Neue Sozialenzyklika von Papst Franziskus: Wird Centesimus Annus von Johannes Paul II. korrigiert?

Staatspräsident Correa und Papst Franziskus
Staatspräsident Correa und Papst Franziskus

(Rom) Bereitet Papst Franziskus eine Sozialenzyklika über die soziale und wirtschaftliche Entwicklung vor? Dies sagte jedenfalls Ecuadors Staatspräsident Rafael Correa, der die Nachricht in seiner gewohnten Begegnung mit den Bürgern Enlace Ciudadano erwähnte, die auch im Fernsehen übertragen wird. Gleichzeitig kritisierte Correa die Enzyklika Centesimus Annus von Papst Johannes Paul II., die er als „eine Enzyklika“ bezeichnete, „die den Neoliberalismus vertritt“.

Johannes Paul II. hatte sie, daher auch der Name, ein Jahrhundert nach der Enzyklika Rerum novarum veröffentlicht, mit der sie katholische Soziallehre begründet wurde. Anlaß für die Enzyklika war der Zusammenbruch des kommunistischen Ostblocks. Die Enzyklika erkennt die freie, wenn auch sozial geordnete Marktwirtschaft an, was vielfach als Kursänderung in der katholischen Soziallehre gesehen wurde.

Staatspräsident Rafael Correa sagte nun:

„Vorerst haben wir eine Anfrage aus dem Vatikan für den kommenden April, da es scheint, daß Seine Heiligkeit, Papst Franziskus, eine Enzyklika über die Entwicklung vorbereitet zum 25. Jahrestag von Centesimus Annus von Johannes Paul II., die ihrerseits an ein Jahrhundert Rerum Novarum von Leo XIII. erinnerte, mit der die Soziallehre der Kirche begonnen hat. Das gefällt den Hierarchen der Kirche nicht, aber wir konnten bei verschiedenen Tagungen Kritik an ihren Fundamenten anbringen.
Rerum Novarum von 1891 klagte den Mißbrauch durch den zügellosen Kapitalismus an, allerdings den Mißbrauch der ein Jahrhundert zuvor begonnen hatte. Die Kirche ließ sich lange Zeit, um das anzuklagen. Klar, Rerum Novarum von Leo XIII. ist wichtig: die Anklage gegen den wilden Kapitalismus, der Mißbrauch des Kapitals, die Rechte der Arbeiter… wir müssen aber ein Jahrhundert weitergehen, die hundert Jahre bis zu Centesimus Annus von Johannes Paul II. Das ist eine Enzyklika, die den Neoliberalismus fördert, die der Befreiungstheologie den letzten Schlag versetzte, die eine der großen Hoffnungen Lateinamerikas war: die Anklage gegen soviel Ungerechtigkeit, die Errichtung des Reiches Gottes im Himmel… pardon!… das Reich des Himmels errichtet auf der Erde.“

Papst Franziskus mit Correa in Ecuador
Papst Franziskus mit Präsident Correa in Ecuador (Juli 2015)

Mit der Enzyklika von Papst Johannes Paul II. sei die Rolle des Staates zurückgedrängt worden, während die Unternehmen die erste Rolle spielen würden.

„Nun scheint es, daß der Papst eine Enzyklika über die Entwicklung vorbereitet zum 25. Jahrestag der Enzyklika von Johannes Paul II. Im vergangenen April hat uns unser guter Freund Marcelo Sanchez Sorondo, der Direktor der Akademie der Wissenschaften des Vatikans, den wir sehr schätzen, eingeladen – als einziges Staatsoberhaupt – als die Enzyklika Laudato Si vorbereitet wurde, die erste ökologische Enzyklika der Kirchengeschichte. Und er hat erneut angefragt für April. Wir werden sehen, ob die Einladung formalisiert wird und für diesen Fall gerne anwesend sein, soweit es die Situation im Land und die Wirtschaftsprobleme erlauben. Natürlich wäre es eine Freude und eine Ehre, dem Vatikan zur Seite zu stehen und unseren bescheidenen Beitrag zu leisten, wenn der Papst eine neue Enzyklika über die Entwicklung vorbereitet.“

Rafael Correa Delgado ist seit 2007 Staatsoberhaupt von Ecuador. Er gilt als Linkspopulist und Vertreter eines „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ mit religiös befreiungstheologischem Einschlag. Sein Großvater Simon Delgado war ein Großneffe des Liberalen und Freimaurers Eloy Alfaro Delgado, der von 1896-1901 und von 1906-1911 Staatspräsident von Ecuador war. Correas politische Bewegung Movimiento Pais beruft sich ausdrücklich auf Alfaro, der den katholischen Staatspräsidenten Gabriel García Moreno (1876 ermordet), allerdings danach auch mehrere liberale Nachfolgeregierungen bekämpft hatte. 1912 wurde Alfaro bei Machtkämpfen radikalliberaler Fraktionen ermordet.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: vatican.va/Epn (Screenshot)

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67 Comments

  1. Ich verstehe den Vorwurf Delgados nicht, JP II habe dem „Neoliberalismus“ das Wort geredet. Hat er das wirklich? Ich kann es nicht sehen…

    „Die Kirche hat keine eigenen Modelle vorzulegen. Die konkreten und erfolgreichen Modelle können nur im Rahmen der jeweils verschiedenen historischen Situationen durch das Bemühen aller Verantwortlichen gefunden werden, die sich den konkreten Problemen in allen ihren eng miteinander verflochtenen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Aspekten stellen.“

    Und – unter Rückbezug auf „Reum novarum“:

    „Zugleich mit der Verkündigung des Rechtes auf Privateigentum stellte der Papst (also Leo XIII. – Anm. zeitschnur) mit gleicher Eindringlichkeit fest, dass der »Gebrauch« der Güter, der der Freiheit anvertraut ist, der ursprünglichen Zielbestimmung der geschaffenen Güter für alle und dem im Evangelium bekundeten Willen Jesu Christi untergeordnet sei. So schrieb er: »Es ergeht also die Mahnung… an die mit Glücksgütern Gesegneten … Die auffälligen Drohungen Jesu Christi an die Reichen müssten diese mit Furcht erfüllen, denn dem ewigen Richter wird einst strengste Rechenschaft über den Gebrauch der Güter dieses Lebens abgelegt werden müssen«. Und indem er den hl. Thomas von Aquin zitiert, fährt er fort: »Fragt man nun, wie der Gebrauch des Besitzes beschaffen sein müsse, so antwortet die Kirche …: „Der Mensch muss die äußeren Dinge nicht wie ein Eigentum, sondern wie gemeinsames Gut betrachten“«, denn »über den Gesetzen und den Urteilen der Menschen steht das Gesetz und der Richtspruch Christi«.“

    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Centesimus_annus

    Entscheidend ist hier der Satz, dass die Kirche weder alleinseligmachende Regierungsmodelle vorlegen kann und darf – eine Ansicht, die auch Leo XIII. stets hochhielt (zum Ärger der eingefleischten reaktionären Royalisten) udn selbst Pius X. ausdrücklich bestätigte (!) – noch irgendwelche Wirtschaftsmodelle.

    Unter dem vielen Häretischen, das JP II tat, blieb er in dieser Hinsicht jedoch eher im Rahmen der traditionellen Lehre.

    Allerdings hat er das selbst nicht immer eingehalten…

    Vollends davon abgewichen ist Benedikt XVI., der in „Caritas in veritate“ eine Weltregierung forderte, um die sozialen Missstände in den Griff zu bekommen.
    Solche Forderungen sind absolut nicht sache der Kirche!

    Wen würde es wundern, wenn F. nun daran anknüpft und diese Foderung konkretisiert?

    • Wir brauchen auch bei Zustimmumng im Übrigen kein Modell zur Rettung der Welt. Der Papst kennt sich theologisch kaum aus und ist in anderen Dingen restlos überfordert. Er soll abdanken. Das ist das einzig positive, was diese Fehlbesetzung tun könnte.

    • Danke liebe „Piusschwester“ @zeitschnur für ihre Worte über den heiligen Papst Johannes Paul II. Ohne ihn würden wahrscheinlich weder Sie noch ich am Leben sein. Sie sind unglaublich arrogant. Ich erwarte von Ihnen, daß Sie Ihre bösartigen und verleumderischen Worte über Papst Johannes Paul II. zurücknehmen.

      • Meine Worte sind sachlich und maßvoll – da ist nichts „Bösartiges“. Ich verteidige JPII oben ja sogar teilweise.

        Bösartig sind dagegen Sie, weil Sie mir das Wort im Mund herumdrehen, weil ich Ihr Idol einfach nur nüchtern betrachte.

        Wenn Sie nur sind, weil JP II war – ICH bin, weil Gott mich geschaffen hat und erhält.

        Das sagt doch alles, nicht wahr?

      • Wieso „Piusschwester“?

        zeitschnur kritisiert doch gerade diese Gemeinschaft, indem sie ihr Royalismus vorwirft.

      • @Franzel
        antworten Sie bitte in dieser Sache nicht mehr auf @Zeitschnur. Sie ist ein kluger Kopf, doch menschlich wie ein Trampeltier.
        Da kann jeder Monolog nur in der Verletzung des Gegenüber enden.

      • @ Lioba

        Sie sind leider eine schlechte Verliererin – und jetzt starten Sie auch noch eine Kampagne gegen das böse, unbzwingbare und darum „Trampeltier“ Zeitschnur, in aller ergebensten Sensibilität gegenüber deren Personwürde selbstverständlich, wie so manche Dame (!) hier…

  2. 2 Peronisten der schlimmsten Sorte. Da gehört zusammen, was zusammen gehört. Und der alte Fuchs Scalfari ist auch dabei.
    Rom – die grosse Hure…

    • Tja,er setzt seine Akzente wie ein unkastrierter Kater in einem Gebiet ohne sichtbaren Rivalen.Etwa so.

      • @Zeitschnur,da Sie mich einer ,,Hetze“ beschuldigen,einem im politischem Sinne abwertendem Begriff,dies wäre zwar bei Ihnen nichts ungewöhliches,jedoch ist dieser Begriff in derzeitiger politischen Situation ein pregnanter ,,Aufkleber“.Einerseits im richtigem Sinne,zunehmend jedoch eine Etiketierung ,wo es gerade politisch passt,eine Drohung,die in einer Anzeigebereitschaft ,der Angepassten,mündet.Ob obszön oder sonstwas.Nein,gegen Papst Franziskus ,,hetze“ich nicht.Seine persönliche Akzente ,zu denen er ja Recht habe,sind,bekannterweise,sehr häufig,markant,wecken erwünschte Aufmerksamkeit und,milde gesagt,starke Ermahnung.Sie zeigen ,,Stärke“,Durchsetzungskraft,sind doch so spontan und natürlich und ,,liebenswert“usw.,..und riechen stark,was jedes Lebewesen,,anders empfindet,doch,als Einheit in Vielfalt,einheitlich empfinden soll..Mit der Zeit bringen solche häufige,natürliche Zeichen,bzw.Akzente,mehr oder weniger bleibende Veränderungen im betroffenem Bereich.Ich liebe die Natürlichkeit meiner Katzen.In der Zeit des Pontifikates Franziskus,hat sich einiges im Fühlen,Wahrnehmen und Denken,der betr.Menschen geändert.Diesen,meinen unüblichen Vergleich(den Sie als obszön empfinden) schrieb ich hier vor mehr als 2Jahren,wo es um Zeichensetzen des neuen Papstes, ging.Damals konnte sogar einer Ihrer Freunde ,,lachen“.Diese meine ,,Probe“,die Wiederholung,konnte nicht mehr ,,lustig“sein.Die Wirkung in der Gesinnung Einiger,ist da.Und Sie werden offensichtlich eine der Ersten,stets bereit,andere zu beschuldigen und etiketieren…Ihre zweite Bemerkung,ob mein ,,Stil“ ,,glaubenshilfreich“ist…nun,einen Stil,habe ich nicht und schreibe minimal,ich ,,fordere“damit und beanspruche damit,im Gegensatz zu Ihnen,nicht,irgendwelche Position in Diskusion.Hoffe lediglich,glaubenstreu zu bleiben,NUR das.

      • @ Methodus

        Sie wissen genau, dass Ihr Vergleich obszön und vollkommen unangemessen war und ist.

        Erzählen Sie mir also nix – Ich habe auch zwei Katzen!

      • Liebe Mitchristen, mich – und ich hoffe auch viele andere auch – würden es sehr begrüssen, wenn der Tonfall unter den Forumsteilnehmern und –nehmerinnen in einer christlich annehmbaren Weise vonstattenginge. Intellektuelles Ping-Pong-Spiel gehört an die Universität bzw. an die Hochschule, oder allenfalls in einen grossen Sandkasten für Hoch- und Höchstgebildete bzw. –belesene, die im Alltag keine passende Gelegenheit haben, sich verbal auszutoben. Intellektueller Schlagabtausch entspricht kaum der klaren Forderung Jesu, zu werden wie die Kinder. Auch zeugt es lediglich von Rechthaberei und nicht von Demut, Nächstenliebe und Weisheit. Meiner Meinung nach, aufgrund von Beobachtungen und Erfahrungen, eine reine intellektuelle Selbstbefriedigung. Und gegen das ist kaum einer gefeit, v.a. auch jene nicht, die offenen Sinnes, wachen Geistes sehen und erkennen, welche schrecklichsten Irrtümer in der Welt verbreitet werden und pandemisch um sich greifen. Ich schliesse mich da in den Kreis derer, die lernen dürfen und müssen, mehr die Demut zu suchen, ausdrücklich ein.
        Der intellektuelle Mensch meint immer, er habe das Recht und die Pflicht, aufgrund seiner Bildung, seiner Belesenheit und seiner intellektuellen Fähigkeit die Fehler anderer zu kritisieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies im Sinne und im Geiste Jesu Christi ist. Mit jeder Kritik, obwohl wir das nicht wahrhaben wollen (!), stellen wir uns über den anderen. Nochmals: Ich möchte mich da auch nicht ausnehmen. Ich frage mich: Selbst wenn man im Recht ist, hat man das Recht, die Fehler anderer ans Tageslicht zu zerren? Der Vergleich Jesu mit dem Splitter und dem Balken sollte Hinweis genug sein. Der hl. Padre Pio hat sich diesbezüglich klar geäussert. Er schwieg und erduldete die grosse Schmach, nicht mehr öffentlich die hl. Messe zu zelebrieren. Er sagte sinngemäss, dass man der Mutter Kirche auch dann gehorchen müsse, wenn sie einen schlägt.
        Wir alle können von Padre Pio und seinem absoluten Gehorsam viel lernen. Das war kein Kadavergehorsam (!), sondern ein Gehorsam aus Liebe, aus Freude, aus Opferbereitschaft und aus dem Glauben und Wissen heraus, dass Gott der Allgütige und der Allweise ist.
        Überhaupt beschleicht mich irgendwie das Gefühl, dass das Kritisieren, auch wenn man die Richtigkeit auf seiner Seite weiss, das Zurschaustellen der eigenen Belesenheit bzw. der intellektuellen Kompetenz und zugleich die Minimierung des Gehorsamsgebotes zusammen gehören …
        Ich weiss: Es gehört an sich thematisch nicht hierher, doch wichtig ist es allweil. Nämlich,dass der Gehorsam unglaublich wichtig ist, ja viel wichtiger ist, als wir uns das jemals vorstellen können, möchte ich fünf Beispiele anbringen. Das erste und beste Beispiel, Jesus Christus, gehe als Selbstverständlichkeit voraus; der Gehorsam unseres Heilandes kommt in „Das Innenleben Jesu“, Offenbarungsschrift von der Äbtissin C.M. Baji, am besten zum Ausdruck.
        a) Hl. Bruder Klaus: Als der hl. Niklaus von Flüe vom Weihbischof Thomas von Konstanz 1469 auf seine Nahrungslosigkeit hin geprüft wurde, fragte dieser ihn, welches die wichtigste Tugend sei. Bruder Klaus antwortete ihm: „Der Gehorsam“. Weiter stammt von Niklaus von Flüe auch den folgenden Satz: „Gehorsam ist die grösste Ehre, die es im Himmel und auf Erden gibt, …“
        b) Padre Pio: Bei all diesem Ärger übte Padre Pio heldenhaften und beständigen Gehorsam. «Den Vorgesetzten gehorchen, heißt Gott gehorchen», pflegte er zu sagen. Nie stellte er die Anordnungen seiner Vorgesetzten in Frage, mochten sie auch noch so ungerecht sein. […] Für Padre Pio waren die Liebe zu Christus und die Liebe zur Kirche untrennbar. (http://www.drevermann.de/cms/botschaften-an-pater-pio.html)
        c) Auch der grosse Heilige Franz von Sales sagt: „Eher gehen Himmel und Erde unter, als dass dich der Herr aus den Augen lässt, wenn du gehorsam bleibst.“
        d) Dass der Gehorsam keine Erfindung der katholischen Kirche ist, will ich noch ein Beispiel anfügen, das auch tief blicken lässt. Im Büchlein „Sieben Himmelsstufen“, Urgemeindeheft Nr. 9, eine Schrift, die nicht im Buchhandel erhältlich ist und auch keine katholische Privatoffenbarung ist, steht geschrieben: „Gehorsam ist die grosse Lektion, die der Mensch auf Erden lernen könnte und sollte, die aber von den wenigsten wirklich gelernt wird. Auch die Frömmsten und Besten bringen es in diesem Stück nicht so weit, wie sie es bringen könnten. Ihr Erdenmenschen seid gegen Gottes Wort und Geist viel zu unaufmerksam, lasst euch von starken Eindrücken nur zu leicht irreleiten und der Feind, der jeden andauernd zum Ungehorsam zu verleiten sucht, hat meist sehr leichtes Spiel.“
        e) Es gibt ein überliefertes Anschauungsbeispiel für die Wichtigkeit des Gehorsams beim hl. Benedikt. Ein Mönch, der beim Wasserholen ins Wasser fiel, wurde von einem anderen Mönch dadurch gerettet, dass dieser übers Wasser lief (wie Jesus) und seinen Mitbruder herauszog. Auf die Frage, warum er dies tun konnte, sagte der hl. Benedikt, dass er dies aufgrund seines Gehorsams in der Lage gewesen sei. Denn der hl. Benedikt hatte dem zweiten Mönch den Auftrag gegeben, den ins Wasser gefallenen zu retten. Die ganze Begebenheit kann man nachlesen in „Heilige und Selige. Der endlose Chor“ von Wilhelm Hünermann, Theresia Verlag.

      • @ Christus vincit

        Worum geht’s genau?

        1. Um den giftigen Stil ad personeam hier?
        2. Darum, dass es Sie stört, wenn einzelne sich ausführlicher und intellektueller austauschen? dann lesen Sie’s halt nicht – das wäre in dem Fall Demut. So aber klingt es nach „Neid der Besitzloen“.
        3. Ihre Gehorsamsausfürhungen kann man nicht zuordnen – wer soll denn wem hier nach den geannten Vorbildern „gehorchen“?
        4. Und was wäre, wenn die, die tiefer nachdenken, dabei einem Herrn gehorsam sind, der größer ist als die Eitelkeit derer, denen das zuviel Mühe bereitet?

        Ist also alles sehr wirr, was Sie da vortragen und auch hier kann man unterstellen, es handle sich nur um Selbstdarstellung, wenn nicht als Sachkommentator, dann als selbsternannter Mediator, der ungefragt und auch ungezogen, in das seelenleben anderer hineindirigieren will.

      • @Zeitschnur, es ist sehr schlimm, was Sie zum Beitrag vom @ Veritas Jesu Christi vincit, von sich geben. Ich betone, es geht nicht um mich, dass ich mich einmische, ich muss mit meiner Abneigung zu dem derzeitigen Papst fertig werden und sich von dieser nicht vergiften lassen. Ich denke, das ist fûrchterlich schlimm, wie Sie auf den Beitrag des o.G. reagieren. Als ob Ihr Punkt ad.4 aussagen würde, von welchem Herr Sie sich angesprochen, persönlich fühlen… dem Sie gehorsam seien… um so zu reagieren. Gott stehe uns bei, in dieser Zeit.

      • @ Methodus

        Ihre Fäkalsprache gegenüber F. war der Ausgangspunkt – tut mir leid. Es ging hier nur um Sie!

        Dass @ Christus vincit da flugs und wortreich nachweisen musste, dass es ja viel schlimmer und ach so wenig „demütig“ ist, wenn man sich (wie etwa ich) eingehende Gedanken macht und darüber „intellektuell“ spricht, als in schmutziger Sprache F. zu schmähen, kam Ihnen da sehr zupass.

        Und nun soll Gott Ihnen beistehen, weil einer, der Ihnen sagt, dass Sie sich vergaloppiert haben, ja nur dämonisch geleitet sein kann?

        Krass, kann man da nur sagen. Soviel Scheinheiligkeit gibt es nur unter Katholiken.

      • @Zeitschnur.Sie entdeckten bei mir eine angebliche ,,Fä…sprache“ gegen F.,(denke,damit meinen sie den Papst)an der sie jetzt siegreich reiten(an dieser Sprache),endlich,wieder mal,was? Und aus ihnen sprudelt daraufhin eine befreite Fontaine von etwas,was ich nicht nennen will und nicht nennen werde.Endlich mal wieder ist die Zeitschnur ,,bestätigt“?!Warum nicht,davon lebt sie,aus den Fehlern,bzw.,vermeintlichen Fehlern, Anderer.Dann,tollen Ritt Madamme,spörnen sie sich noch flott auf,ich kann ihnen nicht und nie wieder,als TRÄGER v.Obsz.und Fä…Sprache,dienen bei ihrem Niveau.

  3. Mir ist gerade noch eingefallen, dass die Exhortation „Ecclesia in America“ von JP II ebenfalls ausdrücklich den globalisierten Kapitalismus scharf kritisiert.

    http://w2.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_exhortations/documents/hf_jp-ii_exh_22011999_ecclesia-in-america.html

    (ab Kap. 52 kommt das Thema)

    Sachlich gesehen konstruiert Delgardo also einen Gegensatz, der nicht existiert.

    Andererseits – die Kirche wird heute von den Sünden ihrer Hierarchen brutal eingeholt. Dieselbe Brutalistät und Menschenverachtung, mit der sie vorging, wird ihr heute entgegengetreten. So schwere Schuld haben sie auf sich geladen, dass all jene Länder, denen einst himmelschreiende Sünden durch die Hierarchie angetan wurden, und deren Missionierung unter Gewalttaten geschah, ein gespaltenes Verhältnis zu ihr haben.

    Ebenso wie Egon von Petersdorff den so raschen Abfall der Sachsen hin zum Protestantismus m.E. zu Recht in Verbindung mit ihrer grausamen und ungerechten Christianisierung unter Karl d. Gr. bringt, kann man dies bei den Südamerikanern annehmen. Die Spur der verheerenden kirchlichen Politik ist heute förmlich „sichtbar“ in einem wilden Rassengemisch von Einwanderern, Einheimischen und vor Nachfahren versklavter Menschen aus aller Welt.
    Hatte doch der Papst z.Zt. der Entdeckung Südamerikas ausdrücklich die Versklavung bzw. Vertreibung der Heiden erlaubt, ja sogar geboten! Der himmelschreiend sündhafte Satz Nikolaus V. 1492, die Portugiesen hätten das Recht „… die Länder der Ungläubigen zu erobern, ihre Bewohner zu vertreiben, zu unterjochen und in die ewige Knechtschaft zu zwingen…“ rächt sich heute.

    Dieser Kontinent ist in sich gebrochen: Die Nachfahren christlicher Gewalttäter leben zusammen mit den Nachfahren ihrer ehemaligen Opfer und Sklaven. Das wurde nie wirklich bereinigt! Die Befreiungstheologie ist – auch wenn viele Seelen wie durch ein Wunder dennoch zu echtem Glauben kamen – eine punktgenaue Antwort auf jahrhundertelanges schweres Unrecht im Namen der Religion.

    • Die vermeintlichen Sünden der Kirchenhierarchie werden einmal mehr von Zeitschnur hochstilisiert, aus dem Kontext genommen und als Alleinmerkmal uns verabreicht als schwere Medizin, die die Krankheit verschlimmert.

      • Nein – ohne Buße gibt es keine Heilung, das ist das Problem. Die Sünden SIND zahlreich und schwer. Kein halbwegs sensibler Mensch kann das bestreiten, und mit Nestbeschmutzer-Abwehr-Logik kann man nur weiter abrutschen.

        Unser Krisenzustand, unsere schwere Krankheit ist eine Folge der Sünde und nicht der „Unterwanderung“. Ein gesunder Leib wird nicht krank!

      • Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Sünden, zeitschnur, da haben Sie, nachdem, wen und was Sie hier alles gelästert haben, genug aufzuarbeiten.

      • @ hicesthodie

        Wer menschliche Schuld kritisiert, lästert niemandem. Er äußert sich kritisch oder mahnend – mehr nicht. Das ist keine Sünde, solange man dabei keine Verbalinjurien ausspricht.

        Wer dagegen menschliche Schuld unter Flüchen und persönlichen Beleidigungen – wie Sie das so oft tun – verteidigt, der lästert Gott.

      • @hicesthodie
        antworten Sie bitte in dieser Sache nicht mehr auf @Zeitschnur. Sie ist ein kluger Kopf, doch menschlich wie ein Trampeltier.
        Da kann jeder Monolog nur in der Verletzung des Gegenüber enden.

    • Zu Egon von Petersdorffs Rückerinnerungstheorie:

      Luther hatte in seinem Hass auf die katholische Kirche die Enteignung des Kirchenbesitzes bejaht. Vor allem die Aussicht auf enorme Bereicherungen durch die Möglichkeit der problemlosen Säkularisation des Kirchenguts von Bistümern und Klöstern haben Heerscharen von Landesherren und fast alle Reichsstädte bewogen, den lutherischen Glauben anzunehmen. Durch den Machtanspruch der protestantisch gewordenen Landesfürsten über „Land und Leute“ frei zu verfügen, ist halb Deutschland gemäß dem im Augsburger Religionsfrieden von 1555 aufgestellten Prinzip „cuius regio, eius religio“ zwangsreformiert worden. Die „Landeskinder“ hatten keine demokratische Entscheidungsfreiheit. Ein negatives historisches Rückerinnern an die Christianisierung – etwa an das Sachsen-Massaker Karls des Großen bei Verden an der Aller 782 – war sicher nicht der Grund des raschen Abfalls der protestantisch gewordenen Territorien unter Luther.Andernfalls wäre die Lutherisierung Skandinaviens und Teile Süddeutschlands, sowie der meisten Reichsstädte, wo Anlässe zu vergleichbar negativen Rückerinnerungen fehlen, mit „Petersdorff“ nicht erklärbar!

      • Petersdorffs Beobachtung bezieht sich darauf, dass eine erzwungene Christianisierung unter Morddrohung, Brandschatzung, Raub und Gewalt in den Herzen keine Liebe zu Christus entzünden wird, sondern eine lethargische Ergebung, eine Art „Firnis“, der sofort abblättert, sobald der Druck weggbricht.

        Er demonstriert das an vielen Beispielen, auch an solchen gelungener Christianisierung ohne Gewalt und zeigt sehr schön auf, dass die Menschen dort „immu“ blieben gegen den Abfall, auch insofern, als sie dem „cuius regio“ entweder heimlich standhielten oder bereit waren, das Land zu verlassen.

      • Bevor nun wieder einer Ihrer maßlosen Ausfälle gegen meine Person seine „Aura“ vor dem nächsten Anfall verdichtet:
        Gehen Sie vorher in sich: alles, was Sie mir entgegen schleudern werden, wird Sie selbst treffen.

      • @Franzel
        ich habe es schon gesschrieben
        antworten Sie einfach nicht mehr auf @Zeitschnur. Sie ist ein kluger Kopf, doch menschlich wie ein Trampeltier.
        Da kann jeder Monolog nur in der Verletzung des Gegenüber enden.

    • @ zeitschnur

      „Die Nachfahren christlicher Gewalttäter leben zusammen mit den Nachfahren ihrer ehemaligen Opfer und Sklaven. Das wurde nie wirklich bereinigt!“

      Das trifft auch auf die USA zu.

      Aber wieso sind die USA die, zumindest finanziell und militärisch, erfolgreichste Nation der Erde, ganz im Gegensatz zu Lateinamerika?

      Es sieht so aus, als ob die Gewalt dann doch nicht die Ursache ist.

      Oder liegt es daran, dass nur in den USA fast alle Ureinwohner getötet wurden?

      Und so, nach dieser ethnischen Säuberung, etwas neues, erfolgreicheres aufgebaut werden konnte.

      • Berechtigte Frage, @ Frank Bell!

        Ich sehe es so – klingt vielleicht komisch, aber in den USA waren auch viele Protestanten und Sektierer, da reichte es nicht mal zu so etwas wie einer Befreiungstheologie, obwohl es dort viele Verarmte gab und gibt.

        Ich muss darüber noch mehr nachdenken – kann jetzt dazu nichts weiter sagen.

        Danke der klugen Nachfrage – kommt selten vor hier.

  4. Eigentum ist in den meisten Verfassungen als Grundrecht geschützt.
    Für Israel und Christen ist Eigentum (gemäß Bibel) eine Leihgabe Gottes.
    („Dem HERRN gehört die Erde und was sie erfüllt, / Der Erdkreis und seine Bewohner;“ Psalm 24,1; vgl. Ps 146,6; u.a.)
    Wenn nun eine menschliche Instanz sich im Namen Gottes an Gottes Stelle setzt, als Dessen Stellvertreter und Sachwalter, dann kann die Situation entstehen, dass alles Eigentum rechtens als diesem Stellvertreter gehörig betrachtet wird, von dem es alle anderen nur geliehen hätten.
    In den Sozialenzykliken der Päpste ist nach meiner Befürchtung eine kommunistische Weltdiktatur in nuce angelegt, und zwar nicht erst bei Papst Benedikt XVI., sondern schon früher bei Papst Leo XIII., siehe Zitate oben im Kommentar von Frau z.i.c.
    (In diesem Zusammenhang ist die Jesuitenreduktion in Paraguay 17.-18. Jh. von Interesse.)
    In Anbetracht der bisherigen Amtsführung und daraus ableitbaren Richtung von Papst Franziskus vermute ich, dass die angedrohte Sozialenzyklika eine programmatische Apologie der antichristlichen Neuen Weltordnung sein wird.

    • Hier ist der ganze Text von „Rerum novarum“: http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/320.html

      Ich sehe darin an sich nicht „in nuce“ eine kommunistische Diktatur angelegt, da Leo XIII. darin Privateigentum als Naturrecht definiert. Er versucht einen Ausgleich zu schaffen.
      Die mahnenden Appelle an die Reichen sind bei ihm zahlreich i.o.g.S.

      Was in seiner Enzyklika völlig ausgeblendet wird, ist, dass bis wenige Jahrzehnte vor ihr die Kirche tatenlos der Verarmung der Bevölkerung zugesehen hat, die sich im 18. Jh ebenso zugetragen hat, als die Fürsten Raubbau mit dem Gut der Untertanen getrieben haben. Wie neulich beschrieben schreckten die nicht mal vor dem Verkauf der Landeskinder zurück. Und selbst im Kirchenstaat wurde die Sklaverei erst 1838 abgeschafft.
      Durch die Industrialisierung wurde der Arbeitssklave für einen kurzen Moment der Euphorie überflüssig.
      Wir haben es doch neulich diskutiert. Auch die Aufklärer, wie Voltaire waren groß im geschäft mit dem Sklavenhandel. Aber die Kirche mischte ebenfalls mit!
      Als dann klar wurde, dass die Industrialisierung die Sklaverei nicht überflüssig machte – in der Logik des Herrschens gesprochen – entstand das Protelariat.

      Es war von Leo XIII. ein enormer, auch geistlicher Schritt, mit den sklavischen Zuständen vor und nach der Industrialisierung ausdrücklich zu brechen.
      Seine größten Feinde waren allerdings reaktionäre Royalisten…

      Pius XI. hat diese reaktionäre, destruktive Problematik in „Quadragesimo anno“ ausdrücklich erwähnt.

      Leo XIII. schwebte ein nahezu glückseliger Zustand vor: Privatbesitz als Leihgabe beim ewigen Herrn. Arbeitskraft und gerechter Lohn als Gegengut zum Besitz bei denen, die weder Vermögen noch Grund und Boden haben. Gewisse Anleihen bei der alttestamentlichen Auffassung von Entschuldung finden sich bei ihm. Absolutes Verbot an die Herrschenden, weiterhin die, die nur ihre Arbeitskraft zur Verfügung haben, auszubeuten und zu versklaven und um ihr weniges Besitztum zu betrügen.
      Er spricht das deutlich aus.

      Er greift auch die Problematik auf, dass der Staat in die Familien hineinregieren muss, eben WEIL die Besitzenden die leute in die Verarmung treiben und damit angewiesen auf staatliche Hilfe.

      Klar hat er damals schon vorausgesehen, dass der Kapitalismus und Absolutismus der Herrscher den Staats-Totalitarismus und die revolution förmlich zeugt und gebiert, wie Ketteler es sagte: Die Revolution ist logische Folge solcher Herrschaftsverhältnisse. Nicht von den Armen her, sondern von den Vermögenden her. Ihre ausbeuterische Misswirtschaft hinterlässt eine „verbrannte Erde“ in den Ländern: zertsörte Menschen, die völlig ausgesaugt sind. Eine Revolution muss kommen und sich ihrer total annehmen.

      Das war eine WARNUNG seitens Leos – keine Zielvorgabe.

      Ich sehe es so: Wir haben die Warnung angenommen für die Europäer und saugten lange andere Nationen aus. Uns ging es leidlich, aber ihnen nicht. Wo die Europäer und Amerika herrschten, ist heute Chaos und „failed state“. Die Leute stehen vor unseren Haustüren und halten die Hand auf. Das ist der dritte Schritt der Revolution – und die Kirche hing von Anfang an in den machenschaften auf übelste weise drin. Nur wenige Hierarchen sahen einigermaßen klar.

      Immer noch zähle ich Leo XIII. den besten. Wenn einer eine Heiligsprechung verdient hätte, dann m.E. er.

      • @Zeitschnur, das kann sein, dann bitten Sie ihn um Fürsprache und wenn Sie dann ein Wunder bekommen, können wir ein Heiligsprechungsverfahren aufstarten. Ich freue mich immer über heilige Päpste, also ich mache dann mit!

      • Liebe Frau Zeitschnur! Vor einigen Monaten habe ich ein grosses Poster von Papst Leo XIII geschenkt bekommen.Obwohl ich diesen Papst gar nicht kennte habe ich das Poster aufgehaengt und es hat sehr gute Wirkung auf mich. So-wenn Gebetserhoerungen da sind,ist irdisches Geld kein Problem!

      • Allerdings ist Eigentum nicht absolut im AT – Schuldner werden nach einer bestimmten Anzahl von Jahrzehnten nach dem Gesetz des Moses komplett entschuldet.

        Man wusste schon damals, dass eine Verabsolutierung des Eigentums eine Spirale der Beraubung entwickelt, wenn sie nicht immer wieder „auf Null“ gesetzt wird.

        Leo XIII. hat das ziemlich weise durchdacht.

    • Zu behaupten, in den unfehlbaren Lehrschreiben (Sozialenzykliken) der Päpste sei eine kommunistische Weltdiktatur in nuce angelegt, ist Irrsinn.

      Es ist schon erstaunlich, wie sich die Mittelschicht bei den Reichsten anbiedert, statt den Armen zu helfen.

      Aber so sind sie, die Konservativen. Sie nehmen den Armen, weil sie sich nicht trauen, gegen die Reichen vorzugehen.

      Wenn Sie recht hätten, dann wäre das Grundgesetz („Eigentum verpflichtet“) eine Kreation der Kommunisten. Ist es aber nicht.

  5. Wie recht hatte Erich Honecker: „Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf!“ Heute ist es der „Papst“, der die Handlangerdienste für die Errichtung der Neuen Weltordnung eines globalisieren Sozialismus mit einer synkretistischen Einheits“Religion“ des „höchsten Wesens“ leistet, die dann von der „Adelsrasse von Geistes Gnaden“ leichter beherrscht und ausgeplündert werden kann!

  6. @Franzel
    Was regen Sie sich wegen „Zeitschnur“ auf!? Zeitschnur ist Zeitschnur, aber nicht der Papst. Gott sei Dank. Franziskus in Rom reicht schon.
    Was „Zeitschnur“ schreibt oder nicht schreibt, ist doch letztens völlig egal. Und ob sie die Wahrheit sagt oder nicht, ficht sie selbst am wenigsten an. Für sie zählt Recht haben.Das ist alles. Wir sollten uns nicht aufregen, sondern im Zweifelsfall ignorieren. Für alles, was sie schreibt, muss sie sich einmal verantworten. Sie braucht nicht uns als Richter.
    Wenn „Zeitschnur“ Papst wäre, dann würde es uns schlecht ergehen. Wir wären alle in die Engelsburg gesperrt. Wohlgemerkt ALLE. Denn früher oder später findet „Zeitschnur“ an jedem ein Haar, und schon geht es ab in die Engelsburg. Außer „Zeitschnur“ gibt es nur „Zeitschnur“, sonst nichts und niemand. Ein ziemlich trostloses, einsames Leben, wenn ich darüber nachdenke. Nicht zu beneiden. Wir sollten für sie beten, dass sie geselliger wird, sanftmütiger, will sagen: neben dem Ich auch das Du erkennt.
    Ich weiss, das klingt nun alles ganz schrecklich hart. ist aber gut gemeint. „Zeitschnur“ muss viel einstecken, weil sie viel austeilt. Sie sollte einmal darüber nachdenken, warum sie wohl das Motto „Viel Feind, viel Ehr“ auf die Stirn geschrieben hat.
    Aber ich lese gerne hier die Artikel und auch viele Kommentare, und will eigentlich nicht über „Zeitschnur“ diskutieren.

    • Ja @Gerrit: was heißt aufregen?- Ich kann es insbesondere nicht haben, wenn Papst Johannes Paul II. durch die Jauche gezogen wird. Ich mag es auch nicht, wenn die Kirche im allgemeinen andauernd und immer wieder angepinkelt wird.
      Sehr gut, was Sie sagen @Gerrit.

      • „Jauche“?

        Ist für Sie sachbezogene Kritik schon „Jauche“?

        Aber dass Sie solche Vokabeln dafür wählen, sagt uns allen, wo Sie selbst stehen.

    • [email protected] ein weiser und treffender Kommentar – allerdings vergessen wir nicht, dass sie ein gottsuchender, hochintelligenter Mensch ist und in ihrem Eifer oft die Salztöpfe verwechselt.

  7. Der Neoliberalismus von Papst Johannes Paul II. gehört schnellstens korrigiert. Seine Begeisterung für den Kapitalismus war Ansporn für die irren Börsenrallyes – und Börsencrashs zu Lasten der Armen.

    NUR:

    Papst Bergoglio ist für eine Korrektur im Sinne der katholischen Lehre der FALSCHE MANN.

    Irritierend ist es, dass die ganzen Kommentatoren hier der Ungleicheit (62 der reichsten Menschen besitzen so viel wie ärmsten 3 Milliarden) das Wort reden, ja, diese frenetisch bejubeln.

    • Hab ich das?

      Dann lesen Sie noch mal meine Analyse der Gedanken Leos XIII. und der mosaischen gesetzes zum Thema „Entschuldung“ und „nicht-absolutes Eigentum“…

      • „die ganzen Kommentatoren“ ist falsch.

        Es hätte „die meisten Kommentatoren“ heissen müssen!

    • Papst Bergoglio ist für eine Reform im Sinne der christlichen Botschaft der einzig RICHTIGE MANN – er ist auch momentan PAPST- Gott sei Dank.
      Per Iesum ad Mariam und nicht umgekehrt.

  8. Frau Zeitschnur,
    es wäre schicklich gewesen, nach dem „himmelschreiend sündhaften Satz Nikolaus‘ V.“ von 1492 auch „Sublimis Deus“ Pauls III. von 1537 zu erwähnen. Ansonsten kudos!

    • Da stimmt – ich hätte es erwähnen können.
      Ich war allerdings in dem historischen Fluss, der das generelle Versklavungsverbot durch Paul II. als durch die lieben Katholiken fast flächendeckend ignoriert entdecken muss (von Ausnahmen abgesehen!).

      Selbst im Kirchenstaat wurde die Sklaverei erst 1838 offiziell abgeschafft. Man kann also Zweifel daran haben, was der hierarchische Mainstream vertreten hat: die eher einsame Linie Pauls III. oder die der zynisch-frommen Masse, die lieber Nikolaus V. folgte.

      Wenn man bedenkt, dass die Urdoktrin Israels die war, von Gott selbst aus der Sklaverei in Ägypten geführt worden zu sein und die Kirche daran angeknüpft hat für ihre Kinder, dann ist es einfach nur beschämend, welches Bild die, die die Kirche regieren sollten, bis vor kurzem abgegeben haben.

  9. @ballflachhalter
    STOP UND HALT! Es heisst: „per Mariam ad Jesum“ und nicht umgekehrt! Ich hoffe, das ist nur ein Lapsus von Ihnen gewesen!

    • Nein, tiefste Überzeugung @ Elias,
      wenn Sie andersrum beten, ist das auch in Ordnung, vor Gott ist die
      Richtung in dieser Frage ohnehin nicht relevant. Doch so lange ich hienieden auf Erden wandle, sehe ich die Richtung so: PER IESUM AD MARIAM

      • @ Ballflachhalter

        Das ist definitiv häretisch – die Kette geht nach der Lehre so:

        Per Mariam ad Jesum Christum, Dominum nostrum, filium Dei Patris, et per Filium ad Patrem.

        Maria hat, voll der Gnade und des Hl Geistes den Sohn Gottes empfangen dürfen, und ihn, Jesus Christus, geboren, erzogen, begleitet und sein Leiden mitvollzogen bis unters Kreuz. Durch Ihr Zeichen kommen wir auf Jesus, den Heiland der Welt. Wo sie ist, ist der Sohn. Und Jesus, der Sohn Gottes hat uns den Weg zum Vater wieder geöffnet durch sein Opfer. Unsere Vereinigung mit Gott, mit dem Geheimnis der allerheiligsten Dreifaltigkeit ist unser Ziel.
        Maria ist uns darin in vollkommenster, nur-menschlicher Weise dabei vorangegangen.

  10. An alle Konservative, die hier die Reichen bejubeln und den Armen in den Hintern treten (zumindest verbal):

    “There’s class warfare, all right,” Mr. Buffett said, “but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” (New York Times, November 26, 2006)

    Diese Herren, die die Freimaurerei und die Abtreibung fördern, sind froh, dass es so viele einfältige konservative Katholiken gibt.

    Denn dann müssen sich die Milliardäre nicht selbst rechtfertigen!

    • Herr Heimer, und die Sozialisten und Staatsgläubigen wie der Papst verursachen systematisch Armut, Unfrieden, Leid und Ungerechtigkeit und schaffen sich damit den Markt auf dem sie selbst (mit Gewalt) Monopolist sind.

  11. Eine neue Sozialenzyklika – da wird voraussichtlich sehr viel aus der Sichtweise Lateinamerikas mit einfließen, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss. Nur leider: Wen interessiert es noch, was Päpste zum Kapitalimperialismus äußern ? Banal gesagt: ‚Die‘ machen eh‘ was sie wollen.
    Darüber hinaus: Ohne die betreffenden Organisationen und Strukturen zu benennen, bringt es kaum etwas. Hier ein Interview mit dem Autor, der das Buch „Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzuges“ geschrieben hat: https://www.youtube.com/watch?v=GCkKxITTKYw — Da wird wirklich Tacheles geredet ! Wenn man die wirklichen Ursachen und Verursacher nicht beim Namen nennt, dann lese ich lieber das Evangelium. Das Wort Gottes besser als jede Sozialenzyklika !

  12. @ zeitschnur – in der Tat habe ich mit Erfolg das Kleine Häretikum abgelegt – insofern haben Sie recht.
    Nichtsdestotrotz war der Heiland als zweite Person der Trinitas vor aller Zeit- Maria als ancilla Domini war auserkoren ihn zu gebären in der Zeit.

  13. @ omnes haereticos! PER IESUM AD MARIAM – et ne nos in ducas in tentationem, sed libera nos a haereticis.

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