Hollande: „Wir werden unsere Werte verteidigen!“ – Welche Werte denn, Herr Präsident?

Die "Werte" des "Westens"? : Gay Pride Madrid 2013
Die „Werte“ des „Westens“? : Gay Pride Paris  2013

Gedanken zum 13. November von Marcel de Berliat

(Paris) „Wir werden unsere Werte verteidigen“ sagte Frankreichs Staatspräsident Hollande nach den Attentaten vom 13. November in Paris. Wortwörtlich dasselbe sagten auch Obama, Cameron und die Staats- und Regierungschefs anderer Staaten. Italiens Ministerpräsident Renzi meinte, der Sieg sei dem Westen sicher, denn seine Werte seien richtig und gut. Die Frage ist aber: Welche Werte meinen die Präsidenten?

Seit ich im Alter von fünf Jahren eingeschult wurde, sagt man mir, daß es keine absoluten Werte gibt, daß Werte nur Sichtweisen sind, daß es das schlimmste Verbrechen ist, das Wort Wahrheit großzuschreiben, daß es keine Notwendigkeit gibt, Gewißheiten zu suchen oder zu vertreten, denn viel wichtiger ist es, Zweifel zu haben, das mache lebendig, beweise kritischen Geist und mache vor allem sympathisch, denn Gewißheit sei ein untrügliches Merkmal von tyrannischen, ja faschistoiden Ideologien, die schnurgerade in die Diktatur führen.

Und nun erfahren wir aus dem Mund derselben Personen, die uns zuvor gewarnt haben, daß wir plötzlich doch absolute Werte haben, mit denen und für die wir in den Krieg ziehen sollen? Wenn die einzige große Wahrheit es ist, keine Werte zu haben, sollten wir dann nicht alle davon überzeugen? Hätten wir nicht zumindest jene Terroristen davon überzeugen müssen, die nach der von uns erlaubten Einwanderung ihrer Eltern oder Großeltern schon unter uns geboren und in unseren Republiken aufgewachsen sind mit dem hohen Genuß unseres Bildungssystems und unserer, von uns selbst so gerühmten Erziehung zum Zweifel?

Ich frage mit vollem Ernst: Welche Werte meinen Sie, geehrte Präsidenten? Eine Frage, die ich angesichts der Bilder stelle, die ich im Kopf habe: Bilder von Jugendlichen, die leben wollten und im Bataclan um ihr Leben rannten. Eine Frage, die ich auch stelle, wegen der Tonnen sinnloser Floskeln, die ich aus Ihrem Politikermund seither anhören mußte. Gehörten Sie nicht zu jenen, die uns die Werte ausgeprügelt haben, nun aber, seit dem 13. November,, ununterbrochen das Wort „Werte“ im Mund führen?

Die „Werte“ der hohen Politik sind nur Werte mit Anführungszeichen

Die hohlen "Werte" der Präsidenten: Wenn Bilder lügen - inszeniertes Bild nach dem Attentat auf Charlie Hebdo in Paris
Die hohlen „Werte“ der Präsidenten: Wenn Bilder lügen – inszeniertes Bild nach dem Attentat auf Charlie Hebdo in Paris

Liberté, fraternité, égalité sagte Obama. Um es verständlicher zu machen, schließlich liegt die französische Revolution schon 226 Jahre zurück, ergänzte der französische Premierminister Manuel Valls: “Freiheit und Menschenrechte”. Genau.

Das Problem ist nur, daß diese behauptete „Gleichheit“ und das Recht alles und jedes vertreten zu können, sofort in eine unauflösbare Krise gerät, wenn mich jemand umbringen will. Fällt das Recht zu töten, auch unter die Freiheit? Vielleicht die Meinungsfreiheit? Ist das einer unserer „absoluten“ Werte, die es in Wirklichkeit ja angeblich gar nicht gibt? Ein Recht auf Töten?

Genau das haben wir mehr oder weniger in allen Staaten vor 40 Jahren tatsächlich erlaubt. Wir töten mehr oder weniger schonungslos, skrupellos, schrankenlos unsere eigenen Kinder. Die Todes(sehn)sucht haben wir in den vergangenen Jahren verstärkt durch die Legalisierung der Euthanasie. Der „sanfte Tod“, der „selbstbestimmte Tod“, der „süße Tod“.

Und jetzt jammern wir, daß irgendwelche islamischen Todessüchtigen noch weitere Tötungsvarianten hinzufügen? Die Spirale der Perversion paßt doch gut zusammen und wir sich nicht entwirren lassen, wenn wir nicht begreifen, ob wir im „Wert“ des Zweifels ersticken wollen oder wirklich wahre und daher absolute Werte haben.

Wir werden uns ernsthaft fragen müssen, ob unsere Werte jene sind, die der amerikanische Journalist Gareth Whittaker in diesen Tagen folgendermaßen beschrieb: Werte sind, „das irdische Leben in tausenderlei Form zu genießen, eine Tasse duftenden Kaffee zu trinken, ein knuspriges, butterbeschmiertes Croissant zu essen, schöne Frauen in kurzen Kleidern zu bewundern, die ungezwungen lächeln, dazu Hunderte Düfte und Gerüche, Parfums, Weine, ofenfrische Bachwaren, und das Recht an keinen Gott glauben zu müssen, flirten zu können, rauchen zu dürfen, Sex außerhalb der Ehe zu genießen, Urlaub zu machen, Bücher zu lesen und gratis die Schule besuchen zu können“.

Wenn der kleine Geist bürgerlicher „Freuden“ mit „Werten“ verwechselt wird

Hat Whittaker recht, ist das alles? Bestehen unsere „Werte“ darin, den neuen Hedonismus der Klein-Mittel- und Großbürger zu verteidigen, den sie – je nach Brieftasche – mehr oder weniger üppig ausleben können? Die kleine, mickrige, manchmal schäbige und verstohlene Genußsucht bürgerlicher Existenzen stellen die „universalen Werte“ dar, für die man leben und sterben sollte? Für die jemand, wir, in den Krieg ziehen sollten? Das ist augenscheinlich zu wenig, weshalb sich jede Begeisterung, den Tarnanzug anzulegen, eine Waffe in die Hand zu nehmen und hinauszuziehen mit der Aussicht getötet oder verstümmelt zu werden, in engen Grenzen halten wird. Gab es da übrigens nicht einmal einen gewissen Herrn Marx, Karl mit Namen, der vor der Blindheit der Universalisierungen warnte, die jede Klasse von sich selbst zu betreiben versuche? Seine bevorzugte Klasse hat sich in die Kleinbürgerlichkeit aufgelöst, doch die Blindheit der Klassen ist geblieben.

Und noch einmal frage ich: Sehr geehrte Präsidenten: Müßten wir dann nicht unsere multikulturellen Freunde, Brüder, jedenfalls per definitionem ohne eigenes Zutun (angeblich) „bessere“ Menschen, von diesen unseren bürgerlichen Freuden und Genüssen überzeugen und ihnen beibringen, daß das, ja das, wahre und einzig absolute Werte sind? Wir sollten die Pariser Banlieues, diese Schmuckstücke und Vorzeigewerke unserer Mulitikulturalität, und die „Banlieues“ der ganzen Welt mit dieser unserer Kleingeistigkeit füllen, dann wäre die Welt ein „Paradies“.

Die Feigheit, eigenes Scheitern einzugestehen

Doch, haben wir nicht genau das schon dauern getan? Und sind wir nicht genau damit gnadenlos gescheitert? Sind die Banlieues nicht undurchdringliche Ghettos geworden? Parallelwelten? Ist es nicht gerade die Leere unseres Hedonismus, der die Banlieues noch häßlicher gemacht hat, als sie ohnehin schon waren?

Die moderne Politik zeichnet sich jedoch durch die Feigheit aus, das eigene Scheitern einzugestehen. Politiker wissen alles und können alles. Sie können jedes Ministerium übernehmen, heute Finanzen, morgen Verteidigung, übermorgen das Äußere.

Es gäbe noch einen anderen Weg, liebe Präsidenten unserer „westlichen“ Staaten (was heißt eigentlich „westlich“, wofür steht heute „westlich“?): Wir könnten darüber nachdenken, ob wir nicht doch Werte, wirkliche Werte haben, solche, die man nicht irgendwie verschämt mit Anführungszeichen schreiben muß. Vielleicht sollten wir geistig den umgekehrten Weg gehen, einen Weg zurück auf der Suche nach dem, was wir offensichtlich irgendwann auf dem Weg verloren haben. Wir könnten uns zunächst vielleicht fragen, woher unsere Menschenrechte kommen, jene Rechte, die wir dauernd im Mund führen, deren Universalität wir aber selbst in den vergangenen Jahr untergraben haben, indem wir neue „Rechte“ hinzufügen und geltende Rechte einschränken wollten. Am „Absoluten“ kann man aber nicht Hand anlegen. Man will Neues gewinnen, riskiert aber, alles zu verlieren.

Das Licht kam schon vor 1789 in die Welt, und wurde aus einer Frau geboren, nicht aus Gewehrläufen

Folgen wir diesem Strang weiter, prüfen wir, woher welcher gute, solide Beitrag kam, dann werden wir irgendwann feststellen, daß es eine Zeit vor 1789 gab, und das, was wir Gutes aus der Revolution behaupten, nicht ex novo vom sichtbaren Himmel gefallen ist. Und vielleicht entdecken wir dann, daß es auch einen unsichtbaren Himmel gibt und daß in die Finsternis der Welt, nicht die Revolutionäre von 1789 das Licht gebracht haben, sondern das Licht, das diese Welt erhellt, vor mehr als 2000 Jahren geboren wurde, wortwörtlich geboren wurde aus einer Frau, nicht aus Gewehrläufen auf irgendwelchen Barrikaden.

Ich will mich auf diesen Gedankenanstoß beschränken. Hinzufügen will ich nur, daß wir auf diesem Weg unausweichlich erkennen müssen und auch tatsächlich erkennen werden, daß wir die Kultur des Todes durch die Kultur des Lebens ersetzen müssen, wenn wir eine Zukunft haben wollen und wenn wir Menschsein wollen, das wahrhaft Humane in uns erkennen und zu Geltung bringen wollen.

Wir werden uns mit unseren Wurzeln beschäftigen müssen. Jenen, von denen wir glaubten, uns den Luxus leisten zu können, uns abzukoppeln, weil, ja weil wir ja nun Geld haben und uns das, was wir wollen, kaufen können. Kaufen? Kaufen kann man Materielles, viel davon. Alles was wirklich zählt können wir aber nicht kaufen.

Wir werden also unsere griechischen und römischen Wurzeln wieder freilegen müssen, vor allem aber unsere christlichen Wurzeln, die wir – die Sie, verehrte Präsidenten – so sehr bekämpft und behindert haben. Wir werden unseren Blickwinkel revidieren, skeptisches Getue und unseren Hang zum scheinheiligen Zweifel hinterfragen müssen.

Wir werden wieder Ausschau halten müssen nach der Wahrheit. Wenn wir sie nicht ganz erkennen, dann liegt das nicht an der Wahrheit oder gar an Willkür, sondern an unserer Begrenztheit. Wahrscheinlich wäre es schon eine Hilfe, würden wir dem Gedanken des amerikanischen Philosophen Peirce folgen, der sinngemäß meinte: Tun wir nicht so, als würden wir in der Philosophie (der Pädagogik, der Kunst, der Politik) über das zweifeln, über das unser Herz nicht zweifelt“.

John Lennons Imagine-Text ist der Lug und Trug des Irrweges

Nehmen wir das Lied Imagine von John Lennon,, das jemand nach den Attentaten in Paris meinte, spielen zu müssen. Nehmen wir die Melodie als bloße Unterhaltung, aber hören wir nicht auf den Text. Mehr noch, kippen wir ihn nach den Pariser Attentaten endgültig auf die Müllhalde der verirrten Wege, denn wenn Imagine für etwas steht, dann für den tödlich gescheiterten hedonistischen Relativismus.

Eintreten, verteidigen und notfalls auch kämpfen und sterben kann man nur für Werte, die man großschreibt und bei denen man eine gewisse Ehrfurcht empfindet. Das, wofür man kämpft, muß sich lohnen. Was aber lohnt sich mehr, als die Wahrheit?

Geben wir die leeren Phrasen und Parolen auf und füllen unsere Gedanken und Worte mit lohnenswerten Inhalten, wahren und daher ewigen Inhalten. Richten wir die Kultur des Lebens wieder auf, erfüllen wir unsere Leben mit Leben, authentischem Leben, dann werden die jungen Menschen von Bataclan nicht umsonst gestorben sein. Bisher sind sie es, solange sie, geehrte Präsidenten, sie mit nichtssagenden Worthülsen jeden Tag neu erschlagen.

Die Wahrheit ist eine Person, sie wurde vor 2000 Jahren geboren und brachte das Licht in eine dunkle Welt. Viele arbeiten daran, dieses Licht auszulöschen, Sie haben auch schon Hand angelegt. Schützen Sie dieses Licht, damit es wieder hell wird in dieser Welt, wirklich hell, nicht nur die billige Helligkeit, die wir in unserem bürgerlichen Dasein uns durch das pünktliche Bezahlen der Stromrechnung leisten.

Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana/Wikicommons

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66 Comments

  1. Die Frage ist berechtigt : Welche “ Werte “ Herr Präsident Hollande wollen sie verteidigen ?
    Es sind Immer die gleiche Rituale der Staatsmänner mit ihren Sonntagsreden und Trauermienen.
    Gerade Hollande der sich besonders für den laizistischen Staat und den unchristlichen Gesetzen,
    verschrieben hat, spricht von Werten. Ganz Europa hat seine Werte, die nur christlich sein können, schon lange verloren. Durch Homo-Bewegung, Kreuzverbote und Huldigung der Gender-Ideolo-
    gie, zeigt sich hier ein gottloser Staat in seiner ganzen Dekadenz. So ist es eigentlich nicht ver-
    wunderlich, wenn diabolische Kräfte in Form von Terroristen, diesen Staat angreifen.

    • tja, jetzt ist für den vertrottelten Hollande seine persönliche Freiheit, nachts mit dem Moped ohne Vollkaskohelm zu seiner Geliebten tuckern zu können wohl endgültig vorbei! Toujours l‘amour ist den Franzmännern natürlich schwerlich auszutreiben, eine Mätresse ist den Franzosen auch keinen Aufreger wert…

      Aber es gibt Werte in Frankreich, die für Hollande echt bedrohlich sind: Marine Le Pen plädiert ganz offenherzig dafür. Neulich seh ich ein Interview mit ihrer bildhübschen und blitzgescheiten Nichte (YouTube: Entretien Radio Courtoisie-Salon Beige : Marion Maréchal Le Pen) und hab gedacht, mich hauts vom Sockel: spricht die doch u.a. tatsächlich von der Sakramentalität der Ehe und echten Werten, mit einer Selbstverständlichkeit und jugendlichen Lockerheit, die erfrischend hoffnungsvoll stimmt. Sie vertritt die junge Anti-68er-Generation, ist Abgeordnete im Vaucluse.
      Wenn es in Frankreich so weiter geht heißt die neue Präsidentin Le Pen, und dann wärs das mit Europa gewesen, und das fürchtet Hollande mehr als der Teufel das Weihwasser. Deshalb die inszenierte Terrorgeschichte und der zurecht völlig unglaubwürdige Werte-PR-Feldzug.
      Den Geld“werten“ Vorteil darf man natürlich auch nicht außer acht lassen: der neue Kriegsbomber will ja schließlich auch zum Einsatz kommen….

    • und bitte diesmal nur nicht die homobewegung, aber auch die Abtreibungslobby und die Euthanasielobby ….. Dann sind sie richtig Katholisch, keusch usw…..

      • Arnold Arnstadt @ Was soll die Bemerkung :…sind sie richtig Katholisch,
        keusch usw… ? Der Kommentar von Smaragd zeigt einiges auf, was faul ist
        im laizistischen Staate Frankreich mit seinem Hollande.
        Sie sollten nicht überheblich sein.

      • Falls zutrifft, dass Präsident Hollande die Armen privat „Zahnlose“ nennt bzw. genannt hat, ist das trotz aller „Werte“, die er beschwört, ziemlich grenzwertig, oder?
        Es zeugt von einem ungeheuren Hochmut und einer Unsensibilität, die seinesgleichen sucht.
        Wie gesagt – falls stimmt, was seine Ex-Lebensgefährtin Valérie Trieweiler da ausplauderte.

  2. Ein ehemaliger Karikaturist von „Charlie Hebdo“ – Joann Sfar – hat nach den Attentaten in Paris u.a. eine Zeichnung auf seiner Instagram-Seite und Facebook-Seite veröffentlicht mit diesem Text:
    -

    „Freunde aus aller Welt, Danke, dass ihr für Paris betet (#PrayForParis), aber wir brauchen nicht mehr Religion! Wir glauben an Musik! Küsse! Leben! Champagner und Freude! Paris steht für Leben (#ParisIsAboutLife)

    -

    Das Diffarmieren auch des christlichen Glaubens als „Friedensstörer“ ist offensichtlich.
    Dass mit dem „Gebet“ vielleicht auch das früchtelose Sammelsurium von religiösen Irrlehren und falschen Ideologien gemeint sein könnte, lassen wir mal beiseite.

    Vielmehr ist die hinter diesem Text stehende Botschaft aber einmal mehr ein „Nein“ zu Gnade und Erlösung….zur Ewigen Wahrheit Jesus Christus.
    Denn alleine darauf zielt sie ab.
    Der „Glaube“ an menschliche Verstocktheit und Unbussfertigkeit als „Trauerbewältigung“
    und „Friedensbotschaft“. Hedonismus als „Einstiegswert“ in die düstere Welt der Todeskult-“Werte“. Die musikalischen Gurus dieses „Glaubens“ reichen von John Lennon bis „Madonna“.
    Die Agonie der in eine christuslose Nacht gefallenen Gesellschaften nimmt ihren Lauf….mit dem ebenso wertefinsteren Islam als „Sterbebegleiter“ !

    Der Begriff „Werte“ wurzelt in der französischen wahrheitshassenden Revolution und ihrer „Freiheit Gleichheit, Brüderlichkeit“ Parole. Heute weiter verfeinert wie schon erwähnt im seelenaustrochnenden Hedonismus, der in den Kult des Todes mündet.
    Die Bezeichnung „Werte“ ist kein Begriff der kirchlichen Glaubensverkündigung, auch wenn dies heute – in „politisch korrekter Weltoffenheit“ – oft so vermittelt wird.

    Die sog. „Werte“ sind menschengedachte und -gemachte Werkzeuge gegen das Königtum Christi.
    Sie stehen für die menschliche Hybris .
    Bei der Trauerfeier in der Kathedrale von Notre Dame in Paris drängelten sich denn auch die Vertreter genau jener „Werte“ !!!! Und dann wundern sie sich, dass der so gesuchte „Friede“ vielmehr in einen Weltenbrand münden wird !

    Pater Wallner von Heiligenkreuz bringt es auf den Punkt:
    -

    „Unter ‚Werten‘ versteht man dabei
    einen orientierungslosen Tolerantismus, der hedonistisch, identitätsvergessen und daher schwach ist.
    Das einzig ‚Starke‘ an diesen sogenannten ‚Werten‘ sind oft nur die antichristlichen Ressentiments.
    DIESE Werte will ich nicht verteidigt wissen.
    Sie gehören schleunigst ersetzt durch ein echt christliches Welt- und Menschenbild, das eben deshalb liebevoll offen ist, weil es auch Maßstäbe hat, um Identität zu bilden und Normen zu setzen.
    Eine Beschwörung von genau jenen ‚Werten‘, die der eigentliche Grund für diese ungeheure Destabilisierung Europas sind, ist das, was uns am allerwenigsten in eine friedliche Zukunft hilft.“
    -

  3. Der Verfassungspatriotismus und sein Rechtspositivismus kann niemals den mohammedanischen Wahn bezwingen. Seine Proponenten wissen mittlerweile gar nicht mehr welchen Wahnsinn sie unter diese „Werte“ subsummieren zu gedenken und sind sich selber oft gar nicht mehr einig.
    Den „isalmischen Extremismus“ oder den „daesh“ (wie die Obrikeit nun vermehrt den IS zu nennen pflegt, weil sie die mohammedanische Scheindistanzierung vom IS übernimmt um ja nicht irgendwie „den Islam“ mit dem Terror in Verbindung zu bringen) versuchen sie gänzlich materiell zu verstehen. Alles wird auf angebliche „Chancen-, Perspektivenlosigkeit“ und angeblichen „Benachteiligungen“ der eingewanderten und fatalerweise eingebürgerten Fremdlinge rückgeführt. Obwohl dieser Pest nur geistig-kulturell, in einem im konkreten Fall in der Tat richtigen und massiven Kulturkampf zu begegnen wäre. Dafür fehlt es aber am Fundament da der moderne pluralistisch liberal-egalitätere Verfassungsstaat auf Sand baut und überhaupt keine „Werte“ garantieren kann außer seine Beliebigkeit und somit von diesen Fremdländern und ihrer morgendländischen Teufelsreligion mit Leichtigkeit hinweggefegt wird.
    Die Inszenierungen des republikan. Frankreich und das reaktivierte republikanische Symbolsystem um „Entschloßenheit“ zu manifestieren entlarven ebenso wie die banalen säkularen Trauerbewältigungsmechanismen wie „Je suis Paris“, Kerzleinzündeln und Malen von Herzchen am Trottoir oder TRicolore-Lichtspielen die finale Krisis der ohnehin nur noch rudimentär vorhandenen abendländischen Kultur, gegen welche eben von Präs. Hollandes jakobinischen Vorvätern von 1789 angestürmt wurde.
    Derweil tingeln „Dschihadisten“ kreuz und quer durch Europa über die angebl. als positiver Wert empfundenen „offenen Grenzen“, sprengen sich mohammedanische Terror-Hexen im Zentrum von St. Denis, dieser einst so edlen Stadt und Nekropolis von Frankreichs allerchristlichen Königen, in die Luft, „Terrorismusexperten“ erklären „wir müssen mit dem Terror leben lernen“, „Waffengesetze“ sollen nach angedachtem Brüsseler Diktat „verschärft“ werden d.h. der Bürger darf sich nicht einmal angesichts des Totalversagens der Obrigkeit mehr selbst verteidigen, sodaß nur dann mehr die mohamedannischen Bandenkriminellen und ihre balkanischischen Handlanger über Waffen verfügen werden, „Islamexperten“ beschwichtigen und denunzieren die Mehrheitsgesellschaft und machen diese „mitverantwortlich“ weil sie den Fremdstämmigen angebl. nicht „offen“ genug begegne.
    „Lösungen“ werden von den bonhomme-Ideologen freilich auch aufgeboten: „mehr Bildung“ d.h. das Bildungsniveau soll zugunsten der morgenländischen Fellachen auf noch tieferes Niveau gedrückt werden, daß dann jeder Debile irgendeinen „Abschluß“ vorweisen kann, auch sollen „Ghettobildungen vermieden werden“ d.h. es soll kein Ort und Platz mehr verschont bleiben von den multikulturellen Experimenten, überall soll die eingeschleppte orientalische Anarchie toben und wüten.

  4. Mit diesen Attentaten mitten in Paris sollte Frankreich getroffen werden, aber nicht das Frankreich des Francois Hollande oder des Hedonismus.
    Es hätte auch anstatt der Anhänger satanischer Gewalt“musik“ usw. auch eine vollbesetzte Kirche treffen können, wenn man bedenkt, was den Christen in den islamischen Ländern in den letzten Jahren und eigentlich seit jeher von Moslems widerfahren ist.

    Wenn Präsident Hollande nunmehr von „Werten“ spricht, so zeigt das, daß solche tatsächlich existieren; bzw. er kann „Werte“ nicht ganz ableugnen. Er kann als Franzose nicht ableugnen, daß Frankreich aufgrund der Taufe des Frankenkönigs Chlodwig in Reims (erst) Frankreich ist. Und weil die Moslems spüren oder wissen, daß Frankreich vom Grunde her christlich ist, greifen sie es an.

    Man soll sich von den anti-christlichen Medien m.Er. nicht erzählen lassen, daß diese Attentäter, deren islamische Identität man zu verschweigen sucht wie es nur geht, den Hedonismus, die westliche Lebensweise oder so angreifen würden. Denn im Islam hat das Böse seit jeher seine Wohnstatt.

    Ich habe die Befürchtung, daß der „Kampf“ gegen Daech (wie es genannt wird) ausufern wird im dann wirklichen Kampf gegen die Kirche, die Christen. Der westliche, freimaurerische Kampf gegen den „Islamischen Staat“ ist unehrlich und auch bewußt nicht wirksam wie all die Scheinangriffe der US-Luftwaffe auf IS-Stellungen gezeigt haben. Es geht letztlich und eigentlich gegen die Kirche, gegen Jesus Christus. Das ist der Kampf von Obama und von Hollande.

    • Von den Laizisten, Agnostikern, Atheisten, „Christen“ des Amtskirchentums usw. wird das Wüten islamischer Terroristen nur allzu gern dazu instrumentalisiert, um „christliche Fundamentalisten“ mit diesen Massenmördern gleichzusetzen. Selbst der islamische Terror auf allen Kontinenten bewirkt bei den satanisch Degenerierten des Westens keinerlei Einsicht.

      • Sehr geehrter Chlodwig@
        Ich kann Ihnen 100% zustimmen! Sie haben die ganze Sache genau auf dem Punkt gebracht. Danke.

    • Geehrter @Franzel,
      Sie haben es tatsächlich erkannt.
      Der von Ihnen beschriebene Angriff auf eine vollbesetzte Kirche ist jedoch keine Hypothese, sondern hat schon tatsächlich stattgefunden:
      In Mai 2015, nach dem Attentat in dem Thalyszug Brüssel-Paris, hat ein islamischer Terrorist sonntags einen Anschlag auf die volle Pariser Kirche Saint-Sulpice ( Südseite der Seine, Quartier Universitaire (Sorbonne) ausführen wollen.
      Das SPriesterseminar v. St.-Sulpice war Jahrhunderte lang die Kaderschmiede des französischen sekulären Klerus; die Kirche St.-Sulpice ist stets sehr gut besucht und hat den Ruf nicht sehr modern zu sein.
      Beim Laufen zu der Kirche hat der Täter sich mit dem in den Trainingshosen am Bein versteckten Kalaschnikow versehentlich in den eigenen Fuß geschossen, wobei er in stärksten schmerzen die Notfallrettung alarmierte und abgeführt wurde.
      Der weitere Verlauf dieses Falles wurde dann nicht mehr berichtet (fragliche Fußamputation, terroristisches Umfeld des Täters usw.)

      Nebenher: bei der Aktion am 17.11.2015 wurde auch mit einer stumpfen Axt eine Seitentür der Kathedrale durch die Polizei eingeschlagen und eine große Zerstörung angerichtet, nur um einige Scharfschützen auf dem Turm postieren zu können.
      Offensichtlich wollte man nicht einmal den Mesner alarmieren.
      Vertuschung und Totschweigen von kriminelen Taten und Zuständen einerseits, Ablenken von schuldigen Versäumnissen des Staates und der Regierung, und anderseits offene Verfolgung von christlichen Ideen und von aufrichtigen Gläubigen:
      ein junger Mann wurde wegen Protest bei den Demonstrationen für die familie verhaftet und sofort zu 3 Monaten Gefängnis effektiv verurteilt, die friedlicheVeilleurs wurden beim Lesen in der Bibel und in dem Katechismus aufgepackt, aber Terrorosten wurden noch nach dem Attentat bei Kontrollen gesehen und frei laufen gelassen.

      • Danke sehr geehrter @Adrien Antoine. Das war mir so alles nicht bekannt. Bekannt war mir, daß es Verhaftungen von friedlichen Demonstranten gab, die für den Bestand der wahren Ehe und Familie auf die Straße gehen mußten.

        Ja, man kann sich all diese Vorgänge vom 13.11. viele Gedanken machen. Der Hedonismus wurde da eigentlich nicht getroffen, wenns auch so aussehen mag. Es war ein Angriff, meine ich, gegen die Ideale des republikanischen Staates. Und die sind nicht so anti-christlich wie es manchmal gesehen wird. Daß dieser Umsturz der Monarchie 1789 im Namen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in Terror ausartete, kann das teilweise Positive dieser Losungen nicht ganz verdrängen würde ich sagen.

      • Es handelte sich nicht um die Kathedrale sondern um die Kirche Saint-Denis-de-l‘Estrée (neogotischer Bau aus dem XIX. Jahrhundert).
        Bis heute bleibt unklar warum die Sicherheitskräfte das Seitenportal aufbrachen. Jedoch ist nicht unbekannt, daß Mohammedaner in stillstehende Kirchen, derer es in FR. mittlerweile leider viele gibt, einbrechen.
        Die betreffende Kirche wird aber für den Kultus noch genutzt und hat sogar noch einen curé.

      • Sehr Hochehrwürdiger Herr @J.G. Ratkaj,

        Sie haben recht:
        es ist tatsächlich die neugotische , von Viollet-le-Duc gebaute Kirche Saint-Denys-de l‘Estrée, die zu dem Pfarreiverband Saint-Denis gehört.
        Wie der Pfarrer Jean Jannin ironisch sagte (Le Figaro), wäre dies „ein Kollateralschaden“.
        Das Gerücht ging mittwochs 18.11.2015 herum, daß sich ein Terrorist in dem Glockenturm versteckt hatte; ziemlich amateuristisch und unter den Augen einer großen Volksmenge und gefilmt von vielen Journalisten wurde dann die Seitentür aufgehackt und gestürmt (mit am Ende ein Schrfschütze auf dem Glockenturm).
        Die Nerven liegen blank bei der französischen Polizei und die alte antikatholische Reflexe werden dann bei dem Tohuwabohu unter Hollande immer wieder lebendig.
        (gute Filmbilder und Videos bei Le Figaro und auf http://www.kavlaanderen.blogspot.be)

  5. Sehr guter, weil glaeubiger Beitrag.
    Man kann das Geschwaetz dieser Hohlkoepfe nicht mehr ertragen.
    Was sind Politiker ?
    Popanze des Zeitgeistes, die wegen eines Mehrheitsentscheides auf Zeit an die Macht gekommen sind.
    In dieser Zeit veruschen sie das Maximale fuer SICH herauszuholen.
    Da sie nur nach dem Prinzip „Mehrheit ist Wahrheit “ agieren, ist die Berufung auf Werte ein dummes Geschwaetz und mehr nicht.
    Denn wenn sich die „Werte“ aendern, oder Mehrheiten etwas voellig anderes fordern, wer ist als erster dabei die „gestrigen Werte“ anzupassen ?
    Natuerlich Politiker.
    Die Feinde Europas haben das erkannt und fallen mehr oder weniger gewalttaetig ueber uns her, diese laecherliche Ansammlung von „Moechtegern-Machtmenschen“ auf dem Foto unten ist so abstossend wie irgendwas !
    Europa ist vorbei, mal sehen was jetzt kommt, auf jeden Fall nichts Gutes, das ist sicher.

  6. Der beste Artikel, den ich in den letzten Monaten im Netz gelesen habe! Ich selber kann das Betroffenheits-Gesülze
    der Politiker und den GLEICHGESCHALTETEN „Wertediskurs“, der einem aus allen Medien entgegendröhnt, nicht mehr lesen und hören.Ich bin auch deshalb AfD-Mitglied geworden und engagiere mich dort im Arbeitskreis CHRISTEN IN DER AFD, um dieser LÜGENPRESSE etwas entgegen zu setzen.

      • Wie wär´s, die christliche Unterwanderung des Arbeitskreises „Homosexuelle in der AfD“, vielleicht sind sie ja nur homosexuell und leben nicht homosexuell?

        Wenn wir auf die Partei warten wollen, die zu 100% unser katholisches Leben abbildet, dann können wir lange warten.
        Wir müssen die Partei wählen, die die wichtigsten unserer Positionen vertritt, uns dann dort engagieren und uns einbringen.

        Besser Homosexuelle in der AfD, denn wir wirklichen Katholiken sind nun mal eine Minderheit und gegen Abtreibung, gegen Genderwahn, gegen EURO als keine Homosexuellen und im Islam.

  7. Welche Werte denn?
    Die Werte hat man auch in Deutschland Stück für Stück abgeschafft. Auf Grund falsch verstandener Toleranz und unter dem Eindruck der ständig präsenten Nazikeule. Da wurden Floskeln benützt, wie „niemanden ausgrenzen“ und „auf Augenhöhe“. Durch die grundgesetzwidrige Weisung „Jeden aufzunehmen – Ohne Obergrenze“ ist unser Land vollends zum Fußabtreter geworden. Nur noch ältere Christen erinnern sich daran, dass dieses Land einmal Werte besaß und auf sich und seine Werte stolz war. Ein bayrischer SPD‘ler hat sich zu der Bemerkung verstiegen (Münchner Merkur vom 20.11.2015 S. 11), kein Christ dürfe Werte wie Ehe und Familie hochhalten, der den Familiennachzug für Flüchtlinge in Frage setze.
    Manchmal fragt man sich da, für was und wen wir das Land eigentlich noch verteidigen sollten.

    • Am besten Familiennachzug von Zweit-, Dritt- und Viertfrau samt der bemitleidenswerten Kinder. Das hat natürlich rein gar nichts mit der Plünderung unserer Sozialsystem durch Mohammedaner zu tun.

    • Ich kann keine Familien erkennen, die irgendwie zusammengeführt werden sollten.

      Es gibt verantwortungslose, hedonistische „Eltern“, die ihre Kinder allein als „unbegleitete Flüchtlinge“ ggf. unter Lebensgefahr in Deutschland eindringen lassen. Hier wäre es für Deutschland und die Kinder besser, diese perversen „Eltern“ nicht zur weiteren Zerstörung ihrer Kinder eindringen zu lassen. Es gibt hier keine Familien im christlichen Sinne.

      Es gibt verantwortungslose, hedonistische Männer, die ihre Frauen und Kinder in Kriegsgebieten verlassen, nur für sich selbst eine Schwimmweste besorgen oder für neue Zähne das Leben von Frau und Kinder aufs Spiel setzen. Auch hier gibt es keine Familien im christlichen Sinn.

      Im Islam gibt es überhaupt keine Familien, die Ehepartner berauben sich selbst der ehelichen Liebe, das sind fast alles Zwangsehen, die Frauen müssen als Sklaven leben, Gewalt, Vergewaltigung, Kriminalität und Missbrauch der Kinder herrschen in den Groß“familien“. Ich habe mich oft gewundert, dass bei Verkehrsunfällen mit muslimischen Kindern, zig Verwandte den Rettungssanitätern den Zugang verweigern, bis ich neulich las, dass lt. Islam eine Frau, der drei Kinder unter 10 Jahren gestorben sind, „garantiert in den Allah-Himmel kommen.“
      Ein Somali sagte im Interview, er wolle seine Frau und Kinder nicht nachkommen lassen, weil er ihnen das Leben unter Ungläubigen nicht zumuten wolle.

  8. Der 13. November 2015 könnte geschichtsmächtig werden: der Anfang vom Ende des Islam. Es war ein offener Angriff auf Frankreich. Wenn Präsident Hollande und alle möglichen Politiker und Zeitgenossen sagen, daß die republikanischen „Werte“ der frz. Revolution getroffen wurden, dann stimmt das, egal wer da jetzt getötet oder verletzt worden ist: von Fußballfans über Restaurantbesucher bis zu Besuchern dieses schlimmen Rockbandkonzerts.

    Das Ganze zeigt, daß der Islam (durch die Moslems selbst) in das politische republikanische Frankreich nicht integrierbar ist, selbst wenn das bei uns von den Medien und Politikern abgestritten wird. Und da sollte man sich als Christ nicht von Atheisten die Butter vom Brot nehmen lassen: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sind auf dem Humus christlichen Lebens und christlicher Überzeugungen gewachsen. Die anti-kirchlichen Laizisten haben weniger Recht, diese Losungen für sich zu beanspruchen.

    Die Bomben auf IS-Stellungen in Syrien von französischen Flugzeugen sind republikanische Bomben. Es wächst offenkundig die Einsicht bei der politischen Klasse Frankreichs, daß der Islam undemokratisch ist verbunden mit der Bereitschaft, ihn militärisch zu vernichten und zu überwinden. Das gilt aber nicht nur für ISIS, sondern für alle Islam-Länder.

    Die Aufgabe von Christen besteht m.Er. vermehrt darin, zu beten, daß dieser Kampf nicht ausufert zu einem Weltkrieg und mitzuhelfen (wer sonst?), daß sowohl die Moslems wie westliche Laizisten den Weg zu Christus finden und einschlagen.

    • Am 14. November lief die Frist ab von der Ban Ki Moon bei seinem Papstbesuch dieses Jahr im April sprach! Der 13. November war eine deutliche Absage am letztmöglichen Einsendetag, ein Tag vor Fristende, bezüglich einer Einigung, damit ist der Traum der Weltordnung geplatzt und die Welt versinkt jetzt im Krieg, der Fehdehandschuh wurde geworfen.

  9. @Chlodwig: es gilt abzuwägen: bleib ich bei der reinen Lehre und engagiere mich nur in christlichen KLEINST-Parteien (PBC,CM usw),die keinerlei Chanchen auf realen politischen Einfluss haben, oder begreife ich Politik als KUNST DES MÖGLICHEN und engagiere mich dort, wo ich noch am ehesten etwas im Katholischen Sinn bewegen kann. Und das ist bestimmt nicht die CDU/CSU …

    Ich bin da genauso PRAGMATIKER wie bezüglich der ALTEN MESSE. Ich besuche jede mir erreichbare, nicht nur die wenigen von SEDISVAKANTISTEN zelebrierten. Mit 60 darf man pragmatisch sein …

  10. Die Folgen der Aufklärung zeigen sich heute in brutaler Deutlichkeit. Der Anspruch, den Menschen aus den „Fesseln der Naturbestimmung“ befreien zu wollen, blieb das leere Postulat eines Irrationalismus, der sich sukzessive verabsolutierte und heute zur totalen Blindheit der Vernunft geführt hat. Der Schlachtruf der Französischen Revolution „Liberté, égalité, fraternité“ hat sich in der Lebenspraxis der Menschen längst in sein Gegenteil verkehrt. Zu keiner Zeit war der Mensch so extrem Sachzwängen unterworfen, wie heute, und die Kluft zwischen den Lebensverhältnissen der Menschen in der Welt war noch nie so groß, wie in heutiger Zeit. Statt Wahrheit setzte der Geist der Revolution das Traumbild einer imaginierten Welt, die man bis auf den heutigen Tag vorgibt, verwirklichen zu wollen. So transzendiert das emanzipatorische Denken Wahrheit ins Abstrakte, in sogenannte Werte, die ihrer realen Verwirklichung harren. Der Anspruch, diese nie erreichten „Werte“ zu behaupten, reicht dann als moralische Rechtfertigung aus. Zukunft wird so zur monoton perpetuierten Beschwörungsformel, mit der man das geistige Elend des Heute zu verdecken sucht. Je hohler das moralische Empfinden, desto ostentativer ist die Rede von „Werten“, die man konkret nicht einmal ansatzweise zu benennen vermag. Werte zu haben, ist der Wert, so die Grundformel des emanzipatorischen Denkens, mögen diese auch im Relativismus restlos aufgehen. So wird die „Furie des Verschwindens“ zum bestimmenden Grundaxiom einer Vernunft, die sich von Wahrheit selbst emanzipiert hat. Im Irrationalismus unserer Tage wird nicht einmal mehr die Frage aufgeworfen, was man sich denn unter wahrheitslosen Werten vorzustellen habe. Der von der Aneinanderreihung bloßer Abstraktionen müde gewordene Geist der Moderne begnügt sich statt dessen damit, eine leere Hoffnung festzuhalten, die nichts bedeutet. Der Fall des Menschen in der Moderne hat dazu geführt, dass er in gebeugter Haltung nur noch zu blinzeln vermag. Die Französische Revolution hat uns nicht von Fesseln befreit, sondern in die selbstverschuldete Unmündigkeit eines Säkularismus, der als höchste Menschheitsleistung das Nichts postuliert, gestürzt. Wo aber der Nihilismus sein Werk verrichtet hat, da herrscht verbrannte Erde.

  11. Sehr geehrter @Suarez: Sie sagen viele Wahrheiten in unnachahmlicher Weise.

    Was dieser Umsturz in Frankreich von 1789 angeht, so war er ja tatsächlich das Ergebnis der Weigerung des großen Sonnenkönigs, sich dem Heiligsten Herzen Jesu zu weihen. Der Herr Jesus selbst wolte das und beauftragte damit die hl. Margaretha Maria Alacoque. Das heißt: der Monarch, der eigentlich Christus dienen sollte- wie es immer grundsätzlich war- hatte selbst die Axt an das christliche Königtum gelegt. Hätte sich König Ludwig XIV. bekehrt und christlich regiert wie er es sollte, hätte keine „Aufklärung“ und kein Nihilismus wie verbreitet bei Intellektuellen auch immer, diese dann christliche Monarchie zu Fall bringen können. Die Monarchie war ein faules Ei geworden und da war es kein Wunder, wenn auch das „Volk“, die kleinen und treuen Menschen, irgendwann nicht mehr alle mitspielen wollten und konnten. War das „Angebot“ des Herrn und Erlösers nicht vielleicht eine Reaktion auf die falschen aufklärerischen und säkularistischen Bestrebungen in Frankreich?

    Diese Losungen der „Revolution“ von 1789 sind durchaus auf christlichem Grund und Boden entstanden und trotz aller ständiger Mißinterpretationen der geistige Grund der Republik. Das muß ein französischer Katholik akzeptieren trotz aller Nöte. Aber der Herr hat den Seinen auch kein leichtes Leben versprochen, denn sie oder wir sollen ja das Salz der Erde sein in allen möglichen geschichtlichen Situationen und Herrschaftsformen.
    Ich würde sagen: solange es keine hinreichenden, überzeugenden Veranlassungen für eine Wiedereinführung eines christlichen Königtums gibt, müssen wir „notgedrungen“ in einem republikanischen Staatswesen leben. Da ist ja gerade auch immer die Mitarbeit von Christen gefordert, um diesen Staat so weit wie möglich zu verchristlichen.

    In der Kirche kann man gegebenenfalls sagen: „die da oben“, weil die Kirche hierarchisch strukturiert sein muß. Im weltlichen Leben, als politisches Wesen in der Republik, muß der Christ selbst Verantwortung mitübernehmen.

  12. Westliche Werte ? „Ethik oder Etat – sind unsere Werte nur Börsenwerte ?“: https://www.youtube.com/user/wwwKenFMde —– Zitat: „Für den Markt hat nur Wert, was man zu Cash machen kann, was Profite verspricht, und da ist beispielsweise Ethik kein Produkt, mit dem man handeln könnte. Ethik lässt sich auf dem Markt weder kaufen noch verkaufen, und so hat sich der moderne Mensch im Kapitalismus gefälligst zu entscheiden! Ethik oder Etat?“ —- Ich sehe da ganz schwarz, was irgendwelche „Werte“ angeht, die man hier verteidigen könnte….

  13. Das ist doch ultramontaner Agitprop und Quatsch. Louis XIV. hat deswegen keine Weihung vornehmen können, da bereits 1630 sein Vater das Königreich, sich und seine Nachfolger Gott und Unser Lieben Frau geweiht hat. Der abbé René Laurentin (1917-), einer der renommiertesten Mariologen unserer Tage, hat dieser Weihe eigens ein Buch gewidmet und berdedt dargelegt warum Louis XIV. nicht einfach neue Weihungen vornehmen konnte, wenn dies bereits sein Vater tat.
    René Laurentin, Le voeu de Louis XIII. Passé ou avenir de la France, Paris 2004.
    und zuletzt ausführlich behandelt auch in:
    Alexandre Maral, Le Roi-Soleil et Dieu. Essai sur la religion de Louis XIV, Paris 2012.

    • Im übrigen hat die „Verehrung des Heiligsten Herzen Jesu“ 1689 bis auf sinistre Jesuitenzirkel kirchlich überhaupt keine Grundlage gehabt. Sie wurde von Rom auch mit Skepsis betrachtet und überhaupt relativ spät erst zugelassen.
      Es wäre vollkommen inopportun gewesen hätte der König diese Weihung vorgenommen. Er tat gut daran dies zu unterlassen überhaupt wenn sein Vater bereits eine authentische Weihung vornahm. Man kann das nicht x-mal wiederholen bzw. ist es nur folgerichtig überhaupt keine Weihung zu einem neuen Kult vorzunehmen, welcher damals gar keine kirchliche Anerkennung gehabt hat. Alacoque wurde auch sehr spät beatifiziert bzw. kanonisiert das sollte man nicht unterschlagen.

      • Ihre Ausführungen sind wie Immer eine Offenbarung, werter J.G.Ratkaj, vorallem Ihr obiger Beitrag ist die beste Analyse in dieser absurden Diskussion über die sog. „Werte“ dieser pluralistischen offenen Gesellschaft in der niemand mehr ganz dicht im Kopfe ist. Was Sie über die Herz Jesu Verehrung ausführten ist ganz richtig. Louis XIV. würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er sein Frankreich sieht. Doch er kann sich nicht mehr im Grabe herumdrehen, denn dies haben die Horden der Revolution, in eben diesem Stadtteil St. Denis wo die Terroristen saßen, im Jahre 1793 zerstört und seinen Leichnam geschändet. Eine weitere Weihe Frankreichs mußte Louis XIV. nicht mehr vornehmen, denn die Weihe seines Vaters genügte vollkommen, denn auch die Weihe Bayerns durch Kurfürst Maximilian I. um die gleiche Zeit wurde ja auch nicht ständig durch dessen Nachfolger erneuert.
        Louis XIV. den Ich immer bewunderte, hatte ohnehin in seiner Regentschaft mit allerlei ketzerischen Strömungen, wie den Jansenismus zu kämpfen, den er aber mit der Zerstörung des Zentrums Port Royal, 1709 radikal vernichtete.

      • Hier kann ich Ihnenn jeodch nicht ganz zustimmen, @ J.G. Ratkaj, denn die Herz-Jesu-Verehrung war auch lange vor Maria Margarete Alacoque schon bekannt.
        Nicht in der spezifischen Form, die sie später annahm, aber substanziell wohl doch genau so.
        Gertrud die Große pflegte sie, und sie ist in der mittelalterlichen Volksfrömmigkeit bekannt und das Herz Jesu wird auf frühneuzeitlichen Bildern auch schon dargestellt, meist eben im Zusammenhang mit den Wunden Christi, aber eben als dieses flammende Herz, das als Gefäß dargestellt wird, aus dem das Blut Christi für uns austritt.

        Clemens XIII. führte das Herz-Jesu-Fest als liturgisches Fest für alle Bistümer ein, die es feiern wollten. Das 1756. Von „zögerlich“ kann da an sich keine Rede sein… die Mühlen der Kirche mahlten bei den guten Dingen doch immer langsam… Eine erste liturgische Herz-Jesu-Feier geschah mit Erlaubnis des Bischofs 1672 in Rennes. Vor Alacoque also.

        Kritik an der Herz-Jesu-Verehrung kam dagegen von den Jansenisten. Und das ist für mich sehr wohl Grund, mir deren „Mäkeleien“ nicht zu eigen zu machen. Paul VI. verteidigte die Verehrung ausdrücklich gegen sie!

        Es stimmt, dass die Jesuiten sie stark beförderten, weil das beim Volk „zog“. Und es stimmt auch, dass sie, als die SJ aufgehoben wurde, auch die Herz-Jesu-Verherung zeitweise verboten wurde.

        Allerdings hat auch Leo XIII. sie gepflegt, und unter seinem Pontifikat wurde die herz-Jesu-Litanei approbiert, und er war es, der die gnaze Welt dem heiligsten Herzen Jesu weihte.

        Ludwig XIII. hatte meines Wissens Frankreich 1638 durch die Hände der allerseligsten Jungfrau Gott geweiht.

        Die Vision Alacoques für Ludwig XIV. waren also keineswegs „gleich danach schon wieder“.
        Es lagen mehr als 50 Jahre dazwischen!

        Was hätte denn gegen eine Weihe sprechen sollen?

      • Eine Wiederholung von Weihen ist doch nichts Anstößiges – denn die jeweiligen Weltweihen der Päpste an das heiligste Herz Jesu bzw. das unbefleckte herz Mariens haben auch keine größeren Abstände als eine Weihe durch Ludwig XIV. sie zu der seines Vaters gehabt hätte:

        Leo XIII:

        Weltweihe an das Heiligste Herz Jesu 1899 – diese Weihe sollte jährlich am Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu WIEDERHOLT werden:

        „Mehr als einmal haben Wir es Uns angelegen sein lassen, die erprobte Religionsübung, welche im Kulte des Heiligsten Herzens Jesu besteht, gemäß dem Beispiele Unserer Vorgänger Innozenz XII., Benedikt XIII., Klemens XIII., Pius VI., VIII. und IX. treu zu beschützen und in den Vordergrund zu stellen; vorzüglich taten Wir das durch das Dekret vom 28. Juni 1889, durch welches Wir das unter diesem Titel gefeierte Fest zu einem Feste erster Klasse erhoben. Jetzt aber schwebt Uns eine noch trefflichere Art der Huldigung vor Augen, welche gleichsam die Vollendung und Krone der Ehrbezeigungen sein soll, die man dem Heiligsten Herzen darzubringen pflegt; und Wir hegen das Vertrauen, dass dieselbe Jesus Christus, dem Erlöser, sehr erfreulich sein werde. (…)
        (Annum sacrum 1899)

        Pius XII.

        1942 (31.10): Weltweihe an das unbefleckte Herz Mariens
        1942 (8.12.): Wiederholung derselben Weihe (!) im Petersdom

        Johannes Paul II.

        1984: Weltweihe an das unbefleckte Herz Mariens

        Dazwischen lagen weitere Weihen http://www.kathpedia.com/index.php?title=Herz-Mari%C3%A4-Verehrung

        Sie sehen also, dass die Abstände doch auch hier wirklich „klein“ sind!

        Weiterhin wird auch hinsichtlich der Weihe 1638 berichtet, dass Ludwig XIV sie 1650 „bestätigt“ habe , dass sie aber 1738 förmlich wiederholt wurde von Ludwig dem XV.

        Die Bestätigung des Sonnenkönigs geschah schriftlich. Man kann das nachlesen hier ab S. 442: https://books.google.de/books?id=GCxAAAAAcAAJ&pg=PA445&lpg=PA445&dq=ludwig+xiii+weihe+frankreichs&source=bl&ots=zVliiiP6HX&sig=nRN7spqBD-QXxgG4eEbO6lipHJY&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjBv_z28KXJAhWBCywKHUvGDzAQ6AEIMDAD#v=onepage&q=ludwig%20xiii%20weihe%20frankreichs&f=false

        Le Roi Soleil hat sich und seine Regierung in dieser schriftlichen Weihewiederholung 1650 selbst der Gottesmutter geweiht. Also: er stand einer Wiederholung nach 12 Jahren nichts entgegen. Das kann also kein gültiges Argument sein.

        Die Bitte Margarethe Alacoques, Frankreich dem Herzen Jesu zu weihen, geschah erst 1689.
        Da war wohl einiges Wasser die Seine herabgeflossen seit 1650… es waren 39 Jahre vergangen.

        Frankreich, Deutschland und Österreich wurden 1915 dem Heiligsten Herzen Jesu durch ihre Bischöfe geweiht. Spanien 1919 und Portugal 1928 – also 15 – 28 Jahre nach der Weltweihe Leos XIII.

        Die Weihe eines Landes oder der Welt erfolgte also eher nach Dringlichkeit als nach ausreichend großen Zeitabständen.

        Was immer Abbé Laurentin da meint – ich kann es nicht nachvollziehen, weil es den Fakten widerstreitet.

      • @Zeitschnur
        Die „Herz Jesu Verehrung“ war aber 1689 noch nicht universalkirchlich (auch nicht partikularkirchlich für Frankreich) approbiert worden. Es bestand kein Grund, daß Louis XIV. auf Zurufe der Alacoque hätte folgen müssen. Der abbé René Laurentin hat auf dieser Grundlage erklärt warum Louis XIV. dieser Bitte nicht folgte.

        @Reichsrömer
        Wie stets freue ich mich sehr über Ihre Anmerkungen!

      • @ J.G. Ratkaj

        Dass dieser spezifische Kult noch nicht universalkirhclich approbiert war, mag ein Grund für eine Irritation gewesen sein.

        Ich denke, dass hier eine Problematik vorliegt, die man nicht nur auf der kirchenrechtlichen Ebene lösen darf:
        Es handelte sich um Prophetie und einen prophetischen Auftrag, den Alacoque hatte. Prophetie ist dem, was „IST“, ist immer in einer eigenartigen Weise „voraus“.
        Vieles Prophetische erschien absurd und galt doch.
        Mit dem Argument hätte Abraham Isaak nicht opfern zu brauchen und keiner der Propheten Israels hätte die teilweise bizarren Handlungen begehen müssen, die Gott befohlen hatte.
        Elias hätte die Baalspriester nicht endlos um ihren Altar tanzen lassen müssen, und Judith hätte nicht – mit ihrer Strategie und als Frau sowieso – Holofernes besiegen können.
        Hier war jeweils nicht ein Rückbezug auf das Gesetz oder eine allgemeine Norm gefragt, sondern ein momentaner, aktueller und persönlicher Auftrag, der zu erfüllen war.
        Ich würde diese letztere Ebene ncht aus der Kirche bannen – im Gegenteil, gerade diese Ebene, als „vollmächtige“ Ebene, hat eben auch das 19. Jh ausgerottet bzw. versucht auszurotten.

        „Das Wort des Herrn erging an NN“ heißt es so oft im AT und auch noch im NT. Immer wieder wird so der normative Rahmen der Hierarchien gesprengt. Obwohl Jesus normativ die 12 wählte, wählte er auch noch einen 13. Apostel – den hl. Paulus. Nur als Beispiel. Würde man ihre Argumentationsstaruktur hier einsetzen, hätten die 12 sagen müssen: der muss falsch sein, denn im Abendmahlssaal waren nur wir.

        Ich denke, hier liegt wahrscheinlich einer der wunde Punkt der gesamten Kirchenkrise: auch das Prophetische Amt hat einen spezifischen, manchmal lebensrettenden, für ganze nationen und die Kirche lebensrettenden Wert. Aber es geht, wenn Gott will, über Laien, über Frauen, über Könige, ja sogar über Kinder.

        „Den Weisen und Klugen hast du es verborgen, Vater!“
        (Auch das ist wahr neben der Wahrheit der ecclesia docens…)

        Ich habe diese Geschichte mit Ludwig XIV. immer so eingeordnet: Er hätte hier einen kleinen, völlig bescheidenen und unverfänglichen Akt vollziehen sollen, um seinen Glauben zu beweisen. Hat er aber nicht. Wie gesagt war viel Wasser die Seine herabgeflossen seit seiner Bestätigung der Weihe Frankreichs in die Hände der Gottesmutter.

        Den himmelweiten Unterschied seiner Haltung zu der seines Vaters sehen wir in der Darstellung beider Könige vor der Pietà in Notre-dame de Paris: Ludwig XVI. kniete vor der Pietà und hielt der Gottesmutter seine Krone hin. http://theredlist.com/media/database/fine_arts/sculpture/17_th_century/baroque/nicolas_coustou/002-nicolas-coustou-theredlist.jpg

        Ludwig XIV. dagegen kniet zwar, legt eine Hand aufs Herz, die Krone hat er wenigstens abgesetzt und neben sich gelegt, aber er übergibt die der Gottesmutter nicht – ganz, ganz anders als der Vater. Das fällt auf: http://www.wga.hu/art/c/coysevox/louis14t.jpg

      • @zeitschnur,

        Nun, was Louis XIV. betrifft ich habe vor einigen Tagen die Lektüre von Marals Werk (oben zitiert) abgeschlossen. Ich habe das Buch erworben als ich eben zu Allerheiligen in Versailles die Austellung zu seinem 300. Todestag besucht habe. Ich hatte das Glück, daß A. Maral (er arbeitet auch als Kurator in Versailles und hat viel zu Louis XIV. publiziert) uns durch die Ausstellung führte.
        In seinem gänzlich auf Quellen beruhenden Werk beschreibt er Louis XIV. als einem seinem Glauben verpflichtenden Menschen, welcher in den entscheidenden Stunden seines Lebens stets zum Gebet und zu den Sakramenten Zuflucht nahm. Er hörte täglich mehrmals die Messe.
        Er wurde aber in jungen jahren wie George Minois in seinem Buch „Le Confesseur du Roi“ (Paris 1988) es beschreibt von seinen Beichtväter extrem manipuliert und sie inttrigierten ihn in arge Gewissensnöte. Erst der père François de la Chaize habe die Religiösität des Monarchen nicht auszunutzen gedacht und ihm wirklich als geistlichen Vater gedient.
        Aber der père de la Chaize übernahm das Amt des Beichtvaters erst 1675.
        Minois zeichnet in einer Charakterskizze des Königs Glaubensleben nach wie sehr ihm diese geistige Anleitung in des Königs trauriger und gefährlicher (Fronde) Kindheit und Jugend bitterlich fehlte. Er war in dieser Zeitspanne in doppelter Weise ein Waisenkind.

      • @ J.G. Ratkaj

        Diesen Autor habe ich nun nicht kennengelernt, aber ich frage mich, welcher Art eine tiefe Religiosität ist, die verschwenderisch ist und vor allem auf sexuellem Gebiet den permanenten Ehebruch auslebt.

        Und Ludwig XIV war ein Ehebrecher, sagen wir es doch kurz und knapp und dies nicht aus Versehen, sondern aus Prinzip. Zeitgleich mit seiner legitimen Frau lag er mit mindestens drei anderen Frauen im Bett und zeugte zu den legitimen Kindern illegitime.

        Er brachte es auf 11 illegitime Kinder…

        Wenn Sie das alles okay finden, dann sollten Sie sich aber über das, was aktuelle in der Kirche vor sich geht, beide Augen zudrücken und alle Ehebrecher zur Hl. Kommunion durchwinken…

        Ich kriege trotzdem den Stand der Todsünde nicht mit tiefer Religiosität zusammen.
        Und falls Beichtväter dem Hurenmann klargemacht haben sollten, dass er so auf diese Weise schwer sündigt, dann hatten sie damit leider recht und haben ihm nicht „Gewissensnöte“ eingeträufelt.

  14. So hörte sich anfangs des 19. Jahrhunderts der „Werte“-Entwurf des Freimaurers J. R. von Biberstein an:

    -
    „In der Freimaurerei waren die aufklärerischen Ideale von religiöser und konfessioneller Toleranz, kosmopolitischer Einstellung, Humanität und Brüderlichkeit verkörpert.
    Insbesondere, weil diese Prinzipien die religiösen, staatlich-nationalen und ständischen Schranken relativierten, konnte die Freimaurerei als eine Art private und konkrete Vorwegnahme auf eine ideale Wert- und Sozialordnung erfahren werden“
    -

    Und die heutige Umsetzung skizziert in einem Interview vom ehemaligen Freimaurer Maurice Caillet:
    -
    „Welches sind die Dinge, denen die Freimaurerei am meisten Aufmerksamkeit schenkt?

    Die öffentliche Meinung zu beeinflussen.
    Vor allem zu den Themen, die die Freimaurerei auf politischer Ebene voranträgt
    und die sie für wichtig für ihre Pläne hält.
    Die Abtreibung: damals, als das Gesetz diskutiert wurde,
    wurde enormer Druck auf die Medien ausgeübt,
    um die Meinung der Massen zu lenken,
    aber noch mehr Druck wurde auf die Politiker der Rechten ausgeübt,
    die sich 1974 dann tatsächlich nicht mit Entschiedenheit widersetzten,
    sodaß das Gesetz ohne Probleme durchging.
    Heute sind die Themen:
    Homo-Ehe, Relativismus, Libertinage, Verhütungsmittel,
    Scheidung, Hedonismus, Genußsucht, die Ablehnung des Leidens.
    Der Mensch muß frei sein, sich dem Genuß hinzugeben.
    Das ist die Besserung der Menschheit, auf die die Freimaurerei abzielt.“
    -

  15. Korrektur: Irrtümlich schrieb ich das bibersteinsche Zitat Christian Biberstein zu. Beim zitierten J.R. Bieberstein handelt es sich aber um Johannes Rogalla von Bieberstein und dieser ist Jahrgang 1940 und ist Ehrenmitglied des Johanniterordens.

  16. Die Frage danach, welche Werte wir eigentlich meinen, betrifft allerdings das gesamte Abendland.
    Auch die Pegida-Leute müssen sich fragen lassen, welches Abendland sie meinen, wenn sie darum „besorgt“ sind.

    Es ist doch nicht der Punkt, dass es keine Gewissheitstraditionen bei uns gäbe und jeder einer davon irgendwie mehr oder weniger anhängt, sondern dass sie sich im Abendland seit 2000 Jahren aufs Erbittertste widerstreiten.

    Die Gewissheiten der Tradis sind schon in vieler Hinsicht nur Schein, die der Protestanten düften ihnen diametral entgegengesetzt sein, auch Marxisten haben Gewissheiten, aber sie sind in tiefer Fehde zu denen der Tradis und der Protestanten. Ein überzeugter Aufklärer, wobei zu fragen wäre, in welcher Tradition er genau steht – in der Kants, oder etwa Fichtes?, oder Herders?, oder… denn diese Richtungen stehen auch wieder in teilweis eerbittertem Kotrast zueinander… – ja, was ist mit den Positivisten, den Esoterikern, etwa den Anthroposohen, den Theosophen und den Anhängern indischer Meister, die es auch hier gibt, was mit den orthodoxen Junden Europas und was mit den liberaleren Juden Europas, was mit den Muslims , den Aleviten, den Mystikern, den Hardcore-Sunniten und den Hardcore-Schiiten, was mit den neuheiden, die an Wotan glauben und was mit der reinen Atheisten?

    Alle haben letztendlich offen oder uneingestanden sehr wohl feste Werte und Gewissheiten. Aber wir sind gewohnt, das in den privaten raum zu verdonnern, um überhaupt noch halbwegs in Frieden zu leben und nicht wie die Muslims, jedem, der nicht so denkt wie man selbst, sofort den Garaus zu machen.

    Letztendlich ist das wohl schon der „Ober-Wert“, den Hollande und andere Politker meinen: eine Selbstrücknahme im Anspruch, die Welt zu beherrschen und andere unter die eigene Knute zu zwingen und statt dessen das Leben zu feiern.

    In der Tat haben wir damit länger friedlich gelebt als in Zeiten, in denen man seine Gewissheiten unbedingt allen aufzwingen wollte.
    Nur: so gerät man in ein immer oberflächlicheres und hedonistischeres Fahrwasser, das den Tod und all die Fragen, die sich uns seinetwegen stellen müssen, ignoriert.
    Dadurch ist die Leidenschaft und die Liebe in vielen erkaltet.

    Die Alternative kann nicht sein: wir werden wieder klerikalfaschistisch – hurrah!

    Die Wahrheit ist, dass wir alles, wirklich alles, jegliches denkbare Gesellschaftskonzpet ausprobiert haben und mit jedem gescheitert sind. Und da muss man den islam genauso dazu rechnen. Auf der ganzen Linie hat er hier und heute versagt. Kein modernes islamisches Land, das nicht die Hölle auf Erden wäre – wie bescheuert muss man sein, um darauf noch zu setzen?

    Wir wissen schlicht nicht weiter – allesamt wissen wir es nicht.

    Dass Muslimne darauf mit mörderischen Selbsttötungen reagieren, entspricht unserer Strategie, die selbst zwar noch zu Ende sext, frisst und säuft, aber die eigenen Nachkommen tötet.

    Beides heißt: wir wollen das Ende der Menschheit.

    • @zeitschnur — Drastisch formuliert, aber leider wahr, was Sie sagen. Ohne einen gelebten christlichen Glauben und eine gelebte Nächstenliebe, in der wir vor allem unser sündiges Bewußtsein und Handeln durch Gott und durch das Beichtsakrament umändern lassen, werden wir hier im Westen keine aufsteigende Kulturperiode mehr bekommen. Der Verfall ist ja überall weit fortgeschritten. Mein Eindruck ist der, dass es ohne einen Eingriff von ‚Oben‘ nicht mehr gehen wird, und der wird in absehbarer Zeit kommen.

    • Was Sie da beschreiben, ist, zumindest auf die westliche Welt bezogen, der Zustand, den Nietzsche unter dem des „letzten Menschen“ beschrieben hat. Dieser Weltzustand ist bestimmt vom Nihilismus, in dem zwar noch Werte postuliert werden, die aber, wie Sie treffend feststellen, bedeutungslos sind, weil ins bloß Subjektive verbannt. Im Nihilismus kann sich der Mensch nicht beheimaten, wie Nietzsche schon präzise diagnostizierte, denn der Mensch will lieber das Nichts als nicht wollen. Der Mensch kann sich vom Wollen eben nicht emanzipieren.

      „Alle haben letztendlich offen oder uneingestanden sehr wohl feste Werte und Gewissheiten.“

      Nein, da muss man Ihnen sehr entschieden widersprechen. Der Relativismus behauptet zwar die Gültigkeit subjektiver Werte im Privaten, diese hebt sich aber sofort wieder auf, weil es ein isoliertes Privates gar nicht gibt. Wo „privatisierte“ Werte beziehungslos nebeneinander stehen, verlieren sie jegliche Verbindlichkeit, sie werden zu leeren Postulaten, was sie als Werte dann auflöst. Eine Gewissheit kann sich ebenfalls nicht im bloß Subjektiven beheimaten, auch wenn es der moderne Mensch meint behaupten zu können.

      Übrigens ist dieser Zustand der Dekadenz nicht neu in unserem Breiten, denken wir nur an die Zeit der Jahrhundertwende des letzten Jahrhunderts. Wer sich einmal in den Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Robert Musil vertieft, findet eine Schatztruhe an Anschauungsmaterial zur Dekadenz der Aufklärung vor.

      „Die Alternative kann nicht sein: wir werden wieder klerikalfaschistisch – hurrah!“

      Dieser Satz könnte von Luther stammen, wenn er in heutiger Zeit lebte!

      • Eine Weigerung zu sehen, dass auch die christlichen Gesellschaftsmodelle allesamt gescheitert sind…

        Das hat mit Luther ebenso wenig zu tun wie mit der Aufklärung, was ich da sage.
        Ihr Problem ist, dass Sie alles durch eine ideologische Universalbrille sehen wollen: Schuld ist nur der Bossa Nova, um es so zu sagen.

        Das ist eine faule Ausrede.

        Auch in Musils Werk kommt doch nicht die Aufklärung zum Scheitern!
        Um eine derart vulgäre Botschaft zu bringen, hätte man keinen so langen Roman schrieben müssen…

        Der Niedergnag Österreichs ist reichstes Anschauungsmaterial, wie sehr jegliches Konzept scheiterte.

        Und letzteres ist auch unser mentales Problem.

        Mit den ewigen Küchenrezepten aus den Stuben braver Katholiken gewinnen wir weder Blumentöpfe noch die Rückkehr der idealen Ordnung, die es niemals gab.
        Es gibt keinen Einmal-Schlüssel für das Verständnis der Lage. Nein, es ist nicht die Aufklärung schuld! Es sind nicht die Juden schuld! Es sind nicht die Freimaurer schuld! Es sind nicht die Protestanten schuld! Es sind auch nicht finstere unbekannte Verschwörer schuld! Udn Nietsche ist zwar interessant und genial, aber auch nicht das Orakel, das uns solitär die Welt erklären könnte.

        Ich sprach von einem vielschichtigen und mehrdimensionalen Scheitern aller Konzepte.

        Und wer klug ist, weiß das auch ganz genau.

      • Verehrte Zeitschnur,

        dass ist jetzt wirklich substanzloses Gerede.

        „Ich sprach von einem vielschichtigen und mehrdimensionalen Scheitern aller Konzepte.“

        Hat die Aufklärung etwa kein Programm und wie steht es mit diesem hinsichtlich des Scheiterns?

        Da die Aufklärung weder eine Person noch eine Gruppe ist, wie aus Ihrer fälschlichen Zuordnung zu schließen wäre, sondern eine Ideologie, ist ihr auch keine Schuld eigen. Wenn hier von Schuld gesprochen werden kann, so nur vom aufklärerischen Denken, dass sich verabsolutiert und mittlerweiledeutlich sichtbar in einer Sackgasse steckt.

        Sie verkürzen Robert Musils Roman „Mann ohne Eigenschaften“, wenn Sie ihn lediglich als historischen Roman lesen, er ist durchaus mehr als das.

        Selbst Horkheimer und Adorno, sicher keine braveb Katholiken, kamen zu dem Ergebnis, dass die Aufklärung gescheitert sei, sie sich längst in ihr Gegenteil verkehrt habe.

        Sie wollen den Nihilismus als notwendige Folge der Aufklärung nicht sehen, Sie errichten schlicht ein Tabu hinsichtlich Kritik an der Aufklärung.

        Es ist dabei amüsant zu lesen, dass zwar alle(!) „Konzepte“ gescheitert seien, diese „Konzepte“ (Ideologien) aber mit der Aufklärung nicht zu tun hätten. Es wäre hier interessant zu erfahren, welche „Vielschichtigkeit“ sie da konkret im Sinn haben oder genügt die Phrase als Ersatz von Inhalten?

        „Beides heißt: wir wollen das Ende der Menschheit.“

        Ist das etwa kein Ausdruck des reinsten Nihilismus, wie es Nietzsche voraussah?

        Ich habe zunehmend den Eindruck, Sie möchten ein wenig lamentieren, Ihrem enttäuschten Feminismus Raum geben, ohne dass dabei das infrage gestellt werden darf, was das moderne Denken grundlegend prägt, Diese Denkhaltung erinnert mich an stramme Sozialisten, die gerne eingestehen, dass der real existierende Sozialismus gescheitert sei, darum aber das grundlegende Scheitern weiterhin heftig bestreiten, weil die Idee ja weiter lebe und in der Zukunft schon noch zum richtigen Wirklichkeit kommen werde.

        Wenn ich Ihre letzten Sätze ernst nehme, konstatieren Sie selbst das Scheitern der Aufklärung!

      • @zeitschnur
        Könnte man in diesen Zusammenhang, den Sie sehr einleuchtend beschrieben haben, die Aussage Jesu Christi „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Joh 18, 36) ?
        Auch ich sehe die vergangenen und gegenwärtigen Gesellschaftsmodelle so wie Sie als gescheitert an. Nur der Messias kann uns eine neue Lebens- und Gesellschaftsgrundlage geben.

      • Korrektur – es muss heißen: Könnte man in diesen Zusammenhang, den Sie sehr einleuchtend beschrieben haben, die Aussage Jesu Christi „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (Joh 18, 36) sehen ? —- Sorry !

      • @ Suarez

        Sie streiten um des Kaisers Bart, widersprechen mir, um anschließend Teile dessen zu wiederholen, was ich bereits gesagt hatte.

        Was soll das?

      • @zeitschnur

        Darf ich einfach meine Frage wiederholen: Hat die Aufklärung etwa kein Programm(Konzept) und wie steht es mit diesem hinsichtlich des Scheiterns?

      • @ Suarez

        Nein – Sie lesen jetzt meinen Text einfach mal ordentlich und dann wissen Sie sehr genau, was ich dazu geschrieben hatte. Okay?

        Wenn Sie es dann immer noch nicht wissen sollten, kann ich Ihnen leider auch nicht helfen. Ich mag mich nicht ständig wiederholen.

      • Ich hatte schon erwartet, verehrte @ zeitschnur, dass Sie eine Antwort auf meine konkrete Frage konsequent verweigern.

    • „Wir wissen schlicht nicht weiter – allesamt wissen wir es nicht.“

      Wieso sollten „wir“ nicht weiter wissen @zeitschnur?
      Jetzt kommt doch die Adventszeit wieder und da sollte man versuchen, gegen den Strom schwimmen- und sich Zeit nehmen, Abstand gewinnen, mal abschalten, ruhiger werden, falls es keine beschwerlichen unangenehmen Dinge gibt, die einen direkt betreffen.

      Man kann sich einen Adventskranz basteln oder kaufen, die Kerzen nach und nach entzünden, Adventslieder singen, den Rosenkranz noch lieber beten, einfach froh und frei werden.
      Man kann sich doch (mit Maria und Josef) auf die Ankunft des Erlösers vorbereiten. Darauf kommts doch an. Einfach auf den Herrn und Erlöser und auf Maria hören und so leben trotz aller möglichen Erschwernisse.

      In diesem Sinne wünsche ich Ihnen von Herzen eine gesegnete Adventszeit.

      • Verehrter @ Franzel,

        @zeitschnur liebt eben das Theatralische.Wenn sie nicht weiter weiß, dann dürfen es eben alle anderen auch nicht. Diese Pirouetten aufklärerischen Denkens führen sich schlicht selbst ad absurdum.

  17. Das ist überhaupt kein „Quatsch“@J.G. Ratkaj. Wir wissen gar nicht, welche Unglücke schon durch rechtzeitiges Handeln abgewendet wurden.
    Sie glauben wohl auch nicht den Botschaften der Muttergottes wie etwa in Fatima, aber auch an vielen anderen Erscheinungsorten. Die hl. Bernadette Soubirous bspw. hatte ohne zu fragen geglaubt, was ihr die Muttergottes mitteilte: „Gehen Sie zu dort zur Quelle und waschen sich“- wo überhaupt noch keine war. Dann hat sie mit bloßen Händen die Erde aufgegraben usw.
    Eine Weihe an das Heiligste Herz Jesu ist jedem Christen zu empfehlen. Machen Sie das nicht oder meinen Sie, so etwas nicht nötig zu haben?

    Der Sonnenkönig hatte nicht auf die hl. M. M. Alacoque gehört. Dann hatte es aber sein Nachfolger König Ludwig XVI. getan. Er erinnerte sich daran, was sein Vorgänger unterließ (und er selbst auch bislang) und zwar als er im Gefängnis war. Nur, da wars zu spät und er wurde enthauptet.
    Die sog. frz. Revolution ist nicht ganz aus den Wolken gefallen. Wenn der Herr Jesus diese Weihe an Sein Herz wollte- und es so der Heiligen mitteilte- dann wird es sicher seine guten Gründe gehabt haben. Und was die Unterlassung bewirkte, das sieht man ja bis heute. Es kommt immer auch auf die Oberen an- in jedem Staat und zu jeder Zeit.

    Danke @zeitschnur.

  18. Die Hl. Bernadette Soubirou hinterließ einen Brief, darin seien fünf Botschaften der Gottesmutter für dieses Jahrhundert aufgezeichnet, wovon sich vier Prophetien bereits erfüllt haben.

    Der 120 Jahre vermisste Brief sei im Dezember 1997 vom französischen Pater Antoine LaGrande beim Suchen nach Material über Lourdes-Wunder in einem Blechkasten im Keller der Vatikanbibliothek gefunden worden.

    In der letzten, längeren Offenbarung steht: >Es wird zum endgültigen Zusammenprall der Anhänger Mohammeds mit den christlichen Nationen kommen. Eine fürchterliche Schlacht wird ausgetragen, bei der 5`650`451 Soldaten ihr Leben verlieren. Eine Bombe mit grosser Wirkung wird auf eine Stadt in Persien abgeworfen. Am Ende aber wird das Zeichen des Kreuzes siegen und alle Moslems werden sich zum christlichen Glauben bekehren.<

    Der Hl Don Bosco hat konkret das Verschwinden des Islams nach Ablauf von 150 Jahren vorhergesagt, also im Höchstfall noch 20-30 Jahre.

    • Sehr geehrter @IMEK: könnten Sie diese Aussage des hl. Don Bosco genauer zitieren. Nicht daß ich sie bezweifeln würde. Ganz im Gegenteil.
      Und was die Hl. Bernadette Soubirous aufgeschrieben hatte, halte ich ebenfalls für wahr.
      Die Muttergottes hat auch der Amsterdamer Seherin mitgeteilt, daß der Halbmond wie auch die Zeichen der Freimaurerei verschwinden würden.

      Also spätestens seit diesen moslemischen Anschlägen in Paris sind wir im Krieg mit dem Islam. Es ist klar, daß der Islam nichts zu bieten hat. Man sieht das ja auch den Gesichtern der vielen Moslems an, die hierher kommen. Da ist nichts. Die sind auch bar jeder normalen Bildung: der reinste Islam.

      • „Man sieht das ja auch den Gesichtern der vielen Moslems an, die hierher kommen. Da ist nichts. Die sind auch bar jeder normalen Bildung: der reinste Islam.“ – Sehr wahrscheinlich ist dieser Ausspruch etwas übertrieben. Aber was die alle hier sollen, würde ich gerne mal von Herrn Gauck und Frau Merkel wissen wollen.

      • Die Aussage zum Hl. Don Bosco habe ich von Hochwürden Rellstab Programmdirektor von Radio Maria Schweiz gehört, leider konnte ich keine schriftliche Quelle finden.

    • Dass die wahnwitzige Herumsprengerei und Schlachterei der radikalen Muslime ein Zeichen endgültigen Niedergangs sei behaupten auch andere – das war schon die These des Soziologen Gilles Kepel („Schwarzbuch des Islam“) und ist aktuell die Hamed Abdel-Samads.
      Es ist ja nicht von Ungefähr, dass Leo XIII. ausdrücklich um die Befreiung aus diesem Wahn betete.
      Diese Menschen sind – von den Gewalttätern abgesehen, die nicht wenige sind – besser als ihre Religion. Sie wollen und ersehnen das Richtige, aber sie finden es nicht. Viele, viele beteten immer zu Maria, wenn sie Hilfe erflehten, wallfahrteten mit den orientalischen Christen an marianische Orte. Ich habe es vielfach bemerkt. Auch Malika Oufkir beschreibt in ihrem Buch über die Gefangenschaft im Atlasgebirge, wie außer der Mutter die ganze Familie auf Maria hoffte und eben doch irgendwie, vielleicht schepp und schief aus katholischer Sicht, aber dennoch auf den wahren Herrn „irgendwie“ vertraute, indem sie dessen Mutter ansprachen.

      Hinter all dem Terrorismus und Geschrei verbrigt sich auch eine enorme Konversionswelle, häufig in protestantische Kirchen, aber sei’s drum. Sie begehren jedenfalls die Taufe und begehren den Glauben an Jesus. Und darauf kommt es an. Alles andere wird sich ordnen. Ich kenne mehrere solcher Menschen in meinem nächsten Umkreis. Ja, sie sind besser als das, woraus sie stammen. Sie sehnen sich nach dem wahren Gott und nach seiner unendlichen und großen Liebe.
      Ich habe immer noch nicht aufgehört, um sie zu bitten. Und die Zahl der Konvertiten ist groß.
      Und ich bin mir gewiss, dass dieses Gebet erhört wird. Wir sollten es so sehen, dass wir nicht ohne diese Geschwister, die uns noch geboren werden sollen, sein wollen. Sie verdienen unsere Liebe im Gebet um ihre Bekehrung zu dem einzigen und wahren Herrn, der aus Steinen echte fleischerne Herzen in die Brust setzen wird.
      Schauen wir nicht auf das Feuerwerk, das der Satan zündet. Schauen wir auf das sanfte Wehen des Hl. Geistes, der weht wie und wo er will und nicht leer zurückkommt, wie die Schrift sagt.

  19. Ich bete schon lange für die Bekehrung der Mohammedaner. Vor vielen Jahren habe ich eine sehr leidvolle Geschichte von armenischen Christen aus der Türkei gehört. Diese haben mir zum Schluß gesagt, dass sie die türkischen Menschen lieben können aber keinesfalls den Islam.
    Bekehrungsgeschichten von Moslems berühren mich ganz besonders.
    Bei Gesprächen mit moslemischen Türkinnen habe ich erfahren wie sehr sie sich einen liebenden Gott wünschen und versuchen vorzustellen. Auf meine Frage wo sie diesen denn im Koran und Hadithe etc. finden, konnten sie nichts antworten.
    Meine Gottesvorstellung eines Gottes, der die Liebe ist, traf auf freudige Zustimmung. Die Heiligste Dreifaltigkeit lehnen sie aber rundweg ab. Welche Verblendung. Nur Jesus Christus kann hier eingreifen.

  20. @Zeitschnur

    „Eine Weigerung zu sehen, dass auch die christlichen Gesellschaftsmodelle allesamt gescheitert sind…“

    Die christlichen Gesellschaftsmodelle sind gescheitert, weil sie nie vollständig christlich waren.
    Das Scheitern hing damit zusammen, dass man nicht zwei Herren, Gott und dem Mammon gleichzeitig dienen kann. Jedoch haben die christlichen Elemente in diesen Gesellschaftsmodelle, auch im Scheitern immer wieder einen Neuanfang durch Rückbesinnung auf Gott ermöglicht und Europa vor dem Abgrund gerettet.

    „Wir wissen schlicht nicht weiter – allesamt wissen wir es nicht.“

    Das ist der Moment, wo der Christ auf Gott schaut, Hoffnung und Kraft schöpft und der Atheist in die Röhre guckt.

    „auch Marxisten haben Gewissheiten, aber sie sind in tiefer Fehde zu denen der Tradis und der Protestanten. Ein überzeugter Aufklärer, wobei zu fragen wäre, in welcher Tradition er genau steht – in der Kants, oder etwa Fichtes?, oder Herders?, oder… denn diese Richtungen stehen auch wieder in teilweis eerbittertem Kotrast zueinander“

    Absolute Einigkeit besteht unter den Marxisten, Säkularisten und Aufklärern in der Ablehnung Gottes, in der Stellung des Menschen im Zentrum und in der Selbstvergottung.

    „Dass Muslimne darauf mit mörderischen Selbsttötungen reagieren, entspricht unserer Strategie, die selbst zwar noch zu Ende sext, frisst und säuft, aber die eigenen Nachkommen tötet.
    Beides heißt: wir wollen das Ende der Menschheit.“

    Die Todeskultur des Westens ist jedoch weitaus mörderischer als der islamische Terror und vernichtet mehr Menschenleben. Die Abtreibungsmaschinerie hat mehr Menschen getötet als alle Kriege der Welt zusammen. Europa frisst ihre Kinder und opfert sie dem Moloch, dem sie den Namen Freiheit, Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung, Gleichberechtigung etc. gibt. Europa betreibt hundert millionenfachen Massenmord um diesen Moloch zu befriedigen. Muslime auch wenn sie für ihre Religion in den Tod gehen, Terror und Tod verbreiten, verstehen die Aussage Gottes – „Gehet hin und vermehret euch“ nicht wie der Westen als Fluch, sondern wie er gemeint war als Segen. Afrika wächst, Asien wächst und Europa stirbt, weil sie Nachwuchs für Fluch und Last erklärt hat und nicht wie Gott es sieht – als Geschenk und Segen versteht.

    Hollande verteidigt die Gott – Losigkeit, die Entwurzelung durch Entchristlichung, die Selbstzerstörung Europas bzw. des Westens und den kulturellen Selbstmord. Das ist die Verblendung, die Paulus mit dieser Aussage-,“Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden.“ beschrieb. Daher geht der moderne Europäer an seiner narzisstischen Selbstvergottung, Selbstherrlichkeit, Egomanie, Hybris und an der Weigerung Gott die Ehre zu geben, zugrunde.

    • Verehrte @ Zarah!

      „Daher geht der moderne Europäer an seiner narzisstischen Selbstvergottung, Selbstherrlichkeit, Egomanie, Hybris und an der Weigerung Gott die Ehre zu geben, zugrunde.“

      Was Sie da aufzählen ist exakt das Programm (Selbstverständnis) der Aufklärung. Die Aufklärungsideologie lebt von der Negation Gottes, allein darin findet sie ihre Rechtfertigung und tiefere Antriebsfeder. Verabsolutierte Kritik als Grundlage des Denkens führt notwendig irgendwann in den Nihilismus. Wir wollen dies nicht wahrhaben, weil wir mit der Aufklärung auch enorme technische Errungenschaften und Leistungen verbinden. Man kann aber darum nicht den Mythos der Aufklärung einfach ausblenden, wie es z.B. @ zeitschnur immer wieder in durchaus gekonnter Weise versucht.

      Um wieder zu Gott zu finden, sich dem Glauben zu öffnen, muss der Absolutheitsanspruch der Aufklärung in seiner ganzen Fragwürdigkeit aufgedeckt und klar benannt werden. Solange das nicht geschieht, verfängt sich der „moderne Europäer“ oder besser der vom aufklärerischen Denken in den Bann geschlagene Mensch immer aufs Neue in Selbstvergottung, die ihn blind für die Wahrheit macht.

    • @ Zarah

      Ich finde es ehrlich gesagt nicht sinnvoll, eine „Todeskultur“ gegen die andere zu „toppen“. Motto: die eine hat mehr Tote als die andere.
      Eine Todeskultur ist eine Todeskultur. Sie ist es nicht weniger, wenn sie weniger Tote zusammenbringt und sie wird es nicht mehr, wenn sie mehr Tote erzeugt.
      Sie ist es dehalb, weil sie mordet.
      Wieviel Menschen genau auf das Konto des Islam gehen, wissen wir nicht.

      Im übrigen haben auch Päpste im Anschluss an die Theologie Thomas v. Aquins Abtreibung nicht als Mord, sondern als unerlaubte Tötung eines Dings (etwa wie ein Tier) angesehen. Grund: Nach Thomas sei der weibliche Fötus erst nach 90 Tagen, der männliche nach 40 Tagen „beseelt“.
      Zwar widersprach bereits Albertus Magnus dieser absurden und wirklich menschen- und frauenfeindlichen Theologie, aber das Lehramt geruhte ja mehr auf Thomas hören zu wollen als auf jeden andern.
      Erst mit der Dogmatisierung der Immaculata (die aber aber vorher schon geglaubt wurde, wofür es auch frühneuzeitliche lehramtliche Texte gibt!) wurde mit diesem katholischen Aberglauben aufgeräumt – denn es war Aberglauben.

      Man sollte als Katholik also hier den Mund nicht zu weit aufreißen angesichts dieser erschreckenden historischen Bilanz der „Rechtgläubigkeit“. Jeder kann einem zeigen, dass diese „Todeskultur“ im Kern unsere größten Theologen mitbefördert haben. Denn daran knüpfen alle Fristenlösungen und die modern-evolutionäre Lehre von der Ontogenese an – lassen Sie es sich auf der Zunge zergehen.

      Was Sie ebenfalls nicht im Blick haben: Auch früher wurde abgetrieben nach Herzenslust. Kein Dorf ohne „Engelmacherin“. Niemand weiß, wieviele Menschen da gestorben sind – Mütter wie Kinder. Auch die Tötung bereits geborener Kinder, die „KIndstötung“ ist ein alter Horror aus unserer eigenen Kultur, durchzieht Märchen, Sagen und die gesamte Literatur. und belegt wird diese Praxis durch Säuglingsgräber in Nonnenklöstern (hier bei uns fand man so ein Massengrab in den Mauern eines Klosters und den Geheimgang zum männlichen Zweig noch dazu). Ich wäre da sehr vorsichtig mit zahlenmäßiger Aufrechnerei.
      Wissen Sie, wie es zu dem Thema im Islam steht? Eeben – man muss es offenlassen.

      Also, bevor wir dazu nichts Genaues wissen, sollte es bei der Feststellung bleiben, dass zwei Todeskulturen aufeinander prallen.

      Und die Frage, warum es kein christliches Gesellschaftskonzept geben kann, das nicht pervertiert, haben Sie selbst beantwortet – Jesus hat schließlich sehenden Auges ein solches regelrecht verweigert und damit damals schon die Juden brüskiert.

      Erneuerung haben wir nie aus gesellschaftlichen Konzepten, sondern aus dem Glauben geschöpft – trotz der „christlichen“ Konzepte.

      Ich denke, so traurig es ist, aber so ist es.

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