Existiert eine „organisierte Bewegung“ gegen Papst Franziskus?

Andrea Tornielli bei der Übergabe des Gesprächsbuches "Der Name Gottes ist Barmherzigkeit" an Papst Franziskus
Andrea Tornielli bei der Übergabe des Gesprächsbuches "Der Name Gottes ist Barmherzigkeit" an Papst Franziskus

(Rom) Andrea Tornielli gilt in Rom als „Haus- und Hofvatikanist“ von Papst Franziskus. Er genießt das Privileg, leichten Zugang zum katholischen Kirchenoberhaupt zu haben. Vor wichtigen Initiativen ist Tornielli ständiger Gast in Santa Marta. Seine Informationen stammen aus erster Hand. Zudem berät er den Papst in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und handelt als dessen indirektes Sprachrohr. Je nach Planung und Notwendigkeit, kündigt Tornielli in seinen Artikeln Schritte des Papstes an oder versucht ihnen nach Kritik eine offizielle Deutung zu geben. Dazu gehört es auch, gelegentlich etwas geradezubiegen.

In Argentinien nimmt die Journalistin Elisabetta Piqué, die Rom-Korrespondentin der Tageszeitung La Nacion, eine Sonderstellung ein. Die Papst-Freundin legte bereits 2013 die Biographie „Francisco. Vida y Revolución“ (Franziskus. Leben und Revolution) über ihren Landsmann auf dem Papstthron vor.

Beide, Tornielli und Piqué, sehen ihre Aufgabe darin, die Worte und Taten des Papstes medial in ein gutes Licht zu stellen. Sie erfüllen damit, wenn auch indirekt, gerade in diesem Pontifikat eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Papst Franziskus gibt nach wie vor Rätsel auf. Um genau zu sein, werden die Rätsel mit der Zeit nicht weniger.

Widersprüchlichkeiten erschweren eine Interpretation seines Denkens und Handelns. Torniellis Artikel, die in der Tageszeitung La Stampa und dem Internetportal Vatican Insider erscheinen, sind eine Garantie: Sie geben, ob ausdrücklich erwähnt oder nicht, die Intention des Papstes wieder.

Das Tornielli-Interview in "La Nacion"
Das Tornielli-Interview in „La Nacion“

Tornielli-Interview für La Nacion

Elisabetta Piqué ließ nun Andrea Tornieli in La Nacion zu Wort kommen. Anlaß für das Interview war das soeben erschienene Gesprächsbuch von Tornielli mit Papst Franziskus„Der Name Gottes ist Barmherzigkeit“. Auch dabei erfährt man einiges, was in Santa Marta gedacht wird.

„Für einen organisierten Sektor, macht der Papst nichts richtig“, wird Tornielli im Titel zitiert. „Der renommierte italienische Vatikanist, Autor eines Gesprächsbuches mit Franziskus, zeigt sich erstaunt über die systematischen Angriffe einer konservativen Gruppe gegen den argentinischen Papst“, schreibt Piqué.

Im Interview kommen Piqué und Tornielli auch auf Kritik an Papst Franziskus zu sprechen.

Piqué: Doch in den vergangenen Monaten sind Dinge geschehen, die man zuvor nie gesehen hat, wie der Brief, den 13 Kardinäle während der vergangenen Synode dem Papst geschrieben haben, darin seiner Autorität trotzten und ihn fast der Manipulation beschuldigten.

Tornielli: Als Paul VI. die Enzyklika Humanae Vitae veröffentlichte, gab es Papiere mit sehr heftiger Kritik. Doch es stimmt, bei der Synode gab es einen Moment der Spannung. Und mir scheint, daß es eine organisierte Bewegung gibt, die alle Medien nützt, einschließlich Internet, um Zwietracht und Kritik am Papst zu verbreiten. Was mich dabei erstaunt, ist, daß sie jeden Tag etwas zu kritisieren finden. Für diese Bewegung macht der Papst nichts richtig, egal was er sagt oder tut. Das erstaunt mich sehr und diese Beharrlichkeit weist klar auf ein Vorurteil hin, denn es wird dabei nicht berücksichtigt, was er wirklich sagt und tut, wenn es nicht ins Klischee paßt.

Piqué: Kann diese tägliche Kritik an Franziskus, vor allem durch Blogs, die ihn beschuldigen, ein Populist zu sein, zweideutig in Fragen der Doktrin und das Papsttum zu entsakralisieren, ihm schaden?

Tornielli: Wenn die Kritik nicht aufrichtig ist, sondern auf der Grundlage von Vorurteilen erfolgt, wenn sie systematisch, ja sogar lächerlich wird, wegen ihrer Insistenz und ihrer Haltlosigkeit, wendet sie sich am Ende gegen jene, die sie äußern.

Papst Franziskus über Kritik informiert

Das Interview bestätigt, daß Papst Franziskus über die Kritik an Aussagen und Entscheidungen an ihm informiert ist. Das wurde frühzeitig deutlich, als Franziskus, am 1. November 2013 seinen intellektuell hochstehenden, aber auch härtesten Kritiker, den katholischen Rechtsphilosophen Mario Palmaro anrief. Mario Palmaro war damals bereits von schwerer Krankheit gezeichnet, der er kurz darauf erliegen sollte.

Die Existenz einer „organisierten Bewegung“, die „systematisch“ Papst Franziskus kritisiert, mag ein persönlicher Eindruck Torniellis sein, für den er aber keinen Beleg nennt. Zweifelhaft erscheint, daß Papst-Kritikern „alle Medien“ zur Verfügung stehen. In der Tat bleiben, nimmt man Torniellis und Piqués Aussagen zusammen, nur „Blogs“ übrig. Das Internet, aufgrund seines freien Zugangs, scheint also das einzige Medium zu sein, wo Kritik am derzeitigen Papst geäußert werden kann. Das sagt einiges über das Medium Internet aus, mehr aber noch über Presse und Rundfunk.

Interessant ist das insofern, als der argentinische Zeremoniär des Papstes, Msgr. Guillermo Xavier Karcher, in Interviews, erstmals im April 2014, sagte, der Papst lese eine einzige Tageszeitung, La Repubblica, und die täglich für ihn vorbereitete Pressemappe. Er nütze aber weder Internet noch könne er mit einem Computer umgehen. Kurienerzbischof Claudio Maria Celli, der Vorsitzende des Päpstlichen Rats für die sozialen Kommunikationsmittel, sagte am 23. Juni 2015 beim Forum Europa in Bilbao, der Papst habe ihm am 18. Juni in Santa Marta anvertraut: „Ich weiß, daß ich viele Blogs gegen mich habe.“ Eine Aussage, die er nur aufgrund der Informationen anderer tätigen konnte.

Tornielli tut Kritik an Papst Franziskus pauschal ab

Auch für die Behauptung, die Papst-Kritik sei „nicht aufrichtig“, beruhe auf „Vorurteilen“ und sei daher „haltlos“, nennt Tornielli kein Beispiel.

Konkret dient die Stelle im Interview damit nur einer generellen Diskreditierung von jeder Kritik an Papst Franziskus.

Eine „organisierte Bewegung“ gegen Papst Franziskus konnte von uns bisher nicht festgestellt werden. Was Katholisches.info betrifft können wir versichern, nicht auf der Suche nach Handlungen von Papst Franziskus zu sein, die kritisiert werden könnten. Wir halten weder Kontakt zu irgendeiner Gruppe , die gegen Papst Franziskus oder sonst irgendwen Ränke schmiedet noch zu einer „organisierten Bewegung“, von der wir noch nichts gehört haben und deren Existenz wir daher der Phantasie von Andrea Tornielli zuschreiben.

Als Redaktionsleiter will ich aber nicht leugnen, manchmal am Morgen mit dem sorgenvollen Gedanken aufzustehen, welche Neuigkeiten der Papst inzwischen bereithält. Man würde wohl übertreiben, wollte man behaupten, man hätte einen besonders vertrauenserweckenden Eindruck gewonnen. Noch weniger können wir dem Anspruch von Franziskus-Verehrern etwas abgewinnen, ständig den Heiligen Geist zu bemühen, und diesen je nach Bedarf gegen Überlieferung, Schrift und Lehramt auszuspielen.

Das alles aber erfüllt nichts von dem, was Tornielli und Piqué kritisieren.

Im Gegensatz zu Tornielli und Piqué sind wir in unserer Berichterstattung jedenfalls unabhängiger und unparteiischer, da wir keinerlei Nahverhältnis zum Subjekt der Berichterstattung unterhalten im Gegensatz zu Piqué, die mit Franziskus seit Jahren befreundet ist und der ihre Kinder getauft hat, und im Gegensatz zu Tornielli, der seit dem 13. März 2013 mit einem Fuß in Santa Marta wohnt, und diesem Pontifikat eine ganz außergewöhnlich privilegierte Stellung verdankt.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Radio Vaticana/Secretum meum mihi (Screenshots)

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82 Comments

    • @Ballflachhalter
      Ich würde Papst Franziskus eher als Promi-Star bezeichnen wollen denn als Heiligen.
      In einem Nachbarort hängt sein Konterfei überlebensgroß schon über ein Jahr an der Aussenfassade der katholischen Kirche. Jedesmal beim Vorüberfahren werde ich an die herrschende Pop-Kultur erinnert und ihre Anhimmelung durch noch unkritische Jugendliche.

    • @Ballflachhalter:

      Lächerlich. Vor allem die „Begründung“ („Basta!“). Nicht der Ball, sondern das Niveau wird mit solchen Kommentaren flach gehalten.

      • @ Anti usw.
        danke fuer die Einschätzung meines Basta als Begründung und meine Einordnung.
        Der Friede sei mit Dir!

      • @ Ecclesia
        Mich beeindruckt Ihr bescheidener Nick. Wenn ich etwas sage, meine ich das im Ernst.

      • Es sind da vielfältige Zeichen- seine Demut, sein tiefer Glaube,
        seine Authenzität, seine echte Frömmigkeit, seine Liebe zu Gott und den Menschen und und und….

      • Was Sie nennen, sind alles Eigenschaften, die nur der liebe Gott kennt und die allenfalls, wenn überhaupt, erst nach diesem Erdenleben beurteilt werden können.

        Um aber zu Lebzeiten bereits eine „Heiligkeit“ zu vermuten, müssten Sie da schon handfestere Zeichen nennen können. Und auch dann wäre es fraglich, denn auch der Böse tut Wunder, kennt die Tradition und sitzt „auf den Hörnern des Altares“, wie man im Altertum schon wusste.

    • Bereits zu Lebzeiten heilig sprechen und in den Himmel hinauf loben?
      Bereits Kinofilme (siehe Italien) über sein Leben machen?
      Zentnerweise Bücher über ihn produzieren, einem Autoren-Wettlauf gleich?
      Von den meisten erbitterten Kirchen-Feinden der Vergangenheit ganz plötzlich tonnenweise süßliches Lob einheimsen?

      Interessante Art, „Heiligkeit“ zu definieren. Aber wir sind es ja mittlerweile gewöhnt, dass Begriffe in dieser modernistischen Neuzeit auch mitunter auf einmal das Gegenteil bedeuten können von dem, was ihr ursprünglicher Sinn war.

      Nichts ist, wie es scheint. Nur vom Himmel aus sieht man gut.
      (Uns kleinen Ameisen fehlt dazu sowohl der Abstand als auch die Perspektive!)

    • Ballflachhalter @ Franziskus ein Heiliger ? Das kann nur ein kirchlich Angestell-
      ter behaupten, ausgerechnet Franziskus. Was verstehen Sie unter Heiligkeit ? Der
      derzeitige Pontifex der dabei ist, die Grundmauern des katholischen Glaubens zum
      Einsturz zu bringen, entbehrt jeglicher Heiligkeit. Das Zujubeln der Presse, Me-
      dien und Öffentlichkeit beweisen Weltgeist und nicht Heiligkeit.

    • Bester @Ballflachhalter,
      Um heilig erklärt werden zu können, muß man erst tot sein.
      Vor 60 Jahren hat die CDU dann einmal betr. Adenauer und einer wackligen Wiederwahl bei einem Prälaten nachgefragt, ob icht auch einmal „scheintot“ gelten würde…(wobei dann natürlich auch die Heiligkeit nur „scheinh..“ würde…):-)

      Bei Ihrem Nickname mußte ich jedoch an den großen Fußballtrainer Raymond Goethals denken: fußbällerisch Urgestein, stets in einem älteren verwaschenen Trainingsanzug und einem alten Regenmantel auf dem Feld, der schon hochbejahrt die belgische Nationalmannschaft bis in die Halbe Finale der Weltmeisterschaft brachte und kurz vor seinem Tod noch mit Olympique Marseille französischer Nationalmeister wurde.
      Vom einem begeisterten jungen Spieler nach seinem Patentrezept gefragt, antwortete er (und wohl ganz im Gegensatz zu Ihrem Namen): „Hoch spielen“ (Also den Ball nicht flachhalten)

      Aquila non captat muscas (Sorry, @Marienzweig!)

      • Adrien Antoine!
        Schön, dass Sie immer wieder an Ihr Versprechen des Übersetzens denken.
        Ich hoffe sehr, dass Ihnen dies allmählich nicht zur Last wird.

    • Dieses Trampeltier auf dem Papstthron ist weder heilig noch Papst.
      Da können Sie tausendmal „Basta“ sagen.
      Das ist ein Rabauke, der sich eitel in seiner Rolle gefällt.

  1. Sehr geehrter Herr Nardi,

    Konservative, damit sind hier die Traditionsbewußten gemeint, neigen in der Regel nicht zu Aufständen und deshalb zuvor auch nicht zu Netzwerken, wie sie Revoluzzer im Gegensatz dazu brauchen, um ihre verfehlten Ideen umzusetzen. Nein, durchzudrücken!

    In der Tagespost stand ein Artikel, der als Lesehilfe für das Papstvideo zu verstehen war. Sie stehen also nicht allein da. Der Chefredakteur einer Kirchenzeitung machte mich in einem Gespräch darauf aufmerksam, daß er vorsichtig sein müsse bei der Auswahl der Autoren und Texte. Beanstandungen kämen von gewichtigen Leuten. Wirtschaftliche Interessen müßten auch berücksichtigt werden. Die Leserschaft hat Schwindsucht wie die Kirche. Sogar Leute in meinem Alter (73) gehen nicht mehr in die Kirche oder treten aus. Die Kirche ist tief gespalten.

    Vor(?)Urteil, nein meine Einschätzung ist aus Beobachtungen gewachsen: Freudig habe ich bei seiner Präsentation gehört, „beten wir für einander“. Dem steht das Dialog-Gebot im Weg. Der Papst ist redselig. Ist er deshalb ins Domus Marta eingezogen, um täglich eine Predigt halten zu können? Seine Reden halte ich vielfach für fahrlässig. Ebenso seinen Ökumenismus. usw

    • Haben Sie herzlichen Dank für Ihre treffende Einschätzung. Die selbe Sorge quält mich seit Anbeginn dieses Pontifikates. Für mich ist und bleibt der Papst der Vicarius Jesu Christi mit allen damit gegebenen Auflagen. Aber der Blick in die Vergangenheit zeigt, wie sehr Menschliches bei den Amtsträgern doch ist und bleibt. katholisches.info sage ich grossen Dank – es hilft mir durch dieses Tal der Tränen zu gehen im Bewusstsein: solamen miseris socios habuisse malorum dh. ich bin auf meinem Weg zu Gott nicht allein.
      Allerdings sind die Warnungen, den Papst nicht zu dämonisieren nicht unbegründet. Wenn das organisiert geschehen würde, könnte das zu einer gefährlichen Petrifikation der kritisierten Dinge führen. Sicuti historia docet.

  2. Wenn die anti-christlichen Massenmedien der Jahre 2013-2016 einen Papst derart „vergöttern“, heisst das einiges…

  3. Alles das, was Konrad Georg sagt habe ich schon einmal gehört. Die Abhängigkeit der katholischen Presse von den Fleischtöpfen!!! Als letzter warnte S.E. Erzbischof Dyba vor diesen Abhängigkeiten. Was unsern jetzigen Papst angeht, so muss man nur seine diversen Aussagen ansehen, die mit der traditionellen Lehre oft nicht übereinstimmen.
    In den Aussagen, Perlen und Interviews erkenne ich die Lehre der Kirche wie in einem Zerrspiegel. Die Elemente der Lehre sind erkennbar aber verzerrt, manches Essentielle fehlt. Was nicht zur Lehre gehört wie die
    Klimatheorie wird in den Rang einer Glaubenslehre erhoben. Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass die Glaubenstreue missbraucht wird, um eine Neue Weltordnung zu erstellen. Ist die heute propagierte einseitige Barmherzigkeit nicht gleichzeitig ein Verrat an der göttlichen Gerechtigkeit, weil sie die Barmherzigkeit nur mehr eínseitig, kryptogam, lehrt? Sie verzichtet auf die Lehre von der Sünde und ihren fatalen Folgen. Eine Belehrung der Sünder erfolgt nicht mehr nach dem Motto, wer bin ich um zu beurteilen? Dieses herauszustellen, wäre die Aufgabe einer funktionierenden Presse.

    • …das geht einem allerdings, wenn man erst mal mit nüchternem Sinn die Texte früherer Päpste, auch derer lange vor dem Konzil ansieht, genauso: vieles ist verzerrt oder stimmt tatsächlich mit der Lehre, oft auch mit der Schrift alleine schon vom Wortlaut her nicht überein oder hat erschreckende innere Fehlrichtungen, meist nicht grob, aber in intellektuellen Nuancen, die nicht so leicht bemerkt werden…

      Nun ist ein Papst ja auch nicht unfehlbar. Das alleine reicht noch nicht, um ihn als Häretiker anzusehen und gegen ihn vorzugehen.

      Für mich gibt es da schon „Schweregrade“ an „Fehlbarkeit des Papstes“. Bei F. ist es leicht zu erkennen, dass er sich in vielen Punkten abgeseilt hat von der Lehre der Kirche. Das haben seine Vorgänger aber, wie gesagt, auch, und in vielem übernimmt er auch deren eingeschlagene Pfade. Nur in einem Punkt nicht: in der Sexualmoral.

      Bei F. kommt zweierlei zusammen, eine scheinbar maximale Laxheit und Fahrlässigkeit in der Lehre bei minimaler intellektueller Aufbereitung.

      Und diese Mischung ist geradezu tödlich, gibt uns nichts mehr, was uns sagen lassen könnte: Naja, aber weningstens ist er da und da ganz gut. Wobei das auch ein falscher Trost wäre, aber wenn einem selbst falscher Trost nicht mehr möglich ist, ist es weit gekommen…

  4. Es gibt fundamentale Kritk an F.

    Es gibt Bewegungen gegen F, aber sind sie wirklich organisiert? das kann ich nicht bis ins Letzte beurteilen, bezweifle es aber – es sei denn, es gibt Konsoirationen, die erst noch offenbar werden müssen.

    Dieser Papst ist eine mediale Cash-Cow, aber theologisch?
    Und klar: die Papolatrie der etzten 150 Jahre verbietet kritik am Papst. Eigentlich gut, dass dieser vorläufige Tiefpunkt des Papstamtes all diesen Götzendienern vor Augen führt, dass diese Papst-Fetischisierung einfach ein irrweg war. Fürchte aber, das lernen sie nicht: Sie werden hysterisch heulend auf die Knie sinken, wenn dann einer kommt und wieder im richtigen Kostüm Papst spielt und den Leuten die richtigen „Knöpfe drückt“, auch wenn er ein noch viel größerer Rattenfänger ist.

  5. @Konrad Georg

    Leider sind die Reden zuweilen nicht nur fahrlässig, sondern, äußerst milde gesprochen, grobfahrlässig. Und bedauerlicherweise erweist sich Papst Bergoglio auch in dieser Hinsicht als inkorrigibel. Allen wird z.B. noch bewußt sein, welch unabsehbarer Schaden allein aus der Aussage: „Wer bin ich, um zu urteilen?“ erwachsen ist. U.a. berief man sich in einem US-Amerikanischen Staat auch auf diesen Ausspruch, um die sog. Ehe gleichgeschlechtlicher Personen einzuführen. Personen, die die Lehre der Kirche ablehnen, zeigten sich bei Demonstrationen mit Hemden, auf denen diese Aussage als „Slogan“ abgedruckt war. Die kirchenfeindlichen Massenmedien werteten praktisch einmütig die Bemerkung Bergoglios als augenzwinkerndes Einverständnis mit Verhaltensweisen, die in der Kirche von Anfang an und selbstverständlich auch im Weltkatechismus zur Kategorie der Himmelschreienden Sünden gerechnet werden – usw. usf. Damit sollte doch jedem, der eigentlich ganz anders -nämlich im Sinne der der kirchlichen Lehre bzw. des Naturrechts- verstanden werden wollte, glasklar sein, daß er eine eklatante Fehlleistung begangen hat. Nicht so Bergoglio. Erst unlängst hatte er tatsächlich die Unverfrorenheit, seinen Ausspruch zu verteidigen mit dem Hinweis, er habe doch nur das sagen wollen, „was im Katechismus steht“. Damit hält er die Sache offenbar für „erledigt“. — Da fehlen einem wirklich die Worte. Man stelle sich vergleichsweise einmal vor, was geschehen würde, wenn sich z.B. ein leitender deutscher Staatsmann in einer Weise äußern würde, die von der gesamten Weltpresse als Billigung z.B. des National-Sozialismus verstanden würde – und daraufhin viele Personen zu entsprechenden kriminellen Handlungen schreiten würden. Was müßte man wohl davon halten, wenn derselbe Staatsmann ein bis zwei Jahre später erkären würde, er verstehe die ganze Aufregung nicht, denn eigentlich habe er doch nur gesagt, was im deutschen Grundgesetz steht?!

    Viele meinen, bei Bergoglio handele es sich um einen Übelwollenden. Andere, und diese dürften meiner unmaßgeblichen Ansicht nach richtig liegen, halten ihn für einen äußerst beschränkten Kopf (dem der Applaus der Massenmedien, die ihn als nützlichen Idioten schätzen, über alle Maßen behagt). Zumindest einige Gründe ließen sich wohl für diese Meinung anführen. Z.B. hatte Bergoglio zum Zeitpunkt seines Amtsantritts kaum weltkirchliche Erfahrung. Er spricht lediglich zwei Sprachen fließend (Spanisch, ein mitunter recht merkwürdiges Italienisch). Seine Ausbildung fiel in eine Zeit des rasanten Niederganges – kein Wunder, daß von der grundsoliden alten Jesuitenschule bei ihm praktisch nichts zu spüren ist, wenigstens, was theologischen Scharfsinn betrifft. Wissenschaftliche bzw. literarische Leistungen sind von ihm nicht bekannt. In der argentinischen Ordensprovinz Societatis Jesu galt er als Querulant, der zwar mit pseudo-spirtuellen Scharlatanerien eine gewisse Anzahl schwärmerischer Bewunderer hinter sich brachte, aber dessen Tätigkeit als Provinzial eine Katastrophe war; seinem Nachfolger in diesem Amt soll er das Leben sehr schwer gemacht haben. Als Erzbischof von Buenos Aires galt er als der unfreundlicher, immer griesgrämiger, unnahbarer Vorgesetzer, der namentlich für seine Priester niemals ein gutes Wort hatte. – Nun stünde einem solchen Mann, der sich weder durch solide theologische Kenntnisse, noch durch besondere intellektuelle Begabung, noch durch taktisches Geschick, noch durch einen gediegenen weltkirchlichen Horizont auszeichnet, in der römischen Kurie ein Instrumentarium zur Verfügung, das beratend und korrigierend in vielem einen gewissen Ausgleich schaffen könnte. Doch gerade die Kurie behandelt er mit offener Geringschätzung, schottet sich im Vatikan ab und umgibt sich mit einem winzigen Zirkel von Personen, die genau so denken wie er. Bei jeder anderen hochstehenden Führungspersönlichkeit würde schon letztgenanntes Vorgehen in der Öffentlichkeit für beißenden Spott und den Vorwurf dilettantischer Inkompetenz sorgen. Doch darüber schweigen die Medien. Der Grund wurde schon genannt: Einen nützlichen Idioten schont man, bzw. jubelt ihn hoch.

    Wir werden Papst Bergoglio vorläufig noch ertragen müssen. Wir werden weiter Tag um Tag mit denselben mantrahaft wiederholten sterilen Formeln konfrontiert werden („Gott der Überraschungen“, „Gehen an die Ränder“, „Stallgeruch der Schafe“, „Spirituelle Weltlichkeit“, „Neopelagianer“, „Barmherzigkeit statt Gerechtigkeit“, „Barmherzigkeit statt Weltlichkeit“, „Barmherzigkeit statt Gesetz“, „Liebe ist gleich Barmherzigkeit“, „Wertschätzung des Alten ist Götzendienst“, „Versteinertes Pharisärertum“, „Gott des Neuen“ usw.) – steril schon deswegen, weil sich aufgrund solchen Geredes kein Mensch bekehrt – oder habe ich vielleicht irgendwie nicht mitbekommen, daß seit dem Amtsantritt Bergoglios der Empfang des Bußsakrementes in neuer Blüte steht?

    Vielleicht wäre es einer der größten Gnadenerweise der göttlichen Barmherzigkeit für unsere Zeit, wenn sie uns von ihrem Karikaturisten so bald wie möglich -auf ihre Weise- befreite…

    • Apropos Scharfsinn @Antidaedium: unterschätzen Sie da bitte nicht Papst Bergoglio: der ist nämlich schlauer wie 3 Dumme zusammen genommen.

    • @ Antitaedium

      Wie erklären Sie sich dann die Wahl von Bergoglio? Wenn dies alles schon bekannt war bevor er ins Konklave eingezogen ist, dann frage ich mich, wie die Wahl überhaupt erfolgen konnte, besonders da sich ja die Kardinäle nicht nur aus dem linken Flügel an die Urne begeben haben.

    • Der Papst versucht, den wahren Glauben zu zerstören.
      Das hat er getan. Und nicht nur @Antitaedium, sondern allen Christen….
      Und: Einem Häretiker folge ich n i c h t! BASTA!

      • Wer sind Sie den Ratschluß der Kirche und des Papstes infrage zu stellen? Das ist schon Häresie genug Ihnen nicht zu folgen. Oder legen Sie neuerdings den wahren glauben fest? Das ist anscheinend in der Kirche noch niemandem aufgefallen.

        Die Kirche ist nicht nur Europa und die, die am Staub in den Talaren festhalten wollten sollten die Universalität der Kirche begreifen. Was hier oben als fest betoniert scheint, ist in Afrika und Lateinamerika etwas ganz anderes, oder sprechen Sie dieses Christen auch den wahren glauben ab?

        Sehr kleingläubig von vielen hier Gott in vorgeschriebene Rahmen und Muster und Texte zwängen zu wollen, das ist die größte Häresie!

      • Aber selbstredend steht es mir frei, dem „Papst“ nicht zu folgen, wenn ich merke, dass er Häresien verkündet (und das zuhauf!!). Auch sehe ich es als meine Pflicht an, die Menschen darauf hinzuweisen (in Wort und Schrift). Und dies werde ich auch weiterhin tun. Und – ähm – mir folgen soll ja niemand. Den wahren Lehren der kath. Kirche (vom Herrn selbst gegeben) soll man folgen. Und nicht diesen Mietlingen, die man zuhauf in den modernistischen Kirchen antrifft. Alles Freimaurertum! Den wahren Glauben hat Jesus uns kundgetan – Herr Bergoglio unterwandert diesen…Und davor werde ich mein Umfeld warnen! Seien Sie gewiss!!

      • Es gibt da eine Gruppe die seit 500 Jahren dem Papst nicht mehr folgt, vielleicht haben Sie ja Interesse an einer Mitgliedschaft?

    • wir spielen hier auf diesem Forum Kick & Rush, den Ball flachhalten dürfen Sie gerne bei kath.net 😉

      das Argument „Basta“ wird dort von den Bergoglio-Apologeten auch gern eingesetzt – vermutlich weil sie sonst keins haben

      das Positive an diesem Pontifikat ist, daß ich mich plötzlich selber informieren muß und eine eigene Meinung bilden muß, weil man sich auf das, was aus Rom kommt, nicht mehr verlassen kann: entweder versteh ich es nicht oder es verwirrt mich oder es klingt kerzengerade falsch. Habe mich noch nie so intensiv mit dem Glauben und der Lehre befasst wie jetzt angesichts der offensichtlichen theologischen Leere des Papstes – vielleicht ist das ja der vielbeschworene Franzikus-Effekt?

      • Perfekt – das ist tatsächlich wahr, allerdings nur für den, der sich die Mühe macht.

        Andere schlafen bequem weiter, entweder in Papstseligkeit oder im weichen Bett der selbst zugesprochenen Stellvertretung des Stellvertreters.

      • Lieber Kostadinov,

        das Niveau auf kath.net – ich schaue ab und an mal interessehalber dort vorbei – nimmt in der Tat immer deutlicher ab. Kommentare, wie der Eingangskommentar des Kommentators @Ballflachhalter(?!), die dort in etwas niveauvoller Weise laufend von bestimmten Lesern platziert werden, sind ein deutlicher Beleg dafür, dass der Glaube sich insbesondere in progressiven Kirchenkreisen zunehmend banalisiert und in eine geistige Schlichtheit abgleitet, die dem Menschen nicht das Heil gewinnt, sondern nur ein schweres Ärgernis darstellen, weil sie die Sehnsucht des Menschen nach Wahrheit verhöhnen.

        Papst Franziskus ist in der Tat kein Papst, der den Glauben zu stärken vermag, sondern der spaltet und Unfrieden in die Kirche trägt, der mit seiner undifferenzierten Rede von Barmherzigkeit, diese Sehnsucht zu einer Phrase hat werden lassen.

        Die Krise der Kirche unter dem Pontifikat Franziskus hat ihren Ursprung im Jesuitenorden und dem Zustand, in dem sich dieser Orden heute befindet. Über weite Strecken ist in diesem Orden der katholische Glaube restlos verdunstet. Die Zersetzungen sind jedem sichtbar, der nicht wegschauen will. Bestimmte Lobbygruppen haben diesen Orden tief unterwandert und zu einem Werkzeug ihrer glaubensfernen Interessen gemacht.

        Ich rätsele immer noch, wem der Papst mehr Gehorsam gelobt hat, der Kirche oder dem Jesuitenorden.

        Die Erosion des Glaubens in der Kirche seit diesem Pontifikat lässt sich an unzähligen Beispielen belegen. „Hirten“ wie Kardinal Kasper oder Marx konterkarieren das Amt in einer Deutlichkeit, man könnte fast sagen Unbeschwertheit, dass schon darin sich ein fundamentaler Glaubensverlust ausdrückt.

        Wir leben in dunklen Zeiten, in der der Papst die Lehre nicht in ihrer Klarheit erhellt, sondern sie durch Vagheit und Unbestimmtheit verdunkelt. Sie tun recht daran, sich nicht an dieser Kakophonie der Verkündigung zu orientieren, sondern sich an das zu halten, was die Kirche zu allen Zeiten als ihren festen Glauben verkündet hat. Nur das hat Wahrheit und ist schon durch die Zeit beglaubigt.

      • @Suarez, vielen Dank für die Aufmunterung! Bekommt man ja selten…hier wurde ich oft als zu modern gekloppt, bei kath.net galt ich als „Ausgetretener“, aber wenn man’s von beiden Seiten abbekommt, liegt man ja vielleicht richtig?
        Sie haben aber auch eine Internetkarriere beinander: auf kath.net gesperrt, hier für tot erklärt 😀

      • So kann man den Franziskus-Effekt auch interpretieren!
        Auch ich bin ständig am Nachschlagen, wenn auch in bescheidenem Maße. Langweilig wird es einem bei diesem Papst nicht!

      • Hochgeehrter @Kostadinov,
        Für Ihren guten Humor und Ihre verschmitzte Kritik möchte ich herzlich danken 🙂
        Es ist eine gewaltige Bereicherung des Forums.
        Und was das „Kloppen“ betrifft: per aspera ad astra
        (Durch Widrigkeiten zu den Sternen) 😉

      • Hochgeehrter Adrien Antoine,
        das sehe ich so wie Sie! Ohne eine gute Priese Humor, wie ihn der hochverehrte Kostadinov immer wieder zeigt, lässt sich der Irrsinn unserer Zeit nur mit Mühe ertragen. Wo noch also noch Heiterkeit herrscht, kann der Trübsinn nicht die Oberhand gewinnen.

  6. Dass han isch mir auch schon gedenkt liewa Ballflachhalter, dass de Pabschd Franziskus ein Heiljer iss. Alleen schon der Name. Dass war mei erschter Gedanke: der do iss e Heilijer. Der hätt auch geradewägs hinunner springe könne vom Balkon von der Loddschia: dem wär nix passiert! Der hat nämlich 10 Schutzengel so gut wie einer.
    Isch han mir auch scho ein Datum ausgedenkt, wann ma den feiere duun könnde. Awwa dass will isch jetzt hier noch nit verrade.
    Also in dem Sinne: noch eine scheen Fastnachtszeit.

  7. Leider hat gegen Papst Benedikt wirklich eine organisierte Gegenbewegung existiert, die es gelungen ist ihn zu stuerzen.Deshalb trauere ich noch immer. Aber ich finde dass Ballflachhalter das Recht hat um Papst Franziskus zu lieben,das ist doch seine Freiheit.

  8. Alle, die – wie auch der Schreiber dieser Antwort – ‚manchmal am Morgen mit dem sorgenvollen Gedanken aufzustehen, welche Neuigkeiten der Papst inzwischen bereithält‘, mögen bedenken:

    Die Aufregung über die skandalösen Äußerungen und die mehr als skandalösen Aufführungen Bergoglios geht am wirklichen Problem vorbei.
    Man schießt sich auf einen Mann ein, der schon deutlich erkennen lässt, dass er bald wieder in Buenos Aires Straßenbahn fahren will, und verzichtet, darüber nachzudenken, was vorher war und was nach im sein wird.

    Der Mann läuft ja mittlerweile denen, die in schon im Jahr 2005 auserkoren hatte und ihn dann im Jahr 2013 bestellen konnten, aus dem Ruder. Carlo M. Martini war der originelle Vordenker, kaum originelle Bergoglio ist nur der Ausführer – er nur Mätzchen zeigt aber er hat keine eigenen Ideen. Er dürfte seinem Hintergrund langsam lästig werden.

    Ein bisserl Zerstörung braucht’s freilich wohl noch. Er hat erfolgreich die ‚Ehescheidung auf katholisch‘ durchgebracht. Priester werden in Brasilien heiraten dürfen, so wie ja auch die Handkommunion nur für Deutschland erlaubt war. Dann noch die ‚Dezentralisierung‘ und dann war’s das mit der Katholischen Kirche.

    Dass ‚die Rätsel mit der Zeit nicht weniger werden‘ trifft nur bedingt zu. Weil wir uns in einer Art positivem oder auch negativem Personenkult auf den Mann konzentrieren schauen wir nicht mehr auf das, was drum herum passiert, noch auf das Vorher und Nachher.

    Was war vorher? – Um es im Bild zu sagen: Die zahlreichen Sternschnuppen um den 10. August sind für den naiven Betrachter sporadisch und chaotisch. Dennoch – so versichern uns die Astronomen kommen die sog. ‚Perseiden‘ aus einer klar bestimmbaren Richtung und sind von klar identifizierbaren Herkunft. In dieser Weise lässt sich nun auch die ‚Entwicklung der Kirche‘ in den letzten 50 Jahren recht gut verstehen. Dass Bergoglio alles tut, was die UNO (!?!) will, sagt doch alles. Sapienti sat.

    Was kommt nachher? – Es wird noch schlimmer kommen: Der Erbe – wie man ihn in Rom schon nennt – steht schon namentlich fest, stammt aus Mitteleuropa und kann so manches Angebot nicht abschlagen.

    Beten wir also dafür, dass der Heilige Vater noch lange im Amt bleibt. Wenn nicht, werden wir den Salat bald haben.

    Es gnade uns der Barmherzige Gott.

    • Na, mal die Karten auf den Tisch… wer soll denn der Erbe sein? Ich hab davon bislang nur in Ihren Kommentaren gelesen und bin natürlich dementsprechend neugierig geworden

    • Ja, das wüsste ich auch gern, wer ist der „Erbe“?

      Aber grundsätzlich ist Ihre Kritik an der gängigen F.-Kritik nicht ganz von der Hand zu weisen. Man sollte dann aber so ehrlich sein und sich klarmachen, dass auch das Konzil nicht vom Himmel fiel, sondern es auch hier ein Davor gab, das es erst möglich gemacht hat.

  9. Lieber Herr Marmotta: Was sind die „Perseiden“, und was passierte am 10. August? Das ist doch der Gedenktag des Hl. Laurentius. Was hat das mit Papst Franziskus zu tun?

    • Die „Perseiden“ sind die Meteorströme, die um den 10. August in jedem Jahr in unseren Breiten als Sternschnuppen wahrnehmbar sind. Früher durfte man sich was wünschen, wenn man eine Sternschnuppe sah und hoffte auf Erfüllung. Man dachte, dieser Meteorstrom kommt aus dem Sternbild Perseus – daher der Name.
      Heute weiß man, dieser Meteorstrom ist vom Schweif eines Kometen, der ebenfalls um die Sonne unserer Galaxis kreist. Er braucht für eine Umrundung 133 Jahre und kann der Erde gelegentlich nah kommen, ja sogar kollidieren. https://de.wikipedia.org/wiki/109P/Swift-Tuttle

      Die Erde gerät auf ihrer Umlaufbahn einmal im Jahr in die Schweifausläufer des Kometen, in dem glühende Staubpartikel fliegen und für uns als herabfallende glühende „Sterne“ sichtbar werden.

      Weil der hl. Laurentius auf einem glühenden Rost gefoltert wurde, hat man seinen Gedenktag mit diesem Naturphänomen verbunden.

      • Und nun was das mit F. zu tun hat:

        Schätze, der Herr Marmotta wollte sagen, dass das, was in Rom geschieht nicht einfach eine Abfolge von Zufällen sei – ebenso wie die jährlichen Sternschnuppen, die eben doch aus einem klar benennbaren Zusammenhang stammen.

        Ob diese „Sternschnuppen“ aber nur die letzten 50 Jahren fallen bezweifle ich. Sie fallen seit mindestens 500 Jahren, das wird mir immer klarer, wahrscheinlich aber, wenn wir die Schrift ernstnehmen („Geheimnis des Bösen“ vgl. 1. Thess) von Anfang an. Dieses „Geheimnis“ wird immer offenbarer, aber man muss klug sein, um es zu erkennen, darf das eigene Denken nicht scheuen. Ja: man bitte Gotte täglich um den Geist der Unterscheidung und um die Gnade, dass er selbst in diesem Chaos unter der nie abreißenden Fürsprache Mariens die eigenen Gedanken führen und leiten möge!

        Es gab wohl kaum einen teuflischeren Meteorstrom in der Kirche als den, die Gläubigen geistig dermaßen total auf die Hierarchie einzuschwören. Das stimmt auch mit dem NT ÜBERHAUPT nicht überein, das jedem einzelnen Gläubigen abverlangt, alles zu prüfen und wachsam zu sein. Dieser Appell war nicht bloß an die „Chefs“ gerichtet, sondern an die gesamte Kirche! Dass die Hierarchie aber den Gläubigen förmlich das Denken verbieten wollte – und anders kann man den einsamen Gipfel dieses Irrwegs in der Antimodernistenhetze nicht verstehen – hat die Kirche perfekt disponiert für den großen Verführer. Neulich las ich im 1. Petrusbrief, wie der die Presbyter eindringlich ermahnt, sie dürften die Gläubigen nicht – NICHT !!! – „beherrschen“. das ist unzweifelhafte göttliche Offenbarung!

        Die Gläubigen hatten stattdessen gelernt, widerspruchslos und geistlos hinzunehmen, was aus Rom kam und sich TOTAL behrrrschen zu lassen. Die Revolution war so vorprogrammiert, aber auch die totale Schwäche der Gemeinschaft aller Gläubigen, denen das Denken und Prüfen und Wachsamsein systemtatisch ausgetrieben worden war.

        Jeder, der ab da kam und Papst spielte, konnte diese Herde widerstandslos kassieren.

        Die Grundlegung dieser an sich pathologischen „Kadavergehoramsmentalität“ hat eine klare Spur in der Kirche:

        Diese Spur dürfte immer mitgewabert haben, trat aber dann im Hochmittelalter penetrant in Erscheinung.
        Erstmals solche Allüren hatte Franziskus von Assisi. Er predigte totalen Gehorsam gegen „Obere“. So etwas hatte es zuvor nicht gegeben! Denn wenn jeder Gläubige und nicht bloß der Kleriker geistbegabt wird, kann das einfach nicht sein! Gehorsam ja, aber nicht dieses „Totale“! Der Gläubige muss eine Möglchkeit behalten, sich zu distanzieren, was die Hierarchie versagt. Genau dies wurde kategorisch ausgeschlossen.

        Der Begriff des „Kadavergehorsams“ stammt von Ignatius und geht zurück auf Franziskus:

        Der Gläubige müsse angeblich wie ein „Leichnam“, so als sei er als eigene Person tot, dem menschlichen Oberen gehorchen, und dann werde alles gut.

        Ignatius hat diese Idee dann zur Pefektion getrieben. Man lese nur mal seine Exerzitien. Dieses ganze Gerede, man müsse sich jedes eigenen Urteils enthalten, ja verlernen selbst zu urteilen und sich völlig willenlos der Hierarchie hingeben, also modern gesagt: Man soll sich ohne eigene Gedanken total manipulieren lassen und dabei glauben, es sei Gott selbst, der einen prägt. Man soll schwarz für weiß halten, wenn es der Papst so will. Es tut mir leid: Aber dieser Vergleich (der Umkehrung von Schwarz und Weiß) wird schon im AT nur für falsche Propheten angewandt. Man darf also sehr wohl zweifeln, woher Ignatius diese schreckliche Forderung hatte…

        Dass wir nun einen Mann an der Spitze habe, der sich nch dem Erfinder dieser Irrlehre benennt und aus dem Orden des Mannes stammt, der diese Irrlehre perfektioniert hat, sollte uns endlich aufwachen lassen: das ist das Ergebnis der Irrlehre vom Kadavergehorsam!

        Für mich ist das das Prinzip des Bösen, das sich schon lange in die Kirche eingeschlichen hat. Für mich ist auch Katharina von Siena davon befallen gewesen, wobei es bei ihr nicht so ideologisch vertreten wurde und durch ihre auffallende Eigenständigkeit auch wieder relativiert wurde.

        Man sollte sich aber nicht einbilden, dass das Tradilager hier Schutz biete. Es fußt nämlich prinzipiell auf derselben Irrlehre wie der Modernismus, der diesen Anspruch auf Kadavergehorsam ja keineswegs aufgegeben hat. Man wird bei den Traditionalisten eben denselben Anspruch auf den absoluten Gehorsam der Gläubigen finden, sogar noch überspannter als bei den Liberalen. Im wesentlichen sind sie sich darin aber, trotz theologischer Unterschiede, einig.

        Es ist kein Zufall, dass Bergoglio Jesuit ist. Und es ist kein Zufall, dass er sich nach Franz v.A. nennt.

        Das ist m.E. der „Schweif des Kometen“ hier und heute.

      • Leute, verbeißt Euch nicht zu sehr in eine allegorisierende Ausdeutung des Bildes! Es geht nur darum, endlich zu merken, woher das alles kommt und auf was es zuläuft.
        Es geht darum, zu verstehen, was sich z. Z. in Rom tut, unter Zuhilfenahme der Beachtung der seit langem gelegten Weichen und den daraus abzuleitenden Zukunftsaussichten.

      • Die „Leute“ denken nur etwas konsequent zu Ende…eben: woher „alles“ kommt und auf was es zuläuft – das wissen wir allerdings noch nicht genau. Vorsicht also.

  10. Einen schlimmeren Papst, der angeblich offiziell gar nicht Papst sein will, seine Amtsgeschäfte jedoch wie ein Fürst mit absolutistischen Tendenzen führt, kann es meines Erachtens kaum mehr geben. Und wenn Franziskus der sog. Falsche Prophet sein soll – was noch zu beweisen ist, aber so vieles spricht klar dafür – dann sowieso nicht.
    Denn Franziskus versteht es höchst geschickt, zwischen den ultraliberalen Kräften und den noch Gläubigen hin und her zu lavieren, so dass beide Seiten Franziskus als ihren Papst anerkennen können und wollen. Wäre ein Papst „schlimmer“, würde man ihn bald der Häresie überführen können, weil er dann mit offenen Karten spielte. Doch das scheibchenweise Herunterbrechen („Salamitaktik“) des kath. Glaubens auf das Niveau des fast ungläubig gewordenen, nicht praktizierenden Taufkatholiken ist an Perfidität kaum mehr zu toppen. Nein, Franziskus ist kein Idiot; als Jesuit weiss er, was er tut.
    In einem bisher nicht veröffentlichten Schreiben eines gläubigen Katholiken habe ich eine auf Fakten basierende Zusammenstellung, versehen mit Quellenangaben, gelesen, dass es gegen zwanzig ausserbiblische Prophezeiungen gibt, die sich über das Papsttum von Franziskus äussern; die Aussagen darin lassen einen erschaudern über den Zustand der Kirche, der Kirchenoberen und des Papstes. Darunter sind katholische Schwergewichte wie der hl. Franziskus von Assisi, die hl. Brigitta von Schweden, die selige Anna Katharine Emmerick, die kirchlich anerkannte Botschaft eines Pedro Regis, die Mutter Gottes in La Salette, in Akita, in Quito und gegenüber Don Gobbi, und andere mehr. Ich möchte auch auf das Schreiben von Alexandre Marie „Das sonderbare Pontifikat des Papstes Franziskus“ (www.conservare.uio.at/tawato/uploads/2015/08/Das-sonderbare-Pontifikat-des-Papstes-Franziskus-von-Alexandre-Marie.pdf) hinweisen.
    Wenn wir an einen lebendigen Gott glauben, der gestern, heute und morgen derselbe ist (Hebr 13,8), dann müssen wir zwingend annehmen, dass der Dreifaltige Gott auch heute, und gerade heute!, auch zur Menschheit spricht, wenn der Allmächtige ein gütiger Vater sein soll. Kein Zweifel: Er ist ein überaus gütiger und gerechter Gott und Vater! Ein gütiger Vater spricht gerade dann zu den Kindern, wenn sie in grösster Not und Gefahr sind. Wir dürfen prophetisches Wort keinesfalls verachten, denn es ist gleichsam die „Verordnungsstufe“: Wenn die 10 Gebote inklusive Bergpredigt die Verfassung darstellen, die Hl. Schrift das Gesetz, dann könnten die Offenbarungsschriften – dazu zähle ich auch die Werke der sel. Katharina Emmerich, der Maria Valtorta, der Hildegard von Bingen und der C.M.Baij (Das Innenleben Jesu) – die Stufe von Verordnungen einnehmen. Die Lehre der Kirche und der Kirchenväter entspräche dann in unserer zivilen Gesellschaft der Rechtslehre bzw. der Rechtsprechung. Dieser Vergleich ist sicher nicht ganz lupenrein, doch als Hilfskonstrukt zur besseren Einordnung hilft er allemal. Ich möchte auf eines hinweisen: Jesus Christus wurde von den Schriftgelehrten auch nicht erkannt bzw. nicht anerkannt, nicht etwa, weil sie es nicht konnten, sondern weil sie aufgrund ihres Stolzes und ihrer Verstocktheit nicht wollten. Die Worte des Johannes von Täufer ignorierten sie, ebenso und noch wesentlich „krasser“ die Worte Jesu wie auch seine Taten (s. Johannes-Evangelium), weil sie sich auf den Standpunkt stellten: „Was nicht sein darf, das kann nicht sein“. Genauso ist es heute, nur mit umgekehrten Vorzeichen und Personen. Wenn man deduktiv, was heute in den meisten Wissenschaftszweigen nicht unüblich ist, vorgeht, dann sammelt man nur genau jene Hinweise, welche die eigene Aussage/Behauptung unterstützen. Alles andere wird abgelehnt und nach Möglichkeiten diffamiert, weil widersprechend. Und genau hier setzt Gott ein und warnt uns mit vielerlei Zeichen, gerade in unserer Zeit: Der Blitzschlag in den Vatikan am 13.03.2013, die päpstlichen Tauben, die von Möwen und einem Raben angegriffen worden sind, die Möwe, die eine geschlagene Stunden vor der Papstwahl beim Kamin der Sixtinischen Kapelle sitzen blieb, schliesslich die ausserordentlich vielen Zeichen und Symbole, die Franziskus selber tut… Die Menschen früher wussten noch über die Bedeutung von Zeichen und einige wenige achteten sogar darauf. Wir aber schreiten darüber hinweg, als handle es sich hier um Hunde…kot. So wurde der Papst und ganz Rom mit dem Blitzeinschlag vor dem „Sacco di Roma“ himmlischerseits klar gewarnt wie auch mit den Worten des damaligen Eremiten Brandano von Petreio (siehe unter http://www.katholisches.info/2015/12/02/der-sacco-di-roma-eine-barmherzige-strafe/). Vor der Zerstörung Jerusalems 70 n.Chr. wurden die Juden ebenso durch Menschen wie auch durch Zeichen am Himmel gewarnt.
    Alle Weissagungen Christi in Bezug auf die Zerstörung Jerusalems wurden buchstäblich erfüllt. Die Juden erfuhren die Wahrheit seiner Warnungsworte: Mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden.“ (Matth. 7, 2.) Als Vorboten von Unglück und Gericht erschienen Zeichen und Wunder. Inmitten der Nacht schwebte ein unnatürliches Licht über dem Tempel und Altar. Auf den Abendwolken zeigten sich Bilder von Kriegern und Streitwagen, die sich zum Kampfe sammelten. Die nachts im Heiligtum dienenden Priester wurden erschreckt durch geheimnisvolle Töne; die Erde erbebte, und eine Menge Stimmen hörte man sagen: Lasset uns von hinnen gehen!“ Das große östliche Tor, welches so schwer war, daß es nur mit Mühe von zwanzig Männern geschlossen werden konnte, und dessen ungeheure eiserne Riegel tief in der Steinschwelle befestigt waren, tat sich um Mitternacht von selbst auf. (Josephus, Vom jüd. Kriege, VI, 5. Siehe auch Milman, Geschichte der Juden, 13. Buch.)
    Sieben Jahre lang ging ein Mann die Straßen Jerusalems auf und ab und verkündigte das Unglück, das über die Stadt kommen sollte. Tag und Nacht sang er das wilde Trauerlied: Stimme von Morgen, Stimme von Abend, Stimme von den vier Winden, Stimme über Jerusalem und den Tempel, Stimme über den Bräutigam und die Braut, Stimme über das ganze Volk.“ Dies seltsame Wesen wurde eingekerkert und gegeißelt; aber keine Klage entrang sich seinen Lippen. Auf Schmähungen und Mißhandlungen kam nur die Antwort: Wehe, wehe Jerusalem! Wehe, wehe der Stadt, dem Volk und dem Tempel!“ Dieser Warnungsruf hörte nicht auf, bis der Mann bei der Belagerung, die er vorhergesagt hatte, umkam. (Quelle: http://deutsch.benabraham.com/html/die_zerstorung_von_jerusalem.html
    Die Zeichen von gestern und ihre präzise Erfüllung sollte uns viel mehr als nur zu denken geben in Bezug auf die Zeichen von heute. Es galt und gilt Amos 3,7: Gott tut nichts, ohne dass er es ankündigt, und zwar mehrmals!
    Ein Wolf im Schafspelz , ein „Maulwurf“, ein Betrüger und Verräter in den eigenen Reihen ist viel, viel schwerer erkennbar und richtet ungleich mehr Schaden an, vor allem dann, wenn er in hohen oder gar höchsten Positionen einnisten kann und gewitzt, gewieft und gerissen ist und um sich Gleichgesinnte scharen kann, die ihn abschirmen. Vor allem ist erschreckend erkennbar und schrecklich zu erkennen, wie sich der freimaurerische Plan zur Vernichtung der kath. Kirche nach und nach erfüllt (http://www.kath-zdw.ch/maria/freimauerische.plan.html; siehe auch unter Vennari, Die Ständige Anweisung der Alta Vendita, Ein freimaurerischer Plan für den Umsturz in der katholischen Kirche).
    Erflehen wir stets das Erbarmen und die Gnade Gottes und beten wir für unsere Feinde. Herr Jesus Christus, vergib ihnen, denn sie wisse nicht, was sie tun! Per Mariam ad Christum!

    • @Vertias Jesu Christi vincit,

      auch in der Schrift des Eusebius von Cäsarea, kann dies über die Verwüstung Jerusalems und die andeutenden Zeichen nachgelesen werden. Aber die Bewohner achteten nicht darauf.

      Eusebius von Cäsarea († um 340) – Kirchengeschichte (Historia Ecclesiastica)
      8. Kap. Die Zeichen vor dem Kriege.

      8. Nimm das sechste Buch der Geschichte des Josephus zur Hand! Dort liesest du also:1 „Die Verführer, welche sich gegen den wahren Gott erhoben hatten, gewannen damals das unselige Volk für sich. Auf die klaren, die kommende Verwüstung andeutenden Zeichen achteten sie nicht; ihnen schenkten sie keinen Glauben. Wie wenn sie betäubt, blind und ohne Erkenntniskraft gewesen wären, überhörten sie die Predigten Gottes. Das eine Mal stand über der Stadt ein Stern, der einem Schwerte glich, und war ein Jahr lang über ihr ein Komet ausgestreckt. Als ein anderes Mal noch vor dem Aufstand und vor der Kriegsspannung sich das Volk am Fest der gesäuerten Brote versammelt hatte, umstrahlte am 8. April nachts um die neunte Stunde ein so gewaltiges Licht den Altar und den Tempel, daß man hätte glauben können, es wäre heller Tag; das Licht hielt eine Stunde an. Die Unerfahrenen sahen darin ein gutes Vorzeichen; die Schriftgelehrten jedoch schlossen sofort auf das, was (nun) eingetreten ist. Als am gleichen Feste eine Kuh vom Hohenpriester zum Opferaltar geführt wurde, brachte sie ein Lamm mitten im Tempel zur Welt. Das östliche Tor des inneren Vorhofes aber, das von Erz und sehr schwerem Gewichte war, nur mit Mühe von zwanzig Männern am Abend geschlossen und mit eisenbeschlagenen Querbalken verrammt werden konnte und sehr tiefgreifende Riegel hatte, öffnete sich nach Augenzeugen von selbst nachts um die sechste Stunde. Wenige Tage nach dem Osterfeste, am 21. Mai, sah man eine wunderbare, fast unglaubliche Erscheinung. Was ich erzählen werde, könnte als Fabel erscheinen, wenn nicht Augenzeugen davon berichtet hätten und wenn nicht die Leiden, welche dann eintraten, den Zeichen entsprochen hätten. Vor Sonnenuntergang sah [S. 116] man nämlich über das ganze Land hin am Himmel Streitwagen und bewaffnete Heere durch die Wolken ziehen und die Städte umzingeln. Als ferner an dem sogenannten Pfingstfeste die Priester nachts dem Brauche gemäß in den Tempel zum Gottesdienst kamen, vernahmen sie nach ihrer eigenen Aussage zunächst Unruhe und Geräusch, sodann aber den lauten Ruf: ‚Lasset uns von hinnen ziehen!’ Noch schrecklicher ist folgender Vorfall: Als ein Mann namens Jesus, der Sohn des Ananias, ein ungebildeter Bauer, vier Jahre vor dem Kriege, da sich die Stadt noch größtenteils des Friedens und Wohlstandes freute, zum Laubhüttenfest kam, fing er plötzlich im Tempel an zu schreien: ‚Stimme vom Aufgang, Stimme vom Untergang, Stimme von den vier Winden, Stimme über Jerusalem und den Tempel, Stimme an Braut und Bräutigam, Stimme an das Volk!’ Unter diesem Rufe zog er Tag und Nacht in allen Straßen umher. Einige von den angesehenen Bürgern ärgerten sich über diese unheilverkündenden Rufe, ergriffen den Menschen und schlugen ihn wund. Er jedoch sprach kein Wort der Verteidigung für sich, erst recht nicht ein Wort der Abwehr gegenüber den Anwesenden, sondern schrie die obigen Worte ununterbrochen weiter. Da die Volksführer glaubten, der Mann würde — was tatsächlich der Fall war — von einer höheren Macht getrieben, führten sie ihn zum römischen Prokurator. Hier wurde er bis auf die Knochen zerfleischt. Doch er jammerte und weinte nicht, sondern antwortete, soweit es ihm die Kräfte erlaubten, mit gedämpfter, klagender Stimme auf jeden Geißelstreich: ‚Wehe, wehe, Jerusalem!’“ Noch etwas anderes berichtet Josephus, was noch merkwürdiger ist. Er erzählt2 nämlich, daß sich in den heiligen Schriften eine Weissagung finde, wonach zu jener Zeit aus ihrem Lande einer hervorgehen werde, der die Herrschaft über den Erdkreis erhalten soll. Josephus nahm allerdings an, daß diese [S. 117] Weissagung an Vespasian in Erfüllung gegangen sei. Doch Vespasian herrschte nicht über den ganzen Erdkreis, sondern nur über das Römerreich. Mit größerem Recht kann man sagen, die Weissagung beziehe sich auf Christus, zu welchem der Vater gesagt hatte:3 „Bitte mich, und ich werde dir die Völker als dein Erbe und die Grenzen der Erde als dein Eigentum geben.“ Denn gerade zu jener Zeit war es, daß die Stimme der heiligen Apostel Christi in alle Welt hinausdrang und ihre Worte bis an die Grenzen der Erde.4

      1: Jüd. Krieg 6, 288—304.
      2: Jüd. Krieg 6, 312 f.
      3: Ps. 2, 8.
      4: Vgl. Ps. 18, 5.

  11. @Ballflachhalter. Wenn das schon beim Flachhalten rauskommt, wie wird es denn sein,
    wenn Sie den Ball hochhalten?

  12. Wenn wir schon bei Zeichen in unserer Zeit sind: Am 16. März 2003 erschien in der „New York Times“, in der „BBC“ und im „Observer“ ein Bericht, der viele Wochen lang für Schlagzeilen in den verschiedensten Gazetten der Weltpresse (!) gesorgt haben soll. Ein sprechender Karpfen, der getötet werden sollte, sprach klar und deutlich auf Hebräisch, dass jedermann Rechenschaft ablegen müsse und in sich gehen solle, weil das Ende nahe sei. Des weiteren soll der Fisch zum Juden gesagt haben, er solle beten und in der Thora lesen, da das Ende nahe.
    Gottesfürchtige Juden meinten, es sei eine Warnung Gottes, es sei ein Wunder, während Spötter meinten, dass die Juden diese Geschichte erfunden hätten, um noch bessere Geschäfte zu machen.
    Ganzer Text zu lesen in https://www.jochen-roemer.de/Gottes%20Warnung/Hintergrund/Archiv/Beitraege/Eine%20endzeitliche%20Warnung%20Gottes%20durch%20einen%20Fisch.pdf

  13. Philipper 4
    Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!

  14. @zeitschnur
    Kadavergehorsam, das gibt es auch in vielen Unternehmen; dort können Sie aber von einem Vorgesetzten, der Ihnen einen unsinnigen oder schädlichen Befehl gibt, verlangen, den Befehl SCHRIFTLICH zu geben. In den Orden ist es anders. Aber Sie sind nicht gezwungen, einzutreten. Warum sich so ereifern?

    • …weil spätestens mit dem Pontifikat Pius X. jeder Gläubige welchen Standes auch immer auf diesen Kadavergehorsam getrimmt wurde und dadurch die Fähigkeit, eventuelle Irrlehren, die die Hierarchie einführt, zu erkennen.

      Man hätte dann nur noch „austreten“ können – aus der ganzen Kirche.

      Und da sind wir heute angekommen!

      Im übrigen ist die Kirche kein Unternehmen, sondern der lebendige Leib Christi. Der Kopf ist immer noch Jesus und nicht der Papst. Und wen Jesus wo einsetzt, und wer was erkennen darf – das obliegt nun mal nicht der Hierarchie, sondern dem Herrn der Kirche und dem Hl. Geist.

      Aber da man genau damit nicht mehr rechnete, sondern alles auf straffe, diktatorische „Führung“ durch eine elitäre „ecclesia docens“ setzte, ist der Glaube, der lebendige Glaube an Jesus, verloren gegangen.

      Und selbst in einem so geführten Unternehmen kommt am Ende nicht viel dabei heraus…

      • Korrektur:

        NICHT „und dadurch die Fähigkeit, eventuelle Irrlehren, die die Hierarchie einführt, zu erkennen.“

        Sondern:

        „und dadurch die Fähigkeit, eventuelle Irrlehren, die die Hierarchie einführt, zu erkennen, verloren ging.

  15. Ich bin vor dem Konzil aufgewachsen, katholisch erzogen worden und habe noch normalen Religionsunterricht gehabt; ich habe gelernt, was Glaubensgehorsam ist – aber NIE, NIE sind wir auf „Kadavergehorsam getrimmt“ worden. Das ist nun wirklich eine unsinnige Behauptung von Ihnen. Sorry!

    • @Elias: Das Geluebte von Gehorsamkeit braucht man nur ab zu legen wenn man ins Kloster eintritt. Sonst nicht. Aber ich habe zum Beispiel Papst Benedikt sehr gerne und freiwillig gehorsamt!

    • …dann sind Sie damals schon „liberaler“ erzogen worden.

      Was ich sage, ist schriftlich niedergelegt und jederzeit nachprüfbar. Ich habe hier schon unendlich viel zitiert.

      Eine subjektive Erlebensweise – das berühmte n=1-Argument – ist nicht gültig.
      Ich hab den Ignatius und seine nachkommen nicht erfunden… wie käm ich dazu.

  16. @Thomas 20:40 Uhr
    Sie sind ja ein kleiner Spaßvogel!
    Ich strebe keine „neue Mitgliedschaft“ an. Im Gegenteil! Ich bleibe der „alten Schule“ treu. Die, die Jesus als seine wahre Kirche versteht. Zu dieser gehören offenbar weder Sie, noch F.!

  17. Papst Franziskus vertritt die Katholische Kirche in ihrem noch existierenden Rumpfsegment auf eine Art und Weise, die mir in einigen Punkten auch nicht zusagt. Wer aber nicht sieht, dass die Krise schon viel früher begann, der versteht nicht, was alles kaputt gegangen ist. Für mich ist dieser Bischof hier ein Beispiel von wahrer lebendiger katholischer Glaubensverkündigung: https://www.youtube.com/watch?v=LT0FGB24l8M — Bischof Athanasius Schneider aus Astana/Kasachstan im Interview mit EWTN. An diesem Bischof könnten sich viele andere Hirten ein Beispiel nehmen.

  18. Einen offenen Häretiker wie diesen Herrn Bergoglio als Heiligen zu bezeichnen wie es oben @Ballflachhalter getan hat ist abenteuerlicher Schwachsinn. Dieser Franz ist ein Krebsgeschwür im Zentrum der heiligen Kirche, ein bösartiges Geschwür das Metastasen streut. Gnade uns Gott!

    • @Reichsrömer
      Ich bin mit diesem Papst keineswegs glücklich und hoffe, dass seine Amtszeit möglichst bald endet.
      Aber kann man sagen, er ist ein „Häretiker“? Mit solchen Worten sollte man nicht leichtfertig um sich werfen. Es ist kein Synonym für „mag ich nicht“ oder andere Urteile.

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