Vor der Bischofssynode – Vorrangige Option für die Familie (XLI)

Die Ehe, ein Sakrament
Die Ehe, ein Sakrament

Aus der Handreichung Vorrangige Option für die Familie. 100 Fragen und 100 Antworten im Zusammenhang mit der bevorstehenden Bischofssynode über die Familie vom 4. bis 25. Oktober 2015 im Vatikan.

81. Frage: Ein Bischof meinte, die Anerkennung von homosexuellen Paaren sei „eine Frage der Zivilisation“. Ein anderer wagte sogar vorzuschlagen, die homosexuelle Verbindung solle der Ehe zwar vielleicht nicht gleichgestellt, aber doch zumindest angenähert werden, zum Beispiel durch Erteilung eines priesterlichen Segens. Ist eine solche Annäherung möglich?

Antwort: Die homosexuelle Union ist ein stark erotisch motiviertes Zusammenleben von Partnern, die eine widernatürliche Form der Sexualität einschließt. Sie ist daher schwer sündhaft, kann unmöglich einer kirchlichen Eheschließung zwischen Mann und Frau gleichgestellt und daher auch nicht gesegnet werden. Es ist wichtig, sich den jüngsten Versuchen zu widersetzen, die sie unter allen Umständen legalisieren wollen.

„Wenn die Ehe zwischen zwei Personen verschiedenen Geschlechts in rechtlicher Hinsicht nur als eine mögliche Form der Ehe betrachtet würde, brächte dies eine radikale Veränderung des Begriffs der Ehe zum schweren Schaden für das Gemeinwohl mit sich“ (Kongregation für die Glaubenslehre, Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen, 28. März 2003, Nr. 8 – von Papst Johannes Paul II. approbierter Text).

82. Frage: Wie könnte eine fromme und verständnisvolle Person die Homosexuellen verurteilen, mit dem Argument, sie müssten immer ihre Instinkte unterdrücken?

Antwort: Wie alle Menschen, sind auch die Homosexuellen verpflichtet, nach dem Naturgesetz ihre ungeordneten Leidenschaften zu kontrollieren und gemäß ihrem Stand keusch zu leben.

„Homosexuelle Menschen sind zur Keuschheit gerufen. Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich – vielleicht auch mit Hilfe einer selbstlosen Freundschaft -‚ durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern“ (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 2359).

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Angaben zur Handreichung:
Aldo di Cillo Pagotto/Robert F. Vasa/Athanasius Schneider: Vorrangige Option für die Familie. 100 Fragen und 100 Antworten im Zusammenhang mit der Synode. Vorwort von Jorge A. Kardinal Medina, Edizioni Supplica Filiale, Roma 2015, www. supplicafiliale.org

Die gedruckte Ausgabe in deutscher Sprache kann angefordert werden bei:
Deutsche Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP)
Gladiolenstrasse 11
60437 Frankfurt am Main
segreteria.supplicafiliale [a] outlook.com
www.tfp-deutschland.org

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3 Comments

  1. Der Theologe und Anthropologe Prof. Edouard Ade, Generalsekretär der Katholischen Universität von Westafrika, sprach am Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECEAM) u.a. auch über eine Variante des von den „Kasperianern“ eingesetzten Trojanischen Pferdes:
    -
    „Ein solches Trojanisches Pferd, welches von den Kasperianern eingesetzt wird, ist, allen Beziehungen des Zuammenlebens zwischen zwei Menschen einen positiven Wert zuzumessen, auch jenen außerhalb der Ehe und implizit auch den homosexuellen.“
    -

    Und zur „Strategie der Deutschen“ erläutert er:
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    „Ein präzedenzloses Verdampfen des christlichen Glaubens, das sich in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland ereignete und das von unverhältnismäßigen Erwartungen an eine Änderung der kirchlichen Lehre und Praxis begleitet wird. Eine Haltung, die von der kirchlichen Hierarchie Deutschlands unterstützt wird.“
    -

    Der Präfekt der Liturgiekongregation Kardinal Robert Sarah gab indes in Interview mit „National Catholic Register“ die afrikanische Richtung an:
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    „Afrika wird 
    die Familie retten.
    Afrika wird in der Ehefrage 
    keinen Millimeter nachgeben. 
    Wenn die Synodenväter die göttliche Lehre als Antiquariat betrachten, 
    dann verraten sie ihre Berufung.“
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    • Deswegen wird es Zeit, dass unser dekadentes (Kirchen-) Volk endlich neuen Schwung bekommt und mit Migranten aus Afrika aufgemischt wird!

  2. Es ist beschämend wenn man liest, dass einige Nachfolger der Apostel, die Bischöfe, öffentlich
    bekunden, dass gegenüber den Homo-Veranlagten, Respekt und Anerkennung mit christlichem
    Segen erfolgen sollte. Es wäre eine Frage der Zivilisation, homosexuellen Partnern dürfte der
    kirchliche Segen und was damit zusammen hängt, nicht verweigert werden. Damit sind wir in der
    Zeit angekommen, von der der Hl.Paulus sagt : sie werden sich eine Religion ausdenken, die den
    Ohren, und somit der Welt schmeichelt.

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