Koran-Sure rezitiert über dem Grab des Heiligen Martin von Tours

Interreligiöser Dialog im Altarraum
Interreligiöser Dialog im Altarraum

(Paris) „Das Video des Papstes hat es vorgemacht: Bestimmte Treffen im Geist der Neuen Weltreligion stehen inzwischen auf der Tagesordnung“, so Chiesa e postconcilio. Am 17. Januar lud sich der Erzbischof von Tours, der Zisterzienser Bernard-Nicolas Aubertin, Gäste ein. Nicht etwa in seine bischöfliche Residenz oder einen der zahlreichen Pfarrsäle, sondern in die Basilika des Heiligen Martin. Im Hochchor saß Erzbischof Aubertin am 17. Januar mit einem Imam, Vertretern der islamischen und buddhistischen Gemeinschaft und anderer christlicher Konfessionen. Auf die Stufen zum Hochchor wurde das Wort Paix (Frieden) projiziert.

Über dem Grab des Heiligen Martin wurde der Koran rezitiert

Der Heilige Martin war dritter Bischof von Tours und wurde nach seinem Tod 397 in der Stadt begraben. Über seinem Grab wurde bald die große Basilika Saint Martin de Tours errichtet und zu einem bedeuteten Pilgerort der lateinischen Christenheit.

732 war Tours Schauplatz moslemischer Plünderungen, die von Spanien aus ins Frankenreich geführt wurden. Karl Martell, der Hausmeier des Merowingerreiches, besiegte sie in der Schlacht von Poitiers und stoppte damit den islamischen Vormarsch im Westen.

1562 steckten Protestanten das Grab des Heiligen in Brand. Nur wenige sterbliche Überreste konnten gerettet und im erneuerten Grab beigesetzt werden.

Während der Französischen Revolution wurde die Basilika, bis auf wenige, noch heute sichtbare Teile, zerstört. 1860 wurde das Grab des Heiligen wieder freigelegt und darüber mit dem Bau einer neuen Basilika begonnen. 1889 war eine neue Krypta für das Grab fertiggestellt, 1925 wurde die neue Basilika geweiht.

Jahr der Barmherzigkeit und Barmherzigkeit im Koran?

Xavier Gué, der Kirchenrektor verwies in seiner Begrüßung auf den Heiligen Martin, der Soldat gewesen sei. Er habe sein Schwert, mit dem er den Gegner töten konnte, zu einem Instrument des Teilens gemacht.

Dann sprach jeder Religionsvertreter für die jeweilige Gemeinschaft. Der anglikanische Vertreter zitierte den Propheten Micha und den Apostel Paulus. Ein Imam sang darauf die Fatiha, die Anfangssure des Koran.

Erzbischof Aubertin stellte eine Verbindung zwischen dem Jahr der Barmherzigkeit und der Barmherzigkeit im Islam dar.

Der Dominikaner Jean-François Bour, von der Abteilung Interreligiöser Dialog des Erzbistums Tours forderte zum Abschluß alle auf, sich gegenseitig zu stützen, füreinander zu beten und den Wunsch zu entwickeln, „mit unseren Brüdern in einem wohlwollenden und ehrlichen Dialog zu leben“.

Umtrunk in der Kirche

Dann wurden alle Anwesenden zu einem „Freundschaftsbecher“ genannten Umtrunk am hinteren Ende, aber noch in der Kirche geladen.

„Es bleibt völlig unverständlich, warum Kirchenvertreter dazu drängen, immer mehr liturgiefremde Veranstaltungen in der Kirche durchzuführen. Wenn ich mit Moslems und Buddhisten zusammenkommen will, dann mache ich das irgendwo, aber nicht in der Kirche. Welchen Ersatz für die Liturgie und die Begegnung mit Christus im Altarsakrament will man hier anbieten?“, schrieb ein Katholik aus Tours unter den Artikel von Riposte Catholique über die „Interreligiöse Begegnung“ in der Basilika.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Riposte Catholique

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PETRUS

Wen Gott Strafen will, den schlägt Er zuerst mit Blindheit.

Leo Laemmleint a
Auf der obersten Ebene, an der Spitze, mit dem Papst, fing es an (Assisi 1, 2, 3). Es folgten diözesan initiierte Veranstaltungen. Der nächste Schritt ist m.M. die Implementierung des Interreligionswahns auf die Ebene der Pfarreien, Klöster usw. Und merken wir, wie nützlich ja notwendig dazu die „Flüchtlingskrise“, die vom Papst forcierte und von den Bischöfen geförderte und geforderte Massenimmigration/ moslemische Invasion Europas ist? Der Papst hat es ja schon vor Monaten zur Auflage gemacht (ungefähr zeitgleich mit dem Merkelschen (Selbst-)Ermächtigungsbeschluss vom 4. September 2015 zur Offenhaltung der Grenzen), dass alle katholischen Pfarreien, Klöster, Gemeinschaften… Flüchtlinge aufnehmen. Und im Januar… weiter lesen »
Engelchen

Die Voraussetzungen werden zunehmend geschaffen. Ob es gelingen wird, die Rechnung ohne den Wirt zu machen, das ist noch offen …

Jeanne dArc
@ Leo Laemmleint a 25. JANUAR 2016 UM 17:44 — In den Augen von Gott Vater ist es unerheblich was irgendwelche fehlgeleiteten Gestalten an modernistischem Scheinwerk verrichten. ER wird sich in Europa das zurück holen, was IHM gehört und was sein Sohn Jesus Christus uns gab. Es läuft sowieso alles auf einen Bürgerkrieg und eine Revolution (danach Heimsuchung und Reinigung), so wie es der Alois Irlmaier angekündigt hatte, hinaus. Es gibt viele tiefgläubige Christen unter den Kleinen, die das Spiel durchschaut haben. Russland und China werden die Vollstrecker des Schicksals sein, denn die die eigentlich abgeschoben werden müssten, kann ja… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Einverstanden, sehr geehrte @ Jeanne d‘Arc. Durchhalten ist geboten und nicht von der geistigen Finsternis sich erfassen und durchdringen lassen. Die Täuschung ist sehr groß, nichts ist als was es erscheint, gerade in der großen Politik. Ich weiß es natürlich nicht, aber ich schätze, wir treten ein oder sind in Matthäus 24,8: „Dies alles ist der Anfang der Wehen.“ Es wird alles noch viel dicker kommen. „Unsre Hilfe steht im Namen des HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“ Ps 124,8

Jeanne dArc

@Leo Laemmlein – Das sehe ich genauso, es sind jetzt die „Wehen“. Ich habe ja schon öfters hier im Forum gesagt, dass es besser ist sich von Ballungsräumen weitest möglich fern zu halten. Ich mache auch nicht bei Demos mit, weil es in meinen Augen nicht so viel bringt zu demonstrieren und gleichzeitig aber eine postmoderne Wertekultur der Abtreibung, der Sodomie und der Unmoral zu subventionieren. Die Menschen müssen sich bekehren und zur Reinheit und Keuschheit im Glauben zurückkehren.

zeitschnur
Wen es interessiert, der kann hier die Ansprachen JP IIs zu Assisi noch mal nachlesen. http://stjosef.at/dokumente/papst_begegnung_der_religionen.htm Hier wird eindeutig klar, dass JP II den Weg für das, was F. tut, geebnet hat. Auch wenn er manches nicht ganz so platt eingeführt hat, wie F. es nun umsetzt, wurde es doch in der Kirche weithin so platt verstanden. Das Entsetzen damals kann ich sehr gut erinnern – selbst Protestanten schrien damals auf vor Entsetzen über dieses Sakrileg. Denn JP II mag betonen, er bekenne hier „demütig“ (das muss man sich mal wirklich vorstellen!) vor den anderen Religionen, die aber doch alle… weiter lesen »
Jeanne dArc
@ zeitschnur 26. JANUAR 2016 UM 9:58 — Ich habe mir das Dokument angesehen. Es ist wirklich krass. Buddhisten z.B. glauben an gar keinen Gott, schon gar nicht an die Person eines Schöpfergottes. Für sie gibt es nur das Shunjata (= „Null-Bewußtsein“), wo nur reine ‚Energie‘ und ‚Nichts‘ existiert, in dem mit ihrem ‚Ich‘ sie aufgehen und sich erleuchten wollen. Die Päpste ab Johannes XIII. sind NWO-gesteuert, deswegen reden sie ja andauernd von „Gleichheit“ in Hinsicht auf den Glauben an Gott, Völker- und Geopolitik. Anstatt das Eigene lebendig zu verkünden und anzuwenden, verkünsteln sie sich in pseudo-theologischer Rhetorik, um ein… weiter lesen »
fredius
Assisi lässt grüßen ! Seit der unglücklichen Begegnung der Weltreligionen auf Augen- höhe in Assisi durch Johannes Paul II., geht es mit Riesenschritten in Richtung Welt- Einheitsreligion und Weltregierung. Jeder sich wichtig nehmende Kardinal, Bischof und mancher Priester, machen es fleißig nach, in der Meinung etwas für die Kirche zu tun. Der Auftrag Christi..gehet hin..und taufet im Namen..der stört in diesem Reigen. Nur nicht über den Glauben sprechen, das könnte die Anderen beleidigen. So geht Kir- che heute ! Sakraler Raum ? Wen stört das ? ..da kann man doch eine Sure aus dem Ko- ran oder ein Gebet zu… weiter lesen »
Marienzweig

Der Ausverkauf der katholischen Kirche findet statt!

Engelchen

Barmherziger, nämlich unter Auslassung des Islam, wäre die direkte Rückkehr zum Heidentum. Warum einfach, wenn es auch umständlich geht!?

Elias

Ich habe kürzlich gemeint, Bergoglio nochmals verteidigen zu müssen. Ich sagte, er sei eine Strafe für die Kirche und nahm es dann zurück. Aber wenn ich alles Bisherige überschaue, wird mein Zweifel immer nagender und nagender. Noch will ich es nicht ausdrücken; aber es ist eine Welt, die zusammenstürzt; ich verstehe, dass alle hier irgendwie leiden. Mit Buon-Pranzo – Bergoglio geschieht etwas qualitativ Neues, Unheimliches; Vergleiche mit der bisherigen Papstgeschichte greifen nicht mehr.

hicesthodie

Tja, das antichristliche Küngsche Konzept wird hier konsequent umgesetzt. Wahnsinn, wie das von Martyrern und Bekennern geformte und auf Jesu Opfertod beruhende christliche Erbe von diesen nichtswürdigen, traumtänzelnden Nachgeburten für das Linsengericht eines Welteinheitswolkenkuckucksheims verschleudert und zertreten wird. Heiliger Martin von Tours, rechne ihnen diese blasphemische Sünde nicht an, denn sie wissen wahrlich nicht, was sie tun!

Leo Laemmlein

Ihr letzter Satz ist theologisch recht befremdlich, denn Sünden anrechnen und nicht anrechnen, das tut nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift allein Gott der Herr, siehe die Worte des Herrn Jesus am Kreuz und die Worte des Stephanus bei seiner Steinigung.

hicesthodie
Aber überhaupt [email protected] Laemmlein! Sollte Gott in seiner ausgleichenden Gerechtigkeit nicht über kurz oder lang jene strafen, die seine Heiligen über das Grab hinaus verachten und das christliche Erbe verschleudern? Es ist daher sinnvoll und theologisch rechtens, sich an den Hl. Martin von Tours zu wenden, um ihn zu bitten, dass er seine immerwährende Fürbitte an Gottes Thron ob der Greuel an seiner heiligen Stätte nicht einstellen möge. In Assisi gab es nach den interreligiösen Treffen ein schweres Erdbeben, das die Kirche der Franziskaner zerstörte. Nach katholischer Auffassung wäre diese Bestrafung allerdings schwer vorstellbar, wenn der Heilige Franziskus eine entsprechende… weiter lesen »
zeitschnur

Ein Mensch DARF dem anderen gar keine Sünden anrechnen oder nicht – das ist alleine Gottes Geschäft. Der ewige Richter heißt weder Martin noch Franziskus, sondern Jesus Christus.

In der hl. Schrift kommt das zweimal vor: jesus sagt das am kreuz in einer Bitte an den Vater.
Stephanus bittet den Herrn in diesem Wortlaut für die, die ihn steinigten.

zeitschnur

Und jetzt möge mir einer der aggressiven Lutherverächter doch bitte mal sagen, wie man hier und heute, unter diesen ökumenistischen Umständen, zu denen sich kein Evangelikaler und orthodoxer Lutheraner bislang verstiegen hätte (!), noch zu einer Konversion in die „katholische Kirche“ raten kann.
Da rettet man sein Seelenheil wirklich noch eher in einer Freikriche!

Das ist alles wie verhext!

Tamino

Na, nun ist die Katze ja endlich aus dem Sack! Zeitschur, die Bergoglio-ist-nur-Folge-von…-These-Vertreter und Protestantenversteherin, ist gar keine durchgeknallte Nestbeschmutzerin, sie ist Freikirchlerin, die sich als Katholikin ausgibt, um hier ihr ganz spezielles antikatholisches Süppchen zu kochen. Na toll!

Stella

@ Tamino:Also ich reibe mich ja auch gerne mal an Frau Z.aber das ist doch recht bösartig,was Sie da ablassen!
Ich lese auch nirgendwo raus,das sie einer Freikirche angehört.
Auch mein Mann und ich hatten schon überlegt,uns einer Freikirche anzuschließen weil die Gemeinden hier bei uns,reformiert wie katholisch so unsäglich waren,das wir geflüchtet sind.
Auch wir sitzen nun in einer Art „Warteschleife“,weil ringsum Finsternis herrscht.

Marienzweig
Liebe @Stella! Sie sehen sich in einer „Warteschleife“ und ich kann Sie angesichts der Sie umgebenden kirchlichen Situation gut verstehen. Schon als @Leo Lämmlein sagte, dass er aus der katholischen Kirche ausgetreten sei, hat mir das großen Kummer gemacht, obwohl mich das ja nichts angeht. Auch Sie hatten sich also schon, zusammen mit Ihrem Mann, überlegt sich einer Freikirche anzuschließen. Wie gesagt, ich kann Ihre Unzufriedenheit und Ihren Wunsch nach einem Wechsel nachvollziehen. Aber ohne Sakramente, ohne Beichte und Kommunion, ohne Marienverehrung – würden Sie wirklich glücklich werden? Ich z.B. besuche hin und wieder (= Orientierungsphase) die hl. Messe der… weiter lesen »
zeitschnur

Freikirche? Ich? Nee!
Trotz allem – ich liebe nur die katholische Kirche!

defendor
Die Irrlehre Islam kann keine wahre Barmherzigkeit kennen ! Durch die Leugnung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit wird einem Phantom“Gott-Allah“ gehuldigt, der augenscheinlich die Züge dämonischen Wesens trägt. Dort, wo das Wesen ewiger Einsamkeit in ewiger Hoffnungslosigkeit, gepaart mit ewigem Hass und ewiger Verzweiflung als „Gott“ tituliert wird, dort zeitigt dies auch dementsprechende – gewalttätige- Früchte. Ebensowenig kann in der Gott die Existenz abprechenden und die „Selbsterlösung“ propagierenden Philosophie Buddhismus von Barmherzigkeit die Rede sein. Göttliche Barmherzigkeit setzt eine innergöttliche Liebesbeziehung voraus. Durch die zur Sühne der Sünden der Welt Menschwerdung des einzig geborenen – eingeborenen – Sohnes Jesus Christus und Seinem… weiter lesen »
Sophus
@zeitschnur Gegenüber dem, was aus Luthers aggressivem Mund gekommen ist, verblasst jedes irdische Schandmaul: Aus Anlass des Deutschlandbesuches von Papst Benedikt XVI. am 22.09.11 an Luthers alter Erfurter Wirkungsstätte hat Welt online unter der Überschrift „Wie gefällt dir das, Papstesel?“ die verbreiteten antipäpstlichen Ressentiments hierzulande mit folgendem Willkommenstext wiederbelebt: „Im Erfurter Augustinerkloster, wo Luther einst Mönch war, trifft der Papst evangelische Theologen. Diese ökumenische Geste ist großzügiger als bisher wahrgenommen – wenn man sich daran erinnert, was die Päpste sich alles vom Reformator anhören durften. Auszüge aus Luthers Schrift „Wider das Papsttum zu Rom, vom Teufel gestiftet“ (1545): „Sehr leicht… weiter lesen »
zeitschnur
@ sophus Mich erinnert dieser Luthersche Stil – einfach vom Stil her – an einige Poster hier: das ist genau dieser verbal entgleisende, persönliche und obszöne Stil, den die allerfrömmsten Katholiken so draufhaben. Luther tut genau das, was Katholiken in ihrer unsäglichen Selbstgerechtigkeit so gerne tun: andere dämonisieren, Fäkalsprachen-Vergleiche, dann wieder frömmlerisch herumsülzen, ungebremster Sarkasmus, Hassausbrüche gegen jede fremde Meinung, Verleumden, Hintenherumreden, nicht mit jemandem reden, sondern vor seinen Ohren schlecht über ihn reden. Lesen Sie doch nur mal die Postings hier alleine der letzten 24 Stunden. Diese allerfrömmsten Katholiken sind wahre Luther-Verwandte zu Lande und zu Wasser und vor… weiter lesen »
zeitschnur

Und ich vergaß, @ sophus, ich habe nicht die Frage nach der Konversion zu einer protestantischen Denomination gestellt, sondern die umgekehrte: wie ein Protestant angesichts des Desasters in der RKK noch dorthin konvertieren können soll, da Evangelikale in aller Regel heutzutage rechtgläubiger (Komparativ!) sind als der Papst.

Ich habe dies nicht als Handlungsanweisung formuliert, sondern von verschiedenen bekannten berichtet, die in gemischten Ehen leben und Problem haben, dem evangelischen Partner plausibel zu machen, warum er katholisch werden sollte.

hedi züger

danke @ sophus für diese schreckliche und erschreckende Wahrheit.Bitten wir den Herrn für diese so in Getöse und Hass versunkene Seele dass sie an ihrem Ende Reue und Umkehr getan hat, was wir auch für uns und alle Anvertrauten erflehen.Dann ist diese Wahrheit wirklich eine Wahrheit, die als solche niemand schaden sondern nützen kann: ein Weg, den man niemals gehen darf!

Leo Laemmlein

Sehr geehrter Herr Sophus, es stimmt, dass der Ton die Musik macht, dennoch: wenn wir diesen und dergleichen Texte Martin Luthers lesen, müssen wir, wenn wir uns nicht nur mit süßem Gruseln berauschen und dann wieder abwenden wollen, unterscheiden zwischen 1.) dem Zierat der freilich abstoßenden grobianistischen Rhetorik und 2.) dem sachlichen theologischen Inhalt. Den letzteren müssen wir abtrennen und zu ihm sachlich Stellung nehmen, ohne in unserer Antwort selbst wiederum in Luthers Stilfehler zu fallen. Der Sache nach bringt Luther starke Argumente, die erst einmal zu widerlegen wären.

zeitschnur
Das ist ein sachlich korrekter Kommentar und stimmt in vielem mit meinem eigenen oben überein, in dem ich diesen sachlichen theologischen Inhalt Luthers nachgehe. Ich hatte bei Luther immer den Verdacht, dass er das Papsttum selbst zunächst überhöht und überstrapaziert hat. Er war ja noch zur Zeit des Thesenanschlags absolut „papalistisch“ – mehr als notwendig! Ich sehe hier ein generelles Problem, das sich bis in unsere Tage durchzieht. Katholiken neigen dazu, den Papst wichtiger anzusehen als Jesus Christus und ihn zum Idol zu machen, das alles Züge des Messias trägt, den sich einst der Verräter Judas vorgestellt hat. Mit dem… weiter lesen »
hicesthodie

„Das ist ein sachlich korrekter Kommentar und stimmt in vielem mit meinem eigenen oben überein, in dem ich diesen sachlichen theologischen Inhalt Luthers nachgehe.“

Natürlich! Denn Sie und Leo Laemmlein sind doch nach eigenem Zeugnis im Herzen längst Lutheraner und missbrauchen, wie @Tamino weiter oben zu recht schreibt, dieses katholische Forum in exzessivster Weise für Ihre propagandistischen Zwecke.

zeitschnur
@ hicesthodie Schwarzweißdenken hilft niemandem weiter. Sie, immer voll des Zorns und unfätiger Worte, ähneln Luther aufs Haar in ihrem verbalen Auftritt! Man hasst meist das im andern, was man selbst stark ausgeprägt hat. Ich bin katholisch und bleibe es. Aber ich lasse mich von Ihresgleichen nicht vor diesen pseudokatholischen Hetzkarren spannen. Luther hat einige neuralgische Punkte angesprochen, die man mit Flüchen nicht entkräften kann. Ich lehne seine ganze „Abendmahlstheologie“ vollständig ab. Seine Fragen bzgl. des Papsttum sind alleridngs berechtigt. Und ob es Ihne nun passt oder nicht: Das, was wir momentan in Rom erleben, bestätigt eher Luthers Kritik am… weiter lesen »
Adrien Antoine
Hochgeehrter @sophus, Herzlichen Dank für Ihr ausführliches Zitat. Klarer und deutlicher als Luther selbst kann man Luthers Gedanken nicht ausdrücken; und bei diesem ausführlichen Text kann man eine unzulässige oder sinnverdrehende Kürzung auch nicht unterstellen. Gestern Montag 25. Januar 2016 hat Franziskus in einem Priesterseminar gesprochen; dabei hat er gesagt, daß „…Priester verständlich und deutlich predigen sollten…und die Weltlichkeit meiden sollten…“. Abgesehen davon, daß Franziskus nun selbst sehr ausgeprägt nuschelt und seine Aussagen sehr häufig sehr undeutlich sind- und teilweise total mißverständlich, als ein Normalmensch wie ich die sogenannte „feine Ironie“ nicht daraus hört (wie einige Poster wie @Galileo, @CharlesX… weiter lesen »
Adrien Antoine
Das Foto zeigt insgesamt 12 Männer und 5 Frauen, fast alle sitzend; in der erste Reihe 9 Männer und 2 Frauen, 1 Mann stehend vorne am Pult; 1 Mann mit einer großen Gitarre; 2 Nonnen. Typisch die unterschiedlichste Haltungen im Sitzen: ein Erzbischof sagte vor Jahren einmal das (seine)(die) (postkonziliäre) Kirche sehr typisch eine „sitzende Kirche “ war. Dynamik null, Langeweile hoch vier, offensichtlich totale Desorientierung. Hindus und Hara Krishna-jünger fehlen, Sikhs ebenso. Kokolores pur. DEr „Freundschaftsumtrunk“ hinten in der Kirche ist auch ein alter Hut: Bischof Trelle hat das schon vor einigen Jahren in dem frisch renoviertem Dom von… weiter lesen »
Kostadinov

tja, da sind wohl einige in des Wortes vollster Bedeutung „sitzen geblieben“… und das ist frei nach Scholl-Latour eine «grimmige Heiterkeit» meinerseits 😀

Leo Laemmlein

Wir leben im Notstand, case of emergency, überall.
Nur die direkte Verbindung zum Herrn funktioniert.
Das ist aber auch, was er von uns erwartet.
Dann bringt er uns auch mit anderen zusammen.

hicesthodie

„Nur die direkte Verbindung zum Herrn funktioniert.“

Sola fide, sola scriptura, sola gratia.. Kirche als Gnadenvermittlerin, Schriftauslegerin und Lehrmeisterin ist nicht vonnöten.. die alte protestantische Leier.. Wen wunderts da, dass Sie aus dem dämonischen Sermon Luthers noch Ihren Honig saugen.

zeitschnur

…das hat der Herr Lämmlien NICHT gesagt, mit Verlaub.

Er sprach von einer Notsituation, in der man sich nur durch die einsame Verbindung zum Herrn noch retten könne.

Leo Laemmlein
Wenn die institutionelle Kirche als Heilsvermittlerin versagt und die Gläubigen durch ein falsches Evangelium, unwürdigen Kult, Verführung zu Götzendienst und Apostasie … in die Irre führt, dann rettet sich der eine oder andere eben auf den einzige und ewigen Fels, zu dem es nur einen Mittler gibt, den Herr Jesus Christus. Reingewaschen in seinem Blut hat jeder durch ihn und in ihm Zugang zum Thron der Gnade. Ich glaube Gottes und seinem Wort. „Honigsaugen“ aus Luther habe ich nie betrieben, das überlasse ich Papst Franziskus und den deutschen Kardinälen und Bischöfen, die dazu eine Affinität haben. Und wenn es denn… weiter lesen »
Franzel
Ich bin nicht der Meinung geehrter Leo Lämmlein, daß man das, was sich da derzeit abspielt, mit „Assisi“ in Verbindung bringen kann. Man kann es natürlich: das ist wohl, ausgesprochen oder nicht, im Sinne von „Papst“ Franziskus und etlichen Bischöfen und Theologen. Auch viele Piusbrüder haben zu „Assisi“ bekanntlich leider dieselben Ansichten wie diejenigen, die sie ansonsten als häretisch betrachten- und umgekehrt auch. Weder Papst JP II. noch Papst Benedikt XVI. haben den einzigen Herrn und Erlöser für alle Menschen, Jesus Christus, relativiert. Das Dokument Dominus Iesus bspw. steht dem ausdrücklich entgegen. Es gab aber in der Kirche starke Gegenstimmen… weiter lesen »
Stella

Denke eher September bis Ende des Jahres.

dhmg

@Franzel:

Das wäre zu schön, ich glaube aber nicht dass es so kommen wird, was eine mögliche Absetzung von Papst Franziskus betrifft.
Ich persönlich glaube an die Prophezeiung von Anna Katharina Emmerick, wonach wir 2 Päpste haben und eine Kirchenspaltung kommen wird, das sage ich hier ganz offen. Die Verantwortung für eine gute Seelsorge sehe ich mehr und mehr in die Hände der örtlichen Priester wandern, denn aus Rom ist da nicht mehr viel zu erwarten.

Stella

Kennt Ihr die „fünfzehn Sonntage des Segenspfarrers Handwercher“?
Bitte hier,sehr interessant!!
https://www.jochen-roemer.de/Gottes%20Warnung/Hintergrund/Archiv/Beitraege/Blicke%20in%20die%20Zukunft%20-%20Handwercher.pdf
Das hat jetzt nichts mit der berüchtigten „Warnung“ zu tun aber woanders konnte ich es nicht finden.

Jeanne dArc

@ Stella 26. JANUAR 2016 UM 10:34 — Ja, die kenne ich ! Ich habe diese in Teilen auch schon öfters hier im Forum zitiert. Pfarrer Handwercher beschreibt in seinen Prophetien den Verfall und die Reinigung (durch Gottvater) der Kirche und der Gesellschaft. Vieles von dem was er prophezeite ist bereits 1:1 eingetroffen (z.B. die Abschaffung der Beichtstühle vielerorts sowie die Profit-Vermarktung der Güter). Es gibt auch noch andere Prophetien ähnlicher Art, z.B. hat der Heilige Don Bosco einiges gesagt und auch die Seelige Anna Maria Taigi u.v.m.

Franzel

Der hl. Papst Johannes Paul II. hatte wohlüberlegt zu den Gebetstreffen von Assisi eingeladen, um nämlich nicht nur, aber auch den Mächten der Finsternis eine Botschaft zu übermitteln: es gibt noch etwas Besseres. Es gibt bei gutem Willen trotz vieler Differenzen Wege zum Frieden jenseits von Macht und Geld.
Der Papst hat mit keinem Wort einem religiösen Synkretismus das Wort geredet, sondern jeden wahren Frieden mit dem Namen aller Namen, mit Jesus Christus identifiziert.

Leo Laemmlein

Sehr geehrter Franzel, es ist mir ein Rätsel, wie man die interreligiösen Treffen der Päpste mit „Mortalium animos“ vereinbaren will.
http://www.kathpedia.com/index.php?title=Mortalium_animos_(Wortlaut)
Niemals haben Christen sich mit Nichtchristen getroffen, um gemeinsam zu ihren jeweiligen Göttern, Götzen und Transzendenzen um irdische Güter zu beten.
Das war ja die Grundsünde Israels, dass es andere Götter neben dem HERRN duldete oder sogar selbst anbetete. Gott akzeptiert das nicht.
Denken Sie an den multireligiösen alten Salomo, denken Sie an Elias am Berge Karmel, usw.
Von all den interreligiösen Aktivitäten der Päpste, gerade auch Papst Johannes Pauls II., ist nur Unheil über die Kirche und die ganze Menschheit gekommen.

Leo Laemmlein

Assisi 1986 war und ist in den Augen vieler Katholiken und anderer Christen ein apostatischer Akt, dem viele weitere folgten.
Hymne an die Gottheit Olokun in Assisi 2011 — una cum papa nostro Benedicto:
https://gloria.tv/media/98YdzpQzr68/action/clicks

zeitschnur
Sie haben völlig recht! Wenn man sich klarmacht, dass Pius X. jedem Priester oder Bischof, der auf einem weltlichen Kongress gesprochen hat, auf dem auch Nicht-Anti-Modernisten sprachen, die Hölle auf Erden bereitet hat durch schwerste Kirchenstrafen (was ich damit nicht rechtfertigen will!), dann muss man sich mal vorstellen, wie sehr die Kirche innerhalb von 100 Jahren von einem Extrem ins andere gekippt ist. So absurd, überzogen und gespenstisch das eine, so dämonisch das andere. Maßvolle katholische Doktrin war dagegen stets, NIEMALS heilige Räume durch fremde kultische Handlungen zu entweihen. Da jeder von uns Tempel des Hl. Geistes ist bzw. sein… weiter lesen »
Jeanne dArc

Das Neueste: Rom verhüllt nackte Statuen bei Besuch von Ruhani !: http://www.welt.de/politik/ausland/article151481050/Rom-verhuellt-nackte-Statuen-bei-Besuch-von-Ruhani.html — Naja, ob der iranische Präsident das überhaupt bemerkt ?? Buaaahh…..

Jeanne dArc

Ergänzung zu ‚Das Neueste‘: Lehrerin ersetzt in Liedtext Gott durch Allah (Österreich): http://www.krone.at/Oesterreich/Lehrerin_ersetzt_in_Liedtext_Gott_durch_Allah-An_Welser_Schule-Story-492779 — muss ich jetzt beim Jodeln „Allahujuhui“ singen ???

Franzel

Sehr geehrter Leo Lämmlein: ich bin kein Freund der Assisi-Treffen.
Ich wiederhole mich: es ging Papst Johannes Paul II. ja auch nicht um Vermischung und Relativierung des Einzigen Herrn und Erlösers und Gottmenschen Jesus Christus mit anderem. Das anzunehmen, dazu besteht kein Anlaß.
Und die Assisi-Treffen können auch nicht vereinnahmt werden für das, was Papst Franziskus sagt und macht, würde ich sagen.

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