Papst Franziskus warnt vor „konspirativer Hermeneutik“

Synoden-Anmerkungen von Giuseppe Nardi (1)

(Rom) Mit einer überraschenden, nicht angekündigten Wortmeldung warnte Papst Franziskus am vergangenen Dienstag die Bischofssynode vor einer „konspirativen Hermeneutik“, wie der päpstliche Hausvatikanist Andrea Tornielli auf Vatican Insider berichtete. Der Papst kritisierte damit angeblich kolportierte Verschwörungstheorien und Komplottgerüchte. Sein derzeit in Sachen Bischofssynode engster Vertrauter, der Jesuit Antonio Spadaro von der Civiltà Cattolica sorgte dafür, daß die päpstliche Kritik öffentlich bekannt wurde.

Doch spätestens da beginnt die Sache zu hinken.

Gefühl manipuliert zu werden – Schlechte Stimmung unter den Synodalen

Zunächst bedeutet die improvisiert eingeschobene Wortmeldung des Papstes, daß unter den Synodenvätern offenbar intensiv darüber gesprochen wird, daß eine unsichtbare Regie die Bischofssynode zu manipulieren versucht, oder noch schlimmer, die Synodalen an der Nase herumführt. So intensiv jedenfalls, daß der Papst sich persönlich genötigt sah, seine Autorität in die Waagschale zu werfen, um Ruhe einkehren zu lassen. Allerdings ist zu bezweifeln, daß der gewünschte Effekt erreicht werden konnte.

Aus dem Mund Spadaros klingt die Sorge vor einer „konspirativen Hermeneutik“, eine gewundene Form um Verschwörungstheorien zu meinen, wenig glaubwürdig. Spadaro ist in den umstrittenen Synodenfragen selbst Partei. Unter seiner Leitung bezog die römische Jesuitenzeitschrift in den vergangenen anderthalb Jahren einseitig Position zugunsten der Kasper-Thesen einer „neuen Barmherzigkeit“.

Aufgrund der für die Zeitschrift geltenden Vorzensur durch den Heiligen Stuhl ist auszuschließen, daß dies ohne die Zustimmung und das Wollen von Papst Franziskus geschehen konnte. Wenn die Civiltà Cattolica seit ihrer Gründung vor mehr als 150 Jahren die Position des Heiligen Stuhls wiedergibt, gilt ebenso als gesichert, daß sie zur Synode die Position von Papst Franziskus widerspiegelt.

Spadaros „Geheimsynode“ im Auftrag des Papstes

Die Synode des Papstes und der Verdacht von Synodalen
Die Synode des Papstes und der Verdacht von Synodalen

In den beiden Wochen vor Synodenbeginn leitete Spadaro, den Papst Franziskus persönlich zum Synodalen ernannte, eine Arbeitsgruppe aus 30 Jesuiten, die unter Ausschluß der Öffentlichkeit am Sitz der Civiltà Cattolica zu den Synodenthemen arbeitete. Da der Vatikan bisher weder die Existenz dieser Gruppe bestätigte noch deren Auftrag nannte, kann von einer „Geheimsynode“ gesprochen werde, die unabhängig von der Bischofssynode zu denselben Themen tagte.

Laut einem, offiziell unbestätigten, offenen Geheimnis hatte also diese im Auftrag des Papstes und unter der Leitung eines seiner engsten Vertrauten tagende Jesuitensynode ein Dokument zu erarbeiten, das von Papst Franziskus am Ende der Bischofssynode als Schlußdokument präsentiert wird. Damit würden die Synodenväter völlig sinnlos debattieren und beraten, da ihre Wortmeldungen und ihre Ratschläge an den Papst letztlich keine Rolle spielen.

An dieser Stelle könnte der Vorwurf einer Verschwörungstheorie vorgebracht werden. Kann er das aber wirklich?

Franziskus selbst läßt Warnung vor „konspirativer Hermeneutik“ ins Leere laufen

Villa Malta der Jesuiten
Villa Malta der Jesuiten

Die Warnung von Papst Franziskus vor einer „konspirativen Hermeneutik“ muß deshalb ins Leere gehen, weil er selbst durch eine Reihe von Gesten, Wortmeldungen und Entscheidungen und nicht zuletzt auch durch sein Schweigen erst den Nährboden dafür geschaffen hat.

Der Begriff Verschwörungstheorie ist kein Synonym für die Nichtexistenz von geheimen Strategien, Absprachen, verdeckten Aktionen oder auch Verschwörungen. Zentrales Schutzmittel gegen falsche Verschwörungstheorien ist Vertrauen. Das aber hat der Papst durch konspirativ anmutende Parallelaktionen, durch Signale einseitiger Parteinahme und durch die Weigerung, ein klares Bekenntnis zur Unauflöslichkeit der Ehe in Theorie und Praxis abzulegen, selbst untergraben.

Papst Franziskus selbst ebnete der heterodoxen Einseitigkeit den Weg, indem er Kardinal Walter Kasper zum Relator des Kardinalskonsistoriums vom 20. Februar 2014 ernannte. Und zwar nur ihn allein. Wie der deutsche Kardinal später bekanntgab, wußte der Papst vorab genau, was Kasper vortragen würde, was dessen Billigung voraussetzt. Die Bestätigung seiner Zustimmung lieferte Franziskus durch sein überschwengliches „Danke, Danke“, mit dem er am nächsten Morgen, nachdem im Kardinalskollegium heftige Kritik an Kaspers-Thesen laut geworden war, auf die Ausführungen des deutschen Kardinals reagierte und diesem vor den staunenden Kardinälen bescheinigte, eine „Theologie auf den Knien zu betreiben“. Daß nicht eine „offene“ Diskussion geführt, sondern eine gezielte Strategie verfolgt wurde, fand rund um die Kasper-Rede reiche Bestätigung. Ein Vorgang, der um so schwerwiegender ist, als die Grundlage der Kasper-These eine nachgewiesene Verzerrung der Kirchenväter und der Kirchengeschichte ist.

Kasper war es auch, der in dieser Frühphase bekanntgab, daß die Bischofssynode nicht nur zum Diskutieren oder gar Bekräftigen der katholischen Lehre einberufen werde, sondern um etwas zu verändern. Ein Hinweis, der seither mehrfach von den Kasperianern wiederholt wurde, zuletzt in den vergangenen Tagen von Synoden-Sondersekretär Bruno Forte und Kurienerzbischof Celli.

Kasperianer lediglich Synonym für Bergoglianer?

Wenn von Kasperianern die Rede ist, so darf nicht verhehlt werden, daß man richtigerweise eigentlich von Bergoglianern sprechen müßte. Die Annahme, der Papst sei bloßer Zuschauer, super partes, der der Richtung um Kasper eben ein bißchen mehr Spielraum lasse als anderen, geht an der Wirklichkeit vorbei. Es geht auch nicht um Kasper oder Spadaro. Es geht um Inhalte. Kasper oder Spadaro sind dabei Weggefährten und Instrumente zur Umsetzung einer Idee.

Es steht die Annahme und zugleich Sorge im Raum, der Papst habe konkrete Vorstellungen zur Ehe- und Morallehre, die er wegen der zu erwartenden Widerstände, die er sich ohnehin in diesem Ausmaß nicht erwartet hatte, nicht offen äußert. Weder das angestrebte Ziel noch die Beweggründe dafür. Damit verbunden ist der Verdacht auf ein Versteckspiel, ein Taktieren, möglicherweise sogar ein Hintergehen und Täuschen.

Der Papst sollte sich als Letzter darüber wundern.

Geheime päpstliche Parallelaktionen

Papst Franziskus mit Synodalen
Papst Franziskus mit Synodalen

Für den 5.-19. Oktober 2014 hatte Franziskus die dritte außerordentliche Bischofssynode der jüngeren Kirchengeschichte einberufen, um über Ehe und Familie zu sprechen. Gleichzeitig beauftragte er, geheim, bereits am 27. August, und damit mehr als einen Monat vor Synodenbeginn, eine Kommission von Kirchenrechtlern, einschneidende Reformen zum Ehenichtigkeitsverfahren auszuarbeiten. Davon erfuhr die Öffentlichkeit, auch die alten und neuen Synodenväter, erst im September 2015, als der Papst – wiederum im Alleingang und wiederum einen Monat vor Beginn einer von ihm einberufenen ordentlichen Bischofssynode – diese Reformen einführte, die am kommenden 8. Dezember in Kraft treten. Kritiker sprechen in diesem Zusammenhang offen von der Einführung einer „katholischen Scheidung“.

Mit anderen Worten: Der Papst rief Kardinäle und Bischöfe zusammen, um über ein Thema zu sprechen und um ihn, so die offizielle Aufgabe, zu beraten, während er parallel und geheim bereits im Alleingang entschieden hatte und seine Entscheidung noch vor Synodenbeginn in die Tat umsetzte.

Warum also sollte der Verdacht unbegründet sein, der Papst könnte auch zu anderen Fragen, die von der Synode diskutiert werden, gleich verfahren? Die Bischofssynode und die Betonung der „Kollegialität“ nur ein Schein? Manchen Synodalen ist dieser Verdacht gekommen und sie äußerten ihn so laut, daß es bis zu den Ohren des Papstes hörbar wurde.

Daß dieser Verdacht nicht einfach in das Reich der Verschwörungstheorien abgeschoben werden kann, dazu hat Franziskus entscheidend beigetragen. Die Warnung aus seinem Mund vor einer „konspirativen Hermeneutik“ kann daher wenig Wirkung entfalten und schon gar nicht beruhigen.

Einseitige Wegbereitung

Von der Geheimsynode der Jesuiten im päpstlichen Auftrag wurde bereits gesprochen. Vertrauensbildende Maßnahmen sehen anders aus. Die Versuche des Synoden-Generalsekretariats durch zweifelhafte Fragebögen und ihre noch zweifelhaftere Handhabe, die Versuche der Civiltà Cattolica durch einseitige Artikel, die Versuche der Synodenleitung durch eine rigide und einseitige Informationspolitik 2014 und erneut 2015, die Kirche in eine bestimmte Richtung zu drängen, tun das Ihre dazu. Kasper selbst verwies im Zusammenhang mit der schon zur Bischofssynode 2014 laut werdenden Kritik an der vatikanischen Informationspolitik direkt auf Papst Franziskus.

Auf „kleinere“ Schauplätze in diesem unterirdischen Spiel soll gar nicht eingegangen werden, wie dem Telefonanruf des Papstes bei einer Argentinierin, die mit einem „wiederverheirateten Geschiedenen“ zusammenlebt. So, übrigens die deutsche Wortneuschöpfung für institutionalisierten Ehebruch, die sich mehr an zivilrechtlichen, denn kirchenrechtlichen Vorgaben orientiert. Das argentinische Ehepaar posaunte jedenfalls unwidersprochen in alle Welt, der Papst habe sie „ermutigt“, was bedeutet, daß ihr Status unverändert fortgesetzt werden könne.

Es empfiehlt sich den Artikel Die Bischofssynode, der Regisseur, die Akteure – Chronologie eines versuchten Paradigmenwechsels nachzulesen.

Das Schweigen des Papstes

Zumindest erinnert sei daran, daß gerade dieser Papst, der ein geborener Kommunikator ist und ein natürliches Gespür für geeignete Situationen, für Gesten und deren maximale Breitenwirkung hat, sich der Zusammenhänge seiner Handlungen bewußt sein muß.

Schließlich widerspricht noch ein weit wichtigerer Punkt der päpstlicher Warnung vor einer „konspirativen Hermeneutik“: das päpstliche Schweigen. Papst Franziskus hätte es seit dem 20. Februar 2014 in der Hand, jederzeit durch eine klärende Aussage alle Zweifel an seiner Haltung zu den wiederverheirateten Geschiedenen und zur Homosexualität vom Tisch zu fegen. Jederzeit. Wenn er trotz mehrfacher Aufforderung von Kardinälen, von Bischöfen, von katholischen Medien, von katholischen Laien in verschiedenen Appellen, zuletzt einen, der von 800.000 Katholiken unterzeichnet wurde und einen anderen von mehr als 140 Konvertiten, darunter zwei ehemalige protestantische Bischöfe, dennoch schweigt, besteht in der Tat Grund zur Sorge.

Eine Sorge, die der Papst mit wenigen Worten auch am Dienstagmorgen vor der versammelten Synode ausräumen hätte können, anstatt vor einer „konspirativen Hermeneutik“ zu warnen.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Vatican.va/Wikicommons (Screenshots)

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63 Comments

  1. Ich muß zugeben, ich war bis vor einer Woche noch zuversichtlich, dass die Folge der Synode „nur“ eine Relativierung der kirchl. Lehre sein wird. Aber spätestens im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden von der Existenz der Gruppe von St. Gallen und deren Mafia-ähnlichen Machenschaften, befürchte ich Schlimmeres.
    Bergoglio wurde von dieser Gruppe auf den Papstthron gehievt und hat somit eine Mission zu erfüllen; sicherlich wird er deren Erwartungen nicht enttäuschen wollen.

  2. Ausgezeichnete Analyse! Vielen Dank.
    Leider kann man nicht widersprechen. Es ist tatsächlich eine schwere Krise des Petrusamtes eingetreten.

  3. Mit der Warnung vor „konspirativer Hermeneutik“ sind natürlich die diversen Aktionen der Synodalen gemeint, die gegen den „Kasperianismus“ bzw. „Bergoglianismus“ auftreten. Oder haben sich etwas die 11 Kardinäle nicht konspirativ verhalten, wenn sie ein Buch gegen die Thesen Kardinal Kaspers veröffentlcht haben, ohne sich vorher der öffentlichen Diskussion zu stellen? Kardinal Sarah hat seine afrikanischen Synodalen auf ein einheitliches Vorgehen bereits vor der Synode getrimmt. Blockbildung gegen freie und vom Hl. Geist geführte Diskussion ist das. Diejenigen, die dem Papst vorwerfen, eine geheime Synode inszeniert zu haben, sollten sich selbst bei der Nase nehmen. Seit Monaten wird gegen den Papst und die Bischöfe und Synodalen Sturm gelaufen, die für das gesamte Schlussdokument inklusive der beklagten Absätze vor einem Jahr gestimmt haben. Das waren zwar nicht 2/3 aber immerhin mehr als 60 % der Synodenväter. Da werden Unterschriften gesammelt vor Kirchentüren und viele Gläubige unterschreiben, ohne dass sie den genauen Zusammenhang wissen. Wenn man mich fragt, ob ich für die Unauflöslichkeit der Ehe bin, dann unterschreibe ich natürlich auch. Dass dann meine Stimme gegen den Papst und zur Einzementierung von unbarmherzigem Rigorismus und pharisäischer Gesetzeshörigkeit verwendet wird, wird ja nicht dazu gesagt.
    Ich kann nur dafür beten, dass der Hl. Geist die Herzen der Synodenväter erleuchten möge, damit die rigorosistische Schlagseite, die die lateinische Kirche (im Gegensatz zur Ostkirche) durch die ererbte Gesetzeshörigkeit des rechtsorientierten Denkens des römischen Reiches hat, endlich korrigiert werden kann. Man kann die Ehe, die ein Sakrament, also ein Heilsmittel der menschlichen Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau ist, nicht in allen Facetten mit Gesetzen regeln.
    Ich könnte hier jede Menge von Fällen aufzählen, wo die bedingungslose Anwendung des kirchlichen Eherechts mit aller juristischen Logik zu den paradoxesten Situationen geführt hat.
    Wer glaubt, Ehe ist juristisch wirklich vollständig fassbar, ist auf dem Holzweg.

    • Was verstehen Sie unter Rigorismus, an der Kontinuität der Lehre festzuhalten? Kann sich Wahrheit widersprechen oder gibt es nur zeitliche „Wahrheiten“, die somit immer nur unerkannte Unwahrheiten wären? Was bleibt dann überhaupt noch von der Lehre, wäre sie dann nicht überflüssig, weil ohne verbindlichen Gegenstand, über den sie lehren könnte. Kann Glaube in reinen Subjektivismus entlassen werden? Warum dann noch ein Papst, dessen Sinn, Wahrer des Glaubens zu sein, mit der Lehre verschwunden wäre. Im Grunde geht es doch darum, ob die Kirche ihre prozeßhafte Selbstauflösung erklärt, weil nichts mehr im Glauben Bestand hat. Und ist es neuerdings in der katholischen Kirche konspirativ, wenn Bischöfe an der objektiven Wahrheit des Glaubens festhalten?

      Was soll überhaupt ein Glaube, der sich selbst nicht traut und der etwas vermittelt, das morgen schon hinfällig ist? Wer will dieses Geschenk dann noch, dass bald schon wieder entsorgt werden muss?

    • „Kardinal Sarah hat seine afrikanischen Synodalen auf ein einheitliches Vorgehen bereits vor der Synode getrimmt. Blockbildung gegen freie und vom Hl. Geist geführte Diskussion ist das. Diejenigen, die dem Papst vorwerfen, eine geheime Synode inszeniert zu haben, sollten sich selbst bei der Nase nehmen.“

      Es war doch Kardinal Sarah, der vom Heiligen Geist geleitet war und eine katholische Haltung gewahrt hat. Wenn man überhaupt von Blockbildung sprechen kann, geschieht diese gegen den Heiligen Geist, alles andere verkehrt Tatsachen. Lehre ist Lehre, und die wird NICHT abgeschafft, Sünde bleibt Sünde, und in Zeiten wie diesen wo es so viel an Lehre fehlt, kann jeder Katholik solchen Felsen in der Brandung wie Kardinal Sarah nur dankbar sein, denn man kann nicht oft genug darauf hinweisen. Das Charasma Attentat, parallele Regenbogen-Synoden, da finden Sie Ihre konspirative Blockbildung die gegen den Heiligen Geist anstrebt und zeigt ja auf wie dringlich das Hochhalten der Lehre notwendig ist damit nich alle Schranken brechen. Das Haus Gottes ist das Haus der Gebete und wenn dort kein Platz für die Lehre ist, dann ist es NICHT das Haus Gottes.

    • Sie unterstellen jenen konspiratives Verhalten, die sich erlauben, offen Ihre Meinung gegenüber einer von Anfang an manipulierten und also konspirativ vorbereiteten Synode kund zu tun!? Gestatten, dass ich lache! Das Wortungetüm „konspirative Hermeneutik“ fällt auf den Erfinder zurück. Schon seine Wahl war das Ergebnis jahrelanger konspirativer Vorgänge, von denen durch die senilen Plaudereien eines belgischen Kardinals im Ruhestand (!?) wohl bislang nur die Spitze des ganzen Eisbergs sichtbar wurde! Seit dem Bergoglio die Loggia des Petersdoms erobert hat, tut er nichts anderes, als zu manipulieren. Und diese seine Wortmeldung ist nun wirklich der Gipfel der Heuchelei.

      • @ hicesthodie

        Klasse – volle Zustimmung! – Ja, wir dienen, idealiter auf jeden Fall, im selben Regiment, kämpfen in derselben Eskadron: im 17. Bayerischen Reiter-Regiment zu Bamberg / 4. (Schwere) Eskadron. – Stieß in diesem Zusammenhang auf die (wenn auch der Form nach etwas unsaubere, inhaltlich & gedanklich aber einwandfreie) Mitschrift einer Ansprache Seiner Durchlaucht, des Paters Emmeram OSB, Prinzen von Thurn und Taxis, an die Ehemaligen der „17er“ oder „Bamberger Reiter“, zum Gedenken an die in Erfüllung ihrer Gewissenspflicht vor Gott und dem Vaterland im Widerstand gegen die widergöttliche Tyrannei ermordeten Regimentskameraden:

        Major Roland von Hößlin † 13. Oktober 1944, Berlin-Plötzensee – Major Ludwig Freiherr von Leonrod † 26. August 1944, Berlin-Plötzensee – Oberst Rudolf Graf von Marogna-Redwitz † 12. Oktober 1944, Berlin-Plötzensee – Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg † 21. Juli 1944, Berlin/Bendlerblock – Generalleutnant Karl Freiherr von Thüngen † 24. Oktober 1944, Zuchthaus Brandenburg. – Möge ihre Gesinnung uns Richtschnur und Beispiel sein!

        http://tinyurl.com/nf8opes – Ansprache SrD, P. Emmeram OSB, Prinzen von Thurn und Taxis, pdf bei google-docs.

        „Im Bewußtsein muß uns daher bleiben, daß alles, was nicht im Göttlichen gründet, Gefahr läuft, in Unheil zu führen und zu enden.“ – Genau das erleben wir ja gerade …

      • Hier noch ein Bild von der Gedenktafel (Dom zu Bamberg) für jene fünf ‚Bamberger Reiter‘ des militärischen Widerstands gegen Hitler:

        http://tinyurl.com/o8jd75t – jpg von Wikipedia (Karl_Freiherr_von_Thüngen)

        [Anm.: die Wikipedia-Artikel sind wie immer nur mit größter Vorsicht "zu genießen", da durchgängig durchsetzt mit z.T. sehr subtiler, subliminaler linker Tendenz & Propaganda, erstrecht im Bezug auf den militär. Widerstand ...]

      • Hm … hört sich vlt. a bisserl „schwer großkotzig“ an, denn … wer sind wir, oder auf jeden Fall, wer bin ich schon, im Vergleich zu Menschen von solcher Größe, solchen Mutes – Helden durch und durch, absolut vorbildlich (bei allen menschlichen Fehlern, natürlich) – wie Graf Stauffenberg und seine Kameraden, aber auch alle anderen im Widerstand gg. den Nationalsozialismus bzw. den Sozialismus-Kommunismus; klar, geschenkt. Aber: ist es nicht richtig, sich, die „übliche neudeutsche Schulbildung“ genossen (bzw. oft genug, bes. i.d. sog. ‚gesellschaftl. Fächern‘ und in ‚Religion‘: gerade so ertragen) habend, zum absolut notwendigen Ausgleich (und immer auf festem katholischem Fundament) mit den ‚Helden des 20. Juli‘ zu beschäftigen und auch, sich ein bißchen an ihnen, an ihrer Geisteshaltung, ihrem Charakter, ihrer Konsequenz, ihrem Mut zu orientieren, gerade in der „heutigen Zeit“? Ich find‘ schon … – zumal doch gerade der ‚militärische Widerstand / 20. Juli‘ (zumindest „bei uns“, NRW) in der Schule, in Geschichte / Politik, merkwürdig unterrepräsentiert ist bzw. überhaupt nicht „drankommt“! „Gewisse Kreise“ scheinen eine regelrechte Aversion gerade gegen den (ja durchaus bewußt aristokratischen oder „elitären“) Grafen Stauffenberg zu haben; wenn schon ‚Widerstand‘, dann immer nur Sophie Scholl – wieviele ‚Sophie bzw. Geschwister Scholl-Schulen‘ gibt es, und wieviele ‚Stauffenberg-Schulen‘ gibt es? – Interessant, gerade mal nachgesehen; es gibt bei Wikipedia sehr wohl & selbstverständlich eine Liste der ‚Geschwister-Scholl-Schulen‘; nach einer entspr. ‚Stauff.-Liste‘ sucht man dagegen vergeblich, war ja klar …:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Geschwister-Scholl-Schule

      • Bester GW, natürlich ist dem reemtsmatischen Deutschland der Gedanke an den Widerstand aus den Reihen der Wehrmacht und des Adels suspekt und unangenehm, da reichen sich rot-grüne Merkel-BRD- und DDR-Geschichtsschreibung einander die Hände. Hans und Sophie Scholl lassen sich den Gymnasiasten noch ganz gut als Dutschkes im Geiste verkaufen, Elser und die Rote Kapelle als Vorläufer der Antifa, ansonsten aber sind doch alle bitteschön mehr oder weniger, besonders aber Adel, Klerus, Militär und Bürgertum, dem Tätervolk zuzurechnen. Es sind die alten Denkschablonen. Wir wollen davon unberührt bleiben. In den Abschiedsbriefen der in Plötzensee und anderswo auf ihre Hinrichtung Wartenden offenbart sich bei allen, die den Widerstand wagten, ein ungeheueres Maß an Seelenadel und – im Angesicht des Todes – ein tiefer Friede aus dem Bewußtsein das Richtige getan zu haben. Danke für die interessanten Verweise! 🙂

  4. Etwas grob und pointiert kann man es auch so sagen, dass hier ein Dieb ruft: „Haltet den Dieb“. —
    Immer wieder beachtenswert, wie der biedere amerikanische Katholik William Tapley die Situation der Kirche sieht. Nach seiner Meinung würde durch einen amtlichen Beschluss, wiederverheirateten Geschiedenen (also Ehebrechern) die heilige Kommunion zu spenden, die Messintention verändert und das Sakrament ungültig. Es würde dann eintreten, was Daniel prophezeite: das Hinwegnehmen des täglichen Opfers durch den „Fürsten“, das heißt den Antichrist.
    https://youtu.be/Wo7Hq__AuBU (8:40 min)
    In einem Ausschnitt des Videos erwähnt Michael Voris von Church Militant, dass am Samstag morgen, dem Vorbereitungstag der Synode, ein Nebel von Norden kam und den Vatikan und den Petersdom einhüllte und sieht daran ein Zeichen. Ein beeindruckendes Bild jedenfalls.

    • Etwas grob und pointiert kann man es auch so sagen, dass hier ein Dieb ruft: „Haltet den Dieb“.

      Genialer und besser kann man es nicht zusammenfassen, danke.

  5. Sie gehen ihren unheilvollen Weg in Rom weiter, der schon längst zum Himmel um Rache schreit. Das Unheil dieses bösen Prinzips, von der die Gottesmutter in Fatima sprach, breitet sich rasant in der Welt aus. Es ist äußerst beklagenswert, daß so viele nicht die Tragik und Gefahr erkennen, in der sich die Welt jetzt befindet, weil die Weihe Rußlands nicht vollzogen und die Sühneandacht zum Herzen Mariens nicht eingeführt wurde. Dieses Rom hat auch die Marterpein unzähliger Christen zu verantworten.
    Schwester Lucia in einem Brief vom 19. März 1939: „Von der Übung dieser Andacht, vereint mit der Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens, hängt Krieg oder Frieden der Welt ab.“

    Am 15. Juli 1946 betonte Schwester Lucia erneut, daß nicht die Weihe der Welt, sondern Rußlands gefordert sei: „Unsere Liebe Frau will, daß der Heilige Vater zusammen mit allen Bischöfen durch eine besondere Feier Rußland ihrem Unbefleckten Herzen weiht. Wenn diese Feier geschieht, wird die heilige Jungfrau Rußland bekehren und der Friede wird herrschen. Wenn nicht, werden die Irrtümer Rußlands (kommunistische System) überall verbreitet.“
    Wir aber lassen uns anlügen, daß dieses System erloschen sei.

    Längst hätten sich die Bischöfe zusammenfinden müssen, die Weihe Rußlands zu vollziehen. Sie haben es nicht getan. Und so wird kommen müssen was kommen muss.

    Statt dessen versammeln sie sich in Rom in einer Sache, in der die Kirche längst gesprochen hat. Die wahre Lehre der wahren Katholischen Kirche steht in Fragen der Dogmatik und Moral unverbrüchlich fest. Weitere Diskussionen hierüber sind nicht erlaubt.
    Diese Bischöfe verhandeln, debattieren und disputieren über eine Sache, von der die Heilige Schrift (Epheserbrief, Kapitel 5) sagt, daß man sie nicht einmal erwähnen soll. Nur Unheilige dreschen leeres Stroh und bezeugen ihre eigene innere Unreinheit:
    „Von Unzucht und jede Art von Unreinheit und Gier werde nicht einmal gesprochen unter euch, wie es Heiligen geziemt.“
    „Laßt euch nicht mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis ein..Was jene im Verborgenen treiben, das ist zu schändlich, um es auch nur auszusprechen.“

    • Sehr gut gesagt! Danke!
      Was haben wir für „Strohköpfe“ von Hirten?! Da hat ja jedes Kleinkind mehr Sachverstand! Lieber Gott, lass uns nicht in die Hände unserer Feinde fallen! Herr erbarme dich!

    • Die Weihe Rußlands wurde am 25.03.1984 von Papst Johannes Paul II. vollzogen. Und Maria handelte- der gesamte Ostblock fiel in sich zusammen: so etwas gabs in der ganzen Menschheitsgeschichte noch nie, auch wenn mans ignoriert.
      Daß Rußland sich tatsächlich bekehrt hat, erkennt man an der umsichtigen Außenpolitik Rußlands, aktuell im Kampf für die Christen und andere gegen die moslemischen, vom Westen unterstützten Mordbanden in Syrien.

      So wie Ihr Kommentar @Makariel, so handeln die westlichen Politiker und Journalisten: sie haben nichts kapiert und machen deswegen einen Fehler nach dem nächsten. Diese Fehler des

      • weiter gehts, Entschuldigung: Diese Fehler des Westens kosten unzähligen Menschen das Leben und machen Europa kaputt.

    • Der Eine-Welt-Staat der antichristlichen sogenannten Neuen Weltordnung wird, aller Voraussicht nach, kommunistisch sein, und Russland, wohl zusammen mit China und Konsorten, wird dabei eine, oder die, entscheidende Rolle spielen. Damit würde die negative Alternative der Fatima-Prophezeiung Erfüllung finden.

  6. @Galilei: Ihre Statements hier offenbaren, dass Sie der Papolatrie huldigen. Auf jeden Fall erweisen Sie sich als Bergoglianer. Und wenn Sie hier schon so lehrstubenmässig von „Blockbildung gegen freie und vom Hl.Geist geführte Diskussion“ fabulieren: Wo findet sich auch nur der geringste Beweis, dass der Hl. Geist diese Diskussion führt? Genauso reden die Konzilsstrategen vom Hl. Geist, der das II. Vatic. Räuberkonzil geführt haben soll. Das ist doch reinste Rabulistik. Nein, Sie sind eben ein linksorientierter Papist, das beweist Ihr Statement hier: „…durch die ererbte Gesetzeshörigkeit des rechtsorientierten Denkens (?) des römischen Reiches hat, endlich korrigiert werden kann“ (welch eine Phrase). Ja, korrigiert hat Eure Konzilskirche allerdings schon manches. Das Hl. Messopfer z.B. zu einer Neoprotestanischen Mahlfeier kreiert und dergleichen Unheil. Mit Veranlassung des Geistes – den Sie und die Papisten als „Wirken des Hl.Geistes“ bezeichnen. Aber es hat sich bestätigt, dass dies alles NIX mit dem Hl.Geist zu tun hat, sondern eher mit dem unheiligen Geist verschworener modernistischer Theologen, genasführter ängstlicher Bischöfe und verräterischer Kardinäle. Spitzbuben unter Bischofsmützen und Kardinalshüten. Warum sollte es denn Heute in Rom mit Bergoglio anders sein!

    • Und Sie wissen, dass der Hl. Geist mit Ihnen ist? Wenn Sie mir schon unterstellen, dass ich ein Papist bin (welche Paradoxie – unter Benedikt XVI. war es ja für Ihresgleichen löblich ein Papist zu sein!), wieso wissen Sie, dass bei Ihrer Interpretation des Glaubens der Hl. Geist dabei ist? Ist das nicht purer Egoismus, zu glauben, dass Sie im Recht sind und die ewige Wahrheit vertreten. Ich traue mir nicht zu, im Besitz der Wahrheit zu sein! Meine Statements verkörpern meine Überzeugung und ich erhebe nicht den Anspruch, die Wahrheit im Besitz zu haben. Da gibt es, wie die Synode zeigt, zwei sehr unterschiedliche Interpretationen des Kirchenbildes. Die „konservative“ Seite hatte Johannes Paul II und Benedikt XVI. auf ihrer Seite, die „progressive“ Seite Johannes XXIII. und Franziskus, um es sehr vereinfacht auszudrücken. Alle sind Nachfolger des hl. Petrus und sind oberste Hirten und Lehrer. Also wie ist das? Sehen Sie nicht das Problem, wenn man alle Aussagen des kirchlichen Lehramtes absolut und ohne Kontext zur jeweiligen Zeit sieht? Erklären Sie mir, wieso 2 Päpste im Besitz der Wahrheit waren und 2 offensichtlich nicht. Sie entscheiden, wer von dieses 4 Päpsten den Antichrist verkörpert?

      • Der Heiliger Geist ist Gott, der Dreieiniger Gott. Er weht, wo Er will. Er ist keine Legitimation, keine Eintrittskarte, kein Medium. Seine Wirkung ist nicht strittig, sie ist klar… und enthüllend… Er ist der Dreieinige Gott.

      • Das ist eine totale Verkennung des Papstamts. Die Päpste können nicht gegeneinander sprechen. Jeder übernimmt das Erbe des Vorgängers. Nur so ist Papsttum verständlich.

      • Die Worte Unseres Herrn Jesus‘ Christi sind eindeutig was die Ehe und die Ehetrennung betrifft.
        Mehr noch: das Evangelium benutzt dort das Wort „zeugnumai“- in das Geschirr einspannen, typisch von 2 Ochsen or dem Pflug odeer 2 Pferde vor dem Karren (mit dem Wortstamm „jug“, auch im Lateinischen iugum, fr. joug, deutsch Joch, Niederl. juk).
        Ein einseitig besetztes Gespann funktioniert nicht- und beide Partner sind auf Gedeih miteinander verbunden.
        Und wenig später sagt der Herr: Wenn ihr mich folgen wollt, so nimmt Mein Joch auf; und es ist leicht zum tragen“.
        Die christliche Grundhaltung war nie sprunghaft, flatterhaft, auf schnellen und leichten Plaisir ausgelegt- sondern auf Ernsthaftigkeit, auf Konstanz, auf Beharrlichkeit, auf Fruchttragen (fecunditas) ad maiorem Dei gloriam.

        Sie trauen sich nicht zu, im Besitz der Wahrheit zu sein- richtig -und gut so!
        Das Christentum ist eine Offenbarungsreligion und ich bin 100% davon überzeugt daß ich kleiner Wurm hier trotzdem in Besitz der Wahrheit bin, daß die viel größer ist als ich und daß ich dafür bis zum Äussersten zu kämpfen habe.

      • Mit Verlaub: Den Antichristen verkörpert keiner.
        Aber ein falscher Prophet oder d e r falsche Prophet schlechthin, ist Franziskus definitiv! Das kann ja bald schon ein Kind sehen!!!
        Wer das jetzt noch immer nicht sieht, oder sehen will, ist blind.
        Mit F. habe ich nichts am Hut! Nein, danke!

      • @Galilei

        Wo ein Reich entzweit ist, hat es keinen Bestand. Die Kontinuität der Lehre, die bislang von allen Päpsten gewahrt wurde, ist das Fundament, auf dem das „Reich“, also die Kirche, ruht. Hier kann es keine sich konträr widersprechenden Auffassungen über den Glauben geben. Wird die Kontinuität der Lehre also beiseite geschoben, verliert der ganze(!) Glaube seine Verbindlichkeit; dann wird die katholisch Kirche auf kurz oder lang zerfallen, denn auf Halb- oder gar Unwahrheiten baut keiner sein Leben auf.

  7. Nachtrag: Es muss natürlich richtig heissen: Spitzbuben unter Bischofsmützen und Kardinalshüten und nicht.-Kardalshüten.

  8. Auch wenn ich die bereits in Angriff genommene und teilweise schon erfolgte Aufweichung des Ehesakramentes ablehne, kann ich doch dem Artikel oben nur bedingt folgen:

    Und zwar kann ich nicht folgen, weil die Argumente gegen F. nicht standhalten.
    Er ist als Papst zu nichts verpflichtet, was seine Vorgehensweise betrifft.
    Er kann machen, was er will, weil er der Papst ist.
    Weder darf er keine Bischöfe um sich sammeln, die ihm passen, noch ist er an die synode gebunden in seinen Entscheidungen. Er kann sie auch als Sandkastenspiel tagen lassen und autokratisch entscheiden – cih sage nur: „Pastor aeternus“ und „Pius X.“
    Wieso sollte das nur für die Päpste gelten, die mir passen?
    Wenn, dann gilt es allen… tja, aber ich glaube viel eher, dass uns Gott hier vielleicht zeigt, dass dieser Papstwahn der Konservativen zutiefst verkehrt war und ist.

    Da hat @ Galilei doch recht: Wie hat man doch nach einem gerade zu unantastbar-absolutistischen Papst gegiert auf konservativer Seite und sich davon das Heil versprochen anstatt von Jesus. Und nun hat man einen solchen Papst und wirft ihm sein autokratisches Handeln vor – das ist also kein Argument.

    Das einzige Argument, das gelten kann ist dies, dass F. Dinge schaffen will, die nicht mit der Lehre übereinstimmen, an die auch er sich halten müsste.

    • @ zeitschnur

      „Wie hat man doch nach einem gerade zu unantastbar-absolutistischen Papst gegiert auf konservativer Seite und sich davon das Heil versprochen anstatt von Jesus. “

      Wo sind bitte die Belege für Ihre Behauptung? Gibt es diese, dann bringen Sie sie bei, statt hier nur etwas in den Raum zu werfen, als sei es eine unumstößliche Tatsache. Ich hatte mehrfach auf die Erklärungen Joseph Ratzingers zu dem Thema verwiesen.

      Sie wollen eine Trennung von Katholizität und Papsttum, das geht aber nicht und ist schon historisch nicht zu legitimieren. Ihr Kirchenbild ist protestantisch, ob sie das nun wahrhaben wollen oder nicht. Übrigens gibt es bei den Protestanten durchaus sehr kluge und fromme Christen, die auch sehr tief ihren Glauben reflektieren. Lesen Sie mal Hegels religionsphilosophische Schriften, da werden Sie an jeder Ecke fündig, was Ihr Kirchen- und Glaubensverständnis anbetrifft. Und Hegel war alles andere als ein flacher Denker!

    • „Er kann machen, was er will, weil er der Papst ist.“

      Wie oft wollen Sie Ihre primitiv-verquere Auffassung vom Papstprimat noch unter die Leute streuen? Handeln Sie nach dem alten Propagandisten-Motto: „Man wiederhole eine Lüge so oft, bis sie geglaubt wird“!?

      Hundertemale ist es hier und andernorts schon dargelegt worden, dass ein Papst eben nicht machen kann was er will, sondern in seinem Handeln an Schrift und Tradition der Kirche gebunden ist! Wo er dieses Fundament verlässt und eigener Flamme folgt, hört er auf, Papst zu sein und hat den Anspruch auf Glaubensgehorsam verloren. Geht das nicht in Ihren Schädel!?

      • Der Papst ist niemandem Rechenschaft schuldig und vor allem kann nur er beurteilen, ob er in der Tradition steht – so wurde es gegen Ende des 19. Jh zementiert.

        Sorry – wir haben das vor Wochen ausführlichst hier im Forum debattiert.

        Damals habe ich sehr viel zitiert aus Dogmatiken und v.a auch von Pius X.

        In jedem fall bin ich keine Zitate und Argumente schuldig geblieben.

        Wenn die Sache so einfach wäre, wie Sie sie in Schlägertypenmanier hinstellen, dann wäre die Sachlage wohl erheblich einfacher, wesentlich weniger verwirrend und v.a. leichter zu lösen.

      • Er ist Gott Rechenschaft schuldig, und es ist sehr wohl zu beurteilen, ob ein Papst den Weg des Glaubens verlässt (wobei ja nach den jüngsten Erkenntnissen um die Machenschaften der galligen Gruppe die Frage im Raum steht, ob dieser Papst tatsächlich Papst ist), denn Wahrheit besitzt Objektivität. Übrigens lehrt die Kirchengeschichte, dass sich Gott Kinderstimmen bedienen kann, um der Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen. Bergoglio sollte sich fürchten, plötzlich nackt dazustehen!
        Schlägertypenmanier!?: ist mein Nickname „Zeitschnur“??

      • nein das stimmt so nicht Frau Zeitschnur, der Papst ist nicht der Schöpfer der Lehre, er ist der Hüter der Lehre.
        Vernachlässigt er dieses Hüteramt, so gilt für ihn das, was für die untreuen Hirten aller Zeiten gilt.

      • @ zeitschnur

        „Der Papst ist niemandem Rechenschaft schuldig…“

        Doch, er ist Gott Rechenschaft schuldig und das ist eben keine Kleinigkeit, sondern das Wesentliche!

        Sie klammern immer wieder Gott aus, so als habe er keine Bedeutung. Aus all Ihren Kommentaren lese ich eine Haltung heraus, die Gott als abwesend ansieht.

  9. Danke an Katholisches.info und an Herrn Nardi für diese wertvollen Informationen und Einblicke.

    Eigentlich ist diese Synode unnötig. Sie wurde aber den treuen Kardinälen und Bischöfen aufgenötigt. Die sollen sich mit anderen über etwas austauschen und „Dinge“ zur Disposition stellen, die längst geregelt sind und „nur“ gepredigt werden müssen.
    „Ehe und Familie“, die „Homosexuellen“ und auch die hl. Eucharistie sind den Veränderern egal. Das ist Schein. Die Absicht ist die Eliminierung der Kirche.

    Was also tun?- Es gibt keinen Königsweg und vielleicht brauchts dazu auch keinen.
    Denn der Gegner ist nicht so stark wie er glauben machen will. Nur ein paar Piekser, und die Luft geht heraus aus dem Luftballon. „Papst“ Bergoglios „Warnung“ ist dafür wohl ein Beleg.
    Aufmerksam sein, sich nicht einlullen und foppen lassen, Gemütsruhe bewahren- und den Rest erledigt der Gegner selbst.

  10. Die Ausführungen von Giuseppe Nardi erscheinen mir sehr plausibel.
    Das was wir in den letzten Jahrzehnten erlebt haben und was eben jetzt besonders sichtbar wird, ist in Offb. 8-13 sehr deutlich beschrieben. Zudem möge man sich bitte die Fatima-Botschaft mal wieder vor Augen halten: Falls die Weihe Russland an das Unbefleckte Herz Mariens ausbleiben würde, würden sich der militante Atheismus in Form von Kommunismus rsp. Sozialismus in der ganzen Welt ausbreiten, so hat es die Gottesmutter in Fatima vorhergesagt… und genau so ist es gekommen! Das, was wir jetzt sehen, ist ganz klar der Kampf der Kirche gegen den feuerroten Drachen, den atheistischen Kommunismus bzw. Sozialismus in Verbund mit Freimaurerei und Kirchenfreimaurerei, die bis in die höchsten Ränge der Kirche vorgedrungen sind. Das Wirken der Letztgenannten hat niemand deutlicher beschrieben als Anna Katharina Emmerick. Jeder, der ihre Schauungen kennt, muss geradezu bestürzt und ergriffen sein wegen der immer offensichtlicher werdenden Tatsache, dass es innerhalb der Kirche unzweifelhaft dunkle Bestrebungen und Machenschaften gibt, die kath. Kirche zu einer Menschmachwerkskirche umzugestalten, unter Beihilfe nicht weniger Priester, Bischöfe und Kardinäle. Wann das passieren wird? Auch hier scheinen mir die Schauungen der Anna Katharina Emmerick einen sehr eindeutigen Hinweis zu liefern: sie weisen hin auf unsere Zeit mit den momentan zwei Päpsten!

  11. @Galilei: Genug der Worte. Ich möchte nicht mehr mit Ihnen dazu diskutieren, es scheint zwecklos. Aber lesen Sie mit tiefem Ernst das Buch: „SIE HABEN IHN ENTTHRONT – Vom Liberalismus zur Apostasie – Die Tragödie des Konzils (von Marcel Lefebvre), Priesterbruderschaft St.Pius X. 1988. Erstausgabe.

    • Da gab es ein Konzil – mit dem Papst die oberste Authorität der Kirche. Und weil Erzbischof Lefebvre mit seiner Meinung nicht durchgekommen ist, hat er sich gegen die Beschlüsse des Konzils gewandt. Diese Beschlüsse wurden alle mit überwältigender Mehrheit gefasst. Es ist unbeschreiblicher Hochmut zu behaupten, der Hl. Geist und die Wahrheit waren nicht bei der großen Konzilsmehrheit und beim Papst, sondern bei der ganz kleinen Minderheit, zu der Erzbischof Lefebvre gehört hat (man lese nur die Abstimmungsergebnisse nach). Und jetzt sagen Sie nicht, dass die Kirche keine Demokratie ist und man die Wahrheit nicht mit Mehrheitsbeschlüssen dekretieren kann. Dann wäre die gesamte Konstitution der Kirche von Anfang an falsch, dann alle wesentlichen Entscheidungen über Glaubenswahrheiten wurden durch Mehrheitsbeschlüsse auf Konzilien gefällt.
      Aber wenn dann etwas kommt wie auf dem Vatikanum II, das einem nicht passt, dann gilt plötzlich das jahrhundertealte System nicht mehr. Welch unglaubliche Vermessenheit!

      • Ich stimme Ihnen zwar nicht zu, weil man doch die Frage der entstandenen Widersprüche nicht damit lösen kann, dass der Hl. Geist sowohl das eine als auch dessen Widerspruch inspirieren kann.
        Wie das Vat. I aber feststellte, darf es keine logischen Widersprüche zwischen Offenbarung und Vernunft geben (in „Dei filius“).
        Das dürfte für die einen das Problem sein – für mich zum Beispiel.
        Für viele andere liegt aber der Hass gegen das Vaticanum II auf der bloßen Ressentiment-Ebene. Und dementsprechend keilen sie hier auch herum.
        Ich rate Ihnen, von diesem FSSPX-Lager – jedenfalls von sehr sehr vielen dort – keine gesittete Debatte zu erwarten. Die haben zum großen Teil weder Anstand noch Benimm. Leider ist das für mich Resultat der würdelosen Keifereien hier.

      • Sie vergessen bei Ihre Argumentation, werter Galilei, dass das Zweite Vaticanum im Unterschied zu allen anderen Konzilien der Kirchengeschichte per Selbstdefinition ein rein pastorales war und daher kein einziges verbindlich zu glaubendes Dokument verabschiedet hat. Vermutlich war man sich des Heiligen Geistes nicht ganz so sicher, bei all dem Geschwurbel, was man, fortschittstrunken, dort verabschiedet hat. Deshalb ist es auch legitim, sich im Gewissen gegen diese Dokumente und vor allem gegen deren Interpretation im „Geiste des Konzils“ zu stellen, der nun wirklich nicht der Heilige Geist gewesen ist, wie 50 Jahre später, für alle unverkennbar, die Früchte zeigen.

        „Würdelose Keifereien“!? Das sagt die Richtige!

  12. Womöglich besteht einmal mehr die Gefahr auch darin, für bestimmte Fragenkomplexe einen ang. „Mittelweg“ vorschlagen zu wollen. Freilich hat Papst Pius IX. bereits im 19. Jahrhundert deutlich davor gewarnt:

    -
    „In diesen Zeiten der Verwirrung und der Unruhe sieht man nicht selten Gläubige, Katholiken, 
    ja es gibt sie selbst unter den Weltgeistlichen und in den Klöstern, die immer Worte des Mittelwegs, der Versöhnung, des Kompromisses auf den Lippen haben.
    Nun, ich zögere nicht zu erklären: diese Männer sind im Irrtum, und ich sehe sie nicht als die ungefährlichsten Feinde der Kirche an. Wir leben in einer verdorbenen und widerlichen Atmosphäre; schützen wir uns dagegen; lassen wir uns nicht durch falsche Lehren 
    verderben, die unter dem Vorwand, alles zu retten, alles verlieren.“
    -

  13. Die Warnung vor „konspirativer Hermeneutik“ kann ja letztendlich nur bedeuten, dass Bergolio langsam bewusst wird, dass die Thesen Kardinal Kasper den meisten Bischöfen der Weltkirche als das erscheinen, was sie sind, eine theologische Bankrotterklärung, die nur dazu führen kann, dass die katholische Kirche, folgte sie diesem theologischen Relativismus, sich immer weiter marginalisiert. Kaspers ökumenisches Projekt läuft doch darauf hinaus, die katholische Kirche in den Protestantismus aufgehen zu lassen. Ein paar katholische Relikte möchte man in der DBK noch wahren, so die Vermögen des Bischöflichen Stuhls z.B.. aber ansonsten soll der Geist des Subjektiven Einzug in Liturgie und Glaube nehmen, wie er ja dies ja seit 500 Jahren bei den Protestanten genommen hat, mit den sichtbaren Folgen einer „Kirche“ die vom Charakter eines Taubenzüchterverein nur marginal zu unterscheiden ist.

    Mit dem Verweis auf seine Autorität wird Papst Franziskus kein Vertrauen schaffen, denn er stellt die Lehrautorität des Papstes gegen die Autorität der überzeitlichen Lehre. Aus dem Wahrer der Lehre würde, wenn sich Kardinal Kasper durchsetzte, der Beseitiger der Lehre und damit des authentischen katholischen Glaubens. Dass dies für die katholische Kirche nur katastrophale Folgen haben könnte, ist gar nicht zu bestreiten.

    Und wenn, dann hätte Papst Franziskus seine Warnung an die Adresse von Danneels und Kasper richten müssen, die ja nun eindeutig im Konspirativen agieren, sich damit sogar noch brüsten. Nur kann dies Papst Franziskus nicht, weil Kardinal Kasper und Danneels öffentlich den Eindruck erweckten, als verdanke er ihnen, heute Papst zu sein.

  14. Gerade lese ich das neue, sehr interessante Büchlein: „Victor quia victima. Wie man einen Bischof zu Fall bringt“ von Ildefons Maria Fux, in dem er minutiös nachweist, dass schon die Causa Groer von linksliberalen konspirativen Kreisen in der Kirche nur benutzt wurde, um in Wahrheit die Morallehre der Kirche, wie sie von Johannes Paul II. in aller Entschlossenheit und in gefährlicher Logik vertreten wurde, zu desavouieren. Schon damals ging es bei jener Hetzjagd im Grunde nur darum, die Anliegen (kirchliche Akzeptanz und Gutheißung dekadenter westlicher Lebensformen) für Österreich durchzudrücken, die jetzt von Bergoglio, Kasper und seinen Netzwerkern im Namen einer falschen Barmherzigkeit und Abnick-Pastoral und sicher unter dem Druck weltlicher Mächte und Gewalten der Weltkirche verordent werden sollen. Man kann also sehen, welche Fortschritte diese Fraktion seit 1995 gemacht hat. Die Eroberung des Papststuhls durch einen Vertreter dieses Lagers war das Husarenstück, mit dem man die lehr- und romtreuen Katholiken zu verwirren und an der Nase herumzuführen trachtet. Die einzige Rettung ist nun mehr, dieser Manipulation entschlossen zu widerstehen und dem Okkupanten, sollte er die Lehre der Kirche angreifen (was er durch die Einführung einer „Scheidung auf Katholisch“ in meinen Augen längst getan hat), nicht zu folgen ohne dabei allerdings den Papst-Primat als solchen in Frage zu stellen, wie das hier im Forum einige tun.

    • Lieber hicesthodie,

      ich kenne viele Details der Causa Groer. Was hier behauptet wird, ist – gelinde gesagt – Schwachsinn. Dass Groer von linksliberalen Kräften benützt wurde, kann nur jemand wie P. Dr. Ildefons Fux OSB, Benediktiner des Priorates St. Josef in Maria Roggendorf (vormals Diösesane der Erzdiözese Wien, dann Benediktiner des Stiftes Göttweig nach Eintritt gemeinsam mit Groer, dann ausgetreten und Diözesane von St. Pölten, später unter Erzbischof Groer Bischofsvikar in Wien für die Orden und jetzt wieder Benediktiner nach neuerlichem Noviziat) behaupten, der zu den ganz wenigen Insidern gehört, die einfach die Realität nicht zur Kenntnis nehmen wollen und ihr restliches Leben offensichtlich mit dem Versuch verbringen, Groer zu rehabilitieren. Das wird nicht gelingen, denn Groer ist leider nicht unschuldig.
      PS: Den Papst-Primat nicht in Frage zu stellen und gleichzeitig Franziskus nicht zu folgen ist allerdings ein logisches Kunststück.

      • Ach ja!? Schade, dass Sie dann mit keinem Detail aufwarten und Pech für Sie, dass Hw. Fux seine „Behauptungen“ sämtlich mit nachprüfbaren Quellen belegt, ab S. 70 Kapitel: Hintergründe nachzulesen. (Lesen, bevor man plappert!) Wenn sich Hw. Fux in der Tat der Rehabilitierung Goers widmet, so ist das sein gutes Recht und aller Ehren wert, denn dass bei dieser aufgeregten Hetzkampagne Groer Unrecht geschah, indem ihm bspw. die einfachsten rechtsstaatlichen Prämissen, wie etwa die Unschuldvermutung, versagt blieb, wer wollte das leugnen!? Und, gesetzt den Fall, es wäre wirklich etwas dran, an den Behauptungen dieses obskuren Hartmann, wo bleibt dann ihr bergoglionisches: „Who am I to judge that Person?“ Nunja, die linksliberale Kamarilla in Kirche und Welt hat ja den Kampf für die gesellschaftliche Akzeptanz der Pädophilie von ihrer Agenda genommen, als man merkte, dass sich unliebsame kirchliche Amtsträger und die Sexualmoral der Kirche selbst mittels Missbrauchsskandalen leicht an den Pranger stellen lassen. Wäre das nicht geschehen, würden sich heute bereits Pädophile einer ähnlichen Wertschätzung erfreuen wie Homosexuelle. Nunja, aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, gell!
        PS: Was soll daran Kunststück sein, wenn ein Papst aufhört Papst zu sein, indem er sich objektiv von Schrift und Tradition der Kirche entfernt. Der päpstliche Primat greift nunmal nur bei einem Amtsträger, der seines Amtes in rechter Weise obwaltet. Nunja, wenn ihnen diese Logik zu hoch ist, kann ich daran auch nichts ändern!

      • Verehrter @ Galilei,
        ich stimme Ihnen in allem, was Sie hier schreiben zu. Sie schreiben das alles sehr unaufgeregt, die Reaktionen sprechen für sich. Auf dieser erschreckend abstrusen und zugleich lustigen Seite erlebt man ja jeden Tag die herrlichsten Dinge. Von Blitzen und Nebeln am Petersplatz, über geheime Fingerstellungen von Papst Franziskus, versteckte Brustkreuze und ähnlichem Zinnober, bis zu Geheimkonferenzen, die dankenswerterweise von kath.info aufgedeckt werden.
        Dabei gäbe es Dinge, die man durchaus vernünftig diskutieren könnte.

    • … wie kann man als Papst, „in aller Entschlossenheit und gefährlicher Logik“ die Lehre der Kirche vertreten?

      Das wird ja immer bunter hier!

      • Nun gut, um Ihrem schnellen Intellekt zu genügen, hätte ich wahrscheinlich formulieren sollen: „in aller Entschlossenheit und mit bezwingender Logik..“.

        Und wenn es Ihnen hier zu bunt wird, steht es Ihnen frei, sich zu trollen, oder etwa nicht!?

  15. Wer die Geschichte des 2. Vatikanums von Roberto de Mattei gelesen hat, braucht vor einer konspirativen Hermeneutik nicht mehr gewarnt zu werden, weil er weiß, dass es diese Konspirationen gibt. Auch dort haben Teilnehmer mit verteilten Rollen aber in Absprache agiert, um das Konzil in ihre Richtung zu lenken.

  16. @Galilei: Gerade Sie haben es nötig,hier von „unglaubliche Vermessenheit“ zu schwafeln`! Ihre despektierliche Art wie Sie über Erzbischof Levebvre schwadronieren, das ist mehr als dreist. Ich habe Ihnen hier vorher AUSDRÜCKLICH gesagt, dass ich nicht die geringste Lust verspüre, mit Ihnen zu diskutieren, das Sie ja alles verdrehen und pharisäerhaft die Moralinkeule schwingen. Das ist wirklich Dreist. Das ist gelinde gesagt eine ungeheure Vermessenheit. Das Ausrufzeichen, das sie hier verwenden, das entspricht Ihrem Stil-, so reden die Vertreter der Konzilssekte. Ohren zu und durch, nicht? Vogelstrauss-Politik nennt man dies. Und das Buch das ich erwähnte, das Sie mit tiefem Ernst lesen sollten, „SIE HABEN IHN ENTTHRONT – Vom Liberalismus zur Apostasie Die Tragödie des Konzils“, ich wette, dass Sie sich nicht einmal die „Mühe“ gemacht haben, es in die Hand zu nehmen und zu lesen. Das wollen Sie nicht. Ich vermutete es schon die ganze Zeit, dass Sie und gewisse andere, keine ernstzunehmende Argumente ins Feld führen können. Aber Anstand ist für Sie ein Frendwort. Mich jedenfalls können Sie nicht überzeugen und schon gar nicht „bekehren“. Und im übrigen habe ich noch was besseres vor, als dass ich mich von Ihren Statements, die wertvolle Zeit vertrödeln lassen muss!

    • Liebe Leser,

      lesen Sie bitte mein Statement und dann das von Leone und urteilen Sie selbst, wer sich hier im Ton vergriffen hat. Leone ist ein Meister in untergriffigen Anschuldigungen und Unterstellungen. Es schreibt, er will mit mir nicht diskutieren, antwortet dann aber doch, leider in sehr unhöflicher und beleidigender Form.
      Ich habe versucht, meine Sicht von Lefebvre und dem II. Vat. Konzil darzulegen. Meine Absicht war nicht, irgend jemand zu beleidigen. Sollte jemand das Gefühl haben, dass ich despektierlich über Erzbischof Lefebvre geschrieben haben, bitte ich um Verzeihung, aber ich weiss nicht recht, wie ich meine Meinung anders ausdrücken soll.
      Es ist eine geschichtliche Tatsache, dass Lefebvre mit seiner Meinung in der Minderheit geblieben ist und es ist ebenso eine geschichtliche Tatsache, dass er einige Aussagen des Konzils (Religionsfreiheit, Liturgie etc.) abgelehnt hat und dies letztlich zur Kirchenspaltung geführt hat.
      Hochmut und Vermessenheit habe ich nicht ihm unterstellt (obwohl man das durchaus auch auf ihn anwenden könnte, das passt letztlich auf alle Häretiker), sondern Leone, und dabei bleibe ich auch. Und ich fühle mich bestätigt, wenn ich seine Antwort lese.

      • @ Galilei:

        Zunächst zur Vermeidung von Mißverständnissen: Es ist mehr als zweifelhaft, ob jemand, der die rechtgläubigen Repliken auf die Thesen des von Leone erwähnten Buches (z.B. diejenigen von Brian Harrison, Thomas Pink) zur Kenntnis genommen hat, auf den Thesen Lefebvres beharren kann – zumindest, insofern in letzteren die Unvereinbarkeit von überlieferter Lehre und den betreffenden Aussagen des letzten Vatikanischen Konzils behauptet wird.

        Nach dieser Vorbemerkung erlaube ich mir den Hinweis, daß Sie noch viel weitgehendere Brüche in der Lehrentwicklung für möglich zu halten scheinen, als Erzbischof Lefebvre sie für gegeben hielt. Letzterem wäre es nicht einmal im Traum eingefallen, unveränderliche Lehren der vom Hl. Geist in allen (!) Jahrhunderten geleiteten Kirche für „vom Hl. Geist überholbar“ zu halten

        Übrigens gehen Sie selbst nicht etwa nur mit diesem oder jenem Leserkommentar, sondern mit kirchlichen Lehren in offen verächtlicher Weise um : Sie zeihen die Römische Kirche und deren gesamte Tradition der „Gesetzeshörigkeit“ und des „Rigorismus“ – despektierlicher geht es wirklich nicht! Zugleich pochen Sie für die von Ihnen gewünschten „Reformen“ auf den Päpstlichen Primat – als ob es diesen nicht schon vor der jetzigen Synode gegeben hätte und Träger dieses Primats die jetzt von Leuten wie Kasper aufgeworfenen „Fragen“ nicht längst beantwortet hätten. – Indes kann dieser Selbstwiderspruch nicht weiter verwundern. Demjenigen, der -wie z.B.Kasper- Wahrheit für einen „Pozeß“ hält, sind die Gesetze logischen Denkens ohnehin völlig abhandengekommen. (Womöglich hält er ja auch ein Denken gemäß den Prinzipien der Logik für „Gesetzeshörigkeit“ – dann wäre allerdings nur noch auf medizinischem Niveau Abhilfe möglich).

        Noch eine allgemeine Bemerkung zur ständigen Inanspruchnahme des Hl. Geistes für dies und jenes: Es erweckt stark den Eindruck, daß manche das Wirken des Hl. Geistes als merkwürdiges, emotionales Fluidum sehen, das durchaus auch widersprüchliche Ergebnisse zeitigen kann – je nach historischer Situation bzw. medial gesteuerter Öffentlichkeitswahrnehmung. Daß dies sentimentaler und interessengeleiteter -und darüberhihaus blasphemischer- Nonsens ist, liegt offen zutage. Wozu ist in Wirklichkeit der Hl. Geist dem Papst -und selbstverständlich auch den unter ihm stehenden Bischöfe- verheißen? „Den Nachfolgern des Petrus wurde der Hl. Geist nämlich nicht verheißen, damit sie durch Offenbarung“ (Anm.: Natürlich noch viel weniger durch weichliches Nachgeben gegenüber moralisch defizitären Formen der Lebensführung) „eine neue Lehre ans Licht brächten, sondern damit sie mit seinem Beistand die durch die Apostel überlieferte Offenbarung“ (!) “ bzw. die Hinterlassenschaft des Glaubens heilig bewahrten“ (!) „und getreu“ (!) „auslegten.“ (Vat. I, Const. Dogm. „Pastor aeternus“). Mit anderen Worten: Wer offensichtlich neue Lehren einführt -z.B. die Thesen Kaspers-kann sich dafür nicht auf den Hl. Geist berufen.

  17. Franzel sagte am 9. Oktober 2015 um 19:27
    „Die Weihe Rußlands wurde am 25.03.1984 von Papst Johannes Paul II. vollzogen. Und Maria handelte- der gesamte Ostblock fiel in sich zusammen: so etwas gabs in der ganzen Menschheitsgeschichte noch nie, auch wenn mans ignoriert..“

    Die Weihe Rußlands wurde am 25.03.1984 von Johannes Paul II. NICHT vollzogen. Sie wurde weder am 7. Juni 1981, noch am 12. Mai 1982, noch im Oktober 1983 von ihm vollzogen. Darüber hinaus hat die Muttergottes auch nichts von „viermaliger Weihe“ gesprochen. Sie wollte nicht die Weihe der Welt, sie wollte keinen „Vertrauensakt“, sie wollte ausdrücklich im Weihegebet die Erwähnung „Rußland“ und sie forderte ausdrücklich, die Weihe „in Einheit mit den Bischöfen“ zu vollziehen. Sie wollte also keine Weihe im Alleingang. Alle Bischöfe der Welt hätten ihre Gläubigen unterrichten müssen für einen speziellen Tag, an dem diese Weihe von ihnen vollzogen wird, so daß diese auf eine bestimmte Weise hätten daran teilnehmen können. Weihe nicht als „Vertrauensakt“, sondern als Akt der Hingabe, als Opfergabe, als Übergabe der weltlichen Macht in ihre Macht.

    Darüber hinaus: Nichts fiel zusammen und nichts hat sich bekehrt. Deswegen haben wir bis heute Krieg, Entzweiungen, Feindschaften und Zwiespalt.

    Welche „Fehler“ die westlichen Politiker machen findet hier kein Gewicht. Den unverantwortlichen Fehler des Unterlassens und damit die unvergebbare Schuld hat das neomodernistische Rom, haben die neomodernistischen Bischöfe auf sich geladen.

    • Und ob die Weltweihe in gültiger Weise am 25.03.1984 vom hl. Papst JP II. vollzogen worden war!. Nach dieser Weihe stürzte in kürzester Zeit der Ostblock zusammen. Das war und ist menschlich gesehen ein Ding der Unmöglichkeit (gewesen).
      Denn der Kommunismus beruhte auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, daß er das Endprodukt aller menschlichen Geschichte und Entwicklung sei.
      Entschuldigung: sie ignorieren die Dinge und haben nicht mal eine Ahnung von dem Heilshandeln Gottes, der Geschichte und den Ideologien wie dem wissenschaftlichen Marxismus-Leninismus.
      Maria aber hatte nach der Weihe an ihr Unbeflecktes Herz gehandelt.

      • @ Franzl
        Bitte gestatten Sie mir den Hinweis, dass Makariel die Fakten betreffend Fatima/Weiheforderung der Gottesmutter RICHTIG dargelegt hat. Alle Ausführungen von Makariel sind sachrichtig, einschließlich seiner Feststellung:
        „Darüber hinaus: Nichts fiel zusammen und nichts hat sich bekehrt. Deswegen haben wir bis heute Krieg, Entzweiungen, Feindschaften und Zwiespalt.“

        Es ist für uns Katholiken äußerst wichtig, ja heils-wichtig unter dem aktuellen Franziskus Pontifikat, alles was die Fatima-Botschaften und Forderungen Mariens betrifft, vollinhaltlich richtig zu kennen/zu wissen.

  18. @ Zeitschnur
    ihren diversen Beiträgen kann ich nicht folgen, derweil Sie schreiben:
    Der Papst ist niemandem Rechenschaft schuldig und vor allem kann nur er beurteilen, ob er in der Tradition steht – so wurde es gegen Ende des 19. Jh zementiert. Diese Aussage ist nicht nachvollziehbar. Jeder Papst ist dem, der ihn berufen hat, nämlich unserem Herren Jesus Christus Rechenschaft schuldig, so wie sie und ich. Jeder Papst kann sich aber auch in seiner Lehre der Erkenntnis des hl. Geistes widersetzen und gegen den Geist sündigen oder -wie die Bibel schreibt- lästern. Er ist in vollen Besitz des freien Willens und kann sich ausgestattet mit dem freien Willen auch Gott und seiner Lehre widersetzen. In diesem Bewusstsein kann und muss ich päpstliche Entscheidungen auch hinterfragen können, vor allem dann, wenn sie mit der bisherigen Lehre erkennbar nicht übereinstimmen. Im aktuellen Pontifikat fühle ich mich aufgrund meiner oben definierten Überzeugung sehr gefordert. Ich erkenne die Wahrheit, aufgrund derer ich gläubig bin, nicht – oder nur im Zerrspiegel – wieder. Wer ist dieser Franziskus? und wo will er die Kirche hinführen? Haben Sie eine Antwort, die die Zielrichtung angibt? Und entspricht diese Richtung auch der Zielsetzung unseres Herren oder geht er eigene Wege?

  19. @Zeitschnur
    haben Sie Mt 7,6 gelesen? Mit Gruss und einem Röschen, auch wenn ich nicht immer mit Ihnen einig gehe.

  20. Entschuldigung @C.Eckstein: es dreht sich bei der Weltweihe am 15.03.1984 um F A K T E N.
    Und die Ergebnsisse sind ja bekannt außer bei Verweigeren wie Ihnen.
    Haben Sie den Fall des Ostblocks verschlafen? Sind Sie noch nie in Berlin gewesen, am Brandenburger Tor? Gibts die Mauer noch oder nicht? Schauen Sie mal auf den Atlas wo die Sowjetunion liegt. Es gibt sie nicht mehr.

    Sie beide beleidigen die Muttergottes in schwerer Weise- das muß man sagen. Denn sie hat gehandelt und all das zuwege gebracht was seitdem passiert ist.

  21. „Papst Franziskus warnt vor konspirativer Hermeneutik“ – bereits am zweiten Tage der Synode.

    Das „Erfreuliche“ an dieser Meldung ist, daß Bergoglio nun anscheinend begriffen hat, daß die von ihm angezettelte Konspiration -wenn man das zwar hinterhältige, aber plumpe Taktieren denn so nennen will- bemerkt worden ist. Und zwar nicht nur von ein paar „Bloggern“ o.ä., sondern von maßgeblichen Persönlichkeiten. Die Synode beginnt für ihn zu einer Peinlichkeit zu werden, die er jedoch nicht, auch wenn er dies meint, mit ein paar Gemeinplätzen aus der Welt schaffen kann.

  22. Als reformatorischem Christen erschreckt es mich, wieviel hier mit der Sakramentalität der Ehe zur Disposition zu stehen und wie flach die Diskussion zu sein scheint. Ich möchte ganz klar dazu sagen: Martin Luther traf seine Entscheidung, nur Taufe, Abendmahl und Beichte als Sakramente anzuerkennen, unter dem Gesichtspunkt, ob JESUS CHRISTUS, wahrer Mensch und wahrer GOTT, das selber angeordnet hatte oder sich Ordnungen der Kirche erst später entwickelten. Und so entschied er, dass die Ehe ein „weltlich Ding“ sei. Die Unauflöslichkeit der Ehe wurde von ihm nie in Frage gestellt. Sicherlich gab es das Problem, dass z.B. Phillip von Hessen zwei Ehefrauen hatte und die Reformation dies gern unter den Teppich gekehrt hätte.

    Das ändert leider nichts daran, dass wir in der Neuzeit, verknüpft mit dem Machtverlust der Kirche, eine Inflation von Scheidungen und eben auch Wiederverheiratungen haben. Wenn ich das richtig verstanden habe, kann es in einer Familiensynode doch nur um eine Neuregelung des Weges von reuigen Wiederverheirateten mit „neuen“ Familien in den Schoß der Kirche gehen. Ich habe in meinen Begegnungen mit katholischen Priestern die Erfahrung gemacht, dass sie die reformatorischen Schriften sehr viel besser verstanden hatten als reformatorische Theologen.
    Deshalb hatte ich eigentlich gedacht, in dieser Familiensynode eine viel sachlichere Diskussion, gemessen an Tradition und heiliger Schrift und von mir aus auch an den reformatorischen Schriften, vorzufinden. Insofern kann ich denn Vorwurf durchaus nachvollziehen, die Diskussion sei von unsichtbaren Mächten aus dem Hintergrund gesteuert. Es sei den man möchte diese Versammlung von gestandenen Bischöfen und Kardinälen als einen aufgescheuchten Hühnerhaufen bezeichnen.

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