Chaldäischer Erzbischof zu den Attentaten von Paris: „Wenn der Westen nicht handelt, wird sein Schicksal schlimmer als unseres sein“

Auch von seiner Bischofskirche in Mossul rieß der IS das Kreuz und setzte seine schwarze Fahne
Auch von seiner Bischofskirche in Mossul riß der IS das Kreuz und setzte seine schwarze Fahne

(Bagdad) Msgr. Amel Shamon Nona, Jahrgang 1967, wurde im Irak geboren. 1991 wurde er zum Priester der mit Rom unierten chaldäisch-katholischen Kirche geweiht. Fünf Jahre war er Erzbischof von Mossul im Norden des Irak, dann kam der Islamische Staat (IS). Der Erzbischof wurde zusammen mit den Christen vertrieben und teilte das Flüchtlingsschicksal seiner Herde in Kurdistan. Im vergangenen Januar wurde er von Papst Franziskus zum chaldäischen Erzbischof von Australien ernannt und betreut seither die dortige Diasporagemeinde. Die Diaspora der irakischen und syrischen Christen ist zahlenmäßig bereits größer als in den Heimatgebieten. Sie wurden „heimatlos“ gemacht.

Erzbischof Nona kennt nicht nur das Leben der Christen in einer islamischen Umgebung. Er kennt inzwischen auch das Leben der Christen im sogenannten Westen. Die Wochenzeitung Tempi führte nach den blutigen Attentaten von Paris ein Gespräch mit dem Grenzgänger wider Willen zwischen Ost und West.

Erzbischof Nona, haben Sie einen Angriff von solchem Ausmaß, wie den in Paris, erwartet?

Erzbischof Nona: Natürlich habe ich so etwas erwartet und auch vorhergesagt. Es war nur eine Frage der Zeit. Zwei Wochen, nachdem ich aus Mossul vertrieben worden war, habe ich in einem Interview gesagt: Wenn der Westen nicht reagiert, wird er ein noch schlimmeres Schicksal erleiden als unseres. Es konnte gar nicht anders sein. Die Frage war bestenfalls Ort und Zeit.

Warum?

Erzbischof Nona: Am Anfang bestand der Islamische Staat nur aus 1000-2000 Mann und konnte verhältnismäßig wenig tun. Allerdings ist die Kraft von 1000 entschlossenen Kriegern keineswegs zu unterschätzen. Für mich völlig unerklärlich ist, daß ihm eine Handvoll westlicher Staaten erlaubten und ermöglichten, halb Syrien und den halben Irak zu erobern.

Es gab Luftangriffe.

Erzbischof Nona: Diese setzten erst spät ein und erst, nachdem der Islamische Staat zuvor mehr als zwei Jahre völlig freie Hand durch den Westen hatte. Zudem: die Luftangriffe erweisen sich als folgenlos. Wir hören, daß sie stattfinden, doch erreichen sie nichts. Das wirft weitere Fragen auf. Der Islamische Staat ist gerissen und er ist eine eingeschworene Kampfeinheit. Diese Krieger sind es gewohnt, kämpfend zu leben. Der Westen hat ihm zuerst freie Hand gelassen und noch immer erlaubt er es, daß Staaten unserer Region ihn finanzieren und bewaffnen, weil es um politische und mehr noch um große wirtschaftliche Interessen geht. Es gibt viele Fragen, die keine Antwort finden.

Erzbischof Amel Shamon Nona
Erzbischof Amel Shamon Nona

Welche Fragen?

Erzbischof Nona: Wo waren die westlichen Regierungen, als Tausende junge Moslems nach Syrien gingen, um zu kämpfen? Wollt Ihr uns erzählen, daß die westlichen Regierungen nicht gesehen haben, was jeder im Irak gesehen hat? Die westlichen Regierenden haben nichts getan und nun müßt Ihr dafür bezahlen.

Sie wurden im Irak geboren und kennen den Islam von klein auf: Warum entstehen in der Religion Mohammeds so leicht extremistische Bewegungen?

Erzbischof Nona: Weil im Koran Verse enthalten sind, die zur Gewalt auffordern. Sie erklären alle Nicht-Moslems zu Ungläubigen, die entweder zum Islam bekehrt oder getötet werden müssen. Das Problem liegt in diesen Versen, die das mit aller Deutlichkeit sagen und die ein integraler Bestandteil des Islam sind. Einen Menschen in der arabischen Sprache als „Ungläubigen“ zu bezeichnen, ist sehr gefährlich. Der Ungläubige gilt als so minderwertig, daß ein Moslem, irgendein Moslem, jeder Moslem mit ihm machen kann, was er will: er kann ihn töten, kann sich seine Frau nehmen, kann seine Kinder versklaven und seinen Besitz an sich reißen.

Besteht also keine Hoffnung, daß sich etwas ändert?

Erzbischof Nona: Aus unserer Sicht würden wir sagen, man müßte diese Koran-Verse uminterpretieren, anders erklären. Im 7. Jahrhundert hatten sie eine andere Bedeutung als heute. Man sollte sie also nicht wörtlich nehmen. Das alles würden wir wohl nur zu gerne dazu sagen. Das Problem aber ist, daß es nicht an uns liegt, den Koran zu interpretieren. Das ist das Problem. Wir haben es mit einer anderen Denkweise und Weltanschauung zu tun. Ich kann die Frage also nicht beantworten.

Die Idee, den Koran anders zu interpretieren, ist im Islam nicht groß in Mode.

Erzbischof Nona: Nein, das ist es nicht. Die Moslems sehen im Koran etwas Ewiges und Unveränderliches. Der Koran ist für sie nicht irgendwann in einer Zeit und für eine Zeit geschrieben, sondern ein ewiger Text für alle Zeiten. Der Koran, so die islamische Vorstellung, existierte immer schon als Buch bei Gott, bis Gott ihn irgendwann in der Geschichte Mohammed übergab, um ihn den Menschen bekanntzumachen. Man kann die Verse daher nicht uminterpretieren oder sie im Licht der Vernunft oder zeitbedingt auslegen. Das geht völlig am islamischen Denken vorbei.

Ein französischer Imam sagte, der Islam von heute durchlebe eine „Krise der Vernunft“.

Erzbischof Nona: Das mag vielleicht sein, gilt aber nicht nur für den Islam. Im Laufe der Geschichte haben viele islamische Gelehrte versucht, den Koran im Licht der Vernunft zu interpretieren. Alle wurden verfolgt oder getötet. Noch einmal: Wir sprechen nicht von einem veränderlichen oder randständigen Phänomen, sondern dem Kern dieser Religion.

Sind die Moslems in Sydney anders als jene, die Sie im Irak kennengelernt haben?

Erzbischof Nona: Ja, die Moslems, die hier leben, wie auch jene in den USA oder in Westeuropa, sind viel fundamentalistischer. Wenn sie in die westliche Welt kommen, radikalisieren sie sich, weil die Moderne, die sie antreffen, in allem ihrer Mentalität widerspricht und im Widerspruch zum Islam steht. Sie werden deshalb aggressiver und reizbarer. Das Problem ist: Zum Wesen des Islam gehört nicht nur, in ihm die einzige wahre Religion zu sehen, sondern auch, ihn mit Gewalt aufzwingen zu wollen, und das weltweit.

Es muß auch für Sie schwierig gewesen sein, von einer islamischen Gesellschaft in eine westliche Gesellschaft zu wechseln.

Erzbischof Nona: In der Tat ist alles anders. Hier herrscht Freiheit zu handeln, zu denken, zu sprechen. Das sind alles Dinge, die es in einer islamischen Gesellschaft nicht gibt. Ich sage absichtlich in der islamischen Gesellschaft und nicht in den islamischen Staaten, weil es vielleicht einige laizistisch geprägte Diktaturen gibt, in denen man mehr oder weniger gut leben und auch einige Freiheiten genießen kann. In der islamischen Gesellschaft aber gilt nur eine Mentalität. Wenn jemand etwas tut oder sagt, das dem widerspricht, was der Islam sagt, gilt es als falsch. Das heißt, es ist abzulehnen und hat kein Anrecht auf einen Spielraum. Aber auch im Westen ist nicht alles eitel Sonnenschein.

Erzbischof Nona in einer zerstörten Kirche
Erzbischof Nona in einer zerstörten Kirche

Auf was beziehen Sie sich?

Erzbischof Nona: Die westliche Gesellschaft befindet sich nicht minder in der Krise, vielleicht sogar noch mehr als die islamische Gesellschaft. Die islamische Gesellschaft erlebt eine Rückkehr zum Islam, eine Bewegung, die – dem Wesen des Islams entsprechend – nur radikal und extrem sein kann. Die westliche Gesellschaft hingegen durchlebt eine Werte- und Sinnkrise. Sie entfernt sich von der christlichen Religion und beraubt sich damit der Mittel, die sie aus der Krise herausführen könnten. Der Westen durchlebt eine innere Krise, er verliert die Grundwerte des Lebens, das macht Euch schwach, verängstigt und – wie ich beobachten muß – völlig unfähig, auf eine äußere Krise wie den Islamischen Staat zu reagieren. Die Terroristen sind eine Minderheit, genauso sind auch die Moslems in Euren Staaten eine Minderheit, und doch machen Euch beide Angst. Solche Angst, daß Ihr geradezu in Ehrfurcht vor ihnen erstarrt. Ihr selbst aber habt sie in Eure Länder gelassen, die einen wie die anderen, denn sie gehen Hand in Hand.

Was ist der Grund dafür?

Bischof Nona: Ihr lehnt die Werte ab, auf denen Eure Gesellschaft aufgebaut wurde und die sie groß gemacht haben. Alle wirklich soliden, tragfähigen und krisenfesten Errungenschaften, die Ihr heute genießt, sind aus diesen Werten hervorgegangen, und das sind christliche Werte. Doch dann habt Ihr an einem bestimmten Punkt der Geschichte gemeint, Ihr könnt Euch nun sogar von diesen Werten, diesen Fundamenten verabschieden und das Gebäude bleibt trotzdem stehen. Kein Haus bleibt aber stehen, wenn man Hand an seine Fundamente lebt. Das ist Hochmut, der seinen Preis fordert. Ihr habt alles auf die individuelle Freiheit gesetzt, die gewiß wichtig ist, aber ohne die Wahrheit ist sie letztlich wertlos und bricht zusammen, sobald das Erbe der christlichen Werte, von denen sie ausgegangen ist, aufgezehrt ist. So steht ihr plötzlich schutzlos und wehrlos den Dingen gegenüber, die sich rund um Euch herum ereignen, wie dem Entstehen des Islamischen Staates oder anderer extremer moslemischer Erscheinungen. Man kann nicht ungestraft zweitausend Jahre der eigenen Geschichte, der christlichen Geschichte abstreifen und sich davon nur behalten, was man behalten möchte. Man kann nicht die Errungenschaften des Christentums ohne Christentum behalten, also nur mehr die Freiheit. Denn die Freiheit ohne Christus ist keine Freiheit mehr, sie wird zur antichristlichen Freiheit und damit zur Unfreiheit. Das hängt mit dem Wesen des Menschen zusammen. Eine Folge dieser Entwicklung ist, daß eine Handvoll Terroristen mitten in Europa zuschlagen kann. Oder anders gesagt: Eine Folge ist, daß acht Terroristen ein Attentat verüben und Millionen von Menschen in Angst und Schrecken versetzen und so erstarren lassen, daß sie nicht wissen, wie sie reagieren sollen.

Die Christen des Irak sind seit vielen Jahrhunderten eine Minderheit. Habt Ihr auch Angst?

Erzbischof Nona: In Mossul lebten zuletzt 400 christliche Familien unter drei Millionen Moslems. Die gesamte Gesellschaft war gegen uns, war aggressiv, es herrschte viel Gewalt, die Stadt war voll von Terroristen, voll von Menschen, die uns töten wollten. Wir aber waren dennoch froh, weil wir den Glauben haben, den wir mutig und freudig zeigten. Sie haben immer wieder zwei oder drei Christen ermordet. Aber gleichzeitig wurden wir respektiert, weil diese große islamische Masse spürte, daß wir anders waren, daß wir – obwohl nur so wenige an Zahl – so unerschrocken, so mutig und so freudig waren. Sie spürten, daß wir stark waren, obwohl wir an Zahl so schwach waren. Das ist eine Stärke, die nicht von uns kam, sondern aus unserem Glauben.

Was war es also, was Euch stark gemacht hat?

Erzbischof Nona: Wir wußten, daß wir mit dem Glauben jeder Situation gewachsen waren, weshalb wir mit Freude jede Krise annahmen. Sie dürfen nicht vergessen: Die Terroristen fürchten unseren Glauben. Und vergessen Sie auch nicht: Die irakischen Christen waren bereit, alles zu verlieren, Haus, Besitz, Land, Kirchen, nur um ihren Glauben nicht zu verlieren. Das tut den Terroristen weh. Es übersteigt ihr Fassungsvermögen.

Was fehlt der westlichen Gesellschaft?

Erzbischof Nona: Einige Dinge habe ich bereits genannt. Ohne mich zu wiederholen, möchte ich noch sagen: Hier herrscht keine Freude, kein Glücklichsein. Es herrscht individuelle Freiheit alles tun und lassen zu können, was man will, sogar sich selbst und andere schwer zu schädigen. Man kann sich alles nur Vorstellbare kaufen. Aber glücklich scheint damit niemand zu werden. Das sollte zum Nachdenken anregen. Ihr habt Euch nur auf die Freiheit konzentriert, die Ihr als Freiheit von Gott definiert habt, und habt damit alles andere verloren. Auch die Kirche, ich muß es sagen, sollte bei Euch glücklicher sein, ist es aber nicht. Auch das sollte zum Nachdenken anregen.

Sie leben nun in einer westlichen Gesellschaft. In Australien leben heute 50.000 Chaldäer. Worin sehen Sie die Aufgabe dieser Christen?

Erzbischof Nona: Unsere Aufgabe ist es, unsere Freude durch unser Leben zu zeigen, die Freude, die wir durch unseren Glauben empfangen haben. Wir sind der Wahrheit begegnet, was sollen uns die vielen Lügen rund um uns herum anhaben können? Wir sollten daher aktiver in dieser Gesellschaft missionieren. Müssen wir nicht darüber reden, wovon unser Herz voll ist? Wir können ja gar nicht anders. Es drängt uns. Christus drängt uns. Ändern wir die Mentalität dieser Gesellschaft und ändern wir ihre falschen Gesetze. Ich denke, daß man sehr viel machen kann, wenn wir in der Wahrheit sind und bleiben, denn dann liegt Segen auf unserem Handeln. Derzeit scheint der Segen schnell von den westlichen Gesellschaften zu schwinden, es scheint, als würde Gott Seine segnende Hand zurückziehen. Das kann doch nicht das sein, was wir wollen. Öffnen wir unser Herz, dann wird auch der Verstand erkennen.

Einleitung/Übersetzung: Tempi/Giuseppe Nardi
Bild: Asianews/Tempi/ICNS/p>

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30 Comments

  1. Der die christlich- kukturelle Identität Europas mit Füssen getreten und ganze Nationen in eine christuslose Nacht geführt habende freigeistige Irrsinn erntet nach und nach seine faulen Früchte ihrer Wahrheitsfeindschaft. Der sich ausbreitende Halbmond der gewaltdurchsetzten und die Weltherrschaft anstrebenden Irrlehre Islam als Speerspitze dieser „Ernte“.

    Bereits Kardinal Pie (1815 – 1880) – ein glühender Bekenner des Christkönigtums -
    war davon überzeugt, dass ein jedes Volk so behandelt werde, wie es die Allerheiligste Dreifaltigkeit, Gott behandle:
    -
    „Das grosse Gesetz, das gewöhnliche Gesetz der Vorsehung ist der Lenkung der Völker
    ist das Gesetz der Vergeltung.
    Wie die Nationen Gott behandeln, so behandelt Gott die Nationen.
    Eine Gesellschaft, die sich um Ihn nicht kümmert,
    überlässt Er sich selbst, sodass sie an den Folgen ihrer Gottlosigkeit zugrunde geht“
    -

    Besiegt wird der Mensch immer; fragt sich nur von wem oder so wie es der heilige Augustinus ausgedrückt hat:
    -
    „Wer sich von der Wahrheit nicht besiegen lässt, der wird vom Irrtum besiegt.“
    -

  2. Sehr gutes Interview,
    aber die Frage sei erlaubt, wer im Westen soll reagieren und vor Allem wie ?
    Medien und Politikern ist der Islam naeher als das Christentum, auch der Bischof von Rom hat daran nichts geaendert, eher das Gegenteil.
    Nein, Europa ist unwiederbringlich verloren, wenn die Migranten erst ihre Millionen Kinder auf unsere Kosten bekommen und grossgezogen haben, herrscht hier ein ganz anderer Ton.
    Der Spassgesellschaft wuensche ich schon seit Langem eine harte Scharia-Gerichtsbarkeit an den Hals, aber es werden auch sehr viele Wohlmeinende darunter leiden muessen.
    Aber was sorgen wir uns, wir sind nicht fuer das Paradies auf Erden gemacht sondern sollen unser Kreuz taeglich auf uns nehmen und dem Herrn nachfolgen.
    Seien wir nicht kleinglaeubig, ER wird es schon richten, wie es RICHTIG ist.

  3. Der Westen wird immer wieder gewarnt, wie hier von Erzbischof Amel Shamon Nona. Die IS, so
    sagt er, war am Anfang eine relativ kleine Gruppe, man hätte sie leicht bekämpfen können, aber
    der Westen hat praktisch nur zugeschaut. Die Bombardierungen die lustlos erfolgten, waren mehr
    ein Persilschein, als eine echte Bekämpfung. Von Anfang an war es dem Westen, allen voran
    Amerika, egal, was mit den Christen und Menschen im nahen Osten passierte. Erst als der Tsu-
    nami immer mehr zunahm, reagierte der Westen, aber wiederum halbherzig. Das andere noch
    größere Übel ist. dass der Westen gottlos geworden ist und damit das Schicksal herausfordert
    und Gott es zulässt, dass diese wirren Attentate und Schicksalsschläge sich in Eurpa ausbrei-
    ten werden. @ defendor sagt es in ihrem Kommentar ganz deutlich :..an der Gottlosigkeit wird
    der Westen zugrunde gehen.

  4. Das Interview bringt mehr als hundert Talkrunden mit Jauch, Illner und Co. Ein Bischof klärt auf.
    Welche Rolle spielte Merkel ? Bekommt sie nichts mit, werden ihr Informationen vorenthalten oder muss sie schlicht parieren ?

      • Genau dieser Macht- und Finanzgruppe hab ich schon vor einiger Zeit mein komplettes Geld entzogen und mich dabei automatisch (quasi nebenbei) finanziell unangreifbar gemacht. Das ist das einzigste was ich in wirtschaftlicher Hinsicht (zusätzlich zum Konsumverzicht) tun konnte.

        Auf einer völlig anderen Ebene findet der geistige Kampf gegen diese gottlose Personengruppe in Form von Gebet statt.

    • Merkel ist selbsttätig einerseits und spielt andererseits auch die Rolle einer Erfüllungsgehilfin zusammen mit J. Gauck. Sie weiß über alles Bescheid, aber ist wie einst A.H. nicht wegzubekommen. Sie hat ähnlich wie der ehemalige „Reichskanzler“ hohe Zustimmungswerte quer durch alle Parteien- und in fast allen Medien nicht zu vergessen.
      Erst wenn Deutschland mithilfe vieler Deutscher zerstört ist, vielleicht für immer, tritt sie ab. Die Vernichtung Deutschlands ist ihr eisernes Ziel. GrünRot und große Teile der CDU hat sie hinter sich.

      • Bekannt ist ja mittlerweile der Kaufman-Morgenthau-Hooton-Plan zur Zerstörung bzw. Vernichtung Deutschlands, aber da könnte man sagen und hat man auch gesagt: was interessieren Pläne, die irgendwelche Spinner vor über einem halben Jahrhundert schrieben, was haben sie mit der wirklichen Poliitk zu tun? Das ist doch wieder nur „Verschwörungstheorie“.
        (Ja ja, immer diese törichten Verschwörungstheorien… Aber im nachhinein erweist sich die Realität alptraumhafter als die Theorie.)
        Nun wurde aber in den letzten Tagen ein UNO-Dokument bekannt, das aus dem Jahr 2001 datiert.
        Jetzt haben wir die Verschwörungstatsache schwarz auf weiß.
        Und nun erschließt sich auch, warum und in wessen Auftrag Frau Merkel so stur an ihrer Genozid-Politik gegen Deutschland festhält.
        http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/vereinte-nationen-fordern-bevoelkerungsaustausch-von-deutschland.html

      • Ob das ihr Ziel ist (die Vernichtung Deutschlands) sei mal dahingestellt.
        Tatsache ist, dass sie einen Auftrag auszuführen hat (und sie muß parieren). Ihre Auftraggeber kommen aus der Hochfinanz.
        Wissen Sie, aus wem sich die Hochfinanz im wesentlichen zusammensetzt ?

  5. Der Papst und Weihnachten

    Focus meldet:

    „Die Welt hat den Weg des Friedens nicht verstanden“, sagt der Papst.

    Deshalb sei Weihnachten angesichts der vielen Probleme in der Welt eine Scharade, ein Affenzirkus.

    „Was wird bleiben“, fragte der Papst weiter. „Ruinen, Tausende Kinder ohne Bildung, so viele unschuldige Opfer und viel Geld in den Taschen der Waffenhändler.“ Das alles widerspreche dem Gedanken der Weihnachtszeit.

    Ich finde diesen zweiten Satz unglaublich schlimm!!!

    Da es immer viele und bald noch viel, viel mehr Probleme in der Welt geben wird, ist Weihnachten also immer „eine Scharade, ein Affenzirkus“. Mit den „rammelnden Katholiken“ hat er nur Menschen beleidigt, hier beleidigt er Gott selbst!

    Warum wehren die Katholiken sich nicht dagegen??? in anderen Medien habe ich aus dieser Rede noch nichts gefunden und auch nicht in den sogenannten katholischen Blogs. Sonst wird jeder Kleinkram auf kath.net veröffentlicht und hier??? Wurde das zurückgenommen? Stimmt es nicht? Oder, weshalb redet niemand darüber?

    Das Wichtigste, was man feiern kann in aller Not und Krieg, sind die drei großen erhabenen Feste Weihnachten, Ostern, Pfingsten – das ist völlig unabhängig von einem „Verständnis der Welt (der Heiden, derjenigen, die gegen Gott sind).“

    Ein Papst, der so etwas sagt, nimmt das Weihnachtsfest seiner eigene Kirche nicht mehr nur nicht ernst, er macht es lächerlich. Kann er Stellvertreter Dessen auf Erden sein, Der zu Weihnachten Mensch geworden ist?

    • Ich verstehe Sie. Allerdings hat F. mit ziemlicher Sicherheit einfach nur gemeint, dass man angesichts der Umstände nicht in Weihnachtsstimmung sein kann. Die Ruinen, die Opfer etc. „widersprechen“ doch eher der besinnlichen und friedlichen Stimmung als der Botschaft selbst, die in all dem Weihnachtsglamour nur nich wenig Rolle spielt.

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass er ein kirchliches Hochfest ausfallen lassen will.

    • @bellis,
      auch wenn Papst Franziskus es sicher nicht so gemeint hat, wie es sich anhört – Weihnachten und damit die Menschwerdung Christi als „Affenzirkus“ zu bezeichnen, ist mehr als unsensibel.
      Was dieses Fest für uns ist, was wir daraus machen, liegt einzig an uns. Gerade weil die Zeiten so schwierig sind, brauchen wir die Hoffnung und den inneren Frieden mehr denn je.
      Lassen Sie sich also nicht die Freude am Weihnachtsfest nehmen.

  6. @bellis: ja, viele Priester sind heute so und nicht nur der Papst. Die Priester sehen, daß die Welt anders ist, auch die Christen, auch sie selbst. Und was ist Weihnachten für die meisten denn? – das ist es doch. Das war eine Standpauke an die Christen. Wird um Weihnachten denn kein Zirkus gemacht?
    Dieser „Papst“ Bergoglio drückt sich sehr drastisch aus und das ist auch nichts Neues mehr bei ihm. Man muß das wirklich nicht teilen und ich meine, er hats hier wirklich übertrieben und hat einen deutlichen Rüffel verdient. Hat er nicht an die Armen im Geiste und die Kinder gedacht, die sich von Herzen freuen können über die Geburt Jesu und über Maria und Josef und Ochs und Esel, die Hirten?

    • „Affenzirkus“ – das hätte Papst Franziskus nicht sagen dürfen,
      „Konsumorgie“ meinetwegen oder „oberflächliche Gefühlsduselei“.
      Auch wenn er es wahrscheinlich anders gemeint hat und aufrütteln wollte – „Affenzirkus“ ist eindeutig ein verbaler Missgriff.

  7. Sehr geehrte @Jeanne dArc: Sie zitieren den koptischen Bischof.
    Nur, was kann man als Christ denn tun? Viel beten, auch eucharistische Anbetung wo es überhaupt noch möglich ist. Und ansonsten kann man kaum etwas gegen die Islamisierung tun. Der Frau Bundeskanzlerrin einen Brief schreiben? – Sie sagt, wir sollen die Bibel lesen.
    Da man es also mit solchen Giftschlangen zu tun hat, was kann man machen auch angesichts der Tatsache, daß den Menschen das Evangelium egal ist?
    Haben Sie eine Idee?

    • @Franzel
      Sehr geehrter @Franzel – Ja Sie haben recht, das Gebet und auch Sühneopferleiden sind das Wichtigste. Politisch können wir nicht so viel tun, ausser vielleicht ‚afd‘ wählen um den Blockparteien eine Harke zu zeigen. Manche Leute gehen auch auf die Strasse und schließen sich den besorgten Bürgern an (Bsp. Demo für Grenzschließung in Österreich: https://www.youtube.com/watch?v=QmWBZNJqtVU ). Was auch wichtig ist: Urbane Regionen und Läden (Krankheitsübertragungsgefahr) meiden in denen die neuen ‚Gäste‘ in der Überzahl auftreten; Alte, Kranke und Kinder schützen und unterstützen; sowie versuchen Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen (Landhaus im Wald u.v.m.), oder vor allem auch Lebensmittel- und Medizinvorräte anlegen (wenn’s zur Krise kommt kann man auch die Badewanne oder große blaue Tonnen (=Landwirtschaftsmarkt/WLZ) mit Wasser voll laufen lassen). Die Krisenvorsorge halte ich neben Gebet und Sühneopfer am wichtigsten (schon unsere Großeltern hatten immer Sachen gelagert !), da vor allem in Europa die Gefahr von Bürgerkriegen besteht ( https://www.youtube.com/watch?v=Bfg6gaMkQp8 ). Und vor allem auch: Unser Vertrauen liegt im Heiland und Herrn, lassen wir uns von IHM und der Muttergottes führen.

      • Danke sehr geehrte @Jeanne dArc für Ihre Antworten. Ja, das Gebet und Sühneopferleiden sind sicherlich das Wichtigste. Auch für die Bekehrung der Moslems.
        Und immer wieder selbst auch umkehren zum Dreifaltigen Gott hin und sich (und seine Mitmenschen wie auch alle) täglich dem Unbefleckten Herzen Mariens weihen.
        Politisch ist nichts mehr zu machen, glaube ich. Das ist wie unter den Nationalsozialisten meine ich. Auch da hat insbesondere das Rosenkranzgebet geholfen.

  8. Franzel
    Was kann man tun, fragen Sie, und geben gleich richtige Antworten dazu.
    „Aushalten – standhalten – durchhalten“ lautet eine ritterliche Devise, die heute auch nutzbringend beherzigt werden kann.
    Weitere Anweisungen gerade für die Endzeit bekomm3n wir in den endzeitlichen Reden Unseres Herrn Jesus Christus in den Evangelien und in den Sendschreiben an die sieben kleinasiatischen Gemeinden, Offenbarung 2 und 3.
    Wachen und beten …
    Öl (= Heiliger Geist, Gnade) in den Lampen haben, wenn der Bräutigam um Mitternacht ankommt
    Zur ersten Liebe zurückkehren
    Buße tun
    Getreu sein bis in den Tod
    Überwinden
    Im Wort und in den Werken des Herrn Jesus bleiben

    • Danke Ihnen geehrter @Leo Lämmlein für Ihre Antworten.

      „Zur ersten Liebe zurückkehren
      Buße tun
      Getreu sein bis in den Tod
      Überwinden
      Im Wort und in den Werken des Herrn Jesus bleiben“: ja, das stimmt. Das ist das einzige, was der Christ eigentlich immer, ob in sehr bedrängter Zeit oder nicht, tun soll.

  9. Bevor sich nun die immer Gleichen die Bälle in puncto rechtgläubigkeit zuspielen und einander versichern, wie recht sie damit haben, in den anderen Giftschlangen zu sehen, zitiere ich mal das mit dem „Affenzirkus“:

    „Angesichts der schrecklichen Anschläge von Paris und Tragödien der letzten Wochen sagte Papst Franziskus, dass trotz Weihnachtszeit kein Grund zum Feiern bestehe. In einer Rede sagte der Pontifex, Zitat: „Es wird Lichter geben, es wird Feste geben, glänzende Bäume, alles wird geschmückt sein.“ Doch gleichzeitig gebe es Kriege in der Welt.

    „Die Welt hat den Weg des Friedens nicht verstanden“, sagt der Papst. Deshalb sei Weihnachten angesichts der vielen Probleme in der Welt eine Scharade, ein Affenzirkus. „Was wird bleiben“, fragte der Papst weiter. „Ruinen, Tausende Kinder ohne Bildung, so viele unschuldige Opfer und viel Geld in den Taschen der Waffenhändler.“ Das alles widerspreche dem Gedanken der Weihnachtszeit.“

    So steht es auf Focus. Irgendwo ist oben bei jemandem ein Link, der aber ständig zusammenbricht, deshalb lass ich ihn mal weg.

    Diese Aussage ist ziemlich eindeutig und nicht das, was manche hier reinsehen wollen.

    Ein wenig Nachhilfe in Lesekompetenz:

    F. spricht davon, dass der derzeitige Zustand der Welt

    „dem Gedanken der Weihnachtszeit (widerspreche)“

    Also im Klartext: er hält den Gedanken der Weihnachtszeit für existent und wertvoll, aber überlagert durch oberflächliche Feierei.

    Er sagt, es bestünde angesichts der Lage „kein Grund zum Feiern“. Es ist klar, dass er damit das rein weltiche Feiern meint, weil er die typisch weltlichen Partymerkmale von Weihnachten nennt: Lichter, glänzende Bäume, Feiern (weltliche Feiern überall), überall Schmuck.

    Haben wir nicht selbst schon oft geklagt, das sei alles irdischer Tand und die wahre Botschaft verschwinde dahinter?
    Nee?

    F. klagt, dass dieselbe Welt, die nun gemeinschaftlich weihnachtlich-partymäßig tut, Weihnachten nicht versteht.

    Ich habe für F. meist kein Verständnis, aber das kann ich nun tatsächlich verstehen.
    Wer ihm unterstellt, er habe den Sinn des Weihnachtsfestes zum Affenzirkus erklären wollen, der ist ein übler und böswilliger Verleumder. Denn das hat er offenkundig nicht gesagt!

    F.s Sätze klingen deprimiert und resigniert.

    Er spricht bei unserer europäischen Feiertour von einer „Scharade“.
    das ist vielleicht bezeichnender als das Wort „Affenzirkus“.
    Was ist eine Scharade?

    Unter einer „Scharade“ versteht man ein Rätselspiel, ein Silbenrätsel. Oft spielen die Kinder auf Kindergeburtstagen „Scharade“. Sie stellen ein zusammengesetztes Nomen in einer Pantomime dar und die andern müssen raten, was sie darstellen.

    Also: F. meint, wir spielten pantomimisch eine Art kindisches Spielchen und die andern dürfen raten, was wir wohl mit diesen Feier- und Partyspielchen meinen angesichts der großen Not.

    Ich würde F. fragen wollen, warum er nicht der ganzen Kirche eine abstinente Bußzeit verordnet und in allen Kirchen der Welt Bußandachten im Advent verordnet?

  10. Trotzdem ziemt sich diese Gossensprache wie „Affenzirkus“ für keinen römischen Papst.
    Auch ist er nicht authentisch. Nicht einmal zwei Tage nach den Angriffen hat er mit seiner Entourage im Lutheranertempel seiner Stadt herzlichst und überschwänglich herumgelacht. Das war ein schreckliches Bild. Vollkommen widerwärtig. Dieser Mann ist ein zynischer Despot und selbstverliebter Selbstdarststeller.
    Auch ist es abstrus wenn einige seinen Un-Stil mit seiner lateinamerikanischen Herkunft in Verbindung bringen. Nicht alle Argentinier sind ungehobelte Proletarier und verfügen nur über Favela-Savoir-vivre und dem damit verbundenen abgründigen Jargon.

    • Nein, natürlich ist das eine unglückliche und irgendwie zu saloppe Redeart.
      Aber auf mich wirkt F. wie ein getriebener, der hin- und hergeworfen wird, der eigentlich depressiv ist und dann wieder in ein irres Lachen ausbricht, mal dies, mal das sagt, weil es irgendwie eh egal ist, was er sagt.
      Und es ist auch egal.
      Faktisch kann er sagen, was er will, es hüpft wie ein Flummi durch Europa und bollert mal gegen diese, mal jene Wand und springt gleich weiter.

      Ich sehe bei ihm eigentlich keinen Plan „dahinter“, sondern einen depressiven Geist mit manischen Phasen.
      Auf mich wirkt das einfach nur ungesund.

  11. Papst Bergoglio oder Franziskus ist der Papst der Christen und nicht der „Welt“. So viel Unterscheidungsvermögen muß er schon haben. Und jedermann weiß, auch er hoffentlich als Neu-Europäer, daß vielen Katholiken Weihnachten nur Genuß und Konsum ist.

    Darum gehts hier aber nicht: dieser Papst, sollte er diese Aussagen so gemacht haben, zeigt, daß er von Weihnachten nicht viel verstanden hat, eigentlich gar nichts.
    Denn zu welcher Zeit in der Weltgeschichte hätte der Herr und Erlöser geboren werden können nach den Worten des Papstes? – Antwort: zu keiner Zeit.

    Selbst in den schlimmsten Zeiten der Kriege, aller Nöte und Gefahren, selbst in KZ`s und Gulags haben die dem Tode „Geweihten“ noch Weihnachten „gefeiert“, wenns möglich war und so gut es ging. Gerade doch dann. Und auch die Frontsoldaten in Rußland feierten Weihnachten gerade angesichts ihrer erbärmlichen Lage, als Kälte, Hunger und Tod die täglichen Weggenossen waren.

    Gerade deswegen ist Weihnachten: als Hoffnungsstern am Himmel gerade für Kriegsopfer und Bedrängte, Todkranke usw. Weihnachten macht eben Schluß mit dem Kreislauf des Todes und aller Bedrängung.
    Dieser Papst hat das wohl nicht verstanden und dann hat er leider gar nichts verstanden- immer unter der Voraussetzung gesagt, daß diese seine Äußerungen so gefallen sind.

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