Israels Staatspräsident besucht nach Attentat Kloster in Tabgha – Protest gegen Mauerbau durch das Cremisantal

Israels Staatspräsident Rivlin in Tabgha
Israels Staatspräsident Rivlin in Tabgha

(Jerusalem) Israels Staatspräsident Reuven Rivlin besuchte gestern das Benediktinerkloster Tabgha am See Genezareth, das Mitte Juni Zielscheibe eines Brandanschlags jüdischer Extremisten war. Das Kloster ist von deutschen Benediktinern bewohnt und gehört zur Dormitio-Abtei in Jerusalem. Begleitet wurde das Staatsoberhaupt vom Lateinischen Patriarchen von Jerusalem Fouad Twal. Der Patriarch begrüßte den Besuch, kritisierte aber gleichzeitig den Mauerbau durch das christliche Cremisantal zwischen Betlehem und Jerusalem.

Abt Gregory Collins sprach von einem „ermutigenden Zeichen“ für die Fortsetzung der Versöhnungsbemühungen. Zum Kloster gehört eine Begegnungsstätte für jüdische und arabische Jugendliche. Staatspräsident Rivlin hatte noch am Tag nach dem Attentat den Abt des Benediktinerklosters telefonisch kontaktiert, um ihm sein Bedauern auszusprechen und den Anschlag zu verurteilen.

Staatspräsident bezeichnet Attentat als „Akt der Blasphemie“

Bei seinem Besuch in Tabgha sprach Rivlin von einem „Akt der Blasphemie“.

In den vergangenen zwei Jahren häuften sich Angriffe gegen christliche Einrichtungen, besonders Kirchen und Klöster, durch jüdische Extremisten, die der radikalen Siedlerbewegung nahestehen. Wegen des Brandanschlages auf das Kloster in Tabgha wurde Anklage gegen drei junge jüdische Männer erhoben.

Beim Besuch des Staatspräsidenten am See Genezareth waren auch der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Msgr. Fouad Twal, der Kustos der Franziskanerkustodie des Heiligen Landes, Pater Pierbattista Pizzaballa, der Apostolische Nuntius Erzbischof Giuseppe Lazzarotto und Vertreter der deutschen Botschaft anwesend.

Ein Sprecher des Benediktinerordens sprach von einem Schaden von 1,6 Millionen Euro und forderte den Staat Israel auf, sich am Wiederaufbau zu beteiligen.

Die Klosterkirche von Tabgha befindet sich an der Stelle, an der Jesus die erste Brotvermehrung wirkte.

Patriarch protestiert gegen Mauerbau durch das Cremisantal

Salesianerin mit israelischem Soldaten: Mauer mitten durch das christliche Tal von Cremisan
Salesianerin mit israelischem Soldaten: Mauer mitten durch das christliche Tal von Cremisan

Patriarch Twal kritisierte mit scharfen Worten, daß Israel den Mauerbau durch das Cremisantal zwischen Betlehem und Jerusalem fortsetzt. Anfang Juli hatte der Oberste Gerichtshof Israels überraschend die Fortsetzung der Bauarbeiten gutgeheißen. 2004 war der Mauerbau vom Internationalen Gerichtshof verurteilt worden.

Das Cremisantal ist ein christliches Tal zwischen den beiden heiligen Städten und eine grüne Lunge für das unter großer Bevölkerungsdichte stöhnende palästinensische Umland. Das Tal gehört dem Salesianerorden, der dort 1883 auf den Ruinen eines byzantinischen Klosters aus vorislamischer Zeit ein Männerkloster errichtete. Bald darauf wurde im Tal auch ein Frauenkloster gegründet. Das Tal ist bekannt wegen des Wein- und Olivenanbaus der Salesianer. Diese errichteten dort Schulen und Werkstätten zur Ausbildung der arabischen Jugend. Die Einrichtungen stehen sowohl Christen als auch Moslems offen. Von der Landwirtschaft im Tal leben die 58 christlichen Familien von Beit Jala.

Die Mauer wird nicht nur die beiden Klöster trennen, sondern auch alle Schul- und Ausbildungseinrichtungen. Die Umwege, um auf die andere Seite der Mauer zu gelangen, sind unzumutbar weit und umständlich. Gleiches gilt für die Christen von Beit Jala, die auf der einen Seite der Mauer wohnen werden, während die landwirtschaftlichen Gründe auf der anderen Seite liegen werden. Schüler und Arbeiter werden von den Schulen und dem Arbeitsplatz abgeschnitten. Patriarch Twal sprach von der „Zerstörung einer intakten friedlichen Gemeinschaft, die älter ist als der Staat Israel“.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Asianews

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35 Comments

  1. „Älter als der Staat Israel“? Das eben ist die Frage, an der sich die Geister scheiden. Der Staat Israel ist mindestens 3000 Jahre alt. Kann man in der Bibel nachlesen und ist historisch und archäologisch gesichert.

    • Richtig!

      Es ist immer wieder erstaunlich, wie Katholiken – ähnlich den Muslimen – ignorieren, was historisch wahr ist.

      Der Staat Israel wird nicht nur in seiner Existenz durch des AT der Hl. Schrift belegt, das an sich auch für Katholiken als Offenbarung gilt (nicht nur für Juden!).

      Die Zerstörung des Staates, wenn auch als Provinz im römischen Reich, die aber sehr viel Freiheit und sehr viel Wohlwollen bei den römischen Behörden genoss, und Vertreibung der rechtmäßigen Bewohenr des Landes, nämlich der Juden geschah nach dem Jüdischen krieg im Jahr 71 n.Chr.

      Vespasian und sein Sohn Titus feierten diesen „Sieg“. man merke, dass keine 10 Jahre zuvor die Apostel Petrus und Pauls in Rom hingerichtet worden waren…

      Auf dem Vespaian-Denar wird ab sofort folgendes abgebildet:

      „Iudea capta et devicta“ (Judäa gefangen und total vernichtet)
      Palmbaum als Wahrzeichen Israels, eine gebeugte Frau (Personifikation Israels) und ihr gegenüber ein aufrechter römischer Soldat.

      Deshalb hat der Staat Israel bei seiner Wiederauferstehung 1848 daran angeknüpft. Auf den neuen Münzen stand folgendes:

      „Israel liberata (Jisrael lacherut)“
      frohe Mutter mit einem Neugeborenen

      Dass Israel die Heimat der Juden ist, ist sicherer, älter und realer als der Anspruch der Sudeten auf ihre alte Heimat (und auch der ist sicher und real).

      Kein Volk, das aus seiner Heimat vertrieben wird, wird zu Recht vertrieben – auch nicht das Volk der Juden…

      Soviel Gerechtigkeitsempfinden muss sein.
      Die Palästinenser sind nicht „vertrieben“ worden aus Palästina. Die Araber samt den Palästinensern haben eben auch jeden Kompromiss seinerzeit abgelehnt, mithilfe der arabischen Staaten einen Angriffskrieg angezettelt und verloren und seither gab es keinen Freiden.

      Die Araber beabspruchen nach wie vor das gesamte gebiet Palästinas für sich und geben offen kund, dass sie Israel nicht anerkennen und am liebsten ins Meer treiben würden.
      Wie können sie da erwarten, dass man ihnen vertraut? (Abgesehen vonnden jahrzehntelangen Terroranschlägen, die auf Israelis und ihre Einrichtungen verübt werden?)

      • Hallo Zeitschnur,

        Als Nicht-Tradi hätte ich da ein paar Rückfragen:

        1) Kann es sein, dass für eine jahrtausendealte Vertreibung die rechtmäßigen Nachfahren der Vertriebenen vielleicht nicht mehr feststellbar sind?
        2) Falls dieses Feststellungsproblem lösbar ist, wäre es dann auch in anderen Fällen anzuwenden, z.B. auch dort, wo keine jahrtausendealte Schrifttradition herrscht?
        3) Wie sieht es aus, wenn nach der Vertreibung Flüchtlinge im Vertreibungsgebiet siedeln? Müsste man denen dann Asyl gewähren? Wären Sie vielleicht nach ein paar Jahrtausenden wie die ursprünglichen Besitzer zu behandeln?
        4) Ist für das Heilige Land nicht dasjenige Volk rechtmäßiger Besitzer, das von Gott auserwählt wurde?
        5) Falls Sie 4) zustimmen, müssten Sie dann nicht „Israel“ völkerrechtlich dem heiligen Stuhl zuschlagen?

    • So alt ist er nicht, um 140 nach Christus siedelte Kaiser Hadrian die Juden in einem völkerrechtlich verbindlichen Akt ab. Es ist nachlesbar beim Propheten Ezechiel dass das Volk der Juden zur Strafe für seine Sünden unter alle Völker zerstreut wird, und Jesus sagt zu den Jüngern, dass vom Tempel kein Stein auf dem anderen bleiben wird.

  2. Und warum baut Israel da eine Mauer? Gewiss nicht, weil es hier so „friedlich“ zugeht! Und warum heißt der Oberste Gerichtshof den Bau für rechtens?

    Durch Verschweigen aller Umstände einer Situation kann man einen Sachverhalt total verzerren!

    Auch die gezielte Drastellung, die Christen im Hl. Land würden nur durch böse Juden angegriffen, ist verzerrt.
    Tatsächlich haben die Christen den größten Druck durch palästinensische Islamisten – also ihre angeblichen „Brüder“.

    Palästineser verüben inzwischen auch außerhalb israel Anschläge auf Christen, z.B. in Ägypten: https://open-speech.com/threads/576134-Kairo-macht-Pal%C3%A4stinenser-f%C3%BCr-Anschlag-auf-Christen-verantwortlich-Islamische-Zeitung-%28Abonnement%29

    Wenn Katholiken hier weiterhin auf die Seite der Islamisten setzen, um ihre Vorurteile gegen Israel und die Junden irgendwie bestätigt sehen zu können, werden sie den Christen im Orient den Todesstoß versetzen.

    • Um das geraubte Gut besser verteidigen zu können und um die Ureinwohner besser aus dem Land ekeln zu können ,und zumindest die Christen können auswandern.

      • Ureinwohner?

        Haben Sie mal das AT angesehen? Und die Tatsache, dass Gott nicht nur zerstreut hat, sondern IMMER auch die Rückführung bereits vorhersagen ließ?

        Nein?

        Heilige Schrift? Irrtumslos?

        Gefährlich, wenn man Schriftwort verdreht und missbraucht.

        Jaja, der katholische Antisemitismus…

        Nein?

  3. Als gläubiger Katholik und deutscher Bundeskanzler unterstützte Konrad Adenauer die Staatsgründung Israels und die materielle Unterstützung für den Aufbau des Landes Israels. 1967 reiste der israelische Ministerpräsident David Ben Gurion zur Beerdigung Konrad Adenauers das erste Mal nach 1945 wieder nach Deutschland: http://www.konrad-adenauer.de/stichworte/aussenpolitik/adenauer-und-david-ben-gurion/ – Die Christen in Israel brauchen den Schutz der israelischen Staatsmacht. Es ist so wie Frau Zeitschnur sagt, dass sich wohl Palästinenser einem Ableger des IS angeschlossen haben und den Christen mit der Vernichtung drohen: http://www.israelnetz.com/sicherheit/detailansicht/aktuell/islamischer-staat-droht-jerusalemer-christen-mit-vernichtung-92652/ – Es gab schon Angriffe von ihnen auf Christen. Das mit den jüdischen Extremisten könnte wohl das kleinere Problem darstellen.

    • Danke für den zweiten Link – wenn die Tradis aufwachen, wird es vermutlich zu spät sein.
      Bittere Erkenntnis aus den letzten 150 Jahren.
      Sie schlafen ja heute noch ihre Räusche des 19. Jh aus…

    • Die brauchen den Schutz der israelischen Staatsmacht , um 1900 gab es ungefähr noch 600 000 Christen in Palästina , heute sind es noch 40 000 , nach Angaben der christlichen Hilfsorganisationen CSI und dergleichen gingen alle wegen der Juden und nicht wegen der Moslems. Und der Modernist Adenauer hat zusammen mit den deutschen Bischöfen sehr viel innerkirchliche Abbrucharbeit geleistet! Die Homepage von Radio Vatikan und der Diözese München müsste für Sie sehr interessant sein!

  4. Antizionismus ist Antisemitismus! Aber in den Tradikreisen zwischen Garmisch, Innsbruck und Bozen, die ich kennen lernen durfte, ist Antisemitisches nach wie vor so verbreitet, als ob es den Holocaust nie gegeben hätte. So wird immer noch an der Ritualmordlegende des ANDERL VON RINN und einer entsprechenden Wallfahrt festgehalten. Ein Pater der Piusbruderschaft behauptet sogar, auch heute noch begingen Juden Ritualmorde!
    Gerade wenn wir zu Recht an der JUDENMUSSION und an der alten Karfreitagsfürbitte festhalten, müssen wir ins sorgfältig vor Antisemitismus hüten!

    • Nonsens 1: Antizionismus = Antisemitismus. Eine blanke Unterstellung. Zwei unterschiedliche Ebenen. a = politisch, b = rassisch, religiös. An einem Judenstaat in Palästina hätte sogar ein gewisser A. Hitler seine Freude gehabt. Er verhandelte ja wegen Madagaskar. Th. Herzl wollte anfangs sogar nach Uganda wandern.
      Nonsens 2: Antijüdische Hetze in Tirol. Welche Belege können Sie vorbringen?
      Die Option, dass es Ritualmorde gegeben haben könnte, schliessen Sie a priori aus? Wie können Sie das? Ariel Toaffs These vom levantinischen Handel mit getrocknetem Menschenblut als Wundermedizin für abergläubische (?) oder vielleicht einfach nur in Krankheit verzweifelte Europäer (vielleicht auch Juden?) gehört für Sie auch ins Reich der Phantasie?
      Die Prozessakten zum Fall des sel. Anderl von Rinn und jenen des selig. Simon von Trient wischen Sie einfach vom Tisch. Warum wohl, sind die römischen Akten zum Anderl von Rinn (nicht die Brixner, heute Innsbruck) wohl plötzlich verschwunden, nachdem der damalige Bischof Stecher den Kult verboten hat? Man könnte das Beweisvernichtung nennen, weil nicht sein darf, was nicht ins Bild paßt. Das Bild allerdings scheint sich im Laufe der Zeit zu ändern…
      Nur Nein schreien, ist zu wenig, der Gegenbeweis ist erst zu erbringen. Nur mit Machtwillkür einen Prozeß wegwischen, wie es Bischof Stecher getan hat, ist zu billig.

      • Ihre Auseinanderlegungen sind Augenwischerei.

        Ich erlebe dasselbe wie Michael Koppe unter Tradis.

        Der Antizionismus der Tradis ist IMMER gekoppelt mti Antijudaismus. Auch der Begriff – ob nun „Antijudaismus“ oder „Antisemitismus“ – hatte immer einen rassistischen Beigeschmack!

        Dafür sprechen folgende Beobachtungen:

        1. Auch der christliche Judenhass war, vermischt mit religiösem Wahn, rassistisch gedacht:

        Das immer vorgetragene Argument, „die“ Juden hätten Christi Blut auf sich selbst und ihre Kinder herabgerufen und seien daher für immer verflucht, geht von einer alleine blutsmäßig nachvollziehbaren Sippenhaft aus. Und das ist nichts weiter als blütenreiner Rassismus.

        Offenbar war die Glaubenswandlung in solchen heidnischen „Christen“ so dünn oder oberflächlich, dass sie nicht verstanden haben, dass nicht eine Handvoll Juden für das ganze Volk und auch noch für alle Generationen dieses Volkes bis in Ewigkeit einen Fluch herbeirufen konnten – was haben solche Katholiken eigentlich für ein Gottesbild!?
        Da ist ja Allah noch menschlicher….

        Wer weiß – vielleicht straft Gott ja auch Sie für Untaten Ihrer Väter vor 2000 Jahren? Niemand nehme hier das Maul zu voll.
        Ich glaube, dass Gott gerecht ist und das Herz des einzelnen sieht.

        2. Der Judenhass der Nationalsozialisten baute auf dem gut vorbereiteten Fundament des katholischen Judenhasses auf und war nicht nur rassistisch begründet.

        Übrigens zu Ihrer Info:

        Auch die Nazis lehnten den Begriff „Antisemitismus“ für ihre Ideologie ab.

        Ich darf das belegen:

        „Es ist bekannt, daß z.B. in einer ‚Stellungsnahme des Rassenpolitischen Amtes 8der NSDAP) zur Araberfrage‘ (vom 15. Januar 1943) der Ausdruck ‚Antisemitismus‘ als falsch bezeichnet wurde. Schon 1942 hatte das Propagandaministerium seine vom bereits genannten ‚Institut zum Studium der Judenfrage‘ gesteuerte ‚Antisemitische Aktion‘ in ‚ANtijüdische Aktion‘ umbenannt.“

        (in: Bernd Martin/Ernst Schulin (Hg.): Die Juden als Minderheit in der Geschichte, S. 12f)

        3. Zahlreiche Belege aus der Geschichte weisen uns nach, dass selbst getaufte Juden nie recht integriert wurden, weil Juden eben Juden sind, nicht wahr?

        4. Das Judentum als Religion kennt keinen Ritualmord! Wer das behauptet, ist ein Verleumder und Lügner!

        Ob einzelne Personen, die der jüdischen Religion angehören, verstrickt waren in verbrecherische Dinge, hat damit nichts zu tun!

        Katholiken haben das aber stets so hingestellt, als gehöre der Ritualmord an Kindern zum Inventar jüdischen Glaubens. Darauf griffen z.B. ebenfalls die Nazis zurück und warnten die Arier, ihre Kinder vor dem bösen olivhäutgen Juden zu schützen, weil der dieselben lüstern missbrauche und anschließend womöglich auffresse. Diese schwachsinnigen Ideen stammen aus keiner Rassentheorie, sondern einem verfehlten Katholizismus.

        Bis heute missbrauchen auch kath. Priester kleine Jungs, und bis heute sind auch immer wieder Priester in okkulte Machenschaften vertsrickt – ist daher das Christentum okkultistisch?

      • 5. Für den kirchlichen (aber dogmatisch nicht festgestellten) Antizionismus gibt es gar kein anderes Argument als den Antijudaismus.

        Die Ablehnung der Katholiken, die Juden darin zu unterstützen, ins Heilige Land, das ausdrücklich ihnen für immer von Gott versprochen wurde, zurückzukehren, nachdem sie so viel Leid ertragen hatten, wurde IMMER mit dem typisch katholischen Antijudaismus begründet. Geradezu prototypisch dafür ist dieses ominöse Gespräch zwischen Pius X. und Herzl.

        Und noch was: Madagaskar oder Uganda sind nicht die Heimat der Juden, die Gott ihnen zugewiesen hatte.
        Oder wie wichtig ist Ihnen, was Gott wollte?

        6. Der Anderl von Rinn ist ein Thema für sich. was immer da passiert ist, alle Quellen, auch die Hausmärchen der Gebrüder Grimm (da steht die Legende nämlich auch als Legende (!) drin).

        7. Was Sie hinsichtlich des Anderl-Kultes unterschlagen ist, dass bereits um das Jahr 1800 Gegenbewegungen gegendiesen überzogenen Kult, der auf Schall und Rauch beruhte, einsetzten. Was man sicher weiß, ist, dass ein Kind ums Leben kam, übrigens der Legende nach vom christlichen Paten des Jungen an Kaufleute verkauft (das ist aber nicht der Rede wert…)

        Die Zweifelhaftigkeit der Geschichte veranlasste bereits 1953 den Innsbrucker Bischof Paulus Rusch, den Festtag aus dem regionalen Kalender zu streichen.

        Für Interessierte hier noch ein paar wissenschaftliche Daten zum Thema: http://legacy.fordham.edu/halsall/source/rinn.asp

        Und zuletzt ist es ein erschreckendes Zeichen, dass Tradis allem und jedem glauben, das ihren Judenhass bestärkt.

        Dafür ignorieren sie mit einer geradezu steinernen Härte das, was uns das AT und NT zum Thema überliefert.

        Man steigert sich lieber in eine Dämonisierung des Chassidismus und Talmudes – natürlich auf unsachliche und hetzerische Art und weise – hinein, als dass man sich vom Geist der Liebe und der Nüchternheit und v.a dem Bewusstein der großen Gnade, die Gott uns unverdient eben doch durch die Juden geschenkt hat.

        Die Rollen sind längst vertauscht worden:

        Der Pharisäer ist der Katholik.
        Der Zöllner ist der Jude.

        Das himmlische Jerusalem jedenfalls ist nach der Apokalypse auf die 12 Stämme gegründet.

        Was Gott mit seinem noch blinden ersten Bundesvolk tun wird …. sagen wir es mal klar und deutlich: geht uns einen Dreck an.

        Er verstößt nicht, wen er geliebt hat. Er hatte ein Volk dem Fleische nach erwählt und das gibt er nicht auf.
        Wir sind nicht dem Fleisch nach erwählt (sofern wir aus den Heiden kommen).
        Wer von uns sich zu weit erhebt oder gar gegen die Juden hetzt, wird fortgeschwemmt wie loses Treibholz.
        Daher sagte Paulus dem hochmütigen, judenfeindlichen Heiden auch: „Du aber fürchte dich!“

        Ein Tiroler Volk, das einen Riesenaufstand wegen des Anderlkultes macht, nachdem man den abgeschafft hat, aber brav den NOM schluckt – pfui: was ist das für ein Glaube, bitte?!

      • Übrigens habe ich von „Prozessakten“ des Anderl von Rinn noch nie gehört – das Pikante an der Geschichte – im Gegensatz zu der von Simon von Trient – scheint doch gerade zu sein, dass es sie nicht gibt.

        Wenn Sie also so freundlich wären, die behauptete Existenz von solchen Akten eindeutig und nachvollziehbar nachzuweisen?

        Da der Anderl-Fall schon im 19. Jh sich zu einem förmlichen antisemitischen Wahn auswuchs, der mehrfach sehr wohl auch von katholischen Bischöfen in Frage gestellt wurde, im übrigen aber unzählige Gutachten von Gelehrten ebenfalls bereits im 19. Jh vorgelegt wurden, dass es keinerlei Hinweise im jüdischen Glaubensgut gibt, die einen Ritualmord zuließen – im Gegenteil, der Genuss von Blut einem Juden strikt verboten ist – , der Ritualmord-Vorwurf also eine üble Verleumdung und damit eine schwere Sünde ist, der v.a. durch den aufgeheizten christlichen Mob viele Juden das Leben gekostet und keinem einzigen Christen, da das also alles so ist, und als Krönung hinzukommt, dass die Nazis diese Legende ausschlachteten, dass einem schlecht werden kann, sogar mehrere Stürmer-Artikel darüber veröffentlichten und die Kirche in dort in Judenstein renovierten (was sie sonst nie bei Kirchen taten), war nach Auschwitz das Maß einfach einmal voll – vielleicht sollten auch Katholiken den Kopf angesichts der Wahrheit über die Sünden fanatisierter „Christen“ nicht in den Sand stecken…

        Übrigens essen Christen nicht nur Tierblut (obwohl das NT das auch den Heidenchristen verbietet), sondern sie selbst wurden in frühschristlicher Zeit des Ritualmordes bezichtigt, weil dumpfbackige Heiden nicht verstanden, was man bei einer Messfeier eigentlich genau feiert. Offenbar wird die Menschheit nicht klug.

        Davon unabhängige magische Kulte um menschliches Blut kennen – außer den Juden, die einen ausdrücklichen Ekel davor haben – alle Heidenvölker. Man kann das auch bei Maxim Gorki lesen, wo er in „Meine Universitäten“ beschreibt, wie unter orthodoxen Russen Frauen ihr Monatsblut in Brot einbuken etc.
        Ob das wohl orthodoxe Lehren sind? Also!

        Aber bitte: Wo sind Prozessakten zum Anderl vor den frei erfundenen Behauptungen des Arztes Guarinoni belegt?
        Wenn es sie gegeben haben sollte, sollte auch einmal von ihnen gesprochen worden sein.

      • @zeitschnur Anderl vom Rinn ist von Papst Benedikt glaublich XIV . selig gesprochen, ohne Prozess geht das nicht, und wenn Sie quantitative Vielschreiberin noch nichts gehört haben, dann sagt das doch gar nichts!

      • @zeitschnur Und weil es in Wikipedia steht stimmt es, wahrscheinlich haben Sie selbst dort diesen Mist hineingeschrieben!

    • Stichwort 1 (nur nebenbei): Unsere Vorfahren haben versagt, keine Frage. Am Damals können wir nichts mehr ändern, am heute könnten wir, tun es aber nicht, sie den Massenmord an den ungeborenen Kindern.

      Stichwort 2: Wie kommen Sie zur Vermutung, Gott könnte auch nur irgendeinen Finger krümmen für die heutigen Juden als Juden? Die einzige Verheißung, die sie haben, ist nur, daß sie als Volk nicht aussterben werden. Der Grund allerdings scheint ein ganz anderer, als Philosemiten und Philozionisten meinen.
      Die Juden von heute, jene also, die jener Sekte angehören, die von Gott abgefallen ist, die Jesus ans Kreuz schlagen ließ, die im Talmud die schändlichsten Dinge über Christus, Maria und die Jünger Jesu behaupten (von wegen jüdische Forderung nach Änderung der Karfreitagsbitte: es spielt dabei keine Rolle, ob diese Talmud-Stellen verbindlich sind oder nicht, für jemanden sind sie es wohl, sonst stünden sie nicht bis heute drinnen, ohne jede Absicht, sie zu tilgen), jene die mit der Synode von Jamnia mit der Kirche gebrochen haben, sie haben mit dem auserwählten Volk nichts zu tun. Es gibt nur ein auserwähltes Volk, dessen Geschichte ist in der Bibel aufgeschrieben AT + NT. Das auserwählte Volk ist das gottesfürchtige und treue Volk. Das kann von den Juden nach Christus ja wohl niemand behaupten. Der ganze Rest ist nur unchristlicher Philosemitismus, geistige Wirrnis. Die Kirche hat die Juden nach Möglichkeit gegen den Mob aller Zeiten, auch den nominell christlichen geschützt, aber nicht aus dem Grund, den sich die Philosemiten träumen. Ohne Bekehrung kein Heil. An diesem Verdikt kommt niemand herum und daran werden sich alle falschen Philosemiten (die Philozionisten ohnehin) die Zähne ausbeisen. „Falsche Philosemiten“ weil der wirkliche Philosemit, der ist, der das Heil auch der Juden will, weil er das Heil jedes Menschen will, weil er also bekehren und zu Christus führen will.

      Stichwort 3 @Zeitschnur: Die Akten des Anderl von Rinn befinden sich in Innsbruck im Nachlaß von Bischof Stecher. Auf welch wundersame Weise sie dort hingekommen sind, könnte allerdings wohl nur Stecher selbst beantworten, wäre er nicht gestorben.

      • …die Verheißung, die Israel hat, ist nach dem Römerbrief, dass sich am Ende ganz Israel, das jetzt noch um der Heiden willen verblendet ist, bekehren wird! Es ist ganz eindeutig: Gottes Mission mit ihnen ist noch nicht zu Ende, und wie sie sein wird, ist allein Gottes Part.
        Gott ist kein Ehebrecher!

        Lesen Sie doch einfach einmal das NT. Das ist irrtumsloses Wort Gottes – so hat es nach Trient das Vaticanum I noch einmal ausdrücklich bestätigt und wer das bezweifelt, ist im Bann.
        Nirgends im NT wird eine endgültige Verwerfung des ersten Bundesvolkes dem Fleisch nach behauptet – das ist Wahn irregeleiteter Katholiken.
        Sie sind nur für lange Zeit verblendet bzw. zurückgestellt. Aber sie werden am Ende glauben.
        Ohne sie gibt es uns nicht. Ihre Präsenz ist notwendig – für uns.
        Rühren wir sie nicht an. Es steht geschrieben, dass der der das tut, mit Gottes Strafe rechnen muss.
        Vielleicht ist unsere Lage u.a. auch deshalb so katastrophal.
        Der Vater im Himmel erwartet den verlorenen Sohn zurück und kann lange warten.

        Vielen Tradis ist nicht klar, dass sie längst häretisch geworden sind – da hilft auch die alte Messe nicht. Sie haben die Stirn, dem Schriftwort zu widersprechen! Woher nehmen Sie die Chuzpe? Weil ein paar verbohrte Traditionalistenpriester oder Bischöfe das dem irregeleiteten Volk einbläuen?

        Ihre restlichen Theorien sind selbstgebastelte Theorien irgendwelcher Katholiken, wie es so viele gibt. Aber wo sind sie dogmatisch verankert?

        Nirgends.

        Es gibt keine historischen Prozessakten zum Anderl. Ich kann es nur wiederholen: das ist ja der Grund, warum man den Gedenktag schon lange vor dem Konzil udn noch unter Pius XII. strich.

        Es gibt nur zwei Tatsachen: das ein Kind vor langer Zeit ums Leben kam und dass sich im Laufe der Zeit daraus eine antijüdische Ritualmordlegende zusammenbastelte, die von dem Arzt Guarinoni erfunden wurde. Er selbst kann aufkeinerlei historische Quellen verweisen.

        Es gibt umfangreiche Untersuchungen zu dem Thema.

        Und was in jedem Fall auch ganz sicher geklärt ist, ist die Tatsache, dass Ritualmorde außerhalb jeder jüdischen Vorstellung liegen. da nützt auch ein Alibi-Jude, der das trotzdem behauptet nichts. David Berger behauptet auch, die Tradis seien zu einer großen Zahl schwul.

      • Zunächst Dank an Guarinoni.

        Hallo Zeitschnur,

        eben weil Gott kein Ehebrecher ist, ist er seinem Bundsvolk immer treu geblieben. Sehen sie denn nicht die Kontinuität der Kirche des Alten Testaments mit jener des Neuen Testaments?
        Verblendung und Abfall um der Heiden willen gab und gibt es allerorts zu allen Zeiten.
        Warum man nach WK II zu einer Neubewertung eines im 16. Jahrhundert abschließend untersuchten Kriminalfalls kam, müsste noch besser begründet werden.

      • @ arrow

        Sie verstehen nicht: Gott hat dem Fleische nach einen Bund mit Israel geschlossen!
        Das heißt, er ist diesem Volk dem Fleisch nach treu.
        Und so schreibt es ja auch Paulus – ich weiß, das wollen Sie und Ihresgleichen einfach nicht zur Kenntnis nehmen.
        Auch dass das Volk Israel bis zum Ende der Zeiten verblendet ist, dies aber zu unserem Heil (als Heiden), schreibt ebenfalls Paulus – ich weiß, das wollen Sie und Ihresgleichen nicht hören.

        Die Kontinuität des AT zur Kirche ist damit ja nicht bestritten.
        Wer logisch denkt, wird das sofort verstehen.
        Die Juden sind für eine Zeit zurückgestellt, ihr Bund mit Gott ist im Standby-Modus, solange, bis wir die Vollzahl der Heiden sich dazu „eingewurzelt“ hat.

        Paulus nennt das ein „Mysterium“.

        Das heißt, an kann das, was Gott vorhat, hier nicht entschlüsseln.

        Aber eines sagt er auch deutlich: dem Heidenchristen steht es nicht an, das Maul aufzureißen, denn er wird noch schneller abfallen, als es ein Jude je könnte!

        Es war daher immer Lehre der Kirche, dass nicht die Juden Christus ans Kreuz gebracht haben, sondern alle Menschen – Heiden nicht anders als Juden.

        Ausdrücklich bezeugt der Römische Katechismus, dass am Tod Jesu der jüdische Hoherat UND der römische Statthalter wider besseres Wissen beteiligt waren.

      • Hallo Zeitschnur,

        zunächst möchte ich Sie bitten, dass mit „Ihresgleichen“ nicht nochmal zu schreiben. Was wissen Sie denn von mir?

        Dann möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie schreiben, Gott hätte zwei Bundsvölker, eins im laufenden Programm und eines im Standby. Hiergegen wendet Spaemann aber ein, dass Gott kein Bigamist ist. Durch die Kommunion ist das Bundsvolk nämlich nicht nur geistlich sondern auch leiblich mit Gott verbunden.
        Ihre Behauptung, es gäbe noch ein anderes Volk, dem Gott „dem Fleische nach“ treu sei, klingt daher ungeheuerlich.
        Logisch ist also nur die klassische Einschätzung, wonach es ein wahres Bundsvolk gibt und ein Volk, das sich für auserwählt hält.
        Zwingend logisch ist dies zudem, weil Konvertiten zum Judentum in ihrer Theorie überhaupt nicht einzuordnen wären. Es gibt sie aber offenbar.

  5. Abtreibung kann man auch als Ritualmord ansehen,wir sollten also ALLE seeehr kleine Brötchen backen!!

    • Gemach, gemach – ein Ritualmord ist ein Mord im Rahmen eines religiösen Rituals.
      Abtreibung ist also kein Ritualmord.

      Es ist einfach ein gesetzlich erlaubter Mord.
      Man darf aber hier nicht vergessen, dass fast überall auf der Welt im heidnischen Denken der Vater/Mann das Recht hatte/hat, über Leben und Tod seiner Kinder, teilweise sogar seiner Frauen zu entscheiden. Auch im römischen Recht hatte ein Vater das Recht, seine Kinder zu töten.
      Die Ehrenmorde, die wir von Türken oder anderen Muslimen kennen, sind ganz gewöhnliches … ja was eigentlich? Naturrecht? Augen auf! Es sind gerade nicht die Juden, die hier durch solche Greuel auffallen!

      Das, was wir heute haben, ist einfach nur das alte heidnische Recht etwas technisierter und feiner…

      Ritualmorde kennen viele Religionen – nur eine überhaupt nicht: das Judentum und weil es aus dem Judentum kommt auch das Christentum…

      Daher ist ja dem Juden jeder Blutgenuss strikt untersagt!
      (Dem Christen nach dem NT übrigens auch (Apg. 15, 19 f):

      „19 Darum halte ich es für richtig, den Heiden, die sich zu Gott bekehren, keine Lasten aufzubürden;
      20 man weise sie nur an, Verunreinigung durch Götzen(opferfleisch) und Unzucht zu meiden und weder Ersticktes noch Blut zu essen.“

      Nicht die Juden verunreinigen sich durch Blutgenuss, sondern die Christen – sie essen hemmungslos Blutwurst oder halbgares Fleisch, aus dem noch Blut fließt. Pfui!

      Das sind also die Richtigen, um über die Juden Lügen zu verbreiten…

      Aber auch diese Blutfresserei der Christen ist nicht auf Rituale, sondern ungeordnete Begierde zurückzuführen. Dort dürfte man auch den hemmungslosen Druck, Kinder abzutreiben, verankert sehen.

      • „[H]albgares Fleisch, aus dem noch Blut fließt“ wird im Christentum ja nicht deswegen gegessen, weil man so unzivilisiert ist. Ich selbst kenne hochgebildete Frauen, die auf die Frage, wie ihnen ihr Rinderfiletsteak am besten schmeckt, antworten: „Es darf noch „muuh“ machen“. Dabei wird ein erstaunlicher technischer Aufwand getrieben, dem Fleisch spezielle Edelholzaromen zu versetzen. Auch kenne ich etliche hochgebildete Frauen, die aus rohen Bratwürsten das Brät verzehren.
        Ein Ethnologe würde Ihnen also sicher entgegenhalten, dass gerade das Tabu des Blutgenusses für eine kultische Hämatophagie sprechen könnte.

      • @ arrow

        Es geht darum, dass Christen sich nie um das Verbot des Blutgenusses geschert haben. NT-Stelle s.o.

        Dass ausgerechnet solche Leute, die selbst ungehorsam sind, den Juden Absurditäten unterstellen, ist nur typisch für die Lage.

        Juden ekeln sich vor nichts mehr als vor Blutgenuss, das ist tief eingegraben und steht außerdem im Gesetz des Mose auch genau so: es ist Gott ein Greuel, Blut zu essen. Daher ja auch die strengen Schächtregeln – das ganze Blut muss draußen sein aus dem Fleisch.

        Es sind unzählige Juden umgekommen durch den christlichen Mob. Und das ist nachweisbar und unzweifelhaft. Die „Ritualmorde“ sind allesamt historisch nicht nachweisbar UND gegen die Tora, den Talmud und auch einem Chassiden unvorstellbar. Klackert es bei Ihnen und anderen Verfechtern da nicht mal im Kopf?

        Die Ritualmord-Verleumdung kam für Juden erst im 12. Jh auf. Davor wurden in der Antike ausschließlich Christen des Ritualmordes bezichtigt.

        Den antijüdischen Katholverfechtern solcher Lügen ist offenbar nicht bewusst, dass sie – entgegen aller Kenntisse, die man objektiv haben kann – hier eine schwerste Verleumdung aufrecht halten, die zu Mord und Totschlaf geführt hat. Und sie merken nicht, dass das eine schwere Sünde ist.

        Grauenhaft diese Mentalität unter Tradis, grauenhaft!

  6. Ich denke oft, VATICANUM 2 und den nachkonziliaren Glaubensabfall hat der HERR hauptsächlich DESHALB zugelassen, weil bis auf ganz wenige Ausnahmen (meine Grosseltern z.B.) die Katholiken im Faschismus komplett versagt haben, und zwar aufgrund eines kirchlichen ANTIJUDAISMUS, der einen nur beschämen kann! Kann man SO Menschen für CHRISTUS gewinnen? Durch Pogrome? Und nicht ALLES, was sicher sehr fragwürdige Figuren wie Stecher gemacht haben, ist schlecht! Und ich habe keine Angst, mich in diesem Forum immer wieder zwischen alle Stühle zu setzen, das gehört einfach zur FREIHEIT EINES CHRISTENMENSCHEN!

    • Und die jüdische Religion ist eine geschwisterliche, obwohl Paulus den Juden sagte, dass sie sich mit ihrer Ablehnung unseres Herrn Jesus Christus als des Ewigen Lebens für unwürdig erweisen. Wo hat die Kirche versagt im 3. Reich, sie brachte den Glauben an unseren Herrn und Erlöser Jesus Christus über die Zeit des militanten nationalsozialistischen Atheismus. Dass Gott die Kirche dafür straft, dass sie sich nicht mehr für jene aufopferte, denen Paulus die Unwürdigkeit für das ewige Leben attestierte , glaube ich nicht. Wenn es nach Ihnen geht, müsste man ja auch den heiligen Ambrosius, diesen Kirchenvater durch und durch ablehnen! “ Mit den Juden geht es nicht“.

    • Was beschweren Sie sich denn über die zweitvatikanischen Erscheinungen, Sie strotzen ja selbst davon, mit ihrem von diesem begründeten Philosemitismus. Solchen Unsinn hätte man in der Kirche unter Pius XII. und den Vorgängern keinesfalls erzählen können.

  7. Na wenn sie so dumm sind und so einen Besuch empfangen, die Kirche schaufelt den palästinensischen Christen seit Jahrzehnten das Grab, die Absetzung von Bischof Mixa fiel zeitlich auch eng zusammen mit seiner entsetzten Äußerung über die jüdische Grenzmauer in Bethlehem. Der philosemitische Papst Benedikt und er so gerne auf israelische Empfänge eilende Kardinal Marx wirkten eng zusammen.

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