Macht Geheimsynode die Bischofssynode zur Scheinsynode? Seit Tagen tagt bereits päpstliche Parallelsynode

Villa Malta, Sitz der Civiltà Cattolica, und Tagungsort der Geheimsynode
Villa Malta, Sitz der Civiltà Cattolica, und Tagungsort der Geheimsynode

(Rom) Findet die am Sonntag offiziell eröffnete Bischofssynode nur zum Schein statt, während die eigentliche, päpstliche Synode bereits seit Tagen geheim tagt? Während der offiziellen Synode, die erst noch beginnen muß, wieder mit einer restriktiven Informationspolitik ein Maulkorb umgebunden werden soll, tagt bereits seit zwölf Tagen eine 30köpfige Task Force von Jesuiten zu den Synodenthemen.

Papst Franziskus sieht den Synodenweg, mit dem er der „neuen Barmherzigkeit“ einen Weg bahnen wollte, offenbar für gescheitert an und sucht nach neuen Wegen, sein Programm umzusetzen. Mehr noch, er fürchtet seit Wochen die Absicht der Verteidiger der kirchlichen Ehe- und Morallehre, mit der Synode die überlieferte katholische Lehre feierlich zu bekräftigen, und damit – wenn nicht rechtlich, so doch moralisch – zu binden. Seit Franziskus anhand der Liste der Synodalen diese Gefahr für real erkannte, bemüht er sich, sich der Synode zu entledigen und sich von dieser nicht die Hände binden zu lassen.

Auch bei Synode 2015 ist „wenig Transparenz“ zu erwarten

Hauptquartier der Parallelsynode: Santa Marta Vatikan
Hauptquartier der Parallelsynode: Santa Marta Vatikan

Heute erst werden die Verfahrensregeln bekanntgegeben, nach denen die Bischofssynode 2015 stattfinden wird. Eine ungewöhnliche Vorgehensweise, da diese Regeln von besonderer Bedeutung sind. Nur wenige kennen sie vorab und konnten sich auf die Synode vorbereiten, während die meisten Synodenväter faktisch erst mit Synodenbeginn davon erfahren.

Der Vatikanist Edward Pentin schrieb mit Blick auf die Ereignisse rund um die Bischofssynode 2014, daß auch 2015 „nicht viel Transparenz“ zu erwarten sei. Unterdessen habe „in größter Geheimhaltung“ eine Gruppe bereits die Arbeit aufgenommen, so der Vatikanist Marco Tosatti.

Bereits 2014 war es zu einem Bruch mit der bisherigen Praxis bei Bischofssynoden gekommen. Die Redebeiträge der Synodenväter wurden nicht veröffentlicht. Die Diskussionen bei der Synode wurden vor der Öffentlichkeit geheimgehalten. Das gab dem Generalsekretariat (und jedem, dem Papst Franziskus es erlaubte) ein Informationsmonopol in die Hand, der Öffentlichkeit nur das mitzuteilen, was von päpstlicher Seite gewünscht ist. Auch die Arbeiten in den nach Sprachgruppen getrennten Arbeitskreisen blieben geheim oder gelangten nur zusammengefaßt und gefiltert an die Öffentlichkeit.

Meinungmonopol und Deutungshoheit – Gefilterte Informationen für die Öffentlichkeit

Gleiches hatte Papst Franziskus bereits beim Kardinalskonsistorium Ende Februar 2014 praktiziert. Den Kardinälen wurde ein Schweigegebot auferlegt, während Kardinal Walter Kasper, der im päpstlichen Auftrag als einziger Vortragender die Richtung vorgeben konnte, mit Verlagshäusern bereits vorab die Veröffentlichung seiner Rede in verschiedenen Sprachen vereinbart hatte.

Das beabsichtigte Meinungsmonopol samt Deutungshoheit funktionierte nur insofern nicht ganz, weil einige Synodalen sich keinen Maulkorb umhängen ließen, so wie der Historiker Roberto de Mattei im Februar 2014 Kardinal Kasper durch die kommentierte Veröffentlichung seiner Rede zuvorkam.

Wie Sandro Magister bestätigt auch Edward Pentin, daß 2015 – im Gegensatz zu 2014 – weder ein Zwischen- noch ein Schlußdokument vorgesehen sind. „Der Papst will von den Synodenvätern nichts Schriftliches“, so Pentin.

Päpstliche Parallelsynode: Hauptquartier Santa Marta – Arbeitsort Villa Malta

Papst Franziskus mit Pater Antonio Spadaro SJ, Koordinator der Geheimsynode
Papst Franziskus mit Pater Antonio Spadaro SJ, Koordinator der Geheimsynode

Tosatti vermutet, „um so frei wie möglich zu sein, ungebunden und ohne jede Art von Empfehlungen, entscheiden zu können. Ein bißchen so, wie es mit dem Motu proprio zu den Ehenichtigkeitsverfahren der Fall war“. Der Papst hatte tiefgreifende Eingriffe in die Ehegerichtsbarkeit vorgenommen, ohne die zuständigen Ämter des Heiligen Stuhls darüber zu informieren oder auch nur zu Rate zu ziehen.

In diesen Kontext platzt die Nachricht Tosattis, „daß seit einem Dutzend Tagen rund 30 Personen, fast alles Jesuiten, mit einigen Argentiniern, auf sehr geheime Weise unter der Koordination von Pater Antonio Spadaro, dem Schriftleiter der Civiltà Cattolica, der viel Zeit in Santa Marta in Beratung mit dem Papst verbringt, zu den Synodenthemen arbeiten“, so Tosatti.

„Die Geheimhaltung betrifft auch die Jesuiten der Villa Malta, dem Sitz der Civiltà Cattolica, wo ein Teil der Arbeiten stattfindet.“

Tosatti äußert die Vermutung, daß diese „Task Force“ dem Papst „die Instrumente für ein eventuelles post-synodales Dokument zum Thema Kommunion für die wiederverheirateten Geschiedenen, zusammenlebende und gleichgeschlechtliche Paare“ liefern soll.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons/MiL

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34 Comments

  1. Es wäre nicht verwunderlich, wenn hinter den Kulissen mit ca.30 Jesuiten das Ergebnis der Sy-
    node vom kommenden Sonntag, festgelegt und geschnürt wird. Trotz allem Gegenwind, scheint
    Franziskus an seinen “ Reformzielen “ festzuhalten. Die zeitgenössischen Jesuiten, sind für den
    Papst mit den entsprechenden Kardinälen, welche vorher geschickt platziert wurden, eine wie er
    meint, geistige und sichere Stütze. Bei der Synode wird es heiß hergehen, aber die Modernisten
    haben das Heft fest in der Hand und werden nicht klein beigeben. Gott wird sie gewähren lassen,
    auch wenn es zu ihrem Verderben sein wird.

  2. Es gibt so viele Hinweise und Informationen, daß man gar nicht mehr umhin kommen kann zu konstatieren, daß bereits seit der dunklen Wahl von „Papst“ Bergoglio am 13.3. 2013 irgend etwas nicht stimmt in der Kirche. Dieser „Papst“ ist nicht katholisch. Das ist m.Er. auch keine Frage mehr.
    Von „Verwirrung stiften“ kann man bei ihm auch nicht mehr die Rede sein, denn wer Ohren hat, kann hören und wer lesen kann, kann lesen und wer 2 und 2 zusammenzählen kann, kann das ebenfalls tun.
    Es wird im Geheimen gemauschelt und es werden Beschlüsse gefaßt.

    Was können die treuen Kardinäle tun in diesem geistigen Ringen?

    • Sie sprechen mir aus der Seele verehrter Franzel !
      Dieser Herr in Weiss will ja auch kein Papst sein.
      Er lebt und haengt total an seinen Einfluesterern vom Schlage Kasper etc.
      Gute Nacht.
      Was er von sich gibt, erschuetternd das man das sagen muss, ist eigentlich nur Blabla, nett gemeint, niemand wehe – jedem wohl.
      Diese Synode ist eine Farce, denn es sollen dort augenscheinlich die Gebote, speziell das 6. , von innen her ad absurdum gefuehrt werden.
      Mir kann doch niemand erzaehlen, das man an der Unaufloeslichkeit festhaelt, es keine „Katholische Scheidung “ gibt, wenn man sozusagen Schnellverfahren zur Eheannulierung auf regionale Ebene verlagert und auch ueber die WvgGesch. in dieser Form „Barmherzigkeit“ dh. offene Leugnung der kirchlichen Lehre praktizieren will.
      Ja man kleidet den Paradigmenwechsel in eine Million in Watte eingepackte wunderschoene Worte, laesst sich als grosse Theologen feiern und schafft das Herzstueck, naemlich die Gebote, zwar nicht nach der Form, aber dem Inhalt her total ab.
      Man schaue auf die Liturgie: Seit der unselige Paul 6 seinen verheerenden NOM durchgedrueckt hatte, ist das Messopfer als Kernstueck des gelebten Glaubens wie Perlen vor die Saeue geworfen worden.
      Jeder macht was er will, in jedem Land ein anderer Missbrauch, als Ergebnis ist nicht weniger als der Glauben an die Inhalte verlorengegangen, erst die Maenner, dann die Frauen und dann die Priester.
      Genau dasselbe wird in allerkuerzester Zeit mit dem 6. Gebot passieren, danach kommt der „sinnlos gewordene“ Zoelibat und dann das Frauenpriestertum in allen „bunten“ Formen „priesterlicher Lebensgemeinschaften“.
      Natuerlich ist das nicht mehr Katholisch, aber wen stoert es noch.
      Es werden nur wenige den harten Weg Marcel Lebfevres in die vorlaeufige Exkommunikation wagen, oder sich zur (fast) einzigen Gegenmacht der FSSPX bekennen, nein das Unheil ist lange noch nicht gross genug als das man hier etwas merkt.

      • @Franzel:
        Ich schätze die glaubenstreuen unter den Bischöfen können gar nichts tun, da sie ja in der Unterzahl sind. Es sei denn ein außergewöhnliches Wunder wäre passiert, und es hätten sich progressive Synodenteilnehmer bekehrt, wovon ich nicht ausgehe.
        Ich habe es nach der Wahl Bergoglios gleich gesagt, dass etwas nicht stimmt. Jedoch zuviel sagen empfiehlt sich aus Gründen der Seriosität nicht, ehe in der Öffentlichkeit die Beweise dazu erbracht sind.
        Und diese Beweise werden durch diese Synode erbracht, davon bin ich so gut wie überzeugt. Danach gibt es kein Zurück mehr was päpstliche Erlässe angeht und die Spreu wird sich vom Weizen trennen. Besonders schlimm wird es sich auswirken, dass dann wohl Homosexuelle probeweise die Kirchen besuchen werden, dieser Graus ist schon vorprogrammiert.

  3. Am Hochfest der Hll. Petrus und Paulus im Jahr 2013 sagte Papst Franziskus, im 2. Abschnitt des Zitats von seinem Manuskript abweichend:
    http://w2.vatican.va/content/francesco/de/homilies/2013/documents/papa-francesco_20130629_omelia-pallio.html
    “ 3. In der Einheit stärken. Hier möchte ich auf die Geste eingehen, die wir vollzogen haben. Das Pallium ist Zeichen der Gemeinschaft mit dem Nachfolger Petri, der „ein immerwährendes und sichtbares Prinzip und Fundament der Glaubenseinheit und der Gemeinschaft“ ist (II. Vat. Konzil, Lumen gentium, 18). Und eure Anwesenheit heute, liebe Mitbrüder, ist Zeichen dafür, dass die Einheit der Kirche nicht Einförmigkeit bedeutet. Das II. Vatikanum sagt in Bezug auf die hierarchische Verfassung der Kirche: „Diese Apostel setzte er [der Herr] nach Art eines Kollegiums oder eines festen Kreises ein, an dessen Spitze er den aus ihrer Mitte erwählten Petrus stellte“ (ebd., 19).
    In der Einheit stärken: die Synode der Bischöfe im Einklang mit dem Primat. Wir müssen auf diesem Weg der Synodalität gehen, wir müssen wachsen im Einklang mit dem Dienst des Primats. Und das Konzil fährt fort: „Insofern dieses Kollegium aus vielen zusammengesetzt ist, stellt es die Vielfalt und Universalität des Gottesvolkes […] dar“ (ebd., 22). In der Kirche vereinigt sich die Vielfalt, die ein großer Reichtum ist, immer im Einklang der Einheit, wie in einem großen Mosaik, bei dem alle Steinchen dazu beitragen, das eine große Bild Gottes zu bilden. Und dies muss dazu drängen, stets jeden Konflikt zu überwinden, der den Leib der Kirche verletzt. Eins in der Verschiedenheit: Es gibt keinen anderen katholischen Weg, dass wir eins werden. Das ist der Weg Jesu! Wenn das Pallium Zeichen der Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom und mit der universalen Kirche, mit der Synode der Bischöfe ist, dann ist es auch ein Auftrag an jeden von euch, Werkzeug der Einheit zu sein.“

    Wenn die Synode der Bischöfe, als Beratergremium des Papstes, nicht im Einklang mit dem Primat geht macht sie sich überflüssig. Danach sieht es fast aus, nur dass die Mehrzahl der Bischöfe in der Wahrheit bleiben will.

    Es scheint Franziskus hat die Mehrzahl der Bischöfe nicht auf seinen Weg der „Synodalität“ bringen können, sonst würde er sie nicht mundtot machen.

    Bischöfe müssen ihren Auftrag so erfüllen, wie ihn GOTT gegeben hat und wie es in der heiligen Schrift steht. Kein Buchstabe dazu, kein Buchstabe hinweg!
    Und daran hat sich auch der amtierende Papst zu halten.
    Über die Zulassung zur Kommunion von in ziviler Zweit-Ehe lebender Katholiken sagte Papst Franziskus auf dem Rückflug von den USA am Montag vor mitreisenden Journalisten dies sei «nicht die einzige Lösung».
    Ich wünschte mit sehr er hätte gesagt es sei KEINE Lösung.
    Die Befürchtung, daß der amtierende Papst mit den Kirchenspaltern geht bleibt somit quälend erhalten.

  4. Ich glaube dennoch nicht, dass Bergoglio es riskieren würde, ein Schisma auszulösen. Das Ziel dieser Pseudo-Synode wird mit Sicherheit die Relativierung der kirchlichen Lehre sein. Sicherlich wird auch das Gradualitätsprinzip (> Schönborn) eine Rolle spielen.
    Falls es wirkich hart auf hart kommt, sich die Spreu vom Weizen trennt, welche Folgen wird das für die Kirche haben???
    Wird es mutige Prälaten (Kardinäle, Bischöfe usw.) geben, die ihre Stimme erheben werden und offziell sagen „Non possumus“, wie einst Erzbischof Lefebvre es tat? Ich glaube eher nicht, letztendlich wird allen dieser Mut fehlen. Alles wird weitergehen wie bisher…
    Ja, der Herr selbst hat uns versprochen, die Pforten der Hölle werden SEINE Kirche nicht überwältigen; aber er hat uns nicht gesagt, wie groß diese Kirche sein wird. Und wenn es eine kleine Minderheit ist, die der wahren Kirche treu geblieben sind, so haben sich die Worte unseren Herrn Jesus Christus erfüllt

    • Abgesehen davon, dass sich bei Lefebvre das „Non possumus“ höchst willkürlich mit dem „possumus“ abwechseln konnte, ist ein Blick in die weltlichen Medien manchmal hilfreich, um aus der innerkatholischen Verhedderung herauszugelangen.

      Deutschlandradio Kultur z.B. berichtete folgendermaßen:

      „Ihre Argumente bringen wichtige Vertreter des konservativen Flügels, darunter auch der emeritierte Erzbischof von Köln, Joachim Meisner und Robert Sarah, Präfekt für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, in einem Buch auf den Punkt, das in diesen Tagen erscheint. Unter dem Titel „Matrimonio e famiglia“ Ehe und Familie, weisen diese elf Kardinäle Papst Franziskus darauf hin, dass keines der im ersten Synodalteil von den Reformern vorgetragenen Argumente mit der geltenden, unmissverständlichen und vor allem unverrückbaren Doktrin der Kirche übereinstimmt – weder in Sachen Eucharistie für geschiedene Wiederverheiratete noch beim Umgang mit homosexuellen Menschen und gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften

      Am Ende der Familiensynode werden Schlussvorlagen stehen, die für den Papst nicht bindend sind. Letztlich wird Franziskus entscheiden, wie sich die Kirche zukünftig in bestimmten Fragen verhält und dies in seinem Nachsynodalen Apostolischen Schreiben verkünden. Die Beratungen der Synode sind für ihn ein Stimmungsmesser, dem er aufmerksam lauschen wird.“

      http://www.deutschlandradiokultur.de/bischofssynode-in-rom-katholiken-streiten-ueber-ehe-und.1278.de.html?dram:article_id=332892

      V.a. der letzte Abschnitt sollte beachtet werden!
      Ob nun F. auch noch andere Treffen abhält oder wie oder was – das Kardinalproblem der Sache ist, dass man dem Papst grundsätzlich durch seine absolute, elitäre Stellung (und die haben Ultrakonservative einst durchgeboxt!) tatsächlich ermöglicht hat, all das, was wir nun beobachten.

      F. DARF Parallelsynoden tagen lassen, wenn er das will. Er braucht sich nicht danach zu richten, was die Synode debattiert, und selbst bei einem Konzil wäre er nicht verpflichtet, dessen Beschlüsse zu ratifizieren.
      Und diese Rolle des Papstes ist Ergebnis eben nicht libraler, sonder reaktionärer Bemühungen im 19. Jh/frühem 20. Jh.

      Man kann sagen: Die Reaktionäre haben punktgenau dem Bösen in die Hände gespielt, weil sie einfach nicht glauben wollten, dass der Papst auch nur ein Sünder ist, der sich dem Wirken des Geistes vershcließen kann, wenn sein Wille ungut ist. Bis huete glauben viele, der Papst würde eher tot umfallen, bevor er eine Irrlehre verkündete oder er werde gewissermaßen geistig ferngesteuert.

      dass dies offenkundig eine irrige Vorstellung ist, sehen wir heute.

      Die Enttäuschung darüber ist verständlich, aber man sollte wenigstens so ehrlich sein und nun nicht mit „progressiven“ Argumenten das kritisieren, was F. auf der politischen Ebene tut: denn er darf das alles, es steht ihm als einem absolutistischen Herrscher nämlich zu.

      Der Herr der Kirche ist aber Jesus und nicht der Papst!

  5. Natürlich ist die Synode eine Farce. Die „offene Diskussion“ in der Synodenaula wird nicht grundlos geheimgehalten. Niemand soll wissen, was dort wirklich gesprochen wird, damit später irgendein von Bergoglios Camerilla erarbeiteter Text als „Ergebnis der Synode“ präsentiert werden kann.

    Verglichen mit Bergoglios Synode war das Parlament der „DDR“ geradezu ein Hort der Freiheit. Totalitäre Linke gehen seit jeher so vor, wie Bergoglio – allerdings in der Regel intelligenter.

    Bergoglio verrechnet sich, wenn er meint, der apostatische Unfug, den der senilen Phantast Kasper vetritt, würde sich widerstandslos durchsetzen lassen. Man kann vielleicht eine Synode mit ein paar dilettantischen Winkelzügen manipulieren – aber keine Weltkirche. Es gibt -weltweit- immer noch eine große Zahl von Bischöfen, die sowohl die Kasper-Häresie als auch ihren aberwitzigen weltanschaulichen Hintergrund („Wahrheit ist ein Prozeß“) niemals akzeptieren werden.

    • Sie sind zu hastig. Ihre Ungeduld wird sie scheitern lassen, zumal sie nicht in und aus der Wahrheit sind. Es bedarf nur eines breiten, unbeugsamen Widerstands, dann bricht die ganze jesuitische Intrige in sich zusammen und dieses Zerrbild eines Papstes,Bergoglio, tritt ab. Heilige Maria, Siegerin in allen Schlachten Gottes, bitte für uns! Heiliger Erzengel Michael, streite mit uns! Heiliger Thomas Morus stärke uns durch Deine Fürbitte an Gottes Thron! Diener Gottes, Erzbischof Lefebvre, steh‘ uns bei in diesem entscheidenden Kampf!

  6. Man darf bei aller Panik nicht vergessen, die Synode ist für den Papst in keiner Weise verbindlich.

    • ,,Bei aller Panik“, ,,man darf nicht vergessen,,,,die Synode ist für den Papst in keiner Weise verbindlich“…wie ernst!Für diesen Papst sind nicht mal seine eigene Worte verbindlich,geschweige denn,sein Petrusamt,offensichtlich,auch nicht,die Ewige Wahrheit.Ich bin nicht in dieser Amtskirche,damit darf ich diesen,fast genial listigen Mann,verabscheuen.Der Dreieinige,Allmächtige Gott,hat ein Plan.

    • Sehr richtig!

      Aber: Papst Bergoglio legt offenbar großen Wert darauf, den Anschein zu erwecken, er nehme die Synodenväter ernst. Das ist aber nur insoweit der Fall, als sie der Meinung Kaspers folgen. Den (rechtgläubigen) Rest will er wohl -nach der im letzten Jahr bereits verwandten Methode, nur diesmal noch etwas perfider- mittels Manipulation erledigen – . Diese Rechnung würde aber mit Sicherheit nicht aufgehen. Zum einen sind die Bischöfe jetzt hellhöriger als im letzten Jahr. Zum anderen liegt mit der Kasper-Häresie ein derart flagranter Widerspruch zur Lehre der Kirche vor, daß sogar heutige Bischöfe, die in der Regel keine gesunde theologische Formung erhalten haben, ihn ohne weiteres erkennen. Schließlich wäre die Annahme, durch Herausgabe irgendeines (postsynodalen) häretischen Wischs alle Träger der kirchlichen Lehrgewalt zu übertölpeln, völlig realitätsblind. Episkopate ganzer Länder würden entschiedenen Widerstand leisten (Kardinal Sarah, der im Gegensatz zu Bergoglio kein Dampfplauderer ist, kündigte dies für z.B. für den gesamten afrikanischen Kontinent an), abgesehen noch von einem nicht unerheblichen Teil der Kardinäle. – Der Kasper-Schwachsinn ist nur um den Preis des Schismas zu haben (Bergoglio und sein Anhang würden sich dann eben von der Kirche trennen)!

      Der Mensch Bergoglio scheint mir übrigens nicht nur ein von tiefstem Ressentiment zerfressener Prolet zu sein. Man dürfte auch einmal die Frage nach seiner psychischen Gesundheit stellen. Bei seiner Reise in die Vereinigten Staaten hat er -um nur eines von zahllosen Beispielen zu nennen, die eine solche Frage nahelegen- nicht nur die bewußte Standesbeamtin ih ihrem Widerstand gegen die Perversen-“Ehe“ ermutigt, sondern auch -wie heute auf CNN gemeldet wurde- ein entsprechendes „Paar“ empfangen (sicher nicht, um ihm ins Gewissen zu reden). So verhält sich kein normaler Mensch, es sei denn, er wäre ein gefallsüchtiger Heuchler, der bei jedem und um jeden Preis beliebt sein will. Insofern könnte man wohl der Meinung sein, die Annahme, daß Bergoglio geistig abnorm ist, sei die ihm günstigere. Und als Katholiken wollen wir ja schließlich von kirchlichen Oberen immer das Günstigere annehmen…

      Sie erwähnen noch eine gewisse Panik, die sich einzelner zu bemächtigen scheint. Diese ist selbstverständlich fehl am Platze. Gott läßt die gegenwärtigen Zustände zu, unter denen wir zutiefst leiden. Wir wissen nicht, warum, aber wir wissen sehr gut, daß, wie es in einer der Orationen der Sonntage nach Pfingsten heißt, die göttliche Vorsehung in ihrer Fügung nicht fehlgeht (in sua dispositione non fallitur). Weshalb sollte man sich dann vor den lächerlichen Epigonen des „Konzilsgeistes“ (Kasper, Marx, Forte usw.) fürchten?

  7. Die Synode wird eine elegante Lösung finden, sowohl was den Kommunionempfang der wiederverheiratet Geschiedenen als auch die Segensfeier für Homoverbindungen betrifft. Diese Lösung haben die deutschsprachigen Bischöfe – kürzlich noch Koch/Berlin und Gmür/ Basel – und der barmherzige Papst schon ständig, mal deutlich, mal verklausuliert (Gradualität oder Elemente) verkündet: an der Lehre werden sie nicht rütteln, sie kann man nicht ändern, wie sie sagen. Aber man muss zu der Lebenswirklichkeit eine pastorale Brücke bauen, man wird eine Kasuistik, eine Einzelfallbeurteilung empfehlen. Diese elegante Lösung ist eo ipso eine verlogene: Man will die Lehre offiziell gelten lassen, unterläuft sie aber „pastoral“. Schon der Begriff „pastoral“ ist eine Lüge, denn es geht ja gar nicht um das Seelenheil der betreffenden, – das wäre eigentlich „pastoral“ – sondern nur darum, dem Mainstream des Polit – Kirchlichen Komplexes zu genügen und eine vermeintliche Diskriminierung von Randgruppen zu vermeiden. Diese pastorale Praxis werden sie dazu noch als neu verkaufen, wohl wissend, dass sie gar nicht neu ist, da es in den deutschsprachigen Ländern, wahrscheinlich auch anderswo, schon seit Jahren eine pastorale Praxis gibt, in der sich viele Priester mitnichten um Einzelfallbeurteilung bemühen. Dieses Procedere ist doch die bewährte Politik der „Neuen Kirche“: Offiziell wird die Glaubenslehre nicht angetastet. Aber jeder Priester und jede Gemeinde machen es so wie sie es für opportun halten: angefangen von der Liturgie bis zur Glaubenslehre. So ist es z.B. heute Glücksache, ob man eine gültige Hl. Messe mitfeiern kann, sollte man in Verlegenheit kommen, eine bisher nicht bekannte Kirche aufzusuchen.

  8. Bergoglio geht konsequent seinen Weg weiter und führt die Kirche geradewegs in die Katastrophe. Er beschwört die Einheit der Kirche und zertrümmert in Wirklichkeit diese Einheit. Er faselt und nuschelt pausenlos und nervtötend über eine angebliche Barmherzigkeit und eliminiert voller Unbarmherzigkeit jeden, der nicht so will wie er. Er ist der Liebling der säkularen Mediengesellschaft und verhöhnt diejenigen, die in Treue zur Kirche stehen. Er nährt und fördert den Zweifel und lässt seine Kriecher verkünden, wie angeblich absolut katholisch er wäre.
    Er plaudert über den Frieden zwischen den Religionen und blendet die Tausende und Abertausende getöteter, gefolterter und geköpfter Mitchristen aus- weil er den Feinden des Glaubens gefallen will. Das Allerschlimmste und Übelste aber ist die Bande seiner Schleimer und Kriecher, die das christliche Volk systematisch verdummen und diesem allen Ernstes weismachen wollen, dass Bergoglio ein tief katholischer Mensch wäre. Schon vor mehr als 2 Jahren wurde das hier vorhergesagt und fast keiner wollte es wahrhaben. Und jetzt kommt Schritt um Schritt der Zerstörung der heiligen Kirche. Mit angeblichen Äußerlichkeiten ist es losgegangen und nunmehr gehts an die Substanz. Bergoglio wird die Kirche spalten und dafür werden sie ihn heilig sprechen. Die Kirche dämmert ihrer Katakombenzeit entgegen.

    • „Und jetzt kommt Schritt um Schritt der Zerstörung der heiligen Kirche“ – nein, da nicht möglich; nach meiner Interpretation eher: jetzt kommt Schritt um Schritt die konsequente Zerstörung eines falschen, in sich widersprüchlichen Systems; J.M.B. denkt nur konsequent zu Ende und „vollendet“, was andere vor ihm begonnen haben. Also, wir stehen nicht am Anfang einer Entwicklung, sondern auf deren Höhepunkt, besser: ersten Tiefstpunkt (da ist aber sicher noch viel „Luft nach unten“!^^). Das „Bergoglio-Pontifikat“ ist nicht Ursache, sondern notwendige (vor-?) letzte Konsequenz. „Die Kirche dämmert ihrer Katakombenzeit entgegen“ – m.E. ist sie das schon längst …
      … wie Piux oben schreibt: „Und wenn es eine kleine Minderheit ist, die der wahren Kirche treu geblieben sind, so haben sich die Worte unseren Herrn Jesus Christus erfüllt“ – oder mit St. Athanasius dem Großen: „Selbst wenn die Menge der treu zur traditio stehenden Katholiken auf eine Handvoll Menschen zusammengeschrumpft wäre – sie wären die wahre Kirche.“ Auch ohne Petersdom und all das (man denke übrigens auch an die letzte Messe – eine una cum-Messe! – in der Hagia Sophia, an Konstantinopel …!), auch wenn’s natürlich unendlich schmerzt, das zu schreiben & sich in aller Deutlichkeit klarzumachen (und das soll jetzt kein Defaitismus sein, wir müssen kämpfen, wie wir nur können!!), aber … wir müssen uns eben strengstens und nur an die Worte Christi halten: Daß die große Apostasie kommen wird, in einem Ausmaß, das wir uns wohl kaum vorstellen können … wollen – aber dennoch mit absoluter Sicherheit gilt: „Non praevalebunt!“

      • Mancherorts versucht man seit Jahrzehnten den Verfall der Kirche aufzuhalten- auch bei uns. S.H. Papst Benedikt XVI. hat uns große Hoffnungen gemacht: Es begann ein zartes Pflänzlein zu wachsen: Würdige Liturgie, alter Ritus, Sakramentsandacht, Mundkommunion und vieles mehr. Dieser moralische Rückhalt ist uns genommen. Bergoglio trampelt ununterbrochen irgendwelche Dummheiten vor sich hin nuschelnd quer durch die Pampa. Seinem schlechten Vorbild folgend beginnen sich zunehmend die liturgischen Chaoten wieder zu regen.
        Alles folgt der Devise: Einfach, primitiv, ohne Ehrfurcht und Würde. Halt wie der Jesuit in Rom es vormacht. Genau diese angeblichen Äußerlichkeiten aber sind es, mit denen es gelungen ist, Menschen wieder für die Schönheiten des Glaubens zu sensibilisieren. Der Schaden, den Bergoglio anrichtet, kann in Jahrzehnten nicht beseitigt werden. Noch viel schlimmer ist es, dass er jetzt ganz offiziell die Axt an die Fundamente anlegt- selbst die Sakramente sind diesem Menschen nicht mehr heilig. Aber ich denke, dass viele gläubige und treue Katholiken vorgesorgt haben. Die Zahl der verborgenen Kapellen steigt ständig an und die treuen Priester- wenngleich wenige- halten die Seelsorge in den Katakomben aufrecht. Irgendwann wird offenbar werden, was und wer da den Thron Petri ursurpiert hat.

      • @ Marcellus – yep, wie froh war auch ich, als der gute Herr Kardinal-Protodiakon Medina Estévez (ich meine, mit so einem herrlichen, ganz subtil-süffisanten Schmunzeln!?^^) 2oo5 die wirklich große Freude verkündete, und dann das Dominum Iosephum – Sanctæ Romanæ Ecclesiæ Cardinalem [quälend-lange rhetor. Pause] – Rrratzingerrr … und knappe acht Jahre später dann [choc]. Zu den hohen Feiertagen, wenn Zeit, immer mal wieder im Fernsehn „Rom geguckt“, Urbi et orbi … und die Berichte von seinen Deutschland-Reisen, die brilliante Regensburger Rede, der Besuch im Bundestag, eben all das … kommt mir jetzt vor, wie allerfernste Vergangenheit, wie endgültig vorbei. „Rom gucken“ ist nicht mehr, kann ich nicht mehr (meine Eltern gelegentl. schon mal, aber … auch die kostet’s nur noch „Nerven“). Habe das Gefühl, seit dem 13.o3.13, diesmal ist es anders auf der Welt, nicht nur „in Rom“; hier läuft etwas ganz gewaltig falsch in der Welt, insgesamt – hier beginnt etwas, in einer fast schon unheimlichen Weise zu entgleisen, und zwar „an allen Fronten“, die einen echt in Alarm, in hohe Gefechtsbereitschaft versetzen muß (wie „beim Bund“ schon so oft geübt, Sie haben, wie Sie schrieben, werter Marcellus, ja auch „gedient“ – gut so, sollte uns … hoffentlich auf so manches vorbereitet haben); ja, und in ein absolut unbedingtes, totales Sich-Ergeben in Christus! – Aber, ganz ehrlich: zwar wurde ich „durch all das“ schon ziemlich (auch schmerzlich) erschüttert bzw. heftig „von der Tarantel gestochen“, aber andererseits ist dadurch mein persönlicher Glaube auch, würde sagen, intensiver, stärker, unbedingter und … ‚innerlicher / tiefer‘ geworden, denke, das ist bei vielen so …!? Für meinen Teil kann ich sagen: das Ratzinger-Pontifikat, gerade weil es so ‚beruhigend‘ war, hat mich vlt. auch in einer Sicherheit gewiegt, die in Wirklichkeit (so) schon nicht mehr vorhanden war, noch vornehmlich „hinter den Kulissen“, ohne daß mir die Tragweite des Verfalls voll bewußt geworden wäre. Das kam (bei mir) eben erst … ja, ab dem Tag, wo BXVI im Konsistorium seinen kleinen Text verlesen hatte, der dann solche gewaltige Auswirkungen haben sollte …
        … also: „jetzt erstrecht!“ (sc. kämpfen!^^)

  9. Man muss sich nur anschauen wie Bergoglio hier während seines kürzlichen Besuchs in den USA einem sodomitischen „Paar“ eine Privataudienz erteilt und den Knaben am Schluss sogar mit einem Kuss verabschiedet, ich hoffe er hat sich da mit nichts angesteckt. Seit ich das gesehen habe sind für mich alle Erwartungen an die Synode und an dieses „Pontifikat“ gestorben.

    https://www.youtube.com/watch?v=1YiDfFdZ51I

    • Was sollen solche Kommentare?!

      Manchmal habe ich den Eindruck, dass hier unter dem Deckmantel der Anonymität bewusst Kommentare verfasst werden, die dieses Portal diskreditieren sollen.

  10. Die afrikanischen Bischöfe werden sich, da bin ich sicher, standfest weigern, einen Kurs mitzutragen, der die Relativierung der Lehre zum Inhalt hat, da dieser langfristig die Kirche nur zerstören würde. Insofern sehe ich schon für die sogenannten progressiven Kräfte erhebliche Hürden, die zu nehmen sind. Das tiefere Problem sind aber die Jesuiten als Orden. Dieser Orden ist durch und durch von einer Glaubensfäulnis erfasst, dass einem nur das Grauen ankommen kann. Da der Papst selbst Jesuit ist, wird er gegen die Missstände in seinem Orden nicht wirklich durchgreifen, sondern sie im schlimmsten Fall noch befördern. Sollte es dazu kommen, dass der Papst tatsächlich etwas lehrt, was klar gegen das Wort Gottes steht, dann haben wir faktisch schon das Schisma, weil dann die Kirche nicht mehr in einer überzeitlichen Einheit stünde. Das wäre in der Tat der schlimmste Zustand überhaupt. Leider ist eine solche Rebellion gegen Gott nicht auszuschließen,sonst würde ja nicht Kurienkardinal Sarah von einer solchen Rebellion davon sprechen.

    • Ich gebe Ihnen Recht. Das mit den Jesuiten ist schlimm.

      Diese Tage hat sich ein polnischer Jesuit Pater Charasa SJ geoutet, wie immer: „schwul, glücklich, stolz und verliebt“, wovon die liberalen Medien (Newsweek Polska, Gazeta Wyborcza, Tygodnik Powszechny) in Polen und nicht nur die liberalen berichten.

      http://www.pch24.pl/perfidna-akcja-homo-lobby-w-przeddzien-synodu–trwa-tournee-ksiedza-charamsy-po-mediach,38551,i.html

      Das Pikante dabei: Er lebt in Rom oder im Vatikan und ist ein Mitarbeiter der Glaubenskongregation (sic!).

      Dass die Gay-Rate bei den Jesuiten sehr hoch ist, ist bekannt, dass aber ein Mitarbeiter der Glaubenskongregation gerade jetzt jegliche Schamesgrenzen hinter sich lässt, erscheint nicht gerade zufällig und wahrscheinlich von seinen Ordensoberen wenigstens geduldet wenn nicht gar begünstigt.

      Auf diese Art und Weise ist auch die römische Karriere von David Berger zu erklären. Eine Schande! Also nicht nur „jung und begabt“, sondern „jung und homosexuell“ und davon profitierend.

      Für mich stellt sich die Frage, wann eigentlich sich der Jesuitenorden auf diese Niederungen begeben hat, denn doch nicht erst nach dem Konzil oder im XX Jhd.
      Was ist denn und wann in der Ordensausbildung von der Spiritualität her falsch gelaufen, dass es heute solche Früchte trägt? Liegt es an dem Subjektivismus der ignatianischen Exerzitien, welcher samt Unterordnung unter die Ordensgemeinschaft zu solchen Auswüchsen führt?

      Immer diese Ausnahmen, nach dem Motto nec cantat nec rubricat. Und warum eigentlich nicht? Die kurze Verlaufsgeschichte:

      1. Kein Chor in der römischen Kirche Il Gesu.
      2. Verpflichtung zum Brevierbeten mit Ach und Krach durchgesetzt.
      3. Immer neue Wege: Ritenstreit, Reduktionen.
      4. Ständige Vorwürfe eine Geheimgesellschaft zu bilden und ein Kirchenstaat in der Kirche zu sein.
      5. Aufhebung des Ordens 1773, aufgehoben 1814. Überlebt hautpsächlich in Preussen und im russischen Zarenreich.

      Vielleicht war die Entscheidung von 1773 richtig und nicht ausschließlich politisch motiviert, wie es heutzutage fast überall dargestellt wird.

      41 Jahre also lebten sie ohne jegliche kirchliche Kontrolle, meistens als Weltpriester, vielleicht hat sich da etwas eingeschlichen?

      Seit es den Jesuitenorden gibt, funktionieren die Netzwerke des Jesuiten und ihre Verbindungswege weit besser als die der römischen oder vatikanischen Diplomatie. Sie dienten lange dem Wohle der Kirche, ab dem XX Jhd. nicht mehr und seit 1962 schon gar nicht.

      Vielleicht liegt es an diesem unsäglich stolzen Elitedenken: Ein Jesuit ist dermaßen gut ausgebildet, intelligent, etc. etc., dass er sich alles leisten kann und die Oberen decken ihn, um die Corporate Identity zu schützen.

      Und jetzt schrieben die Jesuiten dem Jesuiten Franziskus ein Programm, um auf dem administrativen Wege, sollte aus Franziskus Sicht die Synode scheitern, das Unsägliche durchzusetzen.

      Es ist eigentlich gleich, ob es zu einem Schisma kommt. Denn es geht um die Zerstörung der Kirche

      • James Joyce beschreibt in seinem Roman „Der Künstler als junger Mann“ sehr prägnant den Charakter der Jesuiten im angehenden 20 Jahrhundert, ihr elitäres, von Hochmut geprägtes und durch und durch zynisches Verhalten. Auch eine extreme Verlogenheit als Merkmal findet sich bei Joyce in seiner Darstellung. Nun sollte man nicht voreilig Joyce ad acta legen, nur weil er ein wirklich extremer Gegner, um nichts zu sagen Kirchenhasser geworden ist. Joyce kannte sich als Ire und Besucher des Trinity College in Dublin bestens mit der katholischen Lehre und Liturgie aus. Schon das Irland zur Zeit von James Joyce war zwischen Glaube und moderner Aufklärungideologie zerrissen, zumindest in den gebildeten Schichten.

        Hier wären wir nun auch beim spannenden Teil, denn in den Jesuitenorden hat, wie in keinem anderen Orden, die Aufklärungsideologie Eingang gefunden und diesen Orden sukzessive verweltlicht., Die nach außen getragene Spiritualität ist lediglich Schein und hat keine tiefere Wurzel. An die Stelle der göttlichen Inspiration ist bei den Jesuiten ein psychoanalytisches Seelenverständnis getreten. Man muss sich doch nur mal fragen, warum so viele Jesuiten auch Psychoanalytiker sind. Dann bietet der Orden natürlich Menschen einen idealen Nährboden im Konspirativen zu leben. Hier bauen sich sukzessive Gruppenzwänge auf, die den katholischen Glauben ins Abseits drängen. Ein völlig überzeichnetes Elitebewusstsein tut sein übriges und fördert seelische und moralische Defekte, die sich dann nur um so tiefer manifestieren, wie die Kunst extremer Verstellung und somit Selbstverleugnung zum Wohle der Gruppe (nicht der Kirche!).

        Das Wiederaufleben des Ordnens nach der Aufhebung 1773 fällt interessanterweise eng mit der sich entfaltenden Aufklärung zusammen. Wenn Sie einem Jesuiten mal aufmerksam zuhören, dann werden Sie schnell feststellen, dass sein Reden stets im Jargon des Politischen beheimatet ist, schon von der Wortwahl, den Phrasen und vor allem vom Denken der Macht. Daher ja auch diese extreme Fixierung darauf, den Papst quasi als Monarch mit absolutistischer Macht zu interpretieren. Gott spielt da nur eine marginale Rolle als erster Beweger. Es ist die Verflechtung von Macht und Glaube, die diesen Orden heute so gefährlich für die Kirche macht.

      • „Vielleicht war die Entscheidung von 1773 richtig “
        Sie war richtig und überfällig. Die Wiederzulassung dieses Ordens wurde 1814 nicht nur von den Mächten sondern auch von maßgeblichen Kardinälen (darunter Ercole Consalvi) in Rom bedauert. Zu recht. Das Aufhebungsbreve dominus ac redemptor von 1773 noster führte nämlich beredt die Gründe an, welche auch heute zutreffen. Clemens XIV. handelte vollkommen angemessen (freilich hat dann später der wiederauferstandene jesuitische Einfluß auf das kirchliche Bildungswesen in tückischer Weie diesen klugen Papst in Verruf gebracht).
        Daß es allein „politisch“ motiviert war ist ja die von den Jesuiten bediente Lesart der Ereignisse, welche dann von anderen rezipiert und weitertradiert worden ist. Der jesuitische Hochmut geht soweit, daß bis heute nach bestandenen Examen einige Jesuiten den „Brauch“ erhalten nach bestandenem Examina das Grabmonument von Clemens XIV. in Santi Apostoli besuchen um so diesen heiligmäßigen Papst zu verhöhnen. Einige legen dann dort spezielle Blumengebinde ab.

      • Ich muss gestehen damals zu den Jesuiten gehen zu wollen, aber bin dankbar das ich es nicht getan habe. Zu glauben das ein Orden so schnell weltliche Macht erlangt und aufsteigt wie Phoenix aus der Asche ohne das eine gewisse Planung und Organisation schon vorher stattgefunden hat ist eigentlich nicht nachvollziehbar und recht unglaubwürdig. Verdächtig ist es das die Jesuiten wie Freimaurer die größten Nutzniesser des 30jährigen Krieges sind und beide Cliquen von Beginn an sehr einen Hang zum Okkulten hatten. Was da geschaffen wurde ist Frankensteins Monster nur war dieser Frankenstein das Papsttum erlegen der Verführung einem Schutzmachtversprechen mit Aussicht auf weltliche Macht was nicht christlich ist. An der Stelle legte man in Rom den Glauben ab. Würden die Enkel Loyolas die Gegenreformation beenden durch Vernichtung des Protestantismus, würde man eventuell auch an der Existenz des eigenen Ordens sägen. Laut dem Buch Occult Theocracy wollte Ignatius von Loyola schon vor seiner Militärzeit auf Biegen und Brechen bei den spanischen Alumbrados einem spanischem illuminierten Zirkel Mitglied werden, warum brüstet man sich in Logenkreisen mit so etwas? Dann die geistige Verwandschaft mit dem französichem okkultem Köhlertum lange vor den italienischen Carbonari, das Köhlertum ist durch und durch pantheistisch. Ich glaube das Freimaurer und Jesuiten zwei Clubs sind die das gleiche Spiel spielen nur einen anderen Besitzer haben, aber ob das wirklich Jesus Christus ist? Im übrigen die 3 Nägel sind kabbalistisch interessant, ein Nagel steht für den hebräischen Buchstaben „Vau“ und hat den Zahlenwert 6, wenn man sich mit Athanasius Kircher SJ befasst sollte man meinen in dem Orden sollte mehr geistiger Tiefgang herrschen, oder war es absichtlich so gewollt? Meines Erachtens sind die Jesuiten wie die Freimaurer nur an der Schnitzeljagd nach dem salomonischen Wissen und der Bundeslade her, wobei eigentlich klar ist das beide Fraktionen leer ausgehen werden. Es gibt mit Sicherheit viele ehrbare und anständige Jesuiten, die entscheidende Frage für die katholische Kirche ist jedoch was in der Spitze bzw. Elite des Ordens los ist. Das 2008 zwei Jesuiten von einem Nachrichtendienst, angeblich dem FSB, in einem Moskauer Hotel exekutiert wurden ist nicht ungewöhnlich, jedoch das Gerüchte kursieren die beiden Jesuiten wären in der Homo-Szene aktiv gewesen um diese politisch zu instrumentalisieren ist schon sehr auffällig. Zeig mir Deine Freunde und ich sag Dir wer Du bist. Und wie @J.G.Ratkaj richtig sagte, vielleicht hätte man es bei 1773 belassen sollen, seitdem der Orden damals verboten wurde ging das Feuer der Revolutionen durch Europa, sämtliche Adelshäuser wurden beseitigt und kamen bei Überleben unter jesuitischer Aufsicht, soll das das neue Christentum sein? Das ist Staasi 0.0 nicht Staasi 1.0, die DDR Version war nur die light Variante einer Testversion für den Plebs.

      • @J.G. Ratkaj

        Ein interessanter Aspekt von Ihnen. Für Jesuiten ist ihr Orden das Zentrum des Glaubens, nicht die Kirche! Der Gehorsam des Jesuiten gilt also allein dem Orden. Hier hat sich über die letzten 200 Jahre eine geheime Parallelkirche entwickelt, die nun die totale Macht über die Kirche anstrebt. Bergolio scheint die Kirche also im Sinne seines Ordens „reformieren“ zu wollen, was in letzter Konsequenz die Aufhebung der Katholizität bedeuten würde.

      • @Suarez
        Der Jesuitenorden bildet seit seiner Approbation eine Parallelkirche. Die jesuitischen „Charismen“ wurden vordergründig und vermeintlich zum Wohle der Kirche eingesetzt aber zu oft dienten sie allleinig der Mehrung der Macht und des Einflußes dieses Ordens und nicht dem der Kirche. Auch Papst Clemens XIV. (dessen Andenken von den Jesuiten beschmutzt wird und dessen Furcht vor einem Mordanschlag durch den Orden nicht nur auf „Verschwörungstheorien“ und kolportiertem „Verfolgungswahn“ beruhte sondern eher die obskure Macht dieses Ordens kennzeichnet, dem selbst nach Aufhebung und Inhaftierung seiner Oberen in der Engelsburg ein Attentat zugetraut wurde) führt in seinem Aufhebungsbreve eine Vielzahl von Vorwürfen an, mit denen der Orden bereits seit seiner Gründung konfrontiert wurde nicht nur von Seiten der Fürsten. Weiters sind Jesuiten Experten der Verstellung und Täuschung. Sie geben sich situativ so wie es ihren Interessen nutzt. Sie werden den besten ultramontanen Theologen der alten römischen Schule abgeben und morgen den erudierten und kosmopolitischen Vertreter der nouvelle theologie. Das ist ihre größte Begabung und die Garantie ihres Fortkommens mit der sie bis heute viele fromme Seelen noch immer zu blenden vermögen. Immer wieder hören wir über ihre Anstrengungen und Leistungen während der Gegenreformation. Dabei kann man aber vielleicht die Frage stellen wurde dort der katholische Glaube restauriert oder nicht viel eher ein jesuitisch verbrämter Katholizismus implemtiert, der in sich bereits den Keim jenes Abfalles in sich barg der eben jetzt gerade in den Ländern der Gegenreformation (Flandern, Österreich, Deutschland et al) am meisten sichtbar geworden ist.

      • „Vielleicht war die Entscheidung von 1773 richtig und nicht ausschließlich politisch motiviert, wie es heutzutage fast überall dargestellt wird.“

        Über diesen Ihren Satz habe ich auch seit längerer zeit schon nachgedacht. Mit dem Nachdenken bin ich noch nicht zu Ende gekommen. Die Jesuiten haben ja tatsächlich auch allerhand Gutes bewirkt.

        Aber danke für diesen Satz – es lohnt sich, das vielleicht zu vertiefen, und zwar in der von Ihnen avisierten Form, dass dieser Orden von Anfang an problematisch war und nach wie vor ist.
        Das gälte es zu zeigen oder aber auch zu widerlegen, falls sich erweisen sollte, dass das falsch ist.

  11. @J.G. Ratkaj. Danke für Ihren Kommentar. Ich bin schon seit langem der Meinung, daß es ein Fehler von Pius VII. war, den Jesuitenorden 1814 wieder zuzulassen. Auch wenn dessen Aufhebung durch S.H. Papst Clemens XIV. 1773 politisch motiviert war, und auf Druck damaliger
    Mächte vollzogen wurde. Darunter Spanien, daß den liberalistischen „Jesuitenstaat“ in seinen südamerikanischen Kolonien 1767 aufgehoben hatte, da er für die Kolonialmacht unerträglich
    wurde. Diese Entscheidung den Jesuitenorden aufzuheben, war mehr als richtig, denn die Jesuiten waren schon damals in ihrer liberalen, prämodernistischen Haltung höchst verdächtig.
    Die Folgen dieses Fehlers den Orden wieder zuzulassen, der seit Jahrzehnten eine durch und durch subversive, ultramodernistische Organisation mit mafiosen Strukturen ist, sehen wir nun personifiziert in diesem proletarischen Papstdarsteller Bergoglio, der die Kirche mit satanischem Enthusiasmus zerstört.

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