Papst Franziskus wohnte unerwartet der Messe zu Ehren des hl. Papst Pius X. bei

Papst Franziskus nahm an einer Messe Pius X. teil
Papst Franziskus nahm im Petersdom an der hl. Messe für den hl. Papst Pius X. teil

(Rom) Am vergangenen Freitag verließ Papst Franziskus seine Residenz, das Gästehaus Santa Marta, und begab sich in den Petersdom. Dort wohnte er wie ein einfacher Gläubiger an einer Heiligen Messe bei, die am Altar des heiligen Papstes Pius X. zelebriert wurde. Der 21. August ist der Gedenktag zu Ehren dieses Papst, der 1954 von Papst Pius XII. heiliggesprochen wurde.

Mit der unerwarteten Teilnahme wollte Papst Franziskus offensichtlich eine Verbundenheit mit dem einzigen heiliggesprochenen vorkonziliaren Papst seit dem 16. Jahrhundert unterstreichen. Eine Geste, die für einiges Erstaunen sorgte. Pius X. ist der namensgebende Patron der Priesterbruderschaft St. Pius X. und gilt als Symbolgestalt für das „vorkonziliare“ Kirchenverständnis. Papst Benedikt XVI. bezeichnete ihn als unerschrockenen Gegner des Modernismus. Kardinal Burke empfahl den Katechismus von Pius X. auch heute als Richtschnur.

Im Bild erkennt man Papst Franziskus in der ersten Bank links.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: InfoVaticana

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23 Comments

  1. Dieser Papst gibt Rätsel auf. Viele waren und sind erstaunt, dass ein Papst wie ein normaler
    Kirchgänger ungeniert in der ersten Reihe Platz nimmt und vom Sitz aus die Hl. Messe mitfeiert.
    Ausgerechnet am Denktag für Papst Pius X.den die Piusbruderschaft zu ihrem Patron erwählt
    hat, setzt der Papst ein Zeichen das Hoffnung aufkommen lässt. Wird er letztendlich die Piusbru-
    derschaft anerkennen ? Man darf gespannt sein.

    • Was ist daran rätselhaft?
      Es ist Franziskus Style.
      Ich finde es soll Messe halten und beten, und nicht einen auf „ich bin so wie ihr“ machen.
      Er ist der Papst, er ist nicht wie wir.
      Was soll man von einem Flugzeug halten, wo der Pilot in der Kabine Platz nimmt, weil er nicht Pilot sein will?

  2. Es gibt Ihnen Rätsel auf, dass der Hl. Vater am Gedenktag eines großen und heiligen Papstes an einem Gottesdienst teilnimmt!? Für mich als Katholik kann ich da nichts Außergewöhnliches entdecken.

    Was mir lediglich Rätsel aufgibt sind Ihre Gedankengänge, dass es sich dabei um ein „Zeichen, das Hoffnung aufkommen lässt“, handeln soll. Die Pius-Bruderschaft hat sich den Hl. Pius X. als Patron gewählt, nicht der Heilige hat die Bruderschaft gewählt oder initiiert. Wäre es so rum, dann könne man (vielleicht) davon ausgehen, dass der Hl. Vater an die Pius-Brüder ein Zeichen senden wolle.

    Sollte der Hl. Vater deshalb den Gedenktag des Heiligen „boykottieren“, nur weil man (mit viiiiiiiiiiel Phantasie) daraus ableiten könne, dass er die Pius-Bruderschaft anerkennen wolle? Was ist denn das für eine Denke? Das eine hat mit dem anderen glücklicherweise überhaupt gar nichts zu tun. Bleiben wir also realistisch.

    Die Bruderschaft hat die Hand, die Papst Benedikt ihr gereicht hat, schändlich ausgeschlagen. Ein Zeichen, dass auch die Gruppierung, die sich gerne als die Verfechter der katholischen Tradition , nie hinter Benedikt XVI. oder ihm zur Seite stand. Für dieses Verfehlen werden sie sich verantworten müssen!

    • roesler @ Was ist das für eine “ Denke “ ! So denken wir Christen, die den katholischen
      Glauben leben wollen. Franziskus hat schon mehrfach, was Ihnen entgangen ist, wohl-
      wollend über die Piusbruderschaft Äußerungen gemacht, die aufhorchen lassen. Sie
      sollten auch viiiiiiiiiiiiiel Phantasie an den Tag legen, denn bei Gott ist nichts unmöglich.
      Leider gibt es heute noch immer Leute, die durch jahrzehntelange durch Medien und
      Progressisten aufgestellte Feindbilder gegenüber der Piusbruderschaft, ohne Kritik
      übernehmen. Diese Leute kritisieren leichtfertig eine Gemeinschaft, die mehr an Rom
      hängt, als mancher Bischof oder Priester. Leider hört man von diesen Christen kein
      lautes Geschrei der Empörung, wenn unerhörte Liturgie-Missbräuche geschehen.

  3. Beruhigungspille für die Tradis. Zweck offensichtlich erreicht. P.S. Festtag Pius‘ X. ist der 3.9.

  4. Das ist eine sehr gute Nachricht. Seine Worte für Pius X. so wie sie vatican insider wiedergab waren zudem recht erbauliich.

  5. Der heilige Papst Pius X. prägte den Ausspruch:“ Omnia instaurare in Christo“, was bedeutet: “ alles in Christus erneuern“. Damit ist n i c h t der von Franziskus praktizierte Liberalismus und Modernismus gemeint, sondern jeder Christgläubige muss sich selbst jeden Tag in Christus erneuern. Jeder muss täglich bemüht sein, die Sünde zu meiden, das Gute zu tun, zu beten, opfern, fasten, sühnen, regelmäßig beichten, kommunizieren und hierbei beständig auf Christus zu schauen. Ich befürchte das dieses Motto des Heiligen Papstes Pius X. genauso wie ich es 2014 in einem Gottesdienst erlebte, dazu missbraucht werden soll, um die gesamte Kirche weiter im Stil der Wölfe im Schafspelz zu „erneuern“. Papst Pius ist kein Modernist, sondern Traditionalist und er ist niemals ein Wegbereiter des unseligen 2. vatikanischen Konzils gewesen, wie ein katholischer Priester 2014 fälschlicherweise zu Beginn der Messe zu erklären versuchte. Nicht die Kirche muss sich verändern, sondern jeder einzelne Christ ist täglich dazu aufgerufen, sein Denken und Handeln im Licht Christi zu erneuern. Alles andere ist eine Beleidigung und ein offenkundig sträflicher Missbrauch dieses großartigen heiligen Papstes.
    Regina

  6. Papst Franziskus als normaler Gottesdienstbesucher.
    Die Aufregung darüber teile ich nicht. Ich finde es im Gegenteil tröstlich und schön, wenn sich auch ein hoher Würdenträger einmal ohne jeden Pomp als normaler Gläubiger einreiht.

  7. @roesler: Ohne Zweifel verteten Sie hier die Meinungsmache eines typischen Modernisten der sog.“Konzilskirche“. Ein Urteil über die Pius-Bruderschaft steht Ihnen nicht zu. Den Zenit des gesunden Menschenverstandes haben Sie aber eindeutig überschritten, indem Sie hier von „Verfehlen“ schwafeln. Aber solche Drohungen sind wir halt gewöhnt, seit Montinis alias Papst Paul VI.
    Demokratie müssen Sie und Ihre Kumpel von Bergoglios Gnaden erst einmal erlernen!!

    • *Hust! Katholik und Demokratie, Teufel und Weihwasser wie geht das? Ein Katholik ist Monachist, es gibt einen König, IHN, wobei diese Monarchie sich vom regulären Feudaladel bei weitem abhebt. Das Papstum reflektiert diese Wahlmonarchie ja wieder, Gott drückt seinen Willen durch die Wahl der Berufenen aus und auch das Vertrauen der Berufenen in Gottes Willen durch das Votum. Beim Königtum Israels (nicht dieser komische Wüsten-Transgender-Staat!), also Schwabenland, wird Gott allerdings mit der Heiligen Jungfrau Maria selber die Wahl bestätigen und nicht irgendwelche weltlichen Berufenen, daher kennt auch niemand den Zeitpunkt. Demokratie ist bald Geschichte meine Gute. In der Landwirtschaft nennt man es shifting cultivation was bald kommt, übersetzt auf deutsch Brandrodung, den Globalisten auch global gerecht, am Ende siegt das Kreuz des Herrn! Ansonsten haben Sie Recht mit Ihrem Kommentar, aber Demokratie? – Das ist eher Kannibalokratie, Kleptrokratie oder Lügokratie was im Westen besteht, Meinungsfreiheit wie Sie es meinen ist nicht an politische, irdische Konzepte gebunden sondern besteht grundsätzlich, allerdings muss man auch für die Meinung am Ende immer einstehen, allerdings nur vor dem „katholischen“ Gericht.

  8. Hab gelesen dass RAI zufällig vor Ort war und es stand auch ganz zufällig ein leerer Stuhl (nicht Lehrstuhl!) für den Jorge Bergoglio ganz vorne bereit.
    Der Petrusnachfolger kann nie ein „normaler“ Gottesdienstbesucher (im Wortsinn) sein.

    • Morgenes @ Sie haben Recht ! Der Papst kann und darf nicht ein “ normaler “ Gottes-
      dienstbesucher sein, er hat ein Amt das er sichtbar ausüben und ausfüllen muss. Selbst
      ein Bischof und Priester darf so nicht handeln und wie ein Laie auftreten.

  9. Na und?
    Vergessen wir doch nicht, dass für die „Linken“ Pius X. ebenfalls ein Leuchtturm ist – er hat mit der „Reform der Liturgie“ begonnen und wollte sie auch noch in großem Umfang weiterführen, wenn er nicht gestorben wäre.
    Außerdem tat er das, was auch F. tut bzw. tun will: eine große Kurienreform.

    Also bitte – passt doch.
    Kommt immer nur auf die Blickwinkel an.
    Das ist nichts zum Wundern…

    Ob aber damit ein Signal an die FSSPX intendiert ist – da gebe ich @ roesler recht: natürlich nicht! Die FSSPX hält sich selbst für den Bauchnabel der Kirche, aber F. dürfte sie als eine delinquente Randgruppe ansehen, die sich einen gewissen Papst als Gallionsfigur erkoren hat, als eine Art Halbgott und seinen Propheten Lefebvre.

    Was interessiert das den „Papst“, und was will eine FSSPX, wenn doch der Papst nach der Lehre ihres Halbgottes immer recht hat, gleich, was er tut, und die Gläubigen ihm „mit Willen und ganzem Herzen“ zustimmen müssen…

    • zeitschnur @ Sie übertreiben schon wieder mit Ihrer Bezeichnung “ Halbgott “ und wie-
      so sind die Pius X.-Gemeinschaft für Sie “ Linke “ ? Dann “ delinquente Randgruppe “,
      die sich einen “ gewissen Papst als Gallionsfigur “ erkoren hat. Ja es stimmt, in seiner
      Art war Lefebvre ein Prophet, ein Rufer in der Wüste. Man hat ihn nicht erkannt, son-
      dern verleugnet bis in die Gegenwart, wie auch Sie es tun !

      • Ich meinte, dass sehr wohl auch die kirchliche „Linke“ Pius X. als den Beginn umstürzender Reformen feiert. Vielleicht nicht nur zu Unrecht…

        Und der Tradi-Islam ist mit Sicherheit nicht richtig: Der Halbgott Pius X., der ein letztes Mal auftrat, bevor es bergab ging, aber Lefebvre ist sein herher Prophet……….

        Eine total einseitige und auch gefährliche Sicht der Dinge…
        …versperrt jede genauere Analyse und hat ideologische Hürden aufgebaut, wie sie höher nicht sein könnten.

    • zeitschnur @ Sie meinen immer über den Dingen zu stehen und Ihre Meinung sei im-
      mer ein geistiger Erguss. Der Hl. Papst Pius X., von der Kirche heilig gesprochen wird von Ihnen mit “ Halbgott “ lächerlich gemacht. Ein wenig mehr Demut würde Ihnen gut zu
      Gesicht stehen. Ihre total einseitige Sicht, versperrt den Blick auf die Wahrheit. Ihre
      Analysen und Ansichten bauen in Wirklichkeit die unüberwindlichen Hürden auf !
      Ihre Analysen möchte ich erst gar nicht sehen.

    • @ fredius

      Was ich über mich selbst meine, geht Sie einen feuchten Kericht an und steht hier nicht zur Debatte. Auch sind Sie nicht in der Position, seelsorgerliche Ratschläge zu geben.

      Ich habe meine Position begründet, und Sie können nur gefühlt und emotional reagieren – das überzeugt mich nicht. Strengen Sie sich gefälligst etwas an, wenn Sie ein Veto gegen meine Argumente einlegen wollen. Ich brauche vernünftige und sachhaltige Argumente.

      Was sollen denn nichtkatholische und vor allem intelligente Leser denken!

  10. Es ist grundsätzlich immer gut eine würdig gefeierte Hl. Messe beizuwohnen.
    Als Christ sollten man darüberhinaus auch immer beten, daß man die Worte Unseres Herrn nicht nur anhört sondern auch in Taten verwirklicht.

    Verwunderlich ist diese Teilnahme an einer Hl. Messe für den Hl. Papst Pius X nicht;
    bei Franziskus muß man sich überhaupt über nichts mehr verwundern: zugleich hü und hott, heute so1 und morgen so2, an einem Marienfest Wahnsinniges über die GottesMutter Maria und eine Woche später dann Anständiges.
    Insoweit ist es unwichtig; gut möglich übrigens daß Franziskus es hier gerade auf das Verblüffen, das Erstaunen, das „ahurir“ hat ankommen lassen (wie es schon vor mehr als anderthalb Jaren auf http://www.dici.org / la porte latine, der Website des FSSPX in Franreich, festgestellt wurde).

    Die FSSPX hat übrigens nie „eine Hand ausgeschlagen“: (@roesler)
    im Gegenteil, sie wurde selbst sehr schwer geschlagen- und wohl von Personen, die es besser hätten wissen sollen.
    Daß sie bei dem Einigungsversuch unter P. Benedikt XVI damals gezögert haben und intensiv in der Sache untereinander gerungen haben:
    das war, gerade durch die Ereignisse in den letzten 29 Monaten, äusserst klug und weise.
    Daß viele Gegner der FSSPX inzwischen zutiefst frustriert sind, ist mehr als deutlich.

    Es gibt offensichtlich sehr viel Desorientierung und Enttäuschung.
    Eine Schwalbe macht keinen Sommer;
    die tridentinisch Liturgie ist zu schön und zu edel um sie als Schamläppchen in breiter Tristesse zu benutzen.

    • „Als Christ sollten man darüberhinaus auch immer beten, daß man die Worte Unseres Herrn nicht nur anhört sondern auch in Taten verwirklicht.“

      Wie recht Sie haben! Und doch bleibt es bei den meisten bei leeren Worten, denen keine Taten der BArmherzigkeit und der Nächstenliebe folgen. Verletzende Worte sind schnell gesagt, noch schneller geschrieben.

      Niemand ist gezwungen, Teil dieser Kirche zu sein, vorallem dann wenn er glaubt, alles besser als der Papst und der Klerus zu wissen. Mitunter frage ich mich hier beim Lesen vieler Kommentare, ob das ernst gemeint sein soll. Es ist so leicht, in der Anonymität des Internets das Schwert des bösen Wortes gegen unseren Hl. Vater zu schwingen. Ganz klar dabei ist: katholisch ist das natürlich nicht! Ja zu Christus und Ja zur Kirche bedeutet gleichzeitig Ja zum Papst. Er ist der Stellvertreter Christi auf Erden!

      Dieses oft dümmliche Hetzen hinterrücks gegen den Papst spricht Bände. Laien, die sich dagegen aussprechen, dass andere Laien z. B. in der Liturgie Dienste übernehmen. Gleichzeitig wollen dieselben Laien aber besser als das Lehramt darüber urteilen können, was gut und richtig ist. Da muss man sich ja schwer zusammenrei0en, um sich nicht kaputt zu lachen.

      Die Türen stehen offen. Jenen, die kommen möchten. Und ebenso jenen, die gehen möchten. Reisende soll man nicht aufhalten.

      • @frenta,
        Nicht ich habe mit dieser Aussage recht, sondern der größte Theologe der Antike Origines, in der Folge von Folterungen bei der Christenverfolgung gestorben, und in seiner Spur der Hl. Ambrosius und St. Hieronymus.

        Wenn Sie von „dieser Kirche“ sprechen, frage ich mich ab ob es dann vielleicht auch „jene Kirche“ gibt: es gibt nur Eine, Heilige und Apostolische Kirche- kath‘olé gé (über der ganzen Welt)- katholisch.
        Das „besser Wissen“ ist so eine Sache- ich bin da kritisch und auch -wahrscheinlich ein großer Fehler- neugierig, besonders was „theologische Strukturierungen“ betrifft;
        und besonders denke ich- das hat mit persönlichen landwirtschaftlichen Interessen zu tun- stets wieder an die gute Hirte, die ihr Leben für die Herde opfern, und an die Mietlinge, die bei geringster Gefahr laufen gehen.
        Die viele romanische Kapitelle und Tympanen mit schlechten Hirten in der Hölle sind Ihnen wahrscheinlich unbekannt; die mittelalterliche Steinmetze haben das jedoch mit Sicherheit wohl ernst gemeint.

        Das Internet ist (wenigstens einigermaßen) anonym; das hat Vor- und Nachteile, aber wenigstens .unterbindet es damit juristische Intimidierungsversuche wie bei den Franziskanern der Immaculata.
        Anche Deus nunca seras eroe anonimo: an diesen Spruch der Requetés von Navarra habe ich schon oft gedacht; und man sollte ihn verbinden mit Lk. 10,17: „Wir sind doch nur unnütze Knechte“.
        Achten Sie wohl: das wird von den Sklaven gesagt, die ihre Pflicht tun.
        Die Sklaven, die nich ihre Pflicht tun, werden herausgeworfen zum Weinen und Zähneknirschen.
        Da wird nicht gelacht, da ist nur alles kaputt
        .
        Zum Schluß:
        Die Türen stehen offen…
        Es heißt aber: „Porta patet.Magis cor“-“Die Tür ist offen. Noch mehr jedoch das Herz“.
        Das ist der Träger der Caritas (gleiche Wurzel), der anmutige christliche Liebe, der Großherzigkeit, der Clementia, der stillen scheuen Liebe, von jedem Effekt- und Eventsuchen entfernt.
        Das ist fundamental im Gegensatz zum Weltlichen, schnell Veränderlichem, zum Tohuwabohu (vor Kurzem Vermahnungen gegen den Ölkonsum, gestern Empfehlungen für Ölaktien (in hoc casu Mobil Exxon)(die Ölkatastrophe vor Alaska wurde offensichtlich vergessen)

        „Reisende soll man nicht aufhalten“:
        Der in der Wahrheit Gläubige geht auf dem rechten Weg (via), der an Gott nicht Gehorsamen auf einem Irrweg („iter“) (Ps.1).

      • frenta, Sie schreiben zu Recht:
        „Ja zu Christus und Ja zur Kirche bedeutet gleichzeitig Ja zum Papst. Er ist der Stellvertreter Christi auf Erden!“

        Wenn aber ein Papst -unabhängig jetzt einmal von Papst Franziskus- Dinge sagt oder tut, die verstören oder zumindest verwirren, wenn er Zeichen setzt und Signale aussendet, die nicht einzuordnen sind; kurz: wenn er wie ein Chamäleon agiert – was dann?
        Wem ist in einer solchen Situation zu folgen?
        Dem Herrn oder dem Knecht?
        Ich denke, die Antwort bietet keine Spielräume.
        Jesus Christus war voller Liebe, jedoch immer klar und eindeutig in seiner Haltung.

  11. Ich möchte mal auf das Motto, das man Pius X. zuschreibt, das aber vom hl. Paulus stammt, zu sprechen kommen: „Omnia instaurare in Christo“.

    Heißt das wirklich das, was auch oben jemand interpretiert. und vor allem: Pius X schrieb sich dieses „instaurare“ als eigene Tätigkeit zu, und vermutlich war auch das sein größter Irrtum.
    Was steht denn im Epheserbrief (1, 10)?

    Die EÜ übersetzt so:

    „Er hat beschlossen, die Fülle der Zeiten heraufzuführen, in Christus alles zu vereinen, alles, was im Himmel und auf Erden ist.“

    Lateinisch heißt es:

    „…in dispensatione plenitudinis temporum, instaurare omnia in Christo, quæ in cælis et quæ in terra sunt, in ipso…“

    Deutsch in meiner Übersetzung: „In der Verwaltung der Fülle der Zeiten (hat er sich vorgenommen), alles in Christus wiederherzustellen, was im Himmel und auf Erden ist – durch sich selbst…“

    Im Epheserbrief ist dieses „Widerherstellen“ der Dinge („omnia“) nicht ein Akt, den ein mensch vollziehen könnte, sondern ausdrücklich Gottes Akt.

    Es ist das tiefe und grundlegende Problem dieses Pontifikates, dass Pius X. im vollen Enst glaubte, er könne das tun, was nur Gott elleine tun kann. Er hat in allen seinen handlungen kundgetan, dass er es durchaus nicht Gott überlassen wollte, alles zu erneuern, sondern glaubte, das sei sein Part als Papst.

    Er konnte darin nur scheitern, und er ist auch gescheitert – das hat die Geschichte gezeigt.

    Was lernen wir daraus?
    Unsere Sache Ihm anheimstellen und lernen, wieder auf Christus zu schauen, der selbst alles erneuert – nicht wir an Seiner Stelle!
    Nicht der Papst starb am Kreuz, sondern Jesus Christus.
    Nicht Petrus stand unter dem Kreuz, sondern Maria.

    Wenn wir das wieder klar sehen, dann kann Hilfe kommen.

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