Macht Geheimsynode die Bischofssynode zur Scheinsynode? Seit Tagen tagt bereits päpstliche Parallelsynode

Villa Malta, Sitz der Civiltà Cattolica, und Tagungsort der Geheimsynode
Villa Malta, Sitz der Civiltà Cattolica, und Tagungsort der Geheimsynode

(Rom) Findet die am Sonntag offiziell eröffnete Bischofssynode nur zum Schein statt, während die eigentliche, päpstliche Synode bereits seit Tagen geheim tagt? Während der offiziellen Synode, die erst noch beginnen muß, wieder mit einer restriktiven Informationspolitik ein Maulkorb umgebunden werden soll, tagt bereits seit zwölf Tagen eine 30köpfige Task Force von Jesuiten zu den Synodenthemen.

Papst Franziskus sieht den Synodenweg, mit dem er der „neuen Barmherzigkeit“ einen Weg bahnen wollte, offenbar für gescheitert an und sucht nach neuen Wegen, sein Programm umzusetzen. Mehr noch, er fürchtet seit Wochen die Absicht der Verteidiger der kirchlichen Ehe- und Morallehre, mit der Synode die überlieferte katholische Lehre feierlich zu bekräftigen, und damit – wenn nicht rechtlich, so doch moralisch – zu binden. Seit Franziskus anhand der Liste der Synodalen diese Gefahr für real erkannte, bemüht er sich, sich der Synode zu entledigen und sich von dieser nicht die Hände binden zu lassen.

Auch bei Synode 2015 ist „wenig Transparenz“ zu erwarten

Hauptquartier der Parallelsynode: Santa Marta Vatikan
Hauptquartier der Parallelsynode: Santa Marta Vatikan

Heute erst werden die Verfahrensregeln bekanntgegeben, nach denen die Bischofssynode 2015 stattfinden wird. Eine ungewöhnliche Vorgehensweise, da diese Regeln von besonderer Bedeutung sind. Nur wenige kennen sie vorab und konnten sich auf die Synode vorbereiten, während die meisten Synodenväter faktisch erst mit Synodenbeginn davon erfahren.

Der Vatikanist Edward Pentin schrieb mit Blick auf die Ereignisse rund um die Bischofssynode 2014, daß auch 2015 „nicht viel Transparenz“ zu erwarten sei. Unterdessen habe „in größter Geheimhaltung“ eine Gruppe bereits die Arbeit aufgenommen, so der Vatikanist Marco Tosatti.

Bereits 2014 war es zu einem Bruch mit der bisherigen Praxis bei Bischofssynoden gekommen. Die Redebeiträge der Synodenväter wurden nicht veröffentlicht. Die Diskussionen bei der Synode wurden vor der Öffentlichkeit geheimgehalten. Das gab dem Generalsekretariat (und jedem, dem Papst Franziskus es erlaubte) ein Informationsmonopol in die Hand, der Öffentlichkeit nur das mitzuteilen, was von päpstlicher Seite gewünscht ist. Auch die Arbeiten in den nach Sprachgruppen getrennten Arbeitskreisen blieben geheim oder gelangten nur zusammengefaßt und gefiltert an die Öffentlichkeit.

Meinungmonopol und Deutungshoheit – Gefilterte Informationen für die Öffentlichkeit

Gleiches hatte Papst Franziskus bereits beim Kardinalskonsistorium Ende Februar 2014 praktiziert. Den Kardinälen wurde ein Schweigegebot auferlegt, während Kardinal Walter Kasper, der im päpstlichen Auftrag als einziger Vortragender die Richtung vorgeben konnte, mit Verlagshäusern bereits vorab die Veröffentlichung seiner Rede in verschiedenen Sprachen vereinbart hatte.

Das beabsichtigte Meinungsmonopol samt Deutungshoheit funktionierte nur insofern nicht ganz, weil einige Synodalen sich keinen Maulkorb umhängen ließen, so wie der Historiker Roberto de Mattei im Februar 2014 Kardinal Kasper durch die kommentierte Veröffentlichung seiner Rede zuvorkam.

Wie Sandro Magister bestätigt auch Edward Pentin, daß 2015 – im Gegensatz zu 2014 – weder ein Zwischen- noch ein Schlußdokument vorgesehen sind. „Der Papst will von den Synodenvätern nichts Schriftliches“, so Pentin.

Päpstliche Parallelsynode: Hauptquartier Santa Marta – Arbeitsort Villa Malta

Papst Franziskus mit Pater Antonio Spadaro SJ, Koordinator der Geheimsynode
Papst Franziskus mit Pater Antonio Spadaro SJ, Koordinator der Geheimsynode

Tosatti vermutet, „um so frei wie möglich zu sein, ungebunden und ohne jede Art von Empfehlungen, entscheiden zu können. Ein bißchen so, wie es mit dem Motu proprio zu den Ehenichtigkeitsverfahren der Fall war“. Der Papst hatte tiefgreifende Eingriffe in die Ehegerichtsbarkeit vorgenommen, ohne die zuständigen Ämter des Heiligen Stuhls darüber zu informieren oder auch nur zu Rate zu ziehen.

In diesen Kontext platzt die Nachricht Tosattis, „daß seit einem Dutzend Tagen rund 30 Personen, fast alles Jesuiten, mit einigen Argentiniern, auf sehr geheime Weise unter der Koordination von Pater Antonio Spadaro, dem Schriftleiter der Civiltà Cattolica, der viel Zeit in Santa Marta in Beratung mit dem Papst verbringt, zu den Synodenthemen arbeiten“, so Tosatti.

„Die Geheimhaltung betrifft auch die Jesuiten der Villa Malta, dem Sitz der Civiltà Cattolica, wo ein Teil der Arbeiten stattfindet.“

Tosatti äußert die Vermutung, daß diese „Task Force“ dem Papst „die Instrumente für ein eventuelles post-synodales Dokument zum Thema Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen, zusammenlebende und gleichgeschlechtliche Paare“ liefern soll.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons/MiL

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fredius

Es wäre nicht verwunderlich, wenn hinter den Kulissen mit ca.30 Jesuiten das Ergebnis der Sy-
node vom kommenden Sonntag, festgelegt und geschnürt wird. Trotz allem Gegenwind, scheint
Franziskus an seinen “ Reformzielen “ festzuhalten. Die zeitgenössischen Jesuiten, sind für den
Papst mit den entsprechenden Kardinälen, welche vorher geschickt platziert wurden, eine wie er
meint, geistige und sichere Stütze. Bei der Synode wird es heiß hergehen, aber die Modernisten
haben das Heft fest in der Hand und werden nicht klein beigeben. Gott wird sie gewähren lassen,
auch wenn es zu ihrem Verderben sein wird.

Franzel
Es gibt so viele Hinweise und Informationen, daß man gar nicht mehr umhin kommen kann zu konstatieren, daß bereits seit der dunklen Wahl von „Papst“ Bergoglio am 13.3. 2013 irgend etwas nicht stimmt in der Kirche. Dieser „Papst“ ist nicht katholisch. Das ist m.Er. auch keine Frage mehr. Von „Verwirrung stiften“ kann man bei ihm auch nicht mehr die Rede sein, denn wer Ohren hat, kann hören und wer lesen kann, kann lesen und wer 2 und 2 zusammenzählen kann, kann das ebenfalls tun. Es wird im Geheimen gemauschelt und es werden Beschlüsse gefaßt. Was können die treuen Kardinäle tun… weiter lesen »
michael
Sie sprechen mir aus der Seele verehrter Franzel ! Dieser Herr in Weiss will ja auch kein Papst sein. Er lebt und haengt total an seinen Einfluesterern vom Schlage Kasper etc. Gute Nacht. Was er von sich gibt, erschuetternd das man das sagen muss, ist eigentlich nur Blabla, nett gemeint, niemand wehe – jedem wohl. Diese Synode ist eine Farce, denn es sollen dort augenscheinlich die Gebote, speziell das 6. , von innen her ad absurdum gefuehrt werden. Mir kann doch niemand erzaehlen, das man an der Unaufloeslichkeit festhaelt, es keine „Katholische Scheidung “ gibt, wenn man sozusagen Schnellverfahren zur… weiter lesen »
dhmg
@Franzel: Ich schätze die glaubenstreuen unter den Bischöfen können gar nichts tun, da sie ja in der Unterzahl sind. Es sei denn ein außergewöhnliches Wunder wäre passiert, und es hätten sich progressive Synodenteilnehmer bekehrt, wovon ich nicht ausgehe. Ich habe es nach der Wahl Bergoglios gleich gesagt, dass etwas nicht stimmt. Jedoch zuviel sagen empfiehlt sich aus Gründen der Seriosität nicht, ehe in der Öffentlichkeit die Beweise dazu erbracht sind. Und diese Beweise werden durch diese Synode erbracht, davon bin ich so gut wie überzeugt. Danach gibt es kein Zurück mehr was päpstliche Erlässe angeht und die Spreu wird sich… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Die katholische Kirche ist zur Geisel in der Hand intriganter Verschwörer geworden. Was für eine verachtenswerte Komödie.

Suarez

Kann eine „Rebellion gegen Gott“ (Kurienkardinal Sarah) etwas Gutes oder gar Segen bringen?

IMEK
Am Hochfest der Hll. Petrus und Paulus im Jahr 2013 sagte Papst Franziskus, im 2. Abschnitt des Zitats von seinem Manuskript abweichend: http://w2.vatican.va/content/francesco/de/homilies/2013/documents/papa-francesco_20130629_omelia-pallio.html “ 3. In der Einheit stärken. Hier möchte ich auf die Geste eingehen, die wir vollzogen haben. Das Pallium ist Zeichen der Gemeinschaft mit dem Nachfolger Petri, der „ein immerwährendes und sichtbares Prinzip und Fundament der Glaubenseinheit und der Gemeinschaft“ ist (II. Vat. Konzil, Lumen gentium, 18). Und eure Anwesenheit heute, liebe Mitbrüder, ist Zeichen dafür, dass die Einheit der Kirche nicht Einförmigkeit bedeutet. Das II. Vatikanum sagt in Bezug auf die hierarchische Verfassung der Kirche: „Diese… weiter lesen »
Piux
Ich glaube dennoch nicht, dass Bergoglio es riskieren würde, ein Schisma auszulösen. Das Ziel dieser Pseudo-Synode wird mit Sicherheit die Relativierung der kirchlichen Lehre sein. Sicherlich wird auch das Gradualitätsprinzip (> Schönborn) eine Rolle spielen. Falls es wirkich hart auf hart kommt, sich die Spreu vom Weizen trennt, welche Folgen wird das für die Kirche haben??? Wird es mutige Prälaten (Kardinäle, Bischöfe usw.) geben, die ihre Stimme erheben werden und offziell sagen „Non possumus“, wie einst Erzbischof Lefebvre es tat? Ich glaube eher nicht, letztendlich wird allen dieser Mut fehlen. Alles wird weitergehen wie bisher… Ja, der Herr selbst hat… weiter lesen »
zeitschnur
Abgesehen davon, dass sich bei Lefebvre das „Non possumus“ höchst willkürlich mit dem „possumus“ abwechseln konnte, ist ein Blick in die weltlichen Medien manchmal hilfreich, um aus der innerkatholischen Verhedderung herauszugelangen. Deutschlandradio Kultur z.B. berichtete folgendermaßen: „Ihre Argumente bringen wichtige Vertreter des konservativen Flügels, darunter auch der emeritierte Erzbischof von Köln, Joachim Meisner und Robert Sarah, Präfekt für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, in einem Buch auf den Punkt, das in diesen Tagen erscheint. Unter dem Titel „Matrimonio e famiglia“ Ehe und Familie, weisen diese elf Kardinäle Papst Franziskus darauf hin, dass keines der im ersten Synodalteil von den Reformern… weiter lesen »
fides vincit
Natürlich ist die Synode eine Farce. Die „offene Diskussion“ in der Synodenaula wird nicht grundlos geheimgehalten. Niemand soll wissen, was dort wirklich gesprochen wird, damit später irgendein von Bergoglios Camerilla erarbeiteter Text als „Ergebnis der Synode“ präsentiert werden kann. Verglichen mit Bergoglios Synode war das Parlament der „DDR“ geradezu ein Hort der Freiheit. Totalitäre Linke gehen seit jeher so vor, wie Bergoglio – allerdings in der Regel intelligenter. Bergoglio verrechnet sich, wenn er meint, der apostatische Unfug, den der senilen Phantast Kasper vetritt, würde sich widerstandslos durchsetzen lassen. Man kann vielleicht eine Synode mit ein paar dilettantischen Winkelzügen manipulieren –… weiter lesen »
michael

Hoffen wir es lieber fides vincit

hicesthodie

Sie sind zu hastig. Ihre Ungeduld wird sie scheitern lassen, zumal sie nicht in und aus der Wahrheit sind. Es bedarf nur eines breiten, unbeugsamen Widerstands, dann bricht die ganze jesuitische Intrige in sich zusammen und dieses Zerrbild eines Papstes,Bergoglio, tritt ab. Heilige Maria, Siegerin in allen Schlachten Gottes, bitte für uns! Heiliger Erzengel Michael, streite mit uns! Heiliger Thomas Morus stärke uns durch Deine Fürbitte an Gottes Thron! Diener Gottes, Erzbischof Lefebvre, steh‘ uns bei in diesem entscheidenden Kampf!

Thomas Kovacs

Man darf bei aller Panik nicht vergessen, die Synode ist für den Papst in keiner Weise verbindlich.

Methodus

,,Bei aller Panik“, ,,man darf nicht vergessen,,,,die Synode ist für den Papst in keiner Weise verbindlich“…wie ernst!Für diesen Papst sind nicht mal seine eigene Worte verbindlich,geschweige denn,sein Petrusamt,offensichtlich,auch nicht,die Ewige Wahrheit.Ich bin nicht in dieser Amtskirche,damit darf ich diesen,fast genial listigen Mann,verabscheuen.Der Dreieinige,Allmächtige Gott,hat ein Plan.

fides vincit
Sehr richtig! Aber: Papst Bergoglio legt offenbar großen Wert darauf, den Anschein zu erwecken, er nehme die Synodenväter ernst. Das ist aber nur insoweit der Fall, als sie der Meinung Kaspers folgen. Den (rechtgläubigen) Rest will er wohl -nach der im letzten Jahr bereits verwandten Methode, nur diesmal noch etwas perfider- mittels Manipulation erledigen – . Diese Rechnung würde aber mit Sicherheit nicht aufgehen. Zum einen sind die Bischöfe jetzt hellhöriger als im letzten Jahr. Zum anderen liegt mit der Kasper-Häresie ein derart flagranter Widerspruch zur Lehre der Kirche vor, daß sogar heutige Bischöfe, die in der Regel keine gesunde… weiter lesen »
giotto
Die Synode wird eine elegante Lösung finden, sowohl was den Kommunionempfang der wiederverheiratet Geschiedenen als auch die Segensfeier für Homoverbindungen betrifft. Diese Lösung haben die deutschsprachigen Bischöfe – kürzlich noch Koch/Berlin und Gmür/ Basel – und der barmherzige Papst schon ständig, mal deutlich, mal verklausuliert (Gradualität oder Elemente) verkündet: an der Lehre werden sie nicht rütteln, sie kann man nicht ändern, wie sie sagen. Aber man muss zu der Lebenswirklichkeit eine pastorale Brücke bauen, man wird eine Kasuistik, eine Einzelfallbeurteilung empfehlen. Diese elegante Lösung ist eo ipso eine verlogene: Man will die Lehre offiziell gelten lassen, unterläuft sie aber „pastoral“.… weiter lesen »
marcellus
Bergoglio geht konsequent seinen Weg weiter und führt die Kirche geradewegs in die Katastrophe. Er beschwört die Einheit der Kirche und zertrümmert in Wirklichkeit diese Einheit. Er faselt und nuschelt pausenlos und nervtötend über eine angebliche Barmherzigkeit und eliminiert voller Unbarmherzigkeit jeden, der nicht so will wie er. Er ist der Liebling der säkularen Mediengesellschaft und verhöhnt diejenigen, die in Treue zur Kirche stehen. Er nährt und fördert den Zweifel und lässt seine Kriecher verkünden, wie angeblich absolut katholisch er wäre. Er plaudert über den Frieden zwischen den Religionen und blendet die Tausende und Abertausende getöteter, gefolterter und geköpfter Mitchristen… weiter lesen »
GW
„Und jetzt kommt Schritt um Schritt der Zerstörung der heiligen Kirche“ – nein, da nicht möglich; nach meiner Interpretation eher: jetzt kommt Schritt um Schritt die konsequente Zerstörung eines falschen, in sich widersprüchlichen Systems; J.M.B. denkt nur konsequent zu Ende und „vollendet“, was andere vor ihm begonnen haben. Also, wir stehen nicht am Anfang einer Entwicklung, sondern auf deren Höhepunkt, besser: ersten Tiefstpunkt (da ist aber sicher noch viel „Luft nach unten“!^^). Das „Bergoglio-Pontifikat“ ist nicht Ursache, sondern notwendige (vor-?) letzte Konsequenz. „Die Kirche dämmert ihrer Katakombenzeit entgegen“ – m.E. ist sie das schon längst … … wie Piux oben… weiter lesen »
marcellus
Mancherorts versucht man seit Jahrzehnten den Verfall der Kirche aufzuhalten- auch bei uns. S.H. Papst Benedikt XVI. hat uns große Hoffnungen gemacht: Es begann ein zartes Pflänzlein zu wachsen: Würdige Liturgie, alter Ritus, Sakramentsandacht, Mundkommunion und vieles mehr. Dieser moralische Rückhalt ist uns genommen. Bergoglio trampelt ununterbrochen irgendwelche Dummheiten vor sich hin nuschelnd quer durch die Pampa. Seinem schlechten Vorbild folgend beginnen sich zunehmend die liturgischen Chaoten wieder zu regen. Alles folgt der Devise: Einfach, primitiv, ohne Ehrfurcht und Würde. Halt wie der Jesuit in Rom es vormacht. Genau diese angeblichen Äußerlichkeiten aber sind es, mit denen es gelungen ist,… weiter lesen »
Adrien Antoine

Ausgezeichnet formuliert.

GW
@ Marcellus – yep, wie froh war auch ich, als der gute Herr Kardinal-Protodiakon Medina Estévez (ich meine, mit so einem herrlichen, ganz subtil-süffisanten Schmunzeln!?^^) 2oo5 die wirklich große Freude verkündete, und dann das Dominum Iosephum – Sanctæ Romanæ Ecclesiæ Cardinalem [quälend-lange rhetor. Pause] – Rrratzingerrr … und knappe acht Jahre später dann [choc]. Zu den hohen Feiertagen, wenn Zeit, immer mal wieder im Fernsehn „Rom geguckt“, Urbi et orbi … und die Berichte von seinen Deutschland-Reisen, die brilliante Regensburger Rede, der Besuch im Bundestag, eben all das … kommt mir jetzt vor, wie allerfernste Vergangenheit, wie endgültig vorbei. „Rom… weiter lesen »
kreuzritter

Man muss sich nur anschauen wie Bergoglio hier während seines kürzlichen Besuchs in den USA einem sodomitischen „Paar“ eine Privataudienz erteilt und den Knaben am Schluss sogar mit einem Kuss verabschiedet, ich hoffe er hat sich da mit nichts angesteckt. Seit ich das gesehen habe sind für mich alle Erwartungen an die Synode und an dieses „Pontifikat“ gestorben.

https://www.youtube.com/watch?v=1YiDfFdZ51I

Suarez

Was sollen solche Kommentare?!

Manchmal habe ich den Eindruck, dass hier unter dem Deckmantel der Anonymität bewusst Kommentare verfasst werden, die dieses Portal diskreditieren sollen.

Suarez
Die afrikanischen Bischöfe werden sich, da bin ich sicher, standfest weigern, einen Kurs mitzutragen, der die Relativierung der Lehre zum Inhalt hat, da dieser langfristig die Kirche nur zerstören würde. Insofern sehe ich schon für die sogenannten progressiven Kräfte erhebliche Hürden, die zu nehmen sind. Das tiefere Problem sind aber die Jesuiten als Orden. Dieser Orden ist durch und durch von einer Glaubensfäulnis erfasst, dass einem nur das Grauen ankommen kann. Da der Papst selbst Jesuit ist, wird er gegen die Missstände in seinem Orden nicht wirklich durchgreifen, sondern sie im schlimmsten Fall noch befördern. Sollte es dazu kommen, dass… weiter lesen »
Tradition und Glauben
Ich gebe Ihnen Recht. Das mit den Jesuiten ist schlimm. Diese Tage hat sich ein polnischer Jesuit Pater Charasa SJ geoutet, wie immer: „schwul, glücklich, stolz und verliebt“, wovon die liberalen Medien (Newsweek Polska, Gazeta Wyborcza, Tygodnik Powszechny) in Polen und nicht nur die liberalen berichten. http://www.pch24.pl/perfidna-akcja-homo-lobby-w-przeddzien-synodu–trwa-tournee-ksiedza-charamsy-po-mediach,38551,i.html Das Pikante dabei: Er lebt in Rom oder im Vatikan und ist ein Mitarbeiter der Glaubenskongregation (sic!). Dass die Gay-Rate bei den Jesuiten sehr hoch ist, ist bekannt, dass aber ein Mitarbeiter der Glaubenskongregation gerade jetzt jegliche Schamesgrenzen hinter sich lässt, erscheint nicht gerade zufällig und wahrscheinlich von seinen Ordensoberen wenigstens geduldet wenn… weiter lesen »
Suarez
James Joyce beschreibt in seinem Roman „Der Künstler als junger Mann“ sehr prägnant den Charakter der Jesuiten im angehenden 20 Jahrhundert, ihr elitäres, von Hochmut geprägtes und durch und durch zynisches Verhalten. Auch eine extreme Verlogenheit als Merkmal findet sich bei Joyce in seiner Darstellung. Nun sollte man nicht voreilig Joyce ad acta legen, nur weil er ein wirklich extremer Gegner, um nichts zu sagen Kirchenhasser geworden ist. Joyce kannte sich als Ire und Besucher des Trinity College in Dublin bestens mit der katholischen Lehre und Liturgie aus. Schon das Irland zur Zeit von James Joyce war zwischen Glaube und… weiter lesen »
J.G. Ratkaj
„Vielleicht war die Entscheidung von 1773 richtig “ Sie war richtig und überfällig. Die Wiederzulassung dieses Ordens wurde 1814 nicht nur von den Mächten sondern auch von maßgeblichen Kardinälen (darunter Ercole Consalvi) in Rom bedauert. Zu recht. Das Aufhebungsbreve dominus ac redemptor von 1773 noster führte nämlich beredt die Gründe an, welche auch heute zutreffen. Clemens XIV. handelte vollkommen angemessen (freilich hat dann später der wiederauferstandene jesuitische Einfluß auf das kirchliche Bildungswesen in tückischer Weie diesen klugen Papst in Verruf gebracht). Daß es allein „politisch“ motiviert war ist ja die von den Jesuiten bediente Lesart der Ereignisse, welche dann von… weiter lesen »
Heinrich
Ich muss gestehen damals zu den Jesuiten gehen zu wollen, aber bin dankbar das ich es nicht getan habe. Zu glauben das ein Orden so schnell weltliche Macht erlangt und aufsteigt wie Phoenix aus der Asche ohne das eine gewisse Planung und Organisation schon vorher stattgefunden hat ist eigentlich nicht nachvollziehbar und recht unglaubwürdig. Verdächtig ist es das die Jesuiten wie Freimaurer die größten Nutzniesser des 30jährigen Krieges sind und beide Cliquen von Beginn an sehr einen Hang zum Okkulten hatten. Was da geschaffen wurde ist Frankensteins Monster nur war dieser Frankenstein das Papsttum erlegen der Verführung einem Schutzmachtversprechen mit… weiter lesen »
Heinrich

Korrektur
Dann die geistige Verwandschaft mit dem französischem okkultem Köhlertum …

Suarez

@J.G. Ratkaj

Ein interessanter Aspekt von Ihnen. Für Jesuiten ist ihr Orden das Zentrum des Glaubens, nicht die Kirche! Der Gehorsam des Jesuiten gilt also allein dem Orden. Hier hat sich über die letzten 200 Jahre eine geheime Parallelkirche entwickelt, die nun die totale Macht über die Kirche anstrebt. Bergolio scheint die Kirche also im Sinne seines Ordens „reformieren“ zu wollen, was in letzter Konsequenz die Aufhebung der Katholizität bedeuten würde.

J.G. Ratkaj
@Suarez Der Jesuitenorden bildet seit seiner Approbation eine Parallelkirche. Die jesuitischen „Charismen“ wurden vordergründig und vermeintlich zum Wohle der Kirche eingesetzt aber zu oft dienten sie allleinig der Mehrung der Macht und des Einflußes dieses Ordens und nicht dem der Kirche. Auch Papst Clemens XIV. (dessen Andenken von den Jesuiten beschmutzt wird und dessen Furcht vor einem Mordanschlag durch den Orden nicht nur auf „Verschwörungstheorien“ und kolportiertem „Verfolgungswahn“ beruhte sondern eher die obskure Macht dieses Ordens kennzeichnet, dem selbst nach Aufhebung und Inhaftierung seiner Oberen in der Engelsburg ein Attentat zugetraut wurde) führt in seinem Aufhebungsbreve eine Vielzahl von Vorwürfen… weiter lesen »
zeitschnur

„Vielleicht war die Entscheidung von 1773 richtig und nicht ausschließlich politisch motiviert, wie es heutzutage fast überall dargestellt wird.“

Über diesen Ihren Satz habe ich auch seit längerer zeit schon nachgedacht. Mit dem Nachdenken bin ich noch nicht zu Ende gekommen. Die Jesuiten haben ja tatsächlich auch allerhand Gutes bewirkt.

Aber danke für diesen Satz – es lohnt sich, das vielleicht zu vertiefen, und zwar in der von Ihnen avisierten Form, dass dieser Orden von Anfang an problematisch war und nach wie vor ist.
Das gälte es zu zeigen oder aber auch zu widerlegen, falls sich erweisen sollte, dass das falsch ist.

Pantaleon

Wer hätte dies jemals für möglich gehalten: die Jesuiten als Liquidatoren der Kirche?

Reichsrömer
@J.G. Ratkaj. Danke für Ihren Kommentar. Ich bin schon seit langem der Meinung, daß es ein Fehler von Pius VII. war, den Jesuitenorden 1814 wieder zuzulassen. Auch wenn dessen Aufhebung durch S.H. Papst Clemens XIV. 1773 politisch motiviert war, und auf Druck damaliger Mächte vollzogen wurde. Darunter Spanien, daß den liberalistischen „Jesuitenstaat“ in seinen südamerikanischen Kolonien 1767 aufgehoben hatte, da er für die Kolonialmacht unerträglich wurde. Diese Entscheidung den Jesuitenorden aufzuheben, war mehr als richtig, denn die Jesuiten waren schon damals in ihrer liberalen, prämodernistischen Haltung höchst verdächtig. Die Folgen dieses Fehlers den Orden wieder zuzulassen, der seit Jahrzehnten eine… weiter lesen »
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