Der Papst mischt sich nicht in die Politik eines Landes ein! Oder doch?

Papst Franziskus und Donald Trump
Papst Franziskus "exkommunizierte" Donald Trump

(Rom) Die improvisierten Pressekonferenzen von Papst Franziskus in luftiger Höhe haben es in sich. Auf dem Rückflug von seiner Pastoralreise durch Mexiko erklärte das katholische Kirchenoberhaupt, sich nicht in die politischen Angelegenheiten eines Landes einzumischen. Oder doch?

Homo-Ehe in Italien: Papst schweigt

Auf die Frage eines Journalisten, was er zur derzeit im italienischen Parlament heftig diskutierten Legalisierung der „Homo-Ehe“ sage, wich der Papst aus. Grundsätzliches zur Homosexualität und der „Homo-Ehe“ wollte er nicht sagen: „Er denke dazu, was die Kirche denke“. Was das genau heißt, sagte er nicht, obwohl es vor allen anderen dem Papst zukäme, der Welt die Lehre der Kirche zu erklären. Die Kernaussage von Franziskus lautete hingegen: „Der Papst mischt sich nicht in die italienische Politik ein“. Gleichzeitig erinnerte er daran, den italienischen Bischöfen gesagt zu haben, sie müßten selbst zusehen, wie sie damit zurechtkommen. „Arrangiatevi voi!“

Den zwei Millionen Italienern, die am vergangenen 30. Januar im römischen Circus Maximus gegen die Einführung der „Homo-Ehe“, des Adoptionsrechts für Homosexuelle und der Gender-Ideologie an Kindergärten und Schulen protestierten, ließ Papst Franziskus nicht einmal ein Grußwort zukommen, was auf Anfrage sogar für kleine Wallfahrten gewährt wird. Die Tausenden von zumeist katholischen Familien wurden vom Papst mit eisiger Kälte links liegengelassen.

Denn der Papst mische sich nicht in die politischen Angelegenheiten eines Landes ein, wie er auf dem Rückflug von Mexiko in dieser Frage bekräftigte.

Vorwahlkampf in den USA: Papst mischt sich massiv ein

Doch wenige Fragen später klang alles schon wieder ganz anders. Der Papst wurde gefragt, was er zur Reaktion des republikanischen Bewerbers um die Präsidentschaftskandidatur, Donald Trump, zum päpstlichen Besuch in Ciudad Juarez und zu dessen Vorschlag sage, zum Schutz vor der Masseneinwanderung eine Mauer zwischen den USA und Mexiko zu errichten. Plötzlich fand Papst Franziskus deutliche Worte und sich mit Nachdruck in die politischen Angelegenheiten der USA ein. Der Papst ging soweit, Donald Trump, der Presbyterianer ist, gleich aus der Christenheit zu „exkommunizieren“.

Der in bioethischen und moralischen Fragen so wortkarge Papst, fand bei den Stichworten Migration, Mauer und Republikaner scharfe Worte und zögerte keineswegs, sich massiv in den Vorwahlkampf der Vereinigten Staaten von Amerika einzumischen. Er nahm damit zu einer politischen Frage Stellung, die derzeit auch ganz Europa schwer beschäftigt.

Damit bestätigte das Kirchenoberhaupt seine einseitige Sympathie für linke Politiker (linksdemokratische Regierung Italiens) und seine Abneigung gegen rechte Politiker (Donald Trump, Republikaner). Eine Einseitigkeit, die noch von keinem Papst so öffentlich zur Schau getragen wurde.

Als ausreichend versierter Diplomat fügte Franziskus am Ende noch hinzu, aber man müsse sehen, ob Trump, „die Sachen so gesagt hat“.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Lettere43 (Screenshot)

drucken

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat:
Unterstützen Sie bitte Katholisches.info mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht

73 Comments

  1. Naja – vorher war es halt umgekehrt. Päpsten hat man oft vorgeworfen, dass sie da, wo großes Unrecht geschah, geschwiegen haben.
    Besonders schwerwiegend Pius XII.
    Und gerade die Konservativen haben immer Gründe gefunden, solches Schweigen zu rechtfertigen.
    Warum jetzt nicht mehr?

    Das Papsttum war immer Politik, und es war fast immer ungerechte Politik und der Vatikan stets verstrickt in die politischen Machenshcaften weltlicher Lager.
    Leider.

    • Palüm! Palüm!
      Machen Sie nicht schon wieder Papst Pius XII. schlecht! Er hat eben nicht geschwiegen! Wer das behauptet liegt, historisch gesehen, in der untersten Schublade!
      Hochhuth hat sich schändlichst an Papst Pius XII. versündigt, und Sie eifern dem Mann in Ihrem abgrundtiefen Kleriker- und Kirchenhass nach.
      Sie haben offensichtlich zu lange die protestantische NS-Schuld verschleiernde Version über Papst Pius XII. in Ihrer überlangen Studierdauer im protestantischen Heidelberg und Karlsruhe verinnerlicht,dass Sie jetzt noch nicht von den Lügen über Papst Pius XII. lassen können. Haben Sie auf kath.net keinen Fuß auf den Boden gebracht, dass Sie schon wieder hier am Katholikenstänkern sind?

      • Zur Ergänzung:
        1. Die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ 1937 wurde auf der Basis eines von Kardinal Faulhaber in wenigen Tagen ausgearbeiteten, von ihm lediglich als “unvollkommen, aber wohl ganz brauchbaren“ bezeichneten Entwurfes von Generalstaatssekrtär Eugenio Pacelli, dem späteren Papst Pius XII., auf 700 Seiten erweitert und auf geheimen Wegen den deutschen Bischöfen zur geheimen und den Bischöfen der Welt zur öffentlichen Verbreitung übergeben.
        2. In der „Pro-Pius-Ausstellung Opus iustitiae Pax 2009 war im Abschlussraum unter der Überschrift „Hören Sie das Schweigen des Papstes“ die Weihnachtsansprache von 1942 zu hören. Darin sprach der Papst Pius XII. von Hunderttausenden, die „nur ihrer Herkunft wegen dem Tod geweiht oder der fortschreitenden Vernichtung preisgegeben sind“.
        3. Nach Paul Hesemann sind auf das Betreiben des Papstes Pius XII. hin, mindestens 800000 Juden das Leben gerettet worden.
        4. Der Oberrabbiner von Rom, Israel Anton Zoller, alias Eugenio Zolli, ließ sich 1945 taufen, weil er in Pius XII. den erlebt hatte, der sich mit Wort und Tat für die Juden eingesetzt hatte.

        Das sind Fakten, die nur der/die negiert, der/die böswillig oder ahnungslos ist.

      • Ach übrigens: Sophus ist doch erst vor kurzem von kath.net hierher gewechselt, als er dort offenbar nicht mehr erwünscht war.

        Wann aber habe ICH (!) bei kath.net geschrieben? Und warum weiß ich davon so gar nichts?!

        Mit dem Portal hatte ich seit Franziskus sowieso nichts zu tun und davor so gut wie nicht. Ich habe mir allerdings manche Medien auf Kathtube angesehen oder gehört. Und das tue ich, wenn es interesant ist, immer noch.

        Noch Fragen, Sophus infamans, custos veritatis voluntariae?

    • Ihr Forschungshorizont scheint etwas einseitig. Das wundert mich bei einem, der sich Historiker nennt.
      Ob jeder, der hinsichtlich des Forschungsstandes anderer Meinung ist als Sie, bösartig ist? Was haben Sie eigentlich für ein Weltbild? Und wieviel aksademische Kompetenz kann man Ihnen noch zurechnen?
      Ist das nicht etwas wenig für einen Akademiker?

      Man sollte sich immer umfassend informieren, prüfen, ob die Fakten nicht vielleicht doch die Fakten sein könnten und sich dann von Lebenslügen verabschieden.

      Pius XII. ist mit Recht überhaupt einer der umstrittensten Päpste der neueren Geschichte, ähnlich wie Pius VII. oder Pius IX. und Pius IX. – das ist auch katholischer Forschungsstand.
      Vor allem, seitdem man freien Zugang zu den vatikanischen und anderen kirchlichen Archiven hat.

      „Mit brennender Sorge“ ist dennoch Pius XI. Text, und wieviel davon der allgegenwärtige Karrierist Pacelli eingebracht hat, wissen Sie nicht und andere auch nicht. es ist zwar wahr, dass Pacelli unter Pius X. seinen Weg an die Macht ging, in vielem die Finger hatte, aber gerade das wird zur zeit gerade aufgearbeitet und es sieht für ihn in vieler Hinsicht schlecht aus. In jedem Fall war Pius XI. viel, viel mutiger und klarer als sein Nachfolger!

      Und man sucht vergeblich nach einem vergleichbar klaren Text aus dem Pontifikat Pius XII.! Alleine das sollte Ihnen zu denken geben. Pius XI. hat auch noch an einer Antirassismus-Enzyklika gearbeitet, die Pius XII. nicht fortgesetzt hat. Und nun denken Sie mal drüber nach, was das heißen könnte?

      Die Kirche hatte neben den zu unrecht verehrten Idolen einige sehr gute Päpste. Ich verehre persönlich Leo XIII. Und ich sehe auch Benedikt XV. positiv – aber der ist ja beliebtes Hassobjekt vieler Tradis. Ohne Argumente! (Außer einer albernen Verschwörungstheorie mit Rampolla blablabla…).

      Aber viele Päpste sind als Gewalttäter, schwere Sünder und Heuchler in die Geschichte eingegangen, manche als Häretiker. Das muss man schon noch sagen dürfen.

      Oder heißt „katholisch“, dass man den Horizont einer Sekte hat?

      • @Sophus
        Ich hoffe, Sie antworten @Zeitschnur nicht auf dieses erbärmliche Posting. Die reinste Kasperliade: Beleidigungen, Herabsetzungen,dieser Papst ist gut, der ist schlecht, das sei „Forschungsstand“ (aber nur der Zeitschnur-“Forschungs“-Stand).
        Pius XII. wäre längst seliggesprochen, wäre nicht die Hochhuth-Sowjet-Propaganda dazwischen gekommen, die zeitgleich mit der großen Säckelöffnung durch internationale jüdische Organisationen zusammenfällt. Die Seligsprechung wurde von Benedikt XVI. nur zurückgestellt, wegen der absehbaren Hetze gegen den „deutschen“ Papst. So ordnete er noch einmal als Fleissaufgabe die Durcharbeitung aller Akten an. Bitte, das soll nicht schaden. Die Kirche hat keine Eile und eine noch gründlichere Aufarbeitung ist bestens. Das Ergebnis wird um so deutlicher dasselbe sein. Pius XII. wird zu den Altären erhoben werden und das mit mehr Berechtigung als die Eilerhebungen der Konzilsakteure.
        Die Sowjet-Propaganda und das Aufhalten des Geldsäckels durch die Jüdischen Organisationen sind übrigens unterschiedliche Vorgänge, aber die beiden Seiten derselben Medaille.
        Lassen Sie es also mit @Zeitschnur über Pius XII. zu sprechen. Sie liest die Geschichte jüdisch. Also gibt es für Pius XII. keine Gnade.

      • Paepste sind Mensche mit Menschlichen Eigenschaften und Fehler. Aber doch waehlt der H.Geist jedesmal so ein Mensch um unser Papst zu sein. Die sind alle anders, so dass jeder mal einen Papst trifft nach sinem persoenlichen Geschmack.

      • @ Lioba
        Auch die besten Goyim muss man regelmäßig prügeln, damit sie nicht übermütig und aufmüpfig werden. Habe ich mir nicht ausgedacht, hat jemand, der es wissen muss, offen zugegeben.

      • @ anjali jain

        Päpste werden von Kardinälen gewählt – nicht vom Hl. Geist.

        Wenn Gott selbst in der Geschichte wählte, tat er es nicht durch menschliche Wahlen, sondern entgegen der menschlichen Wahl.
        Lesen Sie malwie David erwählt wurde, oder wie Paulus berufen wurde.

      • @ Lioba
        Danke für Ihren guten Rat, den ich beherzigen werde – im Jahr der Barmherzigkeit. Habe @ zeitschnurs in jeder Hinsicht „erbärmliche Postings“ gerade erst gelesen! Und das war nachträglich betrachtet gut so! Für sie und für mich! :-))))

    • Golda Meir dankte Papst Pius XII. nach dem Krieg für seine Hilfe. Pinchas Lapide stand ein für die Ehre des Papstes in dieser Hinsicht und schrieb ein ganzes Buch darüber.

      • An diese (TV-)Diskussionsrunde erinnere ich mich auch (ein Weihbischof in HH, dem man mal eine Abreibung durch Fr. Zeitschnur gönnte, war meines Wissens auch Teilnehmer). Ist Hochhuth da nicht aufgestanden und davon gelaufen?

      • Die Frage ist, was Pius XII. auf der Basis objektiver Fakten für eine Bilanz hat.

        Und da gibt es zahllose, wenig günstige Forschungen. Tut mir leid, das ist nicht Hochhuths Werk, sondern die Details kommen erst jetzt ans Licht, d.h. mit zunehmender Zugänglichkeit aller Unterlagen.

        Pacelli war ein gewiefter Diplomat, quasi mit allen Wassern gewaschen, vom Beginn des 20. Jh an baute er sein Imperium auf, startete unter Pius X. und überlebte alle Querelen in der vatikanischen Gemengelage.

        Teilweise, so fiel es mir auf, wurden Details von der Pius XII.-Verteidigungsschickeria gerade andersherum erzählt, als es die Quellen dann zeigten.

        Und ob irgendwelche gutgläubigen oder ihrerseits diplomatischen Juden ihm danken – was sagt das aus? Das sind subjektive Erwägungen.

        Für mich ist und bleibt Pacelli durch und durch undurchsichtig, in manchem sogar F. an Widersprüchlichkiet durchaus ähnlich. Man kriegt es nicht einen Hut. Einerseits tat er konservativ, andererseits hofierte er bis zum Abwinken Häretiker, sein Beichtvater war ein Progressiver, er setzte die Liturgiereformen Pius X. durch Bugnini fort – also bitte: wenn das alles nicht zutiefst widersprüchlich ist und Ihr Gefühlsdusler das nicht seht, dann ist euch auch nicht zu helfen!

  2. Schlussfolgerung:
    Wenn es zu UNGUNSTEN des Christentums bzw. der wahren Lehre Christi ist, dann mischst sich „Papst“ Franziskus in die (Innen- bzw. Welt-)Politik ein (beispielsweise unterstützt er mit seinen Aussagen die kommunistischen Kräfte). Wenn es hingegen ZU GUNSTEN des Christentums bzw. der wahren Lehre Christi ist, dann mischt er sich NICHT ein …

    • Ergänzung: Literaturhinweis zu meinem letzten post: http://www.amazon.de/Prinzipien-Rechtsstaates-Karl-Albrecht-Schachtschneider/dp/3428122062/ref=sr_1_9?ie=UTF8&qid=1455882497&sr=8-9&keywords=Schachtschneider – „Prinzipien des Rechtsstaates“ vom Staats- und Verfassungsrechtler Prof. Karl-Albrecht Schachtschneider. Empfehlenswert auch seine Bücher „Erinnerung ans Recht“ und „Die Souveränität Deutschlands – Souverän ist, wer frei ist“. Absolut lesenswert und Basisinfo. Papst Franziskus hat keinerlei Ahnung vom Recht der Staaten, z.B. § 16a der Deutschen Verfassung, der durch die Merkel-Regierung gesetzeswidrig gebrochen wurde.

      • WICHTIGES INTERVIEW:
        ‪RT Deutsch-Interview (Russia Today): Willy Wimmer (Ehem. Vizepräsident OSZE) zur Münchner Sicherheitskonferenz‬ und andere Staatsicherheitsfragen !!: https://www.youtube.com/watch?v=1DgtYIwSggc – Hier beantwortet Willy Wimmer Zuschauerfragen mit interessanten Antworten: https://www.youtube.com/watch?v=UHP6yU2RpU8 – Wir befinden uns in Deutschland in einer Staatskrise, Wimmer spricht sogar von einer ‚Systemkrise‘. Merkel muss ihr Amt niederlegen.

      • Hier ein kleiner Film über die Hintergründe des kulturellen Desasters. Leider nur auf Englisch: https://www.youtube.com/watch?v=UxpVwBzFAkw – Englisch Wörterbuch: http://www.dict.cc/ — Im Film wird thematisiert, dass die Gleichstellung der Frau und die Freizügigkeit der Sexualität die Hauptursachen für den Untergang der westlichen Gesellschaft, den wir zur Zeit erleben, seien. Ich will das Video nicht bewerten, sondern nur als Denkimpuls einfügen. Man kann es hinterfragen und es gibt sicher noch mehr Ursachen, vor allem die Apostasie. Interessant finde ich den Ansatz schon. Gibt zu denken, man kann auch anderer Meinung sein.

      • Die Gleichstellung der Frau soll schuld sein – na bravo Jeanne d‘Arc! Glauben Sie das im Ernst? Die Frage ist, wo die Frau denn real wirklich „gleichgestellt“ ist…

        Hallo Herr Hecker, sehen Sie das meinte ich mit der Islamähnlichkeit der Katholiken…

      • @zeitschnur — Es fing an indem Frauen auf falsche Art und Weise gleichgestellt wurden (Alice Schwarzer und Co.), denn es wurde bewirkt, dass Männer hier im Westen zu oft nicht zu ihrem wirklichen Wesen mehr finden können. Diese Krise kann man nicht wegdiskutieren, so wie Sie das tun. Sie beharren auf ihrer einseitigen Sichtweise als moderne Frau, aber dass viele Männer damit Probleme haben und dass viele Beziehungen nicht mehr funktionieren, weil Männer keine Frauen mehr haben, die auch ihre Weiblichkeit ausdrücken und ausstrahlen, das wollen Sie nicht sehen. Warum wohl nehmen sich viele Deutsche Männer asiatische Frauen oder Frauen aus nicht-europäischen Kulturen ? Frauen in Manageretagen sind wahrhaftig wenig zu finden. Aber wissen Sie was das heißt ? Diese Frauen müssen sich in Männerzirkeln an Männer-Regeln halten. Ich rede nicht davon, dass Frauen bei gleichen Berufen und Anstellungen weniger Lohn bekommen. Es geht vor allem um das Frausein und Mannsein als Charakter und Verhaltensweise. Es geht darum, dass die Austrahlung und der Spirit fehlt. Ich wünsche mir als Ehemann keinen verweiblichten Waschlappen, sondern einen MANN. Aber genau das ist es, was sich zu männlich gebarende Frauen aus ihren Männern machen. Solche sind wie die Hexe Isebel, die einen Waschlappen zum Ehemann hatte, der ihrem Auftrag den Nabot meucheln ließ.

  3. „Eine Einseitigkeit, die noch von keinem Papst so öffentlich zur Schau getragen wurde.“

    Eine Einseitigkeit, die von keinem Papst so öffentlich zur Schau getragen werden DARF, wenn er als Staatsoberhaupt des Vatikan und als Oberhaupt einer supranationalen Religionsgemeinschaft wie der Katholischen Kirche noch respektiert werden will. Nein, es zeigt sich immer mehr, dass dieser Mann weniger die Interessen der Kirche, als vielmehr die Interessen der NWO vertritt.

  4. Papst Franziskus sollte sich besser nicht als Politiker sehen, auch wenn er Staatsoberhaupt des Vatikanstaates ist.
    Er ist vor allem der oberste Repräsentant der katholischen Kirche.
    Die Republikaner mag ich nicht besonders – die beiden Bush-Präsidenten sind mir noch zu negativ in Erinnerung.
    Trotzdem – stellt er sich für alle wahrnehmbar auf die Seite der Demokraten, muss er sich darüber im klaren sein, dass sich diese Partei u.a. für Abtreibung, „Homo-Ehe“ und die Durchsetzung des Gender-Irrsinns engagiert.
    Wenn Papst Franziskus die Abtreibung als etwas „absolut Böses“ benennt, wie kann er diese seine Aussage dann mit den o.g. Zielen in Einklang bringen?
    Ist sein Gewissen derart flexibel?

    • @ Marienzweig
      Papst Franziskus hat sich in der Mauerfragezwidhen USA und Mexiko geäußert Wenn Sie meinen, Papst Franziskus sollte sich besser nicht als Politiker sehen, auch wenn er Staatsoberhaupt des Vatikanstaates ist, so übersehen Sie, was Papst Pius XI. gesagt hat.
      Der Vorgänger von Papst Pius XII., und Verantwortliche für die Enzyklika „Mit brennender Sorge“ 1937 hat in seiner Enzyklika Quadragesimo von 1932 geschrieben:

      „Nach Recht und Pflicht walten wir Kraft unserer höchsten Autorität des Richteramtes über die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen…Die von Gott uns anvertraute Hinterlage der Wahrheit und das von Gott uns aufgetragene heilige Amt, das Sittengesetz in seinem ganzen Umfang zu verkündigen, zu erklären und – ob erwünscht, ob unerwünscht – auf seine Befolgung zu dringen, unterwerfen nach dieser Seite hin wie den gesellschaftlichen, so den wirtschaftlichen Bereich vorbehaltlos unserem höchstrichterlichen Urteil“

      Interessant nicht? Laizisten, Atheisten, usw. unter den Politikern dürften solche Sätze nicht gern hören!

      • “ … und das von Gott uns aufgetragene heilige Amt, das Sittengesetz in seinem ganzen Umfang zu verkündigen, zu erklären und … auf seine Befolgung zu dringen …“
        @Sophus, ich danke Ihnen für diesen Hinweis!
        Ich verstehe es so, dass ein Papst in beide Richtungen zu wirken und Orientierung zu geben hat – „ob erwünscht oder unerwünscht“.

        Ist es aber nicht denkbar, dass sich ein Papst zwischen Weltlichem und Geistlichem verheddern und verstricken könnte?
        Gerät ein an Politik überdurchschnittlich interessierter Pontifex -ich meine jetzt nicht Franziskus, sondern ganz grundsätzlich und allgemein- nicht in Gefahr, das politische Geschäft zu wichtig zu nehmen und das Petrusamt zu vernachlässigen?
        Wenn die politische Situation einmal so wäre, dass es geradezu zwingend notwendig würde, als amtierender Papst Jesus Christus zeugnishaft zu verkündigen, auch wenn er damit Schwierigkeiten mit der Welt bekäme …, wie würde sich ein solcher Papst entscheiden?
        Für Jesus Christus und damit Hohn, Spott und Ablehnung riskieren oder eher Annäherung an die Welt?
        Wir können es natürlich nicht wissen.
        Aber fragen möchte ich Sie dennoch danach.

      • @ Marienzweig
        Papst Pius I. ist bereits mit seinen Enzykliken „Quadragesimo anno“ von 1932 und „Mit brennender Sorge“ von 1937 ein erhebliches Risiko eingegangen, denn die Herrschaft der Faschisten in Italien unter dem Hitlernachahmer Mussolini bedeutete die Gefahr einer Intervention Hitlers gegen den Vatikan. Spätestens nach Hitlers Bruch mit den protestantisch-nazionalistischen Deutschen Christen unter Bischof Jäger und der Gründung der „Bekennenden Kirche“ unter Pastor Niemöller war zu erwarten, dass Hitler spätestens nach dem bereits in Vorbereitung befindlichen Krieg im Falle des sicher erwarteten Sieges auch das Problem „Katholische Kirche“ im lösen würde. Pius XI. ist dieses Risiko eingegangen – bestärkt durch seinen Generalstaatssekretär Eugenio Pacelli, dem langjährigen Apostolischen Nuntius in Deutschland.

        Auch Petrus und Johannes sind ein extremes Risiko eingegangen, als sie im Tempel vor der ganzen jüdischen Tempelelite, einschließlich des anwesenden Hohen Rates, der die Kreuzigung Jesu bei Pilatus durchgesetzt hatte, über eben diesen Jesus Christus, als auferstandenen Sohn Gottes predigten. In den Jahren von 64 bis 312 ließen sich Hunderttausende von Christen des Römischen Reiches zur öffentlichen Belustigung bestialisch hinmorden, weil Sie den kurzen semipolitischen Akt des Kaiseropfers nicht leisten wollten. Das wahre Christentum ist eben auch eine hochpolitische Religion, wenn es sich eben nicht weltlichen Machthabern andient oder gar ausliefert – wie es zum Schaden des Christentums Martin Luther getan hat.

      • Witzig, dass Papst Franziskus just während seiner Mexiko-Visite sehr ungehalten reagierte, als Jugendliche die Absperrung zu ihm nicht einhielten. Auch wurde nicht bekannt, dass er alle Absperrungen zum Vatikan-Staat aufgehoben hat. Trump hat sich keineswegs gegen jegliche Einreise aus Mexiko ausgesprochen, sondern gegen das i l l e g a l e Eindringen, insbesondere von Drogenhändlern und islamischen Terroristen. Interessanterweise praktiziert Barack Obama eine ähnliche Politik der Gesetzlosigkeit wie Staatsfeind Nr. 1 an der Spitze unserer Republik, durch gesetzeswidrige Anweisungen an die grenzschützenden Behörden. Franziskus, Obama, Merkel et consortes – alles die gleiche NWO-Bagage.

  5. Papst Franziskus hat eine verstärkte Politisierung in die Kirche gebracht, bis ganz „unten“. In den neusten Pfarrnachrichten der benachbarten berühmten Marienwallfahrt wird die nächste Pfarrversammlung u.a. mit diesen Worten angekündigt: „… Dabei gilt es, die Vielfalt des kirchlichen Lebens in unserer Pfarrei erlebbar und erfahrbar zu machen und die Konzeption und Ausgestaltung der pastoralen, politischen und sozialen Arbeit des Pfarrei-Rates kritisch zu begleiten und Anregungen zur Weiterentwicklung der Arbeit zu geben…“. Kann mich nicht erinnern, so etwas Trocken-Bürokratenmäßiges früher in der Pfarrei gelesen zu haben.

    • Herr Laemmlein:
      Ja, es ist bezeichnend, wie sich die Sprache, die katholische „Funktionsträger“ verwenden, an den „Neusprech“ der Regenbogenkommunisten anpaßt. So können ziemlich einfach und schnell Personen, die außerhalb der von den „Regenbogenagitatoren“ vorgegeben und aufoktroyierten Ideologie, die als Wahrheit aufgefaßt und auch so bahandelt wird, stehen, ausgemacht und erst gesellschaftlich und in der Folge auch physisch entfernt werden.
      Dieses mörderische Konzept hat sich bestens in der französischen Revolution, im Kommunismus, im National-Sozialismus und im heutigen Regenbogenkommunismus bewährt.
      Wie von VK II gewünscht dringt der Rauch Satans immer mehr in die Kirche ein.

      Das merkt man zusehends auch in sprachlicher Hinsicht!

      Maria, Du allzeit reine, gewähre uns Zuflucht!

    • @ LL

      Sie sollten sich mal mit der Kirchengeschichte vertraut machen – es gab Phasen, da waren Päpste ausschließlich Politiker. Das Lehramt ruhte zu der Zeit vollständig.

  6. Jeder weiß das alle US Kanididaten Marionetten der Wallstreet sind. Deshalb ist es im Grunde völlig egal welcher der Wallstreet Marionetten gewählt wird. Wenn er nicht im Sinne der Geldgeber arbeitet, wird er eben „gekennedyt“. Ich glaube die US Wahlen brauchen insgesamt Propaganda damit überhaupt zur Wallstreet-Marionetten Wahlveranstaltung noch Leute erscheinen. Unter diesem Gesichtspunkt sehe ich die Äußerungen Franziskus.

  7. Da „Papst F.“ kein Papst ist, sondern der Zerstörer schlechthin, wundert mich nichts mehr! Es wird noch krasser werden. Wer auch immer ihn als Oberhaupt der röm.-kath. Kirche sieht, ist blind oder ignorant.
    Finger weg von F.! Davor muss man warnen!!

  8. @Leo Lämmlein, Sie haben es hervorragend wiedergegeben den soziologischen Neusprech der heutigen Kirche. Diese Sprache ist verheerend und jagt den letzten Beter aus der Kirche. Wir sind längst von Gestern, auch in unserer Sprache

  9. Sophus, vielleicht bieten Sie ihm mal Nachhilfe an, man kann das ja nicht mehr ernst nehmen:

    „Responding to Trump’s suggestion that the Pope is too ,political,‘ Francis offered this clever riposte: ,Thank God he said that I am political, because Aristotle defined the human person as a political animal, and this means that at least I am a human person.‘ Wow. Devastating. Except that when Aristotle says that man is by nature a zôion politikòn, he is not referring to politics in the modern sense, but rather man’s natural inclination to life in the polis or city-state emerging from a community of families.“

    http://remnantnewspaper.com/web/index.php/fetzen-fliegen/item/2329-the-last-papal-eruption-on-the-plane

    • Nachdem der Präsidentschaftskandidat Trump dem Papst der Katholischen Kirche öffentlich angedroht hat, im Falle seiner Wahl und einer unmittelbaren Bedrohung Roms durch die Terrormiliz IS die USA nicht Hilfe leisten zu lassen, empfehle ich allen, sich von Papst Franziskus, der auf diesen Kandidaten mit Recht keine Rücksicht nimmt, politisch nachhelfen zu lassen. Dann entfiele das Fremdschämen für seine ehrlichen Aussagen!
      Zudem: Warum anerkennt hier niemand die wahren, aber krassen Worte gegen die Abtreibung, die der Papst in der Pressekonferenz auf dem Rückflug von Mexiko gefunden hat? Mit diesem öffentlichen Verdikt wird er sich speziell in Deutschland keine Freunde gemacht haben – nicht nur nicht bei Politikern!
      Grundsätzlich: Wer sich von Papst Franziskus aus seinem Bauchgefühl heraus ständig verwirren lässt, sollte die Ursache zuerst in seinem Kopf suchen!

      • Sophus, Ihre Versuche einer Ehrenrettung Bergoglios muss man als Katholik zunächst honorieren. Allein, Ihre Argumentation ist etwas zu bemüht, um überzeugend zu sein. Es geht in dieser Angelegenheit einfach darum, dass weder Papst noch irgendein anderes Staatsoberhaupt sich derart parteiisch und noch dazu ehrenrührig über einen Kandidaten für das Präsidentenamt äußern darf, wenn er sich auf dem diplomatischen Parkett in Zukunft noch mit Anstand bewegen will. Dieser Mann schadet dem Papstamt auf bisher nie dagewesene Weise. Anlässlich seiner Kritik an der Abtreibung hat er ja auch unterlassen, Hillary Clinton öffentlich zu attackieren, obwohl er dazu als Religionsführer einen hinreichenderen Grund gehabt hätte (http://www.katholisches.info/2015/04/29/hillary-clintons-kriegserklaerung-gegen-die-religion/). Im Übrigen hat er seine Kritik an der Abtreibung postwendend mit der Befürwortung von Verhütung in Ausnahmefällen (naja, das kennen wir ja..) ad absurdum geführt. Dieser Mann ist offenkundig ein Bankrotteur, man gewinnt keinen Blumentopf, wenn man ihn als Katholik – nach dem Motto: weil nicht sein kann, was nicht sein darf – um jeden Preis verteidigt.

      • Sophus, Sie empfehlen allen, Zitat, „sich von Papst Franziskus […] politisch nachhelfen zu lassen“. Auweia. „Papst“ Franziskus ist die Marionette des Kommunismus.
        Und: Sie legen Trump fälschlicherweise Worte in den Mund, die er so nicht gesagt hat: Sie unterstellen ihm fehlende Bereitschaft zur Hilfeleistung in der genannten Situation. Doch was waren Trumps tatsächlichen Worte? Siehe spiegel.de vom 18. Februar 2016: „Wenn die Terrororganisation ‚Islamischer Staat (IS) den Vatikan angreife, würde der Papst sich noch wünschen und dafür beten, dass Trump Präsident sei.“

      • @ hicesthodie

        Noch einmal: Papst Pius XI. hat in seiner Enzyklika Quadragesimo von 1932 geschrieben:

        „Nach Recht und Pflicht walten wir Kraft unserer höchsten Autorität des Richteramtes über die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen…Die von Gott uns anvertraute Hinterlage der Wahrheit und das von Gott uns aufgetragene heilige Amt, das Sittengesetz in seinem ganzen Umfang zu verkündigen, zu erklären und – ob erwünscht, ob unerwünscht – auf seine Befolgung zu dringen, unterwerfen nach dieser Seite hin wie den gesellschaftlichen, so den wirtschaftlichen Bereich vorbehaltlos unserem höchstrichterlichen Urteil“

        Solch ein Urteil des amtierenden Papstes ging auch in Richtung Hillary Clinton, wenn er sagte: „Abtreibung ist kein kleineres Übel! Das ist ein Verbrechen. Es ist jemandem umbringen, um einen anderen zu retten. Es ist das, was die Mafia macht.“ Nach der vorliegenden Aussage hat Papst Franziskus seine Kritik an der Abtreibung auf das Thema Verhütung bezogen und damit eben das zur Abtreibung Gesagte „postwendend mit der Befürwortung von Verhütung in Ausnahmefällen ad absurdum geführt“. Wie Sie sehen, bemühe ich mich um ein gerechtes Urteil gegenüber Papst Franziskus. Sie können es ja anders halten, wenns Ihnen anders beliebt.

        @Prochristo1
        Sie sagen zu mir: „Sie legen Trump fälschlicherweise Worte in den Mund, die er so nicht gesagt hat und zitieren spiegel.de vom 18. Februar 2016: „Wenn die Terrororganisation ‚Islamischer Staat (IS) den Vatikan angreife, würde der Papst sich noch wünschen und dafür beten, dass Trump Präsident sei.“ Da ich gewohnt bin, auch undiplomatische Aussagen zu interpretieren, habe ich erkannt, dass Trump mit der Möglichkeit gedroht hat, im Falle seiner Wahl und einer unmittelbaren Bedrohung Roms durch die Terrormiliz IS die USA nicht Hilfe leisten zu lassen. Damit habe ich Trump nichts in den Mund gelegt, sondern etwas aus diesem entnommen.Was ist daran falsch? Zudem wäre ein solcher Fall NATO-Bündnissfall und der Kriegseintritt der USA nicht vom Gebet des Papstes Franziskus abhängig.
        @ hicesthodie: Überzeugend oder wieder „etwas zu bemüht“?

      • Korrektur @ hicesthodie
        Es muss heißen:
        „Nach der vorliegenden Aussage hat Papst Franziskus seine Kritik an der Abtreibung auf das Thema Verhütung bezogen und damit eben das zur Abtreibung Gesagte nicht „postwendend mit der Befürwortung von Verhütung in Ausnahmefällen ad absurdum geführt“.
        Er hat auch die künstliche Verhütung abgelehnt, nicht aber die „Vermeidung“ beim Vorhandensein von ehelichen Kindern.

        Lesen Sie, was der Moraltheologe Prof. Spindelböck heute in einem Kommentar auf kath.net zu diesem Interviewteil gesagt hat.

      • Noch einmal, Sophus, ich habe Verständnis für Ihr Anliegen, Bergoglio gegen Angriffe zu verteidigen, weil aus Ihrem Widerspruch – anders als bei anderen Berufsoppositionellen dieses Forums – kirchliche Gesinnung spricht.

        Allein, man kann mit Ihrem Zitat aus Quadragesimo anno wohl kaum begründen, warum es einem Papst geraten sein solle, sich ohne Not in den amerikanischen Wahlkampf einzumischen und einem Kandidaten öffentlich das Christsein abzusprechen, um dadurch das Sittengesetz in seinem ganzen Umfang zu verkünden. Das ist doch nun wirklich an den Haaren herbeigezogen!

        Was nun Hochwürden Spindelböck betrifft, so habe ich mir seine Einlassung auf kath.net mehrfach durchgelesen, bin aber leider zu keinem Ergebnis gelangt, was uns der Moraltheologe damit eigentlich sagen will. Fakt ist doch, dass Bergoglios Äußerungen überall so verstanden wurden, wie sie verstanden worden sind, nämlich, dass die MÖGLICHE gesundheitliche Bedrohung menschlichen Lebens durch Zika Viren eine Verhinderung (Verhütung) von Schwangerschaften moralisch rechtfertige. Das ist aus folgenden Gründen eine schwerwiegende moraltheologische Falschaussage:
        1. Ist es medizinisch nicht nachgewiesen, dass Zika-Vieren für die ihnen zugeschriebene Missbildungen bei Neugeborenen überhaupt verantwortlich sind.
        2. Wird dadurch impliziert, dass die Gefahr schwerer gesundheitlicher Beeinträchtigungen bei Neugeborenen (also auch Gendefekte ect. pp) ganz generell die Verhütung von Schwangerschaften moralisch legitimieren.
        3. Wird dadurch intendiert, dass menschliches Leben mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Gott weniger bejaht und gewollt und also weniger wert, bzw. gar keinen Wert besitzt, da man seine Entstehung ja verhindern darf. Das ist darwinistisches Denken und schlägt allen Menschen mit schwerer körperlicher und geistiger Behinderung ins Gesicht. Nächstens stellt Bergoglio öffentlich fest, dass Menschen mit Gendefekten sich gefälligst nicht Vermehren dürfen, und Sie und Herr Spindelböck rechtfertigen das auch noch sybillinisch als mit der Lehre der Kirche vereinbar, weil der, der es sagt, als Papst zu gelten habe. Ein Papst aber kann auch in Sittenfragen Kraft seines Amtes nichts der Lehre der Kirche Widersätzliches lehren.

        Und was soll das Gerede von erlaubter „Vermeidung“ von Nachwuchs bei bereits vorhandenen Kindern?? Welcher diabolischen Logik ist denn diese bergoglionische Anti-Karnickelmoral entsprungen? Rechtfertigen Sie mir bitte mit diese Aussage mit moraltheologischen Argumenten!

      • @ hicesthodie

        Im besagten kath.net-Kommentar ist der diesbezügliche Interviewteil in einen größeren Kontext gestellt, was was Ihnen nicht entgangen sein dürfte. Da sagt der Moraltheologe Prof. Josef Spindelböck:

        „Zuerst hat sich der Papst in diesem Interview jedenfalls eindeutig von der Abtreibung abgegrenzt, denn die Frage lautete, ob die Kirche in einem solchen Fall einer möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung des Kindes einer schwangeren Frau durch das ZIKA-Virus entsprechend den Vorschlägen mancher Personen und Institutionen auch auf Abtreibung und Kontrazeption als „kleineres Übel“ zurückgegriffen werden könne.

        Ganz klar war hier die Antwort des Papstes: „Die Abtreibung ist kein geringeres Übel, sondern ein Verbrechen. Es bedeutet, den einen zu eliminieren, um einen anderen zu retten. Töten ist das, was die Mafia tut.“

        Dann ging der Papst auf die anderen Aspekte ein: „Was das geringere Übel betrifft, und zwar jenes, eine Schwangerschaft zu vermeiden, so handelt es sich um einen Konflikt zwischen dem fünften und dem sechsten Gebot. Der große Papst Paul VI. hat Nonnen in Afrika erlaubt, im Hinblick auf Fälle von Vergewaltigung Kontrazeptiva zu benutzen. Man darf jedoch das Übel der Vermeidung einer Schwangerschaft – für sich betrachtet – nicht mit Abtreibung verwechseln. Die Abtreibung ist kein theologisches Problem, sondern ein menschliches Problem; sie ist ein medizinisches Problem. Eine Person wird getötet, um eine andere zu retten – in den ‚günstigeren‘ dieser Fälle – oder damit es einer anderen bessergeht. Sie richtet sich gegen den Eid des Hippokrates, den die Ärzte ablegen müssen. Sie ist ein Übel in sich selbst, aber kein religiöses Übel, sondern sie ist ein menschliches Übel am Beginn. Und offenkundig wird sie, weil sie ein menschliches Übel ist – so wie jede Tötung – verurteilt.“
        ……
        „Eine Schwangerschaft zu vermeiden ist hingegen nichts absolut Böses, und in bestimmten Fällen, wie in jenem von mir erwähnten Fall des seligen Paul VI., ist das klar. Ich möchte die Ärzte auffordern, alles zu tun, um Impfstoffe gegen diese Mücken zu entwickeln, die jenes Übel bewirken. Darauf soll man hinarbeiten.“

        „Soweit als der hier direkt aus dem Italienischen übersetzte Text von Papst Franziskus. Für unvoreingenommene Leser lautet das Resultat dieser Aussagen: Vermeidung von Schwangerschaft bei schwerer gesundheitlicher Gefährdung des Nachwuchses ja, doch Verhütung nein – so lautet der Standpunkt der Kirche, den auch Papst Franziskus mit seinem Interview, das wieder einmal tendenziös wiedergegeben wurde, nicht in Frage stellen wollte und konnte!
        Papst Paul VI. hatte in der Enzyklika „Humanae vitae“ im Hinblick auf den einvernehmlich und in sittlich geordneter Weise vollzogenen ehelichen Verkehr festgestellt: „Ebenso ist jede Handlung verwerflich, die entweder in Voraussicht oder während des Vollzugs des ehelichen Aktes oder im Anschluss an ihn beim Ablauf seiner natürlichen Auswirkungen darauf abstellt, die Fortpflanzung zu verhindern, sei es als Ziel, sei es als Mittel zum Ziel.“ (Nr. 14).

        Das heißt, auch wenn es aus wichtigen Gründen sittlich geboten erscheinen mag, die Zahl der Nachkommen zu begrenzen, so darf hier kein Weg gewählt werden, der mit dem Sittengesetz unvereinbar ist. Der Rückgriff auf Methoden der künstlichen Verhütung verbietet sich von daher ausdrücklich, während die gemeinsame Rücksichtnahme der Ehegatten auf die unfruchtbaren Zeiten der Frau als Form der natürlichen Empfängnisregelung in Einklang steht mit dem Willen Gottes“.

        Papst Franziskus steht mit seiner Stegreifrede nach Prof. Spindelböck nicht unter dem „Einfluss diabolischer Logik“, wie Sie zu lästern belieben, sondern sehr wohl innerhalb der Lehre der katholischen Kirche, wenn er den Unterschied zwischen der Verhütung mit Verhütungsmitteln und der Vermeidung einer Zeugung durch NER im Sinne von „Humanae vitae“ anklingen lässt.

      • @ Sophus
        Dann soll der Vatikanstaat Mitglied der NATO werden, dann kann er im Falle eines Angriffs durch den Islamischen Staat den Bündnisfall beanspruchen gemäß § 5 des Vertrags.
        Viele Deutschen wären froh, auf die Militärhilfe der USA verzichten zu dürfen. Aber niemand fragt uns, ob wir amerikanische Atom-Bomben in Ramstein haben wollen.

      • Mit den italienischen Katholiken kann Papst Franziskus zufrieden sein. Sie kriegen so wenige Kinder wie nie zuvor.

      • @ Leo Laemmlein
        Sie entgegnen mir: „Dann soll der Vatikanstaat Mitglied der NATO werden, dann kann er im Falle eines Angriffs durch den Islamischen Staat den Bündnisfall beanspruchen gemäß § 5 des Vertrag“.
        Sie wissen schon, dass der Vatikanstaat innerhalb Roms liegt!? Wenn also Trump mit der Möglichkeit droht, im Falle seiner Wahl und einer unmittelbaren Bedrohung Roms durch die Terrormiliz IS die USA nicht Hilfe leisten zu lassen, dann ist die Hauptstadt des Nato-Staats Italien bedroht und der Bündnisfall für die komplette Nato tritt ein, ob Ihnen das gefällt, oder nicht.

      • @Sophus: Nun verknüpfte aber Bergoglio seine Rede von der „Vermeidung“ von Schwangerschaften mit dem Beispiel der kongolesischen Ordensfrauen, die, aufgrund von systematischen Vergewaltigungen in Kriegszeiten – nach Meinung eines vatikanischen Moraltheologen – erlaubter Weise Kontrazeptiva benutzten, um Schwangerschaften außerhalb der Ehe zu vermeiden. Bergoglio selbst setzt also „Vermeidung“ und „Verhütung“ von Schwangerschaften gleich, und so hat ihn auch die Journaille und alle Welt richtiger Weise verstanden (http://www.katholisches.info/2016/02/19/franziskus-und-zika-virus-der-papst-als-trittbrettfahrer-der-abtreibungslobby/). Hochwürden Spindelböcks Rettungsversuch in allen Ehren, aber er greift bezüglich Bergoglios Äußerungen nicht! Und noch eins: wieso die „natürliche Familienplanung“, die schließlich ganz bewusst mit dem Ziel eingesetzt wird, ehelichen Nachwuchs zu vermeiden, nicht unter das Verdikt von Humanae Vitae Nr. 14 fallen soll, nur weil man – bei gleicher Absicht – keine künstlichen Verhütungsmittel benutzt, halte ich persönlich auch für verlogen. Eine Ehe und deren Sexualakte sollten letzlich nach dem Willen Gottes immer offen für Nachwuchs sein. Es ist daher in meinen Augen diabolisch, Eheleute aufzufordern, sich nicht wie die Karnickel zu vermehren!

    • An dieser speziellen Stelle ist @ sophus recht zu geben – unqualifiziertes Gehetze gegen F. mit schiefen Argumenten ist zwar nichts zum „Fremdschämen“, aber es wäre ein Anlass, sich dafür zu schämen für die, die eine durchweg inkompetente, hämische und auf bloßen Ressentiments und halbgaren frommen Vorurteilen beruhenden Kritik.

      Immer noch muss in allen Dingen die derzeit zugängliche Faktenlage geprüft werden.
      Und da das generell nicht leicht ist für Jetzt-Zeit-Beurteilungen, sollte man Kritik auf der objektiven Ebene anbringen.

      In F.s Verwirrtheit, sei sie scheinbar oder echt, spiegelt sich die tatsächliche Verwirrung der politischen Lage.

      • Korrektur:

        …für die, die eine durchweg inkompetente, hämische und auf bloßen Ressentiments und halbgaren frommen Vorurteilen beruhenden Kritik herumposaunen.

      • Meine Bemerkung über das Fremdschämen, auf das Sie hier anspielen, Beste, bezog sich auf @carlos Kommentar. Bitte vor dem Hetzen lesen, Gnädigste!

      • Nun, für einen Papst, der Griechisch so übersetzt wie im Remnant-Auszug oben angegeben, muss man sich tatsächlich schämen.

      • @ hixesthodie

        So vergesslich?
        Vor dem Absenden Ihrer Häme, Hetze und Ausfälligkeiten sollten Sie, um sich nicht spätestens beim Jüngsten Gericht, wie Sie es jetzt so bestürzend verweigern, für die eigenen Fehler schämen zu müssen, Ihre Unflat erst mal noch mal mit kühlem Verstand lesen und am besten schnell wieder löschen.

        Ihre Beiträge schüren nur Hass und Zorn.
        Sachhaltiges schreiben Sie niemals.
        Und dass Ihnen so viele Beifall klatschen, ist ein Armutszeugnis für dieses Forum.

        Das ist exakt auf dem Niveau, das man auf Islamistenwebsites antrifft.
        Pfui!

  10. Die teils befremdlich „politisch korrekten“ Aussagen des Papstes in diesem ad hoc Interview können durchaus als Folgeerscheinung seiner Aussage in einem früheren Interview mit dem Freimaurer und Atheisten Scalfari gesehen werden:
    -
    [….]
    „Proselytismus ist eine Riesendummheit, er hat gar keinen Sinn.
    Man muss sich kennenlernen, sich zuhören und das Wissen um die Welt um uns vermehren…
    Die Welt ist durchzogen von Straßen, die uns voneinander entfernen oder die uns näher zusammenbringen, aber das Entscheidende ist, dass sie uns zum Guten hinführen…
    Jeder von uns hat seine Sicht des Guten und auch des Bösen.
    Wir müssen ihn dazu anregen, sich auf das zuzubewegen, was er als das Gute erkannt hat…
    Das würde schon genügen, um die Welt zu verbessern…
    Die Liebe zum Anderen, die unser Herr gepredigt hat, ist kein Proselytismus, sondern Liebe.
    Liebe zum Nächsten, ein Sauerteig, der auch dem Gemeinwohl dient.“
    -

  11. @ Leo Laemmlein
    Ja, ich kann mich auch erinnern, wie immer wieder gewettert wurde gegen die >kaltetrockenebürokratischeAmtskirchedass Jesus viel menschlicher gesprochenMamaZentralkommitee< der deutschen Katholiken bis heute überlebt hat. (Als ich dieses Wort zum ersten Mal in einer Geschichte von Heinrich Böll las, glaubte ich, der ausgefuchste Rheinländer hätte das satirisch
    gemeint…

  12. Da mein Kommentar offensichtlich bei der Übertragung verstümmelt wurde, wiederhole ich:
    Es wurde immer viel gewettert, dass die Kirchensprache kalt, trocken und bürokratisch sei und dass Jesus viel menschlicher gesprochen habe. Nun, die alte Kirche sprach tatsächlich mit einer gewissen altrömischen Gravitas, die mehr nach Weihrauch als nach ungewaschenen Füßen roch. Die heutige Kirche dagegen schwankt zwischen klebrigster Sentimentalität (die Kirche als Mama – ich musste dabei unwillkürlich an Heintje denken) und einem eiskalten, knochentrockenen Bürokratenjargon, der selbst einen Erich Mielke frösteln ließe. Bezeichnenderweise hat den neukirchlichen Änderungswahn ausgerechnet ein Wort aus dem 19. Jhdt. überlebt: Das „Zentralkommitee“ der deutschen Katholiken. Ich hielt diesen Ausdruck zuerst für eine satirische Erfindung!

  13. „Papst“ Franziskus ärgert sich wahrscheinlich nicht so sehr über den Präsidentschaftkandidaten Trump, sondern eher über die Katholiken der USA, die ihm eben nicht so zu Füßen liegen. In den USA kann dieser Papst mit seinem theologischen Marxismus nicht so punkten wie sonstwo.

    Gerade aus den USA weht ihm soz. mit der schärfste Wind ins Gesicht und das kann er nicht ab. Die Amerikaner lassen sich da nicht so einlullen von seiner lateinamerikanischen Armenstory, die ja weithin nur zur Instrumentalisierung ganz anderer Ziele dient.

    • Ergänzung: die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse eines Großteils der Menschen in Lateinamerika bedürfen ganz gewiß einer umgehenden Verbesserung. Da ist zuviel Ungerechtigkeit und Verelendung nach wie vor. Den Schrei der Armen darf man nicht überhören und da ist es gut, wenn der Papst sich zu deren Sprachrohr macht: es muß in der Tat vieles sozialer werden (in einem wahrhaft christlichen Geist) innerhalb Lateinamerikas selbst und dann auch auf Weltebene.

  14. @Franzel Ja zu Ihrem Statement, aber nicht durch Sozialismus, sondern durch Hilfe zur Selbsthilfe. Es gilt den Menschen ihre Würde wiedergeben, die Eigenachtung und nicht die lebenslange Zwangsalimentierung durch Umverteilung. Auch vor der Kirche der Armen, von der Franziskus so oft spricht, graust mir, sie wäre eine Klientelkirche, die nicht die Tore des Himmels öffnet, sondern statt dessen für Einige systematisch verschließt, derweil sie der falschen gesellschaftlichen Schicht angehören. Diese Kirche ist dann nicht mehr katholisch – wörtlich übersetzt für Alle. Damit kommen wir zu dem Fall Franziskus gegen Trump. Ich dachte wir wären im Jahre der Barmherzigkeit. Dann hätte doch zunächst die brüderliche Ermahnung an Trump genügt, ja ich hätte sie als Christenpflicht empfunden. Denn die brüderliche Ermahnung gehört nach wie vor zu den Werken der geistigen Barmherzigkeit.

    • Ich bin nicht für den staatlichen Sozialismus und Zwangswirtschaft und Kollektivismus. Und auch nicht für Umverteilung wie es so verstanden wird von Ideologen.
      Aber es sollte doch so sein, daß jeder in Sicherheit leben kann und sich keine großen Gedanken machen müßte, was er morgen oder übermorgen essen und anziehen kann und daß Hilfe im Krankheitsfalle getan wird.
      In den Klöstern ist das doch auch schon immer praktiziert worden. Einer ist für den anderen da und alle ziehen an einem Strang. Es ginge um wirklich gelebte Nachfolge Christi in Liebe und Demut.
      Da müßte es eine Umkehr geben. „Sucht zuerst das Reich Gottes und alles andere wird euch hinzugegeben.“ So meine ich das eigentlich.
      Danke für Ihre Antwort geehrter @Hans.

  15. @Zeitschnur:

    Ich habe auf dieser Seite schon viele Häresien gesehen, aber Ihre ist bei weitem die Bösartigste und Dümmlichste.

  16. Er spricht mit gespaltener Zunge, noch ist er widersprüchliche die Synagoge Satans inklusive Massenmedien lieben ihn. Kinder seht die Zeichen!

  17. Trump – IS und Vatikan – Hilfe der US : wird hier wirklich niemand hellhörig? Lesen Sie doch Protokoll 17 der „Protokolle der Weisen von Z.“!! Natürlich weiss jeder, dass die P. eine Fälschung sind . . .

  18. Die Republikaner -bes. die der religiösen Rechten- South Carolinas haben sich zu Recht einen Kehrricht um das interventionistische Geschwätz Bergoglios geschert. Donald Trump hat Bergoglio angemessen pariert.

    • @ J. G. Ratkaj
      Was Sie sagen, ist nicht haltbar. In N.C. leben hauptsächlich Protestanten. Trump ist einer von ihnen. Wem wundert sein Vorwahlergebnis?

      Einmal googlen hätte genügt:

      „North Carolina ist Teil des Bible Belt (engl. für Bibelgürtel), in dem die Bevölkerung traditionell mit einer überwältigenden Mehrheit protestantisch war und im späten 19. Jahrhundert die Southern Baptists dominierten. Durch den Zuzug von Bürgern aus den nördlichen Staaten und Immigranten aus Lateinamerika steigt der Anteil der Katholiken und der Juden kontinuierlich, 2007 betrug der Anteil der Katholiken 7 %“ .

      Aber den Forums-Mainstream bedienen, ist offensichtlich auch für Sie angenehmer!

      • In einigen Medien wurde aber so getan als ob Donald Trumps Entgegnung ihm eventuell schaden könnte, weil einige fantastisch zu suggerieren versuchten die konservativen Baptisten South Carolinas wären irritiert wegen der Irritation zw. Donald Trump und Bergoglio. Freilich hat ihm das gerade erst recht einen gewissen Auftrieb in South Carolina beschert, da die konservativen Baptisten natürlich nicht sich ihren Kandidaten von Rom bestimmen lassen werden und es sie es fölgerichtig überhaupt nicht interessiert wie man dort über ihn denkt.

  19. @ hicesthodie u.a.

    Wie Sie wissen, ist Historiker ein Wissenschaftler, der sich mit der Erforschung und Darstellung der Geschichte beschäftigt. Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) akzeptiert allerdings nur solche Mitglieder, die einen entsprechenden Universitätsabschluss oder der Geschichtswissenschaft gewidmete literarische Arbeiten vorweisen können.

    Unter diesem modernen Anforderungsprofil darf sich auch der Jude Josephus Flavius, der Vorwürfen gegen seine eigenen Werke entgegentreten musste, einen Historiker nennen, nicht zuletzt deswegen, weil er sich zu dem um 100 n.Chr. gültigen Anforderungen an die antike Geschichtsschreibung, wie folgt, bekannt hat: „Man sollte doch wissen, dass, wer anderen eine Überlieferung wahrer Taten verspricht, zuvor selbst genau Kenntnis davon erlangt haben muss, entweder dadurch, dass er selbst den Ereignissen folgte, oder dadurch, dass er sich bei denen erkundigte, die sie kennen“ (Jüdischer Krieg, Cap. I . 53).

    Um seinem letzten Halbsatz zu genügen, habe ich mir als Abonnent der Würzburger Tagespost die Möglichkeit geschaffen, die täglichen Predigten und Ansprachen von Papst Franziskus im Orginal lesen zu können und mein Urteil über den Papst durch Kommentare des Redaktionsteams, vor allem des Romkorrespondenten, absichern und durch qualifizierte Leserbriefe ergänzen zu können.

    Wenn ich die Jauchekübel, die in diesem Forum von Kommentatoren, aus welchen Gründen auch immer, über Papst Franziskus ausgegossen werden, mit seiner Orginalstimme und jenen Kommentartimmen vergleiche, kann ich gar nicht in ein „Entscheidungsdilemma“ (Leo Laemmlein)zwischen diesen Papst und seinen Verteuflern kommen, auch wenn sich Papst Franziskus, der gemäß der Lehre der Kirche unter Mitwirkung des Heiligen Geistes zum Stellvertreter Gottes auf Erden gewählt worden ist und damit auch im Namen Jesu Christi spricht, sich nicht der Theologensprache bedient, an der gemessen man ihn hier gerne als Häretiker usw. abqualifiziert. Ganz zu unrecht,wie ich meine,zumal es kein Internet-Lehramt von zufällig postenden Laien geben kann.

    • Bester Sophus, wie Sie ganz richtig anmerken, handelt es sich hierbei um ein Forum, das weder dem Verbande der Historiker und Historikerinnen Deutschlands angehört, noch sich zur Aufgabe setzt, die für den immerhin obersten Lehrer und Interpreten des Glaubens äußerst irritierende Originalstimme Bergoglios auf Lehramtsniveau zu trimmen, wie es den Romkorrespondeten eines mehr oder weniger unabhängigen Periodikums zukommt, sondern dessen Wert gerade darin besteht, des Volkes Stimme wiederzuspiegeln, sprich, dem Ausdruck zu geben, was beim (Kirchen)Volke (und das setzt sich bekanntlich und natürlicher Weise aus ganz unterschiedlichen Verstehenshorizonten zusammen) an Widersprüchlichem und Falschen in Bergoglios Verkündigung und Amtsführung hängen bleibt. Und das ist in der Tat beachtlich. Jeder, der ein solch verantwortungsvolles Amt wie Bergoglio ausübt, einschließlich seiner Berater, sollte daher Gott, seinem Schöpfer, auf Knien (ach so.. na, meinenthalben auch stehend..) für ein solches Forum danken und die einmalige Gelegenheit nutzen, hier dem Volke aufs Maul zu schauen, um daraus fürderhin, so man dazu überhaupt willens und in der Lage ist, die entsprechenden Lehren für seine Amtsführung zu ziehen.

      Und wenn Ihnen, als Historiker, dieses Forum derart zuwider ist, was ich durchaus nachvollziehen kann, wenn ich mir Ihren Standpunkt vergegenwärtige, dann frage ich mich, warum Sie sich mittels Einlassungen hier überhaupt die Finger schmutzig machen.

      Nicht, dass ich Ihre Positionen nicht hören wollte, ganz im Gegenteil – und ich habe es Ihnen gegenüber mehrfach zum Ausdruck gebracht – ich bin für Korrekturen und alternative Optionen aus dem Geiste kirchlicher Gesinnung IMMER dankbar. Daher würde ich es ausdrücklich begrüßen, wenn Sie sich auch weiterhin in dieser Richtung hier verbreiten.

      Allein, mir fehlt im Gegenzug bei Ihnen etwas die Empathie für jene, die dem Regierungsstil Bergoglios, sagen wir einmal, kritisch gegenüberstehen. Da könnten Sie auch etwas an sich arbeiten. Vielleicht käme es dann wenigstens hin und wieder nicht nur zur verbalen Ringkämpfen, sondern, wie zu hoffen steht, zu einem echten, beide Seiten befruchtenden Austausch.

      • @ hicesthodie
        Danke für Ihre Antwort!
        Meine reduzierte Emphatie gilt nicht den sachlichen Kritikern, sondern den gehässigen Verteuflern des Papstes und denen, die seinetwegen die katholisch Kirche verlassen haben oder verlassen wollen und Pro-domo-Äußerungen von sich geben, die keineswegs Volkes Stimme widerspiegeln! Was meine eigene Verweildauer im Forum betrifft, so warte ich das endgültige Synodenpapier ab, das noch vor Ostern vom Vatikan veröffentlicht werden soll.

        Unten können Sie lesen, was ich gerade @ Wolfram Schrems zum „Jesuitischen“ in Papst Franziskus empfohlen habe. Er möge überprüfen, ob bei der Zick-Zack-Rhetorik des Papstes nicht der Teufel, sondern „nur“, wie bei Jesuiten nicht unüblich, die Dialektik Hegels Pate gestanden hat, die dem pastoralen Selbstverständnis des Ordens im Gegensatz zur Scholastik eher entspricht.

  20. @ Totus Tuus. Genau so ist es. Bei zeitschnur habe ich immer mehr den Eindruck – oder besser gesagt – die Ueberzeugung, diese Dame ist ein Agent Provocateur.Solche Leute bestraft man am besten, indem man sie völlig ignoriert.

Comments are closed.