Woher kommen die „älteren Brüder“? – Papst Franziskus besucht die Hauptsynagoge von Rom

Kardinal Bergoglio mit den Rabbinen Bergman und Avruj in der Synagoge von Buenos Aires
Kardinal Bergoglio mit den Rabbinen Bergman und Avruj in der Synagoge von Buenos Aires

(Rom) Papst Franziskus wird am Sonntag, den 17. Januar die jüdische Hauptsynagoge von Rom besuchen. Die Juden werden von Kirchenvertretern gerne als „ältere Brüder“ bezeichnet. Woher aber kommt diese Bezeichnung?

Nach Papst Johannes Paul II. im Jahr 1986 und Papst Benedikt XVI. im Jahr 2010 wird Franziskus erst der dritte Papst in den 2000jährigen Beziehungen zwischen Christen und Juden sein, jedenfalls seit der jüdischen Synode von Jamnia um 95 n. Chr., der die israelitische Kultusgemeinde von Rom besucht.

Heute gehört es zum Standardsprachgebrauch von kirchlichen Würdenträgern, aber auch von vielen Gläubigen, von den Juden als den „älteren Brüdern“ der Christen zu reden und sie auch so anzusprechen. Das war nicht immer so in dem vielschichtigen und durchaus spannungsgeladenen Verhältnis. Die Formulierung findet sich nicht in der Heiligen Schrift. Sie ist vielmehr erst jüngsten Datums.

Konzilserklärung Nostra Aetate

Auch in der für das heutige Verhältnis zum Judentum als entscheidend geltenden Erklärung Nostra Aetate des Zweiten Vatikanischen Konzils finden sich noch keine „älteren Brüder“. In der am 28. Oktober 1965 promulgierten Konzilserklärung ist nur allgemein von einem „brüderlichen Gespräch“ und einer „brüderlichen Haltung“ die Rede und von einer „universalen Brüderlichkeit“, die sich nicht spezifisch auf Christen und Juden beschränkt.

Wenn nicht in der Bibel und auch nicht in Nostra Aetate, wo dann findet sich erstmals die Bezeichnung von den „älteren Brüdern“?

Johannes Paul II.

Mehr als 20 Jahre nach der Verabschiedung von Nostra Aetate durch das Zweite Vatikanische Konzil setzte Papst Johannes Paul II. einen auf beiden Seiten als „historisch“ gedeuteten Schritt. Am 13. April 1986 besuchte er als erstes katholisches Kirchenoberhaupt den jüdischen Haupttempel von Rom. In seiner Ansprache an den Oberrabbiner und die israelitische Kultusgemeinde sagte er:

„Ihr seid unsere bevorzugten Brüder und, so könnte man gewissermaßen sagen, unsere älteren Brüder.“

Zudem sprach er von einer „wiedergefundenen Brüderlichkeit“ zwischen „uns hier in Rom und zwischen der Kirche und dem Judentum“. Das „gewissermaßen“ verdichtete sich in der Folge schnell zu einem ungeschriebenen Kanon. Dabei zieht die Annahme von „älteren Brüdern“, soll sie nicht nur eine Höflichkeit sein, eine Reihe von Konsequenzen nach sich.

Gegenbewegung unter Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI. hingegen vermied es, die von seinem Vorgänger geprägte Formulierung aufzugreifen, die nicht der kirchlichen Tradition entstammt, sondern eine sprachliche Neuschöpfung Johannes Pauls II. ist. Bei seinem Besuch der römischen Hauptsynagoge am 17. Januar 2010 sprach Benedikt XVI., wie Nostra Aetate, mehrfach von „Brüderlichkeit“ im allgemeinen Sinn, aber nicht von „älteren Brüdern“.
Diese Bezeichnung bezog er stattdessen mehrfach auf die Heiligen, die den Lebenden ein Vorbild und eine Hilfe seien auf dem Weg zur Heiligkeit. Die „älteren Brüder“, nach Benedikt XVI., sind nicht die Juden, sondern die Heiligen, die den Getauften vorangegangen sind und bereits das Antlitz Gottes schauen können. Dahinter ist ein bewußter Versuch zu sehen, die Bedeutungshoheit über die Formulierung nicht an die Neuprägung seines Vorgängers abgeben zu wollen.
Kritiker warnten die Hermeneutiker des Bruchs, auch das Verhältnis zum Judentum für ihre Betonung eines starken Gegensatzes zwischen der vorkonziliaren und der nachkonziliaren Kirche zu gebrauchen.

Papst Franziskus

Der Versuch von Benedikt XVI. scheint vorerst gescheitert. Bereits als Erzbischof von Buenos Aires unterhielt Jorge Mario Bergoglio enge Kontakte nicht nur zu protestantischen Pastoren, sondern auch zur israelitischen Kultusgemeinde. Das Wort von den Juden als den „älteren Brüdern“ wurde von ihm frühzeitig aufgegriffen und vielfach wiederholt. Von 2010 bis Januar 2013 gab es im Fernsehsender Canal 21 des Erzbistums Buenos Aires die Sendereihe „Biblia Dialogo Vigente“. Kardinal Bergoglio, Rabbi Abraham Skorka und der presbyterianische Pastor Marcelo Figueroa diskutierten in 31 Folgen über unterschiedliche Themen. Daraus entstand nach dem Konklave, im Oktober 2013, ein gleichnamiges Buch mit Auszügen. Auch in der Sendereihe sprach Bergoglio die Juden als „unsere älteren Brüder an“, weil „wir unser  Christsein nicht verstehen, wenn wir nicht unsere jüdische Herkunft verstehen“. Erzbischof Bergoglio nahm regelmäßig in der Synagoge von Buenos Aires am jüdischen Neujahrsfest teil und sprach die israelitische Kultusgemeinde dabei als „meine älteren Brüder“ an.
Eine Praxis, die er auch als Papst fortsetzte. Am 24. Juni 2013 begrüßte er die Delegation des Internationalen Jüdischen Komitees bei der Audienz mit den Worten: „Liebe ältere Brüder und Schwestern, Shalom!“

Es gilt dennoch als denkbar, daß Papst Franziskus bei seinem ersten Besuch in der römischen Hauptsynagoge auf die Bezeichnung der Juden als „ältere Brüder“ verzichtet. Während Oberrabbiner Elio Toaff, der 1986 Johannes Paul II. empfing, über diese Anrede erfreut war, kann ihr sein Nachfolger Riccardo Di Segni nicht besonders viel abgewinnen. Der amtierende Oberrabbiner, für kritische Wortmeldungen zu kirchlichen Angelegenheiten bekannt, wittert dahinter eine verborgene Herabsetzung, da der ältere Bruder im Alten Testament häufig negativ dargestellt sei.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Pagina Catolica (Screenshot)

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zeitschnur
Das Thema „Juden & Kirche“ ist kein Ruhmesblatt für die Kirche. So oder so nicht. Wer ein Extrem bis zur Kulmination treibt (die antijudaistischen Reaktionäre und ihre unguten Vorläufer), darf sich nicht wundern, wenn dieselbe Hierarchie irgendwann ins Gegenteil umkippt. Das eine ist Zwilling des andern. Uns war gesagt, was mit den Juden ist, aber wir wusste ja alles besser in der Kirche. Sehenden Auges ließen wir in beispielloser Arroganz einen millionenfachen Mord in unserer Mitte geschehen und taten uns auch noch leid dabei. Wie gut, dass Gott über all diesen Greueln das letzte Wort hat. Wie gut, dass er… weiter lesen »
Chlodwig
Kein Heil für die Juden ohne den Glauben an Jesus Christus! Das trifft zu. Vor allem das nachchristliche Judentum ist durch den Katholizismus zurückzuweisen, da Babylonischer Talmud und Kabbala Beleidigungen gegen Jesus Christus sind. Erst die gewaltsame Verfolgung des Judentums, jetzt die Anbiederung an diesen Kult. Das sind in der Tat zwei Extreme, die die richtige Linie verfehlen. Einerseits muß der Katholizismus eine Einladung an alle Juden wie auch alle anderen Außenstehenden aussprechen, darf sich aber zugleich nicht mit fremden Kulten gemein machen. Was mir in Ihrer Darstellung viel zu kurz kommt, ist die historische Tatsache von Juden als Tätern… weiter lesen »
zeitschnur
Ich hatte NICHT gesagt, dass es ohne Jesus Christus Heil für sie gibt! Im übrigen ist die Täterschaft der Christen gegenüber den Juden seit Konstantin dermaßen explodiert, dass es zynisch ist, angesichts dieser verheerenden Bilanz (noch dazu von solchen, die sich einbilden, den Juden überlegen zu sein!) nun unbedingt auch die Juden als Täter „entlarven“ zu wollen… Und die Ritualmordlegenden und andere Verleumdungen dürften eines Tages ebenfalls auf uns selbst zurückfallen. Warten Sie’s nur ab, wenn Muslims Christen als Kinderfresser „entlarven“. Das kommt auch noch. was immer einzelne Juden – wie alle Menschen – an vebrechen begehen können, die Frage… weiter lesen »
fredius
zeitschnur @ Ein sehr starker Tobak den Sie uns da vorsetzen. Leider reicht ihr sehr langer Bericht, es sind zwei, nicht zu einer Doktorarbeit. Wie Sie immer wie- der argumentieren und sich oft widersprechen, denken Sie alles besser zu wissen als andere. Kein vernünftiger Mensch, wird heute sagen, dass die Juden allein den Kreuzestot zu verantworten haben. Wir alle waren es und sind es durch unsere Sün- den. Und Sie sagen:.. Christen die das leugnen, haben sich ihr Urteil gesprochen.. ..ein Jammerbild das wir abgeben ?..von Christen halsstarrig und bösartig behaup- tet.. Ihre richtige Feststellung ist:.. die Juden sollten Jesus… weiter lesen »
zeitschnur

Es gibt keinen Tempel mehr, auch wenn mans im Prager Judentum etwa noch so nannte. Eine Synagoge ist ein reines Bethaus.

Warum soll ein Papst da nicht hingehen?

Da wird nichts geopfert!

Und wenn Sie schon behaupten, ich würd mir widersprechen, dann bitte Ross und Reiter nennen. Ansonsten: tacet!

Gettsby

In Rom heißt die Hauptsynagoge auch „Großer Tempel“, „Tempio Maggiore“. Warum das so ist? Keine Ahnung.

anna. c
Brüder oder Geschwister und somit ältere oder jüngere Brüder im biblischen Sinne können nur Kinder Gottes sein. Christus: „Wer immer den Willen meines Vaters tut, der ist mir Bruder, Schwester und Mutter“ Matthäus 12, 48-50 Im Abrahamischen Bund segnet Gott als Kinder Gottes Abrahams Samen aus allen Nationen der Erde. 1. Mose 22, 17+18; 28, 13+14 Christus und seine christl. Nachfolger zuerst aus Juden und dann aus allen Nationen sind dieser messian. Same Abrahams als Erben der Verheißung. Galater 3, 16+29 Nicht alle, die von Israel abstammen, sind wirklich Israel. Auch sind sie nicht alle Kinder, weil sie Abrahams Same… weiter lesen »
zeitschnur
Ihre Gedankengänge lassen Tatsache unberücksichtigt, dass der alte Bund ein Bund dem Fleische nach war und ist. Gott hat hier einen Bund mit einem Volk und den Nachkommen dieses Volkes geschlossen. Sie sind so oft abgefallen und immer hat Gott sie fraglos als sein Volk angesehen – lesen Sie das AT. Es ist der neue Bund, der dem Geist nach geschlossen wurde. Sie können rückwirend Gottes Bundescharakter mit dem ersten Volk nicht „nachbessern“. Das steht Ihnen gar nicht zu. Gott steht mit Sicherheit zu diesem Bund, sonst gäbe es das Volk der Juden nicht mehr… Uns sollte das aber nicht… weiter lesen »
Jeanne dArc

@zeitschnur – Ich schließe mich dem von Ihnen gesagten ebenso so an. Besser kann man es nicht formulieren.

Tridentinus
Genau das dachte ich schon oft, obwohl oder besser weil ich auch nur in die Alte Messe gehe und so betrachtet selbst „katholischer Traditionalist“ bin: Viele, vielleicht die meisten Traditionalisten entsprachen und entsprechen weiterhin in Charakter und Mentalität (ich behaupte und unterstelle nicht, bewusster Intention und Absicht nach) denjenigen Juden, die Jesus Christus nicht als den Messias anerkennen wollten, also vornehmlich den im NT geschilderten Pharisäern. Diese Haltung ist der Unglaube, die Glaubensverweigerung, die das Adjektiv perfidis in der Karfreitagsfürbitte gemeint hat. Für die Juden, die zum Glauben an Christus als den erwarteten Messias fanden, muss die Kirche ja nicht… weiter lesen »
anna. c
@ Zeitschnur Ich schätze, Sie haben mich missverstanden. Wann und wo ließ ich unberücksichtigt oder wann lehnte ich es ab, dass der Alte Bund ein Bund nach dem Fleische war und umgekehrt der Neue Bund nach dem Geiste geschlossen wurde ? Und an welcher Stelle besserte ich Gottes Bundescharakter nach ? Woran machen Sie das in meinem Text fest ? Es ging mir um den wichtigen Teilaspekt der Kindschaft Gottes und darum, dass nach Matthäus 12, 48-50 jeder, der den Willen des Vaters tut (was natürlich den christlich geistigen Aspekt des Neuen Bundes einschließt), der Bruder Christi ist. Nur wer… weiter lesen »
fredius

Zeitschnur @ Und schon wieder:..katholische Nullnummern ..auf andere zeigen..
Natürlich sind das in Ihren Augen die traditonalistischen Christen, eines
Ihrer grüßten Probleme ! Dabei merken Sie nicht, dass Sie zu einem Pharisäer geworden sind.

zeitschnur

@ fredius

Wieso „auf andere“ – ich bin katholisch und bin keineswegs bei den progressiven zu Hause! Ich rede nicht über andere, sondern über uns.

Elias

@ zeitschnur
Sie haben mein Lob nicht nötig. Also stelle ich einfach fest: heute haben Sie gut, sehr gut geschrieben. Und: die ersten (die Juden) werden die letzten sein; aber am Ende, wenn sie den Antichrist verwerfen und erkennen, dass Jesus der von ihnen erwartete Messias ist, werden sie die Ersten sein.

Elias

Mein „Lob“ für @zeitschnur war eine Antwort auf ihren ersten Kommentar; ich weiss nicht, warum er jetzt nach ihrem zweiten Beitrag kommt.

Jeanne dArc

@Elias – Sie hatten einen neuen Kommentar im großen Bereich angelegt. Direkt-Kommentar eines Posts muss man rechts, direkt drunter. Ich habe manchmal auch Probleme damit.

Tradition und Glauben

Zu möglichen Quellen des Philosemitismus bei Karol Wojtyla bei Aufsatz vom Hwd.Francesco Ricossa, einem Sedevakantisten oder wenigstens Sedeprivationisten. Dennoch haben diese Leute nicht automatisch in Allem Unrecht. Dieser Aufsatz ist recht objektiv, ohne die in manchen traditionalistischen Kreise Gift und Galle geschrieben und daher lesenswert. Zwar auf Englisch, aber besser so, als gar nicht.

http://www.angelfire.com/journal2/post/john-paul.html

zeitschnur

Amerikanische Sedisvakantisten sind häufig Transporteure alter Irrlehren. Viele hängen ausdrücklich und beinhart dem Jansenismus an, obwohl er verworfen wurde, und viele sind schlimmste Antisemiten.
Würd ich mir nicht zu eigen machen!

PETRUS

JP II. ist von seiner Mutter her Jude. Sie entstammt einer Kohenfamilie. Ihr Mädchenname ist die slavisierte Form von Katz. Das wiederum leitet sich von Kohen ab. Wenn die Mutter Jüdin ist, wird man als Volljude angesehen.

zeitschnur
Und woher wissen Sie das? Angeblich ist auch Ratzinger ein solcher Jude, und Helmut Kohl, und Angie Merkel und Obama, und Hitler natürlich auch und und und. Jeder Verdächtige muss irgendwie „jüdisch“ sein. Sind Sie da als nüchterner Katholik wirklich auf dem richtigen Gleis? Das ist in allen Fällen Käse und auch längst nachgewiesen worden! Es gibt keinen Beweis dafür, dass Woitylas Mutter angeblich „Katz“ hieß. Sie hieß Emilia Kaczorowska und war katholisch. Noch Fragen? Die Dreistigkeit, mit der einige antisemitische oder aber eben philosemitische Spinner daraus einfach einen anderen Namen erkennen wollen und darüber, ist atemberaubend und … verleumderisch.… weiter lesen »
Gettsby
Klingt sicher nett in irgenwelchen Verschwörerohren, nur: Es stimmt nicht. Das fällt einfach unter „Geschichten aus dem 1000+1 Märchenbuch“ laut dem Hitler, Benedikt XVI., Johannes Paul II., Helmut Kohl und Angela Merkel jüdischer Abstammung, sprich Juden seien. Ja, ja. Auch eine Art sich Dinge zu erklären. Nur wahr ist es nicht. Die Zauberformel lautet immer: Man nehme irgendeine Vergangenheit im slawischen Raum, am besten Polen oder Mähren oder so, da verschwindet dann alles in einem undurchdringlichen Dunkel. Nein, tut es nicht. Und man stelle sich vor, es gibt doch tatsächlich Polen und andere Slawen, und es steckt genauso wenig hinter… weiter lesen »
Elias

Kürzlich habe ich den jetzigen Papst als „Strafe für die Kirche“ bezeichnet. Ich nehme das (nur das) zurück und bitte den Betroffenen (geistigerweise) um Vergebung, auch jene in diesem Forum, die das geschockt hat.

Michael Koppe

Pharisäismus, Antijudaismus und mangelnder Missionseifer sind die drei Schwachpunkte der TRADIS!Gäbe es die alte Messe nicht, wäre ich schon längst wieder in einer Freikirche angesichts des häretischen Papstes.

zeitschnur
Gut bemerkt – ich dachte schon so oft, warum gehen wir nicht in die Flüchtlingsheime und machen Willkommenskultur auf Katholisch anstatt nur herumzumeckern? Wir sind diesen Leuten nämlich was schuldig – jetzt haben sie endlich Gelegenheit, mal ohne Druck das Christentum kennezulernen. Und: wieder Null, Nullnummern auf Nullnummern1 Sorry fredius, aber es ist doch wahr! Wenn sich nur ein ernsthafter und in jeder Hinsicht gesunder Mann in meinem Umfeld dazu melden würde, ich würde mit ihm sofort loslegen! Und hier sage ich klipp und klar: Es fehlt nicht an Frauen, es fehlt an der Mannhaftigkeit der Männer: wo seid ihr?… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Im allgemeinen ist es verboten, Flüchtlingsheime zu betreten. Sogar ein Journalist wurde unlängst deswegen bestraft.

Leo Laemmlein

Es gibt Bekehrungen von Muslimen zur römisch-katholischen Kirche, aber Straßenmission und Hausmission wird i.a. nur von evangelikalen und unkonfessionell-biblischen Christen, sowie von Sekten wie Jehovas Zeugen betrieben.

zeitschnur

@ Leo Lämmlein

Wie kommen Sie denn darauf, dasses verboten ist, ein Flüchtlingsheim zu betreten?
Ich habe mehrere Bekannte, die ehrenamtlich in Heimen helfen und dort aus und ein gehen!

Und zu Ihrem anderen Posting: Und warum rührt sich da katholischerseits nichts?

zeitschnur

uuuh, verzeihen Sie, wieder zu schnell getippt… man erkennt, wie es richtig heißen muss, aber trotzdem…

Leo Laemmlein

Michael Koppe
Ich kann Ihnen nur raten, Obacht zu geben, damit Sie den rechtzeitigen Ausstieg nicht verpassen. Katholisch heute ist nicht mehr, was es war. Ich rede jetzt nicht von Liturgie und Sakramenten, sondern davon, dass Rom mit dem Papst sich zur Führungsmacht in das kirchliche Babylon verwandelt. Dieses apostatische antichristliche Weltkirchen- und -religionssystem ist die apokalyptische Hure, welche das Tier –das antichristliche politische und ökonomische Babylon– reiten wird. Derzeit erleben wir die Vorbereitung dieses Systems. Wer gerettet werden will, wird sich irgendwann davon trennen müssen.

Christin
Lieber Leo Lämmlein, ich fürchte Sie haben Recht, dass Rom sich mit dem Papst zur Führungsmacht in das kirchliche Babylon verwandelt. Wenn aber die Kirche sich zur Hure Babylon verwandelt, kann sie aber nicht das Tier (Antichrist) sein. Kürzlich dachte ich darüber nach, was haben eigentlich die Kirchenväter über den Antichristen gelehrt? Dabei stieß ich auf Hippolytus von Rom († um 235) – Das Buch über Christus und den Antichrist. Sehr interessant seine Auslegung. Hier zu lesen: https://www.unifr.ch/bkv/kapitel2649.htm Ich empfehle Ihnen auch folgendes zu lesen: Justin der Märtyrer († um 165) – Dialog mit dem Juden Trypho (Dialogus cum Tryphone)… weiter lesen »
Arrow

Die Frage ist ja, ob der unbändige Progressismus der Juden nicht als Element der Häresie des Messianismus am besten verstanden werden kann. Dies bedeutete, dass man sie bekehren muss, ehe sie die ganze Welt in diesem progressistisch-messianischen Programm auf den Kopf gestellt haben.

zeitschnur

Das ist Unsinn – es gibt progressive Juden und es gibt ultrareaktionäre Juden. Es gibt dort alles, wie bei uns.
Aber was wäre das Leben ohne glatte Vorurteile.

Arrow

Auf der Seite counter currents befassen sich unzählige Beiträge mit dieser Frage. Meinem Eindruck nach schreiben da keine Dummen. Auch bei As der Schwerter gibt es etliche scheinbar gehaltvolle Analysen zur vorliegenden Frage. Von daher scheint mir ihre Antwort („Unsinn“) etwas unterkomplex. Natürlich wird auch dort gesehen, dass nicht alle Juden als Träger des progressistischen Furors gelten können, sondern eben eine jüdische Elite.

zeitschnur

Sorry, @ arrow – aber so klingt es dann doch schon etwas differenzierter…

Leone

Wem Kritik am Zionismus und am Judaismus in der V2-Sekte nicht passt, kann ja jederzeit nach Israel oder zum Papa nach Rom – mit dem Flugzeug oder dem Schiff. Die hier von einigen Eiferern völlig unpassend hervorgebrachten Holocaust- und Antisemitismus-Keulen sind so was von blödem Quatsch, da bleiben einem die Worte weg!

Elias

@jeanne d‘arc
danke für den Hinweis!

michael
Natuerlich bleibt das auserwaehlte Volk bei Gott, den ER widerruft sich nicht, daher ist Antisemitismus von christlicher Seite nicht angebracht. Was aber auch stimmt sind Tatsachen, die von juedischer Seite bewusst so gewollt wurden. Der Bund mit Jahwe wurde aufgekuendigt mit dem Satz den die Hohepriester an Pilatus richteten: „Wir haben keinen Koenig, ausser dem Kaiser“, damit haben sie das Primat Jahwes aufgehoben und das hat auch Konsequenzen gehabt. Genauso wie der Satz: „Sein Blut kommen ueber uns und unsere Familien“, der bis heute nachhallt. Durch das Judentum ist viel Unheil bei den Christen angerichtet worden und natuerlich auch umgekehrt,… weiter lesen »
Arrow

Wer ist denn das „auserwählte Volk“?
Ist dies hier eine evangelikal-zionistische oder eine katholische Webseite?

martin eisel

@ arrow : Sie werfen ja mit Worthülsen um sich ,wie Prinz Karneval
mit Kamellen , nur schmecken letztere besser . Merken Sie nicht ,
dass progressistisch – messianistisch , bzw. evangelikal – zionis-
tisch jeweils als Kombination überhaupt keinen Sinn ergeben und
sich gegenseitig ausschließen.

Jeanne dArc

@Arrow – natürlich eine katholische Webseite. Dies muss jedoch die Liebe und den Respekt zu jüdischen Mitbürgern und zur jüdischen Tradition nicht ausschließen.

Arrow

@Martin Eisel,
progressistische-messianisch meint den komischen jüdischen Glauben, dass man die Welt durch jüdisches Zutun so gestalten müsse, dass der Messias erscheinen kann. Dieses „Zutun“ könnte man als Progressisimus bezeichnen, an dessen Ende eine perfekt auf den jüdischen Messias abgestimmte Welt vorgefunden würde. Während also in der wahren Religion die Religion eine Angelegenheit Gottes als Haupthandelnder ist, ist sie im Judentum eine Sache der Juden.
Mit „evangelikal-zionistisch“ meine ich die Haltung sogenannter „Christen“, die Juden für das auserwählte Volk und damit den Staat „Israel“ für jüdisches Land zu halten.

zeitschnur

@ arrow

Seien Sie mir nicht böse, bitte, aber das ist doch Quatsch – die Welt steht nach jüdischer Legende auf den 36 Gerechten https://de.wikipedia.org/wiki/36_Gerechte.

Die authentische (nicht durch Voreingenommenheit vieler Katholiken die verzerrte) jüdische Messias-Erwartung wird z.B. hier referiert: http://www.judentum-projekt.de/religion/religioesegrundlagen/messias/

Das hat mit Progressisimus überhaupt gar nichts zu tun, sondern damit, dass man das Gesetz des Mose einhält.

zeitschnur
@ michael Ich stimme Ihnen teilweise zu. Allerdings sehe ich die beiden zitierten Sätze anders. Der von dem Kaiser besagt eben nicht, dass man JHWH den Glauben aufgekündigt hat. Das haben die, die das sagten, mit Sicherheit gerade NICHT sagen wollen! Das ist eine politische Aussage und bezieht sich auf den Vorwurf an Jesus, er habe einen politischen Aufruhr verursacht (das ist der erste Anklagepunkt gegen ihn). Wenn man die Situation Israels mit dem Klientelkönig Herodes, der irgendwie nicht so recht als Jude anerkannt wurde von den Juden, ansieht, dann ist nicht ganz klar, was der Hoherat eigentlich meint. Es… weiter lesen »
Elias

@petrus
wenn man solches behauptet, muss man QUELLEN angeben! Die Mutter von Emilia Kaczorowska hiess Scholz, eine (schlesische) Form von Schulze (Schultheiss). Für „Kaczor..“ fragen Sie einen Slavisten: ich wette, es hat mehr mit einer geografischen Bezeichnung zu tun (vgl. Katzbach) als mit Kahane tsedek („Katz“). – Für John Paul II siehe:
http://www.catholic.org/pope/jp2/genealogy.php

Leo Laemmlein
zeitschnur Es kommt darauf an, wer jeweils der Eigentümer des Flüchtlingsheims ist und wer es ist, der es betreten will. Den Fall, den ich zuvor erwähnte, kann ich gerade nicht finden (ich las darüber auf facebook), aber damit Sie nicht meinen, ich hätte es mir aus den Fingern gesogen, dieser Artikel: http://www.heise.de/tp/artikel/45/45800/1.html — Warum sich da katholischerseits nicht regt, fragen Sie? Matthias von Gersdorf hat dazu ganz frisch etwas auf seinem Blog geschrieben. Es ist aber nicht schwer zu begreifen, wenn wie uns erinnern, dass dieser Papst seit 2013 Missionieren als „Proselytismus“ verunglimpft. Zur Eine-Welt-Religion gehört eben, dass christliche Mission… weiter lesen »
zeitschnur

Sicher, amtskirchlich gesehen haben Sie recht.
Aber warum tun die Traditionalisten, die behaupten, sie würden „die“ Tradition fortführen, auf missionarischer Ebene nahezu NULL?
Da stimmt doch etwas auch nicht!

Christin
Lieber @ Leo Laemmlein, da haben Sie wohl recht. Wozu denn noch missionieren, wenn wir alle Kinder desselben himmlischen Vaters sind. Dieser Gedanke kam mir auch, als ich das Video von Papst Franziskus sah. Der Papst trift die Aussage, dass wir alle Kinder Gottes sind. Das ist irritierend. Zu einem Kind Gottes werde ich laut Galater 3,26 durch den Glauben in Christus Jesus. In meinem Verwandten- und Bekanntenkreis glauben die meisten, dass es irgendwie einen Gott gibt. Aber mit Jesus können sie nichts anfangen. So meinte mein jüngerer Bruder neulich, „ja, an Gott glaube ich, aber mit Jesus, damit habe… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Liebe Christin,
von dem in Sünde gefallenen Menschen zu dem heiligen Gott ist nur ein einziger Weg: Jesus Christus. Das verstehen viele Katholiken heute nicht mehr (obwohl es katholische Lehre ist), und das lehrt und verkündet auch ein Papst Franziskus nicht.
Pfarrer Wilhelm Busch (+) seinerzeit brannte von dieser Wahrheit.
clv.de/Buecher/Evangelistisches/Denkanstoesse/Jesus-unser-Schicksal-SpecialEdition.html
http://clv-server.de/pdf/255573.pdf

Christin

Lieber Leo Laemmlein, das Büchlein von Pfarrer Wilhelm Busch kenne ich. Es ist seit 1990 in meiner Buchsammlung. Ja, jener hat für die Wahrheit gebrannt.

Besonders beeindruckend ist für mich die Pilgerreise von John Bunyan. Vielleicht kennen Sie die Schrift. Sie beschreibt den Weg eines Christen. Ich kann von mir sagen, dass ich auf dem verzauberten Grund fast eingeschlafen wäre, hätte mich nicht der HErr in seiner Gnade weiterziehen lassen. Ja, wir sind Pilger und Fremdlinge auf dieser Erde und unser Ziel ist das himmlische Jerusalem.
http://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:b:bunyan:pilgerreise:start

Leo Laemmlein

Von Bunyan habe ich die klassische Verfilmung gesehen, hier, mit einem kurzen biographischen Vorspann: https://youtu.be/_era9MKeZAY
Eine längere Version, mit Zeichnungen: https://youtu.be/V_c22M_Z9jc
Gelesen hab ich’s noch nicht, aber mir innerlich vorgemerkt. Bei Betanien ist das Buch erhältlich: http://cbuch.de/john-bunyan-die-pilgerreise-hardcover.html
Ich wusste nicht, dass es auch auf Deutsch online gestellt ist. Vielen Danke für den Link. 🙂

Franzel
Ob der hl. Papst Johannes Paul II. jüdische Vorfahren hatte, ist wohl schwer zu belegen. Ganz sicher ist- er schreibt das selbst-, daß zu seiner Kind- und Jugenzeit etwa ein Drittel der Bewohner seiner Heimatstadt Wadowice Juden waren. Viele Juden waren seine Klassenkameraden, mit denen er sich auch außerhalb des Unterrichts gut verstand. Er hatte keine Berührungsängste. Mit vielen seiner jüdischen Klassenkameraden, die überlebt hatten, pflegte er lebenslange Freundschaften. Man kann sich eine Erneuerung Europas und des Christentums bzw. der Kirche ohne gläubige Juden kaum vorstellen. Die Juden sind wahrscheinlich ein gewichtiger Schlüssel zu einer Neu-Evangelisierung. Aber auch „Jerusalem“ ist… weiter lesen »
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Wichtig ist aber auch, dass man den Unterschied zwischen dem auserwählten Volk und dem Volk, das sich auserwählt dünkt, nicht kleinredet.

Elias

@franzel
zur Genealogie von Papst JP II lesen Sie bitte den LINK in meiner Bemerkung weiter oben! Dass JP II jüdischer Herkunft war, kann man praktisch ausschliessen. Ich denke, solche Fragen kann man auch ernsthaft diskutieren und nicht einfach mit „quatsch“ u.ä. abtun, wie manche Senfredner es hier tun.

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