Papst Franziskus, Donald Trump und die Mauer, „sei es wo es sei“

Papst Franziskus an der Mauer durch das Heilige Land
Papst Franziskus an der israelischen Mauer durch das Heilige Land


Ihnen gefällt Katholisches.info? Helfen Sie bitte mit, daß Katholisches.info auch im Oktober erscheinen kann. Es fehlen noch 1.673,- Euro.


Zur Zuwendungsübersicht


„Eine Person, die nur daran denkt, Mauern zu bauen, sei es wo es sei, und nicht Brücken zu bauen … ist nicht christlich. Das ist nicht das Evangelium.“

Papst Franziskus am 18. Februar 2016 auf dem Rückflug von Mexiko nach Rom zum Vorschlag von Donald Trump, dem republikanischen Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur, zum Schutz gegen die illegale Masseneinwanderung zwischen Mexiko und den USA eine Mauer zu errichten.

Im Mai 2014 besuchte Papst Franziskus die von Israel errichtete Mauer durch das Heilige Land, was als stumme Kritik interpretiert werden konnte, da er in derselben Haltung davor betete wie vor der Klagemauer in Jerusalem. Die wortlose Geste blieb jedoch ohne offizielle Erläuterung. Eine Kritik am Mauerbau äußerte er nicht, obwohl die palästinensischen Christen ihn wegen der weltweiten Gleichgültigkeit „als letzte Hoffnung“ darum gebeten hatten.
Kritik am israelischen Mauerbau hatten seine Vorgänger Johannes Paul II. 2003 und Benedikt XVI. 2009 geübt und waren bereit, dafür teils heftige Kritik und Anfeindung einzustecken.

Text: Andreas Becker
Bild: vatican.va/OR (Screenshot)

Artikel drucken

28 Comments on Papst Franziskus, Donald Trump und die Mauer, „sei es wo es sei“

  1. Das ist wirklich das Letzte, was sich Bergoglio hier leistet! Sich freiwillig derart vor den Karren der Demokraten spannen zu lassen und somit im amerikanischen Wahlkampf Partei zu ergreifen, ist einfach hochgradig unprofessionell. Man hat den Eindruck, er ist ein Papst von Obamas Gnaden. Der Mann sollte sich ein Schweigegelübte auferlegen und zurücktreten von einem Amt, das auszuüben er weder geistig, geistlich noch psychisch in der Lage ist.

  2. Es klingt wie ein schlechter Treppenwitz, wenn ein häretischer Papst von einem Politiker behauptet, er sei kein Christ.
    Ich weiß nicht, ob Bergoglio ein Christ ist oder nicht, und auch nicht, was er unter einem Christen versteht, aber eines weiß ich: Dieser Mann ist nicht katholisch!
    Oder alle meine Religionslehrer, ob Priester oder Laien, haben mir die Unwahrheit beigebracht.

  3. Er betet an Mauern – leider auf der falschen Seite !
    Sein Gebet an der Mauer im Westjordanland war ebenso der verkehrte Impuls. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu hat ihn zusätzlich zur Gedenkstätte israelisch-jüdischer Opfer von vielen Bombenattentätern zwischen dem Herzlberg und Yad-Vashem gebracht und ihm eindringlich erklärt, dass Israel ohne diese Mauer NICHT überleben kann. In Jerusalem ließ Netanjahu sein Manuskript fallen und beiseite, und erklärte es ihm wiederum eindringlichst. Papst Franziskus saß daneben wie ein trotziger Schulbub, der sich ertappt fühlte. Papst Franziskus hat von Demographie, Staatsrecht, Verfassungsrecht und -politik so gut wie keine Ahnung, und sollte sich tunlichst aus diesen Bereichen heraushalten. Er hat kein Recht Donald Trump als Nicht-Christ zu definieren. Donald Trump setzt das um, was in der Staatsverfassung und dem Staatsrecht seines Landes verankert ist. Durch sein ‚ahnungsloses‘ Verhalten (auch „Lampedusa“) fördert Papst Franziskus zudem noch die Islamisierung Europas. Wenn er so weitermacht wird auch die katholische Bevölkerung Italiens ihm die Nachfolge aufkündigen, weil sie überleben und nicht afrikani-islamisiert werden will. Papst Fransiskus fördert durch sein ‚ahnungsloses‘ Verhalten darüber hinaus die Pläne der Globalisierer und von Leuten wie Hooton, Karleghi und Thomas Barnett (Lit.: „The Pentagon’s new road map“) zur Entnationalisierung und Vermischung der Völker. Es tut mir weh, aber für mich steht dieser Papst leider in einer Reihe mit Merkel und Obama.

    • Danke. Wir können in dieser Frage – wie überlebt man in einem islamischen Umfeld als westliche Gesellschaft – viel von Israel lernen.

  4. Es ist einfach unchristlich einem anderen das Christentum abzusprechen.
    Diese ultimative Entscheidung ist Gott vorbehalten. Er kann ihn jedoch ermahnen als Form der Barmherzigkeit. Ein Geschmäckle hat die Aussage schon – wie bereit Hicesthodie schreibt- als grobe Einmischung in den amerikanischen Wahlkampf. Wer sehen will, kann aus dieser Bemerkung erkennen, dass Trump nicht gewollt ist.

  5. Mauer ist nicht gleich Mauer.
    Wir Deutschen hatten eine Mauer (und Stacheldrahtzäune), die uns andere ins Land gebaut haben, damit wir nicht in Frieden zusammenkommen können oder gar Leute aus dem Osten in den Westen fliehen. Republikflucht eines der schlimmsten Delikte.

    Mauergrund in D war: Massenflucht zu verhindern

    In den USA geht es um das Verhindern von illegaler Masseneinwanderung. Wenn Konservative darüber moralisieren wollen sollten (und so klingt es ein wenig), verstehe ich das nicht, denn sie wollen doch auch in Deutschland ein wirksames Bollwerk gegen Masseneinwanderung!
    In der Tat muss sich kein Land durch Volksstürme von außen tatenlos überrennen lassen. Das ist ius gentium.

    Mauergrund in den USA ist: illegale Masseneinwanderung verhindern.

    In Israel liegt der Fall wieder anders. Die Mauer dort dient dem Schutz der jüdischen Bevölkerung. Hier wird behauptet, die Welt nähme die Palästinenser nicht wahr. Das ist gar nicht wahr – sowohl die Ultrarechten wie die Ultralinken haben für die Araber und all ihre Verbrechen ein sehr weites Herz, auch die der Palästinenser, sind jedoch hart wie Stein, wenn es um das Recht Israels geht. Israel ist global weitgehend isoliert, seit Neuestem gibt es ja sogar einen Neuaufguss des „Kauft nicht bei Juden“, indem die EU gesetzlich fordert, Produkte aus dem Westjordanland mit einem Stigma zu kennzeichnen. Das ging doch groß durch die Presse- liest das denn keiner?!

    Beispiel hier http://www.welt.de/politik/ausland/article148712472/EU-beschliesst-Kennzeichnung-fuer-Siedlerprodukte.html

    Fast täglich werden jüdische Israelis von Arabern von Mann zu Mann (oder Frau) ermordet. Wer hat ein Herz dafür? Die meisten konservativen Katholiken jedenfalls nicht. Es juckt sie nicht, wenn Zivilisten mit Messern niedergestochen, totgeprügelt, wenn jüdische Mütter vor den Augen ihrer Kinder vergewaltigt und ermordet werden.
    Auch die fast täglichen Raketen und Schüsse aus dem Palästinensergebiet, das die UNO schließlich festgelegt hat und das verschiedene Status hat (was auch viele Christen samt den Linken und Rechten ignorieren), ruft nicht selten in Katholiken sogar Häme hervor.
    Israel reagiert bei seinen Mauern und sonstigen Grenzziehungen stets auf gewalttätige Übergriffe durch Araber und von denen vor allem Muslime.
    Der Islamismus ist auch die Haupttriebfeder der Palästineserorganisationen.
    Und im übrigen sind viele arabische Christen proisraelisch – nur wird das von Katholiken beharrlich verschwiegen.

    Israel reagiert in vielen Punkten über, aber es ist im Grunde eine sehr offensiv gestaltete Defensive gegen jahrzehntelange Vernichtungsversuche durch die arabische Welt.

    Die meisten Israeli sagen mir (die ich kenne): Nie wieder, nie wieder lassen wir uns wie Schafe zur Schlachtbank führen! Nie wieder. Bevor das geschieht, kämpfen wir diesmal bis zum Umfallen, aber wir kämpfen diesmal.

    Mauergrund in Israel ist: gewalttätige Übergriffe von außen auf die jüdische Zivilbevölkerung verhindern.

    Ganz guter Artikel dazu: http://www.huffingtonpost.de/ali-a-rizvi/7-dinge-ueber-die-man-nac_b_5630553.html

    Drei unterschiedliche Fälle, drei Mauern mit teilweise diametraler Bedeutung.

    F. also tut hier nur das, was er immer tut mit seinem Glauben an die magische Wirkung des „Dialogs“, hier nennt er es „Brücken bauen“: So wie er Muslime zum gemeinsamen Gebet einlädt, fordert er den Israelis etwas ab, was sie ohnehin seit 70 Jahren tun. Was wurde nicht schon dialogisiert! Es gab ja sogar schon einen Friedensnobelpreis für den Dialog (http://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtag7856.html)
    Und doch ist kein Frieden…

    Ja: der arabische Teil dieses Friedensabkommens, Präsident Sadat, wurde ermordet.
    Und von wem?
    Und warum?

    Hören wir es uns an und führen wir uns vor Augen, welcher Natur arabische Aggression sein kann und seit Jahrhunderten jeden Frieden verhindert:

    Sadat hatte nach einem Pogrom ägyptischer Muslime gegen Kopten, bei dem viele Christen starben, eine Verhaftungswelle gegen Islamisten durchgeführt.
    Ein hoher Militär, dessen Bruder dabei verhaftet wurde, rastete aus und beschloss mit einem Radikalislamist, Faradsch, Sadat durch ein Attentat zu ermorden. Und so geschah es. Zu Faradsch: https://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Abd_al-Salam_Faradsch

    Das sind die nahöstlichen Realitäten unter Muslimen. Israel reagiert auf diese Brutalität, und das fällt selbst nicht immer gut aus – aber wer weiß, wie man es besser macht, ohne dabei die Fehler etwa unserer Regierungen zu begehen?
    Die arabischen Christen, gewohnt, den Muslimen nach dem Mund zu reden, um nicht von ihnen vernichtet zu werden, sind vielfach gar nicht ehrlich, wenn sie groß gegen israel meckern und die Verbrechen der Muslime unter den Teppich kehren. Alleine, dass sie unbehelligt Israel anklagen können, die Muslime dagegen nicht, sprciht nur für Israel!

    Ich habe neulich das Buch einer syrisch-orthodoxen Nonne gelesen, die selbst Aramäerin aus der Türkei ist. Lest das mal – und manchem wird ein Kronleuchter über das wunderbare Leben eines Nichtmuslim (gleich ob Christ oder Jude) im Nahen Osten aufgehen. Und dann wird sich in den Köpfen auch lichten, warum Israel so rigide vorgeht.
    http://brunnen-verlag.de/ich-glaube-an-die-tat.html#

    • @ Zeitschnur
      ich habe die perfekte Begründung, weshalb Franziskus die gedachte Mauer zu Mexiko kritisiert und die tatsächliche Mauer in Palästina nicht: Der Papst hat nämlich gesagt, wer Mauern bauen will „ist nicht christlich“. Die Juden sind keine Christen, also gilt das Mauerverbot für sie nicht. Sie können laut Franziskus ruhig bauen.
      So, Scherz beiseite:
      Wahrscheinlich hätten Sie, Zeitschnur, ja auch sicher nichts dagegen, wenn – setzen wir einmal ein wenn voraus – ein heute demokratisches Deutschland in den Grenzen vom November 1939 hinter Bielitz und Lodsch (sorry Litzmannstadt) unweit vor Krakau und Warschau eine Mauer bauen würde, um sich vor potentiellen polnischen „Terroristen“ zu schützen?

      • Witzig!
        Fast, fast, fast gebe ich Ihnen recht, aber nur fast:
        Sie sollten sich mal einen aktuelleren Atlas besorgen und ein Geschichtsbuch. Und ein Lehrbuch über Völkerrecht, die Verbindlichkeit von Abkommen etc. etc.

        Falls polnische Terroristen uns ständig angreifen würden an den Grenzen von 1937, mit Posaune: VON 1937!!! die auf Friedensabkommen und Verhandlungen beruhten, wie die derzeitigen Abkommen für das Westjordanland – klar fände ich es richtig, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

        Sie nicht?!

      • @ Zeitschnur
        Hm, zur Verbindlichkeit von Abkommen gehört aber zunächst vor allem legitime Vertragspartner, da beginnt ein unendliches Dilemma. Wer war berechtigt für die einheimischen Palästinenser den Vertrag zu unterzeichnen? Niemand, sie waren nicht einmal Vertragspartner, mehr noch, sie wurden nicht einmal gefragt. Damit ist die Verbindlichkeit in der entscheidenden Prämisse nicht gegeben.
        Konnte eine Mandatsmacht darüber bestimmen? Was bedeutet Mandat als völkerrechtlicher Rechtstitel? Mit Sicherheit nicht, ein Land zu verschenken.
        Mit der Rechtsfrage kann man rund um Israel nicht argumentieren. Also sollte man ehrlich sein. In der Politik geht es nicht um Recht, sondern um Macht. Wer die Macht hat, bestimmt. Putin hat sich die Krim zurückgeholt. Die EU ist Mandatsmacht im Kosovo und in Bosnien-Hercegowina, Hitler war es im Protektorat, England auf Zypern. Die Gründung des Staates Israel geschah unter Mißachtung des vom Völkerbund festgelegten Selbstbestimmungsrechts der Völker und brachte Vertreibung der einheimischen Bevölkerung und Landraub, denn eine Bevölkerung war ja nunmal da.
        So gesehen steht Israel eben keineswegs an der dt. Grenze von 1937 und verteidigt sich, sondern mitten in der Ukraine. Und da nunmal der Staat Israel existiert, verteidigt er seine Interessen, so einfach, so moralfrei, so interessengeleitet ist das eben, samt Mauerbau, die – je nach Perspektive – eine gute Mauer und eine schrecklich Mauer ist, so wie jede Mauer der Geschichte es war.
        Ich finde die Mauer schrecklich, weil sie das gelobte Land teilt. Ich würde gerne die Israelis verstehen in ihrem Abwehrkampf, aber es fällt mir schwer, weil diese Staatsgründung vom ersten Tag an die Rechte der einheimischen Bevölkerung mit Füssen getreten hat. Das können die Israelis sicher ausblenden, ich kann es nicht.

      • @ Krakauer

        Man kann niemanden „fragen“, den es in dieser Form gar nicht gibt! Das heutige Israel war dünn besiedelt, zu einem nicht geringen Teil ohnehin auch schon von Juden und daneben Christen. Und es gab arabische Beduinen. Es gab die Osmanen und später Mandatsmächte und die UNO.

        Ist alles kompliziert, aber „Palästinenser“ im heutigen Sinne gab es nicht. Man nannte noch Mitte des 20. Jh alle Bewohner des hl. Landes „Palästinenser“, auch die jüdische Bevölkerung.

        Das ist alles ein weites Feld, aber eines ist auffallend, wenn Sie schon deutsche Vergleiche heranziehen wollen, nehmen wir am besten einen, der nicht fiktiv ist, wie Ihr Polenparadigma: Deutsche wurden vertrieben und umgesiedelt und ausgewiesen aus teilweise uraltem Wohngebiet.

        Aber man müsste noch zum ersten Mal von ständigen deutschen Attentaten auf Russen, Polen, Tschechen hören.
        Oder hören Sie von permanenten indianischen Attentaten in den USA?
        Es ist außerdem nichts Illegitimes, wenn sich Menschen irgendwo ansiedeln, wenn sie vertrieben und verfolgt werden, noch dazu wenn sie es offen vor der Völkergemeinschaft verhandeln.

        Eben – wie immer die Rechtslage dort unten zu beurteilen ist, und dass sie kompliziert ist, weiß jeder, und dass bei den Palästinensern so gut wie nichts mit rechten Dingen zugeht, weiß auch jeder, wie immer also man das sehen mag: Diese infernalische Aggressivität der arabischen Palästineser von der Staatsgründung an, wobei damals erst mal die umliegenden Araber durchdrehten und ein spezifisch arabisches Palästinenservolk erst später kreiert wurde, diese permanente Mordbrennerei sollte Ihnen zeigen, was hier los ist und WER hier los ist.
        In Israel konnte jeder ortansääsige Araber einen Pass und die Staatsangehörigkeit bekommen. In meiner Jugend lernten in israel alle Juden Arabisch und es gab viele gute Beziehungen zwischen Juden und Arabern.
        Bei dem Verbrechertum, das die islamischen und leider auch einige christliche Araber dann aber den Israelis seit Jahrzehnten bieten und in meiner Jugend als RAF-Terrorismus auch nach Europa getragen haben (sie haben unsere roten Radikalen ausgebildet!), kann man vor Israel nur den Hut abnehmen, dass es sich nach wie vor relativ fair gegenüber seinen arabischen Staatsbürgern verhält. Die nehmen die sogar in die Armee auf!

        Islamische (und christliche) Staaten wären nicht einen Bruchteil so duldsam.

      • Der Fall ist anders. Es wäre als wäre Deutschland noch nazistisch und Polen würde die Schutzmauer bauen.

      • @MM
        Nein, nein, eben gerade nicht. Lassen Sie Ihre Fantasie spielen, es geht ja um ein Gedankenspiel, das eigenes Denken hinterfragen soll.
        Mein Gedankenspiel setzt voraus: Deutschland hat den NS gestürzt und ist demokratisch, konnte aber besetzte Länder behalten. Das ist immer wieder im großen Stil der Fall gewesen, so nach dem Ersten und nach dem Zweiten Weltkrieg (natürlich nicht für Deutschland, Österreich und Ungarn, doch, siehe da, für die Siegermächte, obwohl die ja eigentlich ausgezogen waren, den bösen Expansionsdrang der anderen zu stoppen, aber das steht auf einem anderen Blatt geschrieben). Also: D ist demokratisch, steht aber hinter Bielitz und Lodsch. Und die Polen finden das natürlich gar nicht lustig und polnischen „Terroristen“ wehren sich gegen diesen Status quo des Landraubs. Und nun denken Sie das Ganze von oben mit der Mauer noch einmal durch. Und nun?

  6. Es zählt zu den wichtigsten Aufgaben von Staatslenkern, für die Sicherheit ihrer Bürger zu sorgen. Merkel ist das beste Beispiel dafür, wohin eine realitätsfremde, gefühlsgeleitete Symbolpolitik führt.

    Bergoglio ist ihr da ähnlich: um seine Bescheidenheit und Volksnähe zu unterstreichen wohnt er im Gästehaus Sankt Marta und verursacht damit zusätzlichen Sicherheitsaufwand in Millionenhöhe.

    Aber wenn er unbedingt seinen demütigen Lebensstil vs. Mauer zur Schau stellen muß, kann er ja auf Sicherheitsmaßnahmen für seine Person verzichten und so den Geruch der Herde annehmen. Am Ende wäre damit allen Seiten geholfen und es entstünde nicht laufend der Eindruck von Ignoranz und theologischem Bullerbü im Amt …

  7. Überall werden Zäune und Mauern und Mäuerchen errichtet, wer macht das nicht?, und das hat nichts mit christlich oder nichtchristlcih zu tun. Es ist ein Schutz der eigenen Privatsphäre. Auch die Mauern eines Hauses sind Schutz vor Kälte und Hitze und vor den neugierigen Blicken anderer usw. Was auch sonst! Wie soll man sollst wohnen?

    Auch ein Staat hat das normale Recht, sich zu schützen, auch insbesondere vor ungebeten Gästen.
    Im übrigen ist er mitverantwortlich für die Massaker in Paris am 13.11.2015. Und davon muß noch die Rede sein. Er müßte nach rechtstaatlichen Maßstäben in Untersuchungshaft, denn er hatte die Attentäter eingeladen.

    • Papst Franziskus definiert das Christentum um, nicht erst bei dieser Gelegenheit beim Thema Mauer. Ich muss mich sehr überwinden und zurückhalten, um nicht sarkastisch zu werden. Die Kirchenzeitungen in der nächsten Woche werden die neuste Weisheitsperle groß herausbringen. (Wobei ich kein Freund von Trump bin. Er kann zwar mit der Bibel schwenken, aber reingeschaut hat er kaum.)

  8. (17) Jetzt aber sagte ich zu ihnen: Ihr seht selbst, in welchem Elend wir leben: Jerusalem liegt in Trümmern und seine Tore sind abgebrannt. Gehen wir daran und bauen wir die Mauern Jerusalems wieder auf! So machen wir unserer Schande ein Ende.
    (15) Nach zweiundfünfzig Tagen, am Fünfundzwanzigsten des Monats Elul, war die Mauer vollendet.
    (16) Als alle unsere Feinde es hörten, fürchteten sich alle Völker rings um uns her. Ihr Hochmut verging ihnen und sie mussten einsehen, dass unser Gott es war, der dieses Werk vollbracht hatte.
    Neh 2,17; 6,15-16
    Gratia Domini nostri Jesu Christi, et caritas Dei, et communicatio Sancti Spiritus sit cum omnibus vobis. Amen.

  9. Zu dem Thema „Mauer“ kommt mir eine Erinnerung vom Besuch einer Kirche in den siebziger Jahren. Dort hing ein Plakat, ich glaube der ökumenischen Bewegung. Auf dem Plakat waren Sihouetten von unterschiedlichen Kirchen zu sehen, umgeben von Mauern. Darunter der Spruch „les murs de la séparation ne montent pas jusqu‘au ciel“ (Die Mauern der Trennung reichen nicht bis in den Himmel). Das könnte im Umkehrschluss aber auch heissen, dass diese Welt nicht vollkommen ist, und eben noch nicht Gottes Reich. Und auf dieser unvollkommenen Erde, bevölkert von Sündern, haben je nachdem Mauern doch ihre Existenzberechtigung!

  10. Müssen wir jetzt, um uns weiterhin Christen nennen zu dürfen, nun auch nachts die Haustüren sperrangelweit offen halten, damit jeder hereinspazieren kann und niemand sich ausgeschlossen fühlt? So wie’s geht, kann auch das kommen.

  11. (4) Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig.
    (41) Auch Fremde, die nicht zu deinem Volk Israel gehören, werden wegen deines Namens aus fernen Ländern kommen;
    (42) denn sie werden von deinem großen Namen, deiner starken Hand und deinem hoch erhobenen Arm hören. Sie werden kommen und in diesem Haus beten.
    (43) Höre sie dann im Himmel, dem Ort, wo du wohnst, und tu alles, weswegen der Fremde zu dir ruft. Dann werden alle Völker der Erde deinen Namen erkennen. Sie werden dich fürchten, wie dein Volk Israel dich fürchtet, und erfahren, dass dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich gebaut habe.

    Mauern waren keine engherzige Abgrenzung, welche Israel daran gehindert hätte, „ökumenisch“ in Bezug auf die Götter und Götzen ihrer heidnischen Nachbarn zu sein. Israel sollte Zeugnis für andere Völker geben und ihnen einen besseren Weg weisen. Deshalb bittet Salomon bei seiner Tempelweihe Gott um Gehör der Gebete von Nichtisraeliten, die nach Jerusalem kommen (1 Kön 8,41-43). Dies ist Ökumenismus richtig verstanden: Der Gott Israels ist einzig (Dtn 6,4); und alle, die sich ihm aufrechten Herzens nähern, sind willkommen.
    Gratia Domini nostri Jesu Christi, et caritas Dei, et communicatio Sancti Spiritus sit cum omnibus vobis. Amen.

  12. Mauern.
    Es ist wie verrückt. Weiß dieser Papst nicht, wie sinnvoll eine Mauer an der rechten Stelle sein kann, oder will er nur noch provozieren? Ich nenne hier nur eine unter vielen unverzichtbaren Mauern als Beispiel, die Brandmauer. Sie verhindert, dass sich im Fall eines Brandes das Feuer weiter ausbreitet und die Nachbargebäude ergreift.

  13. @zeitschnur: Warum eremitieren Sie denn nicht in den Zionistenstaat, wenn der Ihnen sooo sehr am „Herzen“ liegt? Dort können Sie dann unbeschwert Ihre Abneigung gegen Nichtjüdisches ausleben. Treten Sie doch zum Judentum über, wenn es Sie glücklich macht, aber verschonen Sie doch mit Ihrer Zionistenpropaganda. Das wird Ihnen nicht „gut“ tun!

Comments are closed.