Eine weitere große Irrlehre…

Foto: Ernest Herbert ('E.H.') Mills, 1909

Eine weitere große Irrlehre hat ihren Ursprung in den Angriffen auf die Moral, vor allem die Sexualmoral…

Der Wahnsinn von morgen ist nicht in Moskau, sondern eher in Manhattan beheimatet.

Gilbert Keith Chesterton: The next heresy, 1926

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zeitschnur
Das Zitat heißt komplett eigentlich: „The next great heresy is going to be simply an attack on morality; and especially on sexual morality. And it is coming, not from a few Socialists surviving from the Fabian Society, but from the living exultant energy of the rich resolved to enjoy themselves at last, with neither Popery nor Puritanism nor Socialism to hold them back… The roots of the new heresy, God knows, are as deep as nature itself, whose flower is the lust of the flesh and the lust of the eye and the pride of life. I say that the… weiter lesen »
Kirchen-Kater
Chapeau Zeitschnur, aber: Der Faschismus ist auch nur eine Spielart des Bolschewismus, wie der Sozialismus und Demokratismus auch. Selbst der US-amerikanische Neokonservatismus hat seinen Ursprung darin. Wir haben es politisch eben doch mit einem weltweiten Siegeszug des Bolschewismus zu tun. Dieser hat dann wohl dieselbe Natur wie der „gesellschaftliche Wandel“ auch, der nichts anderes ist, als die Pubertät einer sich zivilisiert wähnenden Welt. Man entdeckt die Vernunft und überhebt sich sogleich. Und ohne seine Gottesebenbildlichkeit vertiert der Mensch wieder und selbst im Vatikan wird nicht mehr Gott sondern das Tier spektakulär verherrlicht und auch die päpstlichen Eitelkeiten erfahren einen neuen… weiter lesen »
zeitschnur
Das bestreite ich zwar nicht, aber der Faschismus ist in sich gebrochen und basiert auf keiner in sich schlüssigen Theorie. Er verkoppelt pseudokatholische mit sozialistischen „Kollektivideen“, royalistischen Assoziationen (monarchenähnlicher „Führer“ oder „starker Mann“) und Nationalismus, im schlimmeren Fall auch Rassismus. Es ist tatsächlich diese militärisch durchorganisierte „Formlosigkeit“ das eigentliche Problem, von dem Chesterton spricht. Der Sozialismus/Kommunismus ist eine dem Christentum konkurrierende Heilslehre. Er ist aber definitiv eine echte Lehre („doctrina“). Faschismen sind keine „Lehre“. Ich habe in meinem Studium damals immer nach einer konsistenten (!!!) doktrinellen Grundlage der diversen Faschismen gesucht – es gibt sie nicht. Und deshalb sind sie… weiter lesen »
Methodus

Danke Zeitschnur.

Guttenberger

Zur heutigen Sexualmoral: es sind immer die Invaliden, die sich besonders gerne mit kriegerischen Theman bafassen!

Stella

Genau so ist es und nun tobt die entfesselte Fleischeslust durch die Straßen der Städte (siehe Köln) und gleich einer Tsunami wird sie alles überrollen.
Nein,einen Atomkrieg brauchen wir wirklich nicht mehr.

Reinhold

Das ist durchaus interessant, was Sie da schreiben. allerdings wurde die Moral auch zur Sowjetzeit stark beeinträchtigt, was nun wirklich nicht übersehen werden darf. Den Faschismus haben Sie erfreulich klar gekennzeichnet, er kann nämlich in der Tat alles Mögliche beinhalten.

zeitschnur

Interessant dabei ist, dass Chesterton auch dem „Papismus“ („Popery“) keinerlei Chance einräumt, den Niedergang jeglicher Moral Einhalt zu gebieten.
Also er meint: Das „Heilmittel“ des Papismus, auf das die Kirche setzen wollte bringt hier gar nichts.
Er hat damit auch eine interne Kritik an der vatikanischen Strategie geäußert und damit in jedem Fall… rechtbehalten.

Reinhold

Dass der Faschismus irgend etwas mit der Kirche zu tun haben könnte, wie Zeitschnur auch beiläufig meint, ist abwegig. Notwendige Autorität darf nicht mit Totalitarismus verwechselt werden. In der Tendenz ist zu dem Artikel jetzt viel gesagt/geschrieben worden. Der Sozialismus der Sowjetunion schlug auch in die gleichen Kerben wie Entwicklungen anderswo, wie hier auch klar von Verschiedenen ausgedrückt worden ist. Der Bezugstext ist mit Einschränkungen somit aussagefähig.

zeitschnur
Mit „notwendiger Autorität“ hat der Faschismus in der Tat nichts zu tun – aber mit einer Übersteigerung und Totalisierung der Autorität schon. Ich kann das hier nicht ausbreiten, aber die Kirche bzw. eine große Fraktion ihrer Exponenten trägt sogar erheblichen Anteil an der Herausbildung des Faschismus, und nur so kann man auch verstehen, dass der Vatikan immer gerne dabei war, wenn es darum ging, faschistische Systeme zu unterstützen oder schönzureden – sorry, aber das ist eine komplexe Sache und die Tatsache, dass es viele Katholiken gab, die dennoch dem Faschismus widerstanden, ist eher der Gnade Gottes geschuldet als dem, was… weiter lesen »
zeitschnur
Wer es noch nicht glauben will, der lese das, was in der Sowjetunion just im Jahr 1926, als Chjesterton seine Bemerkung schrieb, gesetzlich durcgezogen wurde: “ Das Gesetz von 1926 legt fest: - Es gibt zwei Arten der Eheschließung, die „registrierte“ und die „nicht registrierte“; - die zweite beruht auf gegenseitiger Anerkennung und wird rechtlich durch Zusammenleben, gegenseitige materielle Unterstützung und die gemeinsame Erziehung der Kinder bestätigt. Sie ist gleichwertig mit der „registrierten“ Ehe. Die Eheleute wählen einen gemeinsamen Namen, entweder den des Mannes oder den der Frau. Sie behalten ihre ursprüngliche Nationalität. Die Scheidung ist frei, im Fall der… weiter lesen »
Leo Stratz
Das christliche Menschenbild postuliert die Ebenbürtigkeit von Mann und Frau besonders in ihrer Würde vor Gott. Aber das christliche Menschenbild postuliert auch die wesensmäßige Unterschiedlichkeit von Mann und Frau. Wenn Mann und Frau zusammenkommen um eine Familie zu gründen, muß man die gemeinsamen Aufgaben aufteilen. Es war schon immer ein großes Manko in jeder Kultur, auch in der christlichen, dass Mann und Frau so vertrauensvoll miteinander reden können um sich gegenseitig in ihren Bedürfnissen einerseits und im gegenseitigen Respekt anderseits zu akzeptieren und somit wahrhaftig lieben zu lernen, was ja das Ziel eines jeden Christen ist. Aber in welcher Religion… weiter lesen »
zeitschnur
Das war nun zwar nicht das Thema, aber einen „wesenmäßigen Unterschied“ kann das Christentum nicht postulieren, ohne sich an der Schöpfungsordnung zu verfehlen – und genau deshalb hat auch die Kirche nicht vollständig einlösen können, was der Frau (und mit ihr dem Mann! – Denn wer sie beraubt, beraubt ihn noch viel mehr!) zustünde. Nach der Genesis gibt es keinen Wesenunterschied. Das ist eindeutig ausgesagt, indem erzählt wird, dass die Frau aus der Substanz (also dem „Wesen“ zu Deutsch) des Mannes genommen und geformt ist. Beide haben also exakt dieselbe Substanz und dasselbe Menschenwesen. Das haben bei aller teilweisen Frauenverachtung… weiter lesen »
Theremin

Geht es nicht auch darum, wer diese Entwicklung in Rußland möglich gemacht hat; diese Kräfte entfalteten ihre Wirkung sowohl aus Manhattan als auch aus London.

zeitschnur

@ Theremin

Hä?
„Diese Kräfte“ – ja, woher kamen die eigentlich?
Aus Manhattan ganz gewiss nicht!

Es ist hart – aber nein: Amerika ist nun mal nicht an allem schuld!

Leo Stratz

@Zeitschnur „Frauen und Männer können im Prinzip alles gemeinsam. “

Also ich kann keine Kinder bekommen.

Das habe ich eigentlich mit wesenmäßigen Unterschied gemeint.

Als Mensch sind sie sich gegenseitig in Ihrer NATUR gleich. In ihrem Wesen unterscheiden sie sich aber.

Aber ich bin sicher dass Sie mich verstehen.

zeitschnur
Nein – sie sind in Wesen und Natur gleich, sind aber mit einem unterschiedlichen materiellen Erscheinungsbild ausgestattet. Sie können sehr wohl Kinder bekommen – eben vermittelt über die Frau. ich meine: Sie sind davon nicht ausgeschlossen, denn die Frau bekommt andererseits das Kind auch nicht ohne Sie. Und so ist es mit allem. Menschsein „funktioniert“ nur gemeinsam als Mann und Frau. Eben weil es ein Wesen ist. Ich denke, das trotz der natürlich immer viel größeren Unähnlichkeit der Mensch hier wirklich Ebenbild Gottes ist: Auch in der Trinität gibt es Unterschiede in der „Tätigkeit“, aber das Wesen ist bei den… weiter lesen »
Leo Stratz

@Zeitschnur

Ich habe in Afrika und Lateinamerika gelebt und gearbeitet. Und ich habe dort ähnliches beobachtet, was sie über Russland gesagt haben.

zeitschnur

Das von Afrika weiß ich – es ist Bestandteil alter Stammeskulturen.

Bei Lateinamerika…hm

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