Beschwerdebrief von Kardinälen schreckt Kirche auf – Inhalt entscheidend

Explosiver Beschwerdebrief von Kardinälen-Synodalen schreckt Kirche auf
Explosiver Beschwerdebrief von Kardinälen-Synodalen schreckt Kirche auf

Synoden-Anmerkungen von Giuseppe Nardi (2)

Das Beschwerdeschreiben der dreizehn Kardinäle an Papst Franziskus hat wie eine Bombe eingeschlagen. Daraus erklärt sich, warum zum Teil drumherum ein Durcheinander entstanden ist oder auch erzeugt wird. Die Bombe liegt aber nicht in diesem Drumherum, sondern im Inhalt des Briefes, der vom Vatikanisten Sandro Magister gestern veröffentlicht wurde, eine Woche nachdem er dem Papst übergeben worden war. Seither wird einiges Durcheinander um den Brief gemacht, zum Teil mit der erkennbaren Absicht, vom Inhalt abzulenken.

Das Schreiben hat die katholische Kirche wie ein Schreck aufgerüttelt, weltweit, und zwar nicht nur die Kasperianer, die sich frenetisch an den Spielregeln der Synode abarbeiten.

Papst Franziskus und die Regie hinter der Synode

Der Brief machte mit einem Schlag sichtbar, was Beobachter schon vor Synodenbeginn angedeutet hatten. Eine bestimmte Gruppe in der Kirche, so die Sorge der beschwerdeführenden Kardinäle, versucht der Kirche „zu wichtigen umstrittenen Themen vorgefertigte Ergebnisse“ aufzuzwingen. Eine bestimmte Gruppe, der die unterzeichnenden Synodalen sprachlich „respektvoll“, aber eindeutig auch Papst Franziskus zurechnen. Denn ohne päpstliche Mithilfe wäre die angedeutete Lenkung der Synode nicht möglich. Mehr noch: Die Logik legt nahe, in Papst Franziskus den eigentlichen Regisseur der „neuen Barmherzigkeit“ zu sehen (siehe Die Bischofssynode, der Regisseur, die Akteure – Chronologie eines versuchten Paradigmenwechsels).

Der Brief existiert, wie inzwischen von verschiedener Seite bestätigt wurde. Vatikansprecher Lombardi meinte am Montagvormittag in einer ersten Stellungnahme, „Es muß der Papst sein, der sagt, ob er dieses Dokument erhalten hat oder nicht“. Einige Stunden später teilte Lombardi den Journalisten aber mit, die Erzbischöfe von Mailand und Paris, die in der von Magister veröffentlichten Liste der dreizehn Unterzeichner aufschienen, haben erklärt, den Brief nicht unterzeichnet zu haben. Damit wurde ein noch anhaltender Reigen rund um die Namen der Unterzeichner eingeleitet, gleichzeitig aber offiziell vom Vatikan bestätigt, was kurz zuvor noch offengelassen worden war.

Die Existenz des Schreibens wurde seither von weiteren Kardinälen bestätigt, die entweder ihre Unterschrift bekräftigten oder bestritten.

Die dreizehn beschwerdeführenden Kardinäle-Synodalen

Bestätigung kam auch von der progressiven amerikanischen Jesuiten-Zeitschrift America. Der Jesuitenorden spielt bei der gerade stattfindenden Bischofssynode eine nicht unbedeutende, wenn auch noch obskure, da weitgehend geheimgehaltene Rolle. America bestätigte vor allem den Inhalt des Schreibens, das Magister veröffentlicht hatte. Die Zeitschrift bestätigte zudem, daß der Beschwerdebrief an den Papst von dreizehn Kardinälen, allesamt Synodalen, unterzeichnet wurde. Allerdings nennt die Jesuitenzeitschrift nicht die von Magister genannten Kardinäle Scola, Vingt-Trois, Piacenza und Erdö, die inzwischen ihre Unterschrift bestritten haben, sondern vier andere Synoden-Kardinäle:

  • Kardinal Daniel DiNardo, Erzbischof von Galveston-Houston und stellvertretender Vorsitzender der Amerikanischen Bischofskonferenz (USA)
  • Kardinal John Njue, Erzbischof von Nairobi (Kenia)
  • Kardinal Norberto Rivera Carrera, Erzbischof von Mexiko-Stadt (Mexiko)
  • Kardinal Elio Sgreccia, emeritierter Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben

Inhalt der Beschwerde maßgeblich

Wer bei der Frage stehen bleibt, welche und wieviel Kardinäle-Synodalen das Schreiben unterzeichnet haben, übersieht die Tragweite des Schreibens, dessen Bedeutung (und Sprengkraft) in seinem Inhalt liegt.

Wer sich darüber beklagt, daß Kardinäle zu einem solchen Mittel greifen, sollte sich vielmehr fragen, was hinter den Kulissen alles geschehen sein muß, um Kardinäle dazu zu bringen, einen solchen Schritt zu setzen.

Tatsache ist, daß es sich um eine, der kirchlichen Tradition entsprechende, interne Kritik handeln sollte. Eine Veröffentlichung war offensichtlich, zumindest anfangs, nicht beabsichtigt. Das hängt mit der unverblümten Anklage gegen den Papst selbst zusammen. Eine so scharfe Kritik an einem regierenden Papst öffentlich vorzutragen, stellt einen Tabubruch dar. Es erklärt die Unruhe, die auch manchen der tatsächlichen und verdächtigten Absender erfaßt hat.

Wie es dazu kam, daß Brief und Namen der Unterzeichner dem Vatikanisten Sandro Magister zugespielt wurden, läßt sich vorerst nicht rekonstruieren. Ob es sich um ein undichte Stelle (Wo?) handelte oder eine Folge der päpstlichen Reaktion auf das Schreiben war, auch eine Woche nach der Übergabe keinerlei Anstalten zu machen, die Sorgen der Kardinäle und Synodalen ernstzunehmen, bleibt dahingestellt.

Vorwurf der Manipulation lastet auf Synode seit dem ersten Fragebogen 2013

Wer sich auf die zum Teil geschürte Verwirrung rund um die Namen der Unterzeichner stürzt, läuft Gefahr, die eigentliche und viel bedeutsamere Verwirrung rund um die ganze Synode aus dem Auge zu verlieren. Manche müssen sich sogar den Vorwurf gefallen lassen, mit dem einen möglicherweise das andere überdecken zu wollen.

Über allem steht jedenfalls nun offiziell der sich verdichtende düstere Verdacht einer päpstlichen Manipulation, um zu „wichtigen umstrittenen Themen vorgefertigte Ergebnisse“ zu erreichen. Ergebnisse, die offensichtlich von der bisherigen katholischen Ehe- und Morallehre abweichen. Alles andere annehmen zu wollen, wäre Unsinn.

Aus dem Hintergrund taucht zudem erneut jene Frage auf, die das ganze Pontifikat von Papst Franziskus überschattet. Die Frage, ob diese „bestimmten Ergebnisse“ Teil einer Wahlkapitulation vor oder im Konklave waren.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: MiL

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27 Comments

  1. Der Pseudo-Papst muss weg und „Mutti“ muss weg,dann lichtet sich vielleicht die geistige Dunkelheit die über Europa und Deitschland liegt.

    • Er kann ja weiter Bischof spielen mit gewissen Entertainment Qualitaeten, aber voellig richtig Franz ist viele Nummern zu klein fuer das Amt.

    • Die Parallele ist nicht zu übersehen: Über dem Vatikan wird es immer dunkler und über Deutschland liegt filziger Meltau.

      • Aus Deutschland kam in der Geschichte schon mehrfach Unheil über die Welt.

        Kardinal Kaspers Fanatismus, die Lehre der Katholischen Kirche um jeden Preis zu dekonstruieren, könnte für die Kirche verheerende Folgen haben. Schon jetzt ist die Kirche in einem schlimmen Zustand und der Papst schwerst in seiner Legitimität und Autorität beschädigt.

        Offenbar wollen die Anhänger des kasperschen Relativismus nicht zur Kenntnis nehmen, dass eine Wahrheit mit Verfallsdatum eben keine ist, sondern nur der noch nicht erkannte Irrtum wäre. Wenn Kardinal Kasper das aber so sieht, so sollte er endlich die Konsequenz ziehen und dem katholischen Glauben den Rücken kehren und nicht länger Bischof bleiben wollen.

        Die progressiven Bischöfe räumen im Grunde ja ein, dass sie den Glauben an eine verbindliche Offenbarung Gottes längst verloren haben. Sie wollen sich nun noch von den letzten Resten der Katholizität emanzipieren, um dann aus der Kirche eine bürokratische Sozialinstitution zu machen, die über ein enormes Vermögen verfügt, Es geht um politische Macht, um Verweltlichung des Glaubens. Damit wird der Glaube aber langfristig zerstört, auch wenn noch Kirche als Potemkinsches Dorf bleibt.

      • Engelchen und Stella @ Merkel und Mehltau über Deutschland, wären noch
        die kleineren Übel. Die dunklen Wolken über dem Vatikan stammen aus
        Deutschland und es folgen noch mehr. Die deutschen Bischöfe um Kardinal
        Marx gebärden sich wie toll und können das Ergebnis in Rom nicht abwarten.
        Nach der Synode wird vor der Synode sein, denn die Deutsche Bischofkonfe-
        renz hat das Ergebnis schon in der Schublade, mit einem Hauch von Luther.

  2. Das nebulöse Szenario geht weiter; im Eingangsbereich zur Synode lag ein Buch zum Mitnehmen auf, verfasst von einer Gruppe „feministischer Theologinnen“, darunter Tania Beattie; deren O-Ton:
    -
    „Unser Buch ist nicht dazu gemacht, die Stimmen jener Frauen in Misskredit zu bringen, die es leicht finden, sich der geltenden Lehre der Kirche anzupassen, die der Meinung sind, natürliche Familienplanung verbessert ihr Leben, die in langen, stabilen Ehen leben, in denen alle Kinder katholisch aufwachsen – all das ist wundervoll, wenn es Ihnen passiert. 
    Aber das sind die Stimmen, 
    die bei der Synode schon gehört wurden.Und wir wollten die Stimmen bringen, die nicht gehört wurden. 
    Und die die Mehrheit der katholischen Frauen in der Welt sind. 
    Die meisten von uns leben kein sauber verpacktes katholisches Leben. 
    Aber das macht uns nicht weniger katholisch. 
    Es macht uns nicht weniger leidenschaftlich, was unseren Glauben betrifft, im Engagement für die Kirche, der wir zum Blühen verhelfen möchten.“
    -

    Frau Beattie und ihre „Kolleginnen“ vertreten gegenüber der Lehre der Kirche diametral entgegengesetzte Ansichten. Beattie will in ihrer geistigen Umnachtung die Abtreibung mit der Theorie des gerechten Krieges rechtfertigen (!) und spricht sich für die sakramentale Ehe Homosexueller aus.(!) Sie wurde auch schon nach Protesten als vorgesehene „Dozentin“ wieder ausgeladen.
    Das aktuelle Buch dieser Glaubens- und Kirchenzersetzerinnen – mit dem irreführenden Titel „Catholic Womem speak“ – wurde nun also im Eingangsbereich der Synode ausgelegt. Welch ein Skandal und doch scheint „radiovatican“ dieses Treiben gar noch fördern zu wollen; hier der gleichsam „Werbebericht“ unter dem Titel: „Synode: Katholikinnen erzählen aus ihrer Lebenswirklichkeit“

    http://de.radiovaticana.va/news/2015/10/12/synode_katholikinnen_erz%C3%A4hlen_aus_ihrer_lebenswirklichkeit/1178720
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    • Mein ganzes Leben war kein sauber verpacktes,katholisches aber solche Weiber waren mir schon IMMER ein Gräuel !
      Die sollen endlich die Klappe halten und ihr Leben ändern,da wäre schon viel getan.

    • @defendor

      Interessante Aussage: „Die meisten von uns leben kein sauber verpacktes katholisches Leben. Aber das macht uns nicht weniger katholisch.“

      Die Dekonstruktion der Katholizität maskiert sich auch noch als katholisch!

    • Frau Beattie polarisiert gewissermaßen spiegelverkehrt zu dem Lager, gegen das sie polemisiert.

      Da wir alle Sünder sind, lebt niemand ein „sauber verpacktes“ Leben. Und natürlich darf man die Argumentationen der Frauen hinterfragen, die ein solches, das jedenfalls den Anschein eines „sauber verpackten“ Lebens hat, vorgeben oder als Ideal behaupten.
      Diese Frauen reden tatsächlich oft wie Papageien das nach, was ihnen irgendwelche frommen Ideengeber einblasen. Ihre ganze intellektuelle Kraft verwenden sie auf die Apologie eines Lebens, das sie möglicherweise doch nicht ganz aus freien Stücken wählen. Ich habe einige solcher Frauen kennengelernt, die in jüngeren Jahren mit fliegenden Fahnen ein „konservatives“ Frauenleben begannen, auch noch groß darüber tönten. Aber im Lauf der Jahre wurden auch sie von der Realität eingeholt und sogar Scheidungen habe ich in diesem Lager schon mitangesehen. Welch ein bitteres Erwachen gibt es auch aus der frommen Illusion mit ihrem verzerrten Geschlechterbild und der Idealisierung eines Standes, der in diesem Äon nie ideal sein kann!
      Eine ähnliche Apologetik seitens der Frauen für das, was andere ihnen einblasen, kann man auch im Islam beobachten.
      Man muss da also tatsächlich – was die subjektive Seite solcher Statements betrifft – genau prüfen, wer hier redet, was genau er redet und ob er damit einen eigenständigen Standpunkt vetritt oder nur ein unrefklektiertes Klischee.

      Das alles hat allerdings mit der objektiven Seite nichts zu tun, an der sich jede Subjektivität messen lassen muss.

      Und um die scheint es der Autorin ja ÜBERHAUPT nicht zu gehen. Insofern ist ihr ganzer Ansatz falsch.

      Ja, es ist wahr, dass neimand ein Leben im Kokon verbringt auf die Dauer. Illusionen heben sich recht schnell von selbst auf – auch fromme Illusionen.

      Und das, was dann kommt, sollte man mehr ins Visier nehmen, wenn man schon subjektiv argumentieren will.

      Christsein heißt ja nicht, dass alles glatt geht und wir immerzu glücklich sind.

      Der hl. Paulus sieht die Ehe nicht ideal, auch nicht die fromme Ehe. Für ihn ist es v.a. Leid und Sorge und auch Ablenkung von den wichtigeren Dingen des Glaubens. Warum sonst sollte er sagen, es sei besser, nicht zu heiraten?
      Ich denke, das spricht die Wahrheit aus.

      Wesentlich ist, dass man in der Ehe einen eigenen Bußweg zum Himmel wahrnehmen kann. Dass dies gelingt trotz aller Widrigkeiten, weil Jesus es uns versprochen hat – das ist die Botschaft, die ohne fromme Illusionen, aber dennoch mit Vollmacht verkündet werden sollte. Das heißt „Sakrament“, dass Er gegenwärtig ist und seine sichere Hilfe fest zugesagt hat. Selbst für den äußersten Fall einer Trennung hat er zugesagt, doch bei den Entzweiten zu bleiben – aber hinsichtlich des eigentlichen Ehepartners. Nicht in dem Sinn, dass man einfach den Nächsten ehelicht und auf diese Weise solange durchprobiert, bis es klappt.
      Es „klappt“ nur deswegen, weil Jesus dabei ist.

      • Genau so erklärte Jesus Christus der A.K.Emmerick auch den Sinn der Ehe,nämlich keine Einrichtung für Spaß,Jux und Dollerei sondern eine Form der Buße.
        Den Part der Frau hierbei traue ich mir kaum zu schreiben,nämlich ausschließlich der Part des geduldig ertragenen Leidens.
        Das will man ja heutzutage auf keinen Fall hören aber die Realität zeigt ja immer noch,das es genau so ist.
        Auch da wo es nicht so scheint ist die Frau dennoch der leidende Teil.

  3. @Stella „Deitschland“ basst scho. So song ma mia in Bayern. Und des triffts ja a bessa,weil bei uns herunt im Moment de meistn Flichtling einadruckan.

  4. Ich denke sie liegen falsch. Zu komplex gedacht. Cui Bono? Sicherlich nicht Sandro Magister der nach der völlig unnötigen Vorabveröffentlichung der Enzyklika des Papstes scheinbar in die nächste Falle getappt ist, da die hälfte der Kardinäle nicht unterschrieben hat. Dann schadet es natürlich den konservativen Kardinälen (sowohl den Unterschreibern) als auch jene die fälschlicherweise dazugerechnet wurden. Die Jesuitenzeitschrift hat jetzt noch ein paar mehr Kardinäle dazu genommen um sie zu diskreditieren. Wer profitiert also?

    • Niemand profitiert!

      Es ist völlig klar, dass die Einheit der Kirche, die sich in der Kontinuität der Lehre ausdrückt, durch die Anhänger von Kardinal Kasper zerstört wird. Die Winkelzüge, mit denen die Gruppe um Kardinal Kasper versucht, die Synode an der Nase herumzuführen, sind leicht erkennbar und waren vorab ja auch von vielen erwartet worden. Sollte sich Kasper mit seinen Thesen durchsetzen, hätte das gravierende Rückwirkungen auf Katholizität, die heutige Kirche hätte dann schlicht keinen Bestand mehr. Alles was bis dahin gelehrt wurde, wäre fragwürdig, inklusive dem Papstprimat. Wir befänden uns dann in einem zweiten Protestantismus, der diesmal auch noch vom Papst selbst befördert würde. Papst Franziskus würde also in die Geschichte als Zerstörer und nicht Wahrer der Kirche eingehen. Ein absolutes Novum. Ob er das will?

    • Ich weiß nicht, ob man das so sehen sollte. Freilich kann man über den Nutzen der Veröffentlichung geteilter Meinung sein. Dieses Schreiben aber diskreditiert niemanden, sondern ehrt die Unterzeichner. Jeder der Synodalen sollte sich fragen, warum sein Name NICHT darunter steht. Diese Synode ist nicht irgendein Geplänkel, hier entscheidet sich nichts weniger der Fortbestand der Katholischen Kirche. Gelingt es nicht, gegen Bergoglios Kasperiaden einen Damm zu errichten und gewinnt Bergoglio das Spiel, wird er die Kirche bis zur Karrikatur ihrer selbst verändern und in aller Demut zerstören. Die Kardinäle und Bischöfe dürfen nun nicht zaudern oder umfallen, sie müssen geschlossen und ohne mit der Wimper zu zucken an der Lehre festhalten und die Konsequenzen bis zum bitteren Ende durchkämpfen. Nur dann wird die Kirche eine Chance haben, sich im Geiste der Wahrheit zu erneuern.

  5. Am Ende werden die Beschlüsse oder Handreichungen dieses Konvents auch von den Kardinälen des Beschwerdebriefes vollständig mitgetragen werden. Egal wie zweideutig das Papier ausfallen wird.

  6. @Paolo,
    Meiner bescheidenen Meinung nach liegen Sie hier falsch.
    In den höchsten Gremien der Kirche ist offensichtlich gewaltig viel Angst vor einer Spaltung oder unwiderruflichen Aussagen vorhanden.

    Auffallend ist nicht daß Kard. Vingt-Trois (nun wirklich nicht als mutig bekannt) und Kard. Scola (hoffend auf eine noch größere Karriere) ihre Unterschrift zurückgezogen haben;
    sonderrn daß Kard. Timoth Dolan auf der Liste steht- bekannt als sehr versöhnlich, und sicher kein Haudegen wie Kard. Burke.
    (Das dürfte übrigens das massive Unbehagen bei den Katholiken der USA widerspiegeln).

    Dieses Schreiben ist eine absolute Katastrofe für Kard. Marx, der doch vor wenigen Tagen herausposaunte daß es überhaupt keine Fronten gab, und sicher nicht zwischen Modernisten und Treugebliebenen an der Lehre und an der Tradition.
    Bei allem was so langsam an Informationen durchsickert (die Informationspolitik ist eine einzige Katastrofe und von Tricks gekennzeichnet) entspricht diese Aussage von Kard. Marx nicht der Wahrheit.

    „Man muß aufpassen, daß das päpstliche Lehramt keinen Schaden nimmt“ (Zitat aus dem großen Artikel i.d. Tagespost 17.09.2015 v. Kard. Antonielli)

  7. Werter @ Paolo!
    Der Brief ist authentisch und vom Präfekten der Glaubenskongregation Kurienkardinal Müller u.a. hochgestellten Persönlichkeiten der Kurie und der Synode unterschrieben. Cui Bono? Er ist in der gegenwärtigen Situation sicher nicht Kardinal Kasper, seinem Gefolge und seinen jesuitischen Hilfstruppen in der Gregoriana dienlich. Sicher aber dient er einer römisch-katholischen Öffentlichkeit als Einblick in die Vorgehensweise der Kasperianer und zugleich dem römischen Gerichtshof Rota als wichtige Quelle, wenn es an die kirchenrechtliche Aufarbeitung der Synode geht.

  8. Ich sagte es schon anderer Stelle: Der Inhalt dieses Schreibens ist total hohl, weil er die eigentliche Problematik überhaupt nicht klar und deutlich nennt, sondern auf angeblichen Verfahrensfehlern herumhackt.

    Bravissimo! Solche Leisetreterei ist wirklich überflüssig.

    • Wenn Ihre Belesenheit, die Sie im Forum aufleuchten lassen, das Papier „Instrumentum Laboris“ übersehen bzw. ausgelassen hat, ist irgendwie herleitbar, dass Sie zu dem Urteil „hohl“ kommen.
      Wenn Sie das Papier IL jedoch studiert haben, ist rätselhaft, was Ihr Intellekt mit dem Inhalt von IL gemacht hat.
      Dem Vergessen oder Nichtbeachten ausgehändigt?
      Dann erfassen Sie die Bedeutung des gegenständlichen Briefes eben nicht….

      • Die „Beschwerdeführer“ deuten nur an, dass Sätze des IL überarbeitet werden müssten.
        Welche – das sagen sie nicht!
        Tut mir leid – ich finde das feige.
        Ross und Reiter müssten knallhart genannt werden, sonst bringt das doch alles nichts.

        Ansonsten wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie alles Persönliche rausließen, wenn es Ihnen möglich ist.
        Davon habe ich nämlich die Nase gestrichen voll, obwohl Sie ja diesmal nur einen Ausrutscher haben im Gegensatz zu den üblichen Verdächtigen.

  9. Ja, ich kann Ihre Gedanken @Paolo gut nachvollziehen. Da ist auch einiges dran.
    Ich denke mal, daß dieser Brief für den Papst Bergoglio sehr überraschend kam. Hier wird ihm ja unmißverständlich die Rote Karte gezeigt. Denn er selbst deckt zumindest all diese falschen und deswegen sich im Dunkeln vollziehenden Dinge. Es wird ihm gesagt: „wir haben verstanden“, und weiter: „noch ein Fehler und es gibt einen Platzverweis für Dich, Papst Franziskus.“ Er befindet sich jetzt im Schwitzkasten.

    Das ganze geheime Gemauschel und Getue wurde durch den Brief der treuen Kardinäle entlarvt. Und damit hatten „sie“ nicht gerechnet. Da hatte die „Aufklärung“/Spionage versagt. (So ist das mit der „Aufklärung“ sowieso: viel blabla und wenns ernst wird, fällt alles wie ein Kartenhaus zusammen.)
    Die Kirchenfeinde sind ja von sich und ihrem Ding, das sie drehen wollen, in allem Hochmut komplett überzeugt und denken sich: „die Dummen da“- und lachen über diese. Nun aber sitzen sie in der Tinte, im Tintenfaß, und kommen da nicht mehr heraus: zum Schaden für sie kommt auch der Spott.

    • @ Franzel
      Hoffen wir auf das Tintenfass!
      Zu Ihren Worten und Wünschen passt unter dem Thread „Sorge vor vorgefertigten Meinungen“ was @ Suarez und meine Wenigkeit zu @ Frau Zeitschnur zu sagen hatten. Wir konnten dies gefahrlos tun, da wir nicht in Gefahr geraten können, von ihr geliebt zu werden

  10. Die Zahl „13″ der Beschwerdeführenden Kardinäle sollte uns aufhorchen lassen – heute am 13.10.15. Wenn die 13 ins Spiel kommt, dann ist MARIA dabei, dann dürfen wir auf ihre Fürsprache vertrauen!

    • Das mit den 13 ist mir auch aufgefallen, bisher waren es ja einmal fünf und einmal elf Kardinäle, die sich beschwert, bzw. einen Gegenentwurf zur Antikatholischen Lehre dieses fleischgewordenen Teufels Bergoglio gebracht haben.
      Nun aber sind es 13!
      Aber was wird die Fürsprache bewirken?
      Das der Herr seinen Treuen nach dem Schisma, welches nach der Synode kommen wird, zeigt wo sie hin sollen?

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