Erzbischof von Aleppo: Russische Militärintervention gibt Christen Syriens „neue Hoffnung“

Erzbischof Jeanbart von Aleppo: "Putin hilft der Sache der Christen"
Erzbischof Jeanbart von Aleppo: „Putin hilft der Sache der Christen“

(Damaskus) In einem Exklusivinterview mit Radio Télevision Suisse (RTS), dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk für die Welschschweiz, sprach der Erzbischof von Aleppo, Jean-Clément Jeanbart, über die Reaktionen der syrischen Christen auf die russische Militäroffensive gegen den Islamischen Staat (IS) und zur Stützung von Staatspräsident Assad.

„Wladimir Putin hilft der Sache der Christen“, sagte der Erzbischof bei einem Aufenthalt in Genf, wo sich der UNO-Menschenrechtsrat mit dem Schicksal der syrischen Christen befaßt. Dabei, so der Erzbischof, dürfe man sich nicht darüber hinwegtäuschen, daß der russische Präsident dabei die Interessen seines Landes in der Region im Auge habe. Das gelte für alle beteiligten Staaten, auch für den Westen, an dem Erzbischof Jeanbart in der Vergangenheit bereits heftige Kritik geübt hatte.

Msgr. Jeanbart gilt auch auf internationalem Parkett als einer der führenden Vertreter der syrischen Christen. Er ist Erzbischof der mit Rom unierten Melkitischen Griechisch-Katholischen Kirche von Aleppo und Apostolischer Visitator der Melkitischen Kirche in Westeuropa.

 

Schon 2003 sagte der Erzbischof gegenüber Schweizer Medien zur Stimmung unter den Christen: „Die einen von uns haben Angst, die anderen sind der Ansicht, daß keine unmittelbare Gefahr besteht. Daß die USA etwas im Schilde führen, ist aber durchaus möglich, und wir müssen uns darauf vorbereiten, denn sie betreiben Desinformation.“

2011 brachen die Kämpfe sunnitischer Kreise gegen die syrische Regierung aus, die von islamischen Dschihad-Milizen  kontrolliert werden, wie dem Islamischen Staat (IS) und Al-Nusrah. Die Christen werden ermordet, vertrieben oder müssen sich dem demütigenden Dhimmi-System des Islam unterwerfen, das sie zu rechtlosen Menschen zweiter Klasse macht.

Auf einen solche Schritt des Westens habe man vergeblich gewartet

Der Unterschied zu anderen Staaten liege jedoch darin, daß Rußland konkret zugunsten der Christen eingreift. „Ein Schritt, auf den wir von Seiten der westlichen Staaten seit Jahren vergebens warten“, so ein Assistent des Erzbischofs im Anschluß an das Interview.

Aleppo wurde 2012 von Islamisten überrollt, die erzbischöfliche Residenz wurde geplündert. Zum Teil wurde die Stadt von Regierungstruppen zurückerobert. Dennoch lebt Msgr. Jeanbart weiterhin in seiner Stadt, die heute geteilt ist. „Das ist mein Platz“, sagt er dazu.

Die russische Militärintervention gebe den Christen Syriens „neue Hoffnung“. Wie der Erzbischof sagte, könne er im christlichen Volk diese „neue Hoffnung“ verspüren.

Auch Staatspräsident Assad habe Greuel begangen, so der Erzbischof. Angesichts der Gesamtlage und der Greueltaten der Gegenseite, halte er die Weigerung Frankreichs für „extremistisch“, sich Verhandlungen mit dem syrischen Präsidenten zu verweigern.

Jeanbarts Assistent meinte, die Christen bräuchten Verhandlungen, alle Syrer bräuchten Verhandlungen. Wer solche verzögere, schade den Christen und schade ganz Syrien.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Ora Pro Siria

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68 Comments

  1. Das ist sehr interessant. hier wurde ja gleich die intervention Rußlands verhindert. es war von anfang an falsch, die legale Regierung Syriens mit Assad an der Spitze zu bekämpfen. Was wollen seine Feinde ? Die Demokratie ? Ganz bestimmt nicht. Es geht um die Reichtümer dieses Landes, von denen hier niemand redet.

    • Reinhold @ Sie haben insofern recht, dass Sie sinngemäß sagen, die legale Regierung
      unter Assad wurde von Anfang an, jetzt schon jahrelang verteufelt und bekämpft. Die
      Medien haben durch ihre einseitigen Berichte dazu beigetragen, dass Assad als Agres-
      sor seines eigenen Volkes dargestellt wurde und wird. Niemand spricht von den bezahl-
      ten Agenten die immer wieder dafür sorgten, dass die Flamme des Hasses nicht ver-
      löschen konnte. Amerika hat mit Sicherheit seine Hände im Spiel, wie im ganzen Nahen Osten, wo ein Drama dem anderen folgt. Die Menschen und die Christen spielen in die-
      sem Reigen überhaupt keine Rolle. Der aktuelle Coup ist jetzt die Völkerwanderung mit
      den kommenden Problemen. Nur ein Träumer kann denken, dass das Zufall ist. In der
      Politik und dem Machtstreben gibt es keine Zufälle.

      • Das ist meine Richtung, die Sie treffend präzisiert haben. Indes würde ich von der Völkerwanderung nicht reden, es geht um das Milliardengeschäft der Schleuser.

  2. Die Nachrichtenlage über die Intervention Putins ist sehr widersprüchlich. Man hört dies und man hört das. Die einen sagen, er bombardiere v.a.Rebellen gegen Assad bzw. die Stadt Homs und ihr Umland – also gerade nicht das vom IS kontrollierte Gebiet.

    Der Artikel oben suggeriert, „endlich“ tue einer was „für die Christen“…

    Naja!

    Der Erzbischof oben gibt ja selbst zu, dass er auch den Motiven der Russen nicht über den Weg traut.
    Assad führt ein kriminelles Regime.
    Im Moment wird ja nicht dikutiert, dass da der wunderbare Assad ist, der unerklärlicherweise von IS-Rebellen und anderen Rebellen seines Landes beraubt wird, sondern es geht darum, wie man angesichts der verwzickten gemengelage mit lauter schlechten Möglichkeiten strategisch am besten vorgeht.
    Hamed Abdel-Samad – so habe ich ihn verstanden – würde dann eher Assad stützen, um mit dem IS fertigzuwerden. Aber nicht, weil Assad okay wäre.
    Wie „legal“ die Regierung Assad ist, müssen andere prüfen, Leute, die etwas von Völkerrecht und Staatrecht verstehen. Aber generell wird eine Diktatur nicht dadurch legal, dass sie schon lange andauert und von einem schlimmen Vater auf einen ebenso schlimmen Sohn „vererbt“ wurde…
    Man muss sich dann nur fragen, warum lange vor dem IS schon so viele christliche Syrer nach Europa flohen, und warum sie ein Manifest gegen das Assad-Regime verfasst haben: http://www.deutschlandfunk.de/syrien-praesident-assad-tritt-als-beschuetzer-der-christen.886.de.html?dram:article_id=285082

    Hier eine Kostprobe aus diesem Artikel – zum Weiterlesen empfohlen:

    „Der Staatspräsident muss in Syrien laut Verfassung ein Muslim sein. Und über die extremen Menschenrechtsverletzungen des Assad-Regimes, über Willkürhaft und Folter in den Gefängnissen mussten die geistlichen Oberhäupter der syrischen Christen immer schweigen. Marwan Khoury:

    „Insgesamt gibt es leider viele Bischöfe und christliche Würdenträger, die Teil des syrischen Regimes sind. Das sind Leute, die vom Regime profitieren.“

    Samir Matar geht noch weiter: Alle Geistlichen in Syrien seien direkt mit dem Geheimdienst verbandelt gewesen. Wer sich dem Assad-Regime nicht beugte, der riskierte seine Existenz und sein Leben – auch als Christ, betont der Journalist:

    „Einige Kirchenvertreter waren mutig und trugen Verantwortung, doch leider wurden sie vom Regime bekämpft. Ein Beispiel dafür ist die Ermordung des Priesters Bassilius Nassar in Hama 2012. „“

    • Assad führt doch kein kriminelles Regime. Sie reden einfach dem Mainstream nach.
      Das ist Untertansdenken, das Sie hier verbreiten, Untertan der Medienobrigkeit.

      • Sie reden Blödsinn und unterstellen mir Dinge, die ich nicht gesagt habe – wo bitte habe ich von den „ach so guten Rebellen“ gesprochen?

        Ich sprach von drei schlechten Möglichkeiten.

        Sind Sie inzwischen auch auf der Ebene gelandet, wo Sie, wenn ich sage: „Ich halte A für falsch!“ anschließend herumposaunen und ein großens polemisches Pfauenrad schlagen, ich hätte gesagt „Ich halte A für wahr“?

        Das dauernde dümmliche Gehetze gegen die Mainstreammedien ist mir zu blöd – vor allem, wenn ich dann die paranoiden „freien“ Medien im Internet zur Kenntnis gebracht bekomme, die eine Art freiwillige Gehirnwäsche betreiben und völlig ungebremst ihrerseits ihre Ideologien verbreiten….
        Da hat man die Wahl zwischen Pest und Cholera.

        Deshalb ist aber auch nicht automatisch alles falsch, was berichtet wird…

        Im übrigen – was habe ich denn oben gesagt über das Statement Abdel-Samads, dem ich weitgehend Glauben schenke?
        Na?

      • 1. Sie reden Blödsinn, indem SIE mir unterstellen, ich hätte Ihnen etwas unterstellt. Ich pflege, Zitate zu kennzeichnen.

        2. Ich habe meinen Standort nicht geändert.

        3. Ebenfalls unsorgfältig gelesen: ich schrieb „nicht ausschließlich […] MSM“.

        4. Obwohl ich Ihre Schreibe äußerst schätze, mach ich nicht den Papagei, Gnädigste!

        Schließlich: bitte zurück auf die Sachebene – danke.

      • Wer spricht von „Papagei“?
        It’s all in your head!
        Sie schrieben von den „ach so guten Rebellen“ als Antwort auf mich und als Korrektur.
        Ich habe aber nirgends von „guten Rebellen“ gesprochen. Warum unterlegen Sie es dann mir?

        Stehen Sie doch zu dem, was Sie schreiben, auch wenn Sie es hernach zurücknehmen.

      • Nachtrag: Auch in diesem Kommentar von heute in der NZZ sieht es nicht gut aus für den hl. Putin und seine Intervention:

        http://www.nzz.ch/meinung/kommentare/putins-flucht-aus-der-sackgasse-1.18626802

        Man kann natürlich sagen, das sei alles gelogen, aber wer will es beweisen, dass es gelogen ist?
        Assad ist erklärtermaßen Putins Verbündeter. Und ein Sturz Assads würde Russland den Einfluss auf Syrien bleibend nehmen. Daher bombardiert er auch hauptsächlich die weiter im Westen operierenden Anti-Assad-Rebellen und zu einem weitaus geringeren Teil den IS.

      • Und noch ein Nachtrag:

        Laut Abendnachrichten rückt der IS aber gerade auf Aleppo vor. Putins Bombardements gegen die Rebellen helfen demnach, wenn das so stimmt erst mal dem IS, dessen besetzte Gebiete zu erobern.

      • Es ist nicht Russland, das einen von Tunesien bis zu Ägypten resp. eben Syrien wütenden „arabischen Frühling“ ausgelöst und unterstützt hat.

        Selbstverständlich hat Putin in Syrien russische Interessen im Auge, schließlich sind die Grenzen beider Länder nur 600km entfernt. Außerdem liegt in Syrien der einzige russische Mittelmeerstützpunkt.

        Zur Erinnerung: Einer der Bundesverteidigungsminister schwadronierte einst, dass die BRD am Hindukusch verteidigt werde.

        Eigene Interessen zu vertreten ist in Deutschland natürlich gaaanz verwerflich. Schließlich ist eine Bundestagsvizepräsidentin sogar stolz darauf, die ggw. Flüchtlingspolitik nach dem Beispiel Kohls bei der Euro-Einführung wider die Bevölkerung durchzusetzen.
        http://www.weltwoche.ch/weiche/hinweisgesperrt.html?hidID=555175

      • Nach Platon ist die Demokratie nicht die Staatsform par excellence (wie übrigens keine wie auch immer!), zumal sie zur Tyrannei verleitet. Wir erleben das ab und zu auch in der CH, oft in verdünnter Form. Danke @ Leo Laemmlein!

      • @ Leo Lämmlein

        Solche Kommentare sind einfach nur absurd – ist etwa die Diktatur „biblische Lehre“?

        Und wenn Sie schon meinen, dazu etwas sagen zu sollen, dann informieren Sie doch erst, was die Kirche dazu tatsächlich reflektiert hat (ein Dogma gibt es hierzu allerdings sowieso nicht – wie auch!).

        Nach Thomas ist die Demokratie immerhin unten guten Staatsformen immer noch subsumiert, wenn er sie auch nicht als die beste ansieht.

        „Tyrannei“ aber sieht er als größte Gefahr der Monarchie – nicht der Demokratie.

        Er reflektiert auch über das Recht, sich eines Tyrannen zu entledigen – als eines Rechtes, das aber geordnet ausgeführt werden muss.

        Dieser Bewertung der Staatsformen schließt sich auch Leo XIII. an, ebenso Pius X, ebenso Pius XI, ebenso Pius XII.

  3. Erzbischof Jeanbart in einem Interview im Jahre 2011 (!):
    -
    „Die internationalen Medien stellen die syrische Wirklichkeit nicht ehrlich dar, sie werfen Öl ins Feuer.
    Die syrischen Christen (rund 10% der Bevölkerung) leben mittlerweile in Angst und Schrecken leben. Im Falle einen Umsturzes ist die Zukunft der Minderheiten in Syrien generell in Gefahr, da die Regierung dann in die Hände der Islamisten fallen würde.

    In Homs seien bereits Dutzende Christen durch Aufständische ermordet worden, was zu ihrer Abwanderung aus einigen Vierteln führte.
    Mittlerweile werden Leute von Gangstern am hellen Tag getötet oder gekidnappt, um hohe Lösegelder zu fordern.
    Früher gab es noch Sicherheit; jetzt verlassen die Christen, die es sich leisten können, das Land.

    Allein ein aufrichtiger Dialog kann das Land aus der Katastrophe retten, aber die von den amtierenden Machthabern angekündigten Reformen lassen auf sich warten und die Opposition weigert sich, zu verhandeln.
    […]
    Die internationalen Medien sind in ihrer überwiegenden Mehrheit gegen die syrische Regierung und verbreitensehr oft falsche Nachrichten über die Realität seines Landes. 
    [….]
    Die Medien reden nicht über die Unterwanderungen in Syrien durch Extremisten und durch Söldner, die aus der Türkei, aus dem Irak, aus Jordanien, aus Libyen, aus Pakistan und aus dem Kreis alter Afghanistankämpfer kommen. …
    Wir sehen, wie von außen der Westen erbittert gegen unseren Präsidenten kämpft und im Innern bewaffnete islamistische Gruppen, die in gewisse Zonen des Landes kommen und Tod und Entsetzen säen. Leider sind schon mehrere Tausend unschuldige Zivilisten sowie Militärs – mindestens 2000 Soldaten, Polizisten und einfache Zivilisten – Opfer des Hasses und der Feindseligkeit dieser Gruppen geworden. Oft wurden sie brutal gefoltert, verstümmelt und getötet“. 

    Er ist wahr, dass die große Mehrheit der Syrer und voran die Christen, grundlegende, tiefe Reformen und Veränderungen in der Regierung des Landes fordern an erster Stelle, den Wegfall der Diktatur der Einheitspartei und eine auf wahrer Freiheit errichtete Demokratie, die die unveräußerlichen Rechte aller respektiert.
    Aber es ist genauso wahr, dass sehr wenige Syrer eine plötzliche Veränderung wünschen, die das Land in ein Blutbad, in ein katastrophales Vakuum und eine große Verzweiflung zu stürzen droht.“
    -

    Der Hochachtung verdienende Erzbischof von Aleppo in einem Schreiben an „Kirche in Not“ im Jahre 2015 über die Not der verbliebenen Gläubigen und seinen Beistand für sie:

    -
    „Lasst mich mit meinem Volk weinen, das vergewaltigt und dahingemordet wird. Lasst mich den vielen Familien in Aleppo beistehen, die ihre Toten beklagen“
    -

  4. Es ist sehr lobenswert, daß Rußland der von den fanatischen Mohammedanern und ihrem internationalen Dschihadismus bedrängten syrischen Regierung zu Hilfe eilt und seinen Bündner Präsident Dr. Baschar al-Assad stützt und rüstet. Nicht minder löblich das Engagement der Kirche Rußlands für die so gefährdeten Christgläubigen der Levante. In vielen Städten Rußlands finden Sammlungen statt, deren Erlös ausschließlich den Christgläubigen zu gute kommt. Sowohl für humanitäre Ausstattung als auch für die Bewaffnung christlicher Selbstverteidigungsmilizen.
    Da Frankreich bis in die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts primäre Schutzmacht der levantinischen Christengemeinde war ist deren Haltung in der konkreten Krise äußerst traurig und bitter.

    • Was aber, wenn es wahr ist, dass die Russen v.a. Homs und das Umland bombardieren?
      Was nützt das den syrischen Christen konkret?

      Dass die milden Gaben der russischen Menschen helfen, ist klar. Und natürlich wunderbar. Aber die militärische Strategie?

      • Das syrische Kriegstheater ist höchst komplex. Die syrische Regierung bekämpft mit Hilfe seiner Bundesgenossen Iran und Rußland den Terrorismus (dazu gehören nicht nur IS sondern auch die sog. „Rebellen“ oder „gemäßigte/moderate Islamisten“ oder „FSA“ welche durch mehrere Westliche Staaten und ihre arabischen Allierten gerüstet werden). Syrien ist geholfen wenn die legitime Regierung wieder vermehrt ihr Gewaltmonopol durchsetzten kann in Gebieten welche es auch dauerhaft halten kann, hier ist Rußland nun ihr behilflich geworden.
        Die Differenzierung zwischen IS und „Aufständischen“ ist grotesk und albern. Die mohammedanischen Mordbrenner, gegen welche die syrische Armee und beigeordnete Milizen in diesen Stunden mit russischer Luftunterstützung in einer Offensive anstürmen sind keinen Deut besser als „IS“.
        Es wäre sinnlos,.wenn Rußland IS-Gebiete vermehrt angreifen würde. Erstens ist dieses Gebiet wohl unwiederbringlich für Damaskus verloren zweitens sind die dortigen Widersacher des IS entweder selbst Islamisten oder Kurden. Aus diesen Gebieten hat sich die syr. Armee z.T. bereits vor Jahren zurückgezogen da die Regierung ihre Kräfte und Ressourcen bündeln muß. Hier wäre überhaupt kein Nutzen von Seiten Damaskus (und damit seinem russischen Verbündeten) einzugreifen wenn sich diese Fanatiker dort gegenseitig bekämpfen. Die Sache Restsyriens entscheidet sich dort wo Rußland z.Z. seine Luftschläge unternimmt nicht in Rakka oder Deir ez-Zor.

      • Das Argument, dass alles, was vom IS besetzt ist, wohl unwiederbringlich verloren ist, verstehe ich – allerdings muss man dann auch zugeben, dass einem die Christen, die dort evtl. noch leben, strategisch egal sind.

        Die Verallgemeinerung der verschiedenen Rebellengruppen – das erscheint mir nicht richtig. Sie wollen darauf hinaus, dass sie sich nur graduell unterscheiden, aber dann kann man auch das Assad-Regime – auf der ideologischen Ebene – als nur graduell davon entfernt betrachten. Schwierig.

        Dennoch: gestern war zu hören, der IS rücke gerade nach Aleppo vor. Für mich hört es sich so an, als bombten die Russen u.U. dem IS gerade den Weg frei.
        Man ma ja ideologisch zwischen „gemäßgten“ Assad-Regime-Be-Kämpfern und IS keinen grundlegenden Unterschied sehen. Aber was die politischen Interessen betrifft, muss da ein Unterschied sein, sonst kämpften sie ja nicht gegeneinander.

        Was ist also mit der Problematik, dass die Russen kontraproduktiv vorgehen?

      • Putin interesssieren weder die Rebellen noch der IS, darum braucht er auch nicht differenzieren. Er benutzt die Bomben wie man sie nutzen sollte, als Werkzeug der Kriegskunst. Wenn er einmal richtig husten würde wären die allesamt ratz fatz weg, gleiche Möglichkeit hätte die Nato wenn sie wollte, das ist eine Sache von 10 maximal 14 Tagen in ganz Syrien Ordnung zu schaffen und alles zu säubern. Also wie in dem von Madame Zeitschnur (20:06) verlinkten Artikel behauptet wird Putin hätte ein mangelndes Verständnis in Sachen Strategie kann ich nicht nachvollziehen, momentan ist er dem Rest der Welt immer um min. 3 Schachzüge voraus. Wie mal erwähnt, ich bin kein Putin Fan, aber eine gute Leistung muss man ihm atestieren. Vielleicht sollte man mal im Westen anfangen nachzudenken, warum Luftabwehrsysteme dort aufgebaut werden obwohl kein Gegner eine Luftwaffe hat, oder wieso massenhaft Nuklearsprengköpfe an die Küste dort mittels U-Boot verlegt wurden ebenfalls sind die Bombardementziele sehr klar gewählt, es sieht aus als will er sich eine Landungszone gemach aufbauen. Ich bleibe dabei er holt sich die Türkei am Ende, wie er die aus der NATO bekommt wird definitiv sein Meisterstück aber ich zweifle nicht daran das er es schafft, eine Option wäre Griechenland als Faktor NATO-Türkei-kick, sogar die USA haben solche Überlegungen ja schon in manchen Kreisen in Erwägung gezogen, da die Türkei ein eigenes Spiel da unten scheinbar spielt und für den Westen ein Risikofaktor ist. Das der Westen nichts getan hat, daran sieht man ja das hier keine Christen mehr regieren, auch wenn diese Pseudo-Kanzlerin sich mal gerne als Christin bezeichnet und das mit einer Todsünde (Maßlosigkeit) dokumentiert wie im Falle Flüchtlingsthematik.

      • Nun, strategisch geht Rußland richtig vor. Es unterstützt die syrische Regierung bei der Arrondierung ihrer Herrschaftssphäre im syrischen Kernland. Warum soll Rußland IS-Stellungen im Norden und Nordosten des Landes bombardieren? Welchen Nutzen hätte dies für die Regierung, die sich von dort weitgehend zurückziehen mußte? Das wäre Verschwendung von Ressourcen und taktisch unklug. Zermürben sich IS und „moderate Aufständische“ dort oben gegenseitig, wird dies den Druck auf die von der Regierung gehaltenen Territorien abnehmen lassen.

      • @ J.R.Ratkaj

        Fürchte, wir sind nicht in der Position, strategische Prognosen zu stellen. Ich weiß, dass viel Konservative auf Putin setzen. Bei ihm ignorieren sie alles Fragwürdige und schießen sich auf den bitterbösen Obama ein.
        Aber schon bei der Ukraine-Krise herrschte Tradi-Euphorie, von der nichts übriggeblieben ist.
        Putin ist ein Blender und Verführer, nicht anders als Obama. Er hat nur weniger Macht, und das alleine ist leider kein moralischer Ausweis.

      • @ Frau zeitschnur
        In nur einem Punkt haben Sie Recht, weder Putin noch Obama sind wahre Freunde der Christen. Putin wird sogar mit christlichen Kollateralschäden kalkulieren falls notwendig, und bezüglich der Ukraine, wurde alles aus russischer Sicht richtig gemacht, es ist wirklich westliche Verlendung zu Erwarten er hätte sich die Ukraine einverleibt, nicht mal westliche Militärs denken so, das ist Journalistenphilosophie.
        Im Krieg zählen Schicksale nicht, aber wenn Putin gewieft ist richtet er irgendwann nach Lage der Situtation Evakuierungsmöglichkeiten bzw. Schutzmaßnahmen für Christen ein, um der Propaganda willen leisten könnte er es sich anhand der Überlegenheit und Handlungsfreiheit. Für die Christen wäre es ein Hoffnungsschimmer, so gesehen ist die Handlungsunfähigkeit unserer westlichen Atheistenpolitiker ein Segen momentan für das Christentum der Levante. Die Wortwahl „Heiliger Krieg“ der russichen Priester lassen auf diese Propaganda und entsprechende Maßnahmen hoffen. Der Glaube, die Hoffnung und der Mut der Christen Aleppos hätte es verdient, was für ein Kontrast zu den deutschen Bischöfen die wie Milchbubis vor ein paar Homos einknicken, Gott wird Deutschland dafür bitter strafen, was für eine Gottlosigkeit. Schneidet Euch mal davon eine Scheibe ab, Ihr Bischöfe, was wollt Ihr für Christen sein?

      • @zeitschnur
        Noch ein Präventivschlag bevor Sie antworten, lassen sie den Menschen die Hoffnung die gehört zum Christ sein schließlich dazu, Glauben, Beten und Hoffen gehört zur Liebe Christi. Man spricht nicht in Russland von einem „Heiligen Krieg“ wenn man nicht entsprechend handelt, soviel ist sicher. Große Worte erfordern auch große Taten, auch wenn diese noch ausstehen.

      • Ich möchte mich nicht zu Präsident Putin und seiner Amtsführung in Rußland äußern. In der Ukraine verhält es sich anders da dort auch Katholiken und Uniaten betroffen sind. Aber das ist hier nicht Thema. Allerdings ist sein Eingreifen in Syrien im Konkreten eine gute Sache. Sie wurde von vielen dort geradezu erfleht. Andernfalls wäre die syrische Regierung bald kollabiert und die fanatische Mohammedaner-Internationale hätte bald das ganze Land in seiner Klaue.

      • @ Heinrich & @ Ratkaj

        Ich weiß, dass – sagen wir: manche syrischen Christen – die Intervention Putins begrüßen.
        Und ich gebe Ihne auch recht damit, dass der Mensch immer eine konkrete Hoffnung sucht in diesem Leben.
        Allerdings sollte unsere Hoffnung auf den sein, der Himmel und Erde gemacht hat, und der hat uns kein Reich hier auf Erden versprochen, sondern das Kreuz.
        Auch das muss immer wieder erinnert werden – bei allem Wunsch nach irdischem Glück.
        Wie die Lage der Christen in Syrien ist, wissen wir nicht wirklich so genau. Ich weiß aber, dass schon vor 10 und vor 20 Jahren Christen aus diesem furchtbaren land flohen und hier Asyl erhielten. Ich weiß das, weil mein Mann mit den Verfahren zu tun hatte.
        Sicher ging es Christen in Syrien besser als in jedem anderen arabischen Land (außer dem Libanon), aber deswegen sind dennoch sehr viele Fragezeichen zu setzen. Auch unter den Osmanen ging es den syrern vergleichsweise gut, was aber die Osmanenherrschaft nicht zu einem Eldorado machen kann.

        Das Assad-Regime hatte – wie alle panarbischen Reststücke – einen laizistischen und teilweise kommunistischen Hintergrund. Das garantierte immerhin so etwas wie Religionsfreiheit (ich erinnere daran, dass aber die Traditionalisten dieselbe ja ablehnen!), wies aber alle Mängel auf, die wir von „Führern“ und kommunistischen Regimen her kennen.

        Ich habe ausdrücklich zugestanden, dass die Stützung Assads im Moment die strategisch beste Lösung sein dürfte.

        Putin aber halte ich für einen undurchsichtigen Mann. Noch vor wenigen jahrzehnten war er KGB-Chef, also der Teufel in Person und heute ist er ein Engel für die Christen, und dies ohne dass er zwischendurch einen erkennbaren Gesinnungswandel vollzogen hätte. Er will eine eurasische gegenmacht schaffen, die alte Macht des Sowjetreiches rekonstruieren.

  5. Ich glaube und vertraue dem syrischen Erzbischof mehr als den amerika-knechtisch infiltrierten Aussenstehenden mit voreingenommenem Hass gegen Putin – der sicher kein Waisenknabe ist, aber sich als achtbarer Staatsmann erweist. Merkel mit ihrer eingeprägten Erichgesinnung ist für mich sehr sehr fragwürdig – war es nicht das durch die DDR perfektionierte Hitlerdenken – was einen Menschen zur Hybris und zum Allmachtgehabe verleitet?
    Assad muss nach der Befriedung unbedingt sein diktatorisches Tun ablegen – das muss sorgfältig aufgearbeitet werden, etwa im Sinne einer Wahrheitskommission – wenn nicht, muss er gehen – nicht bevor alles geordnet und der Weg frei steht zur Rückkehr der so vielen gequälten Migranten.
    Der Einwand, die Geistlichkeit wäre eingebunden in staatliche Geheimdienste ist übliche Praxis der Diktatur (es geht um Leben und Überleben) – übrigens auch in Merkels DDR!
    Aber ratione aeternitatis – ein Mönch des Höhlenklosters in Kiew wurde befragt – dies war eben wieder eröffnet worden, da taten sich bedrohliche kirchenfeindliche Szenarien auf: „Was erwarten Sie jetzt für Ihre Kirche?“ Seine Antwort: „Wir hoffen nicht auf diese oder jene Systeme, sondern nur auf das Wirken des Allheiligen Geistes“.

    • … „sein (Assads) diktatorisches Tun…“ …also doch….

      Liebe Hedi Züger, noch niemals in der gesamten Weltgeschichte hat ein Diktator oder eine Herrscherclique sein/ihr diktatorisches Tun „abgelegt“. Darüber gibt es auch wissenschaftliche Untersuchungen

      • Da haben Sie leider sehr recht – aber kann man ihn nicht – wenn die Situation bereinigt ist in die Wüste schicken bezw. dem internationalen Gerichtshof übergeben? Ich weiss dass ich manchmal einfach zu idealistisch denke. aber das wünschen bezw erhoffen tut einfach gut.

      • Hedi Züger: Nein, da hat sie nicht recht – geben Sie nicht zu schnell auf!

        Aufgrund der eindeutigen Mehrheitsverhältnisse konnte das alte Südafrika durchaus als „Herrscherclique“ bezeichnet werden, die ihr unhaltbares System sehr wohl friedlich/freiwillig ablegte und sich – wie Sie betr. Assad schrieben – einer Truth and Reconciliation Commission stellte.

        Man könnte ja auch noch Franco etc. pp. nennen.

        Verlieren wir also – insbesondere wegen des Hl. Geistet – niemals die Hoffnung.

      • Assad dürfte ein anderes Kaliber sein als die alte Herrscherclique in Südafrika. Nur eine große Blindheit kann das verschleiern!

        Und da @ Carlo Franco nennt – einen Mann, der eindeutig politische Verbechen begangen hat, was NATÜRLICH nicht die Kommunisten in Spanien rechtfertigen soll!!! – ist das Ihre „Hoffnung im Hl. Geist“ @ Carlo? Solche Hoffnungen haben einen blasphemischen Charakter.

        Und ganz abgesehen davon, wie wir zum Klerikalfaschismus auch stehen mögen – er hätte heute keinerlei Chance mehr angesichts der Lage.

        Man könnte wirklich in großes Wehklagen ausbrechen, wenn man diese geistige Verwirrung hier betrachtet. Der Klerikalfaschismus hat „aus dem Fleisch“ Rettung gesucht, Europa mit Leid und Not überzogen, auch wenn man dieser Not ein verlogenes kath. Feigenblatt aufzeichnen wollte.

        Weiß denn hier niemand, dass der Kirche hier kein weltlicher Erfolg verheißen wurde, sondern das Kreuz?

        Ist das hier wirklich ein christliches Forum, oder ist es ein rein politisches Forum mit rechter Schlagseite?

      • Es geht doch bei der ganzen Ausandersetzung nicht darum, ob Assad ein guter Mensch ist oder Putin Russlands nationale Interessen wahrnimmt. Zu letzterem wurde er gewählt, das allein ist sein Auftag. Auch wenn Deutsche das nicht mehr verstehen, wie eine Regierung den Interessen ihres Volkes dienen kann.
        Es geht ausschließlich darum, wer die syrischen Christen retten kann. Und das ist nur Assad mit Putins Hilfe.
        Die Regierung Assad ist die völkerrechtlich legitime Regierung. Bewaffnete Gruppen gegen sie zu unterstützen, wie es die USA tun, ist völkerrechtswidrig, also ein Verbrechen. Und zu Assad gibt es derzeit keine Alternative.
        Was die Syrer nach dem Krieg mit ihrem Land machen, geht uns nichts an. Aber mit dem westlichen Demokratiegesäusel wurde seit fünfzehn Jahren nur Unheil angerichtet. Das das nur „Fehler“ waren und nicht bewusst herbeigeführt, kann ich nicht wirklich glauben.

        @Zeitschnur: Bei allem Respekt, aber was die zielführende Operationsführung ist, können wir hier nicht wirklich beurteilen. Dazu fehlen unsd allen ausreichende Informationen, und Ihnen sicher auch, bei aller Wertschätzung, der fachliche Hintergrund (ich hatte an der OSH in Taktik immerhin eine „2″).

      • Ah ja, erst apodiktisch schreiben, es hätte

        „noch niemals in der gesamten Weltgeschichte […] ein Diktator oder eine Herrscherclique sein/ihr diktatorisches Tun „abgelegt“.

        Werden dagegen Beispiele gebracht, sind die nicht nur „ein anderes Kaliber“ (es lebe Fr. Zeitschnurs Gradualität), sondern man wird ob bloßer Namensnennung direkt noch zum Anhänger der Klerikalfaschisten abgestempelt. Ts ts.

        Und reden Sie sich nicht heraus: Hoffnungslosigkeit ist eine Sünde wider den Hl. Geist. Ihre ad personam-Spekulationen wollen Sie bitte unterlassen.

      • @ Wolfgang Franz

        Sicher, sicher – nur übersehen Sie, was auch an dem vielen Geschieße einiger Poster liegt, die mir anderes unterstellten, dass ich schon im ersten Post dieser strategischen Richtung ja ausdrücklich zugestimmt habe.

      • @ Carlo

        Kommen Sie auf den Teppich – Sie schießen weit übers Ziel hinaus.
        Wenn Sie sehen, mit welcher Verbissenheit die Assad-Dynastie an ihrer Macht klebte… dafür musste man sogar die Verfassung ändern, nur damit ein Sohn dieThronfolge fortsetzte, die in ihr nicht verankert ist…

        Solche Machthaber gehen nie freiwillig. Das erinnert ein wenig an Nordkorea und seine Kim-Dynastien. Und auch das, Verehrtester, ist, wenn Sie so wollen, eine „legale“ Regierung dort in Nordkorea. Sie ist allerdings in vielen Dingen natürlich noch viel schlimmer als Assad.

        Und es ist wohl eine Binsenweisheit, dass nicht jeder Regierende von derselben Art ist wie jeder andere auf diesem Globus.
        Was Sie als „Gradualität“ diffamieren, ist hier in diesem Fall eine notwendige Differenzierung.

        Damit auch Sie es kapieren: Ich stehe nicht auf der Seite der USA, auch nicht des „Demokratiegesäusels“.

        Ich habe in meinem ersten Posting ausdrücklich die Strategie, Assad vorerst zu stützen, bejaht.

        Ich möchte noch einmal Hamed Abdel-Samad anführen, der jedoch meint, dass nur eine Bodenoffensive den Sturz Assads aufhalten könnte. Sind die Russen dazu bereit?

    • Vielleicht sollten die Syrer, die Einheimischen, in diesem Land,entscheiden, ob „Assad gehen muss“. Es sollten die, die in diesem Trümmerhaufen dort übrig blieben, die dort aufbauen werden, falls der Tod es erlaubt, entscheiden. Und nicht, schon wieder, die „Anderen“. Hier geht es nicht mehr um Formen der Herrschafft in der Vergangenheit, hier geht es „NUR“ um das Leben, der Letzten, die dort sind. Und die kämpfen, jeder an seinem Platz. Wahrheitskommission? klingt z.Zt. wie Hohn.

  6. zeitschnur
    Ihre Erwiderung ist, wieder einmal, weit entfernt davon, Antwort auf meine Fragen zu geben, denn nur Fragen stellte ich. Ich habe Sie damit anscheinend überfordert.

    • Andersherum wird ein Schuh draus: Das kommt davon, wenn man nur noch Verschwörungsfilme im Netz ansieht und den evangelikalen Begriff „biblisch“ wie eine Keule herumschwenkt. das schmälert offenkundig das katholische Rezeptions- und Reflexionsvermögen.

      Lesen Sie doch einfach mein Posting mal in Ruhe oben – dann werden Sie sehen, dass ich jede einzelne Ihrer Fragen beantwortet habe.

      • Antworten von Ihnen ? Was soll das mit dem Rezeptionsvermögen ? Das versteht doch niemand, weil es hier nicht herpaßt. Offenbar wird das Lexikon aufgeschlagen und ein Begriff in die untaugliche Soße reingemengt.

    • Das ist ja auch das, was Putin sagt.
      Eine solche Sichtweise würde aber andererseits bedeuten, dass man in Wahrheit dies sagt:

      Die Syrer sind nicht in der Lage, sich zu stabilisieren, ohne einen – ob nun „legitim“ oder nicht ist hier gar nicht die Frage – Diktator.

      Niemand will im Ernst behaupten, dass im Irak Saddam oder in Ägypten Mubarak zukunftsfähige oder gar „gute“ Führer waren. Ebenso Assad.

      Was für viele der intelligenten Leute aus den Regionen unendlich bitter ist, ist , dass man ihnen nicht zutraut, so, als seien sie Idioten oder Völker mit einer „Gehstörung“, und seien nur unter einem Diktator „sicher“, auch dann, wenn der bereits tausende von ihnen getötet hat.

      Zu prüfen wäre erst noch die Verstrickung der syrischen Kirche in das Regime. das ist ähnlich wie im Irak. Und es ist ebenso in Russland, wo auch die orthodoxe Kirche in einer dubiosen Beziehung zum kommunistischen Regime stand und steht.

      Man kann ja nicht sagen: Alles, was irgendwie christlich ist, hat recht und muss gesondert beschützt werden.

      Wenn das so wäre – ich wäre sofort dabei.
      Wenn man aber bedenkt, dass Kirchenobere – die vielleicht nicht weniger korrupt sind als unsere, für das Kirchenvok nicht weniger enttäuschend als F. für uns – sehenden Auges ihre Herde geopfert haben könnten, dann wird es kompliziert.

      Wer hier im Forum weiß denn darüber Genaueres?

  7. Assad als Mitglied einer religiösen Minderheit bot als Diktator Syriens Schutz für Minderheiten, wie die Christen.
    Ich würde nicht blindlings alles glauben, was syrische Bischöfe sagen.
    Assad ist nach allen glaubwürdigen Zeugnissen ein furchtbarer Mann. Mit ihm wird es keine Zukunft geben. Man hört ja sogar, dass Assad Selbstmordattentäter in den Irak geschickt hat, um zu verhindern, dass dort eine gewisse Stabilität einkehrt. Das berichtet z.B. Samir Matar. Assad bombardiert + beschießt die eigene Bevölkerung schon seit Jahren.
    Putin ist ein Falschspieler. Jetzt tut er so anti-islamistisch, aber er kollaboriert genauso mit dem Iran und der Hisbollah.
    Was er ganz genau will, ist nicht durchsichtig.
    Er hat auch Giftgas an die Syrer geliefert, das Assad gegen die eigene Bevölkerung einsetzt.
    Wer will denn da noch „Hoffnung“ schöpfen und vor allem auf was und wen?

    • Das fanatisierte sunnitische Prekariat Syriens hat mit Terrorismus aufbegehrt wurde dabei von Anfang an aus dem Ausland unterstützt . Die Regierung schlägt diesen terrorist. Aufstand nun nieder. Oder versucht es zumindest mit den bescheiden vorliegenden Mitteln. Minderheiten stützen weil sie um ihr Überleben ringen die Regierung, Rußland steht als Bündner mit Iran zur Seite. Iran (und Hezbollah) sind qualitativ mit den sunnitischen Mohammedanern nicht zu vergleichen. Das haben schon die Karmeliten erkannt, welche Clemens VIII. nach Persien entsandte um ein Bündnis gegen die sunnitischen Mordbrenner (damals den Türken)zu sondieren. So haben die Päpste folglich recht freundschaftl. Beziehungen zu Persien unterhalten.
      Ich habe gesehen wie syrisch-orthodoxe Bischöfe Waffen und Gerät der syrischen Armee gesegnet haben. Mögen diese Waffen obsiegen. Denn für Alewiten und die Christen ist sehr wohl eine Hoffnung wenn die Waffen der Regierung und ihrer Verbündeten die mohammedanischen Mordbrenner mit aller Macht bekämpfen. „Demokratie“ oder dergleichen ist das Ende dieser Minoritäten und Anbruch eines primitiven sunnitischen Schreckenregimes (man sieht ja auch welche Subjekte aus Syrien nach Europa „fliehen“. aggressive, brutale, Vergewaltiger, Illiteraten, sunnitische Fanatiker, die jedes Gesetzt brechen etc).

      • Sie müssen mir schon zugestehen, dass ich Ihre Gradualität hier nur als zynisch bezeichnen kann. das ist nicht persönlich gemeint, sondern bezieht sich auf die unendlich vielen Ermordeten im Iran. Der Iran hat die weltweit höchste Zahl an Hinrichtungen. Auch die Hisbollah ist nichts weiter als eine Moderbrenner-Bagage.
        Bei aller Wertschätzung – aber Sie vergreifen sich hier mit großer Wahrscheinlichkeit.
        Wenn es um solche Verbrechen geht, wie sie die Sunna UND die Schia begehen, kann man nicht mehr damit kommen, dass der zweite Mörder ja imemrhin angeblich nicht ganz so schlimm sei.
        Der schiitische Islamismus IST furchtbar und vermutlich haben Sie noch nie mit einem Menschen gesprochen, der aus dem Iran. Eine meiner Freundinnen ist mit einem Iraner verheiratet. Durch sie lernte ich viele Iraner kennen. Viele davon waren dort Folteropfer gewesen und von Hinichtung bedroht. Sie trugen die Male ihres Leidens am Körper und in der Selle: Narben, schlimme posttraumatische Störungen und echte, unheilbare Entwurzelung. ich kannte auch einen Armenier aus dem Iran. Sie wollen mit Sicherheit nicht wissen, was es von diesem Mann zu berichten gibt, denn damit würde Ihr ganzes Konstrukt zusammenstürzen.
        Ich beschwöre Sie, darüber nachzudenken, ob es wirklich richtig ist, als Christ, Verbrecher, Mörder und Teufel schönzureden, nur weil man sich ein bestimtmes Weltbild in den Kopf hat setzen lassen, das ja auch nicht weniger als die „westliche Lesart“ zu einem großen Teil Propagand aund Lüge sein könnte.

        Wir müssen eine Situation aushalten, in der es nur falsche Lösungen gibt.

      • Naja, bezüglich Iran kann ich Ihren Standpunkt nicht teilen.
        Ich kenne das Land recht gut aus eigener Anschauung über viele Jahre. Dieses Land ist innerhalb der islamischen Ländern eine positive Ausnahme.
        Auch kann der Dialog mit dem dortigen schiitischen Klerus ein durchaus fruchbarer sein wenn es um Verständigung geht. (egal wie man jetzt zu Kardinal Schönborn steht, die Gespräche welche er und andere dort führen sind durchaus lobenswert) Die staatlich anerkannten Kirchen genießen weitgehenden Schutz und Kultfreiheit. Freilich ist aber das Land eine schiitische Theokratie und es gibt Einschränkungen. Aber es geht nicht an, daß man Iran sein Staatsrecht vorschreiben dürfte. Ich gebe aber zu, daß ich parteisch bin (ich könnte Ihnen ebenso von orthodoxen Christen und Kleriker dort erzählen welche das Regime gutheißen weil sie in Sicherheit dort leben und wirtschaften dürfen). Aber das sind andere auch. Michel Aoun z.B. auch, sehr zu recht wie ich denke.

      • Es geht mir auch nicht um Verherrlichung des momentanen Systems in Rußland oder Iran. Das ist auch nicht unsere Sache. Allerdings unterstelle ich beiden Ländern nicht per se Schlechtigkeit auch nicht in ihrem syrischen Engagement. Eben gerade dort nicht. In gewisser Weise verfolgen beide vergleichsweise gute Ansätze um bei der konkreten Syrienfrage zu bleiben.

      • @ J.G. Ratkaj

        Da sind die großen christlichen Hilfsorganisationen aber anderer Meinung:
        https://www.opendoors.de/verfolgung/laenderprofile/iran/

        http://www.menschenrechtsverein.org/index.php/cat/61/aid/2726/title/Weltverfolgungsindex_2015:_Christenverfolgung_im_Iran_nimmt_zu

        Und vor knapp zwei Jahren noch berichtete domradio dies: http://www.domradio.de/themen/christenverfolgung/2013-11-25/hunderttausende-iranische-christen-sind-von-hinrichtung-bedroht

        Im Iran steht auf die Konversion zum Christentum immer noch die Todesstrafe.
        Das nennen Sie eine „recht gute Lage“ im Vergleich zu was eigentlich?

        Und auch amnesty’s Bericht deckt sich mit dem, was christliche Hilfsorganisationen berichten:
        http://www.amnesty.de/laenderbericht/iran

        Noch etwas zu Ihrer „eigenen Anschauung“. Es gab in den 70ern Leute, die nach Chile gingen und Stein und Bein schworen, dass es dort keinerlei Verfolgung oder Menschenrehctsverletzungen gäbe durch Pinochet.

        Wie wir heute wissen, sind dort im Geheimen sogar schlimmste Verbrechen geschehen.

        Meinen Sie denn, dass Sie als Ausländer im Iran vorgeführt bekommen, was dort schief läuft? Glauben Sie, die vielen Opfer erzählen Märchen, nur weil Sie nichts mitbekommen haben von den Vebrechen. ?Täuschen sich wirklich SÄMTLICHE Menschenrechtsorganisationen?

        Und zuletzt eine Institution, die man nicht unter Verdacht stellen sollte: Kirche in Not sagt dies:

        „Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass der Iran immer noch eines der Länder der Erde mit der geringsten Religionsfreiheit ist.“

        „Zwar rühmt sich Präsident Ahmadinedschad damit, dass die christliche Minderheit “gleiche Rechte genieße”, doch tatsächlich sind die Christengemeinschaften inzwischen in Ghettos abgedrängt und zu ethnischen Minderheiten reduziert worden. Diese schwierige soziale Lage hat auch zur Folge, dass viele iranische Christen das Land verlassen, da sie zunehmend weniger Möglichkeiten haben, am öffentlichen Leben teilzunehmen und einer Arbeit nachzugehen.“

        Weiterlesen hier: http://www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2009/06-08-gebet-fuer-christen-im-iran

        Und mit diesem Land kollaboriert Putin.

        Zum Schluss aber will ich aufmerksam machen auf eine Einschätzung des Franziskaner-Custos in Syrien von 2012, die genau diese Frage des Artikels behandelt:

        „Auf die Frage, ob er die auf Bewahrung des Status quo ausgerichtete Politik syrischer Kirchenführer für den richtigen Weg halte, sagte Pizzaballa: „Ich verstehe diese bewährte Haltung gut. Sie hat aber keine Zukunft. Denn ob es einem gefällt oder nicht: Das Regime hat keine Zukunft. Mir ist aber schon klar, dass man die Situation nach seinem Ende fürchtet.“ Der melkitisch-katholische Patriarch Gregor III. Laham hatte beispielsweise dafür plädiert, Assad eine zweite Chance zu geben.“

        http://www.kirche-in-not.de/aktuelle-meldungen/2012/04-10-syrien-franziskanerkustos-gegen-intervention

        Ich denke, das alles spricht für sich und widerlegt diese Meinung, der Sie anhängen bzw. relativiert sie erheblich.

      • Keine Einwände betreffend der geschilderten Situation.

        Darüberhinaus sollte man aber nicht in Schnappatmung geraten, ohne sich in die eigene Hand zu beißen, denn auch die BRD kollaboriert „mit diesem Land“:
        http://www.handelsblatt.com/politik/international/iranreise-des-sigmar-gabriel-iran-empfaengt-die-deutsche-wirtschaft/12075998.html
        http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-07/sigmar-gabriel-iran-reise-kritik

        Und natürlich – wie seit eh und je – auch mit Saudi-Arabien & Co.
        http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-05/ruestung-waffen-export-gabriel

        Also, keine grobe Einseitigkeit zu Tage legen.

      • Iran ist eine Kulturnation, eine positive Ausnahme innerhalb der islamischen Ländern. Ich beziehe mich auf Kleriker der Chaldäer und der Assyrer in Iran. Sie sind regimetreu und betreuen ihre Gemeinden, welche vergleichsweise in weitgehenden Frieden leben und schadffen können. Diese Kleriker berichten von Verwirrungen durch Evangelikale welche das Auskommen ihrer Kirchen mit der Staatsmacht gefährden.
        Präsident Putin tut gut daran mit Iran zu kooperieren. Bes. in der Entscheidung des syrischen Schicksals wird dieses Bündnis zumindest Teile des Landes vor kompletter Verheerung durch sunnitische Fanatiker bewahren.

      • @ Carlo

        Richtig, Sie sollten aufhören, schnappzuatmen… um Deutschland geht es doch in diesem Thread gar nicht, und ich habe schließlich mit keinem Wort etwas über deutsche Politik und Wirschaftsbeziehungen gesagt, noch dieselbe folglich verteidigt.

        Klar soweit?

      • @ J.G. Ratkaj

        Die Perser sind eine alte Kulturnation, richtig.

        Aber deswegen ist der Islamismus in der heutigen iranischen „Republik“ nicht harmloser als der in sunnitischen Horrorstaaten.

        Sie geebn ja selbst zu, dass Sie die Sicht „regimetreuer“ orientalischer Christen im Iran (!!!!!) einnehmen, also die Sicht von Personen, die von sehr vielen anderen höchstwahrscheinlich als Kollaborateure und Verräter betrachtet werden.

        Geradezu ekelhaft ist es vonseiten solcher Chaldäer, die Evangelikalen in diesem Zusammenhang der „Verwirrungsstiftung“ zu beschuldigen.

        Natürlich gefällt es den Chaldäern nicht, wenn ihnen die Mitglieder abgeworben werden!
        Und natürlich missionieren Evangelikale gefahrlos eher bei Christen als bei Muslimen – denn wie gesagt: darauf steht die Todestrafe. es muss ein großartiges „Regime“ sein! Und noch großartiger sind „Christen“, die dasselbe machen, was F. & Co hier hnsihctlich des westlichen Zeitgeistes machen: eine gnadenlose, über Leichen gehende Anpasserei an den iranisch-islamistsichen Zeitgeist.

        Immerhin gibt es die Aufforderung zur Mission, und Ihre lieben Chaldäer verraten diese Aufforderung Jesu, um „regimetreu“ zu sein. Im Klartext: Um dem islamistischen Druck, der immerhin mit dem Tod droht, zu willfahren, nur ja auch niemanden zu Christus zu führen!

        Was regen Sie sich dann über F. auf?
        Jeder passt sich an seine Lage an.

        Aber christlich ist das nicht.
        Da sind selbst die Evangelikalen feuriger und eifriger für Christus als dieses angepasste und feige Kirchenführervolk – egal ob hier oder dort, das nur ihren Stand ind er Welt sichern will und dafür jeden Kompromiss schließt.

      • @ J.G. Ratkaj

        Ich möchte zu dem Thema orientalische Kirchen und Mission noch was nachtrage. Ich habe einmal für eine Buchveröffentlichung ein langes Interview mit einem iranischen Konvertiten geführt, der allerdings letztendlich dann in einer evangelikalen Gemeinschaft landete. Warum landete er da?.

        Das große Problem der orientalischen Kirchen ist, dass sie Muslimen, die um Aufnahme bitten, sehr häufig diese Aufnahme regelrecht verweigern und damit den Auftrag Christi so tief verraten, wie man es sich nicht schlimmer denken könnte.

        Und warum das?

        Weil es ihnen nur um ihren erbärmlichen Machterhalt, das kleine bisschen Spielraum in einem antichristlichen Staat geht. Die „Regimetreue“ verlangt ihnen ab, niemanden zu missionieren. Wenn sie es doch tun, kann das bis zur Todestrafe und einer weiteren Ghettoisierung hin geahndet werden. Und davor kuschen sie! Lieber lassen nicht wenige dort einen Muslim, der die Taufe begehrt, in die Hölle fahren, bevor sie etwas von ihren scheinbaren „Privilegien“ aufgeben würden. Zum Glück gibt es die „Begierdetaufe“!
        Aber es liegt kein Segen drauf: die Mehrzahl der Christen ist inzwischen aus dem Orient abgewandert und diese „Hirten“ sitzen nun auf ihren wertlosen Pfründen herum und bejammern den Niedergang ihrer Kirchen. Sie sind selbst mitschuld daran!
        In aller Regel hofieren sie den Islam auch noch und faseln etwas vom friedlichen und eigentlichen Islam daher.
        Und dann, wenn sie wieder mal einen A…tritt bekommen haben, jammern sie und wollen Hilfe, aber im nächsten Moment kippen sie auch schon wieder um und schleimen ihren ach so guten islamischen Herren hinterher, ob die nun „Assad“ heißen oder „Ahmadinedschad“ ist dabei völlig wurscht.

      • Das ist eben Ihre Sicht.
        Die orientalisch orthodoxen und unierten Hierarchen versuchen ihre Schar zu retten und nicht aufzuwühlen zur Unbotmäßigkeit gegen die Ordnung. Ich kenne persönlich mehrere Bischöfe von dort. Das sind Glaubenszeugen, wahre Väter ihrer Gemeinden. Ich kann diesen nur Anerkennung und Respekt zollen.

  8. Zeitschnur worbelt den Mainstreammedien doch nach etwas beigemengt ist der Antimännerkampf nach EMMA. Das bringt uns doch alles nicht weiter. Das Wesentliche in der Sache darf nicht zerredet werden. Zu Beginn der Runde hat Fresenius in seinem Kommentar die Dinge benannt. Wir brauchen keine Schnitzeljagden mehr.

    • „Fresenius“ – wie sang einst Grönemeyer: „Männer sind schon als Baby blau“, können nicht mal Namen richtig verstehen und schreiben, und dann fahren sie offenbar rein emotional auf markige Sprüche ab…

      Gebt nicht so ein erbärmliches Bild ab, Männer! Das ist Euer größtes Problem! Gott sei Dank nicht aller Männer…

      Welche „Medien“ nehmt Ihr denn wahr, und woher wisst Ihr, dass dort alles „wahr“ ist. Wir sind doch immer ein Stück weit aufs Glauben angewiesen, weil wir vieles nicht 100% prüfen können…

      Man muss sich fragen, ob Berichte wahrscheinlich sind. Wahrscheinlich sind sie dann, wenn es auch andere Quellen gibt, die das bestätigen, was in ihnen behauptet wird. Wahrscheinlich sind sie, wenn sie schlüssig wirken, wenn man sie mit anderen Fakten „abgleicht“. Aber dazu muss man mehr lesen als nur rechtsgerichtete „Bild“-Medien.
      Totale Sicherheit gibt es nicht, alles ist Interpretation und „Lesart“.

      Also auf die Füße, Ihr Männer, und ab heute wird nicht bloß verzweifelt „zurückgeschossen“ ohne Sinn und Verstand, sondern ab heute wird das Gehirn trainiert.
      Dann wird alles besser, und Ihr werdet sehen, dass Frau Zeitschnur kluge Männer über alles liebt.
      Klar soweit?

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