Non possumus – Bischof Athanasius Schneider über den Schlußbericht der Bischofssynode

Bischof Athanasius Schneider über die Relatio finalis der Bischofssynode 2015
Bischof Athanasius Schneider über die Relatio finalis der Bischofssynode 2015

Msgr. Athanasius Schneider, der Weihbischof von Astana, veröffentlichte eine wichtige Stellungnahme zum Ausgang der Bischofssynode über die Familie, die von Rorate Caeli publiziert wurde.
Katholisches.info veröffentlicht die vollständige deutsche Übersetzung der Stellungnahme, die den Schlußbericht der Synode, die „Relatio finalis“, einer grundlegenden Prüfung und Bewertung unterzieht.
Bischof Schneider ist einer der Autoren der Handreichung „Vorrangige Option für die Familie. 100 Fragen und 100 Antworten“, die im Vorfeld der Bischofssynode veröffentlicht wurde.
Die deutsche Übersetzung wurde von Weihbischof Schneider autorisiert.

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Schlußbericht der Synode öffnet eine Hintertür zu einer neo-mosaischen Praxis

von Weihbischof Athanasius Schneider

Die dem Thema „Die Berufung und Sendung der Familie in Kirche und Welt von heute“ gewidmete XIV. Generalversammlung der Bischofssynode (4.–25. Oktober 2015) hat einen Schlußbericht mit einigen pastoralen Vorschlägen veröffentlicht, die nun vom Papst geprüft werden. Das Dokument hat nur beratenden Charakter und besitzt keinerlei lehramtliche Bedeutung.

Bei der Synode sind wirkliche neue Schüler des Moses und Neo-Pharisäer aufgetreten, die in den Paragraphen 84–86 bezüglich der Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen eine Hintertür aufgetan oder Zeitbomben platziert haben. Gleichzeitig wurden jene Bischöfe, die unerschrocken „die Treue der Kirche zu Christus und Seiner Wahrheit“ (Papst Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Familiaris Consortio, 84) verteidigt haben, ungerechterweise von einigen Medien als Pharisäer etikettiert.

Die neuen Jünger des Moses und die neuen Pharisäer haben bei den beiden jüngsten Synodenversammlungen (2014 und 2015) ihre praktische Leugnung der Unauflöslichkeit der Ehe und ihre fallweise Aufhebung des Sechsten Gebotes unter dem Vorwand der Barmherzigkeit verschleiert, indem sie Ausdrücke gebrauchten wie „Weg der Unterscheidung“, „Begleitung“, „Orientierung durch den Bischof“, „Dialog mit dem Priester“, Forum internum“, „eine vollständigere Integration in das Leben der Kirche“ gebrauchten, um die Zurechenbarkeit des Zusammenlebens in Fällen irregulärer Verbindungen möglichst zu eliminieren (vgl. Relatio finalis, Nr. 84–86).

Diese Stellen des Schlußberichts enthalten Spuren einer neuen Scheidungspraxis neo-mosaischer Prägung, obwohl die Redakteure jede ausdrückliche Änderung der Lehre der Kirche geschickt und schlau vermieden haben. Deshalb können sich alle Beteiligten, sowohl die Vertreter der sogenannten Agenda Kasper als auch ihre Gegner offen zufrieden geben: „Alles ist in Ordnung. Die Synode hat die Lehre nicht geändert“. Diese Meinung ist jedoch ziemlich naiv, weil sie die Hintertür und die bedrohlichen Zeitbomben in den oben erwähnten Textstellen übersieht, die offensichtlich werden, wenn man den Text nach seinen eigenen internen Auslegungskriterien aufmerksam untersucht.

Auch wenn im Zusammenhang mit einem „Weg der Unterscheidung“ die „Reue“ erwähnt wird (Relatio finalis, 85), bleibt der Text dennoch größtenteils zweideutig. Laut den mehrfach wiederholten Aussagen von Kardinal Kasper und gleichgesinnter Kirchenmänner, bezieht sich diese Reue auf die in der Vergangenheit gegen den Ehegatten der ersten, der gültigen Ehe, begangene Sünden, aber in keiner Weise auf das eheliche Zusammenleben mit dem neuen Partner, mit dem man standesamtlich verheiratet ist.

Zweideutig bleibt auch die in den Paragraphen 85 und 86 des Schlußberichts enthaltende Versicherung, daß diese Unterscheidung in Übereinstimmung mit der Lehre der Kirche und gemäß einem rechten Gewissenurteil erfolgen müsse. Kardinal Kasper und gleichgesinnte Kleriker haben wiederholt und mit Nachdruck versichert, daß die Zulassung der Geschiedenen und standesamtlich Wiederverheirateten zur Heiligen Kommunion das Dogma der Unauflöslichkeit und die Sakramentalität der Ehe nicht berühre. Sie haben aber auch erklärt, daß ein Gewissensurteil auch dann als korrekt anzuerkennen sei, wenn die wiederverheiratet Geschiedenen weiterhin auf eheliche Weise zusammenleben, ohne daß von ihnen ein Leben völliger Enthaltsamkeit, als Bruder und Schwester, verlangt wird.

Die Redakteure haben im Paragraph 85 des Schlußberichts zwar den berühmten Paragraphen 84 des Apostolischen Schreibens Familiaris Consortio von Papst Johannes Paul II. zitiert, doch den Text zensuriert, indem sie folgende entscheidende Formulierung weggelassen haben: „Das Sakrament der Eucharistie kann nur denen gewährt werden, die sich verpflichten, völlig enthaltsam zu leben, das heißt, sich der Akte zu enthalten, welche Eheleuten vorbehalten sind.“

Diese kirchliche Praxis gründet auf der schriftlichen und durch die Tradition überlieferten Göttlichen Offenbarung des Wortes Gottes. Sie ist Ausdruck einer seit den Aposteln ununterbrochenen Tradition, welche für alle Zeiten unveränderlich bleibt. Bereits der heilige Augustinus bekräftigte: „Wer die ehebrecherische Frau verstößt und eine andere Frau heiratet, obwohl die erste Frau noch lebt, befindet sich in einem ständigen Zustand des Ehebruchs. Er tut keine wirksame Buße, sollte er sich weigern, die neue Frau zu verlassen. Ist er Katechumene, so kann er nicht zur Taufe zugelassen werden, da sein Willen im Bösen verwurzelt bleibt. Wenn er ein (getaufter) Büßer ist, kann er nicht die (kirchliche) Versöhnung empfangen, solange er nicht sein böses Verhalten beendet“ (De adulterinis coniugiis 2,16). In der Tat stellt der im Paragraph 85 der Relatio finalis absichtlich zensurierte Teil der Lehre von Familiaris Consortio für jede gesunde Hermeneutik den wahren Interpretationsschlüssel zum Verständnis des Textabschnittes über die wiederverheirateten Geschiedenen dar (Nr. 84 –86).

In unseren Tagen wird ein ständiger und allgegenwärtiger ideologischer Druck durch die Massenmedien ausgeübt, die sich an dem von antichristlichen Weltmächten aufgezwungenen Denken ausrichten, mit dem Ziel, die Wahrheit von der Unauflöslichkeit der Ehe zu beseitigen, indem sie den heiligen Charakter dieser göttlichen Institution durch die Verbreitung einer Anti-Kultur der Scheidung und des Konkubinats banalisieren. Bereits vor 50 Jahren erklärte das Zweite Vatikanische Konzil, daß die modernen Zeiten von der Plage der Scheidung infiziert sind (vgl. Gaudium et Spes, 47). Dasselbe Konzil stellte fest, daß die christliche Ehe, „durch Christi Sakrament geheiligt ist und darum niemals durch Ehebruch oder Ehescheidung entweiht werden darf“ (Gaudium et Spes, 49).

Die Profanierung des „großen Geheimnisses“ (Eph 5,32) der Ehe durch Ehebruch und Ehescheidung hat enorme Ausmaße und einen alarmierenden Wachstumsrhythmus angenommen, nicht nur in der Zivilgesellschaft, sondern auch unter den Katholiken. Wenn die Katholiken durch Ehescheidung und Ehebruch in der Theorie oder in der Praxis den im Sechsten Gebot ausgedrückten Willen Gottes mißachten, setzen sie sich einer schweren geistlichen Gefahr aus: jener, das ewige Heil zu verlieren.

Die barmherzigste, von den Hirten der Kirche zu setzende Handlung ist jene, auf diese Gefahr aufmerksam zu machen mit einer klaren – und zugleich liebevollen – Ermahnung, daß es notwendig ist, das Sechste Gebot Gottes ganz zu akzeptieren. Sie müssen die Dinge bei ihrem richtigen Namen nennen, indem sie ermahnen: „Ehescheidung ist Ehescheidung“, „Ehebruch ist Ehebruch“ und „wer bewußt und aus freien Stücken schwere Sünden gegen die Gebote Gottes begeht – in diesem Fall gegen das Sechste Gebot – und ohne Reue stirbt, wird auf ewig verdammt und für immer vom Reich Gottes ausgeschlossen sein“.

Das wahre Wirken des Heiligen Geistes besteht in solch einer Ermahnung und Aufforderung, wie Christus gelehrt hat: „Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen (und aufdecken), was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist“ (Joh 16,8). Indem er das Wirken des Heiligen Geistes im „Überführen der Sünde“ erklärte, stellte Johannes Paul II. fest: „Jede Sünde, wo und wann auch immer sie begangen wurde, wird auf das Kreuz Christi bezogen – und so indirekt auch auf die Sünde jener, die ‚nicht an ihn geglaubt haben‘, indem sie Jesus Christus zum Tod am Kreuz verurteilt haben“ (Enzyklika Dominum et Vivificantem, 29). Jene, die ein eheliches Leben mit einem Partner führen, der nicht ihr rechtmäßiger Ehegatte ist, wie im Fall der geschiedenen und standesamtlich wiederverheirateten Personen, lehnen den Willen Gottes ab. Sie von der eigenen Sünde zu überzeugen, ist ein vom Heiligen Geist gewirktes und von Jesus Christus befohlenes Werk, was aus ihm ein ausgesprochen pastorales und barmherziges Werk macht.

Die Relatio finalis der Synode unterläßt es unglücklicherweise, die wiederverheirateten Geschiedenen von ihrer Sünde zu überzeugen. Im Gegenteil, unter dem Vorwand der Barmherzigkeit und einem falschen Verständnis von Seelsorge, haben jene Synodenväter, welche die in den Paragraphen 84–86 der Relatio formulierten Theorien unterstützt haben, versucht, den Zustand der geistlichen Gefahr, in der sich die wiederverheirateten Geschiedenen befinden, zu verschleiern.

Tatsächlich wird ihnen gesagt, daß ihre Sünde des Ehebruchs keine Sünde ist und nicht als Ehebruch bezeichnet werden kann. Zumindest ist es keine schwere Sünde und ihre Lebenssituation birgt keine geistliche Gefahr. Eine solche Haltung der Hirten steht in direktem Widerspruch zum Wirken des Heiligen Geistes und ist daher anti-pastoral, das Werk falscher Propheten, auf die folgende Worte der Heiligen Schrift angewandt werden können: „Weh denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen, die die Finsternis zum Licht und das Licht zur Finsternis machen, die das Bittere süß und das Süße bitter machen“ (Jes 5,20), und „Deine Propheten schauten dir Lug und Trug. Deine Schuld haben sie nicht aufgedeckt, um dein Schicksal zu wenden. Sie schauten dir als Prophetenworte nur Trug und Verführung“ (Klgl 2,14). An diese Bischöfe würde der Apostel Paulus heute ohne jeden Zweifel diese Worte richten: „Denn diese Leute sind Lügenapostel, unehrliche Arbeiter; sie tarnen sich freilich als Apostel Christi“ (2 Kor 11,13).

Der Text der Relatio finalis unterläßt es nicht nur, jenen, die geschieden und standesamtlich wiederverheiratet sind, ohne Zweideutigkeit ihre ehebrecherische Realität und daher den schwerwiegend sündhaften Charakter ihrer Lebensweise bewußt zu machen. Er rechtfertigt diese indirekt, indem er die Frage letztlich dem Bereich des individuellen Gewissens zuweist und fälschlich den moralischen Grundsatz der Nichtzurechenbarkeit auf das Zusammenleben zwischen wiederverheirateten Geschiedenen anwendet. Die Anwendung dieses Grundsatzes auf einen stabilen, dauerhaften und öffentlichen Zustand des Ehebruchs ist unangemessen und irreführend.

Die Minderung der subjektiven Verantwortung ist nur dann gegeben, wenn die Partner die feste Absicht hätten, in völliger Enthaltsamkeit zu leben und dafür ehrliche Anstrengungen unternehmen. Solange sie absichtlich in einer sündhaften Existenz verharren, kann es keine Minderung der Zurechenbarkeit geben. Der Schlußbericht vermittelt hingegen den Eindruck, nahelegen zu wollen, als würde ein öffentlicher Zustand des Ehebruchs – wie im Fall jener Geschiedenen, die sich standesamtlich wiederverheiratet haben – kein unauflösbares sakramentales Eheband verletzen, als würde er nicht in jedem Fall eine Todsünde oder schwere Sünde darstellen und, als würde es sich dabei schließlich um eine Sache des privaten Gewissens handeln. Das aber entspricht mehr dem protestantischen Grundsatz des subjektiven Urteils in Fragen des Glaubens und der Disziplin und einer gedanklichen Nähe zur falschen Theorie der „Grundoption“, die vom Lehramt bereits verurteilt wurde (vgl. Papst Johannes Paul II., Veritatis Splendor, 65–70).

Die Hirten der Kirche sollten nicht im Geringsten eine Kultur der Ehescheidung unter den Gläubigen fördern. Auch der kleinste Ansatz eines Nachgebens gegenüber der Praxis oder der Theorie der Ehescheidung sollte vermieden werden. Die Kirche als Ganze sollte ein überzeugendes und starkes Zeugnis für die Unauflöslichkeit der Ehe geben. Papst Johannes Paul II hat die Ehescheidung ein „Übel“ genannt, das „mehr und mehr auch katholische Bereiche erfaßt“, und „dieses Problem unverzüglich aufgegriffen werden“ muss (Familiaris Consortio, 84).

Die Kirche muß den wiederverheirateten Geschiedenen mit Liebe und Geduld helfen, ihre Sünde zu erkennen und sich mit ganzem Herzen zu Gott zu bekehren, indem sie Seinem Heiligen Willen gehorchen, so wie es das Sechste Gebot besagt. Solange sie fortfahren, ein öffentliches Anti-Zeugnis gegen die Unauflöslichkeit der Ehe zu geben und solange sie dazu beitragen, eine Kultur der Ehescheidung zu verbreiten, können sie in der Kirche nicht jene liturgischen, katechetischen und institutionellen Dienste ausüben, die aufgrund ihrer eigenen Natur ein öffentliches Leben verlangen, das den Geboten Gottes entspricht.

Es ist selbstverständlich, dass öffentliche Übertreter zum Beispiel des Fünften und Siebten Gebotes, wie Betreiber einer Abtreibungsklinik oder Mitglieder eines Korruptionsnetzwerkes, weder die Heilige Kommunion empfangen können noch zu den öffentlichen liturgischen und katechetischen Diensten zugelassen sind. Auf die gleiche Weise können auch jene, die öffentlich gegen das Sechste Gebot verstoßen, wie die wiederverheirateten Geschiedenen, nicht zum Dienst als Lektor, als Taufpate oder Katechet zugelassen werden. Natürlich ist die Schwere des Übels zu unterscheiden, das von jenen verursacht wird, die öffentlich Abtreibung und Korruption fördern und das vom Ehebruch durch geschiedene Personen herrührt. Man kann sie nicht auf dieselbe Ebene stellen. Indem man die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen als Taufpaten oder Katechten vertritt, tut man den Kindern aber letztlich geistlich nichts Gutes, sondern instrumentalisiert sie für ein bestimmtes ideologisches Programm. Das ist eine unanständige Haltung und man verspottet die Institution der Taufpaten und der Katechten, die durch ein öffentliches Versprechen die Aufgabe der Glaubenserziehung übernommen haben.

Wenn die wiederverheirateten Geschiedenen Taufpaten oder Katecheten sein würden, würde ihr Leben ständig ihren Worten widersprechen, weshalb für sie die Ermahnung des Heiligen Geistes durch den Apostel Jakobus gelten würde: „Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach; sonst betrügt ihr euch selbst“ (Jak 1,22). Leider fordert Paragraph 84 der Relatio finalis die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zu liturgischen, pastoralen und erzieherischen Diensten. Dieser Vorschlag stellt eine indirekte Unterstützung für eine Scheidungskultur dar sowie die faktische Leugnung eines objektiv sündhaften Lebensstils. Papst Johannes Paul II. dagegen, wies ihnen nur folgende Möglichkeiten der Teilnahme am Leben der Kirche zu mit dem Ziel, eine wirkliche Umkehr zu erleichtern: „Sie sollen ermahnt werden, das Wort Gottes zu hören, am heiligen Meßopfer teilzunehmen, regelmäßig zu beten, die Gemeinde in ihren Werken der Nächstenliebe und Initiativen zur Förderung der Gerechtigkeit zu unterstützen, die Kinder im christlichen Glauben zu erziehen und den Geist und die Werke der Buße zu pflegen, um so von Tag zu Tag die Gnade Gottes auf sich herabzurufen“ (Familiaris Consortio, 84).

Es muß ein gesunder Raum des Ausschlusses (Nicht-Zulassung zu den Sakramenten und zu den öffentlichen liturgischen und katechetischen Diensten) bleiben, um die wiederverheiratet geschiedenen Personen an ihre wirkliche, schwerwiegende und gefährliche geistliche Situation zu erinnern, und um gleichzeitig in ihren Seelen eine Haltung der Demut, des Gehorsams und der Sehnsucht nach einer wirklichen Bekehrung zu fördern. Demut bedeutet Mut zur Wahrheit und nur jene, die sich demütig Gott unterwerfen, können Seine Gnaden empfangen.

Den Gläubigen, die noch nicht bereit sind, ihrem Zustand als Ehebrecher ein Ende zu setzen und denen noch der nötige Willen dazu fehlt, muß geistlich geholfen werden. Ihr Zustand bezüglich des Bußsakraments ist einer Art von „Katechumenat“ ähnlich. Nur jene können das Sakrament der Beichte empfangen, das von der Tradition der Kirche „zweite Taufe“ oder „zweite Buße“ genannt wurde, die entschlossen sind, ihrem ehebrecherischen Zusammenleben ein Ende zu setzen und ein öffentliches Ärgernis zu vermeiden, wie es die Katechumenen, die Taufbewerber tun. Die Relatio finalis unterläßt es, die wiederverheirateten Geschiedenen zu ermahnen, ihren Zustand der öffentlichen Sünde demütig anzuerkennen, und verzichtet darauf, sie dazu ermutigen, mit dem Geist des Glaubens ihre Nicht-Zulassung zu den Sakramenten und zu den öffentlichen liturgischen und katechetischen Diensten zu akzeptieren. Ohne diese realistische und demütige Anerkennung des eigenen geistlichen Zustandes, gibt es keinen wirklichen Fortschritt für eine authentische christliche Umkehr, die im Fall der wiederverheirateten Geschiedenen in einem Leben völliger Enthaltsamkeit besteht, indem die aufhören, gegen die Heiligkeit des Ehesakraments zu sündigen und öffentlich dem Sechsten Gebot Gottes gegenüber ungehorsam zu sein.

Die Hirten der Kirche und vor allem die öffentlichen Texte des Lehramtes müssen auf äußerst klare Weise sprechen, denn das charakterisiert wesentlich die eigentliche Aufgabe jener, die von Amts wegen das Lehramt ausüben. Christus fordert von allen Seinen Jüngern so zu handeln: „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen“ (Mt 5,37). Das gilt umso mehr, wenn die Hirten der Kirche predigen oder wenn das Lehramt sich in einem Dokument äußert.

In den Paragraphen 84–86 stellt die Relatio finalis leider eine schwerwiegende Abkehr von diesem göttlichen Gebot dar. In den zitierten Stellen wird nicht direkt die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Heiligen Kommunion gefordert, sondern sogar vermieden, von der „Heiligen Kommunion“ oder von „Sakramenten“ zu sprechen. Der Text gebraucht als taktisches Mittel in verwirrender Weise zweideutige Formulierungen wie: „eine vollständigere Teilnahme am Leben der Kirche“ und „Unterscheidung und Integration“.

Mit solchen Methoden platziert die Relatio finalis faktisch Zeitbomben und öffnet eine Hintertür, durch die die wiederverheirateten Geschiedenen zur Heiligen Kommunion zugelassen werden sollen. Sie profaniert damit die beiden großen Sakramente der Ehe und der Eucharistie, und trägt, zumindest indirekt, zur Scheidungskultur bei und damit zur Ausbreitung des „Übels der Scheidung“ (Gaudium et spes, 47).

Ein aufmerksames Lesen des mißverständlichen Abschnitts der Relatio finalis, der mit „Unterscheidung und Integration“ überschrieben ist, weckt den Eindruck einer mit Geschick und Scharfsinn ausgearbeiteten Zweideutigkeit. Es kommen folgende Worte des heiligen Irenäus aus seinem Werk Adversus Hæreses in den Sinn: „Ebenso wird der, welcher die Richtschnur der Wahrheit unerschütterlich in sich festhält, die er in der Taufe empfangen hat, zwar die Namen und Redewendungen und Parabeln aus den Schriften, aber nicht ihre gotteslästerlichen Hirngespinste anerkennen. Zwar wird er die Mosaiksteinchen erkennen, aber den Fuchs nicht für das Bild des Königs halten. Er wird jeden der Aussprüche an seine gehörige Stelle setzen und dem Körper der Wahrheit sie einverleiben, aber ihre Phantasiegebilde bloßlegen und als haltlos dartun. Da aber diesem Theaterstück noch der Abschluß fehlt, indem jemand, ihre Fabeleien erklärend, sie abfertigt, so hielten wir es für richtig, zuvor darzulegen, wie die Väter dieser Sagen voneinander abweichen, da sie aus verschiedenen Geistern des Irrtums stammen. Daraus schon kann man deutlich erkennen, noch bevor ihr Irrtum aufgedeckt ist, daß zuverlässig nur die von der Kirche verkündete Wahrheit ist, ihre Lügenrede aber falsch“ (I,9,4–5).

Die Relatio finalis scheint den Autoritäten der Ortskirche die Lösung der Frage bezüglich der Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Heiligen Kommunion zu überlassen: „Begleitung des Priesters“ und „Richtlinien des Bischofs“. Die Frage ist in jedem Fall grundlegend mit dem Depositum fidei, dem offenbarten Wort Gottes verbunden. Die Nicht-Zulassung der Geschiedenen, die im Stand des öffentlichen Ehebruchs leben, ergibt sich aus der unveränderlichen Wahrheit des katholischen Glaubensgesetzes und folglich auch des Gesetzes der katholischen liturgischen Praxis.

Die Relatio finalis scheint eine Kakophonie in Lehre und Ordnung der Katholischen Kirche einzuläuten, die dem Wesen der Katholizität selbst widerspricht. Es ist an die Worte des heiligen Irenäus über die wahre Form der Kirche zu allen Zeiten und an jedem Ort zu erinnern:

„Nun wohl, diese Botschaft und diesen Glauben bewahrt die Kirche, wie sie ihn empfangen hat, obwohl sie, wie gesagt, über die ganze Welt zerstreut ist, sorgfältig, als ob sie in einem Hause wohnte, glaubt so daran, als ob sie nur eine Seele und ein Herz hätte, und verkündet und überliefert ihre Lehre so einstimmig, als ob sie nur einen Mund besäße. Und wenngleich es auf der Welt verschiedene Sprachen gibt, so ist doch die Kraft der Überlieferung ein und dieselbe. Die in Germanien gegründeten Kirchen glauben und überliefern nicht anders als die in Spanien oder bei den Kelten, die im Orient oder in Ägypten, die in Libyen oder in der Mitte der Welt (Rom). So wie Gottes Sonne in der ganzen Welt eine und dieselbe ist, so dringt auch die Botschaft der Wahrheit überall hin und erleuchtet alle Menschen, die zur Erkenntnis der Wahrheit kommen wollen. Der größte Redner unter den Vorstehern der Kirche kann nichts anders verkünden, denn niemand geht über den Meister; und auch der Schwachbegabte wird nichts von der Überlieferung weglassen. Es ist nur ein und derselbe Glaube, ihn kann nicht vermehren, wer viel versteht zu reden, nicht vermindern, wer wenig spricht“ (Adversus hæreses, I,10,2).

Die Relatio finalis vermeidet im Abschnitt zu den wiederverheirateten Geschiedenen systematisch den unveränderlichen Grundsatz der gesamten katholischen Tradition, daß jene, die in einer ungültigen ehelichen Verbindung leben nur unter der Bedingung zur Heiligen Kommunion zugelassen werden können, daß sie versprechen, in völliger Enthaltsamkeit zu leben und es vermeiden, öffentliches Ärgernis zu geben. Johannes Paul II. und Benedikt XVI. haben mit Nachdruck diesen katholischen Grundsatz bekräftigt. Es absichtlich zu vermeiden, diesen Grundsatz im Schlußbericht zu erwähnen und zu bekräftigen, kann mit den programmatischen Versuchen der Gegner des Dogmas des Konzils von Nicäa im 4. Jahrhundert – den Arianern und den sogenannten Semi-Arianern – verglichen werden, dem Begriff „homoousios“ auszuweichen, indem sie statt dessen einen Begriff nach dem anderen erfanden, um nicht direkt die Wesensgleichheit des Sohnes Gottes mit Gott Vater anerkennen zu müssen.

Diese Abkehr von einem offenen katholischen Bekenntnis durch eine Mehrheit des Episkopats im 4. Jahrhundert löste eine fieberhafte kirchliche Aktivität aus mit immer neuen Synoden und einer Vielzahl von neuen Glaubensformeln, die alle ein gemeinsames Ziel hatten, die begriffliche Klarheit des Ausdrucks „homoousios“ zu vermeiden. Auf diese gleiche Weise haben in unseren Tagen zwei Synoden es vermieden, mit Klarheit den Grundsatz der gesamten katholischen Tradition zu nennen und zu bekennen, laut dem jemand, der in einer ungültigen ehelichen Verbindung lebt, nur unter der Bedingung zur Heiligen Kommunion zugelassen werden kann, daß er verspricht, in völliger Enthaltsamkeit zu leben und es zu vermeiden, öffentliches Ärgernis zu geben.

Das wird auch durch die unmißverständliche und sofortige Reaktion durch die weltlichen Medien belegt, sowie durch die Hauptvertreter der neuen nicht-katholischen Praxis, wiederverheiratete Geschiedene zur Heiligen Kommunion zuzulassen, ungeachtet deren Verharrens im Zustand des öffentlichen Ehebruchs. Kardinal Kasper, Kardinal Nichols und Erzbischof Forte, zum Beispiel, haben offen erklärt, daß man laut Relatio finalis annehmen kann, daß auf irgendeine Weise eine Tür zur Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen aufgetan wurde. Es gibt auch eine beachtliche Zahl von Bischöfen, Priestern und Laien, die über die Aussicht einer „offenen Tür“ im Schlußbericht jubeln. Anstatt die Gläubigen zu einer klaren und im höchsten Maß unmißverständlichen Lehre zu führen, hat der Schlußbericht eine Situation der Vernebelung, der Verwirrung, des Subjektivismus (das Gewissensurteil über die Scheidung und das Forum internum) und einen un-katholischen Partikularismus in Lehre und Disziplin verursacht, und zwar in einer Materie, die wesentlich mit dem von den Aposteln überlieferten Glaubensgut zusammenhängt.

Jene, die in unseren Tagen tapfer die Heiligkeit des Ehesakraments und der Eucharistie verteidigen, werden als Pharisäer abgestempelt. Da aber der logische Grundsatz vom ausgeschlossenen Widerspruch gültig ist und der gesunde Menschenverstand noch funktioniert, ist das Gegenteil wahr.

Es sind vielmehr jene den Pharisäern nahe, die im Schlußbericht die göttliche Wahrheit verdunkeln. Um ein ehebrecherisches Leben mit dem Empfang der Heiligen Kommunion in Einklang zu bringen, haben sie geschickt neue Bedeutungen erfunden, ein neues Gesetz der „Unterscheidung und Integration“, indem sie neue menschliche Traditionen gegen das glasklare Gebot Gottes einführen.

An die Vertreter der sogenannten Kasper-Agenda sind diese Worte der fleischgewordenen Wahrheit gerichtet: „So setzt ihr durch eure eigene Überlieferung Gottes Wort außer Kraft. Und ähnlich handelt ihr in vielen Fällen“ (Mk 7,13). Jene, die zweitausend Jahre lang unermüdlich und mit größter Klarheit von der Unabänderlichkeit der göttlichen Wahrheit gesprochen haben und das oft unter Preisgabe des eigenen Lebens, würden heute als Pharisäer abgestempelt: so der Heilige Johannes der Täufer, der Heilige Paulus, der Heilige Irenäus, der Heilige Athanasius, der Heilige Basilius, der Heilige Thomas Morus, der Heilige John Fisher, der Heilige Pius X., um nur einige der leuchtendsten Beispiele zu nennen.

Nach der Wahrnehmung sowohl der Gläubigen als auch der säkularisierten öffentlichen Meinung besteht das wirkliche Ergebnis der Synode darin, daß man sich faktisch nur auf die Frage der Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Heiligen Kommunion konzentrierte. Man kann sagen, daß die Synode sich in den Augen der öffentlichen Meinung als Synode des Ehebruchs und nicht der Familie erwiesen hat. Tatsächlich werden alle schönen Aussagen des Schlußberichts zu Ehe und Familie von den zweideutigen Erklärungen der Stellen über die wiederverheirateten Geschiedenen in den Schatten gestellt, eine Frage im übrigen, die vom Lehramt der beiden vorigen Päpste bereits entschieden und gelöst wurde und zwar in treuer Übereinstimmung mit der zweitausendjährigen Lehre und Praxis der Kirche. Es ist daher eine wahre Schande, daß katholische Bischöfe, die Nachfolger der Apostel, Synodenversammlungen für ein Attentat genützt haben gegen die konstante und unveränderliche Praxis der Kirche bezüglich der Unauflöslichkeit der Ehe bzw. der Nicht-Zulassung der Geschiedenen zu den Sakramenten, sofern diese noch in einer ehebrecherischen Verbindung leben.

In seinem Brief an Papst Damasus hat der Heilige Basilius ein realistisches Bild der doktrinellen Verwirrung gezeichnet, die damals von jenen Kirchenvertretern gestiftet wurde, die auf der Suche nach einem hohlen Kompromiß und einem Ausgleich mit dem Geist der Welt waren: „Die Traditionen sind nicht umsonst festgelegt; die Pläne der Neuerer sind in den Kirchen Mode; es gibt mehr Erfinder listiger Mechanismen als Theologen; die Weisheit dieser Welt erringt die höchsten Anerkennungen und lehnt den Ruhm des Kreuzes ab. Die Alten klagen, wenn sie die Gegenwart mit der Vergangenheit vergleichen. Noch mehr aber sind die Jungen zu beklagen, die nicht einmal wissen, wessen sie beraubt wurden“ (Ep 90,2).

In einem Brief an Papst Damasus und die Bischöfe des Westens beschrieb der Heilige Basilius die in der Kirche herrschende Verwirrung: „Die Gesetze der Kirche sind eine Beute der Verwirrung. Die Ambition der Menschen, die keine Gottesfrucht haben, läßt sie auf die höchsten Posten springen, welche nun allen als Beute der Gottlosigkeit bekannt sind. Das Ergebnis ist: je mehr ein Mensch gegen die wahre Lehre lästert, desto mehr hält man ihn geeignet für das Bischofsamt. Die klerikale Würde ist eine Sache der Vergangenheit. Es gibt keine genaue Kenntnis der Canones mehr. Es herrscht völlige Gleichgültigkeit im Sündigen; wer eine bestimmte Stellung durch die Gunst der Menschen erreicht hat, ist gezwungen, sich dankbar zu erweisen, indem er ständig Nachsicht gegenüber den Rechtsbrechern zeigt. Auch das rechte Urteil ist eine Sache der Vergangenheit und jeder handelt nach den Begierden seines Herzens. Wer Autorität besitzt, hat Angst zu reden, wer Macht erlangt hat dank menschlicher Interessen, ist Sklave jener, dem er seine Beförderung zu verdanken hat. Und die Einforderung der wahren Orthodoxie wird in einigen Kreisen jetzt als Gelegenheit gesehen, sich gegenseitig anzugreifen; die Menschen verbergen ihren schlechten Willen und fordern, daß ihr feindseliges Verhalten in Wirklichkeit von der Liebe zur Wahrheit herrühre. Während die Ungläubigen lachen, werden die Menschen, die schwach im Glauben sind, erschüttert, der Glaube ist unsicher, die Seelen versinken in Unwissenheit, da jene, die das Wort mißbrauchen, die Wahrheit imitieren. Die Besten unter den Laien meiden die Kirchen wie Schulen des Frevels und erheben in der Wüste unter Stöhnen und Tränen im Gebet ihre Hände zum Himmel, zu ihrem Herrn. Der von den Vätern empfangene Glauben, jenen, den wir durch das Zeichen der Apostel gekennzeichnet wissen, zu diesem Glauben geben wir unsere Zustimmung, so wie zu allem, was in der Vergangenheit kanonisch und rechtmäßig verkündet wurde“ (Ep 92,2).

Jede Zeit der Verwirrung in der Geschichte der Kirche ist zugleich eine Möglichkeit, große Gnaden der Stärke und des Mutes zu empfangen, und in der es die Gelegenheit gibt, die eigene Liebe zu Chistus, die fleischgewordene Wahrheit, zu bezeugen. Ihm hat jeder Getaufte, jeder Priester und jeder Bischof unverbrüchliche Treue versprochen, jeder nach seinem Stand: durch das Taufversprechen, das priesterliche Versprechen und das feierliche Versprechen der Bischofsweihe. In der Tat hat jeder Kandidat des Bischofsamtes versprochen: „Ich will das von den Aposteln überlieferte Glaubensgut, das immer und überall in der Kirche weitergegeben wurde, rein und unverkürzt bewahren“. Die Zweideutigkeit, die im Abschnitt der Relatio finalis über die wiederverheirateten Geschiedenen enthalten ist, widerspricht dem hier wiedergegebenen feierlichen bischöflichen Versprechen. Ungeachtet dessen, sollten alle in der Kirche, vom einfachen Gläubigen bis zu den Inhabern des Lehramtes sagen:

Non possumus!“ Ich werde weder ein nebulöses Gerede noch eine geschickt getarnte Hintertür zur Profanierung des Sakramentes der Ehe und der Eucharistie akzeptieren. Ebensowenig werde ich es akzeptieren, daß man sich über das Sechste Gebot Gottes lustig macht. Ich ziehe es lieber vor, verlacht und verfolgt zu werden, als zweideutige Texte und unehrliche Methoden zu akzeptieren. Ich ziehe das glasklare „Antlitz Christi, der Wahrheit, dem Bild des mit Edelsteinen geschmückten Fuchses vor“ (Hl. Irenäus), „denn ich weiß, wem ich Glauben geschenkt habe“, „Scio cui credidi“ (2 Tim 1,12).

2. November 2015

+ Athanasius Schneider
Weihbischof des Erzbistums der Allerseligsten Jungfrau Maria zu Astana

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Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Corrispondenza Romana

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158 Comments

  1. Diese Überlegungen und Gedanken von Herrn Bischof Athanasius Schneider entsprechen in allem der Wahrheit und werden ihre Gültigkeit auch über den Tag hinaus nicht verlieren.
    Es ist sehr schön zu lesen wie Bischof Schneider es nicht versäumt, oft genug auf insbesondere den hl. Papst Johannes Paul II. zu verweisen, der zusammen mit Papst Benedikt XVI. von etlichen auf diesem Forum schon komplett verunglimpft worden ist. Schämen sollen diese, denn nicht ein Mal hatten sie den Mut, sich von ihrem bösen und haltlosen Gerede zu distanzieren. So kleinlich sind sie. Man muß dazu keine „Namen“ nennen: das geht ja sozusagen von a bis z. Ihre Glaubwürdigkeit ist dahin.
    Wie oft hatte ich schon Papst Benedikt lobend genannt und bin dafür, zusammen mit ihm selbst, angegriffen worden!

    Bischof Athanasius nimmt kein Blatt vor den Mund. Dafür sei ihm gedankt wie auch Katholisches.info.
    Bischof Schneider nannte nicht den Papst Franziskus mit Namen, aber das mußte er auch nicht. Bleibt zu hoffen, daß die treuen Kardinäle weiterhin den Glauben hochhalten und auch in diesem Sinne handeln und wenn irgend möglich, den falschen „Papst“ Bergoglio, der exkommuniziert ist, sich selbst exkommuniziert hat, absetzen.

    • Auch ich war bisher ein großer Fan J.P. II. Wenn man aber die Kirchengeschichte der letzten 100 Jahre eingehender studiert, kommt man nicht daran vorbei, auch J.P. II kritisch zu sehen. Ich habe weiter unten einen Link engestellt zur Grundhäresie J.P. II. Wenn wir die Darlegungen lesen, müssen wir zugeben, dass die Gebetstreffen der Weltreligionen nur eine direkte und konsequente Folge aus den Gedanken J.P.s sind.
      Auch die Uneindeutigkeit der jüngsten Synodenerklärungen ergeben sich daraus. Die Bischöfe wissen selbst nicht mehr was sie glauben und gauben sollen. Sie wollen keine Seite und Weltanschauung verletzen. Weil: sie könnten sich ja auch irren. Darum gehen sie auf Nummer sicher.
      Ich kann dem nur entgegenhalten, woran ich mich immer orientiert habe: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Kurz: Welche Aussagen bewirken ‚was‘? Kommt entschieden Gutes dabei heraus?
      Bezüglich J.P. II bin ich zunehmend irritiert. Möglicherweise hatte ich ihn bisher nicht wirklich verstanden. Auch Ratzinger unterliegt demselben Allerlösungstrend als heimlicher Weltanschauung im Hintergrund.

    • Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus sind allesamt in ihrem Pontifikat mehrgleisig gefahren.

      JP II.: Gegenüber der Tradition 1984 die Autorisierung der Diözesanbischöfe, einen Indult zur Feier der tridentinischen Messe zu erteilen. 1988 die Anerkennung der FSSP und Errichtung der Kommission Ecclesia Dei. Dem Modernismus unterwarf sich JP II., indem er sich als erstes Oberhaupt der katholischen Kirche mit Führungspersonen anderer Religionen „auf gleicher Augenhöhe“ traf.

      B XVI.: Veröffentlichung des Motu proprio Summorum Pontificum 2007, womit die Regelungen zum Indult von 1984 hinfällig wurden. Aufhebung der Exkommunikation der damaligen vier Vagantenbischöfe der FSSPX im Jahr 2009. Zwar galt B XVI. als das „reaktionärste“ Oberhaupt der katholischen Kirche der letzten Jahrzehnte, jedoch gibt es von ihm Aussagen, die im offenen Widerspruch zum Prä-Vaticanum-II-Lehramt stehen. Beispielsweise meint er, es sei nicht mehr wichtig, ob orthodoxe Patriarchen den Papst als Leiter der Christenheit und legitimen Nachfolger Petri anerkennen, wozu aber das Vaticanum I eine gänzlich andere Lehre verkündet hat.

      F: Die Rekonziliation der FSSPX wird vorangetrieben. Auf der anderen Seite sucht F ein herzliches Verhältnis zu den von den „Mysterien“schulen gelenkten Vereinten Nationen. Er gibt sich als Anhänger des ideologischen Ökologismus zu erkennen. Er will der häretischen Kasper-Fraktion entgegenkommen.

      • Korrekt.
        Dabei sind die jeweils zeitlich sehr unterschiedlichen Bedingungen (finanzielle Ressourcen des Vatikans und der Diözesen, theologisches Fachwissen, absolute Zahl der Gläubigen und der Sympathisanten, numerisches Übergewicht, Charisma und Vorzeigekraft der Protagonisten und das Respekt für die Tradition und für die Älteren („Pietas“)) zu berücksichtigen.

        Besonders was F. betrifft:
        Wie die Websites der FSSPX deutlich zeigen, werden die Aussagen und Schriften von F. sehr genau gelesen, studiert und kritisch besprochen.
        Es ist äusserst sinnvoll eine Auseinandersetzung auf den Boden des Glaubens mit der Schrift und der Tradition in gesundem Menschenverstand und mit großer Fachkunde zu führen.
        Die finanzielle Verhältnisse sind inzwischen total anders; die theologische Qualität an der Spitze ist auch nicht mehr was sie einmal war; und die numerische Verhältnisse heben sich sehr stark verschoben.

        Quintus Fabius Maximus Cunctator ist gerade in der FSSPX kein Unbekannter (steht auch im Lateinlehrbuch).

  2. Gut dass es noch wirklich katholische Bischöfe gibt. Diese diabolische Synode hat es an den Tag
    gebracht : 2.Kor.11,13, …denn diese Leute sind Lügenapostel, unehrlich, und sie tarnen sich als
    Apostel Christi. Weihbischof Athanasius Schneider ist einer der Rufenden in der Wüste, die sich
    in der Kirche ausbreitet. Er zeigt die Schwachstellen und Zweideutigkeiten des Schlußpapieres
    der Synode auf. Wohin die Zweideutigkeit in der Lehre führt, zeigt was aus der Kirche nach dem Konzil geworden ist. Die Progressisten haben von Anfang an das Gewissen des einzelnen als
    höchste Instanz in Glaubensfragen gestellt, ohne zu sagen, nach welchem Gewissen, oder zu
    fragen, wer das Gewissen bildet. Der Slogan war damals : Rom ist weit weg ! Diese Auffassung
    hat auch der Vorsitzende der deutschen Bischofkonferenz Kardinal Marx. Die allgemeine Ten-
    denz dieser Leute geht Richtung Laienkirche und Protestantismus.

  3. „Bei der Synode sind wirkliche neue Schüler des Moses und Neo-Pharisäer aufgetreten..“
    Und wer ist ihr Lehrmeister?

    „Nur jene können das Sakrament der Beichte empfangen.. die entschlossen sind, ihrem ehebrecherischen Zusammenleben ein Ende zu setzen…
    Und warum sagt dies nicht so das von Bischof Schneider vermeintliche rechtmäßige Oberhaupt? Ist es nicht Lehre der Katholischen Kirche?

    Weihbischof Athanasius Schneider schreibt auf Rorate Caeli, dass das Schlussdokument der Familiensynode Hintertüren für die Ehebrecher-Kommunion offenlässt. Es werde zum Beispiel verschwiegen, dass der Ehebruch eine schwere Sünde ist. Schneider erklärt, dass er diesen versteckten Angriff auf die Ehe und das sechste Gebot nicht akzeptieren kann.

    Bischof Athanasius Schneider muss es aber akzeptieren! Und er muß dieses Verschweigen der schweren Sünde und diesen versteckten Angriff auf die Ehe und das sechste Gebot nicht nur akzeptieren, sondern als verbindliche Lehre der Katholischen Kirche annehmen. Es kommt ja vom Papst. Weil er diesen Papst als wahres Oberhaupt der Katholischen Kirche sieht, ist er verpflichtet, ohne wenn und aber diese Lehre als verbindlich anzuerkennen und gutzuheißen.
    „Es werde zum Beispiel verschwiegen“, nun, wen meint Bischof Schneider damit; wer ist für ihn dieses „Es“?
    Wer ist denn für ihn der Verantwortliche dieser Synode?

    Hier sieht man, wie man von einer Absurdität in die andere kommt, wenn man – wie auch Bischof Fellay – dieses „päpstliche Lehramt“ als Lehramt der Katholischen Kirche ansieht und deswegen fortwährend eine Wahl treffen muss zwischen den einzelnen Lehraussagen. Das erlaubt aber die Kirche nicht! So etwas gibt es nicht in der katholischen Kirche mit einem rechtmäßigen Päpstlichen Lehramt.
    Bergoglio ist nicht das Oberhaupt der Katholischen Kirche, weil ein Papst in Glaubens- und Sittenlehre unfehlbar ist und keine falschen Lehren verbreiten kann.

    Gal. 1,6 ff:
    „Ich staune, daß ihr so rasch von dem, der euch in Christi Gnade berief, euch abwendig machen laßt zu einem anderen Evangelium, wo es doch ein anderes gar nicht gibt, nur gewisse Leute gibt es, die euch verwirren und darauf ausgehen, das Evangelium Christi zu verkehren. Doch wenn selbst wir oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium verkündeten, als wir euch verkündet haben, DER SEI VERFLUCHT. Wie wir schon sagten, so sage ich nun noch einmal: Wenn jemand euch ein anderes Evangelium verkündet, als ihr empfangen habt, SO SEI ER VERFLUCHT!“
    Nun beschäftigen sich aber Athanasius Schneider und Bernard Fellay fortwährend mit diesen „Verfluchten“ und ihren falschen Lehren; sie betören damit sogar ihre Gläubigen, für die sie doch verantwortlich sind.

    • @ Makariel
      Bitte, keine voreiligen Verurteilungen!! Beachten Sie, dass das letzte Wort, das Papst Franziskus zu sprechen hat, noch nicht gesprochen ist. Weihbischof Schneider spricht über das Schlussdokument der Synode und aus gutem Grund noch nicht über dessen letztendliche Gültigkeit. Diese auszusprechen oder eben nicht, ist Sache des Papstes. Verantwortlich für das Papier ist also die Synode erst einmal selbst. Wenn daher von diesem Papier in der dritten Person gesprochen wird, ist das korrekt. Die Analyse von Weihbischof Schneider kann für den Papst zur Meinungsbildung dienen und ist geeignet, dessen Bewusstsein für die Wahrheit der Lehre Jesu Christi gegen die falschen Einflüsterungen der Kasperianer zu schärfen. Noch ist nicht aller Tage Abend! Das hoffe ich wenigstens!

  4. Hut ab! Dieser Erklärung ist nun wirklich nichts hinzuzufügen. Vielen Dank, lieber Herr Weihbischof Schneider!

  5. „Die neuen Jünger des Moses und die neuen Pharisäer haben bei den beiden jüngsten Synoden-versammlungen (2014 und 2015) ihre praktische Leugnung der Unauflöslichkeit der Ehe und ihre fallweise Aufhebung des Sechsten Gebotes unter dem Vorwand der Barmherzigkeit verschleiert, indem sie Ausdrücke gebrauchten wie „Weg der Unterscheidung“, „Begleitung“, „Orientierung durch den Bischof“, „Dialog mit dem Priester“, Forum internum“, „eine vollständigere Integration in das Leben der Kirche“ gebrauchten, um die Zurechenbarkeit des Zusammenlebens in Fällen irregulärer Verbindungen möglichst zu eliminieren (vgl. Relatio finalis, Nr. 84–86).“

    Die Gottesmutter hat uns bereits im 16. Jahrhundert in ihrer Botschaft in Quito schon auf die heutige Situation – und wer zu dieser Zeit an der Macht sein wird – aufmerksam gemacht:
    http://www.katholisches.info/2014/07/11/die-gottesmutter-gegen-die-freimaurerei-vor-400-jahren-kirchenkrise-prophezeit/
    „„Das Sakrament der Ehe, das den Bund Christi mit Seiner Kirche symbolisiert, wird angegriffen und im wahrsten Sinne des Wortes profaniert werden. Die Freimaurerei, die in jener Zeit an der Macht sein wird, wird bösartige Gesetze erlassen mit dem Ziel, dieses Sakrament abzuschaffen, indem es für alle leichtgemacht wird, in der Sünde zu leben…… Der christliche Geist wird schnell verblassen, indem das kostbare Licht des Glaubens soweit erlischt, daß es fast zu einem totalen und allgemeinen Verfall der Sitten kommt.“

    • @Jerumiel.
      Vielen dank für den Link. Dort heißt es, man möge den Namen der Mutter „vom guten Erfolg“ anrufen und so werde man Tröstungen erlangen.

      Anderes Wort für Tröstungen: Seelenfrieden‘. Den hat man aber nur, wenn man in der Wahrheit bleibt.

      Also sehe ich mich in meiner Auffassung bestätigt: die Lämmer kann ich nur von den Böcken scheiden, wenn ich die Gabe der Unterscheidung der Geister habe.

      Diese bekomme ich durch Einsatz der Vernunft, mit der kleinen Tochter der Antizipation an der Hand.

      Kurz: Bringt die jeweilige Handlung gute oder schlechte Früchte hervor?

      „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“

      Ein Blick auf die Kirche der Gegenwart: etwas ist faul, sogar gewaltig faul.

    • Fragt sich nur, wenn man die Vernunft einsetzt, wie eine Schwester im 16. Jh bereits von den Freimaurern gewusst haben will, deren Gründung und Name damals noch Zukunftsmusik war…

      • In den Kommentaren zu dem besagten Link ging es ja im vorigen Jahr schon um diese Irritation.
        Was also sagte der Seher 1790 über die zurückliegende angebliche Erscheinung aus dem 16 Jhd.? Was steht im Originaltext; und was kann der Herausgeber über die Übersetzung sagen?
        Sie wollten da, glaube ich, recherchieren?

      • Einige FM-Vorläufer-Gemeinschaften wie z.B. die Rosenkreuzer u.a., die bewusst kirchenzerstörerisch wirkten, gab es schon im Mittelalter: Martin Luther zählte übrigens zu ihnen. Die berühmte Lutherrose ist nichts anderes als ein Rosenkreuzersymbol.

      • @ Pater Pio

        Schauen Sie bei dem Link die letzten beiden Kommentare an – da wird klar, dass diese angeblichen „Zukunftsvisionen“ der „Mutter Mariana“ nicht authentisch überliefert, sondern höchstwahrscheinlich Schwindel sind.

  6. Das „Non possumus“ von Weihbischof Athanasius Schneider ist ein würdiges und verdientes Knockout für Papst Franziskus, Kardinal Kasper und tutti quanti. 😎

    • Leider hat dieser mutige Bischof aber keine entscheidende Stimme im Parlament der Abtrünningen und Reaktionäre – es sei denn, es melden sich noch mehr rechtgläubige Bischöfe zu Wort!

  7. Tja, hätten nur mal die lehramtstreuen Bischöfe auf der Synode Bergoglio geschlossen ihr „non possumus“ entgegengeschleudert, anstatt sich von Kompromissformeln einwickeln zu lassen, dann stünde Exzellenz Schneider nun nicht als einsamer Rufer in der Wüste wie weiland Lefebvre. Es ist wirklich zum Weinen, dass man nichts aus 50 Jahren Konzilsgeschichte gelernt hat.

  8. Ich weiß nicht @Pater Pio, aber Papst Johannes Paul II. hat keine Häresien gelehrt oder irgendwie dahin geführt. Da wird vieles falsch verstanden, bei manchen absichtlich, bei manchen unabsichtlich.
    Papst Johannes Paul II. hat immer alle Menschen zu Jesus Chrisrus geführt und führen wollen, dem einzigen Herrn und Erlöser. Dies besagt auch ausdrücklich das Dokument Dominus Iesus aus dem Jahre 2000. Darnach gibts nun wahrlich nichts mißzuverstehen. Darin wird auch die hl. röm.- kath. Kirche mit dem Papst an der Spitze als die wahre und einzige Kirche Jesu Christi bezeichnet.
    Nach der Veröffentlichung durch Kardinal Ratzinger ist ja auch die Kritik von allen möglichen und unmöglichen Seiten auf den Papst herabgeprasselt.

    Ich möchte daran erinnern, daß auch der Herr und Erlöser sehr scharf dafür kritisiert wurde, daß er mit Sündern und Zöllnern aß. Auch sprach Er oft genug zu Heiden und Nicht-Juden. Er sprach sogar ein Gleichnis vom „barmherzigen Samariter“, einem Häretiker. War Jesus Christus ein Häretiker @Pater Pio? War der hl. Apostel Paulus ein Häretiker als er in Athen zu den dortigen Nicht-Juden sprach?
    Durch den Gottmenschen Jesus Christus ist doch unterschiedslos allen Menschen das Heil eröffnet worden. Und sein Tod und seine Auferstehung haben auch soz. rückwirkende Bedeutung gehabt- für alle jemals Lebenden.
    Der hl. Papst Johannes Paul II. sah alle als erlösungsbedürftig an. Das heißt, daß alle Menschen an der Sünde Adams und Evas teilhaben und teilhatten- oder nicht?, aber auch deswegen potentiell alle am Erlösungswerk Christi, ob bewußt als Getaufte oder unbewußt als Nicht-Getaufte, teilhaben und teilhatten; natürlich in unterschiedlichen Graden. Und wem viel gegeben wurde, von dem wird auch viel verlangt, also von den Getauften, den Christen.
    Aber wer will das alles wissen? Niemand außer Gott, der alle bei sich im Himmel haben will.

  9. Hier wird versucht, tiefe mystische Geheimnisse – die nur ganz wenige imstande sind, im Herzen zu erfassen – rein intelektuell erklären zu wollen, und es wird dann so umgedeutet, als ob es Häresie wäre. Das ist ein trauriges Kapitel von kümmerlicher menschlicher Unzulänglichkeit.

    Ich habe das Buch (leider nur italienisch) von A. Socci „I segreti di Karol Wojtyla“ (Die Geheimnisse von K.W.) gelesen, und kann es nur jedem empfehlen, der Papst Johannes Paul II. wirklich verstehen lernen will.

    Dieser Papst hatte ein mystisches Leben, das in der Öffentlichkeit zu seinen Lebzeiten nur ganz ganz wenigen bekannt war. Im erwähnten Buch werden einige Geheimnisse gelüftet. Da ich aber leider weiß, wie hier im Forum von vielen über Mystik gedacht wird, werde ich nichts konkret anführen, um es nicht der Lächerlichkeit preiszugeben.

    Im Himmel werden wir Johannes Paul II. wirklich verstehen, vorher wahrscheinlich nicht, denn seine geistige Höhe ist auf dieser armen, finsteren Erde nur von wenigen Heiligen als Gnadengeschenk erlebt worden. Er war ein richtiger Gigant als Papst, und zutiefst mit der heiligsten Gottesmutter verbunden: TOTUS TUUS!

    • Ihrer Klarstellung kann ich mich nur anschließen!
      Papst JOHANNES PAUL II. war und ist ein GROSSER PAPST !
      Was soll der ewige Vorwurf Assisi? In unserer globalisierten Welt ist es nun mal nicht mehr möglich die MENSCHEN anderer Religionen einfach zu ignorieren, schon gar nicht, wenn man der STELLVERTRETER CHRISTI auf Erden ist.
      Ich sehe Papst JP II. auch im Licht von Totus Tuus: Er tat nichts, aber auch nicht die allerkleinste Handlung, ohne die GOTTESMUTTER!
      Sie war es, die durch ihn wirkte! Wer ihn kritisiert, kritisiert die Heilige Jungfrau!

      • Leider ist meine Antwort jetzt zu weit nach oben gerutscht; sie hätte an dieser Stelle erscheinen müssen, Pardon!

      • Wieso? @Freya hat alles richtig gesagt. Warum begreifen Sie nicht @Chlodwig?
        Sie begreifen dann auch Jesus Christus nicht und logischerweise nicht die Apostel, die in alle Welt damals ausgezogen sind und allen möglichen Religionsanhängern die Frohe Botschaft verkündigten. Jetzt sagen Sie bitte nicht: das war oder ist etwas anderes. Nichts war da anders. Der hl. Johannes Paul II. war/ist ein wahrer Apostel Jesu Christi.

      • Genau, die Apostel haben gesagt, daß heidnische Kulte in christlichen Sakralbauten stattfinden können. Ihr kirchenhistorisches Wissen ist einfach phänomenal!

      • Ich wüßte nicht, wo ich das gesagt hätte, was Sie von mir behaupten @Chlodwig.
        Sie haben den Papst JP II. einfach nicht verstanden- und ihn zu verstehen ist auch Herzenssache.
        Sie aber reden wie die (meisten) Pharisäer und Schriftgelehrte vor rund 2000 Jahren zum Herrn und Erlöser geredet hatten.

      • @ Freya: Ja. ich denke ,so ist es. Ich liebe Papst Joannes Paulus 2 sehr. Er hat auch viele Genesungen fuer mich verrichtet, und noch immer, wenn ich zu ihm bete.Seine Selig- und Heiligsprechungen habe ich mitgefeiert in Rom.

      • Sie scheinen ja Einblick in die tiefsten Seelengeheimisse Woitylas zu haben….

        Er hat in mehrfacher Hinsicht zweifelhafte Dinge getan.
        jeder, der das auf der Sachebene erkennt, hat recht.
        Woitlya dürfte vor allem eine Art Esoteriker gewesen sein. Von echter Mystik sehe ich da nix.
        Und welcher „Gottesmutter“ erfolgte, kann ich auch nicht recht sehen.
        Sie könnte auch als Aushängeschild gedient haben, um den frommen leuten Sand in die Augen zu streuen.

        Woityla hat vor allem gemacht, was er wollte und vieles davon ist bis heute undurchsichtig. Die Gottesmutter hatte ihm gefälligst zu dienen. Alleine seine Fatima-Mauscheleien sind zum Frieren…
        Assisi gehört dazu, der Korankuss, diverse hochproblematische Lehren wie die „Theologie des Leibes“ und sehr wohl sein Ökumenismus.

      • Es ist ja inzwischen bekannt @zeitschnur, dass Sie sämtliche Päpste ablehnen und an keinem einzigen ein gutes Haar lassen! Wenn man Ihrer verschrobenen Theologie folgen würde, müsste ein Papst dasselbe Meinungswirrwarr wie Sie vertreten. Das wäre dann der letzte Gnadenschuss für die Kirche!
        Gott bewahre uns vor allen Neubekehrten, die glauben die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben!

      • Falsch, mein Lieber – ich lehne nicht sämtliche Päpste ab, sondern ich lehne deren Handeln ab, wenn es dem Glauben nicht entspricht.

        Ihnen scheint allerdings jegliche Fähigkeit zur Unterscheidung zu fehlen. Wenn – um ein Beispiel zu nennen – ein Papst oder sonst wer den Koran küsst und behauptet, er sei katholisch, dann muss er zwingend die Unwahrheit sprechen. Der Koran verleugnet nämlich ausdrücklich die Gottessohnschaft Jesu Christi. Es ist überhaupt die ausdrückliche Mission des Islam, die Trinität zu leugnen – aus seiner Sicht den Eingottglauben wieder „richtigzustellen“.
        Denken Sie darüber mal in aller Ruhe und ohne Ressentiemnts und in Liebe zu Jesus nach – vielleicht kommen wir der Sache dann näher.

        Ein Mann, der also das Buch küsst, das die Gottessohnschaft Jesu ausdrücklich verleugnet, dessen „Totus tuus“ ist unehrlich. Wie wird die Gottesmutter darüber weinen, dass dieser Mann den größten antichristlichen Frevel auch noch küsst! Küsst! das ist ein Schwert in ihre reinste, heiligste und weisteste Seele!

        Bevor ich also vor einem „Papst“ einknicke, der so etwas Schreckliches und Sakrilegisches macht, lasse ich mich lieber von Ihnen und anderen alles zusammenheißen, als den Herrn auf diese Weise mit einem angeblichen Papst (oder sonstigen Katholiken) zu verleugnen.

      • Werte @zeitschnur,
        um das Pontifikat eines Papstes richtig beurteilen zu können, muss man auf sein ganzes Leben schauen und darf nicht nur auf einzelnen Handlungen herumhacken. Auch ein Papst ist zwischendurch mal ein Mensch (und darf es sein), der Fehler macht, wie Sie und ich auch: Jeder ehrliche Gläubige, der noch so konsequent katholisch lebt und praktiziert, muss zugeben, dass es in seinem Leben Situationen gab, die er gerne rückgängig, bzw. anders gemacht hätte. Diese Nachsicht muss man auch mit einem Papst üben dürfen!
        Ich persönlich finde den Korankuss auch nicht gut, deute ihn aber als eine Art Übersprungs-Handlung und vielleicht auch als Ausdruck seiner Liebe, die Papst Joh. Paul II. wirklich in außergewöhnlichem Maße für alle Menschen und Völker hatte. Hier hat er als Mensch und nicht als Papst gehandelt – und das muss man ihm auch zugestehen dürfen.
        Sie @zeitschnur haben aber ständig an sämtlichen Päpsten etwas auszusetzen, ob es sich um einen Pius IX. oder auch X. handelt, – die ja nun wirklich beide ein außerordentlich heiliges Leben (wie übrigens Joh. Paul II. auch) geführt haben!
        Hier kann ich nur sagen: Kritik üben ist einfach – erst einmal nach- und besser machen – dann können wir weiter reden. Bestimmt ist Ihnen die alte Indianerweisheit nicht fremd: „Beurteile nie einen Menschen solange du nicht einen Tag in seinen Mokassins gegangen bist!“
        In diesem Sinn steht es uns gewöhnlichen Otto-Normal-Verbrauchern nicht zu, wirklich heilige Päpste bloß zu stellen und mit unseren äußerst begrenzten Horizont und beschränkten Maßstäben zu messen. Das ist eine Beleidigung Gottes, der sie auserwählt und eingesetzt hat.

      • auf ein Neues an @ roman

        Ich schrieb Ihnen gerade, aber auch das ist irgendwo ganz noch oben gerutscht. Kann der Moderator das nicht alles mal an die richtige Stelle einordnen. Offenbar haben auch andere Leute hier bei dem Thread das Problem, dass die Kommentare sich falsch einordnen.

      • Ein nachträgliches Verschieben ist leider nicht möglich. Ob ein technisches Problem vorliegt, wird geprüft.

      • @zeitschnur: Sie liegen aus meiner Sicht falsch. Versuche es später noch darzulegen. Habe jetzt aber keine Zeit.

      • Boah, na immerhin benötigen Sie nach solchen Äußerungen keine lange Gewissenserforschung für Ihre nächste Beichte.

        Besser, Sie bitten die Redaktion darum, Ihr Geschreibsel zu löschen, statt andere nach Ihrer Willfährigkeit zu zensieren.

        Gute Besserung !

      • @ Franzel
        Ihr Hassausbruch gegenüber @ Zeitschnur ist bei aller sachlichen Differenz zu ihr unverantwortbar. So stehen Sie selbst als „Besessener“ am Pranger, es sei denn, Sie besinnen sich und bitten Frau @ Zeitschnur umgehend um Verzeihung!

      • @Lieber Franzel, die meisten ihrer Kommentare teile ich. Manchmal schäumen Sie aber vor Wut.
        Was Sie hier sagen, ist das Schlimmste, was ich je gelesen habe. Ich muss es so offen sagen. Dafür könnten sie rechtlich belangt werden. Ich rate Ihnen, sich bei @zeitschnur zu entschuldigen. Unbedingt!!!!!!!!!!!! Diese Veröffentlichung darf nicht sein.

    • Werte/r @ Ano Nym!
      Antinio Socci, geb.1959, ist ein italienischer Journalist und Schriftsteller. Er ist seit 1987 als Vielschreiber zu kirchlichen Themen auf der Basis eines Literaturstudiums an der Universität Siena hervorgetreten, besitzt aber keine erkennbare theologische oder kirchengeschichtliche Vorbildung. Insofern kann sein Buch „I segreti di Karol Wojtyla“ nach meiner Einschätzung keine verlässliche Basis für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Papst Johannes Pauls II. Erlösungsvorstellungen sein.
      Das war das Thema, das @ Pater Pio mit seinem langen Zitat aus obskurer Quelle angeschnitten und dann wieder zurückgenommen hat. Und das ist auch gut so!
      Als bewegter Allerlösungsmystiker ist der heute immer öfter wegen seiner Lehramtstreue angegriffene Papst Johannes Paul II jedenfalls zu seinen Lebzeiten nicht erkennbar hervorgetreten, ebensowenig wie der aus gleichem Grund angegriffene Papst Benedikt XVI.

      • Ihren Kommentar habe ich zur Kenntnis genommen, und er kratzt mich nicht im geringsten.

        A. Socci kenne ich (durch seine Bücher) schon sehr lange, und ich getraue mich gerade hinaus zu behaupten, dass er zu den 10 besten, noch echt katholischen Journalisten weltweit gehört. Die Tiefe seiner Bücher, der mitgeteilte Glaube darin, das scharfsinnige, fast schon „rationalistische“ Denkvermögen dieses wahren Autors, gemischt mit echter Leidenschaft für eben seinen Glauben: das alles wünschte ich mir gerne öfters auch anderswo zu finden, aber da kann man lange suchen…

      • @ Ano Nym
        Was Sie „gerade hinaus“ behapten, ist Ihr aus rein subjektiver Sicht seit langem verankertes Privaturteil über A.S. , das Sie durch eine irrational-schwärmerische Sprache zu beglaubigen trachten:
        „Die Tiefe seiner Bücher, der mitgeteilte Glaube darin, das scharfsinnige, fast schon „rationalistische“ Denkvermögen dieses wahren Autors, gemischt mit echter Leidenschaft für eben seinen Glauben: das alles wünschte ich mir gerne öfters auch anderswo zu finden, aber da kann man lange suchen..“
        Wenn Antonio Socci das nötig hat, juckt mich nun meinerseits seine „Mystifizierung“ von Johannes Paul II, gerade HERAUS gesagt, noch weniger, als nicht im geringsten.

        @ Leo Laemmlein! Danke für den Hinweis!

    • Genau so ist es @Ano Nym: Papst JP II. war ein Mystiker. Etwas eher Seltenes in der katholischen Christenheit, vom Protestantismus gar nicht zu reden. Dann sucht man Ersatzformen der wahren Mystik: das ist der Aktivismus beim Beten und in den „Gottesdiensten“ usw.
      Aufgrund der herrschenden Intellekt-Theologie siehts auch überall so furchtbar aus. Da ist der Glaube so seicht und leer wie auch viele Messen überhaupt nichts „bringen“, außer Öde im Herzen.
      Ohne Mystik kann man weder diesen heiligen Papst noch die Apostel und Evangelisten begreifen. Ein einfaches und sehr wertvolles mystisches Gebet ist schon das Rosenkranzgebet- wenn mans erfaßt.

  10. @ PATER PIO
    ich schlage vor, dass man Sie zum Papst wählt, mindestens im Rahmen dieses Forums. Sie sind offenbar unfehlbar und haben in so hohem Mass die Unterscheidung der Geister, dass Sie die Thesen Joh. P. II sogar als „teuflisch“ erkennen! Was für ein grosser Geist Sie sind!

    • Was ich hier gemacht habe: Ich habe ein Papier entdeckt, das mich sehr verunsichert hat. Darum habe ich es hier eingestellt, um die Reaktionen zu sehen. Es beruhigt mich, wenn geschätzte Kommentatoren wie @Franzel, @Elias, @Freya, @Ano Nym… u.a. Johannes Paul II in Schutz nehmen. Auch ich mag ihn nach wie vor sehr.
      Dass ich oben in Hochmut verfallen bin, indem ich meine Gedanken über die „Unterscheidung der Geister“ kund tat, muss ich leider mal wieder eingestehen.
      Solche Gedanken kann man denken, darf sie aber nicht äußern. Da macht es @Ano Nym besser als ich, indem er Wahrheiten nur andeutet, sie aber nicht ausspricht… Also mal wieder dazu gelernt… Und Papst möchte ich schon gar nicht sein, verehrter @Elias, bin ich doch nicht mal dazu in der Lage, meine eigenen Gedanken klar und deutlich vorzubringen…
      Inhaltlich waren meine Feststellungen zwar nicht falsch, denn es ist etwas faul in der Kirche und die Ausführungen Johannes Pauls II sind wirklich so unscharf, wenn er zum Beispiel von „Energien“ spricht, dass sie leicht missverstanden werden können.
      Dennoch habe ich mich hier wohl zu Unrecht ein wenig aufgeblasen, was auch gleich mit einem ziemlich schlechten Gewissen quittiert wurde. Aber dafür gibt es ja die Beichte… Wir sind alle Gott sei dank nicht unfehlbar.

      • Lieber Pater Pio!
        Als ich Ihre Ausführungen las, hatte ich nicht den Eindruck, Sie wollten sich aufblasen. Ich meinte eher Sorge daraus zu lesen.
        Die Bezeichnung „teuflisch“ allerdings fand ich auch sehr unpassend.

        Dass Gott all seine Kinder liebt, darauf dürfen wir vertrauen. Er macht seine Liebe zu ihnen sicher nicht von dem Kontinent abhängig, auf dem sie wohnen und wohl auch nicht davon, in welcher Religion sie beheimatet sind. ER ist gerecht!
        Gott hat sich uns in Jesus Christus offenbart. Dies gibt uns Christen eine frohe Gewissheit, aber wie ich finde, auch eine große Verantwortung Ihm gegenüber.
        Wie @Franzel schon sagte: Wem viel gegeben wurde, von dem wird vermutlich auch mehr verlangt, mehr jedenfalls als von jenen, die Jesus nicht kennen.
        Was hätte Er uns mehr geben können als seinen Sohn?
        Ob wir das genug zu würdigen wissen?
        Gott sieht jedem von uns -ob einfacher Gläubiger oder Papst- ins Herz und weiß, wie es darin aussieht.

      • Sehr geehrter @Pater Pio: danke für Ihre Worte. Aber Sie müssen mich wirklich nicht irgendwie rühmen. Das Stichwort Beichte ist für mein Leben auch immer maßgebend. Einmal pro Monat.
        Nach Gebet, Überlegung soz. im Zwiegespräch mit dem Herrn und dann einer guten Beichte mit Lossprechung und Genugtuung ist man wieder ein gut Stück neu- wie nach einer Dusche.
        Ich bin übrigens auch ein „Verehrer“ des hl. Pater Pio.
        Ihnen alles Gute.

      • @Franzel: Sie haben den richtigen Riecher. („Flos florum“ -Blume der Blumen)
        ———————————————————————————————-
        Pater Paul sagte: „Jede Mitteilung von Gott Vater geschieht in deutlichen und kurzen Ausdrücken, die jeden Zweifel und Doppelsinn ausschließen.“

        ———————————————————————————————-

        „Und ich sah unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, an dem sie festhielten.“ (Offb 6,9)

        ————————————————————————————————-

        „Herr, Du hast recht, wenn Du Deinen Fluch gegen die Taufscheinchristen schleuderst: Wir haben unsere Talente vergraben und durch unsere Bequemlichkeit und Faulheit konnte Satan Land gewinnen. Wir haben aus lauter Toleranz in religiöser Beziehung unser Rückgrat verloren. Wir haben ohne Energie unser Christentum gelebt und keinen zu dir heimgeführt.“
        (Pater Leppich)

        ————————————————————————————————–

        Ein dunkelhäutiger Besucher, der die ganze Welt kannte und viel Erfahrung besaß, wurde von Pater Leppich gefragt, was er von Europa halte. Er antwortete ungeschminkt [sic!]:
        „Europa schwebt am Rande des Abgrunds, denn es hat Gott getötet.“

  11. S.E. Athanasius Schneider hat hier ein herausragendes Beispiel von Mut und Treue zum Glauben abgegeben.
    Weitaus die meiste Hirten praktizieren die Feigheit, frönen den Opportunismus und ducken sich bei Problemen.
    Um so mehr fällt diese deutliche und klare Stellungnahme auf.
    Vom ganzen Herzen Dank!
    Bon Courage!

  12. Solche Bischöfe wie Athanasius hätten wir in Österreich und im gesamten deutschen Raum bitter nötig – nicht verwirren und relativieren, sondern das Gottesvolk führen und ihm unmissverständlich klarmachen, wohin „der Hase läuft“ – auf Grundlage der Schrift und der Überlieferung.
    Was die Synode angeht, sind die Rechtgläubigen wieder über den Tisch gezogen worden (wie schon beim – oder vielmehr nach dem letzten Konzil) – das werden sie, wenn der Hl.Geist nicht noch ein Wunder vollbringt, spätestens bei Erscheinen des nächsten Enzyklika erkennen müssen.
    Beten wir, dass Athanasius der nächste Papst wird – dann sollten sich auch die schmerzhaftesten Spaltungen der letzten Jahrzehnte überwinden lassen – da der „Bischof von Rom“ auf Grund der statistischen Lebenserwartung nur einige der in den letzten 15 Jahren ernannten Kardinäle wird ersetzten können, stehen die Chancen nicht schlecht, wieder auf eine klare Linie zurück zu finden.

  13. Ich habe die Redaktion gebeten, nur den Link von dem stehen zu lassen, was ich gestern einkopierte.
    http://www.einsicht-aktuell.de/index.php?svar=5&artikel_id=37&searchkey=Freimaurer
    Darin wird Papst Johannes Paul II gewissermaßen als ein Lehrer von Häresien gebrandtmarkt. Ich will nicht feige sein…. Habe aber das Einstellen ein sehr schlechtes Gewissen bekommen, warum sich jeder Leser sein eigens Urteil bilden möge.
    Ich denke nach nochmaligem Lesen, dass hier J.P. II zu tendenziös Dinge unterstellt werden, die er als Heilswillen Gottes, nicht aber als Faktum formuliert.
    Im Übrigen kam mir auch gleich gestern der Gedanke, dass Papst Johannes Paul II doch ein großer Marienverehrer war und gerade an die Botschaft von Fatima glaubte. Diese wiederum enthält eine Vision über die Hölle. Dann kam mir in den Sinn, wie rigoros er gegen die Befreiungstheologie und den Marxismus vorgegangen ist…. wie vehement er die Kultur des Todes ansprach und sich ihr widersetzte… und wie sehr er Pater Pio verehrte, der übrigens auch immer sagte, dass es eine Verdammnis gebe. Beispiel: „Wer betet, wird gerettet, wer wenig betet, droht verloren zu gehen, wer gar nicht betet, wird verdammt.“ Dass dieser Papst noch schlimmer als Luther gewesen sei, kann von daher schon nicht stimmen, da er die Annahme des Kreuzes annahm und der ganzen Welt vorlebte. Von billiger Gnade konnte in seinem Denken wohl kaum die Rede sein…

  14. Werter @ Pater Pio
    Ihrem Allerlösungs- und damit Häresievorwurf gegenüber dem Heiligen Papst Johannes Paul II möchte ich nicht folgen, sondern halte ihn für ungerechtfertigt:
    Den von Ihnen aus den Meditationen, S.206 von JPII herausgeschnittenen Textteilen entnehme ich als Beispiel fünf Sätze, um sie mit einem Luthertext zu konfrontieren, denn um dessen Abwehr
    scheint es mir zu gehen, genauer um die Abwehr von dessen Erbsündentheologie, die den
    Menschen, weil unter der Sünde Adams stehend, für unabänderlich böse und zu nichts Gutem
    für fähig hält:
    In den Schmalkaldischen Artikeln (II.1; 1537) macht Luther den Apostel Paulus zum Kronzeugen seiner Erbsündentheologie;
    „Hier müssen wir bekennen, wie S. Paulus Röm 5,12 sagt, dass die Sünde von Adam, dem einzigen Menschen, hergekommen sei, durch dessen Ungehorsam alle Menschen Sünder geworden sind und dem Tod und dem Teufel unterworfen. Dies heißt die Erbsünde oder Hauptsünde. Solcher Sünde Früchte sind danach die bösen Werke, die in den Zehn Geboten verboten sind wie Unglaube, falscher Glaube, Abgötterei, ohne Gottesfurcht sein, Vermessenheit, Verzweifeln, Blindheit und Summa: Gott nicht kennen oder achten; danach lügen, bei Gottes Namen schwören, nicht beten, nicht anrufen, Gottes Wort nicht achten, den Eltern ungehorsam sein, morden, Unkeuschheit, stehlen, betrügen etc. Solche Erbsünde ist eine so ganz tiefe, böse Verderbnis der Natur, dass keine Vernunft sie kennt, sondern sie muss aus der Offenbarung der Schrift geglaubt werden (Ps 51 und Röm 5; Ex 33; Gen 3). Der Mensch ist in Folge der Erbsünde durch und durch böse. Das Streben nach innerer Heiligung und Reinigung von Sünde, in der Meinung, dass dies vor Gott etwas gelte, ist verkehrt und vergeblich. Gott bietet dem Menschen Gerechtigkeit, die durch gläubige Zurechnung sein Eigentum wird. Das, was Christus auf Erden für uns getan und gelitten hat, ist uns gegeben mit diesem Kleid der Gerechtigkeit, mit der der Mensch seine eigene Sündhaftigkeit im Vertrauen auf seine Allmacht nur zu bedecken braucht.“ (Forts.)

  15. Forts.:

    Der Heilige Papst Johannes Paul II setzt gegen Luthers Erbsündenvorstellungen den Gedanken der völligen Erneuerung des Menschen durch das Erlösungswerk Jesu Christi:

    - Als Jesus Christus mit seinem Opfer den Menschen erlöste, machte er ihn ‚ganz neu‘:
    - Das ist der Punkt, an dem die Geschichte des Menschen neu beginnt, unabhängig, wenn
    wir so sagen können, von den menschlichen Bedingungen.
    - Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden
    durch Christus und durch sein Kreuz.“
    - Er nimmt in seine heilwirkende Herrschaft auch die ganze Vergangenheit des
    Menschengeschlechts hinein, angefangen mit dem ersten Adam.“
    - Wie alle Menschen in Christus Jesus geheiligt sind (vgl. I Kor 2, 4), so besteht auch der
    Sinn seines Todes darin, dieses Leben in Christus zu verlängern“.

    Das Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz bewahrt den Menschen aber nicht vom neuerlichen Schuldigwerden. Sein freier Wille ermöglicht ihm die freie Entscheidung zur bösen Tat, die als Todsünde dem Erlösungswerk gänzlich entgegensteht. Aber dem menschen ist es möglich, durch wahre Reue, Buße und den Empfang des Leibes Christi wieder in den Gnadenstand zu gelangen und diesen durch das Tun guter Werke zu festigen, wie es gegen Martin Luthers Rechtfertigungslehre der 1. Petrusbrief verlangt. Von einer voraussetzungsfreien Allerlösung kann bei Papst Johannes Paul II. unter diesen Aspekten m.E. keine Rede sein.

    • Lieber @Sophus,

      etwas seltsam finde ich, dass Sie durch einen Luthertext ex negativo die Katholizität JP II rechtfertigen wollen.
      Wäre es nicht besser, wenigstens als Ergänzung, die Dogmen zu zitieren, die das Konzil zu Trient wider Luthers Rechtfertigungslehre formuliert hat?
      Danke!

      • Werter @ Agricola

        Gegen Luthers Erbsündenvorstellung, die den Menschen, weil für immer und ewig unter der Sünde Adams stehend, für unabänderlich böse und zu nichts Gutem für fähig hält, setzt der Heilige Papst Johannes Paul II. den Gedanken der völligen Erneuerung des Menschen durch das Erlösungswerk Jesu Christi.
        Das zu sagen und damit wieder einmal in Erinnerung zu rufen, war wohl in seinen Augen notwendig geworden, da das Konzil von Trient zwar Luthers Erbsündentheologie verworfen, darüber hinaus aber die katholische Gegenposition nicht ausreichend ausdrücklich formuliert hatte. So musste wider einmal dem antikatholischen Grundsatz entgegengetreten werden, dass das Streben nach innerer Heiligung und Reinigung von Sünde, nicht zuletzt durch gute Werke, in der Meinung, dass dies vor Gott etwas gelte, verkehrt und vergeblich sei.
        Noch einmal sei es gesagt: „Das Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz bewahrt den Menschen aber nicht vor neuerlichem Schuldigwerden. Sein freier Wille ermöglicht ihm die freie Entscheidung zur bösen Tat, die als Todsünde dem Erlösungswerk gänzlich entgegensteht. Aber dem Menschen ist es möglich, durch wahre Reue, Buße und den Empfang des Leibes Christi wieder in den Gnadenstand zu gelangen und diesen durch das Tun guter Werke zu festigen, wie es (gegen Martin Luthers Rechtfertigungslehre) der 1. Petrusbrief verlangt“.
        Von einer voraussetzungsfreien Allerlösung kann bei Papst Johannes Paul II. also keine Rede sein.

    • Sophus
      Worin ist Luthers Anthropologie unbiblisch?
      Nach der Heiligen Schrift ist der Zustand des Menschen im Stande der Erbsünde wie folgt: Er hat keine Kraft, sich Gott moralisch nähern zu können (Rön 5,6). Er ist ein Sünder (Röm 3,9), ein Feind Gottes (Kol 1,21), er ist tot in Sünden (Eph 2,1). Deshalb kann er sich nicht aus eigener Kraft einen Weg zu Gott schaffen! Mag der natürliche Mensch noch so gut sein – er kann nicht von sich aus zum heiligen Gott kommen (Jes 6,3-5).
      Nur wenn man diese grundlegenden biblischen Lehren missachtet, kann man nichtchristliche Religionen auf eine Stufe mit dem Christentum stellen und in ihnen „außerordentliche“ Heilswege sehen, wie es die falsche zeitvatikanische Interreligiosität tut.

      • Werter @ Leo Laemmlein
        In den von Ihnen angegebenen Paulusstellen ist von „Erbsünde“ keine Rede. Und das hat seinen Grund!
        Das Neue Theologische Wörterbuch (Herbert Vorgrimler) bietet unter dem Stichwort „Erbsünde“ einen Text, der im Hinblick auf Luther von Bedeutung ist:
        „Das Wort „Erbsünde“ wurde erst im 15.-16. Jhdt. geprägt und von Luther verbreitet und kommt als solches im Neuen Testament nicht vor. Mit dem Wort wird eine negative Vorprägung der ganzen Menschheit bezeichnet, weil sie von Anfang an und universal existiert und individuellen Fehlhaltungen und Fehlentscheidungen vorausliegt, negativ, weil sie eine Schuldverflechtung („Unheilslast“) bedeutet, von der die Menschheitsgeschichte geprägt ist. Missverständlich ist das Wort, weil „Sünde“ in diesem Fall nicht eine zurechenbare Tat bezeichnet und weil eine wirkliche, verantwortbare Sünde nicht vererbt werden kann. Die klassische Theologie ging davon aus, dass der erste Mensch eine persönliche Sünde beging, die Ursünde, deren Unheilsfolgen auf die Menschheit übergingen. Der in Gen 3 erzählte „erste Sündenfall“ wird in der biblischen Weisheitsliteratur als Einbruch der Sünde in die Menschheitsgeschichte gedeutet, der den Tod der Menschen zur Folge gehabt habe (Sir 25,24; Weis 2,24). In der negativen Sicht der Apokalyptik wird diese düstere Sicht auf die Menschheitsgeschichte weiter ausgebreitet. Der Einfluss dieser Deutung auf Paulus ist offensichtlich; sein Rückgriff auf den „mythologischen“ Adam, dessen Ungehorsam und die Folgen (Röm 5,12ff; 7-12; 8,20), dient als klassischer biblischer Beleg für die kirchliche Lehre von der Erbsünde.
        So sehr beide Testamente der Bibel das universelle Vorkommen und die Macht der Sünde bezeugen, so wenig finden sich Texte über eine Erbsünde“. Erstmals spreche der hl. Augustinus im Zusammenhang mit der Diskussion um die Kindertaufe von „peccatum hereditarium“, von der „geerbten Sünde“. Die persönliche Schuld Adams sei auf die ganze von ihm abstammende Menschheit übergegangen, so dass sie bis auf ganz wenige Gerettete auf ewig verdammt sei. Die Weitergabe geschehe durch die sexuelle Begierde. Die Straffolgen der Erbsünde in der erfüllten Begierde seien neben der Höllenstrafe, der Verlust der Freiheit zum guten Werk, Erkenntnismängel und der leibliche Tod aller Menschen. … Adam habe durch seine Sünde für sich und alle Nachkommen Heiligkeit und Gerechtigkeit verloren. Diese Sünde sei allen Menschen zu Eigen, auch den Kleinkindern. Die Schuld der Erbsünde werde zwar durch die Taufe getilgt, die Begierde aber, die selber keine Sünde sei, aber zur Sünde neige, werde nicht hinweggenommen“.
        Die sog. „Erbsündentheologie“, wie sie Luther verkündet, ist also eine aus bestimmten Paulusstellen unter Zuhilfenahme der Theologie des Hl. Augustinus abgeleitete Lehre, die Luther wegen seines Leidens unter seinen sündhaften Begierden in einem ganz besonderen Maße persönlich traf.

      • Forts.:

        Auch der Bettelorden der Augustiner-Eremiten hatte die Erbsündentheologie von Augustinus übernommen. Begierden, die zur Todsünde werden, kannte Luther als Mönch dieses strengen Ordens zur Genüge und als deren seelische Folge die Angst um sein ewiges Heil, die tägliches Beichten nicht lindern konnte
        Nach Luther ist der Mensch gegenüber der Sünde ohnmächtig. Den freien Willen hielt er für eine reine Lüge, da dieser dem Allwillen Gottes widerspreche. Dass Gott den Menschen gemacht hat, „in unserm Bild, uns ähnlich“ (1. Buch Mose 26), einen Menschen also, der damit teilhat am Allwillen Gottes, passt nicht in Luthers Bild vom unfreien Menschen. Luther glaubt, weil Gott allmächtig sei, bewirke er alles, was geschieht. Angesichts dieser „Alleinwirksamkeit Gottes“ kann es nach Luther keinen freien Willen geben. Daher hat der Mensch während seines Lebens keine Chance, aus freiem Entschluss umzukehren. Das freiwillige Streben nach innerer Heiligung und Reinigung von Sünde, in der Meinung, dass dies vor Gott etwas gelte, hält er für verkehrt, vergeblich und sogar sündhaft. Er ist als gefallenes Wesen Mensch willenlos Gott oder dem Teufel ausgesetzt.: „So ist der menschliche Wille in der Mitte hingestellt wie ein Lasttier; wenn Gott darauf sitzt, will er und geht, wohin Gott will … Wenn der Satan darauf sitzt, will er und geht, wohin der Satan will. Und es liegt nicht in seiner freien Wahl, zu einem von beiden Reitern zu laufen und ihn zu suchen …“(Luther, Daß der freie Wille nichts sei. Münchener Ausg., ErgBd. 1, S. 46-47; vgl.WA 18, 635,17ff.).
        Was hier Luther glaubt und von sich gibt, ist eine Form von heilender Selbstrechtfertigung gegenüber seinem sündengequälten Gewissen unter dem er unsäglich litt, hatte er doch, seinen Tischreden folgend, einen Mitstudenten aus Zorn über dessen Standhaftigkeit in der Magisterdisputation anschließend mit „Seitenstichen“ das Leben genommen.

      • Werter Sophus,
        danke für Ihre Ausführungen.
        Obgleich ich selbst Luther erwähnte, geht es mir doch weniger um ihn und seine Sicht des Menschen, die, wie Sie ja ausführen, noch stark katholisch, näherhin augustinisch geprägt war, als um die biblische Sicht. Die ernsthaften evangelischen Christen, die ich kenne, berufen sich nicht auf Luther, sondern auf die Heilige Schrift als alleinige Glaubensautorität.
        Und da ist zu unterscheiden zwischen dem nichtwiedergeborenen und dem wiedergeborenen Menschen. Die totale Sündenverfallenheit ist charakteristisch für den ersteren. Auch noch so viele und ernste Bemühungen um ein anständiges, tugendhaftes, edles Leben können ihn vor Gott nicht gerecht machen. (Etwa ein Buddhist, der sich um Erleuchtung bemüht – wie in Nostra aetate lobend erwähnt wird.) Nach biblischer Lehre bleibt der Zorn des heiligen Gottes auf ihm.
        Um gerettet zu werden, ist Bekehrung notwendig, in der das Heil erlangt wird – „aus Gnade durch Glauben“. Der Bekehrungsprozess umfasst die Elemente Wiedergeburt, Erweckung, Sündenerkenntnis, Buße, Glaube, Rechtfertigung, Heilsgewissheit… Aber auch die Heiligung und das Beharren und die guten Werke gehören zur Heilszueignung. Viele Katholiken kennen einige abschreckende Luther-Zitate, aber anscheinend wissen sie nicht darum, dass der Kampf gegen Sünde und um Heiligung und die Beharrlichkeit und die guten Werke als Früchte der Bekehrung grundlegende evangelische, weil biblische Lehre sind.

      • @ Leo Lämmlein

        Luthers „Anthropologie“ ist in dreierlei Hinsicht problematisch.

        1. Er behauptete, der Mensch sei durch die Sünde „total“ verdorben. Das hat die Kirche jedoch nie gelehrt, und das findet sich auch nicht in der Schrift. Der Mensch hat den Gnadenstand verloren, aber deswegen sind nicht alle natürlichen Anlagen „total“ verdorben.

        2. Die Folgerung ist bei Luther ein total unfreier Wille. Auch das hat die Kirche nicht gelehrt.

        Sie lehrt – übrigens „de fide“:

        „Der menschliche Wille bleibt unter dem Einfluss der wirksamen Gnade frei. Die Gnade ist nicht unwiderstehlich.“ (Ott, Gnadenlehre, 4. Kap., § 14)

        Luther hat das glatt abgestritten.

        3. Dementsprechend deckt bei Luther das Blut Christi unsere Sünde nur zu – darunter wirkt der alte Adam und kann nicht anders. „Pecca fortiter!“ ermutigte er seine Gläubigen. „Sündige tapfer“. Die Bemühung um Läuterung und Besserung lehnte er als heilsunwirksam ab. Er proklamierte eine Rettung und Erlösung „allein“ aus Gnaden („sola gratia“) und verwarf den Jakobusbrief als „stroherne Epistel“, weil er darlegt, ein Glaube ohne Werke sei tot.

        Die rechte Lehre dagegen betont, dass der Mensch sein Heil miterwirken muss, wenn auch nicht er selbst der Initiator ist.
        Daher auch die Ablehnung Mariens im Protestantismus: zu sehr gemahnt ihre große Rolle als Gottesgebärerin und Gnadenmittlerin daran, dass Gott den Menschen ausdrücklich und zentral als „adiutorium“ zur Erwirkung des Heils wollte. Dass bereits in der Schöpfungsordnung aber diese Rolle des adiutoriums vorausahnbar dargelegt wird, weisen die Protestanten ab (Eva als adiutorium Adams – als „Gotteszeichen“, ohne das Adam nicht leben kann – daher auch der Angriff auf dieses Zeichen der Frau durch die Schlange. Später nennt Gott selbst sich „adiutorium“ des Menschen, bis das menschliche adiutorium in Maria wieder seine Erfüllung finden konnte durch die Gnade Gottes und das freie Einverständnis Mariens.
        Aber dieses freie Einverständnis Mariens durfte es nach Luthers Anthropologie ja dann auch nicht geben.

  16. Weihbischof Athanasius Schneider hat bereits in seinem Schreiben „Die unveränderliche Wahrheit Gottes über Ehe und Geschlechtlichkeit“ über die „Schüler Moses‘ oder Epikurs“ geschrieben:
    -
    [….]
    „Kein Katholik,
    der seine Taufgelübde noch ernst nimmt,
    darf sich
    von diesen neuen sophistischen Lehrern
    der Unzucht und des Ehebruchs
    einschüchtern lassen,
    selbst wenn diese Lehrer, Gott sei es geklagt,
    das Amt eines Bischofs oder Kardinals bekleiden.
    Solche Lehrer in kirchlichen Ämtern sind sicher keine
    Schüler Christi sondern schon eher Schüler Moses‘
    oder Epikurs.
    Diese neue Lehre und angebliche Pastoral der Ehe
    und Geschlechtlichkeit bringt die Christen wieder
    zurück in die Zeit vor Christus,
    in die Haltung der Hartherzigkeit und der Blindheit des Herzens
    gegenüber dem ursprünglichen,
    heiligen und weisen Willen Gottes;
    sie bringt die Christen
    in eine Haltung, die
    der Heiden ähnlich ist,
    welche Gott und dessen Willen nicht kennen.
    So lehrt uns der Heilige Geist in der Hl. Schrift:
    „Das ist nämlich der Wille Gottes;
    eure Heiligkeit, damit ihr euch der Unzucht enthaltet….lebt nicht in der Leidenschaft wie die Heiden, die Gott nicht kennen.“
    (1 Thess 4,3-5)
    -

    Seine im Artikel aufgeführte treffliche Analyse des Synodendokumentes könnte auch mit den Worten des damalige Bischof von Rottenburg - Paul Wilhelm von Keppler - zusammengefasst werden. Dieser hatte bereits im Jahre 1902 vor dem Aufkommen einer „Reform“ durch Verschwommenheit der Begriffe gewarnt:
    -
    „Allen „modernen“ Reformbestrebungen (ich kann die katholischen nicht ausnehmen) ist gemeinsam eine große Verschwommenheit aller Begriffe und Ziele, eine erstaunliche Unklarheit über das eigene Wollen und Können, ein planloses Herumfahren im Nebel.
    Darin liegt ihre Schwäche, aber auch ihre Gefahr für die vielen Unreifen und Urteilslosen.
    [….]
    Ein untrügliches Symptom falscher Reformbestrebungen ist es daher, wenn dieselben nicht im Namen des Heiligen Geistes, sondern im Namen des „Geistes der Zeit“ ans Werk gehen.“
    -

    • Die Neo – Epikureer sollten die Unvereinbarkeit ihrer radikalen Diesseitigkeit mit ihrem ewigen Seelenheil nicht übersehen. Es gibt ein zu spät. Allerlösung ist die übelste Irrlehre unserer Zeit.
      Zitiat aus Wikip. „Eine Gemeinsamkeit der in hellenistischer Zeit entstandenen philosophischen Schulen (neben den Epikureern zählen dazu die Skeptiker und die Stoiker) ist ihre Ausrichtung auf das individuelle Lebensglück bzw. Seelenheil, das der griechische Begriff Eudaimonie meint. Jeweils spezifisch sind dagegen die Wege, die zu diesem Ziel führen sollen. Charakteristisch für die Lehre Epikurs sind die Entwicklung spezieller Formen der Bedürfnisregulation zum Zweck der Lustmaximierung und die radikale Diesseitigkeit aller Strebungen, begründet in der Auffassung, dass auch die menschliche Seele mit dem Tod zur Auflösung kommt. Nicht ein ewiges Leben, sondern der bei Lebzeiten zu vollendeter Seelenruhe (Ataraxie) gelangte epikureische Weise ist das Grundmotiv der Epikureer.“

  17. @ Pater Pio
    nun, auch ich möchte nicht Papst sein! Ich glaube, es gibt eine Auslegungsregel, wonach die Äusserungen des ordentlichen Lehramtes immer in Übereinstimmung mit dem bisherigen Lehramt und nie im Widerspruch zum Dogma auszulegen sind. Man korrigiere mich, ich bin kein Theologe. Obiges gilt auch für die Auslegung des 2. Vatikanums. Aber Papst B. hat das viel besser erklärt… Na, @ P. Pio, es war bös geschrieben, aber nur halb so bös gemeint!

    • @Elias
      Ich bin verblüfft!
      Sie schreiben wirklich daß “..die Äusserungen des ordentlichen Lehramts immer in Übereinstimmung mit dem bisherigen Lehramt…auszulegen sind“;
      Wenn ich jetzt in meiner großen Kartondose mit allen „Franziskusperlen“, (sehr schnell abgelöst auf einer katholischen Website von) „Franziskuspillen“, Schreiben und Aussagen jeglicher Art greife, bin ich wirklich paff ob Ihres Mutes.
      Wenn ich dann mehrere Passages von „Evangelii Gaudium“ lese und dann auch den ausgiebigen kritischen Kommentar von Pater Schmidberger FSSPX, nun schon 24 Monate vergebens warte auf die Erklärungen v. Bischof Voedrholzer, und dann auch noch den kurzen aber deutlichen Kommentar v. Kard. Burke „Evangelii Gaudium gehört NICHT zum Lehramt der Hl. Kirche!“ und dann anderseits die Aussage en passant im domus Santa Marta „Alles was ein Papst sagt, gehört selbstverständlich zum Lehramt“ (fürwahr starker Tobak!) dann sind Ihre Äusserungen brandgefährlich (für Sie, wohlverständlich).
      Wie die Geschichte zeigt, haben die Peronisten wenig Sinn für Humor.

      Übrigens: Ihr Vorschlag finde ich nicht schlecht.
      @Pater Pio ist ein sehr anständiger Poster mit dem katholischen Herzen am rechten Flecken.
      Die Bedingungen für das Papstamt sind m.W.das männliche Geschlecht (nicht verheiratet) und die Zugehörigkeit zum katholischen Glauben.
      Sehr wünschenswert ist Organisationsvermögen und die Gabe, gut führen zu können (St. Petrus war Fischerschiffskapitän- zusammen mit Zebedäus Chef einer Fischerkooperative).

      • Kard. Burke – sofern er diesen Papst anerkennt als Papst – hat nicht das Recht zu entscheiden, ob EG zum Lehramt der Kirche gehört, wenn F. sagt, alles, was er sage, gehöre zum Lehramt der Kirche…

        Seitdem Pius IX. im 19. Jh die Lehre vom „ordentlichen Lehramt“ (in „Tuas libenter“) durch den von der Inquisition als Häretiker, in Mordfälle verstrickten und notorischen Zölibats- und Beichtgeheimnisbrecher verurteilten Neuscholastiker Joseph Kleutgen SJ erfinden ließ und als „Lehre der Kirche“ ausgab, hat F. eben nun mal recht und Kard. Burke nicht. Es ist zwra wahr, dass es diesen Begriff zuvor niemals gegeben hatte, aber mit diesem unseligen 19. Jh stand die Kirche letztendlich vor demselben Dilemma wie heute – nur mit umgekehrten Vorzeichen…

      • Geehrte @Zeitschnur,

        Es ging mir nicht darum ob 1. Kard. Burke sagen dürfte, daß Evangelii Gaudium NICHT zum Lehramt gehört, und auch nicht ob 2. Franziskus sagen dürfte, daß alles, was ein Papst sagt (also: ordentlich und nichtorentlich) zum Lehramt gehört;
        sondern es ging mir darum daß sowohl die eine als die andere Aussage überhaupt nicht kommentiert wurden, nicht verneint und nicht bejaht wurden, sondern totgeschwiegen- und wohl, weil sie, jede für sich, natürlich Dynamit enthalten.

      • @ Adrien Antoine

        ….der Gegensatz ist hier theologisch „ordentlich“ (also alltäglich) und „außerordentlich“ (Dogmatische Definitionen in feierlicher Darlegung) – nicht „ordentlich-unordentlich“.

        Ihr Fehler ist allerdings eine Art „Freudscher Versprecher“ und offenbart die Absurdität, die in der neuscholastischen „Pseudo“-Unterscheidung verborgen ist.

  18. Statt „neo-mosaisch“ hätte Weihbischof Athanasius Schneider m.E. besser schreiben sollen „neo-pharisäisch“. Es war die pharisäische Auslegung des mosaischen Gesetzes, die der Herr Jesus Christus kritisierte, nicht Moses.

    • Das ist falsch – Jesus kritisierte in Sachen Ehescheidung nicht die Auslegung der Pharisäer, sondern die Tatsache, dass Mose um der Herzenshärte der Männer willen dieselbe ausdrücklich geboten hatte.

      Jesus spricht auch nicht – wie etwas L. Ott es behauptet – davon, dass es sich hier um einen „göttlichen Dispens“ von der Pflicht zur ehelichen Treue gehandelt habe.

      Jesus sagt nicht: Gott hat geboten bzw. erlaubt.
      Jesus sagt: Mose hat geboten…

      Die härteste Kritik erfährt der Formulierung Jesu nach das harte Herz des Mannes, um dessentwillen dieses widergöttliche Gebot von Mose „erlaubt“ wurde. Jesus verweist darauf, dass die Ehescheidung und die Verstoßungspraxis und Polygamie regelrecht der göttlichen Ordnung widerspricht.

      Das sagt Jesus von keinem anderen Gesetz des AT!

      Dies passt auch zu den weiteren prophetischen Appellen an die Männer Israels, die ihre Frauen verstoßen. Malachi schreibt sogar visionär, wegen dieser Praxis habe Israel den Kontakt zu Gott verloren.

      Weit irrt sich der, der glaubt, Jesus habe hier nur eine „Auslegung“ kritisiert.

      Und diese Thora-Stelle bleibt auch die einzige, gegen die Jesus ausdrücklich inhaltlich TOTAL opponiert, die Jesus ausdrücklich verneint und ersetzt durch ein anderes Gebot.

    • Es ist nicht falsch.
      Ich schreibe dazu vielleicht einige Sätze, aber unter dem neuen Artikel http://www.katholisches.info/2015/11/11/pharisaeer-und-sadduzaeer-unserer-zeit/, wo es gut hinpasst.
      Im Artikel selbst hat Roberto de Mattei die pharisäische Auslegung des mosaischen Gesetzes übrigens im Vorübergehen erwähnt. Das Gesetz Mosis ist göttliches Gesetz, nicht menschliches Gesetz, so auch die Stelle mit dem Scheidebrief. Sie muss aber richtig verstanden werden.

      • …ach ja – wie kann man das „richtig“ verstehen?!
        Etwa so wie die Orthodoxen?
        Die Orthodoxie offenbart vielmehr , was passiert, wenn man behauptet, die Scheidung sei ein „göttliches“ Gebot gewesen: Man verstrickt sich in heillose Widersprüche und Absurditäten. In der Orthodoxie verneint man nämlich hinsichtlich der Ehe auch noch andere eindeutige biblische Aussagen…

        Sie ignorieren, was Jesus gesagt hat, wo Sie doch sonst so „biblisch“ daherkommen.
        Sorgfältig umschiffen Sie das, was Jesus geäußert hat.
        Das Ehescheidungsrecht ist kein „göttliches“ Recht. Wenn es das wäre, hätte es nicht „zurückgenommen werden“ können.
        oder wollen Sie behaupten, dass Gott sich selbst widerspricht?!

        Jesus sagt vielmehr, dass es KEIN göttliches Recht ist. Ausdrücklich sagt er, es sei von Anfang an NICHT so gewesen, wie Mose es erlaubt hat.
        Viele Ausleger verstehen dieses „von Anfang an nicht“ nicht nur auf die gute Schöpfungsordnung hin bezogen, sondern auch auf die ursprüngliche Gesetzesfassung hin, die generell den Ehebruch ablehnt (6. Gebot).

        Und wie gesagt: Jesus spricht ausdrücklich davon, dass Mose und nicht Gott hier geboten habe.

        Allerdings ist diese Ambivalenz bei allen Protestanten, zu denen ich Sie ja seit längerer Zeit rechnen muss, auffallend: je mehr sie auf „sola scriptura“ beharren, desto mehr argumentieren sie nach Belieben an der Schrift vorbei.

  19. Lese schon länger hier mit und frage mich mittlerweilen wie weit meine Pfarrgemeinde eigentlich katholisch ist.
    Zwei Fragen hätte ich hierzu an das Forum:
    1.
    Bezüglich Kommunion für Menschen die geschieden sind und standesamtlich wiederverheiratet sind: Mir ist nicht bekannt dass Ihnen die Heilige Kommunion verweigert würde, wird diese Praxis in Österreich vollzogen ? Würde dass Christen die außerehelich zusammenleben nicht mit einbeziehen ?
    2.
    Bei uns ist es normal bzw. kirchlich vorgesehen dass, bei einem Wortgottesdienst (Pfarrverbund von drei Pfarren) der Wortgottesdienst leitende eine „Predigt“ hält ?

    Würde mich über Klarstellungen freuen !

    lg
    Wolf

    • Da Sie es offenbar wirklich wissen wollen, zur Frage nach den Zuständen in Österreich: hier kann ich beinahe nur über Wien berichten und da läuft ebenfalls nichts mehr gut „römisch-katholisch“ – mit Ausnahme einiger „Inseln“ etwa bei der Petrusbruderschaft, bei Philippi-Neri (Rochunskirche, Wien III) oder Opus Dei (Peterskirche, Wien I)
      1.
      Beichte ist ein Fremdwort geworden, die meisten Gottesdienstbesucher und gewohnheitsmäßigen Kommunionempfänger halten sie für entbehrlich (ich mach mir das mit dem lieben Gott selber aus), die meisten Priester setzen sich nicht in die Nesseln und sagen nichts. Voreheliche Beziehungen, die wenn es in der eigenen Pfarre vorkam unübersehbar waren, gaben auch schon vor 30 Jahren keinen Grund für einen Pfarrer, die Paare auf die Problematik des Kommunionempfanges in dieser Phase der „Ehevorbereitung“ explizit hinzuweisen. Ebenso gehen standesamtlich Wiederverheiratete in der Anonymität der Großstadt unter und selbstverständlich zur Kommunion (das Brötchen dient ja nur der „Stärkung“ für die Woche). Ein Pfarrer lud diese Leute sogar speziell zum Kommunionempfang ein: „Sie brauchen diese Stärkung besonders…“.
      Probleme bekamen als noch gebeichtet wurde nur (besonders polnische) Priester, die genauer nachfragten (etwa nach Empfängnisverhütung und der festen Absicht, die Praxis zu ändern) – da war in manchem Pfarrgemeinderat hernach „der Teufel los“ – wer zu katholisch war, musste mit Levebre unter einer Decke stecken – am Ende stand meist eine Versetzung.
      2.
      Mit den Pfarrverbünden stehen wir erst am Anfang – Wortgottesdienste sind noch eine Seltenheit, mit Laienpredigten war ich noch nicht konfrontiert, wohl aber mit „Gastpredigern“ aus anderen Christlichen Kirchen (evangelische, altkatholische).

      Etwas anders sieht es auf dem Land aus. Mir ist bekannt, dass es in einer Pfarre im Salzkammergut Laienpredigten gibt, die Beobachtung, dass standesamtlich Wiederverheiratete in der eigenen Gemeinde einen Eklat provozieren, konnte ich hingegen nicht machen. Dafür hakt es aber streckenweise wo anders. So gibt es eine „Vorzeigepfarre“ die mit 40 (ausschließlich männlichen!) Ministranten aufwarten kann, aber keinen einzigen Flüchtling aufgenommen hat. Auch nicht das Gesündeste.
      Summa summarum:
      Die priesterliche Führung (Pastoral) versagt seit nunmehr fast 50 Jahren völlig im Weg des geringsten Widerstandes und so konnte sich jeder eine angenehme Wohlfühl- und Wohlstandskirche zurechtgezimmen und alle, von den Bischöfen abwärts, spielen bis heute mit.
      Und würde jetzt ein Bischof von der Qualität eines Athanasius auftreten, würde ihn kaum jemand noch verstehen. Kommt Ihnen das bekannt vor? Guter Rat ist teuer!

  20. Ich wage noch eins draufzusetzen, auch wenn ich dadurch Gefahr laufe, hier einige Gemüter vollends zu erhitzen, weil ich weiß, dass das „Phänomen Medjugorje“ auf diesen Seiten nicht sehr hoch im Kurs steht. Ich tue es trotzdem, nicht um irgend jemand zu nahe treten zu wollen, sondern ganz allein zur größeren Ehre Gottes und Seiner Heiligsten Mutter, aber auch für diesen großen auserwählten Sohn der Kirche:
    Bei einer Erscheinung in Medjugorje im Haus der Seherin Marija Pavlovic (ohne dem endgültigen Urteil der Kirche vorausgreifen zu wollen), nahm die Gottesmutter das dort an der Wand angebrachte, gerahmte Portrait von Papst Johannes Paul II. ab, küsste es innig und sprach dazu (sinngemäß):
    „Das ist mein vielgeliebter Papst, den ich vorbereitet und euch von meinem Sohn für diese Zeiten erbeten habe.“
    Diese Begebenheit hat die Seherin oftmals den Pilgern bezeugt.

    Jetzt sage einer, die Gottesmutter könne bei einer Erscheinung keine Bilder von der Wand nehmen und küssen – falsch ! – habe gerade gelesen, dass sie auch bei der Erscheinung in Guadalupe/Mexiko, dem Seher Juan Diego die erbetenen Rosen in seiner Tilma sorgfältig geordnet hat. (Der Jahrestag von Guadalupe ist übrigens übermorgen, am 9.12).
    Diese liebevolle Zuwendung und Zärtlichkeit der Hl. Jungfrau, strahlte im Wesen und im Handeln dieses großen Papstes Joh. Paul II. auf!

    • Diesen Kommentar bitte als Antwort auf @Chlodwig, etwas weiter unten lesen. Ist leider an die falsche Stelle gerutscht.

    • Vielen Dank fuer diese Geschichte.Das wusste ich noch nicht.Rundherum Papst Joannes Paulus 2 sind so viele Wunder geschehen. Fuer mich ist er der groesste.

    • Ja, Sie sagen es genau richtig @Freya: der hl. Papst Johannes Paul II. war in der Tat ein Papst, der Papst der Muttergottes. Das sind wirklich Tatsachen. Papst Johannes Paul II. ist auch direkt, ohne eine Minute Fegefeuer, in den Himmel aufgenommen worden.
      Er war durch und durch heilig.

      • „ohne eine Minute Fegefeuer“: Das könnte stimmen, @Franzel.

        Denn wenn man an sein Leiden denkt, fällt einem eine Aussage Pater Pauls ein:

        „Ein gutes Mittel, nicht lange im Fegefeuer bleiben zu müssen besteht darin, daß man gänzlich ergeben in den heiligen Willen Gottes stirbt.

        Die letzten Worte des Papstes: „Ich bin froh. Seid ihr es auch.“

      • Das aller- allerbeste Mittel, um sich das Fegefeuer zu sparen ist die Ganzhingabe – TOTUS TUUS – an die Jungfrau und Gottesmutter Maria nach dem Goldenen Buch des Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, die uns dieser begnadete Papst Joh. Paul II. so konsequent vorgelebt hat: Mit dieser Weihe übergibt man der Heiligen Jungfrau seine ganze Existenz, mit Haut und Haaren: Leib, Seele, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, einschließlich aller materiellen Güter, die man sein Eigen nennt, und sogar die Sünden. Der Hl. Ludwig hat’s erkannt: Der direkte Weg zum DREIFALTIGEN GOTT ist das UNBEFLECKTE HERZ Seiner Tochter, Mutter und Braut! Schneller kann man nicht zum Herzen des Vaters gelangen!
        Ich kann nur jedem empfehlen diese MARIENWEIHE abzulegen, die eine 33tägige Vorbereitungszeit voraussetzt. Das Goldene Buch kann man in jeder Buchhandlung beziehen.

  21. @ Adrien Antoine
    Au weia – da bin ich in den theologischen Fettnapf getreten! Ich meinte die Äusserungen des Papstes zu Glaubens- und Sittenfragen im Rahmen seines ordentlichen (nicht unfehlbaren) Lehramtes; hier kann er durchaus irren oder unklar sein. Ich weiss nicht, ob wir uns recht verstehen . . .

    • @Elias,
      Daß Sie meine saubere Kartonndose mit „Franziskusperlen“, “ Franziskuspillen“ und -Schriften jetzt als Fettnapf bezeichnen…!
      Das ist wirklich nicht sehr stilvoll und auch nicht humoristisch.
      Und wie gesagt, Peronisten verstehen kaum Spaß.

      Aber seriös:
      inzwischen ist in der Tat der Fettnapf so gefüllt mit allem möglichen Unsinn (das Adjektiv „theologisch“ würde ich hier nicht benutzen), daß alles überquillt und ein Gläubige alle Mühe hat, nicht in diese Brühe zu treten und sich zu bekleckern.
      Jetzt weiß ich tatsächlich nicht, ob ich Sie richtig verstanden habe.
      Es ist jedoch am Ende ohne Bedeutung:
      denn entweder wird meine Seele gerettet durch den Herrn, oder wird sie (nach einer Aussage in einem Dienst im domus Santa Marta) verdammt und (nein: landet NICHT in der Hölle) sondern WIRD VERNICHTET (das steht wohl total in Widerspruch zu der Hl. Schrift und die Aussagen Unseres Herrn Jesus Christus aber paßt sehr gut zu Star Wars).
      Einen Kommentar von Pater Federigo Lombardi dazu ist mir nicht bekannt (von Scalfaro übrigens auch nicht).
      Bon après-midi!

  22. Und immer noch eine Äußerung zum Schlussbericht.
    Trotz aller nachgeschobener gelehrten Beiträge und Einzelmeinungen. Es ist nicht gut, ein einmal nach langen Debatten gemeinsam gefundenes und beschlossenes Ergebnis zu zerreden, in ihm herumzustochern und es madig zu machen. Man muss auch die Größe haben zuzugeben, dass man mit der eigenen Ansicht nicht durchgedrungen ist. Wenn es die katholischen Christen nicht schaffen, sich unter einer Leitung zusammenzutun und trotz Meinungsverschiedenheiten zusammenzuhalten, werden sie von der weltlichen Entwicklung hinweggefegt werden. Und mit ihnen auch die begnadetsten einzelnen Theologen.

    • Es geht hier gelinde gesagt nicht um Meinungsverschiedenheiten, sondern darum daß die überlieferte Lehre verfälscht und verkürzt zu werden droht.
      Treue Katholiken haben kein Problem mit dem Papstamt,
      vielmehr hat der amtierende Papst ein Problem damit.

  23. Zu Sophus 7. November 2015 um 10:50:
    „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden
    durch Christus und durch sein Kreuz.“

    Das ist die Ketzerdoktrin des Ketzers Wojtylia, der vor Gott niemals als Heiliger erachtet wird.
    Denn er stellt eine neue Lehre auf:
    “Deswegen muß man bekennen: „Das gilt nicht nur für die Christgläubigen, sondern für alle Menschen guten Willens, in deren Herzen die Gnade unsichtbar wirkt.“

    Nicht der gute Wille des Menschen bewirkt die Gnade, sondern allein die Taufe. Die Taufe bewirkt die Gnade und sonst nichts!
    Christus ist für alle Menschen gestorben, es gab keinen Menschen, dem die Erlösung nicht zueil werden sollte. Es gibt aber keine Allerlösung, keine allgemeine Erlösung. Jeder einzelne Mensch muß dieser Erlösung zustimmen und annehmen. Tut er das nicht, kommt ihm die Erlösung nicht zugute. Das Annehmen der Erlösung zeigt sich in der Unterwerfung zur Rechtfertigung. Diese Rechtfertigung geschieht durch die Taufe, die Taufe ist absolut heilsnotwendig. Denn erst durch die Hinwegnahme der Erbsünde erlangt der Mensch die Rechtfertigung, und dies geschieht allein durch das Sakrament der Taufe. Diese Taufe bewirkt das Gnadenleben, die Heiligmachende Gnade im Menschen und so kommt er zum Glauben und wird gerettet. „Wer glaubt und sich taufen läßt wird gerettet werden, wer nicht glaubt wird verdammt werden.“ Das sind die unumstößlichen Worte unseres Herrn. Ein Nichtgetaufter kann das Heil nicht erlangen, denn er besitzt ja nicht das Licht der Gnade. Er bleibt trotz des Leidens und Sterbens Christi unerlöst.
    Diese seine These der Allerlösung verändert die gesamte Lehre der Kirche. Deswegen steht er nicht in der Nachfolge des Petrus. Er ist ein außerhalb der Kirche Stehender, der Häresien verbreitete!

    Zu Freya, 7. November 2015 um 23:30
    Was der Höllendrache in Medjugorje zunichte machen will ist Fatima und Lourdes, die von der Kirche anerkannten Erscheinungsorte. In Verbindung mit Medjugorje geschieht nichts zur Ehre Gottes und Seiner Heiligsten Mutter und Wojtyla ist alles andere als der große auserwählte „Sohn der Kirche“
    Und daran erkennt man die falsche Botschaft: Denn niemals kann ein Irrlehrer und Exkommunizierter „Sohn der Kirche“ sein.

    • @Makariel
      Welchen Grund haben Sie, so über das Ziel hinauszuschiessen?
      Johannes Paul II. hat keine Allerlösungslehre vertreten. Das könnte (ich betone könnte) man Papst Franziskus für seine Rede zu Allerheiligen 2013 am römischen Friedhof vorwerfen. Vielleicht.
      Das ist wie mit der Wandlungsübersetzung „Pro multis“. Christus ist für ALLE gestorben, ER hat die Voraussetzung geschaffen, dass ALLE erlöst und gerechtfertigt werden, was aber nicht heisst, dass alles gerettet werden. Leider. Deshalb stimmt, von Christis Seite, dass Sein Opfer am Kreuz für alle vergossen wurde. Aber ebenso stimmt es, dass es von Menschenseite her nur „Für viele“ ist, die darauf antworten. Christus hat die Voraussetzungen geschaffen, aber der Mensch muss darauf antworten, und wie viele antworten, das wissen wir nicht. Christus hofft auf ALLE, aber ALLE sind es wohl leider nicht. Wie viele? Wer kann das bis zur Todesstunde sagen.
      Ich hege auch Zweifel zu Medjugorje, aber Ihrer Argumentation kann ich nicht folgen. Sie unterstellen Johannes Paul II. eine Häresie, die er so nie vertreten und gelehrt hat und leiten daraus ab, dass Medjugorje auch vom Verwirrer kommt und nicht von Gott. Nein, dem kann ich so nicht folgen. Man sollte in der Kritik nicht übertreiben. Das tut Ihrem Glauben nicht gut und der Kirche auch nicht.
      Im Herrn verbunden

      • Liebe @Hedwig von Schlesien,

        sorry, aber „multum“ heißt nun mal „viel“ und nicht „mehr“ (plus) und vor allem halt nicht „alle“ (omnes). http://latein.cc/woerterbuch/?q=multum

        Mt 26,28 „Hic est enim sanguis meus novi testamenti, qui PRO MULTIS effundetur in remissionem peccatorum.“ heißt es – Schriftwort – ausdrücklich! Ein neuer Bund – für viele, für die, die sein Wort annehmen und es befolgen.
        Für die, die sich zur Quelle des Lebens aufmachen ist es ein Bußweg, meist ein Weg der Umkehr. Andernfalls wäre das tägliche Messopfer zu SEINEM Gedächtnis „in remissionem peccatorum“ sinnlos.

        Wer „pro multis“ mit „für alle“ übersetzt, kann leicht auch versucht sein, „Sünde“ als „auf dem Weg zum Heil befindlich“ zu verstehen (nach Schönborns Gradualität).

      • @agricola
        ich geben Ihnen vollkommen Recht. Es ist mir unverständlich, dass die Bischöfe bei uns noch immer nicht darauf reagiert haben und die originalgetreue Übersetzungen übernommen haben.
        Mir ging es aber nur darum, auf eine m.E. zu weit gehende Kritik von @Makariel hinzuweisen, weshalb ich das Beispiel nannte. Ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es eine Perspektive Christi dazu gibt und eine Perspektive des Menschen.
        Johannes Paul II. unterstellen, er habe eine Allerlösungslehre vertreten, hiesse, er habe gelehrt, dass – egal was die Menschen in ihrem Leben und mit ihrem Leben – alle Menschen in den Himmel kommen. Das aber, so mein Einwand, ist eben eine Unterstellung und daher nicht von Nutzen (um es nicht weiter auszuführen).

      • @Hedwig von Schlesien: „Ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es eine Perspektive Christi dazu gibt und eine Perspektive des Menschen.“
        Merke gerade, dass sich unsere Gedanken decken/überschneiden. Was sie sagen, entspricht auch meiner Lesart (s.u).

      • @Agricola: „Ein neuer Bund – für viele, für die, die sein Wort annehmen und es befolgen.“
        Wieder die besagte Tautologie: Denn die Erklärung wird doch gleich mitgeliefert: ‚Alle‘ sind errettet, ‚die‘ (bestimmter Artikel!) sein Wort annehmen.
        Ich finde es echt witzig, wie der heilige Geist wirkt. Vielleicht hat man tatsächlich ‚Alle‘ aus dem Geist einer neuen Theologie (billige Gnade, Allerlösung) lehren wollen; der Satz sagt das aber nicht aus. Die Sparche des Sakramentes des Wortes geht sinngemäß eindeutig auf ‚viele‘, die Welt hört freilich ‚alle‘; ‚viele‘ sind aber eben ‚alle, die‘ und umgekehrt.
        „Geheimnis des Glaubens!“

      • Dennoch, liebe @Hedwig von Schlesien, bleibt die Aussagen von JP II,

        // „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz.“
        Deswegen muß man bekennen: „Das gilt nicht nur für die Christgläubigen, sondern für alle Menschen guten Willens, in deren Herzen die Gnade unsichtbar wirkt.“//

        sofern sie so gefallen sind, gefährlich: Jesus Christus ist zwar für alle gestorben, das heißt aber nicht, dass dadurch alle erlöst wären!!

        Zum Vergleich ein Text aus der 6. Sitzung des Konzils von Trient (Cum hoc tempore) über die Rechtfertigung:http://www.kathpedia.com/index.php?title=Cum_hoc_tempore_(Wortlaut)#3._Kapitel:_Welche_durch_Christus_gerechtfertigt_werden

        „3. Kapitel: Welche durch Christus gerechtfertigt werden
        Allein, obwohl derselbe für alle (2 Kor 5,14) gestorben ist; so empfangen doch nicht alle die Wohltat seines Todes; sondern nur diejenigen, welchen das Verdienst seines Leidens mitgeteilt wird. Denn wie in Wahrheit die Menschen, wenn sie nicht als Fortgepflanzte aus dem Samen Adams, geboren würden, nicht geboren würden als Ungerechte, weil sie, durch diese Fortpflanzung, indem sie durch ihn empfangen werden, die eigene Ungerechtigkeit anerben: so könnten sie, wenn sie nicht in Christus wiedergeboren würden, niemals gerechtfertigt werden, dieweil diese Wiedergeburt ihnen, durch das Verdienst seines Leidens, in der Gnade, durch welche sie gerecht werden, erteilt wird. Für diese Wohltat ermahnt uns der Apostel (Kol 1,12), immer Dank zu sagen dem Vater, der uns würdig gemacht zur Teilnahme an dem Lose der Heiligen im Lichte, und aus der Gewalt der Finsternisse entrissen, und hinübergesetzt hat in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in welchem wir (Röm 3,24) Erlösung und Vergebung der Sünden haben.“
        und:
        12. Kanon
        Wenn jemand sagt (oben, Kap. 9), der rechtfertigende Glauben sei nichts anderes, als eine Zuversicht auf die göttliche Barmherzigkeit, welche, um Christi willen, die Sünden verzeiht, oder diese Zuversicht sei es allein, wodurch wir gerechtfertigt werden, der sei im Bann.
        1. Kanon
        Wenn jemand sagt (oben, Kap. 1 und Röm 3,10), der Mensch könne durch seine Werke, die entweder durch die Kräfte der menschlichen Natur, oder nach der Lehre des Gesetzes getan werden, ohne die göttliche Gnade durch Jesum Christum, vor Gott gerechtfertigt werden, der sei im Bann.
        2. Kanon
        Wenn jemand sagt, die göttliche Gnade durch Jesum Christum werde nur dazu gegeben, dass der Mensch leichter gerecht leben, und das ewige Leben verdienen könne, als wenn er durch den freien Willen, ohne die Gnade, beides auch, doch aber kümmerlich und schwer könnte, der sei im Bann.
        4. Kanon
        Wenn jemand sagt, der freie, von Gott bewegte und erweckte Willen des Menschen wirke dem ihn weckenden und berufenden Gott durch Beistimmung nichts mit, wodurch er sich zur Erlangung der Rechtfertigungsgnade bereitsam mache und vorbereite; und er könne nicht, wenn er wolle, entgegen gesinnt sein, sondern sei, wie etwas Lebloses, des gänzlichen untätig, und verhalte sich völlig leidend, der sei im Bann.

    • @ Makariel: „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz.“
      Dieser Satz ist eigentlich tautologisch zu verstehen.
      Der Satzteil „„Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst“ bedeutet: „Alle Erlösten…“
      und weiter
      „sind erlöst durch das Kreuz“.
      Die Betonung liegt nicht auf „Alle Menschen“ sondern auf „Alle [die erlöst sind], sind erlöst durch das Kreuz.“
      Schön, dass wir hier durch ein scheinbares Missverständnis dahin kommen J.P.II mit der Lesart des Glaubens zu verstehen.
      Die Welt bevorzugt allerdings die „Allerlösungslesart“.
      Ich denke J.P. II versteht es hier, das Gesprochene durch seine Doppeldeutigkeit wieder in den Rahmen und Schutzraum des Geheimnisses zu stellen.
      „Denn wer es fassen kann, der fasse es [, bzw. der fasst es auch – richig auf].

      Zur Aussage: „In Verbindung mit Medjugorje geschieht nichts zur Ehre Gottes und Seiner Heiligsten Mutter und Wojtyla ist alles andere als der große auserwählte „Sohn der Kirche“: Meiner Ansicht ist auch diese Aussage nicht richtig. Man spürt die Gewalt und den Zorn aus Ihren Aussagen heraus.
      Medjugorje nehme ich so wahr: Es mischt sich viel Spreu unter den Weizen, leider. Ich glaube, dass an diesem Ort wirklich ein Ringen zwischen Maria und Satan stattfindet. Das war in Fatima und Lourdes noch nicht so.
      Sobald irgedwo etwas Gutes geschieht, ist der Teufel sofort zur Stelle, um es zu zerstören.
      Für heilige Orte und Personen scheint gleichermaßen zu gelten, was man früher nur von Personen zu wissen vorgab: Der Teufel greift hier besonders an.
      Das hat viele dazu bewogen, z.B. eine Pater Pio, einen Pfarrer von Ars, einen Don Bosco, eine Anna Maria Taigi, u.a. komplett abzulehnen und mit dem Teufel im Bunde zu zeihen – ohne zu unterscheiden, dass hier gekämpft wird und schon die einzelne menschliche Seele ein Kampfplatz zwischen Gut(em) und Böse(m) ist.

      • Jesus selbst glaubte man ja von bösen Geistern besessen. Der Vorwurf lautete, er sei mit dem Teufel im Bunde.

      • Aber ich bitte Sie, lieber @Pater Pio!

        Die Substanz des Satzes ist:

        „Alle Menschen … sind erlöst“.

        Da gibt’s nichts zu drehen und deuteln.
        Nach dieser Aussage sind entweder alle Menschen Erlöste, oder die Unerlösten sind keine Menschen.

      • @Agricola: „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz.“
        Im Sinne von:
        „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind [immer schon und nur] erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz.“
        Es geht hier nicht um ‚alle‘, sondern um alle diejenigen, die seit Anbeginn durch das Kreuz gerettet worden sind.
        Wenn Sie sich ein bisschen mit Metrik auskennen, wissen Sie, dass die Betonung den Sinn ergibt.

      • Und im weiteren geht es dann um „‚alle‘ guten Willens‘, die das Kreuz gelebt haben. Es geht also um ‚alle‘, die das Kreuz angenommen haben. Dieses Kreuz ist Zeichen und Symbol für die Annahme des Willens des Vaters.
        Wenn einer intellektuell und begrifflich nicht zur Annahme Jesu hinlangt, aber ein reines Herz hat – und dieses bewahrt, wird er gerettet.
        Jesus hat gelehrt: ich bin nicht gekommen, um das Gesetz abzuschaffen, sondern um es zu erfüllen.
        Er war der Weg die Wahrheit und das Leben, weil er die Erfüllung des Gesetzes war.

      • „Aber ich bitte Sie, lieber @Pater Pio!

        Die Substanz des Satzes ist:

        ‚Alle Menschen … sind erlöst. “

        So wäre der Satz wahrlich falsch. Dieser Satz ist nicht die Substanz. Er ist das Ergebnis der Substanz. Und die ist das Kreuz.
        Wer ‚willentlich‘ nicht durch das Kreuz (räumlich verstanden) geht, wird nicht gerettet.
        Was anderes können wir nicht aussagen.

    • @ Makariel
      Vorsicht vor vorschnellen Verurteilungen!
      Sie zitieren ohne Kontext:
      „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz.“
      Ihr Kommentar dazu: Das ist die Ketzerdoktrin des Ketzers Wojtylia, der vor Gott niemals als Heiliger erachtet wird. Denn er stellt eine neue Lehre auf.“Tut er dies wirklich, wenn er sagt:
      “Deswegen muß man bekennen: „Das gilt nicht nur für die Christgläubigen, sondern für alle Menschen guten Willens, in deren Herzen die Gnade unsichtbar wirkt.“
      Oder wollen Sie dagegen behaupten, dass alle gesetzestreuen Juden, mit denen Gott den ersten Bund geschlossen hat, verdammt sind? Gott hat diesen Bund nie gekündigt. Dessen Gesetzeswerk zur Rechtfertigung ist für Juden nach wie vor gültig.
      Oder nehmen wir die Millionen, im Mutterleib getöteter , schuldloser, aber ungetaufter Kinder. Was ist mit ihnen?
      Da muss man doch sagen dürfen: „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz.“
      Das kann man aber nur sagen, wenn man Luthers Erbsündenlehre widerspricht, nach der der Mensch über die Taufe hinaus durch Adams Sünde auf ewig verderbt, abgrundtief böse und zu keiner guten Tat fähig ist. Nach Luther unterlägen alle unter der untilgbaren Erbsündenschuld Adams stehenden Menschen, die Juden, die unschuldigen, im Mutterleib ermordeten Kinder, die vorchristlichen Heiden oder die Menschen , die noch nie etwas vom Christentum gehört haben, dem erbarmungslosen Verdammungsurteil Gottes, nach Johannes dem Gott der Liebe! Kann das sein? Ist derjenige ein Ketzer, der diese Frage verneint?

      • Lieber @Sophus,

        „Oder nehmen wir die Millionen, im Mutterleib getöteter , schuldloser, aber ungetaufter Kinder. Was ist mit ihnen?“

        Umgekehrt aber wird ein Schuh draus, wenn Abtreibungsbefürworter argumentieren: Abtreibung ist nicht so schlimm, die ungeborenen sind ja schon erlöst“. Oder sehe ich das falsch?

      • Werter @ Agricola!
        Selbst wenn Abtreibungsbefürworter versuchen, das Morden Im Mutterleib mit dem Argument der Erbsündenbefreiung durch Christi Erlösungswerk zu relativieren, um ihr Gewissen abzutöten, bleibt im Einzelfall der Tatbestand des von ihnen mitverantworteten hinterhältigen Mordes ohne Möglichkeit der Gewährung des besagten „mildernden Umstands“ bestehen.

      • Ja, schon, lieber @Sophus, aber was bedeutet es dann,

        „dass die heiligste Gottesgebärerin, unser aller geliebte Mutter, die reinste Jungfrau Maria, frei von aller Makel der Erbsünde empfangen worden“ wie „Ubi primum“ uns lehrt. Und

        warum macht der Katechismus auf die Nottaufe aufmerksam.

        Was den Satz betrifft. „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz.“, so halte ich ihn für gefährlich, weil er suggeriert, „der einmal gerechtfertigte Mensch könne (oben, Kap 14) nicht mehr sündigen, und die Gnade nicht verlieren“ (Cum hoc tempore, Kanon 23) und damit wichtige Mittel zum Seelenheil, wie (Tauf- und Bußsakrament) ausblendet.

        Cum hoc tempore, 12. Kapitel: Dass man sich vor einer leichtfertigen Selbstzumessung der Prädestination hüten müsse
        „Auch soll niemand (unten, Kanon 15 und 16), so lange er in dieser Sterblichkeit lebt, das verborgene Geheimnis der göttlichen Vorausbestimmung sich selbst so weit zumessen, dass er für gewiss annehme, er sei ganz sicher unter der Zahl der Vorausbestimmten, gleichsam als wenn wahr wäre, dass der Gerechtfertigte nicht mehr sündigen könne, oder falls er sündige, sich gewiss Buße verheißen dürfe. Denn es ist unmöglich, wenn nicht aus besonderer Offenbarung Gottes, zu wissen, was für welche sich Gott auserwählt hat.“

      • Werter @ Agricola!

        Wer den Satz „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz.“, auf die Erbsündenideologie Luthers bezieht, und darin eine katholische Gegenposition zu Luther erkennt, für den verliert der Satz seine Gefährlichkeit, denn er suggeriert nicht mehr, „der einmal gerechtfertigte Mensch könne (oben, Kap 14) nicht mehr sündigen, und die Gnade nicht verlieren“ (Cum hoc tempore, Kanon 23) und damit wichtige Mittel zum Seelenheil, wie (Tauf- und Bußsakrament) ausblendet.
        Die römische Lehre hat schon im Blick auf natürliche Beschaffenheit des Menschen eine grundlegend andere Sicht als der Protestantismus. In seinem Wesen ist und bleibt der Mensch ein Geschöpf Gottes, das auf Gott hin ausgerichtet ist.
        Bitte lesen Sie, was ich gestern um 20.00 @ Leo Lämmlein zur protestantischen Sicht geantwortet habe. Dann wird vielleicht klarer, warum ich den besagten Satz nicht als häretische Aussage begreifen kann, sondern im Zusammenhang mit Luthers subjektivistischer Erbsündenideologie sehe.
        Diese findet in den Evangelien keine Stütze. Vielmehr stehen Luthers Erbsünden-und Rechtfertigungsvorstellungen im krassen Gegensatz zu dem, was Jesus gelehrt hat. Die Verse Mt 25,31-46 postulieren den freien Willen des Menschen zum Tun oder Lassen des Guten oder des Bösen und verbieten die Annahme, dass Gott völlig unabhängig von den Werken im Endgericht Gnade walten lässt. Das Wesen des in den Evangelien gezeigten Menschen ist es, frei zu sein, sich für oder gegen Gott entscheiden zu können.
        Für Jesus war das Problem der erblichen „Sünde Adams“ nicht der Rede wert. Der Name Adam kommt in den Evangelien 1x (im lukanischen Geschlechterregister) nur 1x vor. Paulus hat in Röm 5,12 keine Erbsünde gelehrt, wenn er sagt: „Darum: Wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt hineinkam und durch die Sünde der Tod, gelangte der Tod so zu allen Menschen, daraufhin, dass alle sündigten“. Paulus führt also den Tod der Menschen auf die zurechenbaren persönlichen Sünden zurück.

        Schon Erasmus von Rotterdam teilte die Lehre Luthers vom unfreien Willen nicht und hatte bereits in der Schrift „ Über den freien Willen“ (De libero arbitrio) von 1524, einer genauen Analyse der biblischen Autoren, Luthers Auslegung des Römer-Briefes von 1520 bezüglich Erbsünde, göttliche Allwissenheit und Rechtfertigungsgnade für falsch erklärt. Erasmus nimmt dagegen ein Zusammenwirken zwischen Gott und Mensch im freien Handeln dahingehend an, dass Gott als „causa principalis“, als Ideal des Guten und Idee der Gerechtigkeit mit der gerechten Vergeltung im Jenseits als höchstem Ziel, in allen freien Handlungen enthalten sei. Diesem Gericht müsse sich der Mensch als ein sittliches Wesen, der das Gute wollen oder ablehnen kann, stellen (vgl.Christof Hubig).
        So sollte man den obigen Satz auf den Anfang des individuellen Menschseins beziehen, von dem aus das Wirken des freien Willens zum Guten oderBösen hin erst beginnt.

      • Werter @ Agricola

        Zur Ergänzung!
        Sie weisen mit Recht auf die Enzyklika Ubi primum von Papst Pius IX. hin. Sie wurde am 2. Februar 1849 veröffentlicht und trägt den Untertitel „Über die Unbefleckte Empfängnis“. Sie lehrt, wie Sie richtig zitieren, dass „die heiligste Gottesgebärerin, unser aller geliebte Mutter, die reinste Jungfrau Maria, frei von aller Makel der Erbsünde empfangen worden“ ist. Im Sinne des Satzes „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz.“ bedeutet dies, dass die hl. Maria der dieser „Urerlösung“ durch das Heilswerk Jesu Christi nicht bedurfte.
        Sie fragen weiterhin: Warum macht der Katechismus auf die Nottaufe aufmerksam? Die frühen Urgemeinden haben nach Mk 16.16 die Taufe praktiziert, um Menschen in die Gemeinschaft der Gläubigen aufzunehmen. Die Nottaufe durch einen beliebigen Christen im Angesicht des Todes wurde erst auf der Synode von Elvira 305 legitimiert. Bis dahin gab es keine Nottaufe, weil es die augustinische Vorstellung von einer von Adam persönlich „ererbten Sünde“ noch nicht gab, eine Vorstellung, die Luther radikalisierte und auf welche die Kirche auf dem Konzil von Trient im „Beschluss über die Erbsünde“ von 1546 in bis heute gültiger Weise antwortete: Die Heilsnotwendigkeit der Taufe wurde durch die Lehre von der Erbsünde in den Vordergrund gestellt. Demnach ist nur derjenige, der auf Jesus Christus getauft ist, frei von dieser Sünde.
        Heute sind nicht alle Theologen mit dieser Antwort zufrieden, da Jesus in den Evangelien die „Erbsünde“ nicht thematisiert und die Urkirche das Pauluswort Röm 5,18-19 nicht im Sinne einer „Erbsünde“ verstanden hat: „Wie es also durch die Übertretung eines einzigen für alle Menschen zur Verurteilung kam, so wird es auch durch die gerechte Tat eines einzigen für alle Menschen zur Gerechtsprechung kommen. Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden“.
        Im Osterlob findet man sogar die Idee der „glücklichen Schuld Adams“:
        „O wahrhaft heilbringende Sünde des Adam, du wurdest uns zum Segen, da Christi Tod dich vernichtet hat. O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden“.

    • Werter @ Makariel!
      Die “unumstößlichen Worte unseres Herrn” lauten nach MK 16,16 wörtlich:
      “Hingegangen in die ganze Welt, verkündet die Frohbotschaft der ganzen Schöpfung!
      Der gläubig Gewordene und Getaufte wird gerettet werden, aber der nicht gläubig Gewordene wird verurteilt werden“.
      Das Wort Jesu bezieht sich sowohl auf diejenigen, welche die verkündete Frohbotschaft aufgenommen und den Glauben in der Taufe angenommen haben , als auch auf jene, welche die verkündete Frohbotschaft vernommen, aber nicht angenommen haben. Von einer dritten Gruppe, welche die verkündete Frohbotschaft nicht annehmen konnte, weil sie diese schuldlos gar nicht vernommen hat, sich also nicht zu Christus in der Taufe bekennen konnte, ist nicht die Rede.

      Daher haben Sie kein Recht zu sagen: “Ein Nichtgetaufter kann das Heil nicht erlangen, denn er besitzt ja nicht das Licht der Gnade. Er bleibt trotz des Leidens und Sterbens Christi unerlöst“. Das wäre blanke Anmaßung, denn über die Gnade Gottes gegenüber jenen aus der dritten Gruppe können Sie unter der Verheißung, dass Er alle an sich ziehen will, nicht verfügen.
      Man sollte es daher Gott überlassen, wie er es schafft, dass “alle Menschen gerettet werden“. Dabei kann man sich durchaus auf die Bibel berufen. Sie sieht nicht nur die Möglichkeit, dass ausschließlich dort, wo Boten Jesu hinkommen, Heil möglich wird.
      Der Hebräerbrief denkt sich den Weg anders. Er sieht die ganze Menschheit, auch die, die vor Jesus gelebt haben, in einem großen Zug. Jesus geht als “Anführer” allen voran und führt sie zu Gott. Das Kriterium ist nicht die Taufe, sondern der Glaube, der sich vor allem dort zeigt, wo Kraft ist zum Durchhalten, zum Wagnis und zum Widerspruch (Hebr 11,1-12,3). Solche Kraft ist ein Gottesgeschenk, vermittelt durch Jesus. Das Wegmodell des Hebräerbriefes schließt natürlich die Taufe und die Kirche nicht aus. Aber es lässt Gott die Freiheit, Heil und Glauben zu wirken, wo er will. Und das sollten auch Sie tun, werter @ Makariel und nicht den hl Johannes Paul II . der Häresie zeihen, der sich im Sinne des Hebräerbriefes gegen die Erbsündenideologie Luthers stellt.

  24. @Makariel: der Ketzer sind wahrscheinlich Sie selbst. Mal eine Frage an Sie: gehören Sie der Piusbruderschaft an?
    Also wer wie Sie den überaus hl. Papst Johannes Paul II. einen „Ketzer“ nennt, greift damit direkt auch die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria an sowie den Herrn und Erlöser Jesus Christus.
    Ich sage Ihnen das und wenn Sie Ihre Äußerungen nicht zurücknehmen oder beichten, sind Sie des Teufels. Das wird dann kein Spass mehr für Sie sein.

  25. Medjugorje ist meines Wissens noch nicht von der Kirche anerkannt und mögliche Erscheinungen können daher auch nicht zur Verurteilung gegenteiliger Meinungen ins Feld geführt werden.

    • Auch Lourdes und Fatima wurden erst nach längerer Prüfungsphase anerkannt. Deshalb haben dort trotzdem schon vorher viele Menschen die Erscheinungen angenommen und die Wünsche der Gottesmutter erfüllt, was nicht zu ihrem Schaden war!

  26. @Hedwig von Schlesien:
    Der Herr wollte und konnte womöglich nicht sagen: „…mein Blut, das für alle! vergossen wird zur Vergebung der Sünden…“. Er hat sein Blut zwar für alle Menschen aller Zeiten vergossen gemäß des Willens! des Vaters!. „Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch an mir vorüber, aber nicht mein, sondern dein Wille geschehe!“
    Er selbst, als der Gottmensch und Sohn des Vaters, wußte sicherlich, daß er für manche sein Blut würde soz. unnütz vergießen. „Manche“ sind die, die ausdrücklich nicht gerettet werden wollen.

    Deswegen konnte er aus seiner! Perspektive wohl auch nicht sagen „für alle“, sondern konsequenterweise „für viele“. Christus sagt „für viele“ und meint es auch so. Er sagte nicht „für viele“ und meint „für alle“. Nein, Er sagt, was Er sagt. Da kann man mitnichten die Worte verändern und aus „für viele“ ein „für alle“ machen wie es so viele Bischöfe und Priester heutzutage tun.

    „Wir“ können nach Kreuz, Tod und Auferstehung des Herrn und Gottmenschen Jesus Christus sagen, daß Er sein Blut für alle vergossen hatte, für alle Menschen aller Zeiten, denn Er, Christus, war dem Willen! des Vaters! gehorsam! Das kann so gesagt werden, nachdem der Herr sein Blut in Gehorsam und Übereinstimmung mit dem Willen des Vaters (das muß man immer mitbedenken) für alle (inklusive derer, die ihn bewußt und frei ablehnten und ablehnen) vergossen hat.
    Somit hat auch der hl. Papst JP II. nichts Verkehrtes gesagt, sondern das gesagt, was bereits in den Apostelbriefen steht.

    Allerdings ist niemandem gestattet, die Worte des Herrn Jesus Christus zu verändern und bei der hl. Wandlung sagen: … für alle… Wer das tut, versündigt sich an Jesus Christus- jedesmal.
    Papst Johannes Paul II. hattte nicht ein einziges Mal gebetet: „…für alle…“.
    Die Anwürfe und Beschuldigungen von @Makariel sind völlig haltlos im Sinne der Wahrheit.

    • @ Elias, ich entschuldige mich bei Ihnen, wie ich auf Ihre Sicht des Papstes Franziskus, an anderer Stelle, reagierte. Bleibt für mich eine Lehre, dass auf so wunderbare, mutige Worte des Herrn Weihbischofs Athanasius Schneider, diese Diskussion entstanden ist. Ähnliches lief es ab, bei Worten des Kardinal Burke, bei Bischof Fellay, usw. oder nur des Briefes „der 13″, usw. Ich versuche es zu verstehen und zu beten.

  27. @ Franzel

    Sich mit Vertretern nicht-christlicher Kulte zu treffen, ist die eine Sache, doch durch deren Satanswerk christliche Sakralbauten entweihen zu lassen, geht absolut gar nicht. In dieser Frage gibt es keine „zeitgemäße Neuinterpretation“.

  28. @ Franzel @ Franzel!
    Auch dieser Hassausbruch gegenüber @ Zeitschnur ist wie der unten bei aller sachlichen Differenz zu ihr unverantwortbar. Ich wiederhole: So stellen Sie selbst als „Besessener“ an den Pranger. Besinnen Sie sich und bitten Sie Frau @ Zeitschnur umgehend um Verzeihung!

    • Der Kommentator „Franzel“ wurde zur Mäßigung aufgefordert, andernfalls werden von ihm keine Kommentare mehr freigeschaltet. Ein bedauerlicher Vorfall, der hoffentlich für alle Anlaß zur Mäßigung ist. Katholisches.info bietet zur Berichterstattung zusätzlich den Kommentarbereich an, um eine Möglichkeit der Kritik, der Ergänzung und des Gedankenaustausches zu bieten. Es gilt der Grundsatz, daß wir hoffen und wünschen, daß die von Katholisches.info veröffentlichten Artikel gelesen werden. Niemand muß aber die Kommentare lesen, die andere Leser verfassen.

      • Ich möchte noch eine Bitte und Aufforderung an alle Leser richten, die Artikel kommentieren. Als Katholiken haben wir die Pflicht, zu kritisieren, was kritikwürdig ist. Es ist aber noch mehr unsere Pflicht, anderen auf dem Weg zum ewigen Heil zu helfen. Daher sollte Kritik auch unter diesem Gesichtspunkt formuliert werden. Sie sollte jedenfalls für andere nicht Anlaß sein, vom Weg zum ewigen Heil abzukommen oder an ihrem Glauben zu zweifeln. Vielen Dank.

      • Sehr geehrter Herr Nardi,
        ich nehme die Worte gegenüber @zeitschnur hiermit zurück und bitte um Verzeihung.
        Hoffentlich nimmt auch @zeitschnur ihre Worte gegenüber Papst Johannes Paul II. zurück, die sie, seit ich hier bin, unermüdlich vorbringt.
        Ich hatte Papst Johannes Paul II. immer verteidigt, auch schon vor 20 Jahren und so und werde ihn immer gegen Verleumdungen verteidigen.
        Es gibt in Europa nicht nur Deutsche, die meinen mit allen herumspringen zu können wie sie wollen. Ich bin auch Franzose und ich werde den hl. Papst Johannes Paul II. bis aufs Blut hin verteidigen. Vive la France! Es lebe Polen!

      • Zum Glück habe ich nicht gelesen, was Sie geschrieben hatten und wurde erst darauf aufmerksam gemacht, als es schon gelöscht war.

        Ich nehme kein Wort dessen zurück, was ich zu Karol Woityla gesagt habe.

        Er hat unseren Herrn verleugnet, indem er den Koran küsste und damit Maria ein Schwert in die Seele gerammt.

        Ich möchte einfach den HERRN, und das ist JESUS, gepriesen sei er in Ewigkeit, unsern Retter und Bräutigam, den Erben des Alls, durch denn alles geschaffen ist und ohne den nichts ist, der das Wort des Vaters und der Sohn Gottes ist, nicht beleidigen.
        Und wenn einer dies auch nur im Ansatz tut – und der Korankuss und der Assisi-Ökumenismus Woitylas sind mehr als nur ein „Ansatz“, dann werde ich das laut sagen und niemand wird in der Lage sein, mein Argument zu entkräften, dem Jesus das wichtigste ist.

      • Werte Frau @ Zeitschnur!
        Bevor Sie hier wieder einmal die kesse Lippe riskieren, nehmen Sie bitte den folgenden Text zur Kenntnis, den ich 2006 aus gegebenem Anlass als Leserbrief an die Tagespost zum Artikel „Papst bekräftigt seine Ehrfurcht vor dem Koran“ geschrieben habe, nachdem eine ähnliche Leserstimme, wie die Ihre, laut geworden war:
        „Rein sprachlich gesehen, ist der Begriff „Ehrfurcht“ nach Dudens Wörterbuch der deutschen Sprache eine Rückbildung aus dem Adjektiv „ehrfürchtig“ und bedeutet „hohe Achtung, achtungsvolle Scheu, Respekt vor der Würde, Erhabenheit einer Person, eines Wesens oder einer Sache“. Von der Wortbildung her handelt es sich bei dem Abstraktum um ein zusammengesetztes Substantiv mit dem Wort „Furcht“ als Grundwortund dem Wort „Ehr(e)“ als Bestimmungswort. Damit werden die beiden Bedeutungselemente mit der Betonung auf „Furcht“ offengelegt. Das ältere Wort „ehrfürchtig“ lässt erkennen, worum es auch heute noch geht: um die Furcht, eine von außerhalb postulierte Ehre zu verletzen.
        Träger dieser Ehre konnte z. B. im Hochmittelalter ein Ritter sein, zu dessen Tugendkatalog neben der Beachtung des rechten Maßes, Verlässlichkeit und Dienstbereitschaft gegenüber der Herrin eben auch seine persönliche Ehre gehörte, deren Verletzung gegebenenfalls im Duell auf Leben und Tod geheilt werden musste. Jeder Friedfertige, der es mit Rittern zu tun hatte, fürchtete den Automatismus dieses Rituals und gab sich „ehrfürchtig“. Die „Ehrfurcht“ konnte also schon am Anfang ihrer Bedeutungsgeschichte erzwungen werden.
        Der Erweis von Ehrfurcht braucht also nicht immer ein freiwilliger Akt zu sein und schon gar keiner einer freiwilligen „Unterwerfung“. Religiös gesehen bezeichnet der Begriff die Angst, die Ehre Gottes zu verletzen, wer immer diese Ehre religiös definiert. Wenn also Papst Johannes Paul II seine „Ehrfurcht vor den Koran“ durch einen Kuss bekräftigt hat, so hat das nichts mit dessen Inhalten zu tun, vielmehr stellt diese öffentliche Form der Ehrerbietung lediglich eine scheue Form sozialer Interaktion dar gegenüber der Überzeugung jener, die dieses Buch mit ihrer religiösen Ehre verknüpft haben. Damit wird der Koran-Kuss zu einer symbolischen Handlung, wie in den Szenen, in denen Papst Johannes Paul II. den Boden des Flugfeldes küsste, wenn er ein Land zum ersten Mal betrat. Da ist es wohl selbstverständlich, dass sich der Papst nicht mit dem Zustand des Flugfeldes identifizierte – ebenso wenig identifizierte er sich mit den Inhalten des Koran. Das hat im Gegensatz zu Ihnen, auch die Tagespost so gesehen, als sie titelte: „Papst bekräftigt seine Ehrfurcht vor dem Koran“!

      • @ sophus

        Da Ihr erster Satz bereits schon wieder persönlich beleidigend war, lese ich nicht weiter – tut mir Leid. Entweder man lernt endlich, sich zu benehmen, oder ich lege keinen Wert auf einen Diskurs.
        Diese Rowdy-Methoden passen dazu, dass man auch die Verleugnung des Herrn aus Ehrfurcht küssen darf.
        Passt alles.
        Aber bitte ohne mich.
        Sie lernen jetzt, damit zu leben, dass ich anderer Meinung bin -

      • @ Zeitschnur
        Wie immer: Keifen und Kneifen! Verbale Agression und Dialogverweigerungsandrohung!
        Und wo bleiben die Gegenargumente?

      • Werter @Sophus,

        ist es denn Aufgabe eines Papstes, den Koran zu Küssen? Oder soll ich annehmen, dass der Koran und sein Inhalt das Kreuz der Christen ist?
        Ave crux?

        Mit Begriffshygiene lässt sich auch die Sicht auf die Wirklichkeit relativieren. Und damit wären wir eigentlich bei der Diskussion andernorts über den Begriff „Pharisäer“, der landlläufig doch längst eine andere Bedeutung hat als die etymologische.
        ______________________________________________________
        Weil es von der Thematik her ähnlich ist, komme ich auf Ihre Antwort auf meinen Kommentar vom 10. November 2015 um 17:00. Ich danke sehr für Ihre verständliche Ausführungen (auch bei Leo Laemmlein) zu Luthers Ideologie – das war mir vorher offen gestanden nicht so klar. Sie schreiben:

        „Wer den Satz „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz.“, auf die Erbsündenideologie Luthers bezieht, und darin eine katholische Gegenposition zu Luther erkennt, für den verliert der Satz seine Gefährlichkeit, denn er suggeriert nicht mehr, „der einmal gerechtfertigte Mensch könne (oben, Kap 14) nicht mehr sündigen, und die Gnade nicht verlieren“ (Cum hoc tempore, Kanon 23) und damit wichtige Mittel zum Seelenheil, wie (Tauf- und Bußsakrament) ausblendet.“

        Die Gefährlichkeit des Satzes mag in Hinblick auf Luthers Erbsündenideologie verständlich sein. Wer diesen Satz allerdings hinsichtlich der Aussage Kardinal Marx‘, die Kirche müsse für die Bilder der Hölle und des Fegefeuers Buße tun, ließt, für den ist diese Aussage fatal!

        Wer Seelen retten will und sie an den Glauben an Jesus Christus führen will, kann dies nicht mit schmeichelnden Worten und zweifelhaften Gesten tun.

        Der Glaube muss klar und unmissverständlich bezeugt werden, damit er nicht unüberlegt angenommen wird („…oder habt ihr den Glauben unüberlegt angenommen?“) – „… ut testimonium perhiberet de lumine …“!
        Ist das zuviel von einem Papst verlangt??

      • Werter @ Agricola!
        Aus dem Satz „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz.“, den ich mit Ihrem Einverständnis auf die Erbsündenideologie Luthers beziehen und darin eine katholische Gegenposition zu Luthers erkennen kann, hat mit der Aussage von Kardinal Marx‘, die Kirche müsse für die Bilder der Hölle und des Fegefeuers Buße tun, nicht das Geringste zu tun, denn er bezieht sich auf den individuellen Zustand jedes Menschen beim Eintritt in die Welt durch Geburt.
        Das Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz bewahrt den Menschen in seinem folgenden Leben aber nicht vor neuerlichem Schuldigwerden. Sein freier Wille ermöglicht ihm die freie Entscheidung auch zur bösen Tat, die als Todsünde dem Erlösungswerk Christi gänzlich entgegensteht. Aber dem Menschen ist es möglich, durch wahre Reue, Buße und den Empfang des Leibes Christi wieder in den Gnadenstand zu gelangen und diesen durch das Tun guter Werke zu festigen, wie es der 1. Petrusbrief verlangt. Ansonsten droht nach wie vor nach Gottes Gerechtigkeit das ewige Höllenfeuer. Noch einmal, wie oben gesagt: Von einer voraussetzungsfreien Allerlösung kann bei Papst Johannes Paul II. unter diesen Aspekten m.E. keine Rede sein.

      • Werter @Sophus,

        Sie verstehen mein Argument nicht. Sie kennen den Kontext, in dem der Satz gefallen ist nicht, ich auch nicht. Sie sehen ihn in Zusammenhang und als Gegenposition zu Luthers Erbsündenideologie. Ein Gläubiger, der nicht Ihre theologische Bildung besitzt (und von dieser Situation in Deutschland müssen Sie laut Umfrageergebnis vor der Synode ausgehen), so dass er diesen Satz in Ihrem Verständnis einordnen könnte, sondern der ihn hinsichtlich Marx‘ Aussage bezieht, zieht aus einem solchen Satz ganz andere Schlüsse. Verkürzt also: Ein Gläubiger, der noch Himmel-Hölle weiß und liest oder hört: „Alle Menschen … erlöst“ (erlöst!), wird vielleicht folgern: Erlöst = Himmel, also Hölle passé.
        Wie hoch dürfte der Prozentsatz in Deutschland sein, der von der Erbsünde überhaupt gehört hat, geschweige denn weiß was sie bedeutet?
        Deshalb halte ich diesen Satz nach wie vor für gefährlich.

      • @agricola
        Sie halten diesen Satz fûr gefàhrlich. Welche „Gefahr“ bei den einzelnen, „nicht theologisch gebildeten“ Menschen sehen Sie im Zusammenhang mit diesem Satz? Ich beginne gerade zu ahnen, dass im Rahmen der Entstehung der Neuen Religion auch schon dieser Papst gar nicht mehr passt, und das ist zu frûh. Sein Geschriebenes kann man auch zensieren und sich an seinem Tun abarbeiten, jedoch seine Wirkung ist „etwas ungeplant“, stärker und andauernder. Der Heiliger Geist wirkt, wie er will und wo er will. Und mich freut jetzt dieser Satz, im Sinne der Auffassung vom @Sophus um so mehr!

      • Werter @ Agricola
        Pater Pio hat den folgenden Link einkopiert und wieder löschen lassen:
        http://www.einsicht-aktuell.de/index.php?svar=5&artikel_id=37&searchkey=Freimaurer
        Darin wird Papst Johannes Paul II gewissermaßen als ein Lehrer von Häresien gebrandtmarkt.
        Das war für mich eine ganz üble verleumderische Unterstellung, die ich so nicht stehen lassen konnte, zumal sich der Papst aus dem lutherresistenten katholischen Polen diametral entgegengesetzt zu dem positioniert hatte, was von Luther an Erbsündemideologie bis heute verbreitet wird. Da dem Heiligen Papst Johannes Paul II. die Sätze des Konzils von Trient von 1546 als Verteidigungslinie gegen Luthers destruktives Bild vom Menschen verständlicherweise nicht mehr ausreichend erschienen, setzte er gegen ihn den Gedanken von der völligen Erneuerung des Menschen durch das Erlösungswerk Jesu Christi im Augenblick seiner Zeugung, ohne dabei im göttlichen Endgericht im Falle des Ablebens in Todsünde die Möglichkeit der ewigen Verdammung in Frage zu stellen.
        Bereits in seiner ersten Enzyklika „Redemptor Hominis“ lehrte Johannes Paul II.:
        „Es geht also hier um den Menschen in seiner vollen Wahrheit, in all seinen Dimensionen. Es geht nicht um einen ‚abstrakten‘ Menschen, sondern um den realen, den ‚konkreten‘ und ‚geschichtlichen‘ Menschen. Es geht um jeden einzelnen Menschen; denn jeder ist in das Geheimnis der Erlösung eingeschlossen, mit jedem ist Christus für immer durch dieses Geheimnis verbunden. Jeder Mensch, der im Mutterschoß empfangen und von seiner Mutter in diese Welt hineingeboren wird, ist gerade wegen dieses Erlösungswerkes der Obhut der Kirche anver-traut. Ihre Sorge schaut auf den ganzen Menschen und ist ihm in einzigartiger Weise zugewandt. Sie kümmert sich um den Menschen in seiner individuellen, unwiederholbaren Wirklichkeit, in der unzerstörbar das Bild und Gleichnis Gottes lebt (vgl. Gen 1, 27). Das meint das Konzil (Vatikanum II), wenn es diese Ãhnlichkeit erwähnt und dabei daran erinnert, dass ‚der Mensch auf Erden die einzige von Gott um ihrer selbst willen gewollte Kreatur ist‘ (GS 24). So wie dieser Mensch von Gott ‚gewollt‘ ist, wie er von Ewigkeit her von ihm ‚erwählt‘ ist, gerufen und bestimmt für die Gnade und das Heil, so ist jeder Mensch ganz ‚konkret‘, ganz ‚real‘. Dies ist der Mensch in der ganzen Fülle des Geheimnisses, an dem er teilhat durch Jesus Christus, ein Geheimnis, an dem jeder einzelne der vier Milliarden Menschen teilhat, die auf unserem Planeten leben, vom ersten Augenblick an, da er unter dem Herzen seiner Mutter empfangen wird. (Enzyklika Redemptor Hominis, Johannes Paul II, Actas Apostolicae Sedis, 1979, SS.283 ff.)

        In diesem Zusammenhang werden die von mir aus dem von @ Pater Pio gelöschten Text entnommenen obigen fünf Sätze, darunter der Satz „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz.“, vielleicht noch verständlicher – und sie bereiten Freude.

      • Sophus

        „Das Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz bewahrt den Menschen in seinem folgenden Leben aber nicht vor neuerlichem Schuldigwerden.“

        Ich stoße mich da einerseits am „neuerlichem“ [Schuldigwerden]: Kann der Mensch schon vor der (Baby-)Taufe gesündigt haben? Andererseits tönt der Satz für mich wie für den Ausnahmefal [des Schuldigwerdens]: Wozu aber bedürfen seit dem Tode des Herrn außer der Gottesmutter grundsätzlich ALLE Menschen der Sakramente?

        In bezug auf JPII frage ich mich ansonsten, weshalb bei einzelnen Kommentatoren – damit meine ich ausdrücklich nicht Sie – derartige Emotionen hochkochen, wenn offensichtlich Fragwürdiges sachlich thematisiert wird. Ich arbeitete mal unter einem CEO, der neben etlichen glücklichen geschäftlichen Entscheiden leider auch 2, 3 katastrophale getroffen hat., von denen eine dem Unternehmen beinahe das Genick gebrochen hat. Dies tut aber meiner Wertschätzung und Verbundenheit mit ihm bis heute keinerlei Einbuße.

      • Werter @ Carlo
        Die Emotionen kommen auf, weil hier einige im Fahrwasser der Piusbruderschaft das Zweite Vatikanum pauschal ablehnen, seit Papst Pius XII. Sedisvakanz annehmen und damit die darauf folgenden Päpste bis einschließlich Papst Franziskus abwechselnd zu Häretikern, Schismatikern, jedenfalls zu Ketzern erklären und dafür in den Netzen zum Fischen gehen. Besonders der Heilige Papst Johannes Paul II. ist im Visier der Ankläger, weil er die Erbsündenlehre des Trienter Konzils nicht nur im historischen Kontext mit der lutherischen Erbsündenideologie sieht, sondern auch die Tatsache, dass Jesu Lehre keine Erbsünde kennt, miteinbezieht und damit aus dem ganzen kirchengeschichtlichen Zusammenhang Bedenkenswertes ableitet, was seine Gegner häretisch finden und ihn zum Ketzer erklären, wie es mit dem folgenden Abschnitt geschehen ist.
        Bereits in seiner ersten Enzyklika „Redemptor Hominis“ lehrte Johannes Paul II.:
        „Es geht also hier um den Menschen in seiner vollen Wahrheit, in all seinen Dimensionen. Es geht nicht um einen ‚abstrakten‘ Menschen, sondern um den realen, den ‚konkreten‘ und ‚geschichtlichen‘ Menschen. Es geht um jeden einzelnen Menschen; denn jeder ist in das Geheimnis der Erlösung eingeschlossen, mit jedem ist Christus für immer durch dieses Geheimnis verbunden. Jeder Mensch, der im Mutterschoß empfangen und von seiner Mutter in diese Welt hineingeboren wird, ist gerade wegen dieses Erlösungswerkes der Obhut der Kirche anver-traut. Ihre Sorge schaut auf den ganzen Menschen und ist ihm in einzigartiger Weise zugewandt. Sie kümmert sich um den Menschen in seiner individuellen, unwiederholbaren Wirklichkeit, in der unzerstörbar das Bild und Gleichnis Gottes lebt (vgl. Gen 1, 27). Das meint das Konzil (Vatikanum II), wenn es diese Ãhnlichkeit erwähnt und dabei daran erinnert, dass ‚der Mensch auf Erden die einzige von Gott um ihrer selbst willen gewollte Kreatur ist‘ (GS 24). So wie dieser Mensch von Gott ‚gewollt‘ ist, wie er von Ewigkeit her von ihm ‚erwählt‘ ist, gerufen und bestimmt für die Gnade und das Heil, so ist jeder Mensch ganz ‚konkret‘, ganz ‚real‘. Dies ist der Mensch in der ganzen Fülle des Geheimnisses, an dem er teilhat durch Jesus Christus, ein Geheimnis, an dem jeder einzelne der vier Milliarden Menschen teilhat, die auf unserem Planeten leben, vom ersten Augenblick an, da er unter dem Herzen seiner Mutter empfangen wird. (Enzyklika Redemptor Hominis, Johannes Paul II, Actas Apostolicae Sedis, 1979, SS.283 ff.)

        Wenn dann der hl. Papst Johannes Paul II sagt:
        „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz.“, bezieht er sich meiner Ansicht nach auf diesen in Redemptor Hominis geschilderten, mit der Zeugung erreichten individuellen Zustand jedes Menschen und seinem Eintritt in die Welt durch Geburt. Damit wäre der Neugeborene fürs erste durch das Leiden am Kreuz von den Nachwirkungen der Sünde Adams befreit und gerechtfertigt vor Gott.

      • Fortsetzung
        Da aber durch Adam die Sünde in die Welt gekommen ist, kann der Mensch durch Sündigen die göttliche Gnade verlieren. Dann ist allerdings die katholische Taufe unabdingbar, um mit Hilfe der Gnadenmittel der Kirche wieder den Zustand der heiligmachenden Gnade durch Reue, Beichte und Eucharistieempfang zurück zu gewinnen und der ewigen himmlischen Glückseligkeit teilhaftig werden zu können.

        Im Taufritus der ersten 300 Jahre wurde daher nicht die Befreiung von der Sünde Adams gefeiert, sondern die Aufnahme eines Menschen in die Gemeinschaft der Kirche.

      • Werter @ Agricola

        Sie fragen: Ist es denn Aufgabe eines Papstes, den Koran zu küssen?
        Und Sie fügen die Frage hinzu: „Oder soll ich annehmen, dass der Koran und sein Inhalt das Kreuz der Christen ist?

        Als Papst Johannes Paul II. in abgewandter Körperhaltung den Koran in Form eines großen grünen Buches, von hinten fotografiert, vor den Kopf hielt und den Eindruck eines Kusses vermittelte, wurde das von Verständigen eher als Geste des Staatsoberhauptes des Vatikanstaates als die des Stellvertreters Christi auf Erden verstanden, eingedenk des Wortes Jesus an seine Jünger, als er sie zu den „verlorenen Schafen des Hauses Israel“ schickte: „Siehe, ich schicke euch wie Schafe inmitten von Wölfen; werdet also verständig wie die Schlangen und unverdorben wie die Tauben“(Mt 10,16). Vielleicht ist es dieser Geste als politischer Botschaft des Papstes zu verdanken, dass die Peterskirche heute noch steht.
        Insofern hat meine Analyse zum Begriff „Ehrfurcht“ nur fünf Jahre nach Nine-Eleven nichts mit Begriffshygiene zur Relativierung der Sicht auf die Wirklichkeit zu tun, sondern ist vielmehr Ausdruck einer realistischen Sicht auf eben diese Wirklichkeit, damit der Koran nicht tatsächlich zum Kreuz der Christen wird – mit unabsehbaren Folgen beiderseits!

      • Korrektur der Bildbeobachtung:
        Der Anfang des ersten Satzes muss lauten: „Als Papst Johannes Paul II. den Koran in Form eines großen grünen Buches vor den Kopf hielt und den Eindruck eines Kusses vermittelte, …..

      • Sophus, bedanke mich für Ihre Antwort, vermag Ihnen dennoch nicht zu folgen.

        Erstens verstehe ich nicht, weshalb Sie jetzt plötzlich die Priesterbruderschaft heranziehen. Mit deren „Fahrwasser“ kenne ich mich zwar nicht aus. Aber ich weiß, dass sie weder das letzte Konzil pauschal ablehnt noch seit Pius XII. eine Sedisvakanz annimmt bzw. Priester in ihren Reihen duldet, die diese Haltung nicht ablegen wollen. Für beides gibt es Belege, Stichwort einerseits „Optatum totius“, andererseits „Father Cekada & Co.“

        In den Zitaten aus Redemptor Hominis finde ich nichts, was meine Fragen beantwortet hätte, nämlich

        „Ich stoße mich da einerseits am „neuerlichem“ [Schuldigwerden]: Kann der Mensch schon vor der (Baby-)Taufe gesündigt haben? Andererseits tönt der Satz für mich wie für den Ausnahmefall [des Schuldigwerdens]: Wozu aber bedürfen seit dem Tode des Herrn außer der Gottesmutter grundsätzlich ALLE Menschen der Sakramente?“

        Dafür reichlich Geschraubtes wie „Es geht also hier um den Menschen in seiner vollen Wahrheit, in all seinen Dimensionen. Es geht nicht um einen ‚abstrakten‘ Menschen, sondern um den realen, den ‚konkreten‘ und ‚geschichtlichen‘ Menschen.“ (Ähem, hatte mal jemand das Gegenteil behauptet?)

        Immerhin schreiben Sie stets offen, dass Sie nur interpretieren. Dies indes m.E. auf dünnem Boden, denn Sichtbares, wie die praktisch vollkommen zum Erliegen gekommene Missionstätigkeit der Kirche (iSv eine Herde und ein Hirte) inkl. „Hochachtung vor den Muslim“ spricht eben nicht nur schwach dafür, dass da eine Allerlösung herumgeistert.

        Was ferner das von Ihnen gelieferte Interpretationsangebot betreffend der Korankuss-Ablichtung angeht, erinnert mich dieses an die damaligen St. Pöltener Rechtfertigungsversuche bezüglich der unterm Mistelzweig geschossenen Kussfotos („KEIN Zungenkuss!“).

      • @zeitschnur, @Franzel: Das ist echte Größe: @Franzel: Sie ziehen sich nicht ein Schneckenhaus zurück und erkennen, dass aus Liebe zu Papst Joh. Paul II in eine Verteidigungshaltung gerutscht sind, die sich im Wort sehr vergriffen hat. Das merke ich immer an ihnen. Sie selber nehmen Beleidungungen nicht persönlich und sind wieder bereit ins Gespräch zu gehen.
        @zeitschnur: Sie haben hier ja schon einiges erlebt. Darum finde ich es auch von ihrer Seite ziemlich gut, wieder zur Sache zu kommen. Sie lösen damit ein, was sie auch immer von anderen fordern: zur Sache bitte.
        @Franzel: Mein Urteil einer Todsünde ist natürlich völlig subjektiv. Ich kann und darf so etwas gar nicht sagen. Es war leiden auch von mir eine Gegenreaktion auf ihre überzogenen Worte.
        @Guiseppe Nardi: alles richtig gemacht, sehr souverän… Insgesamt ist das Niveau und die Gesprächskultur auf dieser Seite sehr gut. Wenn es auch manchmal zu einzelnen Grabenkämpfen kommt…

      • @ Pater Puio

        Vielleicht klappt es ja diesmal und der Post landet da, wo er hinsoll: Ich habe Ihnen geschrieben, aber mein Kommentar ist irgendwie ganz nach oben gerückt. Bei Interesse schauen Sie mal zeimlich weit oben unter 12.11. um die Uhrzeit jetzt.

      • Sehr geehrter @Pater Pio: Sie können mir glauben, daß ich Papst Johannes Paul II. gerne mit Klauen und Zähnen verteidige.
        Er hattte Zeit seines Lebens so viel einstecken müssen, gerade, weil er unermüdlich der „Kultur oder Unkultur des Todes“ ( wie er es nannte) die Heilsgebote Gottes vor Augen stellte, weil er unermüdlich Sachwalter aller Kleinen und Unterdrückten war, weil er unermüdlich gegen Krieg und Terror und für Frieden sprach, weil er so sehr viel für den Fall des Eisernen Vorhangs getan hatte, weil er auf seinen vielen Reisen den Menschen ihre gottgemäße Würde in Erinnerung rief, weil er die Mächtigen in die Schranken wies, weil er so viel im christlich-jüdischen wie auch im katholisch-orthodoxen Verhältnis getan hatte und so vieles Gute mehr in seiner väterlichen Art- weil er einfach Christus gepredigt hat mit Hilfe der allerseligsten Jungfrau Maria.

  29. @ Pater Pio

    Ich war die ganze Zeit bei der Sache – schauen Sie den Thread noch mal an. Sie müssen nun nicht, um dem berühmten Mediatoren-Trieb, alles irgendwie wieder auszugleichen und auszuwiegen folgen und nun in diesem Falle suchen, was Sie mir vorwerfen können. Ich habe mich mit sachlichen Gründen, die Ihnen möglicherweise nicht gefallen, kritisch zu JP II und seiner Theologie und einigen seiner Handlungen geäußert und ansonsten niemanden persönlich beleidigt. Ich bin überhaupt in diesem Thread keinesweg überpräsent.

    Meine Probleme mit Woityla sind theologischer Natur.

    Und mit dieser Ebene sollten sich alle auseinandersetzen.

    Alleine, dass ein Mann wie Woityla solche Unsachlichkeit auslöst (an der ich aber nicht beteiligt war), ist ein schlimmes Zeichen. Ein guter Baum trägt keine faulen Früchte. Ein guter Papst muss Kritik ertragen können – auch vonseiten seiner Fans.

    Was ist also mit den im Raumstehenden theologischen Fragwürdigkeiten und Sakrilegien?

    Und vergessen wir bitte nicht, dass dieselben nicht einfac verschwinden, nur weil er in Sachen Ehe die Erwartungen der Konservativen bedient hat. Treue muss schon ganz oder gar nicht sein…

  30. @ roman

    Das ist falsch, was Sie schreiben. ich hacke nicht auf kleinen privaten Fehlerchen von Päpsten herum, sondern auf gravierenden Lehrirrtümern und Sakrilegien.

    So einfach können Sie es sich kaum machen!

    Es ist nun mal ein Unterschied, ob ein papst dem Drang, jeden Abend eine Falsche Rotwein zu trinken, erliegt, oder ob er den koran küsst, Häretiker als Dogmenschreiber beauftragt und dergl.

    Diese Haltung, die Se da kundtun, offenbart das ganze Ausmaß des Abfalls – man banalisiert schwerste Untreue gegen Gott und behandelt das wie kleine Schwächen.

    Natürlich darf man auch nicht kleine Schwächen im gegenzug wie Todsünden behandeln – das tun hier auch einige.

    Aber mit eingermaßen wahrhaftigem Blick muss jeder zugestehen, dass das, was ich vorbringe, keine Kleinigkeiten sind.
    Im übrigen bin ich gewiss nicht die Erste, die das feststellt und die besagten Handlungen Woitylas ebenso wie die irrlehren in seiner Theologie haben schon viele festgetsellt.

    Zum Schluss: Für die Kirche galt einer immer dann als Häretiker, wenn er einen einzigen häretischen Satz hartnäckig aufrechthielt.

    Es genügte stets ein Satz – Ein Hefpilzpartikel vergärt den ganzen Teig.

    Versuchen Sie, das nüchtern nachzuvollziehen.

  31. Nicht Paulus läßt im Hebräerbrief Gott die Freiheit – wie absurd wäre das doch – sondern Gott läßt dem Menschen die Freiheit, um sich für oder gegen ihn entscheiden zu können.
    Wer den katholischen Glauben nicht in seiner Umfänglichkeit annimmt, hat sich bereits gegen Gott entschieden. Denn er hat nicht mehr den vollen Glauben und ist somit nicht mehr katholisch. Und deswegen kann es nur ein Mitleid geben mit jenen, die sich vom Glauben haben abbringen lassen. Sie haben sich vom Konzil betören und vom Äußeren bestechen lassen. Sie wollen das sinnlich Wahrnehmbare, die Person, das, was ihnen ins Auge sticht, verteidigen, nicht aber die Wahrheit.
    Für die Allgemeinheit spreche ich hier i.S. von Giuseppe Nardi, beizutragen in der Verkündigung des wahren Glaubens. Deswegen beklagen wir jene, die derart in die liberale Freigeisterei des Konzilsmilieus geraten sind.

    10. November 2015 um 19:14
    „Die “unumstößlichen Worte unseres Herrn” lauten nach MK 16,16 wörtlich:
    “Hingegangen in die ganze Welt, verkündet die Frohbotschaft der ganzen Schöpfung!
    Der gläubig Gewordene und Getaufte wird gerettet werden, aber der nicht gläubig Gewordene wird verurteilt werden“.“
    Die unumstößlichen Worte unseres Herrn lauten WÖRTLICH – ohne Umschweife -:
    „Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.“ Mk 16,16
    Und in Mtth 28,18,20
    „Darauf trat Jesus her und sprach zu ihnen: ‚Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe.. “

    „Daher haben Sie kein Recht zu sagen: “Ein Nichtgetaufter kann das Heil nicht erlangen, denn er besitzt ja nicht das Licht der Gnade. Er bleibt trotz des Leidens und Sterbens Christi unerlöst“.“

    Jeder Katholik hat sehr wohl das Recht, die Lehre der Kirche zu verteidigen, und diese Kirche, die genauso zum Heile notwendig ist wie die Taufe, sagt in Kanon 5 des Konzils von Trient: „Wer sagt, die Taufe sei frei, sie sei nicht notwendig zum Heile, der sei im Banne“

    Sie aber vertreten die Ketzerlehre und sagen: „Man sollte es daher Gott überlassen, wie er es schafft, dass “alle Menschen gerettet werden“.“
    Noch einmal: Es ist Lehre der Kirche, daß ohne die Taufe niemand zur visio beatifica, zur Anschauung Gottes, gelangen kann.
    Wojtylia vertrat eben nicht die katholische Erbsündenlehre. Die katholische Lehre besagt, daß der durch die Erbsünde schwerverletzte Mensch heilbar ist. UND DAS HEILMITTEL HIERFÜR IST DIE TAUFE – sonst nichts. Christi Erlösungsleiden soll den Schwerverwundeten durch die Taufe zugutekommen, nicht jedoch, wie der Ketzer Wojtyla meint, durch die Inkarnation.

  32. Nicht Paulus läßt im Hebräerbrief Gott die Freiheit – wie absurd wäre das doch – sondern Gott läßt dem Menschen die Freiheit, um sich für oder gegen ihn entscheiden zu können.
    Wer den katholischen Glauben nicht in seiner Umfänglichkeit annimmt, hat sich bereits gegen Gott entschieden. Denn er hat nicht mehr den vollen Glauben und ist somit nicht mehr katholisch. Und deswegen kann es nur ein Mitleid geben mit jenen, die sich vom Glauben haben abbringen lassen. Sie haben sich vom Konzil betören und vom Äußeren bestechen lassen. Sie wollen das sinnlich Wahrnehmbare, die Person, das, was ihnen ins Auge sticht, verteidigen, nicht aber die Wahrheit.
    Für die Allgemeinheit spreche ich hier i.S. von Giuseppe Nardi, beizutragen in der Verkündigung des wahren Glaubens. Deswegen beklagen wir jene, die derart in die liberale Freigeisterei des Konzilsmilieus geraten sind.

    10. November 2015 um 19:14
    „Die “unumstößlichen Worte unseres Herrn” lauten nach MK 16,16 wörtlich:
    “Hingegangen in die ganze Welt, verkündet die Frohbotschaft der ganzen Schöpfung!
    Der gläubig Gewordene und Getaufte wird gerettet werden, aber der nicht gläubig Gewordene wird verurteilt werden“.“
    Die unumstößlichen Worte unseres Herrn lauten WÖRTLICH – ohne Umschweife -:
    „Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.“ Mk 16,16
    Und in Mtth 28,18,20
    „Darauf trat Jesus her und sprach zu ihnen: ‚Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe.. “
    „Daher haben Sie kein Recht zu sagen: “Ein Nichtgetaufter kann das Heil nicht erlangen, denn er besitzt ja nicht das Licht der Gnade. Er bleibt trotz des Leidens und Sterbens Christi unerlöst“.“

    Jeder Katholik hat sehr wohl das Recht, die Lehre der Kirche zu verteidigen, und diese Kirche, die genauso zum Heile notwendig ist wie die Taufe, sagt in Kanon 5 des Konzils von Trient: „Wer sagt, die Taufe sei frei, sie sei nicht notwendig zum Heile, der sei im Banne“

    Sie aber vertreten die Ketzerlehre und sagen: „Man sollte es daher Gott überlassen, wie er es schafft, dass “alle Menschen gerettet werden“.“
    Noch einmal: Es ist Lehre der Kirche, daß ohne die Taufe niemand zur visio beatifica, zur Anschauung Gottes, gelangen kann.
    Wojtylia vertrat eben nicht die katholische Erbsündenlehre. Die katholische Lehre besagt, daß der durch die Erbsünde schwerverletzte Mensch heilbar ist. UND DAS HEILMITTEL HIERFÜR IST DIE TAUFE – sonst nichts. Christi Erlösungsleiden soll den Schwerverwundeten durch die Taufe zugutekommen, nicht jedoch, wie der Ketzer Wojtyla meint, durch die Inkarnation.

  33. Nicht durch das Bewußtwerden seiner Erlösung erhält der Mensch den Gnadenstand, sondern allein durch die Taufe. Sie ist zum Heile unabänderlich notwendig.
    Und das sollten auch Sie erwägen, daß Wojtyla hier eine Irrlehre äußert und es seine Pflicht gewesen wäre, die Erbsündenlehre der Katholischen Kirche zu verkünden. Das tat er nicht. Ich werde also diese Äußerung keineswegs zurücknehmen und auch nicht beichten (s. 9. November 2015 um 9:53), denn es ist eines Katholiken Auszeichnung, durch das wahre Glaubensbekenntnis Unseren Herrn Jesus Christus sowie die allerseligste Jungfrau Maria die Ehre zu geben.
    Es ist also eine Ketzerlehre zu behaupten:„Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz. Deswegen muß man bekennen: Das gilt nicht nur für die Christgläubigen, sondern für alle Menschen guten Willens, in deren Herzen die Gnade unsichtbar wirkt.“
    Die Heiligmachende Gnade wird dem Menschen erst durch die Taufe geschenkt, die ihn rechtfertigt und heiligt. Die Gnade, die zum Heil notwendig ist, erhält der Mensch durch die Taufe.
    Darüber hinaus gibt es keinen Ersten und keinen Zweiten Bund. Es gab den Alten Bund. Und es gibt den Neuen Bund. Der Alte Bund wurde ein für allemal aufgehoben in der Todesstunde Unseres Herrn Jesus Christus: „Und der Vorhang des Tempels riß mitten entzwei“ – das war das äußere Zeichen: der Alte Bund wurde aufgehoben.
    Es geht bei Wojtyla um das Abweichen von der Katholischen Erbsündenlehre. Deswegen weiß diese Konzilsgeneration nichts mehr, was die Erbsünde und was die Taufe ist. Und das war – neben anderen Irrlehren – seine übergroße Schuld, die ihn niemals zum Heiligen machen konnte.
    Karol Wojtyla hat sich dem Willen des Himmels widersetzt, er hat die Forderungen Mariens in Fatima NICHT erfüllt. Und deswegen haben wir jetzt keinen Frieden.
    Ich schließe mich also @zeitschnur an: „Ich nehme kein Wort dessen zurück, was ich zu Karol Wojtyla gesagt habe.“
    12. November 2015, 11:10: “..um das Pontifikat eines Papstes richtig beurteilen zu können, muss man auf sein ganzes Leben schauen und darf nicht nur auf einzelnen Handlungen herumhacken. Auch ein Papst ist zwischendurch mal ein Mensch (und darf es sein), der Fehler macht, wie Sie und ich auch..“

    Eine äußerst verkehrte Sichtweise! Wir sehen: Die Konzilssekte hat Ihnen die Wahrheit nie verkündet. Sonst würden Sie wissen, daß der Papst in der Moral und in Glaubensdingen niemals einen „Fehler“, einen Irrtum verkünden kann. Ein wahrer Papst kann keine Irrlehre in Glaubensdingen verkünden. Wenn ein Papst in Sachen des Glaubens und der Sitten lehrt, wenn er also seines Amtes waltet, ist er unfehlbar, weil ein Papst nicht im Glauben wanken kann. Diese Unfehlbarkeit hat er nicht nur bei feierlichen Definitionen, sondern bei allen Lehrentscheidungen, die den Glauben und die Sittenlehre betrifft.

    • Werter Herr@ Nardi, ich bitte um Aufklärung!

      @ Makariel sagt oben: „Für die Allgemeinheit spreche ich hier i.S. von Giuseppe Nardi, beizutragen in der Verkündigung des wahren Glaubens. Deswegen beklagen wir jene, die derart in die liberale Freigeisterei des Konzilsmilieus geraten sind“.

      Meine Frage: Spricht @ Makariel wirklich „hier i.S. von Giuseppe Nardi“, was nur „in Ihrem Sinne“ bedeuten kann. Weiter: Gehören Sie tatsächlich zu einer Wir-Gruppe, welche jene beklagt, „die derart in die liberale Freigeisterei des Konzilsmilieus geraten sind“. Postet @ Makariel in Ihrem Auftrag oder will er Sie nur für sich vereinnahmen?

      • Ich habe die Sache nicht verfolgt. Grundsätzlich sei aber festgestellt, daß niemand in meinem Namen sprechen kann, außer ich selbst.

    • @Makariel
      Ihre Haltung und Aburteilung beweist das ganze Elend(e) (im wahrsten Sinne des Wortes) der Piusleute: 1. haben Sie meinen Kommentar nicht richtig gelesen, sonst hätten Sie bemerkt, dass ich das „Fehler machen dürfen“ allein auf den Korankuss bezogen habe und 2. spricht ein Papst nicht „ex cathedra“, wenn er ein Buch küsst und ist demnach dabei auch nicht unfehlbar!
      In Glaubens- und Sittenfragen bewies sich die Unfehlbarkeit eines Johannes Paul II. aber 1000%ig! Als „Pillen_Paul II.“ verteidigte er die Morallehre der Kirche märtyrerhaft, ohne jegliche Scheu vor Sympathieverlust oder gar Verachtung!
      Das soll erst mal einer nachmachen!

  34. Sehr geehrter @Sophus: ja was sollte man unter dem Begriff Erbsünde eigentlich verstehen?
    Die Sünde von Adam und Eva an und für sich war ja einmalig und konnte soz. nicht vererbt werden. Allein die Folgen der Sünde betrafen dann alle Menschen, denn sie mußten das Paradies verlassen, konnten krank werden, mußten sich um ihren materiellen „Lebensunterhalt“ kümmern im Schweiße des Angesichtes, wurden von verkehrten Begierden heimgesucht und mußten schließlich sterben.
    Aber bereits den Stammeltern wurde der Erlöser, von einer Jungfrau geboren, verheißen. Die Hoffnung blieb somit bestehen wieder soz. gottfähig zu werden, in die ursprüngliche Heiligkeit zurückkehren zu können bei gleichzeitiger Entmachtung des „Fürsten dieser Welt.“

    Ist nicht durch Kreuz, Tod und Auferstehung Jesu Christi die Sünde von Adam und Eva aufgehoben und grundsätzlich auch die Folgen dieser Sünde? Kann man da überhaupt noch von „Erbsünde“ sprechen? Hat die Taufe dann noch etwas mit der Sünde der Stammeltern zu tun? Oder ist sie nicht vielmehr das Neue, das Hineingenommenwerden in das Heil in Jesus Christus?
    Was nicht heißt, daß die Folgen nicht mehr vorhanden wären, aber daß man diese Folgen (das Leid, alles Ungemach und den leiblichen Tod) mit dem Leiden Christi verbinden kann bzw. ergänzen, was am Leiden Christi noch fehlt.

    • Werter @ Franzel!
      Auch ich wende mich mit aller Schärfe gegen einen den hl. Papst Johannes Paul II. betreffenden Allerlösungsvorwurf, über den man ihn zum Ketzer stempeln möchte.
      Daher habe ich zur kirchenhistorischen „Genese“ der Erbsündentheologie oben schon einiges zur Überlegung vorgeschlagen. Das würde zu dem, was Sie sagen, nicht im Widerspruch stehen, nämlich
      - dass Jesus den Aspekt der Erbsünde nicht erörtert,
      - dass die Taufe in den ersten Jahrhunderten Aufnahme in die christliche Gemeinde bedeutete,
      - dass erstmalig Augustinus von einer „ererbten Sünde“ spricht,
      - dass Luther als Augustiner Eremit zur Selbsttherapie seiner Gewissensnöte die Wirkung der Erbsünde auf den Menschen radikalisierte und
      - das das Konzil von Trient auf diese lutherische Radikalisierung hin die heute gültige Erbsündelehre formulierte.
      Wenn nun der hl. Papst Johannes Paul II sagt:
      „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden durch Christus und durch sein Kreuz.“, bezieht er sich meiner Ansicht nach auf den individuellen Zustand jedes Menschen beim Eintritt in die Welt durch Geburt. Damit wäre der Neugeborene fürs erste durch das Leiden am Kreuz von den Nachwirkungen der Sünde Adams befreit und gerechtfertigt vor Gott.
      Das Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz bewahrt den Menschen in seinem folgenden Leben aber nicht vor neuerlichem Schuldigwerden. Sein freier Wille ermöglicht ihm die freie Entscheidung auch zur abgrundtief bösen Tat, die als Todsünde dem Erlösungswerk Christi gänzlich entgegensteht. Aber dem Menschen ist es durch die Gnadenmittel der Kirche, erworben durch das Erlösungswerk Jesu Christi,möglich, durch wahre Reue, Buße und den Empfang des Leibes Christi wieder in den Gnadenstand zu gelangen und diesen durch das Tun guter Werke zu festigen, wie es der 1. Petrusbrief verlangt. Ansonsten droht nach wie vor nach Gottes Gerechtigkeit das ewige Höllenfeuer. Daher : Von einer voraussetzungsfreien Allerlösung kann bei Papst Johannes Paul II. unter diesen Aspekten m.E. keine Rede sein.

  35. Wenn der hl. Papst JP II. mal einen Koran „geküßt“ haben sollte, dann ist das ganz gewiß in dem Sinne zu verstehen wie es @Sophus sehr gut dargelegt hat. Natürlich kann man das Essen statt in die Speiseröhre in die Luftröhre bekommen und muß gezwungenermaßen anfangen zu husten usw.

    Papst Johannes Paul II. war so Christustreu, daß man beim besten Willen nicht zu irrigen Annahmen berechtigt ist. Auch der Herr und Erlöser wird ja dafür kritisiert, daß er sich mit Sündern und Zöllnern an einen Tisch setzte: sehr schlimm in den Augen der Heuchler aller Zeiten. Auch ließ er sich von einer Sünderin die Füße küssen. Auch hatte er Aussätzige berührt und wurde tatsächlich nicht selbst aussätzig darüber- oder doch?

    Wenn ein großer Heiliger wie Johhannes Paul einen Koran küßt, dann wird nicht der Koran geheiligt, sondern dann möchte er alle Dämonen aus diesem Buch austreiben bzw. dessen Leser zum Evangelium Christi hinführen.
    Ähnlich hatte Christus die von Dämonen Besessenen berührt. Aber das ist eben Mystik, wozu Intellektuelle naturgemäß keinen Zugang haben können und selbst wenn sie sich auf alle Hinterbeine stellen würden. Intelelktuellen/Rationalisten ist der Zugang zum wirklichen Verstehen verschlossen. Solche können nicht in das Reich Gottes gelangen.

    • Wieso “,geküsst‘ haben sollte“? Er hat:

      http://www.crisismagazine.com/2013/islam-and-the-outer-limits-of-ecumenism

      Und was Sophus für Sie “,sehr gut dargelegt hat“, ist – wie er selber, der in diesen Dingen nicht unbedarft scheint, sagt – eben nur „m.E.“, also seines Erachtens. Reine Interpretationssache. So sieht es aus, LEIDER.

      Und jetzt soll JPII’s Koranküsserei auch noch der Dämonenaustreibung gedient haben – sollten dadurch etwa die Buchstaben wundersam zurechtgerückt werden? Im Unterschied zu derjenigen der Apostel wäre die seine jedenfalls gründlich misslungen. Den Herrn Jesus sollte man in diesem Zusammenhang schon gar nicht erwähnen.

  36. @sophus schreibt: „Damit wäre der Neugeborene fürs erste durch das Leiden am Kreuz von den Nachwirkungen der Sünde Adams befreit und gerechtfertigt vor Gott.“
    Das ist Häresie pur! Natürlich, wer aus der Ketzersekte stammt, kann nicht anders!

    Der Neugeborene – und zwar jeder neugeborene Mensch (außer der Gottesmutter) – kommt mit der Erbsünde behaftet auf diese Welt UND IST NICHT GERECHTFERTIGT. Und diese Erbsünde wird nicht durch Nachahmung – auch eine Ketzerlehre der Neuen Sekte in Rom – weitergetragen, sondern durch Fortpflanzung. Nicht die Folgen späterer Sünden – wie die Sekte lehrt – ist die Erbsünde. Durch Hinwegnahme der Erbsünde durch die Taufe sind diese Folgen der Erbsünde geblieben. Die ERBSÜNDE – von der die Konzilssekte nicht mehr weiss was sie ist – ist eben nicht die Folge der ersten Sünde. Der Neugeborene ist eben nicht befreit von der Erbsünde kraft des Leidens Unseres Herrn; er wird allein gerechtfertigt vor Gott durch die TAUFE. Die TAUFE ist zum Heil unweigerlich notwendig. Trotz des Erlöserleidens Unseres HERRN trägt der Mensch den Makel der Erbsünde an sich und diese kann nur durch die TAUFE gelöscht werden. Jedes Neugeborene ist darum Feind Gottes.

    Wer die katholische Erbsündenlehre verwirft – und das hat Johannes Paul II. getan – ist nach der Lehre der Kirche ein Ketzer und nicht nur das, „ER IST IM BANNE“!
    Wojtyla verbreitet: „Alle Menschen vom Anfang der Welt bis zum Ende sind erlöst und gerechtfertigt worden
    durch Christus und durch sein Kreuz.“
    Diese Aussage ist eindeutig und nicht mehrdeutig. Sie bedeutet Abfall vom Glauben.

    „Das gilt nicht nur für die Christgläubigen, sondern für alle Menschen guten Willens, in deren Herzen die Gnade unsichtbar wirkt.“

    Hier wird das unbedingt zum Heile notwendige Sakrament der Taufe verworfen. Und deswegen gilt „Wer sagt, die Taufe sei zum Heile nicht notwendig, der sei im Banne“!
    @sophus:
    „Da aber durch Adam die Sünde in die Welt gekommen ist, kann der Mensch durch Sündigen die göttliche Gnade verlieren. Dann ist allerdings die katholische Taufe unabdingbar, um mit Hilfe der Gnadenmittel der Kirche wieder den Zustand der heiligmachenden Gnade durch Reue, Beichte und Eucharistieempfang zurück zu gewinnen und der ewigen himmlischen Glückseligkeit teilhaftig werden zu können.“
    Das ist Ketzerlehre!
    Denn der Mensch kann ohne Taufe die Beichte nicht empfangen.
    Der Mensch hat bereits die Sünde Adams mitgebracht, ist in der Ungnade vor Gott, in der Feindschaft Gottes und nicht ein guter Wille der Eltern z.B. genügt, um dieses Kind in den Gnadenstand zu versetzen. Was nach der Taufe an (Tod-)Sünde geschieht, kann wiederum nur durch das Sakrament der Beichte hinweggenommen werden. Die Heiligmachende Gnade erhält das neugeborene Kind allein durch die TAUFE und durch sonst nichts!

    Und so werde ich weiterhin Wojtyla als Abtrünnigen bezeichnen. Ich werde weiterhin im Sinne (und nicht im Namen) von Giuseppe Nardi hier den Glauben verteidigen.

  37. @ sophus irritiert weiter: „Im Taufritus der ersten 300 Jahre wurde daher nicht die Befreiung von der Sünde Adams gefeiert, sondern die Aufnahme eines Menschen in die Gemeinschaft der Kirche.“

    Noch zu keiner Zeit verstand man etwas anderes unter Taufe als das Hinwegnehmen der ERBSÜNDE!

    Im Taufritus wird auch nicht die Befreiung von der Sünde Adams „gefeiert“, sondern die Sünde Adams, die Erbsünde, wird HINWEGGENOMMEN. Es ist wiederum eine Irrlehre, wenn den Kindern im Religionsunterricht beigebracht wird, die Taufe sei die Eingliederung in die Gemeinde. Durch die Taufe wird man Glied am Mystischen Leib CHRISTI und das Wesentliche der Taufe ist die Hinwegnahme der Erbsünde und das Geschenk der Heiligmachenden Gnade. Und nur dieses öffnet die Pforten des Himmels.

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