Neue Sozialenzyklika von Papst Franziskus: Wird Centesimus Annus von Johannes Paul II. korrigiert?

Staatspräsident Correa und Papst Franziskus
Staatspräsident Correa und Papst Franziskus

(Rom) Bereitet Papst Franziskus eine Sozialenzyklika über die soziale und wirtschaftliche Entwicklung vor? Dies sagte jedenfalls Ecuadors Staatspräsident Rafael Correa, der die Nachricht in seiner gewohnten Begegnung mit den Bürgern Enlace Ciudadano erwähnte, die auch im Fernsehen übertragen wird. Gleichzeitig kritisierte Correa die Enzyklika Centesimus Annus von Papst Johannes Paul II., die er als „eine Enzyklika“ bezeichnete, „die den Neoliberalismus vertritt“.

Johannes Paul II. hatte sie, daher auch der Name, ein Jahrhundert nach der Enzyklika Rerum novarum veröffentlicht, mit der sie katholische Soziallehre begründet wurde. Anlaß für die Enzyklika war der Zusammenbruch des kommunistischen Ostblocks. Die Enzyklika erkennt die freie, wenn auch sozial geordnete Marktwirtschaft an, was vielfach als Kursänderung in der katholischen Soziallehre gesehen wurde.

Staatspräsident Rafael Correa sagte nun:

„Vorerst haben wir eine Anfrage aus dem Vatikan für den kommenden April, da es scheint, daß Seine Heiligkeit, Papst Franziskus, eine Enzyklika über die Entwicklung vorbereitet zum 25. Jahrestag von Centesimus Annus von Johannes Paul II., die ihrerseits an ein Jahrhundert Rerum Novarum von Leo XIII. erinnerte, mit der die Soziallehre der Kirche begonnen hat. Das gefällt den Hierarchen der Kirche nicht, aber wir konnten bei verschiedenen Tagungen Kritik an ihren Fundamenten anbringen.
Rerum Novarum von 1891 klagte den Mißbrauch durch den zügellosen Kapitalismus an, allerdings den Mißbrauch der ein Jahrhundert zuvor begonnen hatte. Die Kirche ließ sich lange Zeit, um das anzuklagen. Klar, Rerum Novarum von Leo XIII. ist wichtig: die Anklage gegen den wilden Kapitalismus, der Mißbrauch des Kapitals, die Rechte der Arbeiter… wir müssen aber ein Jahrhundert weitergehen, die hundert Jahre bis zu Centesimus Annus von Johannes Paul II. Das ist eine Enzyklika, die den Neoliberalismus fördert, die der Befreiungstheologie den letzten Schlag versetzte, die eine der großen Hoffnungen Lateinamerikas war: die Anklage gegen soviel Ungerechtigkeit, die Errichtung des Reiches Gottes im Himmel… pardon!… das Reich des Himmels errichtet auf der Erde.“

Papst Franziskus mit Correa in Ecuador
Papst Franziskus mit Präsident Correa in Ecuador (Juli 2015)

Mit der Enzyklika von Papst Johannes Paul II. sei die Rolle des Staates zurückgedrängt worden, während die Unternehmen die erste Rolle spielen würden.

„Nun scheint es, daß der Papst eine Enzyklika über die Entwicklung vorbereitet zum 25. Jahrestag der Enzyklika von Johannes Paul II. Im vergangenen April hat uns unser guter Freund Marcelo Sanchez Sorondo, der Direktor der Akademie der Wissenschaften des Vatikans, den wir sehr schätzen, eingeladen – als einziges Staatsoberhaupt – als die Enzyklika Laudato Si vorbereitet wurde, die erste ökologische Enzyklika der Kirchengeschichte. Und er hat erneut angefragt für April. Wir werden sehen, ob die Einladung formalisiert wird und für diesen Fall gerne anwesend sein, soweit es die Situation im Land und die Wirtschaftsprobleme erlauben. Natürlich wäre es eine Freude und eine Ehre, dem Vatikan zur Seite zu stehen und unseren bescheidenen Beitrag zu leisten, wenn der Papst eine neue Enzyklika über die Entwicklung vorbereitet.“

Rafael Correa Delgado ist seit 2007 Staatsoberhaupt von Ecuador. Er gilt als Linkspopulist und Vertreter eines „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ mit religiös befreiungstheologischem Einschlag. Sein Großvater Simon Delgado war ein Großneffe des Liberalen und Freimaurers Eloy Alfaro Delgado, der von 1896-1901 und von 1906-1911 Staatspräsident von Ecuador war. Correas politische Bewegung Movimiento Pais beruft sich ausdrücklich auf Alfaro, der den katholischen Staatspräsidenten Gabriel García Moreno (1876 ermordet), allerdings danach auch mehrere liberale Nachfolgeregierungen bekämpft hatte. 1912 wurde Alfaro bei Machtkämpfen radikalliberaler Fraktionen ermordet.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: vatican.va/Epn (Screenshot)

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Reinhold

Da braucht man nicht viel Pjhantasie, um sich auszumalen, was für ein angestaubter Sozialismus da Urständ feiert.

Ballflachhalter

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Elias

@ballflachhalter
unterdessen steht die Büchse der Pandora weit offen, und keiner schliesst sie!

zeitschnur
Ich verstehe den Vorwurf Delgados nicht, JP II habe dem „Neoliberalismus“ das Wort geredet. Hat er das wirklich? Ich kann es nicht sehen… „Die Kirche hat keine eigenen Modelle vorzulegen. Die konkreten und erfolgreichen Modelle können nur im Rahmen der jeweils verschiedenen historischen Situationen durch das Bemühen aller Verantwortlichen gefunden werden, die sich den konkreten Problemen in allen ihren eng miteinander verflochtenen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Aspekten stellen.“ Und – unter Rückbezug auf „Reum novarum“: „Zugleich mit der Verkündigung des Rechtes auf Privateigentum stellte der Papst (also Leo XIII. – Anm. zeitschnur) mit gleicher Eindringlichkeit fest, dass der »Gebrauch«… weiter lesen »
Reinhold

Wir brauchen auch bei Zustimmumng im Übrigen kein Modell zur Rettung der Welt. Der Papst kennt sich theologisch kaum aus und ist in anderen Dingen restlos überfordert. Er soll abdanken. Das ist das einzig positive, was diese Fehlbesetzung tun könnte.

Franzel

Danke liebe „Piusschwester“ @zeitschnur für ihre Worte über den heiligen Papst Johannes Paul II. Ohne ihn würden wahrscheinlich weder Sie noch ich am Leben sein. Sie sind unglaublich arrogant. Ich erwarte von Ihnen, daß Sie Ihre bösartigen und verleumderischen Worte über Papst Johannes Paul II. zurücknehmen.

zeitschnur

Meine Worte sind sachlich und maßvoll – da ist nichts „Bösartiges“. Ich verteidige JPII oben ja sogar teilweise.

Bösartig sind dagegen Sie, weil Sie mir das Wort im Mund herumdrehen, weil ich Ihr Idol einfach nur nüchtern betrachte.

Wenn Sie nur sind, weil JP II war – ICH bin, weil Gott mich geschaffen hat und erhält.

Das sagt doch alles, nicht wahr?

Frank Bell

Wieso „Piusschwester“?

zeitschnur kritisiert doch gerade diese Gemeinschaft, indem sie ihr Royalismus vorwirft.

Lioba

@Franzel
antworten Sie bitte in dieser Sache nicht mehr auf @Zeitschnur. Sie ist ein kluger Kopf, doch menschlich wie ein Trampeltier.
Da kann jeder Monolog nur in der Verletzung des Gegenüber enden.

zeitschnur

@ Lioba

Sie sind leider eine schlechte Verliererin – und jetzt starten Sie auch noch eine Kampagne gegen das böse, unbzwingbare und darum „Trampeltier“ Zeitschnur, in aller ergebensten Sensibilität gegenüber deren Personwürde selbstverständlich, wie so manche Dame (!) hier…

Leone

2 Peronisten der schlimmsten Sorte. Da gehört zusammen, was zusammen gehört. Und der alte Fuchs Scalfari ist auch dabei.
Rom – die grosse Hure…

Thomas Kovacs

Sollte dem so sein ist das ein völlig normaler Vorgang Sozialenzyklien spiegeln immer die aktuelle Politik wer weißt heute noch von Quadragesimo anno?
https://de.wikipedia.org/wiki/Quadragesimo_anno
es ist des Papstes gutes Recht andere Akzente zu setzen

Methodus

Tja,er setzt seine Akzente wie ein unkastrierter Kater in einem Gebiet ohne sichtbaren Rivalen.Etwa so.

zeitschnur

Widerlicher Stil – ist es das, was Sie unter „hilfreich für den Glauben“ ansehen, solche obszöne Hetze?

Methodus
@Zeitschnur,da Sie mich einer ,,Hetze“ beschuldigen,einem im politischem Sinne abwertendem Begriff,dies wäre zwar bei Ihnen nichts ungewöhliches,jedoch ist dieser Begriff in derzeitiger politischen Situation ein pregnanter ,,Aufkleber“.Einerseits im richtigem Sinne,zunehmend jedoch eine Etiketierung ,wo es gerade politisch passt,eine Drohung,die in einer Anzeigebereitschaft ,der Angepassten,mündet.Ob obszön oder sonstwas.Nein,gegen Papst Franziskus ,,hetze“ich nicht.Seine persönliche Akzente ,zu denen er ja Recht habe,sind,bekannterweise,sehr häufig,markant,wecken erwünschte Aufmerksamkeit und,milde gesagt,starke Ermahnung.Sie zeigen ,,Stärke“,Durchsetzungskraft,sind doch so spontan und natürlich und ,,liebenswert“usw.,..und riechen stark,was jedes Lebewesen,,anders empfindet,doch,als Einheit in Vielfalt,einheitlich empfinden soll..Mit der Zeit bringen solche häufige,natürliche Zeichen,bzw.Akzente,mehr oder weniger bleibende Veränderungen im betroffenem Bereich.Ich liebe die Natürlichkeit… weiter lesen »
zeitschnur

@ Methodus

Sie wissen genau, dass Ihr Vergleich obszön und vollkommen unangemessen war und ist.

Erzählen Sie mir also nix – Ich habe auch zwei Katzen!

Veritas Jesu Christi vincit
Liebe Mitchristen, mich – und ich hoffe auch viele andere auch – würden es sehr begrüssen, wenn der Tonfall unter den Forumsteilnehmern und –nehmerinnen in einer christlich annehmbaren Weise vonstattenginge. Intellektuelles Ping-Pong-Spiel gehört an die Universität bzw. an die Hochschule, oder allenfalls in einen grossen Sandkasten für Hoch- und Höchstgebildete bzw. –belesene, die im Alltag keine passende Gelegenheit haben, sich verbal auszutoben. Intellektueller Schlagabtausch entspricht kaum der klaren Forderung Jesu, zu werden wie die Kinder. Auch zeugt es lediglich von Rechthaberei und nicht von Demut, Nächstenliebe und Weisheit. Meiner Meinung nach, aufgrund von Beobachtungen und Erfahrungen, eine reine intellektuelle Selbstbefriedigung.… weiter lesen »
zeitschnur
@ Christus vincit Worum geht’s genau? 1. Um den giftigen Stil ad personeam hier? 2. Darum, dass es Sie stört, wenn einzelne sich ausführlicher und intellektueller austauschen? dann lesen Sie’s halt nicht – das wäre in dem Fall Demut. So aber klingt es nach „Neid der Besitzloen“. 3. Ihre Gehorsamsausfürhungen kann man nicht zuordnen – wer soll denn wem hier nach den geannten Vorbildern „gehorchen“? 4. Und was wäre, wenn die, die tiefer nachdenken, dabei einem Herrn gehorsam sind, der größer ist als die Eitelkeit derer, denen das zuviel Mühe bereitet? Ist also alles sehr wirr, was Sie da vortragen… weiter lesen »
Methodus

@Zeitschnur, es ist sehr schlimm, was Sie zum Beitrag vom @ Veritas Jesu Christi vincit, von sich geben. Ich betone, es geht nicht um mich, dass ich mich einmische, ich muss mit meiner Abneigung zu dem derzeitigen Papst fertig werden und sich von dieser nicht vergiften lassen. Ich denke, das ist fûrchterlich schlimm, wie Sie auf den Beitrag des o.G. reagieren. Als ob Ihr Punkt ad.4 aussagen würde, von welchem Herr Sie sich angesprochen, persönlich fühlen… dem Sie gehorsam seien… um so zu reagieren. Gott stehe uns bei, in dieser Zeit.

zeitschnur

@ Methodus

Ihre Fäkalsprache gegenüber F. war der Ausgangspunkt – tut mir leid. Es ging hier nur um Sie!

Dass @ Christus vincit da flugs und wortreich nachweisen musste, dass es ja viel schlimmer und ach so wenig „demütig“ ist, wenn man sich (wie etwa ich) eingehende Gedanken macht und darüber „intellektuell“ spricht, als in schmutziger Sprache F. zu schmähen, kam Ihnen da sehr zupass.

Und nun soll Gott Ihnen beistehen, weil einer, der Ihnen sagt, dass Sie sich vergaloppiert haben, ja nur dämonisch geleitet sein kann?

Krass, kann man da nur sagen. Soviel Scheinheiligkeit gibt es nur unter Katholiken.

Methodus

@Zeitschnur.Sie entdeckten bei mir eine angebliche ,,Fä…sprache“ gegen F.,(denke,damit meinen sie den Papst)an der sie jetzt siegreich reiten(an dieser Sprache),endlich,wieder mal,was? Und aus ihnen sprudelt daraufhin eine befreite Fontaine von etwas,was ich nicht nennen will und nicht nennen werde.Endlich mal wieder ist die Zeitschnur ,,bestätigt“?!Warum nicht,davon lebt sie,aus den Fehlern,bzw.,vermeintlichen Fehlern, Anderer.Dann,tollen Ritt Madamme,spörnen sie sich noch flott auf,ich kann ihnen nicht und nie wieder,als TRÄGER v.Obsz.und Fä…Sprache,dienen bei ihrem Niveau.

zeitschnur
Mir ist gerade noch eingefallen, dass die Exhortation „Ecclesia in America“ von JP II ebenfalls ausdrücklich den globalisierten Kapitalismus scharf kritisiert. http://w2.vatican.va/content/john-paul-ii/de/apost_exhortations/documents/hf_jp-ii_exh_22011999_ecclesia-in-america.html (ab Kap. 52 kommt das Thema) Sachlich gesehen konstruiert Delgardo also einen Gegensatz, der nicht existiert. Andererseits – die Kirche wird heute von den Sünden ihrer Hierarchen brutal eingeholt. Dieselbe Brutalistät und Menschenverachtung, mit der sie vorging, wird ihr heute entgegengetreten. So schwere Schuld haben sie auf sich geladen, dass all jene Länder, denen einst himmelschreiende Sünden durch die Hierarchie angetan wurden, und deren Missionierung unter Gewalttaten geschah, ein gespaltenes Verhältnis zu ihr haben. Ebenso wie Egon von… weiter lesen »
Reinhold

Die vermeintlichen Sünden der Kirchenhierarchie werden einmal mehr von Zeitschnur hochstilisiert, aus dem Kontext genommen und als Alleinmerkmal uns verabreicht als schwere Medizin, die die Krankheit verschlimmert.

zeitschnur

Nein – ohne Buße gibt es keine Heilung, das ist das Problem. Die Sünden SIND zahlreich und schwer. Kein halbwegs sensibler Mensch kann das bestreiten, und mit Nestbeschmutzer-Abwehr-Logik kann man nur weiter abrutschen.

Unser Krisenzustand, unsere schwere Krankheit ist eine Folge der Sünde und nicht der „Unterwanderung“. Ein gesunder Leib wird nicht krank!

hicesthodie

Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Sünden, zeitschnur, da haben Sie, nachdem, wen und was Sie hier alles gelästert haben, genug aufzuarbeiten.

zeitschnur

@ hicesthodie

Wer menschliche Schuld kritisiert, lästert niemandem. Er äußert sich kritisch oder mahnend – mehr nicht. Das ist keine Sünde, solange man dabei keine Verbalinjurien ausspricht.

Wer dagegen menschliche Schuld unter Flüchen und persönlichen Beleidigungen – wie Sie das so oft tun – verteidigt, der lästert Gott.

Lioba

@hicesthodie
antworten Sie bitte in dieser Sache nicht mehr auf @Zeitschnur. Sie ist ein kluger Kopf, doch menschlich wie ein Trampeltier.
Da kann jeder Monolog nur in der Verletzung des Gegenüber enden.

Sophus
Zu Egon von Petersdorffs Rückerinnerungstheorie: Luther hatte in seinem Hass auf die katholische Kirche die Enteignung des Kirchenbesitzes bejaht. Vor allem die Aussicht auf enorme Bereicherungen durch die Möglichkeit der problemlosen Säkularisation des Kirchenguts von Bistümern und Klöstern haben Heerscharen von Landesherren und fast alle Reichsstädte bewogen, den lutherischen Glauben anzunehmen. Durch den Machtanspruch der protestantisch gewordenen Landesfürsten über „Land und Leute“ frei zu verfügen, ist halb Deutschland gemäß dem im Augsburger Religionsfrieden von 1555 aufgestellten Prinzip „cuius regio, eius religio“ zwangsreformiert worden. Die „Landeskinder“ hatten keine demokratische Entscheidungsfreiheit. Ein negatives historisches Rückerinnern an die Christianisierung – etwa an das… weiter lesen »
zeitschnur

Petersdorffs Beobachtung bezieht sich darauf, dass eine erzwungene Christianisierung unter Morddrohung, Brandschatzung, Raub und Gewalt in den Herzen keine Liebe zu Christus entzünden wird, sondern eine lethargische Ergebung, eine Art „Firnis“, der sofort abblättert, sobald der Druck weggbricht.

Er demonstriert das an vielen Beispielen, auch an solchen gelungener Christianisierung ohne Gewalt und zeigt sehr schön auf, dass die Menschen dort „immu“ blieben gegen den Abfall, auch insofern, als sie dem „cuius regio“ entweder heimlich standhielten oder bereit waren, das Land zu verlassen.

Franzel

Sie lügen wie gedruckt @zeitschnur.

zeitschnur

Bevor nun wieder einer Ihrer maßlosen Ausfälle gegen meine Person seine „Aura“ vor dem nächsten Anfall verdichtet:
Gehen Sie vorher in sich: alles, was Sie mir entgegen schleudern werden, wird Sie selbst treffen.

Lioba

@Franzel
ich habe es schon gesschrieben
antworten Sie einfach nicht mehr auf @Zeitschnur. Sie ist ein kluger Kopf, doch menschlich wie ein Trampeltier.
Da kann jeder Monolog nur in der Verletzung des Gegenüber enden.

Frank Bell

@ zeitschnur

„Die Nachfahren christlicher Gewalttäter leben zusammen mit den Nachfahren ihrer ehemaligen Opfer und Sklaven. Das wurde nie wirklich bereinigt!“

Das trifft auch auf die USA zu.

Aber wieso sind die USA die, zumindest finanziell und militärisch, erfolgreichste Nation der Erde, ganz im Gegensatz zu Lateinamerika?

Es sieht so aus, als ob die Gewalt dann doch nicht die Ursache ist.

Oder liegt es daran, dass nur in den USA fast alle Ureinwohner getötet wurden?

Und so, nach dieser ethnischen Säuberung, etwas neues, erfolgreicheres aufgebaut werden konnte.

zeitschnur

Berechtigte Frage, @ Frank Bell!

Ich sehe es so – klingt vielleicht komisch, aber in den USA waren auch viele Protestanten und Sektierer, da reichte es nicht mal zu so etwas wie einer Befreiungstheologie, obwohl es dort viele Verarmte gab und gibt.

Ich muss darüber noch mehr nachdenken – kann jetzt dazu nichts weiter sagen.

Danke der klugen Nachfrage – kommt selten vor hier.

Leo Laemmlein
Eigentum ist in den meisten Verfassungen als Grundrecht geschützt. Für Israel und Christen ist Eigentum (gemäß Bibel) eine Leihgabe Gottes. („Dem HERRN gehört die Erde und was sie erfüllt, / Der Erdkreis und seine Bewohner;“ Psalm 24,1; vgl. Ps 146,6; u.a.) Wenn nun eine menschliche Instanz sich im Namen Gottes an Gottes Stelle setzt, als Dessen Stellvertreter und Sachwalter, dann kann die Situation entstehen, dass alles Eigentum rechtens als diesem Stellvertreter gehörig betrachtet wird, von dem es alle anderen nur geliehen hätten. In den Sozialenzykliken der Päpste ist nach meiner Befürchtung eine kommunistische Weltdiktatur in nuce angelegt, und zwar nicht… weiter lesen »
zeitschnur
Hier ist der ganze Text von „Rerum novarum“: http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/texte/320.html Ich sehe darin an sich nicht „in nuce“ eine kommunistische Diktatur angelegt, da Leo XIII. darin Privateigentum als Naturrecht definiert. Er versucht einen Ausgleich zu schaffen. Die mahnenden Appelle an die Reichen sind bei ihm zahlreich i.o.g.S. Was in seiner Enzyklika völlig ausgeblendet wird, ist, dass bis wenige Jahrzehnte vor ihr die Kirche tatenlos der Verarmung der Bevölkerung zugesehen hat, die sich im 18. Jh ebenso zugetragen hat, als die Fürsten Raubbau mit dem Gut der Untertanen getrieben haben. Wie neulich beschrieben schreckten die nicht mal vor dem Verkauf der Landeskinder… weiter lesen »
anjali jain

@Zeitschnur, das kann sein, dann bitten Sie ihn um Fürsprache und wenn Sie dann ein Wunder bekommen, können wir ein Heiligsprechungsverfahren aufstarten. Ich freue mich immer über heilige Päpste, also ich mache dann mit!

zeitschnur

@ anjali jain

Gern – aber Sie wissen, dass das sehr teuer ist und Rom sich beantrgate Heiligsprechungen mit viel Geld bezahlen lässt?

anjali jain

Liebe Frau Zeitschnur! Vor einigen Monaten habe ich ein grosses Poster von Papst Leo XIII geschenkt bekommen.Obwohl ich diesen Papst gar nicht kennte habe ich das Poster aufgehaengt und es hat sehr gute Wirkung auf mich. So-wenn Gebetserhoerungen da sind,ist irdisches Geld kein Problem!

Reinhold

Ohne Eigentum ist auch das Gebot, Du sollst nicht stehlen, sinnlos. Eigentum wird also schon sehr früh in der Bibel anerkannt.

zeitschnur

Allerdings ist Eigentum nicht absolut im AT – Schuldner werden nach einer bestimmten Anzahl von Jahrzehnten nach dem Gesetz des Moses komplett entschuldet.

Man wusste schon damals, dass eine Verabsolutierung des Eigentums eine Spirale der Beraubung entwickelt, wenn sie nicht immer wieder „auf Null“ gesetzt wird.

Leo XIII. hat das ziemlich weise durchdacht.

Frank Bell

Zu behaupten, in den unfehlbaren Lehrschreiben (Sozialenzykliken) der Päpste sei eine kommunistische Weltdiktatur in nuce angelegt, ist Irrsinn.

Es ist schon erstaunlich, wie sich die Mittelschicht bei den Reichsten anbiedert, statt den Armen zu helfen.

Aber so sind sie, die Konservativen. Sie nehmen den Armen, weil sie sich nicht trauen, gegen die Reichen vorzugehen.

Wenn Sie recht hätten, dann wäre das Grundgesetz („Eigentum verpflichtet“) eine Kreation der Kommunisten. Ist es aber nicht.

zeitschnur

Die Lehrschreiben sind allerdings – unabhängig von der Frage – nicht unfehlbar – schauen Sie noch mal om Ott nach, welchen Gewissheitsgrad sie haben.

Leo Laemmlein

@ Frank Bell
Papst Paul VI. forderte in Populorum Progressio die Neue Weltordnung, und so alle Päpste nach ihm in Reden und Dokumenten.
Die Neue Weltordnung in einem diktatorischen, kommunistischen Eine-Welt-Staat war schon das Ziel Adam Weishaupts und des von ihm gegründeten Illuminatenordens.

Neue Weltordnung I: Weltkommunismus Laut Club of Rome An G20
http://euro-med.dk/?p=9968

Adam Weishaupts Erbe II: Eine-Welt-Regierung
http://euro-med.dk/?p=13835

Europa, der Vatikan und die Neue Weltordnung
https://youtu.be/P9dY1cOX-yk

Das Neue Europa, die USA, der Vatikan und die Neue Weltordnung
https://youtu.be/RmJTwxHxXjg

catholicus

Wie recht hatte Erich Honecker: „Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf!“ Heute ist es der „Papst“, der die Handlangerdienste für die Errichtung der Neuen Weltordnung eines globalisieren Sozialismus mit einer synkretistischen Einheits“Religion“ des „höchsten Wesens“ leistet, die dann von der „Adelsrasse von Geistes Gnaden“ leichter beherrscht und ausgeplündert werden kann!

Gerrit
@Franzel Was regen Sie sich wegen „Zeitschnur“ auf!? Zeitschnur ist Zeitschnur, aber nicht der Papst. Gott sei Dank. Franziskus in Rom reicht schon. Was „Zeitschnur“ schreibt oder nicht schreibt, ist doch letztens völlig egal. Und ob sie die Wahrheit sagt oder nicht, ficht sie selbst am wenigsten an. Für sie zählt Recht haben.Das ist alles. Wir sollten uns nicht aufregen, sondern im Zweifelsfall ignorieren. Für alles, was sie schreibt, muss sie sich einmal verantworten. Sie braucht nicht uns als Richter. Wenn „Zeitschnur“ Papst wäre, dann würde es uns schlecht ergehen. Wir wären alle in die Engelsburg gesperrt. Wohlgemerkt ALLE. Denn… weiter lesen »
Franzel

Ja @Gerrit: was heißt aufregen?- Ich kann es insbesondere nicht haben, wenn Papst Johannes Paul II. durch die Jauche gezogen wird. Ich mag es auch nicht, wenn die Kirche im allgemeinen andauernd und immer wieder angepinkelt wird.
Sehr gut, was Sie sagen @Gerrit.

zeitschnur

„Jauche“?

Ist für Sie sachbezogene Kritik schon „Jauche“?

Aber dass Sie solche Vokabeln dafür wählen, sagt uns allen, wo Sie selbst stehen.

hedi züger

[email protected] ein weiser und treffender Kommentar – allerdings vergessen wir nicht, dass sie ein gottsuchender, hochintelligenter Mensch ist und in ihrem Eifer oft die Salztöpfe verwechselt.

Frank Bell

Der Neoliberalismus von Papst Johannes Paul II. gehört schnellstens korrigiert. Seine Begeisterung für den Kapitalismus war Ansporn für die irren Börsenrallyes – und Börsencrashs zu Lasten der Armen.

NUR:

Papst Bergoglio ist für eine Korrektur im Sinne der katholischen Lehre der FALSCHE MANN.

Irritierend ist es, dass die ganzen Kommentatoren hier der Ungleicheit (62 der reichsten Menschen besitzen so viel wie ärmsten 3 Milliarden) das Wort reden, ja, diese frenetisch bejubeln.

zeitschnur

Hab ich das?

Dann lesen Sie noch mal meine Analyse der Gedanken Leos XIII. und der mosaischen gesetzes zum Thema „Entschuldung“ und „nicht-absolutes Eigentum“…

Frank Bell

„die ganzen Kommentatoren“ ist falsch.

Es hätte „die meisten Kommentatoren“ heissen müssen!

Ballflachhalter

Papst Bergoglio ist für eine Reform im Sinne der christlichen Botschaft der einzig RICHTIGE MANN – er ist auch momentan PAPST- Gott sei Dank.
Per Iesum ad Mariam und nicht umgekehrt.

Franzel

Das Gericht Gottes wird über Sie kommen.

carlo

Frau Zeitschnur,
es wäre schicklich gewesen, nach dem „himmelschreiend sündhaften Satz Nikolaus‘ V.“ von 1492 auch „Sublimis Deus“ Pauls III. von 1537 zu erwähnen. Ansonsten kudos!

zeitschnur
Da stimmt – ich hätte es erwähnen können. Ich war allerdings in dem historischen Fluss, der das generelle Versklavungsverbot durch Paul II. als durch die lieben Katholiken fast flächendeckend ignoriert entdecken muss (von Ausnahmen abgesehen!). Selbst im Kirchenstaat wurde die Sklaverei erst 1838 offiziell abgeschafft. Man kann also Zweifel daran haben, was der hierarchische Mainstream vertreten hat: die eher einsame Linie Pauls III. oder die der zynisch-frommen Masse, die lieber Nikolaus V. folgte. Wenn man bedenkt, dass die Urdoktrin Israels die war, von Gott selbst aus der Sklaverei in Ägypten geführt worden zu sein und die Kirche daran angeknüpft hat… weiter lesen »
Elias

@ballflachhalter
STOP UND HALT! Es heisst: „per Mariam ad Jesum“ und nicht umgekehrt! Ich hoffe, das ist nur ein Lapsus von Ihnen gewesen!

Ballflachhalter

Nein, tiefste Überzeugung @ Elias,
wenn Sie andersrum beten, ist das auch in Ordnung, vor Gott ist die
Richtung in dieser Frage ohnehin nicht relevant. Doch so lange ich hienieden auf Erden wandle, sehe ich die Richtung so: PER IESUM AD MARIAM

Leo Laemmlein

Per Iesum ad Patrem, das ist meine Richtung.

zeitschnur
@ Ballflachhalter Das ist definitiv häretisch – die Kette geht nach der Lehre so: Per Mariam ad Jesum Christum, Dominum nostrum, filium Dei Patris, et per Filium ad Patrem. Maria hat, voll der Gnade und des Hl Geistes den Sohn Gottes empfangen dürfen, und ihn, Jesus Christus, geboren, erzogen, begleitet und sein Leiden mitvollzogen bis unters Kreuz. Durch Ihr Zeichen kommen wir auf Jesus, den Heiland der Welt. Wo sie ist, ist der Sohn. Und Jesus, der Sohn Gottes hat uns den Weg zum Vater wieder geöffnet durch sein Opfer. Unsere Vereinigung mit Gott, mit dem Geheimnis der allerheiligsten Dreifaltigkeit… weiter lesen »
Dieter Heimer

An alle Konservative, die hier die Reichen bejubeln und den Armen in den Hintern treten (zumindest verbal):

“There’s class warfare, all right,” Mr. Buffett said, “but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” (New York Times, November 26, 2006)

Diese Herren, die die Freimaurerei und die Abtreibung fördern, sind froh, dass es so viele einfältige konservative Katholiken gibt.

Denn dann müssen sich die Milliardäre nicht selbst rechtfertigen!

Kirchen-Kater

Herr Heimer, und die Sozialisten und Staatsgläubigen wie der Papst verursachen systematisch Armut, Unfrieden, Leid und Ungerechtigkeit und schaffen sich damit den Markt auf dem sie selbst (mit Gewalt) Monopolist sind.

anjali jain

Hoer mal ,wer etwas auf Erden hat, hat noch nichts im Himmel!

Reinhold

Vom eigentlichen Thema sollte man nicht abkommen. Eine weitere Enzyklika ist wohl unnötig.

Jeanne dArc
Eine neue Sozialenzyklika – da wird voraussichtlich sehr viel aus der Sichtweise Lateinamerikas mit einfließen, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss. Nur leider: Wen interessiert es noch, was Päpste zum Kapitalimperialismus äußern ? Banal gesagt: ‚Die‘ machen eh‘ was sie wollen. Darüber hinaus: Ohne die betreffenden Organisationen und Strukturen zu benennen, bringt es kaum etwas. Hier ein Interview mit dem Autor, der das Buch „Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzuges“ geschrieben hat: https://www.youtube.com/watch?v=GCkKxITTKYw — Da wird wirklich Tacheles geredet ! Wenn man die wirklichen Ursachen und Verursacher nicht beim Namen nennt, dann lese ich lieber das Evangelium. Das Wort… weiter lesen »
Ballflachhalter

@ zeitschnur – in der Tat habe ich mit Erfolg das Kleine Häretikum abgelegt – insofern haben Sie recht.
Nichtsdestotrotz war der Heiland als zweite Person der Trinitas vor aller Zeit- Maria als ancilla Domini war auserkoren ihn zu gebären in der Zeit.

Ballflachhalter

@ omnes haereticos! PER IESUM AD MARIAM – et ne nos in ducas in tentationem, sed libera nos a haereticis.

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