„Zutiefst besorgt“ – Am 19. März erscheint nach-synodales Schreiben über die Familie

Kurienerzbischof Paglia in Portugal: Papst Franziskus wird Nachsynodales Schreiben über die Familie im März veröffentlichen
Kurienerzbischof Paglia in Portugal: Papst Franziskus wird Nachsynodales Schreiben über die Familie im März veröffentlichen

(Rom) Das nach-synodale Schreiben zur Bischofssynode über die Familie wird noch im März veröffentlicht. Dies sagte der Vorsitzende des Päpstlichen Rates für die Familie, Kurienerzbischof Vincenzo Paglia gegenüber der portugiesischen Nachrichtenagentur Agencia Ecclesia. Ein Moraltheologe: Der Entwurf ist „zutiefst besorgniserregend“.

Die Agentur schrieb:

„Die Information wurde der Agencia Ecclesia vom Präsidenten des Päpstlichen Familienrates, Don Vincenzo Paglia, während der Weiterbildungstage für Priester in der Kirchenprovinz Süd angekündigt, die bis Donnerstag in Albufeira in Algarve stattfinden.“

Zunächst hieß es, das post-synodale Schreiben werde bereits im Februar erscheinen. Das Schreiben wird mit Spannung erwartet. Seit Papst Franziskus 2013 die Doppel-Bischofssynode über die Familie ankündigte, herrschen Spannungen in der Kirche. Es ist ein Grundsatzstreit über die Unauflöslichkeit der Ehe und die katholische Morallehre ausgebrochen. Dabei geht es um die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zu den Sakramenten, und damit um die faktische Anerkennung einer Zweitehe, und um die Anerkennung der Homosexualität. Beide Punkte werden von einer liberalen Gruppe in der Kirche betrieben. Wortführer für die wiederverheirateten Geschiedenen ist Kardinal Walter Kasper. Einer der Wortführer für die Anerkennung der Homosexualität ist Kurienerzbischof Vincenzo Paglia.

Die Bischofssynode endete im Oktober 2015 mit einem mühseligen Kompromiß, der einen Bruch in der Kirche gerade noch vermeiden konnte. Dabei mußten die von Papst Franziskus unterstützten Kasperianer eine Niederlage einstecken, die sie jedoch über den Weg der „Interpretation“ und dank der Unterstützung durch den Papst doch noch in einen Sieg umdrehen wollen.

Der Entwurf „stellt das Naturrecht in Frage“

Der Vatikanist Edward Pentin vom National Catholic Register meldete heute, daß das Schreiben am 19. März, dem Fest des Heiligen Joseph und dem dritten Jahrestag der Amtseinführung von Papst Franziskus der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.

Laut Pentins „gut informierten Quellen“ soll Erzbischof Victor Manuel Fernandez, der Ghostwriter von Papst Franziskus und Rektor der Päpstlichen Katholischen Universität von Argentinien, der Hauptautor des Schreibens sein. Fernandez ist einer der engsten Vertrauten von Papst Franziskus. Dieser ernannte ihn noch als Erzbischof von Buenos Aires zum Rektor trotz großer Widerstände der zuständigen römischen Bildungskongregation. Zum Papst gewählt ließ Franziskus jene seinen Zorn spüren, die sich damals der Ernennung von Fernandez widersetzt hatten, während er Fernandez zum Titularerzbischof erhob und persönlich zum Synodalen für die Bischofssynode ernannte. Fernandez gilt als Hauptautor des apostolischen Schreibens Evangelii gaudium und war Hauptredakteur des umstrittenen Schlußberichts der Bischofssynode 2015.
Er gilt als Vertreter jener Richtung, die eine Überwindung „einer Moral des Gesetzes durch eine Moral der Person“ anstreben.

Fernandez, besser bekannt unter seinem Spitznamen Tucho, hatte nach der ersten Bischofssynode über die Familie im Oktober 2014 erklärt:

„Es gab nur eine Gruppe von sechs oder sieben, etwas aggressiven Fanatikern, die nicht einmal 5 Prozent [der Synodenväter] repräsentieren. […] wenn man nicht die Vase der Pandora öffnet, endet man damit, den Schmutz unter den Teppich zu kehren und den Kopf in den Sand zu stecken wie der Vogelstrauß, indem wir uns immer mehr von der Sensibilität unserer Leute entfernen […] Wahrscheinlich haben wir es vergessen, wenigstens mit Papst Franziskus zu sagen: ‚Wer bin ich, um über die Schwulen zu urteilen?‘“

Ein Moraltheologe, so Pentin, habe den Entwurf gesehen und sei „zutiefst beunruhigt“ darüber. Der Entwurf „stellt das Naturrecht in Frage“, so der Moraltheologe.

Mit Fernandez als Autor „verspricht es garantiert ein ‚wunderbares‘ Dokument zu werden“, so ironisch die traditionsverbundene Seite Chiesa e postconcilio.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Secretum meum mihi (Sreenshot)

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41 Comments

  1. Offen gestanden verstehe ich die Argumentation mit dem „Naturreicht“ nicht. Wenn diesem die „Natur“ zugrunde liegt, dann ist weder die christliche Ehe „natürlich“ noch Homosexualität „unnatürlich“.

    Wozu ist Jesus in die Welt gekommen?

    • Carlo
      Offenbar ist Ihnen der Begriff des Naturrechts fremd. Damit sind Sie nicht der einzige. Da im Naturreich Homosex vorkommt, meinen heute viele, folglich wäre Homosex „natürlich“. Das ist aber mit Naturrecht nicht gemeint. Dieses beinhaltet die von Gott seiner Schöpfung objektiv eingestiftete Ordnung. Gott hat dem Menschen eine Geistseele eingehaucht. Damit ist ihm aufgegeben, sich über tierisches Verhalten zu erheben. Wir fressen ja auch nicht unsere Mitmenschen auf, z.B., obwohl wir mit unserer körperlichen Veranlagung dazu in der Lage wären und auch im Tierreich Kannibalismus vorkommt. Leider ist mit der Naturrechtsargumentation heute oft nicht mehr durchzukommen. Was der heutige Mensch „natürlich“ findet, will er selbst bestimmen. Ich vermisse bei der katholischen Kirche, dass sie auf die Gebote Gottes hinweist. Sie sind göttliche Offenbarung und haben unbedingte Autorität. Die Kirche sollte sich öfters darauf berufen, ob gelegen oder ungelegen.

      • Carlo meinte, wozu dann die Verwandlung in Christus überhaupt nötig ist, wenn man schon über das Naturrecht alles „weiß“.

        Dass Sie falsch liegen müssen, geht auch daras hervor, dass das natürliche Sittengesetz weltweit nicht die Ehelehre der Kirche hervorbringen konnte.

    • Naturrecht heißt es, nicht Naturreicht.

      Gott hat zuerst Adam(Mann), dann Eva erschaffen – füreinander. Als Mann und Frau schuf er sie heißt es in der Heiligen Schrift.
      Es ist natürlich, dass ein Mann mit einer Frau für Fortpflanzung sorgt, nur so kann es auf natürliche Weise Nachkommen geben – dem liegt die Natur zugrunde. Eigentlich ganz einfach und logisch oder?

      • Ganz einfach und logisch?

        Na dann, wenn Sie bezüglich „Naturrecht“ bei Adam und Eva ansetzen, dann erklären Sie doch mal einigermaßen schlüssig, wie daraus unterschiedliche Rassen und bspw. so etwas Nebensächliches wie inkompatible Blutgruppen entstanden sind.

        Wenn Sie (inkl. L.L.) allerdings antworten wollen, dass dies mangels Abhandlung in der Hl. Schrift nicht zu interessieren habe oder besagter Ausdruck nunmal ein uralter (?) lehramtlicher Terminus ist, dann ist das für mich ok.

      • @carlo:

        Sie fangen an wie Zeitschnur, machen es sich in ihrer Denkweise viel zu kompliziert. Was zählt ist der einfache Glaube und nicht intellektueller Wettbewerb. Ihnen geht es hier doch um des Kaisers Bart und sonst nichts…

    • Zeitschnur irrt, wenn sie schreibt. Die Ehe aus Mann und Frau ist nicht das Alleinstellungsmerkmal der Christen (oder war es jedenfalls, da Evangelische ja auch zwischenzeitlich abweichen), nein, es war auch bei den Kommunisten usw. unumstritten.

  2. Das Schreiben zu den beiden Synoden über die Familie wird es an den Tag bringen.
    Wer wird gewinnen ? Es wird einer der zwei Richtungen sein. Wer jetzt schon ver-
    loren hat, ist die Weltkirche, die katholische Kirche. Die Dekadenz hat den Kle-
    rus erreicht und reißt wie ein Tsunami viele mit. Was vor einigen wenigen Jahren
    unmöglich erschien, ist jetzt an der Tagesordnung. Kardinäle, Bischöfe und andere
    streiten um Glauben, Wahrheit, Lehre und Naturgesetz. Die verschiedenen Seilschaf-
    ten in der Kurie mit ihrem Unwesen, bekommen anscheinend immer mehr Oberwasser.
    Wenn jetzt Franziskus sich nicht besinnt, wird die versteckte Kirchenspaltung vor
    aller Augen sichtbar.

  3. Wenn das Naturrecht das abbilden soll, was die Natur vorgibt, dann kann man eher die Polygamie als im Naturrecht begründet sehen als die Monogamie, sieht man sich die Veranlagung des Menschen genauer an (und mir sage bitte niemand, dass das der Teufel bewirkt hat – die Antropologie zeigt die Entwicklung relativ genau). Der Naturrechtsbegriff, der sich in der christlichen Theologie im Laufe vieler Jahrhunderte herausgebildet hat, ist obsolet und kann in der Theologie entsorgt werden. Die gottgestiftete Seinsordnung ist nicht eine statische, aus der man das Naturrecht ableiten kann, sondern sie ist eine Seinsordnung, die die Evolution als Grundlage hat – kosmische Evolution, biologische und gesellschaftliche Evolution. Aus einer gottgestifteten Evolution statisches Naturrecht abzuleiten ist ein sinnloses Unterfangen. Durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Physik, der Biologie und der Gesellschaftslehre ist der Naturrechtsbegriff nicht mehr brauchbar. Die Theologie will das aber weitgehend nicht begreifen. Ich hoffe, dass der Papst die Türen öffnet für neue theologische Grundsätze, die nicht auf überkommenen Erkenntnissen aufbauen. Realitäten zu lange zu leugnen war schon immer ein Problem der Kirche. Ich erinnere nur an die Weltbildfrage heliozentrisch oder geozentrisch, wo man 360 Jahre gebraucht hat, bis der Papst 1992 Galileo Galilei rehabilitiert hat. Galilei entging nur knapp dem Scheiterhaufen. Andere wie der Priester Giordano Bruno haben es nicht geschafft und sind verbrannt worden. Erst im Jahre 2000 hat Johannes Paul II. erklärt, dass das Urteil unrecht war. Das hat aber sein Leben auch nicht mehr gerettet. Gott sei Dank leben wir heute in einer anderen Zeit, sonst wären ich und mit mir viele andere „Ketzer“ wahrscheinlich auch nicht mehr am Leben.

    • “. Andere wie der Priester Giordano Bruno haben es nicht geschafft und sind verbrannt worden.“
      Hat er nicht den Dreifaltigen Gott mit dem Geschlechtsteil eines Ochsen verglichen?
      „Gott sei Dank leben wir heute in einer anderen Zeit, sonst wären ich und mit mir viele andere „Ketzer“ wahrscheinlich auch nicht mehr am Leben.“
      Nun heulen sie nicht rum kein Mensch krümmt ihnen ein Haar. Aber schön das sie sich als Ketzer bezeichnen und in katholischen Foren ihre Heimat sehen.
      Per Mariam ad Christum.

      • @Ballflachhalter
        „Wie wohltuend zu lesen- Glaube trifft Wirklichkeit!“
        Sind sie heute morgen wieder aufgestanden und haben nichts anderes gefunden als das was sie sehen, anfassen und schmecken können? Vielleicht haben sie im Radio den Wetterbericht gehört? Sie erinnern mich an Juri Gagarin der nach seinem ersten Raketenflug in den Weltraum voller Stolz verkündet hatt „Ich habe Gott nicht gesehen“. Sie sollten den Glauben vieler Menschen nicht unterschätzen den die kennen keine flachen Bälle wo die Luft raus ist. Es ist wohltuend zu sehen wie lächerlich die Wirklichkeit gegenüber dem Glauben ist.
        Per Mariam ad Christum.

    • Galilei
      Die Evolutionstheorie ist eine menschliche Hypothese. Ob sie wirklich den wissenschaftlichen Status einer Theorie hat, ist nicht unumstritten.
      In der göttlichen Offenbarung gibt es keine Evolution.
      Und wie können Sie so sicher sein, dass nicht die Erde das Zentrum des Kosmos ist? Genau dafür, dass dies, in Übereinstimmung mit dem biblischen Weltbild, der Fall ist, gibt es naturwissenschaftliche Argumente, wie das anthropische Prinzip.
      Das zentrale Thema der göttlichen Offenbarung ist die Wechselbeziehung zwischen Gott und den Menschen: seine Schöpfung, sein Sündenfall, seine Erlösung, und seine Vollendung in einem neuen Himmel und einer neuen Erde.
      Aus Glaubenssicht ist der Mensch der Mittelpunkt der Schöpfung, alles andere ist auf ihn zugeordnet. Folglich ist die Erde, auf die Gott ihn gesetzt hat, nicht ein Stäubchen, das durch einen unermesslichen, fast leeren Raum irrt (planâsthai/ planeîsthai = umherirren).
      Galilei irrte. Die Bibel hat recht.

      • Wenn sich der Mensch schon lange vernichtet hat, die Erde wird weiter bestehen. Diese braucht den Menschen nicht, aber Mensch braucht die Erde. Also geht sorgsam mit ihr um. Und wie Menschen zusammenleben richtet sich nach der Sinnhaftigkeit. Es gibt ein Volk mit schlechten Bedingungen, wo eine Frau mehrere Männer hat, das ist natürliche Geburtenbegrenzung. Die Männer können arbeiten, viele Frauen sterben im Kindsbett.

    • „Durch die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Physik, der Biologie und der Gesellschaftslehre ist der Naturrechtsbegriff nicht mehr brauchbar.“
      Jenseits dessen, daß keiner dieser Wissenschaften sich mit Naturrecht beschäftigt, frage ich mich, wieso dann mit Verweis auf das Naturrecht nach der Wende ehemalige Grenzsoldaten der DDR verurteilt wurden. Gegen die Gesetze ihres Staates hatten die nicht verstossen.
      In der Jurisprudenz gibt es diesen Begriff also noch.
      Natur ist nicht das, was im Tierreich vorkommt oder bei den Mundungungor, sondern was der Bestimmung einer Sache gemäß ist. Das es Männer gerne durch die Gegend treiben entspricht der Evolutionsbiologie, aber nicht der Bestimmung einer Ehe. Ebenso entspricht es nicht der Bestimmung einer Ehe, zwischen Menschen gleichen Geschlechtes zu sein. Das ist Naturrecht.
      Polygamie entsprach vor langer Zeit gewissen Überlebensnotwendigkeiten. Es gab auch Fälle, bei denen Seeleute in einem Rettungsboot ihre gestorbenen Kameraden aßen, um zu überleben. Dennoch ist die Verspeisung von Kameraden sicher nicht natürlich, da es nicht deren Bestimmung ist.

      • Wir hatten aber bei der Holocaust-Debatte das Phänomen, dass das „Naturrecht“ allerdings auch immer nur dann ins Feld geführt wird, wenn es gerade passt…

    • Die Kirche hatte recht und der Sturkopf Galilei irrte. Ihre ideologische Geschichtssicht ist unbrauchbar und hat tatsächlich keinen Bezug zur Realität. Auch ist mit Ihrem ideologischen Relativismus Erkenntnis gar nicht möglich. Sie liegen komplett falsch.

  4. „Ein Moraltheologe, so Pentin, habe den Entwurf gesehen und sei „zutiefst beunruhigt“ darüber. Der Entwurf „stellt das Naturrecht in Frage“.“
    „Zutiefst beunruhigt“. Gehts noch. Habt ihr kein Heimweh zu eurem Vater im Himmel? Stellt euch nicht so an der Erzengel Michael und seine Legionen sind kampfbereit.
    Per Mariam ad Christum.

  5. Außer einer irgendwie unspezifischen Besorgnis wird hier nichts berichtet und dem Hinweis auf ein Naturrecht, gegen das verstoßen würde.

    Das „Naturrecht“ kann für uns kein Maßstab sein, weil es nirgends kodifiziert ist.

    Es gibt mehrere Möglichkeiten, es zu verstehen:

    1. natürliches Sittengesetz (es schützt zwar die Familie und das Privatrecht, schließt aber eine Wiederverheiratung nach Scheidung nicht kategorisch aus)

    2. Die „natürlichen Ordnungen“ unter Sünde

    3. die wiederum stehen im Gegensatz zur ursprünglichen „Schöpfungsordnung“

    4. Davon abgeleitet rekonstruiert sich eine „Heilsordnung“

    Was jeweils welchem Bereich zugehört, ist nicht klar – es gibt nicht DAS „Naturrecht“.

    Über die Heilsordnungen in ihrem Echo in die noch „in Wehen seufzende Natur“ (Paulus) war und ist sich die Kirche nie wirklich klar gewesen, zumal diese Heilsordnung nach den Worten des 1. Petrusbreifes mit dem nahenden Ende der Zeiten überhaupt erst offenbarer wird.

    Fazit: Wir erfahren eigentlich nichts Verwertbares außer, dass ein Herr sich mehr oder weniger private Sorgen macht.

    • Oh, zeitschnur eine relativistische Rechtspositivistin! Als wenn es auf „Kodifizierung“ ankommt! Und von wem denn?
      Offenbar sind sie im letzten eben nicht katholisch, sondern institutions- und staatsgläubig. Sie sind Franziskus viel ähnlicher als es ausschaut. Schau einer an.

      • „Sie“ schreibt man übrigens groß – das wissen außer Ihnen hier noch einige nicht – vor allem die, die immer alles kurz und Totschlag haben wollen.
        Und wenn das schon nicht klappt – wie soll man dann erst recht kompliziertere Gedanken begreifen oder gar vernünftig kritisch auf sie antworten?
        Von Benimm will ich bei den meisten hier schon gar nicht mehr reden – da ist offenbar nichts zu erwarten. Ist es das, was Sie mit „katholisch“ meinen?
        Eine solche Katholizität ist tatsächlich überflüssig und es macht nichts, dass sie den Bach runtergeht…

        Da gehöre ich eben zu den „anderen“ Katholiken – es gibt sie!

      • „Sie sind Franziskus viel ähnlicher als es ausschaut. Schau einer an.“

        Aber Kirchen-Kater, diese Erkenntnis kommt Ihnen relativ spät! Seit dem Rücktritt/Sturz Benedikts wandelte sich zeitschnur in ihren Beiträgen auf katholisches.info von einer glühenden Ratzingerianerin zu einer glühenden Antiratzingerianerin und Bergoglio-Reinwäscherin, auch wenn sie bis heute vordergründig an ihrem Anspruch festhält, als „Selbst- und Querdenkerin“ folglich auch Bergoglio-Kritikerin zu sein. Faktisch aber hängt sie ihr Mäntelchen nach dem Winde und ihr selbstdenkender Widerspruch beinhaltet zumeist nur die sattsam bekannten Argumente aus der Giftküche linksliberaler bis militant-atheistischer Katholikenhasser.
        Und Sie sehen ja, inhaltlich hat sie Ihnen nichts zu entgegnen, deshalb müssen wieder einmal lapidare Formfehler und peinliches Katholiken-Bashing herhalten. Und diese Dame wird aufgrund solcher Leerformeln wie „recht kompliziertere Gedanken begreifen oder gar vernünftig kritisch auf sie antworten“ von vielen Mitforisten immer noch als Intellektuelle ehrfürchtigst adoriert. Staunen muss ich allerdings über ihre Chuzpe, den moralischen Zeigefinger gegen sogenannte „Totschlagskatholiken“ zu erheben, wo doch fast keiner ihrer eigenen Beiträge ohne Totschlagsargumente und unverschämteste Pöbeleien gegen Mitforisten auskommt und daher alles, was ihr an lauen Lüftchen entgegenschlägt, nur das schwache Echo auf ihr vorausgegangenes Getöse ist. So viel Heuchelei ist selten!

  6. Die letzte von Bergoglio erlassene Exhortation („Evangelii Gaudium“) ist nach dem Urteil von Kardinal Burke, der immerhin als qualifizierter Kanonist gelten kann, kein Bestandteil des Lehramtes.

    Vielleicht wird man ähnliches von der demnächst erscheinenden Exhortation sagen können – erst recht, wenn darin Dinge stehen werden, die lehramtlichen Dokumenten von höherem Rang zuwiderlaufen.

    Wenn tatsächlich der unsägliche Fernandez der „Hauptautor“ des Schreibens ist, wird es mit Sicherheit inhaltlich eine Katastrophe darstellen. Man erinnere sich: Fernandez hatte -neben vielem anderem Unfug- geäußert, Bergoglio beabsichtige, „die Kirche tiefgreifend und irreversibel zu verändern.“ Da Fernandez einer der Intimi Bergoglios ist, darf seine Aussage höchstwahrscheinlich als getreue Wiedergabe des Denkens seines hohen Gönners gelten. Dann aber läge die Frage nach dessen geistiger Normalität sehr nahe. Den Anspruch, die Kirche „tiefgreifend“ und -notabene- „irreversibel“ verändern zu können, würde doch wohl kaum ein geistig normaler Mensch aufbringen. Es wäre wohl auch nicht das erste Mal, das auf dem Stuhl Petri jemand sitzt, über den man sich solche Fragen stellen könnte. Immerhin haben nämlich zwei Päpste, Gregor XVI. und Pius VII., von einem ihrer Vorgänger, nämlich Clemens XIV. rundheraus bemerkt, er sei wahnsinnig gewesen. Pius VII. äußerte in einem Gespräch, niedergedrückt von Gewissensangst über einen schweren kirchenpolitischen Fehler, den er begangen hatte, wörtlich: „Wir werden in Raserei sterben wie Unser Vorgänger Clemens XIV.“ – So wird es wörtlich vom direkten Zeugen der Szene wiedergegeben (Kardinal Pacca in seinen Memoiren). Nun wird Bergoglio sicherlich kaum jemals ernsthafte Gewissensbisse empfinden, geschweige „aus Gewissensnot den Verstand verlieren“ – davor schützt ihn seine Lari-Fari-wir-sind-zärtlich-und-alles-ist-völlig-egal-Barmherzigkeits-“Theologie“. Eher käme hier Größenwahn in Frage – natürlich immer vorausgesetzt, Fernandez hat die Wahrheit gesagt, und das übrige merkwürdige Getue Bergoglios entspricht wirklich seiner innersten Überzeugung.

    • Es handelt sich bei Franziskus wahrscheinlich nicht um Wahnsinn im klinischen Sinn. Ich sehe hier infantile Allmachtsfantasien am Werk. Franziskus ist ja nie wirklich gereift.
      Auch Merkels Gusto hat etwas davon, wobei bei ihr wohl eher isolationistischer Wahn sich womöglich bereits mit Altersstarrsinn paart.
      Beide sind sich ihres Zustandes offenbar nicht bewußt und solange hochgefährliche Amtsträger.

    • Nein, zeitschnur, nach den amtlichen Regeln (Kodizes!), gibt es das große Du und Sie nicht mehr! Sind Ihre geliebten Vorschriftenmacher jetzt unhöflich?
      Bei mir war es nur ein Tippfehler, ich habe die Großschreibung beibehalten. Sie ziehen also voreilig falsche Schlüsse.
      Und auf eine sachliche Auseinandersetzung verzichten Sie ganz.

    • „PER IESUM AD MARIAM – Amen“
      Ganz schön nervös der luftleere flache Ball.
      Per Mariam ad Christum.

      • keine Spur von Nervosität – die Pforten der Hölle werden meine Kirche nicht überwältigen.
        Per Iesum ad Mariam ad ecclesiam!

  7. Ballflachhalter, geniessen Sie Ihre Altersbezüge, sehen Sie zu, dass Sie noch das rechte Seelenheil finden und trollen Sie hier nicht rum.

  8. @Ballflachhalter
    „keine Spur von Nervosität – die Pforten der Hölle werden meine Kirche nicht überwältigen.“
    Ich kenne nur die Kirche Jesu Christi ihre ist mir unbekannt.
    Darf man fragen wo sie den Setzbaukasten gekauft haben womit sie ihre eigene Kirche zusammen geschraubt haben? Ich vermute mal auf den Flohmarkt.
    Per Mariam ad Christum.

    • Die Kirche Jesu Christi ist exakt meine Kirche, in die ich durch die
      Taufe eingegliedert bin.
      Warum diese Bosheit?

      • Das sie einen Taufschein haben habe ich nie bestritten ansonsten wie war das noch mit ihrer Wirklichkeit und ihrem Glauben? Ich habe den Eindruck das bei ihnen zwischen Wirklichkeit und Glauben irgendetwas nicht harmonisch ist. Aber wenn sie Bergoglio als den großen Retter betrachten dann, ja dann habe ich ein Glaubensproblem damit.
        Per Mariam ad Christum.

  9. Naturrecht im Holocaust ? Was bringt Zeitschnur da wieder für Mißverständnisse auf ! Im Übrigen heißt das korrekt Shoa, wir sind nicht in Hollywood.

    • Es ging dabei um Prozesse nach dem 3. Reich, in denen Täter verurteilt wurden. Das Argument, sie hätten aber doch den Gesetzen des 3. Reiches entsprechend korrekt gehandelt, wurde mit dem Hinweis auf ein übergeordnetes „Naturrecht“ abgewiesen.

      Noch was zu grummeln?

  10. @Shuca: Die Kirche von der der Ballflachhatler spricht ,wird höchstahrscheinlich-wenn überhaupt- die sein, nach der jeder nach seiner Façon selig werden soll ,aber deshalb sollte er und seinesgleichen, nicht immer ein Drama daraus machen. Dramen sind etwas für Griechen. Wir sind aber keine Griechen.

  11. @Shuca @ Leo Die Vorurteile gegen den Ballflachhalter verraten mehr über
    den Bedenkenträger / die Bedenkenträgerin als über ihn selber. Er glaubt an die Kirche Jesu Christi, die in der Katholischen Kirche subsistit.

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