Das zweite Video des Papstes – „Sich um das gemeinsame Zuhause kümmern“

"Das Video des Papstes" Nr. 2 - Gebetsmeinungen des Papstes für den Monat Februar 2016
"Das Video des Papstes" Nr. 2 - "Gebetsmeinungen" des Papstes für den Monat Februar 2016


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(Rom) Nach dem „unsäglichen“ Video (Messa in Latino) vom Januar wurde nun ein zweites Video des Papstes veröffentlicht, das erneut als „Das Video des Papstes“ verbreitet wird. Dieses Mal mit den Gebetsmeinungen des Papstes für den Monat Februar. Erneut wendet sich Papst Franziskus persönlich mit einer Botschaft an die Welt.

Das erste Video wurde am Dreikönigsfest, den 6. Januar über die sozialen Netzwerke publiziert. Am 6. Februar folgte nun das zweite Video.

Die Absicht im ersten Video mit Papst Franziskus war der „Dialog“. Egal ob Gut oder Böse, entscheidend sei, daß man miteinander redet. Dazu wurden Christen, Juden, Moslems und Buddhisten auf eine Stufe gestellt und die Religionen als gleichwertig dargestellt: das Jesuskind neben Menorah, islamischer Gebetskette und einer Buddhastatue. Dem Papst wurden synkretistische Tendenzen vorgeworfen. Der Theologe Klaus Obenauer schrieb, der Papst müsse sich entscheiden: entweder Nathan der Weise oder Jesus Christus.

Keine Gebetsmeinungen, sondern ökosoziale Verhaltensanleitungen

Im zweite Video geht es um die Umwelt, den Erhalt des Planeten und gegen Umweltverschmutzung. Im Video fordert der Papst einen „Wandel“: „Frei von der Sklaverei der Verbraucherherrschaft.“ Es brauche eine „neue Lebensweise“. „Weil wir einen Wandel brauchen, der uns alle vereint.“

Das Video wird zwar als „Gebetsmeinungen des Papstes“ verbreitet, doch ruft der Papst nicht zum Gebet auf, sondern fordert zu Verhaltensweisen auf. Der Papst ruft, statt zum Gebet, zur Bewahrung der Schöpfung im Sinne des Umweltschutzes auf. Seine Bitte lautet: „Sich um das gemeinsame Zuhause kümmern“. Wie bereits im ersten Video, ist von Gebet und Gebetsanliegen keine Rede.

Das Video wurde wiederum vom Gebetsapostolat, einer dem Jesuitenordens anvertrauten Gebetsinitiative, verbreitet. Produziert wurde es erneut von der Medien- und Werbeagentur La Machi von Barcelona unter Aufsicht des vatikanischen Fernsehcenters CTV.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Youtube (Screenshot)

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123 Comments on Das zweite Video des Papstes – „Sich um das gemeinsame Zuhause kümmern“

  1. Das ist vollkommen areligiös. Man weiß nicht, ob man gerade in der Kinowerbung für eines dieser kapitalistischen Produkte für den hemmungslosen Konsum sitzt oder in einer Wahlkampfveranstaltung für Politschwärmer. Es ist ja nicht mal klar, um welche politische Botschaft es geht: „Nie wieder Krieg“? „Proletarier aller Länder etc.?“ „Bewahrung der Schöpfung“? „Müllvermeidung“?
    Von Gott keine Rede, nur davon, dass Gläubige und Ungläubige doch angeblich alle dasselbe wollen.

    Nee – wer jetzt immer noch nichts merkt, der setzt sein Seelenheil aufs Spiel.
    Und ich sage es noch mal und immer wieder:
    Die angeblichen guten Bischöfe müssten aufschreien!
    Aber sehen wir doch der Wahrheit tapfer ins Auge:
    Sie schweigen. Ob in Afrika, Liechtenstein, den USA oder Deutschland oder im fernen Kasachstan!

    Und keine Antwort von ihnen…ist auch eine Antwort.

    All ihr armen Leute, die ihr euch von diesen Leuten durch ein paar fromme Dosensprüche und ein bisschen alten Kirchenpomp täuschen lasst: aufwachen!

    Und bitte sagt hinterher nicht, man hätte es nicht wissen oder sehen können.
    Doch: Man kann!
    Und es ist nicht nur der böse F. am Agieren, nein: die gesamte Hierarchie ohne Ausnahme. OHNE Ausnahme!
    Die einen, weil sie das alles freudig befördern, die andern, weil sie es durch Schweigen und passives Gewährenlassen unterstützen.

    • „Von Gott keine Rede, …“
      Sie haben vollkommen recht, kein einziges Wort von IHM kam über des Papstes Lippen.
      Dieser Text, den Papst Franziskus hier vorlas, hätte von jedem stammen können, auch vom überzeugtesten Atheisten.

      Als Repräsentant einer Umweltschutzorganisation wäre er sicher bestens geeignet.
      Als Papst indessen …?
      Kostet es ihn denn eine solch große Überwindung von Gott zu sprechen?
      Wenn es so wäre, was sagte das dann über ihn aus?

      @zeitschnur, Sie prangern das Schweigen der Bischöfe an. Ich kann das, was Sie sagen, nachvollziehen.
      Doch bedenken Sie, alles braucht seine Zeit.
      Wohl auch die Bischöfe, die sich überlegen, wie sie angemessen reagieren wollen, sollten und müssten.

      • Allen wohl und niemanden wehe!
        Was hier Papst Franziskus in schön klingenden Worten in der neuen Videobotschaft anmahnt, ist nun wiklich nichts neues oder geistig Inspirierendes.

        Und wenn er sich einerseits so häufig gegen Kapitalismus und seine negativen Auswüchse wendet, frage ich mich andererseits, warum er dann immer wieder Leute eben dieser Geld-, Gesellschafts- und Machtclique empfängt?
        Denkt er etwa, er könnte sie umstimmen und bekehren?
        Ist es nicht eher so, dass diese Damen und Herren den Eindruck gewinnen könnten, sie hätten Papst Franziskus auf ihre Seite gezogen?
        Wenn er den Kapitalismus und seine Protagonisten wirklich verachtet, läge es an ihm, Flagge zu zeigen und sich diesen Herrschaften gegenüber etwas zurückzunehmen.
        Ich weiß, der Papst ist auch so etwas wie ein Staatsoberhaupt, aber muss ein Staatsoberhaupt unbedingt jeden empfangen?
        Papst Franziskus hat einen anderen Auftrag, dessen sollte er sich bewusst sein.

      • Wieso die Bischöfe sich öffentlich nichts gegen F. sagen trauen? Ich denke, die Absetzung von Kardinal Burke stellt ein abschreckendes Beispiel für Nachahmer dar.

        Einigermaßen passend zum Thema war heute auf ARTE eine Dokumentation über die ‚wahre Macht des Vatikans‘ im zweiten Weltkrieg zu sehen. Den etwa gleichen Inhalt hatte letztens ein Interview von Michael Hesemann auf K-TV, wahrscheinlich wegen dem Holocaust-Gedenktag.
        Es ging um die Frage, warum der Papst nicht energischer gegen die Deportationen von Juden in Konzentrationslager eingetreten ist. Nach seiner Bitte, die Nazis mögen wenigstens getaufte jüdische Christen verschonen, wurden diese sogar zuerst deportiert, vor den ungetauften Juden. Auch die Heilige Edith Stein war da dabei.
        Daraufhin hat Papst Pius, der in Hitler den personifizierten Teufel gesehen hat, es den Bischöfen überlassen, zu protestieren oder auch nicht.

        In der Doku wurde auch gleich angeführt, wie es zur Einsetzung von Papst Paul VI gekommen ist. Er, der als vatikanischer Staatssekretär Montini eigenwillig und zu liberal war wurde zum Erzbischof von Mailand ernannt, die Kardinalswürde wurde ihm nicht verliehen, um diesen Menschen nicht Papst werden zu lassen. Genau das Gegenteil passierte, er wurde der nächste Papst und was dann passierte weiß man ja.
        Das Gleiche war doch bei Bergoglio, er war emeritierter Erzbischof von Buenos Aires und trotzdem wurde er Papst. Wahrscheinlich wollte man gerade das verhindern, seitens der in Argentinien verantwortlichen Geistlichen. Die Parallelen erscheinen mir auffallend. Kein Wunder, dass Bergoglio so auf die Heiligsprechung Pauls VI bestand.

    • Sehr geehrte @zeitschnur
      Sie haben mit Ihrer schon mehrmals deutlich geäußerten Kritik sicher nicht ganz Unrecht. Die handvoll Bischöfe, die ab und zu die Tradition der Kirche anmahnen, eine tritentinische Messe feiern oder einen Gebetsaufruf starten, tun sicher nicht genug, um das Ruder herumzureißen. Warum tun sie nicht mehr? Wo ist der laute Aufschrei, wo der offene Widerstand? Vielleicht sind sie wirklich zu feige, vielleicht sind sie um die Einheit der Kirche besorgt, vielleicht haben sie nicht das Format eines Lefebvre, vielleicht gefällt ihnen Ihre aktuelle Position zu gut, vielleicht sind sie kann garnicht so wirklich dagegen, vielleicht …. wir wissen es nicht.
      Was aber ist Ihre Konsequenz aus dieser und in dieser Situation? Außerhalb der Kirche gibt es ja kein Heil, Gruppierungen wie die Priesterbruderschaft Pius X lehnen Sie ab und innerhalb der Kirche gibt es auch kein Heil mehr. Was also sollen die Menschen tun, die Sie -zurecht – wachrütteln?

      • @Alfred Porsche
        Sie haben speziell @zeitschnur angesprochen, ich wage es trotzdem, einzuhaken.
        „Wohin soll ich mich wenden?“
        Dieses Lied fällt mir da spontan ein.
        Es ist tatsächlich nicht einfach heutzutage!
        Wenn Papst Franziskus glaubt, die katholische Kirche in die Gegenwart hieven oder ihr einen neuen Anstrich verpassen zu müssen und man da nicht mitgehen möchte oder kann, so bleibt nur unser Handeln.
        Sich Priester oder eine Pfarrei suchen, in der würdig zelebriert wird, denn es gibt sie noch, diese Oasen in der Wüste.
        Konsequent zur Bruderschaft St. Pius wechseln – oder auszuharren und auf bessere Zeiten zu hoffen?
        Zwischen beiden letzteren Möglichkeiten pendele ich gerade.
        Es ist die Zeit dazwischen, doch es ist klar: irgendwann muss entschieden werden.

    • Es ist neojesuitisch, würde ich sagen.
      Was ihr Mantra über die angeblich schweigenden Bischöfen (Gab nicht Schneider jüngst wieder ein Interview, das als Kritik am Papst verstanden werden kann!? Ach ja, in Ihren Augen fromme „Dosensprüche“.) und Ihre ganz unsinnige Verknüpfung mit dem in tridentinischen Messen zur Ehre Gottes verwendeten „Kirchenpomp“ betrifft, so kann man nur sagen, dass dies einfach nur pubertäre Sprüche sind, die Sie hier klopfen.

      Bei diesem Widerstand, den Sie – übrigens ganz zu recht – anmahnen, muss man jedoch klug und überlegt vorgehen. Würden – und ich habe Ihnen das schon einmal versucht begreiflich zu machen – einzelne Kardinäle und Bischöfe in der Weise vorpreschen, wie Sie es uns aus Ihrem Schreibsessel in Hintertupfingen vorzustellen belieben, dann würden diese nichts weiter erreichen, als sich selbst zu verheizen. Der Widerstand muss konzertiert erfolgen. Die Familiensynode wäre eine gute Gelegenheit gewesen, diesen Bergoglio und seine jesuitische Kamarilla Knockout zu setzen. Man hat es nicht getan. Der Widerstand ist nicht organisiert, wie und woher auch! Man hat die aus Gottes Gnade gewährte Regentschaft Benedikts ungenützt verstreichen lassen, man hat sein Bemühen, der Tradition eine Basis IN der Kirche zu verschaffen, von der aus sie gegen die Konziliaren hätte vorgehen können – und sei es nur mit besseren Früchten – einfach nicht verstanden. Man war bequem, misstrauisch und hatte Angst, sich aus den vermeintlich sicheren, selbstgeschaffenen Reservaten hinwegzubegeben, hinaus ins Freie.

      Auch jetzt ist es doch noch so: gibt es Protest, wenn Kardinäle gemobbt, wenn Bischöfe ihrer Diözesen und Orden ihrer Rechte beraubt werden!? Nein, ganz im Gegenteil! Jeder duckt sich weg und denkt doch nur an sich und ist froh, wenn es ihn nicht getroffen hat. Sollen die doch mit ihren Problemen fertig werden. Es herrscht keine Solidarität unter den Lehramtstreuen.

      Und auf dieser Seite, die immerhin im Artikelbereich das Unrecht beim Namen nennt, sind doch Sie und Thomas Kovacs die ersten, denen es aus reiner Lust am Opponieren Vergnügen bereitet, für die Täter Verständnis einzufordern und die Opfer zu verhöhnen („Nein!?“ „Lüge!?“ Soll ich ihrer beiden diesbezüglichen Geschreibsel heraussuchen!?) Also reißen Sie nicht so weit das Maul auf! Dass die Umstände furchtbar sind, wissen wir alle. Und das sie durch Ihre Zuschriften auch nicht besser werden, sondern nur noch schlimmer, ist Ihnen doch hoffentlich bewußt, oder!?

    • „Aber sehen wir doch der Wahrheit tapfer ins Auge: Sie schweigen.“ Woher wollen Sie das so genau wissen? Verfügen Sie über die Gabe der Multilokation, um bei jedem Bischof gleichzeitig und ohne Unterbrechung zu sein und aufzupassen, was/ob der Bischof was zum Thema sagt?

      Nur weil Sie nichts vernehmen, heißt das noch lange nicht, dass „die“ Bischöfe schweigen.

    • Lass doch die worte des papstes einfach einmal an dich herankommen. Ändere dein verhalten gegenüber den mitgeschöpfen. Und schon hat der film seinen sinn gehabt.

  2. Ein wichtiges und in sich gutes Anliegen, das unser Papst aufgreift und uns Gläubigen anbietet.
    Gelobt sein Jesus Christus in seinem Stellvertreter auf Erden

    • Da kommt der Papst aber spät daher. Diese Bilder und Traktate hatten wir schon vor reichlich dreißig Jahren. Das holt keinen Hund hinter dem Ofen mehr hervor. Club of Rome, Dr. Gruhl und Co sind die Altvorderen, die das schon publizierten.“Ein Planet wird geplündert“, das gab es schon.

      • Aber leider bisher ohne viel Konsequenzen im handeln! Und ich denke, darum geht es Franziskus! „Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber Ihr Herz ist weit weg von mir“ – so verstehe ich Gebet nicht! Gebetsanliegen, die unser Herz und unser Tun nicht verändern, sind wenig wert. Ich sehe in dem Video wahrlich Gebetsanliegen genug!

    • Was soll denn das noch ? Das ist uns alles doch bekannt und wird schon längst beackert von tausend Konferenzen. Damit kann heute keiner mehr punkten. Wieso Jesus in seinem „Stellvertreter“ gelobt sein kann, ist wohl eine Eigenerfindung, das paßt schon gar nicht. Über die Frage der Stellvertretung scheinen auch viele Irransichten unterwegs zu sein.

      • Ergänzung:
        Vielleicht spricht er im nächsten Video über den Fortbestand der „Brezelbäcker“?

      • Das kaum, aber im Juli lässt der Papst für das deutsche Volk beten. Wer hätte das gedacht? Ist das nicht eine freudige Überraschung? 🙂 :-):-)
        Sehen Sie selbst!: „…für die einheimischen Völker, die in ihrer Identität und Existenz bedroht sind, dass sie gebührenden Respekt und Schutz erfahren…“

  3. Kritik an der Redaktion ist hier offensichtlich nicht zulässig. Ich habe nicht gedacht, dass Sie so empfindlich sind.

  4. Franziskus hat seinen Beruf oder Berufung verfehlt. Er hätte in die Politik oder
    als Lobbyst in die Wirtschaft gehen sollen, dort hätte er wenigstens keinen Scha-
    den anrichten können. Das ganze Video atmet Zeitgeist und ist weit entfernt von
    einer christlichen Botschaft. Das Problem ist, dass man Franziskus als Papst sieht
    und deshalb keinerlei Kritik übt, da ja normalerweise, nach der Glaubenslehre, der
    Papst vom Hl.Geist geführt wird. Hier sind aber erhebliche Zweifel angebracht, es
    sei denn, der Hl.Geist will uns prüfen oder heimsuchen. Der Oberhirte wandert auf
    schlüpfrigen Pfaden und die Herde läuft ohne Führung hin und her. Damit gibt Fran-
    ziskus den Kirchenfeinden und Kasperianern Wasser auf ihre unseligen Mühlen und
    ermuntert sie noch mehr zu wagen, im Hinblick auf den Zeitgeist und den gottlosen
    Zielen.

    • Sehr geehrter @fredius
      Ich habe eine „technische Bitte“ an Sie: ich lese Katholisches.info meist auf dem Handy. Dort ist der Zeilenumbruch – wegen des anderen Bildschirmformates – anders als auf dem Computer oder Laptop. Da Sie am Ende jeder Zeile die Return-Taste drücken, führt das dazu, dass Ihre Beiträge sehr schwer zu lesen sind. Wenn Sie den Zeilenumbruch den Rechner machen lassen und sich die Return-Taste für das Ende eines Absatzes aufheben, werden Ihre Beiträge leichter zu lesen und zu verstehen.
      Bitte denken Sie nicht, dass ich Sie kritisieren will – ich bin weit davon entfernt! – ich möchte Sie nur auf diese Tatsache hinweisen, die Ihnen vielleicht garnicht bewusst ist.
      Danke für Ihr Verständnis!!

      • Kanadier @ Vielen Dank für Ihren Hinweis. Leider bin ich kein Computer-Experte und habe nicht ganz kapiert. Wenn ich nicht die Returntaste am Ende der Zeilen drücke,
        dann wird der Schreibtext erst recht auseinander gerissen. Aber ich habe auf Ihr Wort ! hin, jetzt den Versuch gemacht.

        Bitte um Info !

  5. Franz versperrt mit seiner Diesseitigkeit den Weg zum Himmelreich.
    Der Stifter unserer Religion hat den Wert des Himmelreiches immer betont, Franz und Kardinaele wissen es besser, sie machen sich als Anwaelte um des ewigen Lebens auf Erden verdient, beachtlich.
    Christus mit seinem Ansinnen liegt bei ihnen voellig falsch.

  6. Franziskus I. verhält sich eigentlich mehr wie das Oberhaupt eines Staates, des Vatican-Staates eben. Ein Politiker od. Diplomat. Benedikt XVI. ist dagegen das geistliche Oberhaupt der Römisch Katholischen Kirche. Vielleicht sollte der Vatican das für die Zukunft immer so halten, ein geistliches Oberhaupt (analog e. weltichen Kanzlers) und ein politisch diplomatisches Oberhaupt (ähnlich eines Bundespräsidenten)der dem Mainstream nach dem Munde redet.

    • Noch besser wäre es, wenn er wieder das tun würde, wozu er berufen ist: der Whrheit Zeugnis zu geben!
      Undiplomatisch
      aber
      Wahrhaftig

  7. Im Anfang erschuf Gott den Himmel und die Erde.
    Und die Erde war vollkommen. Und sie wird wieder vollkommen sein, in der Neu-Schöpfung der Neuen Erde (und – für alle, die es glauben können – wird sind dort schon fast angekommen, es fehlen wenige Jahre).

    Jeder muss aber persönlich an seiner seelischen Reinigung arbeiten, wenn er für die Neue Erde zugelassen werden will!

    Der oberflächliche, äußerliche „Umweltschutz“ dieser ärmlichen Erde ist nichts zu dem, was der Himmel an Reinigung der ganzen Schöpfung geplant hat (inklusive Erde). Der Mensch alleine könnte niemals den Schaden wiedergutmachen, den er angerichtet hat, nicht einmal jenen auf die physische Natur beschränkten.

  8. Wer ist schon gegen Umweltschutz? Niemand. Die Frage ist doch immer, wie kann ich das erreichen. Und hier befindet man sich sofort im politischen Minenfeld. Das kann nicht Aufgabe einer Kirche sein, die in Europa vor allem um ihr eigenes Überleben kämpft. (und sich dessen in den oberen Reihen noch immer nicht bewusst ist)

  9. Eine gute Art, sich an die Christen und an alle Menschen weltweit zu wenden, per Film und gut geschnittenen Sequenzen unterlegt mit griffigem Text. Mit Themen, die uns als Menschen alle betreffen. Im Januar : miteinander reden, sich kennenlernen, sich austauschen. Im Februar : Gottes Schöpfung bewahren, gegen Konsumwahn und die Früchte der Erde zu zerstören. Beide Filme wollen zum handeln auffordern. Es geht im positiven Fall um Verhaltenänderung, es geht darum selbst aktiv zu werden im Sinne eines positiven, zukunfsfähigen Handelns. Im Januar : Gespräch statt Verurteilung bzw. Gespräch und miteinander statt gegeneinander zu kämpfen. Im Februar : Die Bewahrung der Schöpfung – ein Thema das unabhängig von Religion und Weltanschauung alle Menschen betrifft. Weiter auch : Wirtschaft soll sozial- und ökologisch sein. Konsum kann nicht Lebenszweck sein. Das direkte Verhaltensänderungen einschneidender sind und die Aufforderung dazu auch schmerzlicher ist, als eine ignorierbare Gebetsmeinung, die in einer Aussendung veröffentlicht wird, lässt doch einige Katholiken irritiert zurück.

    • Sorry, aber F. redet wie ein Vertreter von „Greenpeace“. Ein Papst hat andere Pflichten. In erster Linie hat er das Heil des Menschen im Auge durch die Vermittlung der wahren Lehre Christi. F. vermittelt diese nicht. Im Gegenteil. Er versucht sie zu zerstören. Wäre er im Sinne Christi, würde ihn die Welt nicht lieben. Da die Welt ihn aber liebt..—was sagt uns das???

  10. So etwas in diese Richtung kann man ja machen, dann sollte man aber auch die wirklichen Ursachen und Verursacher nennen, so wie dieser Wissenschaftler dies hier tut – Link: https://www.youtube.com/watch?v=OokU-0rHWrs und Link: https://www.youtube.com/watch?v=vuAC8QE0ZRA — Papst Franziskus sagt, dass wir Kleinen mit Mülltrennung u.a. auf die Natur achtgeben sollen und für den Schutz der Natur beten sollen (das machen ja die meisten von uns). Wer „A“ sagt, sollte aber auch „B“ sagen. Wer die Welt wirklich kaputt macht im größten Stil sind nämlich Firmen wie Montsanto und die Oligarchen, die uns mit TTIP, CETA und co. in den ökologischen und demographischen Untergang pushen wollen.

    • Ergänzung: Vom selben Autor, der das Buch „Bankenmafia“ geschrieben hat, noch ein sehr gutes Interview über die ‚ökonomischen‘ Hintergründe: https://www.youtube.com/watch?v=TyCiVgHxrmA — Ich finde, dass wenn Papst Franziskus solche Ursachen und die wirklichen Verursacher der Lobbyisten nicht benennt, dann ist seine Analyse einseitig. Beten sollten wir natürlich trotzdem, weil unser Herr und Gott auch vieles verhindern kann und uns sowie die Natur beschützt.

      • Wer wirklich wissen will, was hinter den Kulissen abläuft und was seit Jahrzehnten an globalen Planungen umgesetzt wird, sollte sich unbedingt diesen Film hier ansehen, „Endgame (Doku) Die Globale Versklavung“: https://www.youtube.com/watch?v=Fu66OCA0Zac — da werden auch an einer Stelle die wirklichen Hintergründe von „Planned Parenthod“ gezeigt, das in Wirklichkeit ein superfinanziertes Eugenik-Institut der Eliten ist ! Solange ein Papst solche Hintergründe nicht offen erklären kann, kann er uns auch nicht über die CO2-Lüge, die Asyl-Lüge und andere Systemlügen aufklären. Die Menschen wachen immer mehr auf, aber unsere Hirten werden an der Nase herumgeführt und viele von ihnen laufen deswegen Gefahr eines Tages von den Bürgern und auch vom Herrgott dafür haftbar gemacht zu werden. Gott Vater, Herr Jesus Christus, erbarme Dich unser !

      • Wichtig: Wenn wir sehen, dass gewisse Gruppen und Menschen bestimmte Dinge auf diesem Planeten beeinflussen, dann ist es wichtig, dass wir nicht in Ablehnung, Animosität oder gar Hetzerei verfallen. Auch diese Menschen unterliegen Zwängen, auch sie tragen schwer unter der Last der Verantwortung. Unser Herr Jesus Christus lehrte uns zu beten für die, die uns ablehnen zu beten und sie zu segnen: „…segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen,…“ (Mt 5, 44). Paulus sagte ja hierzu: „So ermahne ich euch nun, daß man vor allen Dingen zuerst tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und alle Obrigkeit, auf daß wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Denn solches ist gut und angenehm vor Gott, unserm Heiland,…“ (1. Tim 2, 1-3). In diesem Sinne: Gott Vater, Herr Jesus Christus, erbarmer Dich unser (allen) !

  11. Was ich nicht verstehe, ist, dass keiner der kritischen Kommentatoren auf der Original- Website das Video mit Daumen nach unten bewertet hat. Ich war der erste, gegen 15 Daumen nach oben. Bitte drückt auf den Link oben im hier eingebundenen Video, geht auf die Originalseite und bewertet das Video.

  12. Ja ja wir werden immer zum Handeln aufgefordert,brav Müll trennen,IMMER fragen wo was herkommt und wie produziert wird usw.usw.
    Wir müssen über Wale und Robbenbabys weinen aber um die eigenen,zu Laborratten degradierten Kinder,hmmm,nein,ach das ist ja Klinikmüll nichtwahr!?
    Langsam habe ich nur noch Magenverstimmungen ob dieser unfassbaren Heuchelei.
    Aber es MUSS ja so kommen,der große Abfall ist ja vorhergesagt und wir sind nun mittendrin.
    Je toller sie es treiben,um so schneller ist es vorbei.

  13. Jeder Christ (egal welche Konfession) sollte die drei Bände

    „Verschwörung gegen die Kirche“ von Maurice Pinay
    und
    „Die Unterminierung der Katholischen Kirche“ von Mary Ball-Martinez

    gelesen haben.
    Wenn man diese Bücher durchgelesen hat, dann weiss man auch was in der katholischen Kirche los ist.

  14. Wirtschaftlich und ökologisch ist die Welt nicht zu retten, sondern ausschliesschlich auf geistlichem Wege. Diese Kernzaussage Jesu scheinen
    einige vergessen zu haben.

    • Genau,aber am Schlimmsten ist,das auch die Kirchenoberen,allen voran der Papst, das anscheinend vergessen haben!!

  15. Das Video kommt diesmal ohne ein Kreuz aus – das Pektorale ist ständig verdeckt, sodaß ohne dieses Ärgernis munter dialogisiert werden kann. Mit kirchlicher Verkündigung hat das nichts zu tun, wohl aber mit dem postkonziliaren Niveau vieler Ortsgemeinden, denen sich der Päpstliche Stuhl medienprofessionell angleicht (Geruch der Schafe und so). Die Dämonen wird’s freuen …

  16. Was einem Mann wie Franziskus vermutlich nie einleuchten wird ist,
    daß die früheren Gebetsorden, die sich beinahe ausschliesslich dem Gebet widmeten, vermutlich sogar mehr für den Umweltschutz tun konnten, als die heutigen „Aktionisten“. Fasse es wer kann.

  17. Sicherlich dürfte es von Interesse sein, die „Gebetsmeinung“-Inhalte der folgenden Monate im Überblick zu kennen. Welche „Videobotschaften“ noch folgen werden Sehen Sie in anschliessender Gesamt-Auflistung; es ist offenbar so, dass immer der erste Teil einer jeden „Gebetsmeinung“ in Form einer „Videobotschaft“ präsentiert wird:

    -
    „Gebetsanliegen von Papst Franziskus für das Jahr 2016

    JANUAR
    Wir beten zu Gott unserem Vater,
    dass ein aufrichtiger Dialog unter den Menschen verschiedenen Glaubens wirklichen Frieden und wahre Gerechtigkeit hervorbringen;
    für alle Christen, dass sie durch Gespräch und geschwisterliche Hilfe und mit der Gnade des Heiligen Geistes die Trennung im Glauben überwinden.

    FEBRUAR
    Wir beten zu Gott unserem Vater,
    dass wir auf die Schöpfung sorgsam achten, indem wir sie schützen und pflegen als kostbares Erbe für künftige Generationen;
    für die Christen in Asien, dass durch Begegnung und Dialog mit anderen Völkern gegenseitiger Respekt und Zuneigung wachsen.

    MÄRZ
    Wir beten zu Gott unserem Vater,
    für bedürftige Familien, dass sie Hilfe und Unterstützung erhalten, damit Kinder in gesunder und friedlicher Umgebung aufwachsen;
    für die verfolgten Christen, dass sie - begleitet vom Gebet der kirchlichen Gemeinschaft – standhaft und treu zum Evangelium bleiben.

    APRIL
    Wir beten zu Gott unserem Vater,
    für die Kleinbauern in vielen Ländern der Erde, dass sie Anerkennung und einen gerechten Lohn für ihre schwere und wertvolle Arbeit erhalten;
    für die Christen in Afrika, dass sie Zeugnis geben von ihrem Glauben und der Liebe zu Jesus
    Christus inmitten der politisch- religiösen Konflikte.

    MAI
    Wir beten zu Gott unserem Vater,
    dass die Frauen in aller Welt geehrt und respektiert werden und dass ihr wichtiger Beitrag zur Gesellschaft Beachtung und Anerkennung findet;
    dass Familien, Gemeinschaften und Gruppen den Rosenkranz beten für die Evangelisierung und den Frieden in der Welt.

    JUNI
    Wir beten zu
    Gott unserem Vater, für alle benachteiligten Menschen auf dem Lande und in den Weltstädten der Erde, dass sie Menschen begegnen mit Herz und helfender Hand;
    dass Seminaristen und Männer und Frauen, die in einen Orden eintreten, glaubwürdige Begleiter finden, die die Freude des Evangeliums leben.

    JULI
    Wir beten zu Gott unserem Vater,
    für die einheimischen Völker, die in ihrer Identität und Existenz bedroht sind, dass sie gebührenden Respekt und Schutz erfahren;
    dass die Kirche in Lateinamerika und in der Karibik das Evangelium mit neuer Kraft und Begeisterung verkünden kann.

    AUGUST
    Wir beten zu Gott unserem Vater,
    dass der Sport und sportliche Großveranstaltungen zur freundschaftlichen Begegnung zwischen den Völkern und zum Weltfrieden beitragen;
    dass Christen durch ihren Glauben, durch Rechtschaffenheit und Nächstenliebe die Worte Jesu im täglichen Leben bezeugen.

    SEPTEMBER
    Wir beten zu Gott unserem Vater,
    dass jeder Mensch zum Gemeinwohl und zum Aufbau einer Gesellschaft beiträgt, die die menschliche Person ins Zentrum stellt;
    dass die Christen in den Sakramenten und in der Heiligen Schrift Kraft finden für ihre missionarische Sendung.

    OKTOBER
    Wir beten zu Gott unserem Vater,
    für alle Medienschaffenden, dass sie durch ihre Arbeit motiviert werden, der Wahrheit zu dienen und für die Würde eines jeden Menschen einzutreten;
    dass der Sonntag der Weltmission in allen christlichen Gemeinschaften die Freude am Evangelium und an seiner Verkündigung erneuert und stärkt.

    NOVEMBER
    Wir beten zu Gott unserem Vater,
    dass alle Länder, die in großer Zahl Vertriebene und Flüchtlinge aufnehmen, Unterstützung und Solidarität erfahren;
    dass in den Gemeinden Priester und Laien zusammenarbeiten und sich im Dienst an der
    Gemeinschaft nicht entmutigen lassen.

    DEZEMBER
    Wir beten zu Gott unserem Vater,
    für alle Kinder, die Opfer von Gewalt und Ungerechtigkeit wurden: um mütterliche Menschen, die ihnen verständnisvolle Liebe und Hilfe entgegenbringen.
    -
    • Dass die Völker Europas die Schönheit, Güte und Wahrheit des Evangelium wieder entde-
    cken, die mit Jesu Geburt neue Lebenshoffnung schenken.

  18. Eine Frage zwischendurch, abseits dem Thema:
    Bin ich hier einem Fastnachtsscherz aufgesessen oder kann das tatsächlich stimmen:

    Radio Vatikan meldet:
    „… gab Franziskus bekannt, dass am kommenden 29. Mai im römischen Fußballstadion erneut ein Fußball-„Friedensmatch“ stattfinden wird.
    Am 7. Mai hingegen soll es, wie ebenfalls der Papst bekanntgab, in Las Vegas eine Boxpartie zwischen einem Muslim und einem Christen geben.
    Die sportlichen Events gehören zu einer Serie von interreligiösen Initiativen, die das Heilige Jahr der Barmherzigkeit begleiten.“

    http://de.radiovaticana.va/news/2016/02/04/papst_sagt_zwei_sportliche_events_an/1205887

    Ausgerechnet Las Vegas, diese kaltherzige Spieler-Stadt – einzig dazu da, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen.
    „Showrummel“ – kann ich da nur sagen.
    Was will Franziskus?
    Die katholische Kirche zerstören?
    Oder will er bekehren?
    Doch wären Menschen, die sich durch solch eine oberflächliche Kirche angesprochen fühlten, auf Dauer ein tragfähiges Fundament?

    • Nein, das ist definitiv kein Karnevalsscherz. Das ist eine Anti-Kirche, die sich der Strukturen der Una Sancta bedient, um einen Anti-Glauben zu implementieren. Mag sein, dass diese Leute zum großen Teil nur „Mitläufer“ des Antichristlichen sind und nicht überzeugte Kirchenzerstörer, aber praktisch gesehen läuft es aufs Gleiche raus. Der Pfarrer Milch – man mag zu ihm stehen, wie man will – hat etwas m. E. sehr Wichtiges über den Umgang mit den modernistischen Häresiarchen gesagt: Man solle doch nicht ständig mit der Lupe suchen gehen, ob einzelne ihrer Aussagen und Taten immer noch irgendwie katholisch sind oder doch nicht mehr. Wenn sich die Richtung in der kirchlichen Entwicklung wieder zum Guten ändern würde, würde das schlagartig geschehen, und so, dass es für alle offensichtlich wäre. Solange man rätseln müsse, wer von den Bischöfen und Priester noch katholisch sei, könne man davon ausgehen, dass gar nichts besser wird. Und da gebe ich dem Pfarrer Milch recht: Das hat es noch nie gegeben, dass man das Katholische in einen Papst künstlich hineininterpretieren musste, um noch seine Ehrenrettung betreiben zu können. Objektiv gesehen, ist Franziskus nämlich so „katholisch“ wie z.B. Gregor Gysi: Franziskus nimmt sich die Freiheit, selbst zu entscheiden, was er für richtig hält, und was nicht, anstatt sich einer geoffenbarten Wahrheit zu unterwerfen. Das ist nicht katholisch! Allerdings weiß ich nicht, ob er subjektiv für diesen Zustand verantwortlich zeichnet oder einem unüberwindlichen Irrtum folgt. Letzteres ist für mich eigentlich auch nicht interessant. Denn praktisch gesehen, läuft es für mich aufs Gleiche raus.

  19. Was soll das hier,dieses abgedroschen Phrasenhafte Getue „für die Bewahrung der Schöpfung-oder Evolution,laut Neusprech ? Angesichts zehntausender Atomraketen die in den Arsenalen vieler Nationen lagern und stündlich,täglich einsazbereit stehen,um unseren Planeten und die Zivilisation auszulöschen und für zig‘tausende Jahre in die primitivste Steinzeit vesretzten konnen!Kein Wort des Papstes dazu.Niente.Dass ist die wirkliche Realität,das ist das Damoklesschwert,das über allen unseren Köpfen schwingt.Noch Fragen? Na denn „Mahlzeit“…..

  20. Katholisch sein, heißt allumfassend sein. Endlich kümmert sich ein Papst um die Schöpfung, die ja Gott gemacht hat. Wir sind doch verpflichtet, gut zu unserer Erde zu sein.
    Wachset und mehret euch! Das bedeutet auch, die Erde zu bewahren.

    • @kümmernis
      Sie schreiben: „Endlich kümmert sich ein Papst um die Schöpfung, die ja Gott gemacht hat.“

      Das tun auch andere, sogar wir tun es – jeder nach seinen Möglichkeiten.
      @Jeanne dArc wie schon daraufhin:
      „Wer die Welt wirklich kaputt macht im größten Stil sind nämlich Firmen wie Montsanto und die Oligarchen, die uns mit TTIP, CETA und co. in den ökologischen und demographischen Untergang pushen wollen.“

      Glauben Sie wirklich, dass Monsanto und die anderen weltumspannenden Großkonzerne wegen des Februar-Videos eines Papstes ihre Geschäftsstrategieen umstoßen werden?

      • @Marienzweig — Nicht wegen des Papstvideos, aber eventuell, zumindest teilweise, weil ihnen kompetente Menschen erhellende Hinweise geben oder auch weil viele Menschen (TTIP-Demo in Berlin) auf die Strasse gehen. Weitaus besser ist es auch, wenn wir beten für alle diese Gruppen und Verantwortlichen, denn das hat uns unser Herr ja angewiesen (siehe mein post an 7. Februar 2016 um 10:59). Auch bei Montsanto können sich Dinge ändern. Die wissen zum Beispiel um die Probleme mit den „superweeds“: http://www.taz.de/!5032298/ – Diese Superunkraut-Auswirkungen machen auch die Böden kaputt. Goethe sagte zu solchen Situationen: „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ Wenn wir beten, kann Gott vieles lindern, abwenden und umändern. In allen Bereichen.

      • Nein, das glaube ich habe, aber es wird trotzdem, wenn es der Papst ausspricht, eon Stachel im Fleisch sein! Das ist wie bei Kindern – klar tum diese Dinge, die sie nicht tun sollten, aber sie sollten es wenigsten mit schlechtem Gewissen tun, weil sie wissen, es ist gegen den Wunsch der Eltern!

  21. Vielen Zuschreibern muss ich zupflichten. Die oberste Pflicht des Stellvertreters unseres Herren ist die Sorge um das Heil der Seelen.
    Bei allem rechten Verständnis um die Wahrung der Schöpfung bleibt das Heil der Seelen das erkennbare und ultimative Ziel der Botschaft Jesu Christi. Diese Botschaft hätte auch der heutige Papst zu vertreten.
    Statt dessen hören wir – als (pseudo-) wissenschaftliche Diktion – die Mär von der durch uns Menschen verursachten CO² induzierten Klimaveränderung als ultimative Glaubensbotschaft. Ich weiß, dass bisher kein Beweis für diese Theorie erbracht wurde und dass alle wissenschaftlichen Kritiker der Theorie mundtot gemacht wurden. Da der Papst seine Botschaft mit der Botschaft der von der UN unterstützten CO² Theorie verbindet, kann ich ihm nicht glauben. Jeder, der sich ohne Argumentation seines Glaubens entledigen will, nennt als Stichwort Gallilei. Dabei verlangte der damalige Ermittler der Katholischen Kirche, Robert Bellarmin, nur eines: Bringe uns Beweise. Gallilei konnte nicht, weil ihm die Newton-Gesetze noch unbekannt waren. Heute jedoch wird ohne Not Wissenschaftliches ohne Beweis zur Lehrdoktrin erklärt mit dem angeblichen Ziel, die Schöpfung zu retten. Was aus dem Seelenheil des Menschen wird – dem Kern der Botschaft Christi –, wir jedoch nicht mehr diskutiert und gelehrt.

  22. Am 3. des Monats besuchte Barack Obama eine Moschee. In einer Ansprache vertrat er die Auffassung, dass Muslime und Christen zum selben Gott beteten.

    https://answersingenesis.org/blogs/ken-ham/2016/02/04/president-obama-speech-christians-and-muslims-worship-same-god/?utm_source=facebook-aig&utm_medium=social&utm_content=presidentobamaspeechchristiansandmuslimsworshipsamegod-29836&utm_campaign=20160205

    Hat er das aus Nostra aetate? Präsident Obama und Papst Franziskus jedenfalls wirken ideologisch und politisch als ein Team für die Zerstörung der bestehenden und Installierung einer Neuen Weltordnung.

  23. @Marienzweig
    Diese „interreligiösen“ Sportevents – also auch dieser obskure Boxkampf – passen in ein dementsprechendes „Gebetsanliegen“ des Papstes für den August 2016; dort heisst es im ersten Teil, (der wohl wieder auch in einer fragwürdigen „Videobotschaft“ präsentiert werden dürfte):
    -
    „Wir beten zu Gott unserem Vater,
    dass der Sport und sportliche Großveranstaltungen zur freundschaftlichen Begegnung zwischen den Völkern und zum Weltfrieden beitragen;
    [….]“
    -

    Die Gesamtübersicht der „Gebetsanliegen“ für das Jahr 2016 ist in meinem vorigen Beitrag ersichtlich.

    • @defendor,
      ich habe Ihre Auflistung der noch kommenden Gebetsanliegen inzwischen gelesen.
      Diese ähneln in etwa den sonntäglichen Fürbitten in den Eucharistiefeiern, die in den meisten Fällen auch nur an der Oberfläche kratzen.
      Welche „interreligiöse“ Botschaft soll uns der geplante Boxkampf denn nun eigentlich vermitteln?
      Und dies dann auch noch in Las Vegas, der Stadt des Geldes und der Spielleidenschaft.
      Mich würde sehr interessieren, was die gesellschaftlichen Eliten über Papst Franziskus wirklich denken und was sie zueinander sagen, wenn sie ganz unter sich sind.

    • Zur Fasnachtszeit eine humoristische Anregung und Ergänzung an den Papst: Gütiger Gott, Bruder Jesus, mach dass die Milch nicht sauer wird und die Katz keine Jungen mehr kriegt.
      aber im Ernst-so eine verhumanisierte Art des Gebetes ist widerwärtig und abstossend! Humanismus-Nationalismus-Brutalismus?
      ist man da nicht auf einem gefährlichen Pfad?

  24. @ defendor:
    Sie werden es vielleicht nicht wissen aber bis auf die Einleitung: “ Wir beten zu Gott dem Vater“
    ist der Rest eine 1:1 Parole aus DDR-Zeiten,ich hau mich weg !!

    • @ Stella
      Die Februarfürbitten lauten:
      „Wir beten zu Gott unserem Vater,
      dass wir auf die Schöpfung sorgsam achten, indem wir sie schützen und pflegen als kostbares Erbe für künftige Generationen;
      für die Christen in Asien, dass durch Begegnung und Dialog mit anderen Völkern gegenseitiger Respekt und Zuneigung wachsen“!

      Wenn Sie glauben, eine „Parole aus DDR-Zeiten“ in dieser Doppelfürbitte zu erkennen, so hauen Sie sich ruhig weg! Bevor Sie aber wegsinken, möchte ich Sie auf die Doppelfunktion hinweisen, aus der heraus Papst Franziskus sich monatsweise an die Welt wendet: 1. als Staatsoberhaupt des Vatikanstaates und 2. als oberster Hirte der Katholischen Kirche. Aus beiden Funktionen spricht er voneinander unabhängige Bitten an Gott unserem Vater aus: die einen sind weltlicher Natur, die anderen christlicher Natur. Das ist ein durchgehendes Konzept, das ich nach Form und Inhalt akzeptiere. Ich wüsste auf die Schnelle kein besseres.
      Dass es Ähnliches in der DDR, vornehmlich unter Einschluss des Christlichen, gegeben haben könnte, vor allem bei 86% Konfessionslosen und aus dem Munde des immerwährend atheistischen Staatsratsvorsitzenden, halte ich für ausgeschlossen.

    • Es ist optisch gut gemacht, u.a. im Wasser spielende Kinder.
      Es sieht nach der Arbeit einer Werbeagentur aus, auch ein guter Hobbyfilmer könnte ähnliches machen.
      Ein guter Text dazu – und schon ist das Werk fertig.
      Für einen Papst, dem es doch ein Anliegen sein sollte, auch christliche Inhalte weiterzugeben, zu wenig, zu dürftig.

    • @ Leo Laemmlein
      Sie sagen zu meinem obigen Kommentar:“Wenn man sich als Heiligen Vater nicht nur der Katholiken und Christen, sondern der ganzen Menschheit und Welt ansieht, dann ist das schlüssig“.
      Ihr Wenn-Satz drückt Richtiges aus. Mit ihm sprechen Sie den Kommunikationszusammenhang der päpstlichen Gebetsanliegen für 2016 an. Papst Franziskus ist Adressant (Sender) in mehrfacher Funktion:

      Er ist Heiliger Vater für die Katholiken und in dieser pastoralen Funktion ihr oberster Hirte und Lehrer. In dieser Funktion soll seine Sendung von 12 Gebetsanliegen alle Katholiken, aber auch alle anderen Christen in aller Welt, Protestanten und Orthodoxe, erreichen.

      Er ist zweitens als Papst aber auch Staatsoberhaupt des Vatikanstaates und damit Mitglied in der Gemeinschaft der Regierenden und Teil dieser Welt. Damit sind alle Herrschenden dieser Welt seine Adressaten.

      Drittens wendet er sich als Jesuit seinem weltweit tätigen Jesuitenorden zu, der mit seinen 18 000 Ordensmitgliedern als größte unter den Ordensgemeinschaften in allen Staaten präsent ist oder zumindest sein will, die von eher höheren innerstaatlichen Positionen aus über weltweiten Einfluss verfügt und es vor allem vor Ort auch mit den weiteren drei Weltreligionen zu tun hat: dem Islam, dem Buddhismus und dem Hinduismus.

      Damit sendet der Papst über das Medium Internet im Jahr 2016 zwölf kurze Videoanliegen an vier unterschiedliche Empfänger aus, womit er über das Jahr hinweg in seinen geistlichen und weltlichen Anliegen insgesamt 48 international ausgerichtete Anstöße geben will – und damit natürlich auch bei einigen Katholiken, die alles auf sich selber zentriert wissen wollen, Anstoß erregen kann, weil sie deren päpstliche Absicht nicht würdigen können oder wollen.

  25. Nachtrag zu meinem Posting betreffs China: Die übrige Supermacht erweist sich in ihrem Imperialismus um keine Deut besser: Ausgaben der USA für militärische Aufrüstung:684 Milliarden Dollar jährlich. Zum Vergleich: Russland 84,5 Milliarden…

  26. Ich habe das Video gesehen. Es ist wieder von Bild und Toneffekten untermalt, die die humanistische Botschaft untermalen sollen. Glaubt er denn, es fiele niemandem auf, dass er seine Gebetsanliegen ausschließlich für humanistische Zwecke formuliert, anstatt für Seelsorgliches? Ließe man die Video-Effekte sowie den plakativen Titel „Das Video vom Papst“ weg, bliebe nur mehr die reine Botschaft übrig und es würde eher deutlich werden, welche antikatholischen Ergüsse er da zum Gebet vorschlägt.

  27. Und überhaupt: wie gedenkt er denn, soll sich ein gewöhnlicher Bürger um das, wie er es nennt, „gemeinsame Zu Hause“ kümmern?
    Soll man sich jetzt künstlich ein schlechtes Gewissen machen, ein angeblich so CO²-armes, aber sündteures, neues Auto kaufen oder sonstige geistigen Purzelbäume schlagen, nur weil „der Papst“ den Katholiken die CO²-Theorie(man beachte das Wort THEORIE!) glaubhaft machen will?
    Wenn dann noch das Stichwort Autofasten fällt, dann kann man sich doch nur noch an den Kopf greifen, bei so viel oberflächlicher, weltlicher Verirrung, die in der katholischen Kirche Einzug gehalten hat. Ich empfehle den F.-Anhängern mehr zu hinterfragen, alles nach der Wahrheit zu bewerten und nicht in Weltliches abzuschweifen. Nach dem Spruch „Ego sum via et veritas et vita“ unseren Herrn Jesus Christus.

  28. Die meisten Kommentare hier sind wieder einmal von einer geradezu hemmungs- und maßlosen „Hermeneutik des Misstrauens“ geprägt.
    Ich habe an den Gebetsmeinungen des Hl. Vaters für 2016 dagegen ganz und gar nichts auszusetzen!
    Im Gegenteil!
    Etwas mehr Demut stünde manchem Kritikaster durchaus gut an.

    • @Kassandro — Erklären Sie mir mal die größte Apostasie aller Zeiten seit dem 2. Vatikanischen Konzil und warum seit geraumer Zeit die Päpste die Oligarchen als wirkliche Problemverursacher nicht offen kritisieren. Meine Kritik gilt nicht Papst Franziskus, sondern vor allem dem subversiven System, das es geschafft hat die Katholische Kirche von innen her auszuhöhlen. Und warum benennt der Papst nur „Gott unseren Vater“, den er ja wohl auf die Stufe des ‚Allah‘ nivelliert, und nicht vor allem auch Jesus und Maria ? Katholische Christen sollen sich dem Geist der ‚Welt‘ angleichen.

  29. Oh Gott, was für ein peinlicher Allerwelts-Kitschfilm. Den hätte jede beliebige Umweltorganisation machen können. Als Papst hat er sich zum Obersten einer Religionsgemeinschaft wählen lassen. Von ihm erwartet man sich oberhirtliche, religiöse Wegweisung und Weichenstellung. Er soll die Umweltpolitik und die Sozialpolitik berufenen Kräften überlassen. Dieses sozialistische Geschwurbel war schon zu Zeiten von Marx und Engels nicht richtig.

  30. Die „Gebetsmeinung“ No.1 hat derzeit die Christenverfolgung zu sein.
    An jedem Tag, und insbesondere an jedem Sonntag. An jedem Tag werden Christen massakriert. Danach kommt lange Nichts…und nach einer laaangen Pause, können andere Gebetsmeinungen folgen. So wäre es angemessen.

  31. Wenn man aus falscher (feiger) Rücksicht auf andere Religionen nicht einmal diesen geschwisterlichen Liebes- und Barmherzigkeitsdienst jeden Sonntag! den christlichen Schwestern und Brüdern leisten will, so ist das das mehr als ein stetes Ärgernis.

  32. Wir beten zu Gott unserem Vater…
    Beten und bitten wir nicht (mehr) durch Christus unserem Herrn, zu Gott unnserem Vater? Wenn ja, warum sagt er es nicht… (aus diplomatischen Gründen?,bzw. weil in Gott, unserem Vater, für Christen der Dreieinige Gott angesprochen sei, und für die anderen eben ihr „Bild von“ Gott?)
    Ist diese Weglassung eine Vorraussetzung für den interreligiösen Dialog? Wenn ja, ist der Preis nicht zu hoch?

  33. „Hermeneutik des Wohlwollens“ ist der Name für eine immer seltener werdende Tugend. Sie meint die Haltung, beim Hören oder Lesen einer Äußerung zunächst eine möglichst positive Absicht zu unterstellen. 
    Dieses sind zitierte Sätze aus einem am 16.01.2016 in der kathol. Zeitung „Die Tagespost“ von Johannes Hartl, dem Leiter des Augsburger Gebetshauses, verfassten Artikel, die auch hier zutreffen.

    • Sie sagen es:
      Einem anderen Menschen grundsätzlich zuerst einmal mit Wohlwollen zu begegnen und ihm bei seinem Tun gute Absichten zu unterstellen ist nicht nur eine Tugend – es sollte eigentlich selbstverständlich sein.
      Es mag ja wirklich nicht ganz einfach sein, Fürbitten so zu formulieren, dass sie möglichst viele Menschen ansprechen, vielleicht sogar Nichtgläubige. Und die Themenauswahl sollte so sein, dass sie die vielen drängenden Probleme unserer Zeit zur Sprache bringen.
      Wo anfangen, wo aufhören?
      Dennoch, beim Lesen dieser Gebetsmeinungen, der doch sicher eine Zeit der inneren Vorbereitung und des intensiven Nachdenkens vorausgingen, entsteht der Eindruck von Routine.
      Nichts, was wirklich aufrüttelt, alles kommt relativ glatt daher.
      Für einen Papst, einem Menschen in dieser herausragenden, auch geistigen Position scheint mir das Ergebnis zu kärglich.
      Papst Franziskus ist Repräsentant der weltumspannenden katholischen Kirche. Dürfte man da nicht etwas mehr erwarten?

  34. Ich stimme mit zeitschnur überein, daß die Zeit gekommen ist für die treuen Kardinäle und Bischöfe, aufzustehen und etwas dagegen zu tun.
    Aber für jeden glaubenstreuen Christen wäre es auch an der Zeit, aufzustehen und aktiv (zusammen mit dem Gebet und Aufopferungen) etwas zu tun. Man wird aber nichts erreichen, weil jeder in Ruhe gelassen werden und auch nichts wissen will.

    Man muß befürchten, daß ein „Aufstand“ von Kardinälen nur ein Schlag ins Wasser wäre und ihnen und der Sache selbst am meisten schaden würde.
    Es gibt kein Halten mehr in der Kirche. Jeder und jede muß sich selbst und/oder zusammen mit Gleichgesinnten retten- immer im Blick auf den Herrn.

      • Liebe Marienzweig: unter „retten“ verstehe ich das tägliche Rosenkranzgebet für die Bekehrung der Bischöfe, Priester usw., Deutschlands, Europas, der gesamten Welt und andere gute Gebetsanliegen im Großen und Kleinen.
        Sehr wichtig die hl. Messe (mit Beichte) und eucharistische Anbetung, auch wenn der Tabernakel verschlossen ist, denn Jesus ist da.
        Gutes tun im Alltag und sich nicht von allen unmöglichen kirchlichen und weltlichen Nachrichten verwirren lassen, sich nicht zuviel daraus machen; einfach treu bleiben.

      • Retten können/sollten wir uns in die „neue Arche“.
        Nämlich in das unbefleckte Herz Mariens. Sie wird unser sicherer Zufluchtsort sein!

  35. @ Sophus und alle:
    Ich greife mal ein paar Hauptanliegen aus diesen Gebetsmeinungen heraus:
    -häufig erwähnt „Weltfrieden“
    -gerechter Lohn für alle
    -Kinder sollen in Frieden aufwachsen
    -Frauen sollen respektiert werden ( hätte eigentlich die Gebetsmeinung für März sein müssen)
    -Sport soll dem Frieden und der Völkerverständigung dienen
    -es soll eine Gesellschaft errichtet werden,wo der MENSCH im Mittelpunkt steht-allein schon das ist ein Unding aus dem Munde eines Papstes
    Das waren und sind doch eins zu eins die Programmpunkte der Sozialisten/Kommunisten,das würde auch Gregor Gysi sofort unterschreiben.
    Die paar Nennungen von „Gott“ oder „Gebet“ sind doch nur das christliche Mäntelchen.

    • @ Stella
      Lesen Sie bitte, was ich heute, den 8. Februar 2016 um 11:54, zum Gesamtanliegen des Papstes @ Leo Laemmlein geschrieben habe. Dann überdenken Sie bitte Ihren eigenen Kommentar von 12.43!

  36. @ Franzel
    Ich möchte inhaltlich an das anschließen, was ich oben zu @ Leo Laemmlein gesagt habe und die vorschnellen Verurteiler der päpstlichen Internet-Aktion und Befürworter einer bischöflichen Palastrevolution an den maßvollen Rat von Rabbi Gamaliel, dem damaligen Lehrer von Paulus, erinnern, der dem Sanhedrin im Umgang mit Petrus, Johannes und Jakobus empfohlen hat: „Steht ab von diesen Menschen und lasst sie, denn ist dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen, so wird es zerstört werden, ist es aber von Gott, nicht werdet ihr sie zerstören können …..“ (Apg 5, 38-39).

    Vom anfänglich zurückhaltenden Sanhedrin hat die junge christliche Gemeinde vom Berg Zion aber nicht lange profitieren können. Schuld waren wohl in erster Linie Tempelpriester und Schriftgelehrte, die angesichts der hohen Zahl an christlichen Konvertiten in Jerusalem den Sanhedrin zur Gewaltanwendung (Hl.Stephanus usw.) zwangen – unter ihnen Saulus, der Schüler Gamaliels, der in diesem Punkt das kluge Wort seines Lehrers vorerst zum eigenen Nachteil missachtete

  37. Insbesondere ein Papst hat die Ewige Wahrheit Jesus Christus zu verkünden, sei es gelegen oder ungelegen. Wenn nun gleichsam „humanistische“ Botschaften ohne jeglichen Bezug zur Ewigen Wahrheit Jesus Christus verbreitet werden und dabei – wie hier bereits richtig angemerkt – eine „Brüderlichkeit“ ohne die wahre Vaterschaft Gottes propagiert wird, so kommen diese „Botschaften“ einer Mitarbeit an menschengedachten „Friedens und Gerechtigkeits“ Mauerwerken gleich….die freilich in sich zusammenfallen werden. Aktuell feiert die Entthronung Christi „humanistische“ Erfolge….unter Mithilfe der nachkonziliaren „Öffnung“.

    Deutlicher als mit der Aufzeigung der nachkonziliären „Veränderung“ des
    Hymnus‘ „Te saeculorum principem“ lässt sich die modernistische „Fensteröffnung“ für den Welt-Geist nicht manifestieren….
    im folgenden Hymnus sind die Strophen 2, 6 und 7 in der nachkonziliaren Liturgie – mit der auch das Fest auf den letzten Sonntag im Kirchenjahr verschoben worden ist – ersatzlos entfernt worden…!!!!

    -

    Hymnus des Christkönigsfestes

    1. Den hehren Fürst der Ewigkeit,
    der Völker Herrscher Jesus Christ,
    ihn ganz allein erkennen wir
    als aller Herzen König an.

    2.Es ruft der Gegner wilde Schar:
    „Wir wollen nicht,
    dass Christus herrscht!“
    Doch wir erklären freudig, gern,
    als allerhöchsten Herren ihn.

    3. O, Christus, hehrer Friedensfürst,
    beug der Rebellen trotzig Haupt,
    und führe die Verirrten all
    zur einen Herde wieder heim!

    4. Dafür hängst Du am Kreuzesstamm,
    die Arme weithin ausgespannt,
    und zeigst Dein liebeglühend Herz,
    das von dem Speer durchstoßen ist.

    5. Dafür wohnst Du auf dem Altar,
    verborgen unter Wein und Brot,
    und strömst aus der durchbohrten Brust
    in Deiner Kinder Seelen Heil.

    6.Dir schuldet jede Staatsgewalt
    Verehrung, öffentlichen Ruhm;
    Dich ehre Recht und Wissenschaft,
    Gesetze, Künste achten Dein!

    7.Es neige jede Königskron
    und jedes Zepter sich vor Dir!
    Mach jedes Haus und jedes Land
    mit milder Hand Dir untertan!

    8 Dir, Jesus, sei das Lob geweiht,
    der Du das Weltenzepter führst,
    mit Gott, dem Vater, und dem Geist
    von Ewigkeit zu Ewigkeit!
    Amen.
    -

    Christus ist also König über die ganze Welt, und Nichts, aber auch wirklich Nichts kann sich seiner Macht entziehen.

    Papst Pius XI. erklärt es in seiner Christkönigsenzyklika Quasprimas;

    Christus ist König
    kraft eines angeborenen Rechtes,
    weil er der Gottmensch, also wahrer Gott ist,
    und
    er ist es auch
    aufgrund eines erworbenen Rechtes,
    da er die Welt erlöst und alle Menschen sozusagen mit seinem Blute erkauft hat.

    Dass nicht alle diese Erlösung annehmen wollen ist die Entscheidung ihres freien Willens.

    Papst Leo XIII. über die Herrschaft Christi:
    -

    „Seine Herrschaft erstreckt sich
    nicht nur
    auf die katholischen Völker,
    auch nicht nur auf jene,
    die durch die Taufe von Rechts wegen der Kirche angehören,
    mögen auch irrige Anschauungen sie fernhalten oder Uneinigkeit sie von der Liebesgemeinschaft scheiden,
    sondern
    sie umfaßt auch jene,
    die den christlichen Glauben nicht besitzen;
    somit untersteht im vollsten Sinne die ganze Menschheit der Herrschaft Jesu Christi“.
    -

    Wenn sich also der Papst an die Welt wenden will, dann darf das soziale Königtum Christi niemals wegtoleriert werden, auch nicht von einem immer bestimmender auftretenden – hoministisch geprägten – „Humanismus“.

  38. @ defendor

    Drei Fragen an Sie, die Sie mit Hilfe der Münchner Konkordanz zum Neuen Testament durch Auszählen beantworten können:
    1. Wo und wie oft ist in den Evangelien von einem „sozialen Königtum Christi“ die Rede?
    2. Wo und wie oft ist in den Evangelium vom „Königtum der Himmel“ , wofür Petrus die Schlüssel erhalten hat, die Rede?
    3.Was schließen Sie aus dem Ergebnis der Auszählung?

    • Kurz gesagt: Papst Franziskus betet Allah an und verlangt Alkah-Anbetung von den Katholiken und Christen. Damit ist er ein falscher Prophet, der die Menschen zu einem falschen Gotteskult verführt. Insofern die Römisch-Katholische Kirche diesen falschen Propheten anerkennt, ihm Autorität und Macht einräumt, sich von ihm repräsentieren, vertreten und (ver)führen lässt, ist sie eine falsche, antichristliche Kirche. Das greift über auf alle anderen Kirchen, die mit dem falschen Propheten geistliche Gemeinschaft pflegen und sich von ihm zum antichristlichen Allah-Kult verführen lassen. Die Zeit des Hin- und Herlavierens ist vorbei. Bald drei Jahre hält dieses Unwesen schon an. Ja oder nein! Meine Antwort auf Papst Franziskus ist: nein!

      • Genau das meinte ich als ich an anderer Stelle schrieb,das sich in absehbarer Zeit jeder wird entscheiden müssen wo er hingehört.
        Ende des „Dialogs“ und der Beliebigkeit.

    • Sein Königtum übt Jesus Christus über jeden wahren Gläubigen aus, da wahrer Glaube G e h o r s a m gegen den Willen Gottes und Gottes Gebote notwendig einschließt. Glaube ohne Gehorsam ist nicht echter Glaube. Deshalb ist der Herr Jesus auch König in seiner Kirche, die aus seinen wahren Gläubigen besteht. Insofern es in der Geschichte des Christentums Gesellschaften gab, die mehrheitlich aus Christen (echten Christen neben bloßen Namens-Christen) bestanden, entstanden auch staatliche Gemeinwesen, in denen durch christliche Gesetze, christliches Erziehungs- und Bildungswesen, christlich geprägte Kultur …, Jesus Christus sein Königtum sozial in gewissem Ausmaß ausübte. Es konnte sich zwar nie vollkommen durchsetzen wegen der weiterbestehenden sündhaften Fleischesnatur des Menschen auch nach der Erlösung unter den gegenwärtigen Bedingungen. Außerdem setzte vor Jahrhunderten in der Christenheit ein Prozess des Abfalls von Jesus Christus ein, der sich in den letzten Jahrzehnten beschleunigt hat und seinem Höhepunkt im Weltreich des Antichrists zustrebt. Jesus Christus wird in seinem zweiten Kommen das Reich des Antichrists zerschlagen und zusammen mit seinen Heiligen tausend Jahre über eine erneuerte Erde und Menschheit als Messiaskönig mit eisernem Zepter herrschen. Das wird die bis dahin vollkommenste Verwirklichung des „sozialen Königtums“ Christi sein.

      • @ Leo Laemmlein
        Sagen Sie: Welcher protestantischen Denomination gehören Sie an? Das zu wissen, wäre für die Katholiken auf katholisches.info nicht ohne Bedeutung, damit sie das von Ihnen Gesagte in die richtigen Koordinaten einordnen können.

      • Ich gehöre keiner Konfession und Denomination an und zur Zeit auch keiner Ortsgemeinde oder überörtlichen Gemeinschaft. Zu diesem Zeitpunkt bin ich nur der einen Kirche Christi aller Zeiten verbunden, derer, die an ihn glauben.

      • Ich bin römisch-katholisch getauft und gefirmt. Als ich 2015 aus der römisch-katholischen Kirche austrat, fügte ich auf dem Formular den Satz hinzu, dass ich aus der Körperschaft des öffentlichen Rechts austrete, aber nicht aus der Kirche Christi.

      • Werter @ Leo Laemmlein!
        Danke für Ihre Antwort! Damit haben Sie sich selbst entpflichtet, die Lehre der katholische Kirche, in der Sie sozialisiert worden sind, im Diskurs zu vertreten. Daher können Sie sich frei über chiliastische Vorstellungen auslassen, die ausdrücklich von der Glaubenskongregation der Römischen Kirche 1944 nicht ohne Grund als „nicht lehrbar“ abgelehnt worden ist. Daher ist auch die Annahme eines künftigen, geschweige denn eines bestehenden, weltimmanenten „sozialen Königtums Christi“, wie es @ defendor gegen Papst Franziskus vorwursvoll ins Feld führt, nicht akzeptabel – ebensowenig wie eine ernsthafte historische Prognose aus Off 20, 1-10 im Hinblick auf ein irdisches Tausendjähriges Reich unter der persönlichen Weltherrschaft Jesu Christi bis zum Ende der Zeiten. Denn nach wie vor gilt Jesu Satz, der die Zukunft einschließt: „Mein Königtum ist nicht aus dieser Welt“(Joh 18,36).
        Daher muss Papst Franziskus in der heutigen, religionspolitisch explosiven Lage zwischen Christentum und Islam/Islamisten alles tun, um gegenüber diesen, aber auch gegenüber den anderen Weltreligionen, das Gemeinsame hervorzuheben, nämlich den Glauben an ein göttliches Wesen, das menschliche Vorstellungskraft unendlich übersteigt, und das sich daher in Liebe zu den Menschen geoffenbart hat.Wenn wir Katholiken aus Gnade erkennen dürfen, dass die Wahrheit über das Wesen Gottes in der Offenbarung seines Sohnes Jesus Christus am vollkommensten erfolgt und im Lehramt der Kirche unter Mitwirkung des Heiligen Geistes bewahrt und vertieft worden ist, wäre es schändlich, würde die Kirche diesen Schatz nicht auch für andere Gläubige und Nichtgläubige in der Welt öffnen. Daher sind „antichristliche“ Unterstellungen gegenüber Papst Franziskus, solange er nicht entsprechend Anstößiges ex cathedra verkündet, m.E. fehl am Platz.

      • Lieber Leo Laemmlein, folgen Sie der Lehre des Chiliasmus?

        Wie Sie sicherlich wissen, folgt Augustin nicht der Lehre der Kirchenväter aus Kleinasien, sondern vertritt die Position, dass die tausend Jahre aus Offenbarung 20 sich auf die jetzige Herrschaft Christi beziehen und nicht auf ein Tausendjähriges Reich, das zukünftig bei der Wiederkunft Christi aufgerichtet wird.

        Ich habe mich mit den verschiedenen Endzeitfragen beschäftigt, ich finde Augustins Sichtweise schlüssig, aber auch die der Kirchenväter.

        Etwas interessantes zu diesem Thema:

        http://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:g:graf-stuhlhofer:hier_zur_online-lektuere

      • Sehr geehrter Herr @ Sophus,
        die Erklärung der Glaubenskongregation von 1944 ist mit Ihren Worten nicht ganz korrekt wiedergegeben, und zwar in einem wichtigen Punkt nicht. Der Chiliasmus wird darin nicht verurteilt, sondern es wird nur gesagt, dass man ihn nicht als sichere Lehre lehren dürfe – und damit bin ich durchaus einverstanden ! Wie könnte man auch den Chiliasmus verurteilen, wo er doch die überwiegende Auffassung der Väter in den ersten drei Jahrhunderten der Kirche war, also derer, die den Aposteln am nächsten standen.
        „… Systema Millenarismi etsi mitigati – docentis scl. secundum revelationem catholicam Christum (…) iustorum resurrectione, corporaliter in hanc terram regnandi causa esse venturum – tuto doceri non posse.“ DS 3839

      • Sehr geehrter Herr @ Sophus,
        was ich mich bemühe, zu vertreten, ist das, was ich als christliche Wahrheit erkenne. Erleichtert wird mir das durch den Umstand, dass ich von keinen kirchlichen Arbeitgeber abhänge.
        Lesen Sie bitte noch einmal DS 3839 „De millenarismo (chiliasmo). Ihre Schlussfolgerungen daraus sind m.E. nicht korrekt.
        Bedenken Sie auch, dass der hl. Irenäus von Lyon den Chiliasmus zum christlichen Glaubensbekenntnis rechnete und die Gegner des Chiliasmus als Häretiker bezeichnete. Der hl. Irenäus kannte noch persönlich den hl. Polykarp, der vom hl. Apostel Johannes (Verfasser des Buchs der Offenbarung !) als Bischof von Smyrna eingesetzt war. Auch Tertullian und der hl. Cyprian waren Chiliasten. Das änderte sich ab dem 4. Jahrhundert, als der katholische Glaube Staatsreligion wurde.
        Die theologischen Hauptkonzepte zum Tausendjährigen Reich sind der Prämillenarismus, der Postmillenarismus und der Amillennarismus. Ich habe mich der prämillenaristischen Auffassung angeschlossen, weil sie m.E. am ehesten der Bibel entspricht.
        Der von @ defendor zitierte Hymnus hat nichts direkt mit dem Millennium zu tun. Er ist ein komprimierter Ausdruck der traditionellen katholischen Soziallehre. Es handelt sich um den Hymnus zur Vesper am Christkönigsfest vor der Liturgiereform. Sie werden wohl nicht sagen wollen, dass dieser Hymnus häretisch sei.
        Mit dem, was Sie danach schreiben, wie man den nichtchristlichen Religionen entgegenkommen müsse, kann ich nichts anfangen. Unsere Haltung gegenüber Nichtchristen ist Liebe und Wahrheit, kein reduziertes, gefälschtes Evangelium. Wenn es um das ewige Heil der Seelen geht, dann muss man auch als Katholik den Mut haben, einem Papst zu sagen: Was Du da lehrst, ist falsch und widerspricht der Lehre Jesu Christi und der Apostel. Wenn der Papst lehrt, dass es außer Jesus Christus andere Wege zum Heil gebe, dann ist entweder Jesus Christus ein Lügner (sit venia verbo) oder der Papst ist ein Lügner. Entscheiden Sie selbst.

      • Liebe Christin, danke für den Link. Die Arbeit ist ziemlich lang und etwas mühsam, aber auch gründlich, und der Autor weist mit Recht auf Schwächen und nicht ungefährliche Fehler in evangelikalen Publikationen hin, die den Prämillennarismus vertreten.
        Trotzdem neige ich der Auffassung zu, dass das biblische Millennium wörtlich und nicht nur metaphorisch zu verstehen ist. Ich gebe zu, dass jede der Auffassungen Gründe für sich geltend machen kann, und eine Auffassung die in der Kirche über anderthalb Jahrtausende die vorherrschende ist, sowohl bei Katholiken als auch Protestanten, schiebt man nicht einfach beiseite.
        Wenn Sie über den Chiliasmus nachforschen, werden sie aber finden, dass der Chiliasmus bei den pränizänischen Kirchenvätern die vorherrschende Auffassung war.
        Die verschiedenen Auffassungen über das Millennium sind aber nicht glaubensentscheidend, soweit sie nicht der Heiligen Schrift widersprechen – obwohl nur eine von ihnen die wahre sein kann.
        Es muss auch einen göttlichen Grund haben, dass manche Endzeitdinge nicht mit völliger Deutlichkeit ausgesprochen sind.
        Denken wir an die Prophezeiung der Auferstehung Jesu Christi. Auch sie ist im Alten Testament nur verschiedentlich angedeutet.

    • Sehr geehrter Herr @ Sophus,
      möge @ defendor es mir erlauben, zu Ihren Frage Stellung zu beziehen.
      Beginnen wir mit Ihrer Frage:

      „1. Wo und wie oft ist in den Evangelien von einem „sozialen Königtum Christi“ die Rede?“

      Auch wenn hier ähnliche Fragen schon gestellt wurden (Wie oft ist im Neuen Testament von der „Zärtlichkeit“ Gottes die Rede? Antwort: Kein einzigesmal), so kann die Frage nach dem „Reich Gottes“ bzw. „Reich der Himmel“ (Matthäus), wovon das „soziale Königtum Christi“ ein Teilthema ist, natürlich nicht mit einer bloßen Auszählung von Stichwörtern im Neuen Testament beantwortet werden, sondern man muss dem Begriff und dem Begriffsfeld und seiner inhaltlichen Entfaltung durch die ganze Bibel nachgehen.
      Um das zu tun, bräuchte es eine ganze theologische Monographie (wovon es sicherlich schon eine Reihe gibt), aber einige Gedanken dazu geben ist möglich.
      Zuerst muss man sich klar werden, dass der Gedanke der Gottesherrschaft ein Thema der ganzen Bibel von Anfang bis Ende ist und zuinnerst mit dem Schöpfungszweck und -sinn zu tun hat.
      Beginnen wir mit dem Alten Testament.
      Den ersten Menschen, Mann und Frau, wurde die Herrschaft über die Schöpfung gegeben. Durch den Fall wurde diese Herrschaft verloren, Satan wurde „Fürst dieser Welt“.
      Im Noah-Bund wurde der Grundsatz der menschlichen Regierung neu festgelegt, der biblisch bis heute besteht.
      Der Ruf Abrahams schloss unter anderem die Entstehung eines besonderen Volkes ein, durch das die großen Absichten Gottes mit der Menschheit erfüllt werden sollten. Unter den Zielen Gottes steht auch die Aufrichtung eines weltweiten Königreiches. Die Geschichte dieses theokratischen Königreichs in Israel geht von seiner Aufrichtung unter Mose über seine Verwaltung unter den Richtern und Königen bis zu seinem vorläufigen Ende durch die Gefangenschaft.
      Das theokratische Königreich wird zukünftig wiederhergestellt, siehe den Bund Gottes mit David und die Auslegung dieses Bundes durch die Propheten.
      Das Königreich wird von den Propheten so beschrieben: Es ist 1. davidisch – aufgerichtet unter dem Erben Davids, geboren von einer Jungfrau, wirklicher Mensch, aber auch wirklich „Immanuel“, „der mächtige Gott, der ewige Vater, der Fürst des Friedens“; und dieses Königreich ist 2. himmlisch in seinem Ursprung, seinem Grundsatz und in seiner Autorität, aber aufgerichtet auf Erden, mit der Hauptstadt Jerusalem.
      Zur Beantwortung dieses Teils Ihrer Frage habe ich Fußnoten in der Scofield-Bibel benutzt.

      • Werter @ Leo Laemmlein
        Sie behaupten: „Das theokratische Königreich wird zukünftig wiederhergestellt, siehe den Bund Gottes mit David und die Auslegung dieses Bundes durch die Propheten“. Mit der Zerstörung des Tempels, die Gott entgegen den Hoffnungen der Sadduzäer zugelassen hat, kann es vor allem nach den Worten Jesu „Mein Königtum ist nicht aus dieser Welt“(Joh 18,36) und der johanneischen Vorstellung von einem „himmlischen Jerusalem“ keine begründete Hoffnung auf ein solches „theokratisches Königreich“ mehr geben. Aus dieser Erkenntnis hat wohl der hl. Augustinus seine eschatologische Lehre “ De Civitate Dei“ gewonnen. Bekanntlich baut er seine Fundamentaltheologie auf einem Dualismus auf: hier die „Civitas Dei“, die Bürgerschaft Gottes – dort die „Civitas terrena“, die Welt-Gesellschaft, dazwischen die „Civitas permixta“ als Mischform.

        Gottesstaat (civitas dei)und irdischer Staat (civitas terrena) stehen zueinander in einem bleibenden Gegensatz. Der irdische Staat erscheint teils als gottgewollte zeitliche Ordnungsmacht, teils als ein von widergöttlichen Kräften beherrschtes Reich des Bösen. Der irdische Mensch in der „Vermischten Bürgerschaft“ ist Teil beider Bürgerschaften in der „civitas permixta“, der auch die Kirche in Teilen angehört. Und daher muss sich auch der Papst in Botschaften an den Weltstaat wenden!
        Werte/r @ Feuer und Flamme
        Dieser Beitrag möge auch eine Antwort auf Ihre zwei Beitäge sein.

      • Werter @ Sophus – ad 10. FEBRUAR 2016 UM 12:19

        Wenn auf Grundlage der Heiligen Schrift argumentiert wird, dann müssen zu einem Begriffskomplex, wie hier das Reich, nicht nur eine Auswahl, sondern sämtliche Aussagen hinzugezogen, betrachtet, miteinander in Verbindung gebracht, vereinbart werden. Wenn die alttestamentlichen Propheten von einem in Zukunft wiederhergestellten Gottesreich auf Erden sprechen –was sie reichlich tun–, dann muss man 1.) entweder alle ihre Rede als nur bildlich erklären, auch wenn sie noch so konkrete Angaben machen; oder 2.) ihre Worte als für das nehmen, was sie sind, als Prophezeiungen für eine reale irdische Zukunft. Alternative 1 läuft darauf hinaus, dass die Kirche alle Prophezeiungen der israelitischen Propheten bezüglich der Zukunft Israels auf sich selbst deutet. Israels Zukunft bestünde danach darin, irgendwann in der katholischen Kirche aufzugehen. Als Nebeneffekt dieser Exegese gehören Jerusalem und das Heilige Land rechtens der römisch-katholischen Kirche und nicht den leiblichen Nachkommens Jakobs = Israels. Sie sehen: Eine solche Sichtweise hat enorme Auswirkungen. Alternative 2 geht von der Tatsache aus, dass alttestamentliche Prophezeiungen auf das erste Kommen des Messias sich nicht nur in einem übertragenen Sinn, sondern wörtlich erfüllten. Z. B. wurde Jesus von einer wahren, wirklichen Jungfrau geboren, nicht nur von einer jungfräulich gestimmten Frau (wie das heute sogar manche katholische Theologen sagen). Seine Hände wurden am Kreuz wirklich durchbohrt, nicht nur in einem metaphorischen Sinn. Usw. usf. Der Prämillenarismus weitet dieses für die Vergangenheit bewahrheitete Auslegungsprinzip: dass man das Wort Gottes, wo möglich, zunächst stets in seinem wörtlichen, normalen, natürlichen Sinn verstehen soll, auf die Prophezeiungen aus, deren Erfüllung noch aussteht.
        Zu Johannes 18,36 schlage ich Ihnen diese Auslegung zur Erwägung vor:

        Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Mit dieser Aussage
        meinte Jesus, dass sein Reich nicht mit irdischen politischen und nationalen
        Dingen in Verbindung steht und seinen Ursprung auch nicht in
        diesem bösen Weltsystem hat, welches sich im Aufstand gegen Gott
        befindet. Wenn sein Reich von dieser Welt gewesen wäre, hätte er gekämpft.
        Die Königreiche dieser Welt erhalten sich durch Gewalt aufrecht.
        Das messianische Königreich entsteht nicht durch die Anstrengungen
        des Menschen, sondern indem der Sohn des Menschen die Sünde im
        Leben der Seinen eindrucksvoll und entscheidend besiegt und eines Tages
        bei seinem zweiten Kommen das böse Weltsystem bezwingt, dann,
        wenn er die irdische Form seines Reiches aufrichtet. Sein Reich war keine
        Bedrohung für die nationale Identität Israels oder die politische und militärische
        Identität Roms. Es existiert in einer geistlichen Dimension bis
        zum Ende des Zeitalters (Offb 11,15). (MacArthur Studienbibel)

        Auch Christus und die Apostel sprachen gelegentlich zu Vertretern des Weltstaats (im weiteren Sinn), Christus vor dem Hohen Rat und vor Pilatus, die Apostel wiederholt vor dem Hohen Rat, so auch Stephanus vor seinem Tod, und Paulus vor dem Statthalter Felix und vor König Agrippa. Aber bitte — vergleichen Sie das, was die Apostel den Staatsvertretern sagten, mit dem, was Papst Franziskus sagt. Die Apostel verkündeten Jesus Christus und das Evangelium, Papst Franziskus verschweigt Jesus Christus und verfälscht das Evangelium. Dafür gibt es zahllose Beispiele, die wohl berüchtigsten sind seine Rede vor dem EU-Parlament und vor der UNO, und ganz aktuell die beiden Videos, mit denen er sich an die ganze Welt wendet.

        Dass das Reich Christi nicht v o n dieser Welt ist, schließt nicht ein, dass es nicht in dieser Welt errichtet werden kann und wird. Der Kirchenvater und -lehrer Augustinus war einer der größten Theologen, aber auch er war selber zuerst Millenarist (unter dem Eindruck der Kirchenväter vor ihm?) und änderte später seine Haltung. So oder so, auch ein Augustinus steht nicht über dem Wort Gottes. Seine Auslegung ist gewiss wohl begründet, aber nicht die einzig mögliche.
        Was mich wundert, ist, dass Sie an Ihrer doch im wichtigsten Punkt nicht korrekten Wiedergabe der Entscheidung der Glaubenskongregation von 1944 festhalten. Diese besagt nicht, dass der Chiliasmus nicht gelehrt werden dürfe (so geben Sie es wieder), sondern dass das System des –auch gemilderten– Millenarismus … nicht sicher gelehrt werden kann. Sehen Sie den Unterschied? Die millenaristische Deutung verstößt nicht gegen den katholischen Glauben, es würde nur gegen ihn verstoßen, sie als die zu lehren, die mit Sicherheit die einzig wahre ist. Den Millenarismus, wie Sie es tun, als schlechterdings glaubenswidrig hinzustellen, dürfte hingegen im Widerspruch zu eben der Erklärung stehen, auf die Sie sich berufen. Übrigens sind auch manche aktuelle katholische Prophezeiungen (Privatoffenbarungen) millenaristisch, z.B. von Maria Valtorta.

  39. Schön, wie man durch Gegenfragen sich um Antworten drückt. Scheint seit Vat. II irgendwie eingerissen zu sein….

    • @ Feuer und Flamme
      Die Antwort ergibt sich aus dem Auszählungsergebnis von selbst. Die Gegenfragen führen zur richtigen Antwort, haben Sie das nicht erkannt? Seltsam! „Scheint seit Vat. II irgendwie eingerissen zu sein“….

  40. @Leo Laemmlein:
    Genau so geht es uns auch und auch wir sind der Meinung,das der Glaube keine Partei ist,bei der man ein-und austreten kann sondern eine geistige Bindung für immer.
    Darum habe ich ja auch den tieferen Sinn der Ehe nun verstanden,es ist eine Bindung hier auf Erden,genau so unlösbar wie das geistige Band,das uns mit Gott verbindet.
    Lassen Sie sich nicht entmutigen!
    Außerdem ist das Kirchensteuersystem Ablaßhandel und spätestens seit Luther eigentlich ein no go für die katholische Kirche!
    Aber nun wächst ja anscheinend zusammen,was zusammengehört,auch wenns krumm und schief ist…

  41. „Mein Königtum ist nicht aus dieser Welt“(Joh 18,36). Interpretiere ich so, daß es nicht von Menschen verliehen ist…. Sein Königreich umfasst alles, und ist von Gott verliehen.

    Das Reich Gottes ist weder ausschliesslich in der Zukunft verortet, noch ist es in der Gegenwart abgängig, noch ist es auf Erden vollständig verwirklicht. Es ist am Werk sozusagen…. Die Erkenntnis, daß es nicht nur in der Zukunft verortet ist, hilft uns selbst, auf allen Feldern die Motivation zu finden, in der Gegenwart mitzuwirken (einer christlichen Gesellschaft, welche nicht per Zufall das Höchstmass menschlicher Zivilisation hervorgebracht hat, alles andere blieb und bleibt weit dahinter zurück) während das komplexe Verständnis auch dazu führt, daß wir demütig erkennen, daß nicht wir dessen „Macher“ sind. Sowohl die ausschliessliche Verortung in der Zukunft, als auch menschlicher Machbarkeitsphantasie in der Gegenwart ist „das Reich Gottes“ entzogen.

  42. Erlauben Sie mir noch zu erwähnen, verehrter @Sophus, daß es weniger Spannungen „zwischen“ Christentum und Islam gibt, sondern eine einseitige Verfolgung apokalyptischen Ausmasses. Ob hierbei Appeasement
    auf Dauer zum Erfolg führen wird, darf inzwischen stark bezweifelt werden. Die Absicht in allen Ehren, jedoch gehört dazu die gleiche Absicht auf allen Seiten. Man vertröstet das Christentum inzwischen sogar mit Zugeständnissen, daß man ja aufgrund der radikalen Strömungen kaum etwas für die christlichen Minderheiten tun könne. Das Ergebnis ist immer das Gleiche. Den Christen bleibt die Rolle der massiv Unterdrückten. (neben anderen Minderheiten)

    • Werter @ Leo Laemmlein
      Danke für Ihre weiteren Angaben zu Ihrer derzeitigen individualistischen religiösen Position, die ich nicht teile, weil sie der von Jesus für seine “ecclesia” in der Petrusbeauftragung bei Caesarea Philippi vorgesehenen gemeindlichen Grundstruktur nicht entspricht – ebensowenig wie der dreifache Weideauftrag Jesu Christi an den künftigen Hirten Petrus ihrer derzeitigen Vereinzelung entspricht. Da es bei den variierenden Begriffen der Formel für die zu hütende Herde um einen überlieferten Rechtsvorgang aus der Schafzucht Nordgalileas geht, muss richtig übersetzt werden: “Weide meine Lämmer“!„Hüte meine Herde“! „Weide meine Schafe“! Es geht um das Hüten einer Vielzahl von Tieren mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Die Menge der Tiere insgesamt schützt bei Angriff der Wölfe vor Totalverlust. Das ist der neutestamntliche Kirchenbegriff, der auf der Gemeinschaft von vielen, im gleichen Geist verbundenen, von einem verantwortlichen Hirten und seinen Knechten geleiteten Verband aufbaut. Auch der Lehrauftrag an die Jünger, der sich an alle Völker bis an die Enden der Welt richtet, geht von diesem Begriff von “ecclesia” aus. Jesus hat nicht vorgesehen, dass sich einzelne Schafe gegen ihre Natur als Herdentiere selbst hüten.

      Was den Chiliasmus betrifft, habe ich darauf hingewiesen, dass dieser von der “Glaubenskongregation der Römischen Kirche 1944 nicht ohne Grund als „nicht lehrbar“ abgelehnt worden ist“. Von einer Verurteilung der Lehre habe ich nicht gesprochen. Wenn man den Chiliasmus seitdem in der katholischen Kirche nicht als sichere Lehre lehren darf, ist er für mich als Katholiken nicht “lehrbar”. Wenn Sie persönlich den Chiliasmus als zukunftsrelevante Lehre zu erkennen glauben, sollten Sie ihn auf einem katholischen Forum schon unter den genannten Vorbehalt der Katholischen Kirche stellen.

    • Werter @ Leo Laemmlein
      Darf ich Sie daran erinnern, unter welchen Bedingungen eine allgemein verbindliche Lehre für die katholische Kirche aus dem Munde eines Papstes zustande kommt und dann überprüfen Sie, ob die von Ihnen inkriminierten Sätze von Papst Franziskus in den Monatsvideos den allgemein verbindlichen Bedingungen zum Zustandekommen einer Glaublehre entsprechen.Lesen Sie dazu bitte die Definition im Konzilsdekret „Pastor Aeternus“ auf dem Ersten Vatikanischen Konzil am 18. Juli 1870, das unter Papst Pius IX. selbst als unfehlbarer Glaubenssatz verkündet worden ist.
      Die Definition lautet:
      „Zur Ehre Gottes, unseres Heilandes, zur Erhöhung der katholischen Religion, zum Heil der christlichen Völker lehren und erklären wir endgültig als von Gott geoffenbarten Glaubenssatz, in treuem Anschluss an die vom Anfang des christlichen Glaubens her erhaltene Überlieferung, unter Zustimmung des heiligen Konzils:

      Wenn der Römische Papst in höchster Lehrgewalt (ex cathedra) spricht, das heißt: wenn er seines Amtes als Hirt und Lehrer aller Christen waltend in höchster apostolischer Amtsgewalt endgültig entscheidet, eine Lehre über Glauben oder Sitten sei von der ganzen Kirche festzuhalten, so besitzt er aufgrund des göttlichen Beistandes, der ihm im heiligen Petrus verheißen ist, jene Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Erlöser seine Kirche bei endgültigen Entscheidungen in Glaubens- und Sittenlehren ausgerüstet haben wollte. Diese endgültigen Entscheidungen des Römischen Papstes sind daher aus sich und nicht aufgrund der Zustimmung der Kirche unabänderlich. Wenn sich jemand — was Gott verhüte — herausnehmen sollte, dieser unserer endgültigen Entscheidung zu widersprechen, so sei er ausgeschlossen.“
      Keiner Ihrer Vorwürfe, die päpstlichen Aussagen den Islam und die anderen bezeichneten Religionen betreffend, ist demnach selbst in der Version Ihrer subjektivistischen Überinterpretationen zum verpflichtenden Glaubensgut der katholischen Kirche geworden. Daher ist Ihre „Lügner-Alternative“ aus meiner Sicht popanzhaft und damit realitätsfremd. Sie haben, so scheint es, mit Ihrem Kirchenaustritt den Sinn für das Denken mit der Kirche verloren. Mit Ihrem auf die europäischen Verhältnisse verengten „apokalyptischen“ Zukunftsdenken vergällen Sie sich Ihr Leben, wenn es nicht gemäß der katholischen Lehre und entgegen der Forderung des hl. Paulus nicht in Glaube, Hoffnung und Liebe gründet.

      • Sie dürfen es aus Gründen der Verbindlichkeitsabstufung akzeptieren, dass ein Papst unterhalb der dogmatischen Schwelle (die er bisher listig einhält) jahrelang Katholiken, Christen und Nichtchristen verwirrt oder gar in die Irre führt, ich akzeptiere es nicht. Es widerspricht nämlich total seiner Aufgabe und seinem Amt. Er führt das Papstamt ad absurdum. Davon abgesehen ist der Katholik verpflichtet, nicht allein dem nur selten in Anspruch genommenen außerordentlichen Lehramt, sondern auch dem ordentlichen, d.h. tagtäglichen Lehramt des Papstes pietätvoll Gehorsam zu leisten – worauf Papst Franziskus übrigens selbst hingewiesen hat. (Alles, was er sagt, sei verbindlich, sagte er ausdrücklich, und es ging weltweit durch die Presse, und Sie können natürlich einwenden, was er da gesagt hat, sei nicht verbindlich, weil auch diese seine Aussage kein Dogma sei.) Andernfalls tun Sie nämlich nichts anderes, als was ich auch tue: Sie erlauben sich, Ihr Gewissen über den Papst zu stellen und auszusortieren, welche von seinen Äußerungen Sie akzeptieren und welche nicht. Das ehrt Sie in meinen Augen. Aber nichts anderes tue ich auch, nur dass ich –zu diesem Zeitpunkt– eine radikalere Konsequenz aus diesem skandalösen Zustand ziehe, weil ich der Auffassung bin, dass eine Kirche (die Institution RKK), die es zu so etwas kommen lässt, einen Systemfehler hat, den sie beheben muss, um wieder vertrauenswürdig zu werden. Ich will mich von einem Papst nicht ins Reich des Antichrists lotsen lassen.

      • Werter @ Leo Laemmlein

        Was Papst Franziskus zum Verbindlichkeitsgrad seiner Alltagsaussagen sagte, ist längst von seinem Pressesprecher Lombardi SJ „relativiert“ worden – unter anderem! Lombardi hat diesbezüglich alle Hände voll zu tun! Wie viele Jesuiten denkt (und provoziert)Papst Franziskus im plakativen hegelschen Dreischritt These – Antithese – Synthese, wobei er alle drei Schritte selbst vornimmt – und damit Aufmerksamkeit erregt, nicht immer zur Freude der Theologen in den Dikasterien der Kurie, die ihn immer wieder aus seinen „Antithesen“ und „Synthesen“ zurückholen müssen. Aber meist sind die Medien schneller.

        Woher kommt seine Art des Umgangs mit dem Gottes und seinem Wort? Aufschluss ergibt die „Confessio“ von Jorge Mario Bergoglio SJ, aus dem Jahr 1969. Dieses sein Bekenntnis stellt unmittelbar vor seiner Priesterweihe eine in unserem Zusammenhang bedeutsame Bestandsaufnahme dessen dar, was dem ihm von der liberalen jesuitischen Hochschultheologie Argentiniens an Glauben übriggelassen worden war.

        Sein „Glaubensbekenntnis“ des Jahres 1969 lautet:
        „Ich will an Gott Vater glauben, der mich liebt wie einen Sohn, und an Jesus, den Herrn, der seinen Geist in mein Leben eingegossen hat, um mich zum Lächeln zu bringen und mich so in das Reich des ewigen Lebens zu führen.

        Ich glaube an meine Geschichte, die vom Anblick der Liebe Gottes durchdrungen wurde und mich am Frühlingstag, den 21. September, zur Begegnung geführt hat, um mich einzuladen, ihm nachzufolgen.

        Ich glaube an meinen Schmerz, der unfruchtbar ist wegen des Egoismus, in den ich mich flüchte.

        Ich glaube an die Unzulänglichkeit meiner Seele, die zu verschlingen versucht, ohne zu geben… ohne zu geben.

        Ich glaube, daß die anderen gut sind, und daß ich sie ohne Furcht lieben soll, und ohne sie je zu verraten, um für mich eine Sicherheit zu suchen.

        Ich glaube an das Ordensleben.

        Ich glaube, daß ich viel lieben will.

        Ich glaube an den täglichen, brennenden Tod, den ich fliehe, der mich aber anlächelt und mich einlädt ihn anzunehmen.

        Ich glaube an die Geduld Gottes, annehmend, gut wie eine Sommernacht.

        Ich glaube, daß Vater im Himmel beim Herrn ist.

        Ich glaube, daß auch Pater Duarte dort für mein Priestertum Fürsprache hält.

        Ich glaube an Maria, meine Mutter, die mich liebt und mich nie alleinlassen wird. Und ich erwarte die Überraschung eines jeden Tages, in dem sich die Liebe, die Kraft, der Verrat und die Sünde zeigt, die mich bis zur endgültigen Begegnung mit jenem wunderbaren Antlitz begleiten werden, von dem ich nicht weiß, wie es ist, das sich dauernd fliehe, das ich aber kennenlernen und lieben will.
        Amen“.
        Der Text spricht für sich, aber nicht für den Antichristen, den Sie in Papst Franziskus sehen.

      • Mein bester @Sophus,
        Sanchez Sorondo, dere gute Freund von Franziskus, hat vor einigen Tagen klipp und klar gesagt was seiner Auffassung von der Verkündigung von verbindlicher Lehre aus dem Munde des Papstes ist.
        Sanchez Sorondo ist leider anderer Meinung als Sie.
        Franziskus übrigens auch: kurz nachdem S.E. Kard. Burke die Aussage machte „Evangelii Gaudium gehört NICHT zum Lehramt der Kirche!“, explodierte F. nach einer Messe im Domus Stae. Martae, daß „alles was ein Papst sagt, natürlich zum Lehramt gehört“.
        Tohuwabohu.
        In Te speravi; non confundar in aeternum.

  43. Werter Leo Lämmlein: „Kurz gesagt: Papst Franziskus betet Allah an und verlangt Alkah-Anbetung von den Katholiken und Christen. Damit ist er ein falscher Prophet, der die Menschen zu einem falschen Gotteskult verführt. Insofern die Römisch-Katholische Kirche diesen falschen Propheten anerkennt, ihm Autorität und Macht einräumt, sich von ihm repräsentieren, vertreten und (ver)führen lässt, ist sie eine falsche, antichristliche Kirche.“

    Daß Papst Franziskus den islamischen Allah anbetet, würde ich- so wie Sie es hier tun- nicht sagen. Allerdings ist ihre Wahrnehmung auch nicht aus der Luft gegriffen. Für ihn sind JHWH und der islamische Allah und der Eine Dreifaltige Gott und Schöpfer offenkundig miteinander kompatibel: für ihn ists letztlich der Eine gemeinsame Gott. Das heißt zumindest, daß „Papst“ Franziskus ein Verwirrer ist und anti-christlich redet und handelt.

    Aber die römisch-katholische Kirche ist in ihrer Gesamtheit keineswegs falsch und anti-christlich wie Sie das sagen. Es gibt Teile der Kirche, wie viele Bischöfe, die nicht das Evangelium verkünden und im Papst ihren Verbündeten sehen. Aber auch die anderen, die seine Sachen nicht gut finden können, müssen ihn zunächst mal als gewählten Papst anerkennen.

    • @ Franzel
      Sie schreiben:

      „Aber die römisch-katholische Kirche ist in ihrer Gesamtheit keineswegs falsch und anti-christlich wie Sie das sagen.“

      Aber das habe ich nicht gesagt. Meine Formulierung war wohl überlegt (was nicht immer gelingt, beim Kommentarschreiben mache ich auch Fehler oder fallen mir anschließend bessere Formulierungen ein). Ich schrieb also:

      „Insofern die Römisch-Katholische Kirche diesen falschen Propheten anerkennt, ihm Autorität und Macht einräumt, sich von ihm repräsentieren, vertreten und (ver)führen lässt, ist sie eine falsche, antichristliche Kirche.“
      I n s o f e r n, = insoweit, in dem Maße wie …
      Ich habe nie die römische Kirche in Bausch und Bogen verworfen und werde das auch nicht in Zukunft tun. Dazu kenne ich zu viele aufrichtige christusgläubige Katholiken, gerade auch in der sogenannten V2-Kirche.

      • Werter @ Leo Laemmlein
        Was den Chiliasmus betrifft, habe ich heute Vormittag darauf hingewiesen, nicht von einer Verurteilung der Lehre gesprochen zu haben und auch nicht davon, dass der Chiliasmus nicht gelehrt werden dürfe. Ich habe als Fazit gesagt: Wenn man den Chiliasmus seit 1944 in der katholischen Kirche nicht als sichere Lehre lehren darf, ist er für mich als Katholiken nicht “lehrbar”. Die von mir gemachte Einschränkung sollte nicht überlesen werden,denn sie muss als Warnung verstanden werden, vor einer chiliastischen Entwicklung, wie sie zum Jahr 1000 Kaiser Otto III. einzuleiten suchte und scheiterte. Die frühe Folge war der Investiturstreit zwischen Kaiser und Papst, die Spätfolge der weithin erfolgreiche Kampf des laizistischen Staates gegen die Kirche und dessen Versuch der totalen Privatisierung des christlichen Glaubens. Wenn heute der IS versucht, die Gottesstaatsidee im Islam radikaler als je zuvor wiederzubeleben, kann man es Papst Franziskus, eingedenk der bereits der erfolgten Bobendrohungen gegen den Vatikan, nicht verübeln, wenn er den gemäßigten Islam und die anderen Weltreligionen aus gemeinsamen Interessen gegen die Gefahr, die weltweit vom IS ausgeht, auf religiöse Gemeinsamkeiten und nicht auf die sicher bestehenden gravierenden Unterschiede aufmerksam macht – um alle, die in einem „Haus des Friedens“ leben wollen, wohl auch für den Gedanken einer gemeinsamen Abwehrfront gegen die islamistischen Mächte aus dem „Haus des Krieges“ zu gewinnen.

      • Werter @ Sophus,
        auf manches würde ich Ihnen noch gern entgegnen, möchte andererseits aber nicht unsere Kommentare in eine lange Diskussion ausufern lassen.
        Der wohl früheste Zeuge für den Millennarismus, also für die wörtliche Auffassung von einer tausendjährigen Herrschaft Jesu Christi mit seinen Heiligen auf der Erde, ist der Barnabas-Brief, der zum Korpus der Apostolischen Väter gehört und einigen Vätern sogar als kanonisch galt. Nun, er ist nicht kanonisch, nicht von Gottes Geist inspiriert, aber ein ehrwürdiges Monument und für unser Problem umso gewichtiger, als seine Entstehung zwischen 70 (Zerstörung des Tempels) und 132 (Bar-Kochba-Aufstand) datiert wird, also sehr früh und äußerst dicht an die Apostel. Gemeint ist diese Stelle: „Merket auf Kinder, was bedeutet das: in sechs Tagen vollendete er sie. Das heißt, daß in sechstausend Jahren der Herr alles vollenden wird; denn der Tag bedeutet bei ihm tausend Jahre. Er selbst bezeugt mir das, wenn er sagt: Siehe, ein Tag des Herrn wird sein wie tausend Jahre. Also Kinder, in sechs Tagen, in sechstausend Jahren wird alles vollendet sein. Und am siebten Tage ruhte er. Das heißt: Wenn sein Sohn kommt und der Zeit des Bösen ein Ende machen und die Gottlosen richten und die Sonne, den Mond und die Sterne umändern wird, dann wird er ruhmvoll ruhen am siebten Tage.“ Noch einmal, die frühen Kirchenväter bis ins vierte Jahrhundert waren Millennaristen/ Chiliasten. Andererseits verstehe ich Ihre Bedenken gegen chiliastische Schwärmerei. Die entgegengesetzte Gefahr ist jedoch, dass die Kirche schläft, wenn der Herr wiederkommt, und davor hat er gewarnt!
        Was nun noch einmal Papst Franziskus angeht: Der interreligiöse Dialog hat, an den objektiven Ereignissen gemessen, nichts gebracht als 1.) schwere, grausame Christenverfolgung im Hoheitsgebiet des Islams, die immer mehr auf nichtislamische Länder übergreift; 2.) einen zunehmenden Relativismus und Synkretismus innerhalb der Kirche selbst.
        Wenn man die Christen auf islamischem Territorium wirklich schützen will, muss man anders vorgehen. Moslems verstehen in der Politik nur eine klare, harte Sprache. Jede Nachgiebigkeit wird als Schwäche ausgelegt. Der „christliche“ Westen war stark genug, um moslemische Länder durch diplomatische, politische, wirtschaftliche Mittel zum Respektieren christlicher Minderheiten zu bringen. Das ist jetzt kaputt, und die Kirche, besonders unter Franziskus, hat mit dazu beigetragen.
        Ihre Betrachtungsweise erscheint mir auch typisch nachkonzilskatholisch. Sie rechtfertigen die Handlungsweise von Papst Franziskus mit rein diesseitigen politischen Argumenten. Würde jedoch der Papst 1,3 Milliarden Katholiken zu Gebet und Buße aufrufen und mit gutem Beispiel vorangehen, Gebet aber nicht zu einem angeblich gemeinsamen Allah-Juden-Christen-Gott, der eine freimaurerische Chimäre ist, sondern zum Gott und Vater Jesu Christi im Namen Jesu Christi – dann würde Gott auf dieses Gebet auch hören. Verstöße gegen das erste Gebot sind ihm ein Greuel.

  44. Gibt es einen gemässigten Islam? Oder ist er nur gemässigt, bis er mehr Macht hat? Europa versucht ein Experiment mit offenem Ausgang. Nämlich,
    Moscheen in erheblicher Zahl auf europäischem Boden errichten zu lassen, teils sogar mit finanzieller Unterstützung der Kirchen, um hier einen „liberalen Islam“ zu etablieren, der dann weltweit Fuss fassen soll. So in etwa, sieht der Plan aus. Ob er aufgeht, ist völlig offen. Die Risiken jedenfalls, sind unüberschaubar. Ob Europa jemals das Zentrum einer neuen Islamströmung werden kann, die insbesondere im arabischen Raum auch nur ein Mindestmass an Anerkennung findet, ist leider in Zweifel zu ziehen. Vielmehr wird es dort, im Herzen des Islam lediglich als taktisch sinnvolle europäische Vorstufe zum „wahren Islam“
    arabischer Prägung (soweit man das sagen kann) anerkannt werden.

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