die Bischöfe und Priester mit dem „Papst“, die Moslems hinein zu uns und verraten auch uns. Die Gewaltexzesse von Köln sind nur ein Vorspiel. Aber die Bischöfe waschen sich die Hände in Unschuld.

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