Betonkubus „zu kalt, Messe in den Pfarrsaal verlegt“ – Moderner Kirchenbau

Kubuskirche von Foligno
Kubuskirche von Foligno

(Rom) In der morgendlichen Presseschau des italienischen Staatsrundfunks RAI 3 am Dreikönigsfest wurde auch die Nachricht der Tageszeitung La Nazione berücksichtigt: „In der Fuksas-Kirche ist es zu kalt, Messe in den Pfarrsaal verlegt“.

„Die Kälte ist nicht nur den winterlichen Temperaturen geschuldet, sondern der Kirche selbst“, so Messa in Latino. Die Gläubigen von Foligno seien „durch den kalten Betonkubus, den die mächtigen Bürokraten der Bischofskonferenz wollten, vergewaltigt worden“.

Die „tauben Hirten und Bürokraten der Bischofskonferenz“ entschieden gegen die Gläubigen

Die Gläubigen hatten vergeblich, „ihre tauben Hirten ‚nur‘ um eine kleine, aber harmonische Kirche gebeten, die sich in das grüne Panorama dieses von Gott gesegneten Landes einfügt. Doch da war nichts zu machen: Die Bürokraten der Bischofskonferenz, die über alles entscheiden, hatten beschlossen, ein ‚Exempel‘ für den Konzilsgeist der ‚Einfachheit und des Dialogs mit der Welt‘ zu setzen, wie es in der offiziellen Beschreibung heißt. Das Ergebnis war 2009 ein abweisender Betonkubus“, so Messa in Latino.

Kubus im Stadtbild: Kirche zum Heiligen Apostel Paulus
Kubus im Stadtbild: Kirche zum Heiligen Apostel Paulus

Der Architekt Ettore Maria Mazzola sprach 2013 von der „grauenvollen Kirche des hl. Apostels Paulus von Fuksas in Foligno“, als er die Kritik an „häßlichen“ Kirchenneubauten des Direktors der Vatikanischen Museen aufgriff. Der Kunst- und Kulturkritiker Francesco Colafemmina, der seit der Wahl von Papst Franziskus in weitgehendes Schweigen versunken ist, sprach von einem „neuen Monster“ und „magischen Kubus“. Der Kunstkritiker Vittorio Sgarbi von einer „grotesken Schachtel, die mit einer Kirche verwechselt wird“.

Nun schrieb La Nazione am 4. Januar: „Weil es in der vom Stararchitekten Massimiliano Fuksas projektierten Kirche zu kalt ist, wird die Heilige Messe im gleichzeitig errichteten Pfarrsaal gefeiert. Dort ist es zumindest so warm, daß einem nicht die Zähne klappern.“

„Kalt wie eine Gruft“

"Altarinsel"
„Altarinsel“

„Die Kirche trägt den Namen eines berühmten Stararchitekten“ und wird auch allgemein Fuksas-Kirche genannt, obwohl sie dem Apostelfürsten Paulus geweiht ist. „Bald mußten die Pfarrer und die Gläubigen feststellen, daß es nicht so einfach war, in ihr die Messe zu zelebrieren und ihr beizuwohnen. Im Sommer ist es in der Kirche zu warm und im Winter zu kalt. Mit dem Kirchenneubau wurden mehrere Pfarreien zusammengelegt. Sie vereint nun dasselbe Problem. Nach der großen Kälte zu Weihnachten wurde die Entscheidung gefaßt, die Messe im nebenstehenden Pfarrsaal zu zelebrieren. Wie es scheint, wird es für den Rest des Winters dabei bleiben. Und vielleicht auch in den nächsten Jahren, bis eine Änderung Abhilfe schafft. Die zeichnet sich aber als schwierig ab. Die eingebaute Fußbodenheizung reicht nicht aus. Strukturelle Eingriffe in das Gebäude scheinen nicht möglich, weil der Architekt solche im Vertrag kategorisch ausgeschlossen hat.“

Am Tag der Kirchenweihe 2009 hieß es: „Es handelt sich um einen Baukomplex, der nach oben gerichtet ist und einen Dialog zwischen Himmel und Erde darstellt, der erahnen läßt, daß die auf der Erde pilgernde Kirche die wahre Krypta der Basilika des neuen Jerusalems, der heiligen Stadt ist, von der die Geheime Offenbarung spricht.“

Die Gläubigen fühlen sich tatsächlich in der Krypta, die so kalt wie eine Gruft ist, daß sie lieber das Weite suchen.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons/Fides et Forma

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44 Comments

  1. Am Montag habe ich meine jährliche Krippentour durch Köln gemacht. Leider werden ja viele der ehrwürdigen Kirchen radikal saniert. Das heißt des Beispiels des Himmels beraubt. Dafür stehen die Hochaltäre auch, dem Gläubigen einen Blick auf die Pracht des Paradieses zu geben. Dabei kam ich auch wieder nach St. Maria Lyskirchen. Der Hochaltar mit den Modellen der Kölner Schiffe ist einem nüchternen Tisch gewichen genauso wie es die Freimaurer im V2 durchgesetzt haben. Aber schon wieder ist ein stück der Verbundenheit der Gläubigen mit der Ortskirche verloren gegangen. Aber die wunderschöne Milieu Krippe mit den Figuren der Heiligen Familie Hirten Handwerker Kinder Alten und auch dem Pastor vor der Kulisse des Viertels entschädigt. Es gibt wunderschöne Figuren und Bilder in dieser Kirche und Altäre im Nebenschiff. Aber dargestellt wie in einem Museum!
    Beeindruckt hat mich auch St. Pantaleon mit seinem reich verzierten Lettner der vollständig in der Pracht des 16. Jahrhundert erhalten ist. Ein Gemeinde Mitglied der als Wache in der Kirche war erzählte die bewegende Geschichte dieser Kirche, die auch die Ruhestätte der Deutschen Kaiserin Theophanu ist. Nur dadurch das sie eine Preußische Garnisonskirche wurde sind der Hochaltar und Lettner von der Erneuerungsbewegung des 19. Jahrhunderts verschont. Aber wie alle Kirchen ist diese durch den Bombenterror nicht verschont worden als die Alliierten jegliche Kultur zerstören wollten. Deshalb hat man beim Wiederaufbau eine Ottonische Kastendecke eingebaut! Ein besonderer Kontras war die Griechisch Orthodoxe Kirche der Entschlafenen Gottesmutter ehemals Alt St. Heribert, Dort fand gerade der Gottesdienst zum Fest der heiligen drei Könige statt. Die Kirche ist traditionell ausgestattet, prächtig voll Gold und Fresken und so feierlich war auch der Gottesdienst. Erstaunlich viel Familien mit Kinder Eltern und Großeltern, das was durch die moderne Liturgie verloren gegangen ist. Hier war es lebendig!
    Wenn ich den obigen Kubus sehe, bleibt die Frage: ist das ein Blick ins Paradies?

    • Geschätzter Herr Paschachasius: Sie schreiben, dass die Br. Freimaurer im Zweiten Vatikanischen Konzel die Hoch-Altäre durch einen nüchternen Tisch ersetzt hätten.
      .
      Darf ich Sie freundlich um einen Beleg für diese Aussage bitten?
      .
      Nach den mir zur Verfügung stehenden Konzils-Dokumenten war zu den Beratungen keine Loge eingeladen.
      .

      • Baselbieter @ Es ist hier schon mehrfach über die Instruktionen an die katho-
        lichen Bischöfe und Priester durch die Freimaurer berichtet worden, so dass
        Sie eigentlich informiert sein sollten. Zu dem Forderungskatalog der Frei-
        maurer gehören zum Beispiel : Abschaffung der lateinischen Sprache, entfer-
        nung der Kniebänke, der christlichen Bilder und Kirchenschmuck und eben un-
        ter anderem, die einfachen Tische als Altar, eben zu einer Mahlfeier.
        Man kann anhand der Vorgaben ohne Übertreibung sagen : 90 % der Forderun-
        gen der Freimaurer sind in der katholischen Kirche schon erfüllt worden.
        Natürlich waren bei dem Konzil keine Freimaurer zugegen, aber ihre Helfers-
        helfer. Erklären Sie mal, wie es möglich war, dass es keine Forderung des
        Konzils und keine Weisungen gab und gibt, weltweit die Volksaltäre einzu-
        führen ?

      • Lieber Baselbieter,

        Mitte der 1950er Jahre gab es eine Art Ikonoklasmus auch auf dem Land. Die Wiener Neustädter Rosenkranz-Basilika wurde brutal purisiert, sogar Figuren zerschlagen. Müßte in Netz zu finden sein. Weder die Abschaffung des Latein, noch der Volksaltar wurden auf dem Konzil beschlossen.

        Ich habe nach dem Konzil erlebt, daß Prediger sich auf den Geist des Konzils beriefen und Falsches lehrten. Wundern Sie sich nicht, wenn bald einmal vom Geist der Synode gefaselt werden sollte.

        Der Kopf ist das Problem! Dort nistet auch Blödsinn.

      • Lieber fredius und Konrad Georg,
        lassen Sie das mit dem Baselbieter.
        Er kann nicht verstehen, dass es Geheimgesellschaften wie die Freimaurer gibt, die aus dem Dunkeln agieren und ja auch schon teilweise da heraus regieren.
        Vielleicht versteht er es auch, aber dann wäre er hier ein Troll. Warum sollen hier auf dieser Seite keine Trolle eingesetzt werden, welche wenigstens Neulinge auf dieser Seite (die nicht sattelfest sind) verunsichern.

      • @Konrad Georg — Richtig ! – „Der Fisch stinkt vom Kopf her“ !! Oder anders: „Ich habe die Nase voll von eurer liberalen Kirche, … eurem ichbezogenen Gebet, eurer erdhaften Spiritualität. Ich habe die Nase voll von euren „Aufbrüchen“, denn das erste, was von einem solchen Auf-Bruch zurückbleibt, ist ein Loch, in das wir alle hineinfallen.“ (Mutter Angelica, 1993). Hier das volle Zitat: http://www.kath.net/news/34718 — Nach meinem Empfinden wird unser Herrgott in absehbarer Zeit hergehen und kräftig ‚aufräumen‘.

      • @Baselbieter,
        Sie sind sehr schlecht informiert.
        Sowohl Suenens (eins der mächtigsten Männern und großte Strippenzieher des Konzils, darüberhinaus auch noch ein der 4 „relatores“) als Annibale Bugnini (später für die praktische Reformumsetzung) als Janot (wenig später dér modernisierende Antreiber in den USA (sog. Janot-boys/ die Kirche in den Vereinigten Staaten erholt sich jetzt erst langsam von dem Unfug, der damals induziert wurde) waren Freimaurer.
        Als direkter Beleg für die Entfernung der Hochaltäre durch neue Altäre: Unsere-Liebe-Frau-Kirche in Stockel (Brussel/ Woluwe-St.-Pierre):
        geplant unter Ägide v. Suenens, schon Mitte der Jahren 50, von freimauer-“katholischen“ Architekten im Dienste des Bistums (damals auch so eine „Mafia“ in der belgischen Kirche), wurde der erste geplante Hochaltar dann während des 2. Vatik. Konzils kurzerhand wieder abgebrochen und dann durch einen großen Klotz in weißlichem Betonstein ersetzt.
        (schon Mitte der 90er Jahr aus liturgischen/ästhetischen Gründen lokal abgebrochen und durch „Postmodernes“ (?) ersetzt)
        Die ursprünglich (1955) geplante Kommunionbänke und Kanzel wurde nicht mehr ausgeführt; dagegen wohl die Beichtstühle, womit man dann hinterher nichts mehr anzufangen wußte.
        (sieh hier auch die Beschreibung auf irisnet.églises de bruxelles.
        Es gibt in Familien aus freimaurerische Umkreis/ Tradition natürlich und auch nicht selten seriöse und moralisch hochstehende Menschen, und nicht selten auch mit Interesse und Respekt für die christliche Kultur und den aufrichtigen Glauben (übrigens auch bei anderen Religionen);
        und gerade hier liegt ein großes und interessantes Missionsfeld für uns offen.
        Die Abwehr von Feinden und zerstörerischer Apostasie und Häresie von der Hl. Kirche ist die damit verbundene Reinigungsarbeit nach innen.

    • Nein, ein Blick ins Paradies ist es nicht. Aber ein Blick dahinein, wie man den Menschen gerne hätte: In DIN-Norm.

      • Liebe Diskutanten:

        Auch die organisatorischen (von den dogmatischen ganz zu schweigen) Entscheidungen in unserer Kirche treffen bis anhin noch immer die dazu bestellten Kleriker – und nicht die Freimaurer.

        Ich empfinde es geradazu als lächerlich, für Fehlentscheidungen „die Freimaurer“ als Sündenböcke hinzus<tellen.

        Im übrigen haben auch die Freimaurer ein Recht darauf, hier nicht ständig als anderen übel wollende Menschen verleumdet zu werden.

        "Reditte ergo omnibus debita .. cui honorem, honorem" heisst es heute (De IV die infra Octavam Epiphaniae) in der Lesung aus dem Römerbrief im Brevier.

      • @ Baselbieter

        Es gibt Angehörige des offiziellen Klerus, die allgemein bekannt Mitglieder parafreimaurerischer Organisationen wie etwa bei den Rotariern sind. Kölns Kurfürst und Erzbischof Clemens August von Bayern war unmittelbar Freimaurer. Bei Annibale Bugnini steht der Verdacht einer Mitgliedschaft bei den Freimaurern im Raum. Offizieller Kleriker und zugleich bei den „Mysterien“schulen aktiv, kommt leider als Kombination in einzelnen Fällen vor. Insofern absolut keine Schnittmenge zwischen beiden Gruppen zu behaupten, ist leider nicht haltbar.

        In den unteren Graden haben normalerweise Freimaurer keinen blassen Schimmer davon, letztlich Satan zu dienen. Diese Thematik kommt erst in hohen und höchsten Graden zur Sprache. Daß die Freimaurer erklärte Feinde der übernatürlichen Institution Kirche sind, sieht jeder, der auch nur ein wenig Fähigkeit zum Denken hat. Nicht jedem Freimaurer der unteren Grade dürfen böse Absichten unterstellt werden, aber in den Höchstgraden befinden sich ohne Ausnahme bewußte Diener Satans.

  2. Diese Kirche ist hässlich und gleicht den umliegenden Mietwohnungen viel zu sehr, ist daher kaum als Kirche zu erkennen. Es ist ein amateurhafter Fehler, die Größe des Gebäudes nicht den Anfordernissen anzupassen, vor allem läßt sich so ein großer Betonwürfel nicht ordentlich beheizen und wenn dann verursacht es enorme Kosten. Also hässlich, unpraktisch und für den gedachten Zweck nicht geeignet. So ein Betonfertigteil-Ungetüm hätte wahrscheinlich auch jeder andere, weniger bekannte Architekt fertiggebracht.

    • Vor allem ergibt die HÖHE des Gebäudes keinen Sinn. Normalerweise hat ein Kirchturm in etwa diese Höhe(eher weniger), aber nicht das ganze Gebäude.

      • Was mir zudem auffällt, ist dass man die vielen modernistisch gebauten „Kirchen“ so gestaltet hat, dass man, wenn das Christentum öffentlich abgeschafft sein wird(eines Tages), diese Kirchen nicht mehr allzu großen Umänderungen zu unterwerfen braucht. Das ist wahrscheinlich einer der Hauptgründe für diesen unpassenden Baustil. Und daher sind die Architekten solcher Kirchen auch keine Katholiken, sondern im Regelfall Atheisten oder Andersgläubige, wie Katholisches schon in anderen Artikeln zu diesem Thema berichtete.

    • Immerhin in jeder Hinsicht nachhaltig: einer Weiterverwendung und Nutzung als Moschee, protestantischer Kirche oder Bürogebäude steht nichts im Wege. Man packt die paar sakramentalen Gegenstände in einen Koffer – oder wirft sie in einen Container – und zieht weiter; Aufbruch halt, ganz egal wohin.
      Schade nur um das viele Geld, das für diesen furchtbaren Bau ausgegeben wurde. Ein wahrer Schandfleck, der das Denken kulturloser Köpfe preisgibt.
      Man hat sich wahrlich „freigemauert“! Nichts mehr soll an eine christlich-katholische Kultur erinnern.

  3. Eine Kopfgeburt, vielleicht gut gemeint durch den Bezug zum himmlischen Jerusalem, das ja auch als Kubus beschrieben wird. Dass eine solche Konstruktion auch mit noch so viel Aufwand nicht wirklich zu beheizen ist, musste jedem Architekten und jeder begutachtenden und beschlussfassenden kirchlichen Instanz doch vorher klar sein. Von einem fast einjährigem Aufenthalt in Rom und Ostia in den 80er Jahren ist mir in Erinnerung, wie kalt es in den Wintermonaten in Kirchen war. Sogar in vornehmen Wohnungen mit teuren Marmorböden waren lächerlich kleine Heizkörper installiert, die zudem nur stundenweise in Betrieb waren.

  4. Dieses Gebäude, das sich „Kirche“ nennt, mag zwar nach jetzigen Maßstäben modern sein, aber einladend wirkt es definitiv nicht. Im Gegenteil, auf mich wirkt es nicht nur kalt, sondern vor allem abweisend.
    Da mag ein kleines Kirchlein oder eine bescheidene Kapelle eher alle Sinne ansprechen als dieser Betonklotz.

  5. Das sieht wie eine Annäherung an den Islam aus . Diese Kirche ähnelt stark der Kaaba von Mekka, und das es nicht auffällt in grau statt schwarz gehalten.

  6. Kalt wie in einer Gruft ! Sehr bezeichnend für die neuen Betonbunker. Das Schlimme
    ist ja auch, dass nicht nur der Leib friert, sondern noch mehr die Seele, die es
    schwer hat sakrales Empfinden zu erlangen. Dort wo noch schöne Gotteshäuser sind, werden sie oft grade durch ältere Hirten verschandelt. Auch manchmal durch zu kleine
    Volksaltäre, wo das Messbuch kaum Platz findet. Man muss froh sein, dass der Taber-
    nakel im Kirchenraum, wenn auch versteckt irgendwo an der Seite, geduldet wird.
    Mit anderen Worten : Dekadenz auf allen Ebenen.

  7. Die Kirche ist doch visionaer, denn beim Verkauf oder Umgestaltung bedarf es nur wenig um ein Hotel, Gastaette oder Asylantenheim zu machen.
    Es gehen doch immer weniger Menschen in die teilweise prachtvollen „Kirchenmuseen“ weil der Glaube fehlt.
    Wo kein Glaube da auch keine Kirche.
    Wir haben Epiphanie in einem Raum hinter einem Elektromarkt gefeiert.
    Ueberlieferte Liturgie, unverkuerzte Verkuendigung, glaubige inbruenstig betende Glaubende, grossartig !
    Der NOM hat die Kirchen erst geleert und dann ueberfluessig gemacht.
    Kirche wird vor allem „zusammengeglaubt“ und durch Gebet durchdrungen.
    Wo finden wir das heute noch ?

    • michael @ Sie haben recht ! Es ist schon ein Jammer was aus unserer katholischen
      Kirche geworden ist. Dazu kommt der Jubel unserer kirchlichen Autoritäten über
      den großen Aufbruch ( Abbruch ) und Erfolg des Konzils !?

    • Darf man erfahren, an welchem Ort eine Hl. Messe in einem Raum hinter einem Elektromarkt gefeiert wird?

  8. Einfach einmal das Internet nach folgenden Analogien durchsuchen:

    Kubus -> Hexagon -> Hexagramm -> Raum/Zeit -> 666 -> Chronos -> Saturn -> Satan

    Beim schwarzen Kubus, wie er beispielsweise von der Kaaba in Mekka her bekannt ist, geht es um die Symbolisierung Satans. Daß Angehörige der „Mysterien“schulen hinter der „Fuksas-Kirche“ stehen, liegt auf der Hand. Ein unmittelbar schwarzer Kubus wäre für die Gläubigen wohl etwas zuviel gewesen, deshalb entschied man sich wahrscheinlich für die „abgespeckte“ graue Variante. Eine ganz üble Beleidigung für jeden glaubenstreuen Katholiken!

  9. Dieser hässlich Kubus gleicht dem Kubus-Raumschiff der ‚BORG“ in den Star-Trek Serien.Die Borg verkörpern in dem Film bösartige Eroberer,die die gesammte Galaxie unterwerfen wollen.Frappierender symbolischer Vergleich,nicht?

  10. Diese abscheuliche kubusartige Kirche ist kein Unikat.
    Solcher Unsinn wird leider schon seit 70 Jahren produziert.
    Sehr bekannt in Belgien ist Unsere-Liebe-Frau von Stockel (Südost-Brüssel/Woluwe-St.-Pierre):
    ein reiches Viertel, besonders geprägt v.d. frankophonen belgischen Nationalkirche, hofiert v. Erzbistum Malines-Bruxelles (Kardd. van Roey und Suenens); geplant in den Jahren 50, das Hautgebäude ein Kubus mit einem Glaspyramidendach (mit Betonpfeilern) (das Modell sieht tatsächlich aus wie ein Freimaurertempel oder eine Art Opernbühne für Mozarts Zauberflöte).
    In der gewaltigen Dynamik des Konzils wurde dann drauf losgebaut, wobei 1965 festgestellt wurde daß die Glasbetonkonstruktion des Daches zu schwer war und das Gebäude darunter sich in Bewegung setzte;
    daraufhin Stillegung des Baus, nachträgliche Verstärkung der Fundamente (Limburg läßt grüßen), nachträgliche Einfügung von dicken Standsäule innen. Inzwischen verstarben die freimaurerische Architekte; Abbruch des angefangenen Hochaltars, Ersatz durch einen abscheulichen Klotz in Betonstein (schon nach 20 Jahren entfernt);
    8 Jahre nach Fertigstellung dieser inzwischen berühmt-berüchtigten modernen Kirche dann massive Probleme mit den Heizungsmodalitäten (glühend heiß im Sommer, eiskalt im Winter) und mit (inzwischen 1. und 2. Ölkrise) horrenden Heizungskosten.
    Unter Danneels als frischem Erzbischof (1978) dann „Behelf“ durch Erhöhung des Bodems (in Beton) um 70 cm , und Einzug einer neuen abgehängten Decke; zusätzlich Einbau von seitlichen Betonpaneelen.
    Das Ganze sah dann wirklich wie ein Bunker aus; vom Orgelklang zu schweigen.
    17 Jahre später, noch immer unter Danneels, dann wegen statischen (Beton ist sehr schwer), ästhetischen und finanziellen Gründen (die Gläubigen wurden viel weniger und die reichere auch selektiver mit ihren Spenden) wurden alle Veränderungen von 1978 rückgängig gemacht;
    der Betonsteinaltar wurde wieder in loco abgebrochen (zu groß und unhändlich für den Transport) und durch etwas Neueres ersetzt.
    Die Messen finden, wie auch in Foligno, jetzt größtenteils in der Krypte oder in der Seitenkapelle statt.
    Übrigens: die beste und ausführlichste Dokumentation über dieses Tohuwabohu findet sich nicht auf die diözesanen oder kirchlichen Seiten (da wird geschwiegen wie ermordet) sondern bei „irisnet.bruxelles“, der Homepage der Monumenten der Hauptstadtregion Bruxelles, von Architekten geführt.
    Und jetzt nicht lachen: das ist traditionsgemäß eine Heimatgrasweide für Freimaurer (echte framacons, mit großer Beteiligung und komplett unter dem Einfluß der Loge du Grand-Orient)
    Hier kann man auch paraphrasieren:
    „Habent sua fata monumenta“
    (für @Marienzweig: „Auch die Gebäude haben ihre Schicksäle“)

  11. Interessiert an Sakraler Architektur habe ich wiederholt versucht, die Pfarrkirche San Giacomo in Foligno zu besichtigen. Nach mehreren vergeblichen Versuchen – ich fand sie stets verschlossen – war sie dann schließlich an einem Sonntagnachmittag – es war gerade eine Totenmesse praesente cadavere zu Ende gegangen.
    Ich fragte eine ältere Dame, ob ihr die Kirche gefalle. Italiener antworten auf diese Frage stets ausweichend: „È moderna“, als ob das eine ästhetisch Kategorie wäre.
    Im weiteren sagte sie, dass sie zu dieser Pfarre gehöre, aber nie hier zu Messe gehe, sondern immer in die Innenstadt. Sie sei wegen des Begräbnisses gekommen.
    Es war übrigens angenehmes Herbstwetter.
    Auffallend sind die Versuche – des Pfarrers oder der Pfarrangehörigen – dunkle Ecken mit Teilen eines hölzernen Altares sowie mit Muttergottes-Statue (Katalogware) anzureichern. Man kann eine solche katholische Grundhaltung nur begrüßen.

    • Interessiert an Sakraler Architektur habe ich wiederholt versucht, die Pfarrkirche San Giacomo in Foligno zu besichtigen. Nach mehreren vergeblichen Versuchen – ich fand sie stets verschlossen – war sie dann schließlich an einem Sonntagnachmittag offen – es war gerade eine Totenmesse praesente cadavere zu Ende gegangen.
      Ich fragte eine ältere Dame, ob ihr die Kirche gefalle. Italiener antworten auf diese Frage stets ausweichend: „È moderna“, als ob das eine ästhetisch Kategorie wäre.
      Im weiteren sagte sie, dass sie zu dieser Pfarre gehöre, aber nie hier zu Messe gehe, sondern immer in die Innenstadt. Sie sei wegen des Begräbnisses gekommen.
      Es war übrigens angenehmes Herbstwetter.
      Auffallend sind die Versuche – des Pfarrers oder der Pfarrangehörigen – dunkle Ecken mit Teilen eines hölzernen Altares sowie mit Muttergottes-Statue (Katalogware) anzureichern. Man kann eine solche katholische Grundhaltung nur begrüßen.

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