Israels Staatspräsident besucht nach Attentat Kloster in Tabgha – Protest gegen Mauerbau durch das Cremisantal

Israels Staatspräsident Rivlin in Tabgha
Israels Staatspräsident Rivlin in Tabgha

(Jerusalem) Israels Staatspräsident Reuven Rivlin besuchte gestern das Benediktinerkloster Tabgha am See Genezareth, das Mitte Juni Zielscheibe eines Brandanschlags jüdischer Extremisten war. Das Kloster ist von deutschen Benediktinern bewohnt und gehört zur Dormitio-Abtei in Jerusalem. Begleitet wurde das Staatsoberhaupt vom Lateinischen Patriarchen von Jerusalem Fouad Twal. Der Patriarch begrüßte den Besuch, kritisierte aber gleichzeitig den Mauerbau durch das christliche Cremisantal zwischen Betlehem und Jerusalem.

Abt Gregory Collins sprach von einem „ermutigenden Zeichen“ für die Fortsetzung der Versöhnungsbemühungen. Zum Kloster gehört eine Begegnungsstätte für jüdische und arabische Jugendliche. Staatspräsident Rivlin hatte noch am Tag nach dem Attentat den Abt des Benediktinerklosters telefonisch kontaktiert, um ihm sein Bedauern auszusprechen und den Anschlag zu verurteilen.

Staatspräsident bezeichnet Attentat als „Akt der Blasphemie“

Bei seinem Besuch in Tabgha sprach Rivlin von einem „Akt der Blasphemie“.

In den vergangenen zwei Jahren häuften sich Angriffe gegen christliche Einrichtungen, besonders Kirchen und Klöster, durch jüdische Extremisten, die der radikalen Siedlerbewegung nahestehen. Wegen des Brandanschlages auf das Kloster in Tabgha wurde Anklage gegen drei junge jüdische Männer erhoben.

Beim Besuch des Staatspräsidenten am See Genezareth waren auch der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Msgr. Fouad Twal, der Kustos der Franziskanerkustodie des Heiligen Landes, Pater Pierbattista Pizzaballa, der Apostolische Nuntius Erzbischof Giuseppe Lazzarotto und Vertreter der deutschen Botschaft anwesend.

Ein Sprecher des Benediktinerordens sprach von einem Schaden von 1,6 Millionen Euro und forderte den Staat Israel auf, sich am Wiederaufbau zu beteiligen.

Die Klosterkirche von Tabgha befindet sich an der Stelle, an der Jesus die erste Brotvermehrung wirkte.

Patriarch protestiert gegen Mauerbau durch das Cremisantal

Salesianerin mit israelischem Soldaten: Mauer mitten durch das christliche Tal von Cremisan
Salesianerin mit israelischem Soldaten: Mauer mitten durch das christliche Tal von Cremisan

Patriarch Twal kritisierte mit scharfen Worten, daß Israel den Mauerbau durch das Cremisantal zwischen Betlehem und Jerusalem fortsetzt. Anfang Juli hatte der Oberste Gerichtshof Israels überraschend die Fortsetzung der Bauarbeiten gutgeheißen. 2004 war der Mauerbau vom Internationalen Gerichtshof verurteilt worden.

Das Cremisantal ist ein christliches Tal zwischen den beiden heiligen Städten und eine grüne Lunge für das unter großer Bevölkerungsdichte stöhnende palästinensische Umland. Das Tal gehört dem Salesianerorden, der dort 1883 auf den Ruinen eines byzantinischen Klosters aus vorislamischer Zeit ein Männerkloster errichtete. Bald darauf wurde im Tal auch ein Frauenkloster gegründet. Das Tal ist bekannt wegen des Wein- und Olivenanbaus der Salesianer. Diese errichteten dort Schulen und Werkstätten zur Ausbildung der arabischen Jugend. Die Einrichtungen stehen sowohl Christen als auch Moslems offen. Von der Landwirtschaft im Tal leben die 58 christlichen Familien von Beit Jala.

Die Mauer wird nicht nur die beiden Klöster trennen, sondern auch alle Schul- und Ausbildungseinrichtungen. Die Umwege, um auf die andere Seite der Mauer zu gelangen, sind unzumutbar weit und umständlich. Gleiches gilt für die Christen von Beit Jala, die auf der einen Seite der Mauer wohnen werden, während die landwirtschaftlichen Gründe auf der anderen Seite liegen werden. Schüler und Arbeiter werden von den Schulen und dem Arbeitsplatz abgeschnitten. Patriarch Twal sprach von der „Zerstörung einer intakten friedlichen Gemeinschaft, die älter ist als der Staat Israel“.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Asianews

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Leo Laemmlein

„Älter als der Staat Israel“? Das eben ist die Frage, an der sich die Geister scheiden. Der Staat Israel ist mindestens 3000 Jahre alt. Kann man in der Bibel nachlesen und ist historisch und archäologisch gesichert.

zeitschnur
Richtig! Es ist immer wieder erstaunlich, wie Katholiken – ähnlich den Muslimen – ignorieren, was historisch wahr ist. Der Staat Israel wird nicht nur in seiner Existenz durch des AT der Hl. Schrift belegt, das an sich auch für Katholiken als Offenbarung gilt (nicht nur für Juden!). Die Zerstörung des Staates, wenn auch als Provinz im römischen Reich, die aber sehr viel Freiheit und sehr viel Wohlwollen bei den römischen Behörden genoss, und Vertreibung der rechtmäßigen Bewohenr des Landes, nämlich der Juden geschah nach dem Jüdischen krieg im Jahr 71 n.Chr. Vespasian und sein Sohn Titus feierten diesen „Sieg“. man… weiter lesen »
zeitschnur

Hier ein Link zu dem Iudaea devicta-Münztypus unter Vespasian, diesmal mit Victoria und der Israelpalme und der gefangenen, erniedrigten Frau (als Symbol für Israel):

http://www.romanatic.com/images/coins/1552.jpg

Die israelische Münze mit Vorder- und Rückseite von 1948 hier, etwas runtersrollen bitte:
http://www.ma-shops.de/fuerth/item.php5?id=11544

Arrow
Hallo Zeitschnur, Als Nicht-Tradi hätte ich da ein paar Rückfragen: 1) Kann es sein, dass für eine jahrtausendealte Vertreibung die rechtmäßigen Nachfahren der Vertriebenen vielleicht nicht mehr feststellbar sind? 2) Falls dieses Feststellungsproblem lösbar ist, wäre es dann auch in anderen Fällen anzuwenden, z.B. auch dort, wo keine jahrtausendealte Schrifttradition herrscht? 3) Wie sieht es aus, wenn nach der Vertreibung Flüchtlinge im Vertreibungsgebiet siedeln? Müsste man denen dann Asyl gewähren? Wären Sie vielleicht nach ein paar Jahrtausenden wie die ursprünglichen Besitzer zu behandeln? 4) Ist für das Heilige Land nicht dasjenige Volk rechtmäßiger Besitzer, das von Gott auserwählt wurde? 5)… weiter lesen »
wickerl

So alt ist er nicht, um 140 nach Christus siedelte Kaiser Hadrian die Juden in einem völkerrechtlich verbindlichen Akt ab. Es ist nachlesbar beim Propheten Ezechiel dass das Volk der Juden zur Strafe für seine Sünden unter alle Völker zerstreut wird, und Jesus sagt zu den Jüngern, dass vom Tempel kein Stein auf dem anderen bleiben wird.

zeitschnur
Und warum baut Israel da eine Mauer? Gewiss nicht, weil es hier so „friedlich“ zugeht! Und warum heißt der Oberste Gerichtshof den Bau für rechtens? Durch Verschweigen aller Umstände einer Situation kann man einen Sachverhalt total verzerren! Auch die gezielte Drastellung, die Christen im Hl. Land würden nur durch böse Juden angegriffen, ist verzerrt. Tatsächlich haben die Christen den größten Druck durch palästinensische Islamisten – also ihre angeblichen „Brüder“. Palästineser verüben inzwischen auch außerhalb israel Anschläge auf Christen, z.B. in Ägypten: https://open-speech.com/threads/576134-Kairo-macht-Pal%C3%A4stinenser-f%C3%BCr-Anschlag-auf-Christen-verantwortlich-Islamische-Zeitung-%28Abonnement%29 Wenn Katholiken hier weiterhin auf die Seite der Islamisten setzen, um ihre Vorurteile gegen Israel und die Junden… weiter lesen »
zeitschnur

Und noch eine Info, die auch Katholiken zur Kenntnis nehmen sollte:

Über eine Million Palästinenser scheinen dem IS aktiv zuzustimmen:

http://de.gatestoneinstitute.org/6390/palaestinenser-islamische-staat

Es ist beschämend und bestürzend, wie der Antizionsmus den Blick für die Realitäten trübt.

wickerl

Um das geraubte Gut besser verteidigen zu können und um die Ureinwohner besser aus dem Land ekeln zu können ,und zumindest die Christen können auswandern.

zeitschnur

Ureinwohner?

Haben Sie mal das AT angesehen? Und die Tatsache, dass Gott nicht nur zerstreut hat, sondern IMMER auch die Rückführung bereits vorhersagen ließ?

Nein?

Heilige Schrift? Irrtumslos?

Gefährlich, wenn man Schriftwort verdreht und missbraucht.

Jaja, der katholische Antisemitismus…

Nein?

Jeanne dArc

Als gläubiger Katholik und deutscher Bundeskanzler unterstützte Konrad Adenauer die Staatsgründung Israels und die materielle Unterstützung für den Aufbau des Landes Israels. 1967 reiste der israelische Ministerpräsident David Ben Gurion zur Beerdigung Konrad Adenauers das erste Mal nach 1945 wieder nach Deutschland: http://www.konrad-adenauer.de/stichworte/aussenpolitik/adenauer-und-david-ben-gurion/ – Die Christen in Israel brauchen den Schutz der israelischen Staatsmacht. Es ist so wie Frau Zeitschnur sagt, dass sich wohl Palästinenser einem Ableger des IS angeschlossen haben und den Christen mit der Vernichtung drohen: http://www.israelnetz.com/sicherheit/detailansicht/aktuell/islamischer-staat-droht-jerusalemer-christen-mit-vernichtung-92652/ – Es gab schon Angriffe von ihnen auf Christen. Das mit den jüdischen Extremisten könnte wohl das kleinere Problem darstellen.

zeitschnur

Danke für den zweiten Link – wenn die Tradis aufwachen, wird es vermutlich zu spät sein.
Bittere Erkenntnis aus den letzten 150 Jahren.
Sie schlafen ja heute noch ihre Räusche des 19. Jh aus…

wickerl

Die brauchen den Schutz der israelischen Staatsmacht , um 1900 gab es ungefähr noch 600 000 Christen in Palästina , heute sind es noch 40 000 , nach Angaben der christlichen Hilfsorganisationen CSI und dergleichen gingen alle wegen der Juden und nicht wegen der Moslems. Und der Modernist Adenauer hat zusammen mit den deutschen Bischöfen sehr viel innerkirchliche Abbrucharbeit geleistet! Die Homepage von Radio Vatikan und der Diözese München müsste für Sie sehr interessant sein!

zeitschnur

Träumen Sie ruhig weiter!
Soviel Islamhörigkeit ist angesichts der Ereignisse nicht zu fassen.

Michael koppe

Antizionismus ist Antisemitismus! Aber in den Tradikreisen zwischen Garmisch, Innsbruck und Bozen, die ich kennen lernen durfte, ist Antisemitisches nach wie vor so verbreitet, als ob es den Holocaust nie gegeben hätte. So wird immer noch an der Ritualmordlegende des ANDERL VON RINN und einer entsprechenden Wallfahrt festgehalten. Ein Pater der Piusbruderschaft behauptet sogar, auch heute noch begingen Juden Ritualmorde!
Gerade wenn wir zu Recht an der JUDENMUSSION und an der alten Karfreitagsfürbitte festhalten, müssen wir ins sorgfältig vor Antisemitismus hüten!

Guarinoni
Nonsens 1: Antizionismus = Antisemitismus. Eine blanke Unterstellung. Zwei unterschiedliche Ebenen. a = politisch, b = rassisch, religiös. An einem Judenstaat in Palästina hätte sogar ein gewisser A. Hitler seine Freude gehabt. Er verhandelte ja wegen Madagaskar. Th. Herzl wollte anfangs sogar nach Uganda wandern. Nonsens 2: Antijüdische Hetze in Tirol. Welche Belege können Sie vorbringen? Die Option, dass es Ritualmorde gegeben haben könnte, schliessen Sie a priori aus? Wie können Sie das? Ariel Toaffs These vom levantinischen Handel mit getrocknetem Menschenblut als Wundermedizin für abergläubische (?) oder vielleicht einfach nur in Krankheit verzweifelte Europäer (vielleicht auch Juden?) gehört für… weiter lesen »
zeitschnur
Ihre Auseinanderlegungen sind Augenwischerei. Ich erlebe dasselbe wie Michael Koppe unter Tradis. Der Antizionismus der Tradis ist IMMER gekoppelt mti Antijudaismus. Auch der Begriff – ob nun „Antijudaismus“ oder „Antisemitismus“ – hatte immer einen rassistischen Beigeschmack! Dafür sprechen folgende Beobachtungen: 1. Auch der christliche Judenhass war, vermischt mit religiösem Wahn, rassistisch gedacht: Das immer vorgetragene Argument, „die“ Juden hätten Christi Blut auf sich selbst und ihre Kinder herabgerufen und seien daher für immer verflucht, geht von einer alleine blutsmäßig nachvollziehbaren Sippenhaft aus. Und das ist nichts weiter als blütenreiner Rassismus. Offenbar war die Glaubenswandlung in solchen heidnischen „Christen“ so dünn… weiter lesen »
zeitschnur
5. Für den kirchlichen (aber dogmatisch nicht festgestellten) Antizionismus gibt es gar kein anderes Argument als den Antijudaismus. Die Ablehnung der Katholiken, die Juden darin zu unterstützen, ins Heilige Land, das ausdrücklich ihnen für immer von Gott versprochen wurde, zurückzukehren, nachdem sie so viel Leid ertragen hatten, wurde IMMER mit dem typisch katholischen Antijudaismus begründet. Geradezu prototypisch dafür ist dieses ominöse Gespräch zwischen Pius X. und Herzl. Und noch was: Madagaskar oder Uganda sind nicht die Heimat der Juden, die Gott ihnen zugewiesen hatte. Oder wie wichtig ist Ihnen, was Gott wollte? 6. Der Anderl von Rinn ist ein Thema… weiter lesen »
zeitschnur
Übrigens habe ich von „Prozessakten“ des Anderl von Rinn noch nie gehört – das Pikante an der Geschichte – im Gegensatz zu der von Simon von Trient – scheint doch gerade zu sein, dass es sie nicht gibt. Wenn Sie also so freundlich wären, die behauptete Existenz von solchen Akten eindeutig und nachvollziehbar nachzuweisen? Da der Anderl-Fall schon im 19. Jh sich zu einem förmlichen antisemitischen Wahn auswuchs, der mehrfach sehr wohl auch von katholischen Bischöfen in Frage gestellt wurde, im übrigen aber unzählige Gutachten von Gelehrten ebenfalls bereits im 19. Jh vorgelegt wurden, dass es keinerlei Hinweise im jüdischen… weiter lesen »
wickerl

@zeitschnur Anderl vom Rinn ist von Papst Benedikt glaublich XIV . selig gesprochen, ohne Prozess geht das nicht, und wenn Sie quantitative Vielschreiberin noch nichts gehört haben, dann sagt das doch gar nichts!

zeitschnur

@ wickerl

Der Anderl ist nicht seliggesprochen!
das ist doch gerade das Absurde! benedikt XIV. hat lediglich dessen regionale Verehrung erlaubt – auch diese Tatsache ignorieren viele Tradis!
nachlesbar in der Bulle „Beatus Andreas“. https://de.wikipedia.org/wiki/Beatus_Andreas

Einen Seligsprechungsprozess gab es nie.

wickerl

@zeitschnur Und weil es in Wikipedia steht stimmt es, wahrscheinlich haben Sie selbst dort diesen Mist hineingeschrieben!

zeitschnur

@ wickerl

Sie lenken ab, weil Sie wissen, dass es keine Seligsprechung des Anderl gab und gibt… Sie haben keine Beweise für Ihre Lügen.

Die Anderl-Causa ist ausführlich untersucht worden von Wissenschaftlern. Z.B. hier: http://www.fresacher.net/uploads/media/Fresacher_Anderl_von_Rinn.pdf

Meine Hoffnugn, Sie zu einem vernünftigen, wahrhaftigen Denken anregen zu können, ist allerdings kleiner als 0.

Guarinoni
Stichwort 1 (nur nebenbei): Unsere Vorfahren haben versagt, keine Frage. Am Damals können wir nichts mehr ändern, am heute könnten wir, tun es aber nicht, sie den Massenmord an den ungeborenen Kindern. Stichwort 2: Wie kommen Sie zur Vermutung, Gott könnte auch nur irgendeinen Finger krümmen für die heutigen Juden als Juden? Die einzige Verheißung, die sie haben, ist nur, daß sie als Volk nicht aussterben werden. Der Grund allerdings scheint ein ganz anderer, als Philosemiten und Philozionisten meinen. Die Juden von heute, jene also, die jener Sekte angehören, die von Gott abgefallen ist, die Jesus ans Kreuz schlagen ließ,… weiter lesen »
zeitschnur
…die Verheißung, die Israel hat, ist nach dem Römerbrief, dass sich am Ende ganz Israel, das jetzt noch um der Heiden willen verblendet ist, bekehren wird! Es ist ganz eindeutig: Gottes Mission mit ihnen ist noch nicht zu Ende, und wie sie sein wird, ist allein Gottes Part. Gott ist kein Ehebrecher! Lesen Sie doch einfach einmal das NT. Das ist irrtumsloses Wort Gottes – so hat es nach Trient das Vaticanum I noch einmal ausdrücklich bestätigt und wer das bezweifelt, ist im Bann. Nirgends im NT wird eine endgültige Verwerfung des ersten Bundesvolkes dem Fleisch nach behauptet – das… weiter lesen »
Arrow

Zunächst Dank an Guarinoni.

Hallo Zeitschnur,

eben weil Gott kein Ehebrecher ist, ist er seinem Bundsvolk immer treu geblieben. Sehen sie denn nicht die Kontinuität der Kirche des Alten Testaments mit jener des Neuen Testaments?
Verblendung und Abfall um der Heiden willen gab und gibt es allerorts zu allen Zeiten.
Warum man nach WK II zu einer Neubewertung eines im 16. Jahrhundert abschließend untersuchten Kriminalfalls kam, müsste noch besser begründet werden.

zeitschnur
@ arrow Sie verstehen nicht: Gott hat dem Fleische nach einen Bund mit Israel geschlossen! Das heißt, er ist diesem Volk dem Fleisch nach treu. Und so schreibt es ja auch Paulus – ich weiß, das wollen Sie und Ihresgleichen einfach nicht zur Kenntnis nehmen. Auch dass das Volk Israel bis zum Ende der Zeiten verblendet ist, dies aber zu unserem Heil (als Heiden), schreibt ebenfalls Paulus – ich weiß, das wollen Sie und Ihresgleichen nicht hören. Die Kontinuität des AT zur Kirche ist damit ja nicht bestritten. Wer logisch denkt, wird das sofort verstehen. Die Juden sind für eine… weiter lesen »
Arrow
Hallo Zeitschnur, zunächst möchte ich Sie bitten, dass mit „Ihresgleichen“ nicht nochmal zu schreiben. Was wissen Sie denn von mir? Dann möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie schreiben, Gott hätte zwei Bundsvölker, eins im laufenden Programm und eines im Standby. Hiergegen wendet Spaemann aber ein, dass Gott kein Bigamist ist. Durch die Kommunion ist das Bundsvolk nämlich nicht nur geistlich sondern auch leiblich mit Gott verbunden. Ihre Behauptung, es gäbe noch ein anderes Volk, dem Gott „dem Fleische nach“ treu sei, klingt daher ungeheuerlich. Logisch ist also nur die klassische Einschätzung, wonach es ein wahres Bundsvolk gibt und… weiter lesen »
Stella

Abtreibung kann man auch als Ritualmord ansehen,wir sollten also ALLE seeehr kleine Brötchen backen!!

zeitschnur
Gemach, gemach – ein Ritualmord ist ein Mord im Rahmen eines religiösen Rituals. Abtreibung ist also kein Ritualmord. Es ist einfach ein gesetzlich erlaubter Mord. Man darf aber hier nicht vergessen, dass fast überall auf der Welt im heidnischen Denken der Vater/Mann das Recht hatte/hat, über Leben und Tod seiner Kinder, teilweise sogar seiner Frauen zu entscheiden. Auch im römischen Recht hatte ein Vater das Recht, seine Kinder zu töten. Die Ehrenmorde, die wir von Türken oder anderen Muslimen kennen, sind ganz gewöhnliches … ja was eigentlich? Naturrecht? Augen auf! Es sind gerade nicht die Juden, die hier durch solche… weiter lesen »
Arrow

„[H]albgares Fleisch, aus dem noch Blut fließt“ wird im Christentum ja nicht deswegen gegessen, weil man so unzivilisiert ist. Ich selbst kenne hochgebildete Frauen, die auf die Frage, wie ihnen ihr Rinderfiletsteak am besten schmeckt, antworten: „Es darf noch „muuh“ machen“. Dabei wird ein erstaunlicher technischer Aufwand getrieben, dem Fleisch spezielle Edelholzaromen zu versetzen. Auch kenne ich etliche hochgebildete Frauen, die aus rohen Bratwürsten das Brät verzehren.
Ein Ethnologe würde Ihnen also sicher entgegenhalten, dass gerade das Tabu des Blutgenusses für eine kultische Hämatophagie sprechen könnte.

zeitschnur
@ arrow Es geht darum, dass Christen sich nie um das Verbot des Blutgenusses geschert haben. NT-Stelle s.o. Dass ausgerechnet solche Leute, die selbst ungehorsam sind, den Juden Absurditäten unterstellen, ist nur typisch für die Lage. Juden ekeln sich vor nichts mehr als vor Blutgenuss, das ist tief eingegraben und steht außerdem im Gesetz des Mose auch genau so: es ist Gott ein Greuel, Blut zu essen. Daher ja auch die strengen Schächtregeln – das ganze Blut muss draußen sein aus dem Fleisch. Es sind unzählige Juden umgekommen durch den christlichen Mob. Und das ist nachweisbar und unzweifelhaft. Die „Ritualmorde“… weiter lesen »
Michael koppe

Ich denke oft, VATICANUM 2 und den nachkonziliaren Glaubensabfall hat der HERR hauptsächlich DESHALB zugelassen, weil bis auf ganz wenige Ausnahmen (meine Grosseltern z.B.) die Katholiken im Faschismus komplett versagt haben, und zwar aufgrund eines kirchlichen ANTIJUDAISMUS, der einen nur beschämen kann! Kann man SO Menschen für CHRISTUS gewinnen? Durch Pogrome? Und nicht ALLES, was sicher sehr fragwürdige Figuren wie Stecher gemacht haben, ist schlecht! Und ich habe keine Angst, mich in diesem Forum immer wieder zwischen alle Stühle zu setzen, das gehört einfach zur FREIHEIT EINES CHRISTENMENSCHEN!

wickerl
Und die jüdische Religion ist eine geschwisterliche, obwohl Paulus den Juden sagte, dass sie sich mit ihrer Ablehnung unseres Herrn Jesus Christus als des Ewigen Lebens für unwürdig erweisen. Wo hat die Kirche versagt im 3. Reich, sie brachte den Glauben an unseren Herrn und Erlöser Jesus Christus über die Zeit des militanten nationalsozialistischen Atheismus. Dass Gott die Kirche dafür straft, dass sie sich nicht mehr für jene aufopferte, denen Paulus die Unwürdigkeit für das ewige Leben attestierte , glaube ich nicht. Wenn es nach Ihnen geht, müsste man ja auch den heiligen Ambrosius, diesen Kirchenvater durch und durch ablehnen!… weiter lesen »
wickerl

Was beschweren Sie sich denn über die zweitvatikanischen Erscheinungen, Sie strotzen ja selbst davon, mit ihrem von diesem begründeten Philosemitismus. Solchen Unsinn hätte man in der Kirche unter Pius XII. und den Vorgängern keinesfalls erzählen können.

wickerl

Na wenn sie so dumm sind und so einen Besuch empfangen, die Kirche schaufelt den palästinensischen Christen seit Jahrzehnten das Grab, die Absetzung von Bischof Mixa fiel zeitlich auch eng zusammen mit seiner entsetzten Äußerung über die jüdische Grenzmauer in Bethlehem. Der philosemitische Papst Benedikt und er so gerne auf israelische Empfänge eilende Kardinal Marx wirkten eng zusammen.

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