Nuzzi, Chaouqui, Vatileaks 2.0 und ein päpstlicher „Kreuzweg“?

Francesca Chaouqui und ihr Spiel
Francesca Chaouqui und ihr Spiel

(Rom) Im Fall der beiden Verhaftungen im Vatikan gilt die Unschuldsvermutung für die Betroffenen bis zum Beweis des Gegenteils. Unabhängig davon sind einige Bemerkungen zu machen. Zunächst fällt auf, wie schnell die Familiensynode aus den Schlagzeilen verschwunden ist. Vatileaks 2.0 und eine Dan-Brown-Story mit einem sinistren Monsignore, zudem noch vom Opus Dei, und einer etwas schlüpfrigen Hauptdarstellerin ist für die Medien spannender. Im Umfeld des Papstes scheint man nicht ganz unglücklich darüber zu sein.

Nach dem Fiasko bei der Synode, wäre das eigentlich gleich die nächste Niederlage für Papst Franziskus. Der Papst persönlich war es, der Vallejo Balda und Chaouqui beauftragte und ihnen im Alleingang Sondervollmachten übertrug.

In Wirklichkeit wischt Vatileaks 2.0 den vom Papst als unerquicklich empfundenen Synodenausgang vom Tisch und läßt ihn wider Erwarten in die Rolle des Opfers schlüpfen. Das Drehbuch dazu wird von Vatileaks 1.0 kopiert. Der Unterschied: Papst Benedikt XVI. war tatsächlich das Opfer der „Raben“. Franziskus hingegen war vorab mehrfach vor seinen „Raben“ gewarnt worden.

Der Vergleich des Dokumentenklaus 2015 mit jenem unter Benedikt XVI. 2012 hinkt daher. Papst Benedikt XVI. sollte damals gezielt geschadet werden. Obwohl er das Opfer war, versuchten ihm führende Weltmedien einen Strick daraus zu drehen. Ganz anders bei Papst Franziskus.

Weder Nuzzi noch seine Gehilfen – und schon gar nicht die Weltmedien – wenden sich gegen Papst Franziskus. Ganz im Gegenteil. Der Untertitel zu Nuzzis neuem Buch Via Crucis hat eine ganze andere Stoßrichtung als sein Buch von 2012: „Tonbandaufnahmen und unveröffentlichte Dokumente. Der schwierige Kampf von Papst Franziskus, um die Kirche zu verändern“.  Der Rest ist die Geschichte vom guten Papst, dem bösen Vatikan und korrupten Kardinälen, die den Papst sabotieren. Nuzzi hat seine Art gefunden, Geld mit dem Vatikan zu machen.

Opus Dei distanziert sich von Vallejo Balda

Es fällt zudem auf, daß sich das Opus Dei von Msgr. Vallejo Balda sofort distanzierte. In einer offiziellen Erklärung bestätigte das Opus Dei zwar, daß der spanische Priester der Priestergemeinschaft vom Heiligen Kreuz angehört, daß Vallejo Balda jedoch in einer Diözese inkardiniert ist und für seine Beauftragungen durch die Diözese oder durch den Vatikan allein diese zuständig seien. Das Werk Gottes habe keinen Einfluß auf die Anstellung Vallejo Baldas im Vatikan gehabt.

In der Tat sind nur etwa die Hälfte der Priester der Priestergemeinschaft vom Heiligen Herzen Priester des Opus Dei, während die andere Hälfte Diözesanpriester sind, die mit dem Opus Dei verbunden sind, diesem aber nicht direkt angehören und auch nicht der Jurisdiktion der Personalprälatur unterstehen.

„Lady Curia“ oder „La Papessa“

Nuzzi Geschäft mit dem Vatikan
Gianluigi Nuzzi: Sein Geschäft mit dem Vatikan. Unpassende Darstellung von Papst Franziskus

Daß Francesca Chaouqui nach ihrer Verhaftung alle Schuld Vallejo Balda zuschob und durch sofortige Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der vatikanischen Justiz ihre eigene Position entlastete, erstaunt indes keineswegs, und verrät einiges über die 33jährige „Lady Curia“ oder „La Papessa“ (Lady Kurie oder Die Päpstin), wie sie sich über Dagospia bewerben ließ, eine Skandalseite, mit der Chaouqui zusammenarbeitete und es wohl noch immer tut. Die Seite hat Partei für sie ergriffen und dreht an ihrem Rad.

Vallejo Balda hatte die Tochter einer Kalabresin und eines Ägypters (über den nordafrikanischen Elternteil schwanken die Angaben zwischen Atlasgebirge und dem Sinai) in eine Position gehoben, wo sie nie hingehört hätte. Möglich wurde dies durch das offenbar grenzenlose Vertrauen, das Papst Franziskus in den spanischen Priester setzte. Chaouqui sei es selbst gewesen, die auf der Skandalseite Dagospia die Dachterrassen-VIP-Party zur ungewöhnlichen Doppelheiligsprechung von Johannes XXIII. und Johannes Paul II. publik machte. Jene Party im Wert von 18.000 Euro, die Chaouqui für betuchte „Freunde“ organisierte und bei der ihr Mentor Vallejo Balda die Kommunion austeilte.

Chaouquis Hang für Society-Geschichten und deren Enthüllung dürfte sie regelrecht übermannt haben. Der Inhalt der skandalösen Tweets, die sie nach ihrem Einzug im Vatikan verschickte, sollen nicht erwähnt werden. Chaouqui behauptete, jemand müsse ihren Twitter-Zugang gehackt haben.

Vallejo Balda erhielt trotz VIP-Party, bezahlten Sonderplätzen und dem Leib Christi im Plastikbecher in der „armen Kirche für die Armen“ von Papst Franziskus keine Abmahnung, sondern eine Belobigung für seine Sonderkommisionstätigkeit. Dennoch ging Franziskus danach auf Distanz zu Vallejo Balda. Die Sonderkommission beendete im späten Frühjahr 2014 ihre Arbeit, wurde aber nicht aufgelöst. Katholisches.info schrieb bereits im Sommer 2013, daß die Sondervollmachten Zugang zu Informationen gewährten, die „Gold wert“ sind. Wie viele dieser Informationen, etwa über Immobilienbesitz an Immobilienspekulanten, zu Geld gemacht wurden, läßt sich noch nicht sagen.

Nuzzi und seine Art, mit dem Vatikan ein Geschäft zu machen

Der Journalist Gianluigi Nuzzi steht im Geruch, „Geheimdokumente“ aus dem Vatikan mit klingender Münze aufzuwiegen. Chaouqui, die inzwischen auf freiem Fuß angeklagt ist, behauptet, daß im Vatikan ein „Klima der gezückten Messer“ herrsche. Es ist Nuzzis Geschichte von dunklen Kräften, die Papst Franziskus bekämpfen. Chaouqui als strahlender Paladin des Papstes? Auf ihrer Facebook-Seite schrieb sie heute: „Ich habe den Papst nie verraten“. Sie habe zu Hause bleiben können, habe jedoch „den Papst allem vorgezogen“.

Im heute veröffentlichten Interview der Tageszeitung La Stampa schrieb sie alle Schuld ihrem Mentor zu, der sich in Untersuchungshaft befindet. Mehr noch, Chaouqui behauptet, sie habe „alles versucht“, Vallejo Balda von seinen Absichten abzuhalten. Welchen auch immer genau.

Sie werde ihre Unschuld beweisen und habe „ein reines Gewissen“. Ihre Zusammenarbeit mit der vatikanischen Justiz sei „kein Schuldeingeständnis“. So weiß Chaouqui gegenüber der Presse zu „enthüllen“, daß Vallejo Balda gehofft hatte, zum Sekretär des neuerrichteten Wirtschaftssekretariats ernannt zu werden. In der Tat, war das einige Zeit im Gespräch. Es ist nicht bekannt, aus welchem Grund Papst Franziskus es sich im letzten Moment noch einmal überlegte.

Chaouqui läßt durchblicken, daß diese Nicht-Beförderung den Geheimnisverrat und Dokumentenklau zur Folge gehabt haben könnte. Ob die umtriebige Lobbyistin unbewußt oder absichtlich ihrem früheren Mentor ein Tatmotiv zuschanzt? Man darf davon ausgehen, daß Chaouqui, wann immer sie den Mund aufmacht, in eigener Sache tätig ist.

Chaouquis Welt – Von der „Papessa“ zum „Raben“

Nuzzis neues Buch: Via Crucis
Nuzzis neues Buch: Via Crucis

Chaouquis Berufung in den Vatikan verschaffte ihr nicht nur in der Kirche Zugang zu Dingen, die man vor ihr lieber verborgen gehalten hätte. Mehr noch öffneten sich ihr plötzlich die Türen außerhalb des Vatikans: Kontakte zur italienischen Regierung und zu Unternehmern.

Chaouqui bleibt sich jedenfalls selbst treu und damit der VIP-Welt. Als Rechtsbeistand hat sie mit Giulia Buongiorno eine der renommiertesten italienischen Strafverteidiger beauftragt. Sie verteidigte bereits den Italiens ehemaligen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti und einen Angeklagten im Mordfall Meredith Kercher. Man darf annehmen, daß Chaouqui bereits an Verträgen für ihre „Story“ bastelt, die sie Medien und Verlagen anbietet.

Bekanntlich ist Chaouqui eine „Verehrerin“ des Enthüllungsjournalisten Gianluigi Nuzzi, dessen neuestes Buch über den Vatikan diese Woche in 23 Ländern auf den Markt kommt. Darin veröffentlicht er „geheime Dokumente“ aus dem Vatikan. Genau um diese Dokumente geht es bei Vatileaks 2.0. Der Titel Via Crucis ist auf einen „Kreuzweggemünzt, den Papst Franziskus in der Kirche erleide, die sich gegen seinen Reformweg sperre.

Chaouqui wehrt sich dagegen, als „Rabe“ bezeichnet zu werden. „Rabe“ wurde der untreue Kammerdiener Paolo Gabriele genannt, der in Vatileaks 1.0 willkürlich Dokumente vom Schreibtisch Benedikts XVI. stahl und Nuzzi weiterreichte.

Es spricht mehr dafür, daß Chaouqui ein „Rabe“ ist, als Vallejo Balda, obwohl er und nicht sie im Gefängnis sitzt. Wer wen genau hinters Licht geführt hat, und besser in diesem Metier ist als andere, wird sich noch zeigen. Am Ende scheint die „Papessa“ doch nur ein „Rabe“ zu sein.

Problematischer ist, daß Papst Franziskus in Alleingängen Personen vertraut, die dieses Vertrauen nicht verdienen. Der Fall Chaouqui und Vallejo Balda belegen, daß Einrichtungen der Kurie, die die Entscheidung des Papstes nicht schmälern, aber prüfen und empfehlen, berechtigten Sinn haben.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Redpictures/InfoVaticana

drucken
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat:
Unterstützen Sie bitte Katholisches.info mit einer Spende.
Zuwendungsübersicht

29 Comments

    • Jedenfalls dürfe es nicht falsch sein, die Ansicht zu vetreten, daß diese Person nicht dorthin gehört, wohin Bergoglio sie gesetzt hat.

      Bergoglio -gemeint ist der Mensch, nicht das erhabene Amt, das er durch göttliche Zulassung innehat- verkommt zusehends zur Witzfigur. Er ist ein bornierter, linkslastiger Tölpel, den die Massenmedien längst „erledigt“ hätten, wenn er nicht ihr nützlicher Idiot wäre.

      • Zustimmung!

        Ich verstehe nicht, warum die Redaktion, die sonst so kleinlich ist, die Bemerkung „Hure“ zulässt.

        Das ist einfach nur beleidigende Effekthascherei.

      • „Hurerei“ betreibt man nicht nur, wenn man seinen Körper verkauft, sondern damit ist ebenfalls der Verrat an einer Sache gemeint! Im AT wurde übrigens der Abfall vom wahren Gott als Hurerei bezeichnet.
        Eine Hure kann demnach auch eine Person sein, die sich opportunistischen Ränkespielen aussetzt. – Folglich ein völlig neutraler Begriff!

    • Ja: es ist falsch.

      Wir wissen nicht ob rau Chaouqui sich selbst an Männern für Geld angeboten hat.

      Für eine anständige christliche Frau gibt es wahrscheinlich nichts Schlimmeres als das Anbieten durch Frauen von Sexualität gegen Geld.
      Es scheinen mir äusserst mitleidenswerte Geschöpfe, ausgebeutet von anderen Menschen, aus finanziellen, masochistischen oder psychiatrischen Gründen in ein Milieu oder Situation hineingeraten wo man selbst niemals in geraten möchte.
      Wie mir aus einer Domkirche einmal berichtet wurde, seien sie nicht selten fromm:
      bei Prozessionen würden sie sich am Meisten bekreuzigen.
      Ich stelle mich das so vor, daß gerade in den schlimmsten und am meisten menschenherabsetzenden Situationen der Hang nach dem Guten, Wahren, Edlen am Höchsten ist.
      Wie Ps.51, Miserere, schon sagt:
      das Erkennen der eigen Fehler macht frei, die Schönheit Gottes zu erkennen und Reue zu empfinden.
      Das würde ich Dirnen wie oben ohne Weiteres glauben;
      und wenn es dann nicht zu einer contristio, einer totalen Zerknirschung, kommt mit grundlegender Besserung, sondern nur zu einer attristio, einem mehr oberflächlichen Betrauern der Sünden ohne tiefe totale Umkehr: das ist leider sehr menschlich.
      (cfr. Robert Spaemann: Die Psalmen-Meditationen eines Christen, Klett-Cotta 2014)

      Frau Chaouqui ist jedoch, wie ihre letzte tweets zeigen, überhaupt nicht einsichtig.
      Das ist noch viel schlimmer.

      • Sie hat nicht sosehr ihre eigene Ehre verkauft, aber die Ehre der Kirche. Ich bin Holländerin und habe immer Kraft geschöpft aus meinem Katholischsein, aber jetzt kann ich nicht mehr stolz darauf sein. Deswegen meine Wut.

      • Geehrte @Anjali,

        Ihre Wut ist sehr gut verständlich.
        Wenn jemand nicht die eigene Ehre, sondern die Ehre der Hl. Kirche besudelt, ist diese Person nicht an erster stelle moralisch schuldig;
        es handelt sich dann klipp und klar um Verrat an die Hl. Kirche, um Verletzung (vulnus) vom mystischen Körper des Christus.
        Bei Ihrer Frage mußte ich an die Dirne Rahab im Alten Testament denken, die trotzdem Tapferes und Nützliches für Israel tat.

        Es ist eine wunderbare Sache, Kraft durch den Glauben zu verspüren.
        Es ist eine Gnade, von außerhalb unser selbst kommend- gratis, umsonst.
        Und man fühlt als aufrichtiger Gläubende eine gewaltige Wut- das stimmt.
        Stolz sein- auf Niederländisch sagt man, glaube ich, „fier“ (wie fier auf Französisch) ist man auf den Glauben der Hl. Kirche und das große Vorbild der Heiligen und allen die uns in Glauben vorgegangen sind; und wie der Priester im Hochgebet bei der Eucharistie sagt, sollte der Herr nicht auf unsere Sünden schauen.
        Unser Stolz ist zuallererst das Kreuz – und wir haben es zu tragen wo es uns aufgelegt wird.
        Aber Sie haben natürlich recht:
        Simon von Kyrene, der Jesus beim Tragen des Kreuzes half, die Hl. Veronika, die Ihm das Gesicht trocknete, der Hl. Johannes der als einzige der Apostel unter dem Kreuz stand und der Gottesmutter beistand, die drei Marien unter dem Kreuz: das sind die Helden des Christentums, die leuchtende Vorbilder.

        Alexander Borgia, Lucrezia Borgia und wie die Nachfolger(innen) bis in unseren Tagen sind: das ist quantité négligeable, trotz allergrößter Mühe die sie sich geben um aufzufallen.
        Diabolisches Theater, Tohuwabohu.
        In den Worten des Herrns: „Zizania ad comburrendum“-“Wasserreis, klar zum Verbrennen“.
        Pax tibi!

        Omnia instaurare in Christo.
        Christus Nostra spes.

    • Ja, das ist falsch.
      Abgesehen von weniger bedeutenden Fehlern in der deutschen Sprache, beschuldigen Sie Frau Chaoqui einen moralischen Fehlverhaltens, für das Sie keine Beweise haben oder zumindest keine nennen.
      Eine schwere Anschuldigung dieser Art sollten Sei noch nicht einmal machen, wenn Sie Beweise hätten. Denken Sie lieber daran, wie sich Jesus Maria Magdalena gegenüber verhalten hat.
      Lassen wir doch bitte solche Beleidigungen. Sie tragen nicht zur Lösung der Probleme bei sondern erzeugen im Gegenteil neue und spielen unseren Gegnern in die Hände.
      Man könnte meinen, auch wir wüssten nicht, was sich gehört.

    • Nein. Rebulistik ist nichts anstößiges. Überhaupt hat diese Frau Bilder von sich anfertigen lassen, welche nur als anstößig und unzüchtig zu bezeichnen sind.

      • Richtig.
        Und die Bilder wurden auch noch semi-publik gemacht.
        Quos deus perdere vult, prius dementat.

    • Ja, das ist falsch, da sie für diese durchaus strafrechtlich relevante keinen beweis liefern

    • „Rabe“ ist hier wirklich die falsche Metapher für diese „Lady Curia“, weil sie falsche Assoziationen weckt und „einer umtriebigen Lobbyistin“ wie Chaouqui nicht gerecht wird. Da schießt das (Bild-) Wörtchen „Hure“ schon eher den Vogel ab (im wahrsten Sinne des Wortes!) und trifft des Pudels Kern.

      • Gerade an anderer Stelle gelesen, dass die Dame mit ihrem Ehemann versucht haben soll, mittels der Dokumente dort aufgeführte Personen und Stellen zu erpressen. Der Ehemann als Webmaster tätig, Madam mit Einsicht in alle wichtigen Infos. Jetzt ermittelt die italienische Staatsanwaltschaft.
        Es muss schon möglich sein, solche Herrschaften als das bezeichnen zu dürfen, was sie sind. Diese … macht wirklich viel mehr kaputt, als sie auch nur im entferntesten ahnt. Solche Leute haben in der Kirche wirklich nichts verloren. anjali jain hat wohl im übertragenen Sinne mit íhrer Eingangsfrage ins Schwarze getroffen. Sollten sich diese Vorwürfe erhärten, kann ich diese Madam nur noch zutiefst verachten. Einen solchen Posten so entsetzlich auszunutzen und zu missbrauchen.

  1. Man könnte meinen, Franziskus sei am Ende. Die vielen Fehlleistungen, die in den zwei Synoden
    ihren Höhepunkt erreichten und jetzt die Probleme mit seinen Personal-Entscheidungen, zeigen
    nicht nur die unglückliche Hand Franziskus, sondern Mangel an Segen für sein Pontifikat. Gerade
    einer Blamage wegen dem Ergebnis der Synode entgangen, bekommt er von den Medien Rücken-
    deckung. Als einen Kreuzweg für den guten Papst wird es gesehen, dass Franziskus bei seinen
    Reformen von Kardinälen und Hintermännern angeblich behindert wird. Dieses Wohlwollen der
    Medien in noch nie da gewesener Weise, zeigt deutlich den Eingriff in die Kirchenpolitik und ab-
    stützen des Papstes. Der Weltgeist ist zufrieden und Franziskus bleibt weiter der Freund von un-
    glücklichen Begegnungen und provozierendem Umgang mit Kirchenfeinden.

    • @fredius: Papst F. .wird es schlussendlich so ergehen-hoffentlich-, so wie es dem Renegaten Chruschtschow einst ergangen ist-Oder so ähnlich-nur in etwas „abgeänderten“ Form….

  2. Dieses angebliche Vatileaks 2.0 ist meiner Meinung nach eine einzige Inszenierung. Es sieht mir so aus, als ob Nuzzi mit Informationen gefüttert wurde, um durch seine skandalträchtigen „Enthüllungen“ die bergoglionische Kurien“reform“, sprich Kurienentmachtung, vorzubereiten und vor der Welt plausibel zu machen. Es ist sogar denkbar, dass die halbseidne Dame nur aus diesem Grund in den Vatikan beordert wurde, um aus den gewonnenen Insiderinformationen sogenanntes belastendes Material gegen hohe Kurienmitglieder zu basteln und Nuzzi zur publizistischen Ausschlachtung zur Verfügung zu stellen. Verhielte es sich so, dann wären es die Bergoglianer, die das Leck 2.0 mit voller Absicht in den Rumpf des Kirchenschiffes geschlagen haben, um aus dem entstehenden Chaos ihren Nutzen zu ziehen.

  3. Was faelllt mir zu Herrn B ein ?
    Geltungssucht, Vorlaute Reden, Peinliche Interviews, Geltungssucht, Liturgisches Desinteresse, Despotismus, Geltungssucht

    Was mich in besonderer Weise anwidert ist seine Heuchelei mit dem Amt.
    Er wil da wo er es sollte KEIN Past sein, er schafft sich am liebsten ab, bis auf die Male wo er medienwirksam mit Scalfari telefoniert, die Franziskaner der Immaculata einschuechtert, missliebige Personen entmachtet, Dogmen relativert, da ist sein Papstkostüm geradezu notwendig um zu zeigen, was er für ein toller Hecht ist.
    Nein er sollte es wirklich schnellstens aufgeben, er ist die falscheste aller Personen am unrechten Ort.
    Christus höre uns !

  4. Diese Sache wird Bergoglio propagandistisch sehr gut ausschlachten um weiter „aufzuräumen“ d.h. seine Smuta in der Vatikanstadt mit Elan fortzusetzen. Er lässt sich dabei als das arme ud selbstlose Opfer derjenigen stilisieren, welche sich seinem „Reformweg“ also seinem megalomanischen Abbruchwerk widersetzen. Dieser Nuzzi beteuert ja selber, daß er mit seinem Pamphlet Bergoglio „helfen“ möchte. Ähnlich äußerte sich auch der andere Schreiber Fittipaldi.

    • Sic est! Ich glaube, nach allem was man über den Inhalt hört, dass es sich bei Nuzzi und Fittipaldi in Wahrheit um Auftragspublikationen der Bergoglianer handelt. Eine Schmierenkomödie sondersgleichen! Der Zweck ist klar: die Verächtlichmachung der Kurie, die den Dezentralisierungsplänen als auch der autokratischen Herrschaft Bergoglios gleichermassen im Wege steht.

  5. Der ganze Artikel ruht fest auf konsequentem Tratsch und Nichtwissen. Im Ergebnis beschuldigt er aber als Haupttäterin Francesca Chaouqui.

    Wie gesagt: Dieses Ergebnis ist aus reinen Gerüchten und vorurteilshaften Überlegungen gesponnen.

    Es erübrigt sich zu sagen, dass das alles auf der Faktenebene vielleicht erheblich anders sein könnte und es unmöglich ist, bevor das Gericht die Sache nicht geklärt hat, darüber in dieser Weise zu spekulieren.

    Es geht auch hier wohl v.a. darum, nicht anders als in den „Lumpenmedien“ alias „Weltmedien“, dass auch die katholschwarzen Leser mit Tratsch und Glamour, Sex, Crime and Rock‘n'Roll aus dem Vatikan bedient werden und ein Heer dadurch echauffierter Leser versteigt sich in Schmähungen, die nicht anders als sündhaft zu bezeichnen sind.

    Das ist einer katholischen Zeitschrift nicht würdig.

    • Geehrte @zeitschnur,

      Erlauben Sie meinen Einspruch.
      Die Vorgeschichte v. Frau Chaouqui ist kein Tratsch, sondern einfache Realität.
      Ob viel Glamour im Spiel ist, wage ich bei dem proletenhaften Benehmen v. einigen Personen an dr Spitze zu bezweifeln;
      Was „crime“ betrifft, ist das Fotokopieren von wirtschaftspapieren und das Durchspielen an die Presse doch eher langweilig;
      und der Rock‘Roll hat tatsächlich stattgefunden, aber coram publico auf dem Petersplatz und mir vielen Müllresten auch in Il Gésu in Rom.

      In vielen Kulturen stößt jedoch die öffentliche Selbstdarstellung einer Frau in ihrer Nacktheit auf.
      (Vor kurzem hatte man in diesem Forum eine nette Diskussion darüber).
      In diesem multikulturellen Kontext ist es nur natürlich, daß dieses Wort als Schmähung benutzt wurde.
      Die auslösende Realität ist jedoch noch schlimmer.
      Ich finde Katholisches.info ist sehr gut informiert und sehr objektiv informierend.

  6. „Hure“ ist durch keinen Anlass oder offensichtlichen Grund gerechtfertigt und insofern eine ungerechtfertigte schwere Beschuldigung. Auf Fotos sieht sie aus wie was salopp ein „flotter Feger“ genannt wird. Das Foto ohne ersichtliches Kleidungsstück im anderen Artikel kann man als leicht indezent ansehen – man kann, muss das nicht denken, was wiederum nicht heißt, dass man es sagen oder schreiben muss.

    • Das Foto zeigt offensichtlich nur einen Detailausschnitt.
      Die Fotos in dem Fotostudio scheinen offenbar anderes Kaliber zu haben (es läßt immer wieder staunen, was die Leute erst ins Internet setzen und dann nicht viel später niemals im Web gesetzt haben möchten).

      Es ist eine Schande wenn ich an die viele anständige christliche Frauen, und besonders an meine Mutter und Großmütter denke.
      Und daß man im ganzen Vatikan nicht eine tüchtige Schwester oder Nonne in Habit gefunden hätte, glaube ich nicht.
      Proletenhaftes Schmierentheater.

  7. Nachdem ich der Sache nochmal nachgegangen bin, muss ich sagen, dass ich jetzt mehr Verständnis für die emotionale Reaktion der Kommentatorin anjali jain habe. Nach ihrer kurzfristigen Festnahme wurde Francesca Immacolata Chaouqui in den Medien als „bomba sexy“ und „sex symbol“ tituliert. Da sie nicht verheiratet ist, macht dieses Foto allerdings einen Eindruck, der den beanstandeten Ausdruck rechtfertigt (http://dailycaller.com/2015/11/02/vatican-arrests-its-sex-symbol-for-leaking-documents/ ). In einem Artikel von panorama.it wird erwähnt, dass Chaouquis Lebenslauf ein Geheimnis ist. Man weiß eigentlich kaum etwas von ihrer Lebensgeschichte. Enge Kontakte zu Logen und Geheimdiensten werden ihr nachgesagt. Das erinnert an andere Figuren der internationalen Politik, die gleichsam aus dem Nichts nach oben katapultiert wurden. +

Comments are closed.