Sexualisierung an Schule und Universität: Feminismus und Pornographie

Pro Familia studiert Kindern Abtreibungsmentalität ein
Pro Familia bringt Kindern Abtreibungsmentalität bei

(Ottawa/Washington) Sexualisierung hat viele Gesichter, Ziele und Folgen. Das Bild zeigt „sexualpädagogisches“ Material zur Kindererziehung, mit dem Pro Familia, der deutsche Ableger des weltgrößten Abtreibungskonzerns Planned Parenthood bereits Grundschulkindern eine Abtreibungsmentalität beibringen will. Die Parole „Mein Körper gehört mir!“ meint zwar vordergründig anderes und soll Kinder „vor sexuellem Mißbrauch“ schützen. Pro Familia zeigt sich mit dem „Aufklärungsbuch“ seit 2002 fürsorglich und klinkte sich damit vor einigen Jahren besonders in den Mißbrauchsskandal ein, der vor allem gegen die katholische Kirche geritten wurde. Zugleich vermarktet sie jedoch geschickt die Kernparole, mit der seit Jahrzehnten die Tötung ungeborener Kinder propagiert und gerechtfertigt wird. Ein Beispiel dafür, daß noch ganz anderes hinter dem steckt, was vordergründig schön verpackt des Weges kommt. Soweit zu Deutschland.

Dieses und die folgenden Beispiele machen deutlich, wie wichtig es ist, daß Eltern nachschauen und nachfragen, was an Kindergärten, Schulen und Universitäten tatsächlich passiert, von der Frühsexualisierung im Kleinkindalter bis zur Gender-Indoktrinierung an Universitäten.

Beispiel Kanada: katholische Schule

Die Medien berichten kaum darüber, doch die üblichen „Gutmenschen“ ruinieren unsere Kinder. Zwei konkrete Beispiele: Kanada, Ontario, Kingston, katholisches Gymnasium „Notre Dame”, 23. Oktober 2015 und USA, Kalifornien, Los Angeles, staatliche Universität von Kalifornien, 19. Oktober 2015.

Die Schule hat für ihre Schüler ein „Gespräch über Freundschaft/gesunde Sexualität“ organisiert. Mit anderen Worten, eine Veranstaltung über „sexuelle und reproduktive Gesundheit“. Als Referentin stand Julie Lalonde am Rednerpult, um zu den Jugendlichen zu sprechen. Lalonde ist eine bekennende Feministin, Abtreibungsbefürworterin und bis ins Mark antikatholisch. Kurzum, sie ist die „Idealbesetzung“, um auf Kinder aus katholischem Elternhaus und Familien, die ihren Kindern eine umfassende Menschenbildung zukommen lassen wollen, losgelassen zu werden.

Lalonde tat ihr Bestes, um ihrem Ruf gerecht zu werden. Im Laufe ihrer Ausführungen erklärte sie es beispielsweis für richtig, „daß ein Mädchen, wenn es damit einverstanden ist, ihrem Freund ein Foto schickt, das sie völlig nackt zeigt“. Das sei, so Lalonde, „eine völlig natürliche Sache“. Wichtig sei, so ihre Anmerkung, daß das Mädchen den Freund gut kenne, um zu vermeiden, daß er das Bild Gleichaltrigen zeige oder im Internet veröffentliche. Für Lalonde würden erst an dieser Stelle „Probleme beginnen“.

Lalondes Rede war vom ersten bis zum letzten Satz im Widerspruch zur katholischen Glaubens- und Morallehre. Sie widersprach dem christlichen Menschenbild und offenbarte eine erschreckend geringe Kenntnis vom Wesen des Menschen.

Die Eltern einiger Schüler, entsetzt von den Ausführungen, protestierten bei der Schulleitung gegen die Einladung einer solchen Referentin, verlangten eine Erklärung dafür und eine Geste der Wiedergutmachung. Sie schrieben zudem einen Brief an die zuständliche kirchliche Autorität im Staat Ontario. Eine Antwort haben sie noch nicht erhalten.

Beispiel USA: staatliche Universität

Wenige Tage vor dem Vorfall, am 19. Oktober, hatte die staatliche Universität von Kalifornien (University of California) in Übereinkunft mit der Studentenvertretung sogar Pornodarsteller bezahlt, damit sie an der Universität einen Einblick in ihr „Metier“ geben. Natürlich alles finanziert mit dem Geld der Universität und damit auch den Steuergeldern für Bildung und Forschung.

Bereits im vergangenen März waren an der University of California Los Angeles zwei Pornodarstellern 2.250 Dollar gezahlt worden, damit sie an der Universität „Einblick“ gaben.

Die Universitätsleitung, Präsidentin ist Janet Napolitano, eine Politikerin der Demokratischen Partei, ehemalige Gouverneurin von Arizona und 2009-2013 Bundesministerin des Heimatschutzministeriums der Regierung Obama, unterstützte die Initiative und behauptete, das sei eine Form zur „Bekämpfung sexueller Gewalt“. Zudem sei es wichtig, den jungen Menschen „eine offene Diskussion zu den Themen der Filme für Erwachsene, dem Einsatz der Sexualität, der Intimität und den Methoden für geschützten Sex zu bieten“. Ein Diskurs mit eindeutigem Anklang an die Ideologie der sexuellen Revolution, die Sexualität als anzustrebenden Akt zwischen beliebigen Menschen betrachtet und sie damit zur Sklavin der Leidenschaften macht, Zügellosigkeit, niedere Instinkte und Perversionen fördert. Damit wird das genaue Gegenteil dessen gefördert, was die Veranstalter behaupten.

Text: Andreas Becker
Bild: Una Fides

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zeitschnur
Na schön, womit wir uns wieder über dieses Thema aufgeregt hätten – wo aber bitteschön ist hier „der“ in der Überschrift verheißene „Feminismus“, der angeblich in Zusammenhang mit „der“ Pornografie steht? Ich finde das unglaublich suggestiv und propagandistisch, eine solche Überschrift über einen solche Text zu setzen: Ohne irgendeinen Beweis oder Hinweis wird em Blocküberschriftenleser suggeriert, „der“ Feminismus“ sei grundsätzlich pornografisch. In dem Artikel kommt aber gar nichts speziell Feministisches vor! Vorkommt lediglich die Beschreibung eines Vortrages zum Thema „Aufklärung für Jugendliche“, der von einer Feministin gehalten wurde. Der Feminismus selbst war her nicht das Thema. Ein guter Teil der… weiter lesen »
voltenauer

Sie haben es wieder mal nicht begriffen.
Man könnte nach dem lesen Ihres Kommentars zu der Ansicht gelangen, dass der Artikel das Problem ist, aber nicht das was dort angeprangert wird.

Ulrich

Wie bitte, kann man Sexualität oder Nacktheit „in anderen Zusammenhängen“ darstellen? Dargestellte Sexualität dient immer der sexuellen Stimulation und ist daher auch immer Pornografie! (griech. Porno = das Hurenschauspiel)

Tattoo_Lady

Tja leider zu dumm um Fr. Zeitschnur zu verstehen

Ulrich

@Frau zeitschnur
Ihre Art mit Kritik umzugehen ist unverkennbar, da hätten Sie sich das neue Pseudonym sparen können, um mich abzustrafen – Ihr altes hätte es auch getan!
Nebenbei: Ich wusste gar nicht, dass Sie auch noch tätowiert sind – hoffentlich nicht mit dem Gesicht einer Alice Schwarzer?

zeitschnur

@ Ulrich

Ihre Reaktion ist es vielmehr, die Bände spricht: Woher wollen denn Sie wissen, dass ich unter einem 2. Nickname schreibe?

Sie sind leicht bei der Hand, einen Menschen zu verleumden…

Ich bin eine der wenigen hier, die immer und selbstverständlich nur unter einem bekannten Nickname, der den Klarnamen nicht verbirgt,schreibt.
Mein Visier ist IMMER offen.

Ulrich

@zeitschnur
Das kann jeder behaupten!

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