Christus statt Virishna, Horus oder Krishna – Die Geschichte des Don Franzoni: Ego vocavi te nomine tuo

Don Franzoni: Ego vocavi te nomine tuo
Don Franzoni: Ego vocavi te nomine tuo

(Rom) Eine gläubige Frau wurde von Kollegen traktiert, die sie davon überzeugen wollten, daß Christus nie existierte, sondern nur eine Erfindung sei. Sie drückten ihr eine Publikation in die Hand, die angeblich die „Beweise“ enthalte, daß Christus nur der Mythologie entspringe.

Ein Beispiel: Virishna in Indien habe Wunder und Heilungen gewirkt und sei 1.200 Jahre vor Christus gekreuzigt worden und auferstanden. Die „seriöse“ Quelle: David Icke! Horus, ein ägyptischer Gott sei von der Jungfrau Isis geboren worden und habe 12 Jünger gehabt. Er sei gestorben und wiederauferstanden. Krishna, eine weitere indische Gottheit sei am 25. Dezember geboren …

Die Reihe ließe sich fortsetzen und stützt sich auf „Experten“ in Sachen Religion wie David Icke und Umberto Eco. Man könnte nun sagen: Wer nicht glaubt und nicht glauben will, sucht nach Rechtfertigungen für seinen Unglauben und erweist sich dabei selbst als das, was er Gläubigen vorwirft: er glaubt wirklich irrational, weil er bereitwillig alles glaubt, was ihn in seiner Überzeugung zu bestätigen scheint, nicht an Christus glauben zu müssen.

Die verunsicherte Frau schrieb dem katholischen Publizisten Maurizio Blondet mit der Frage, was sie ihren Kollegen antworten solle, welche historischen Beweise es für Christus gebe. Hier seine Antwort:

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Sie behaupten, Christus sei nur ein Mythos wie Krishna? Dann erzählt ihnen die Geschichte von Don Franzoni

von Maurizio Blondet

Ich bin müde auf solche Behauptungen zu antworten. Früher dachte ich, damit könne man jemanden überzeugen. Doch selbst durch die besten Argumente kann kein Mensch einen anderen Menschen zum Glauben bringen. Kollegen wie David Icke und Umberto Eco werden ihren Moment haben, in denen sie sich entscheiden müssen, und dieser Weg wird möglicherweise durch persönliches Leid oder über den unmittelbar bevorstehenden Tod führen, jedenfalls wird er ganz persönlich sein. Es wird ein Moment sein, in dem man nicht mehr von Berufs wegen scherzt und sich lustig macht. Er kommt für uns alle. Entscheidend wird dann die Antwort des Betreffenden sein.

Christus ist radikal anders als jede reale oder mythologische Gestalt

Ich will Ihnen lieber eine andere Geschichte erzählen, eine persönliche Geschichte, damit Sie sich nicht von anderen verunsichern lassen. Ich erzähle Ihnen von jenem Mann, der mich verstehen ließ, warum Christus radikal anders und nicht im geringsten mit irgendeiner anderen realen oder mythologischen Gestalt vergleichbar ist, auch nicht solchen, die Aspekte seines Seins vorweggenommen zu haben scheinen. Wozu diese Mythen einzelner Völker dienen, wissen wir nicht, vielleicht, wie im Falle Indiens, um dort eines Tages, den nicht wir bestimmen, die Bekehrung einzuleiten oder zu fördern. Aber darum soll es heute hier nicht gehen.

Ich will Ihnen die Geschichte von Don Enelio Franzoni erzählen, den ich vor – ich weiß nicht mehr vor wieviel – Jahren in Bologna für das Wochenmagazin Gente interviewte. Er hatte nichts mit dem Don Franzoni gemeinsam, der damals vor allem durch manche Medien als progressiver Priester bekannt war. Der Don Enelio, den ich kennenlernte, lebte, damals schon alt, zurückgezogen in einem Pfarrhaus.

Don Franzoni war im Zweiten Weltkrieg Militärkaplan der ARMIR, der italienischen Rußlandarmee gewesen, die von 1941-1943 an deutscher Seite gegen die Sowjetunion kämpfte. Er hatte sich freiwillig gemeldet, weil es im Krieg um Leben und Tod geht und er denen geistlichen Beistand geben wollte, die verwundet oder sterben würden. „Ich habe mir gedacht: Die brauchen mich jetzt dort, mehr als sonstwo. Das will der Herr nun von mir.“

In der Sowjetunion geriet er in einem der berüchtigten Kessel mit Tausenden italienischer Soldaten, seinen „Jungs“, in russische Gefangenschaft. Mit ihnen wurde er in ein sibirisches Lager verschickt, oder um genau zu sein, von einem Lager zum anderen.

Die Hoffnung in der „Hölle auf Erden“

Grab eines italienischen Soldaten in Rußland
Grab eines italienischen Soldaten in Rußland

Er erzählte mir kaum etwas über die Kälte und die Entbehrungen, die sie litten, über die ich aus den Erzählungen anderer Rußlandkämpfer wußte. Er sprach auch nicht über die Brutalität, die Schläge, die Schreie der Lagerwärter und ihrer Hunde. Er sprach auch nicht über den Hunger, der so groß war, daß er Menschen unmenschlich verrohen ließ. Er erzählte auch bestenfalls am Rande von den Demütigungen, die sie über sich ergehen lassen mußten, vor ihren Schindern unter Spott und Gewalt ihre Notdurft im Schnee verrichten zu müssen, von den Flöhen und der Zwangsarbeit.

Er erzählte hingegen von den zahlreichen Beichten der jungen italienischen Gefangenen, leidenden, zitternden, sterbenden Männern, die er in ihrer Blüte gekannt hatte. Er erzählte von ihrem ruhigen, gelassenen Sterben im inneren Frieden inmitten einer „Hölle auf Erden“. Er erzählte von den Tränen in ihren Augen, wenn sie an zu Hause dachten, an ihre Familien, ihre Frauen und ihre Mütter. Er erzählte von der Hoffnung, wo jede Hoffnung reiner Irrwitz zu sein schien. Und er erzählte auch von den unglaublichsten Aktionen, manchmal unter Lebensgefahr, zu denen seine „Jungs“ bereit waren, um ihm auch nur wenige Tropfen Wein für die Heilige Messe zu besorgen.

Er erzählte von den Vielen, denen er die Sterbesakramente spendete, und denen er die Augen schließen mußte, die im Lager umgekommen sind. Er verzeichnete sie alle in einem kleinen Heft, das er nach Rußland mitgenommen hatte: Vorname, Familienname, Geburtsdatum, Sterbedatum und Ort der Bestattung. Begraben wurde am Anfang meist in Massengräbern. „Sie starben wie die Fliegen“, sagte er und verstummte und es schien, trotz der vielen Zeit, die seither vergangen war, als würde er sie vor sich sehen. Es waren so viele, die im Lager umkamen, daß das Heft nicht mehr reichte. Anderes Papier gab es aber keines, welches zu besitzen, war verboten. So begann Don Franzoni mit dem Stummel eines Kopierstifts die Namen in seine Feldmütze zu schreiben. Doch auch die reichte nicht aus, so beschrieb er das Innere seines Militärmantels. Er hatte ihn aufbewahrt und zeigte ihn mir. Er schien nicht mehr der Mantel eines Soldaten, sondern der verbrauchte, schäbige Mantel eines Bettlers oder Landstreichers. Sein Inneres war in winziger Schrift vollgeschrieben. Ich las, Namen, Daten, Orte. Tausende Namen. „Um sie wiederzufinden“, sagte mir Don Franzoni. „Dabei wußte ich selbst nicht, ob ich je zurückkehren würde.“

Verzicht auf die Freilassung

1948 ließ die Sowjetunion einen Teil der italienischen Kriegsgefangenen frei. Don Enelio Franzoni befand sich unter ihnen. Er sagte mir nichts darüber, wie er sich in diesem Moment fühlte, als er seinen Namen auf der Liste der Freizulassenden lesen konnte. Ich weiß es aus Erzählungen anderer: Der Gemütszustand eines Gefangenen überschlägt sich geradezu, im Moment, da er freikommt.

Ein Teil seiner „Jungs“ mußte in den sowjetischen Lagern zurückbleiben. Niemand wußte, warum man wen zurückbehielt. Es handelte sich einfach um ein Druckmittel, das Moskau in der Hand behielt. Don Franzoni verzichtete auf seine Freilassung. Er war ihr Kaplan. Er war wegen ihnen nach Rußland gegangen. Er konnte sie jetzt nicht zurücklassen. Ihr Leiden würde weitergehen. Der Tod war Dauergast im Lager. Die Lagerleitung wunderte sich. Einer der Offiziere rief abschätzig: „Schmeißt ihn raus!“ Doch am Ende akzeptierte man den Wunsch „des Verrückten“. Er konnte bleiben und hörte weiter die Beichte und stand den Sterbenden bei und schloß ihnen die Augen. Und verzeichnete ihre Namen auf seinem Mantel.

Die Rückkehr und das Treffen mit Nikita Chruschtschow

1952 oder 1953, ich weiß es nicht mehr genau, jedenfalls war der Krieg schon etwa acht Jahre aus, wurde er mit den letzten Überlebenden freigelassen und kehrte nach Italien zurück. Kaum war er in Bologna angekommen, begann Don Franzoni, die Familien der Toten zu kontaktieren, die in Gefangenschaft umgekommen waren. Er gründete mit diesen ein Komitee, um die Auslieferung der sterblichen Überreste einzufordern. Er ließ nicht locker, bis es ihm gelang, mit einer Abordnung von Müttern der offiziell „vermißten“ Soldaten einen Termin bei Chruschtschow zu erhalten.

Nikita Chruschtschow war damals Parteichef der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und sowjetischer Ministerpräsident. Er hatte die Verbrechen Stalins öffentlich beim Namen genannt. Chruschtschow stellte die Frage, wie man sich den Wunsch der Mütter nach Exhumierung ihrer toten Söhne denn vorstelle. Da übergab ihm Don Franzoni die abgetippte Liste mit den Namen, dem Sterbedatum und dem Ort ihrer Bestattung. Chruschtschow war über die Liste so erstaunt, daß er nach einigem Zögern sagte, er verstehe nicht. Er verstand nicht, wie eine solche Liste mit genauen Angaben existieren konnte.

Er fragte die Abordnung: „Zu welchem Zweck sollten diese Knochen herausgeholt werden? Die haben sich inzwischen doch längst mit der russischen Erde verbunden.“ Nach einem Moment der Stille fügte er hinzu: „Die sind doch schon russische Erde.“

„Genosse Sekretär, jeder dieser Jungs ist der Sohn einer Mutter“

Chruschtschow antwortete russisch, oder mehr noch eigentlich asiatisch. Buddha hätte wahrscheinlich nicht anders geantwortet. Ich liebte damals noch den Hinduismus und war von der Überlegenheit des neutralen Brahman, des unpersönlichen Nirwana über das christliche Heil überzeugt. Auch ich hätte wohl nicht anders geantwortet.

Don Franzoni aber antwortete Chruschtschow auf russisch: „Genosse Sekretär, jeder dieser Jungs ist der Sohn einer Familie. Einige von ihnen hatten bereits eine Frau, die sie erwartet; andere hatten Brüder und Schwestern. Alle haben eine Mutter. Eine Mutter, die jeden von ihnen mit Namen geliebt hat und die sich nicht damit begnügt, zu wissen, daß ihr Sohn irgendwo in Sibirien mit dem Boden vermengt ist. Jede Mutter will ihren Sohn, genau ihn, weil sie ihn liebt und sie will ein Grab für ihn, das sie aufsuchen kann, um mit ihm zu sprechen. Mit ihm, nur mit ihm.

Das war eine katholische Antwort, eine römische Antwort, die auch ein kommunistischer Parteichef verstehen konnte.

Die letzte Ruhestätte mit der Aufschrift: „Ego vocavi te nomine tuo

Chruschtschow erteilte die Erlaubnis zur Exhumierung. Delegationen von Eltern, angeführt von Don Franzoni, suchten die Orte auf, in denen ihre Söhne begraben, manchmal mehr verscharrt worden waren. Sie fanden dabei auch die Überreste anderer italienischer Soldaten, die Don Enelio nicht verzeichnet hatte, weil sie an dem Ort zu einem anderen Zeitpunkt umgekommen waren. Überreste, die keine Mutter einforderte, weil niemand von ihnen wußte.

Don Franzoni brachte auch diese namenlosen Knochen nach Italien zurück. Sie wurden auf seine Bitte hin auf einem Soldatenfriedhof begraben. Er ließ darüber in großen Buchstaben als Inschrift ein Wort des Propheten Jesaja anbringen: „Ego vocavi te nomine tuo“. Es ist Gott, der so spricht: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen“.

Er wollte damit zum Ausdruck bringen: Auch wenn kein Kommandeur mehr da ist, Soldat, der dich ruft, der um dich weiß; auch wenn nicht einmal deine Mutter mehr da ist, um dich zu rufen, ganz genau dich und nur dich, einmaliger Mensch; auch wenn alle dich vergessen haben, erinnere Ich mich an dich, Ich kenne deinen Namen, genau deinen, der du für mich ein einzigartiger Mensch bist, weil Ich ihn dir gegeben habe. Ich liebe euch nicht „alle“, sondern jeden einzelnen von euch.

Das ist mein „Beweis“

Das, meine Liebe, die Sie von Ungläubigen aufgewühlt werden, ist mein „Beweis“, daß Christus kein Mythos ist. Ich will nicht einmal versuchen, einen Beweis zu erbringen, daß Christus in der Geschichte existiert hat, vor 2000 Jahren. Das wäre viel zu wenig.

Der „Beweis“ ist, daß Christus heute und jetzt existiert. Es ist der Beweis von Don Enelio Franzoni, einem Soldaten Christi, mutiger als ein Samurei, so mutig, daß er sogar seine Freilassung ablehnte, und zugleich liebevoller als eine Mutter.

Eine Mutter liebt ihren Sohn, auch wenn er ein Schurke ist, weil es eben „er“ ist, ihr Sohn. Don Franzoni liebte sie alle, mit denen er auszog, einen für einen, er sah sie strahlend und sah sie elend, und vor allem sah er sie in ihrer größten inneren Not und im Augenblick ihres Sterbens. Und er blieb an ihrer Seite und hat jeden einzelnen zurückgebracht und seiner Mutter zurückgegeben. Und wo es keine Mutter mehr gab, dem Vaterland, das sie hinausgeschickt hatte, und wem das nichts mehr bedeuten sollte, dann gilt aber umsomehr, daß er sie geweihter Erde übergeben hat, wo sie stumme Zeugen des Glaubens und Mahner für den Frieden sind.

Nachahmung Christi

Don Franzoni tat dies in der Überzeugung, mit seinen eingeschränkten menschlichen Kräften und mit der Ohnmacht eines Gefangenen Christus nachzuahmen, mit der besonderen Liebe, die die Welt nur durch Christus kennt: mutiger als ein Samurei und spezifischer als die Mutter, die nicht „alle“, sondern den Ihren beim Namen kennt.

Ich weiß, daß das nach wissenschaftlichem Ermessen kein „Beweis“ ist, den man berufsmäßigen Ungläubigen entgegensetzen kann, die von Krishna und Horus schwätzen, weil sie sich Christus verweigern wollen. Es ist auch keine rationale Argumentation, obwohl sie historische Daten und handfeste Bodenfunde vorweisen kann.

Der Glauben ist keine Frage intellektueller Methoden. Der Glauben ist in seinem Wesen nicht Theorie, sondern Praxis. Er ist nie abstrakt, sondern immer lebendig. Er ist Nachfolge. Nachfolge im Mut, im Handeln, im Heldentum, in der Barmherzigkeit und der Liebe dessen, der auf das Kreuz gestiegen ist für jeden von uns, nicht für uns „alle“, sondern für jeden einzeln, für jeden von uns, obwohl wir es nicht verdienen. Es ist wie die Liebe der Mutter zu ihrem Sohn, auch wenn er ein Schurke ist, nur um ein Vielfaches größer.

Der Beweis, andere würden vielleicht Beleg sagen, für die reale und aktuelle Existenz Christi sind Menschen, die Christus nachfolgen und Ihn nachahmen wie Don Franzoni oder Padre Pio und Tausende andere, die wider die Vernunft lieben – wie eine Mutter – wer es nicht verdient. Viele dieser Menschen wurden von der Kirche nicht heiliggesprochen, weil sie im Verborgenen wirken, sind aber Christus bekannt, denn Er hat sie bei ihrem Namen gerufen, jeden einzelnen. Es sind jene Menschen, die in der Imitatio Christi in jedem historischen Moment in ihrer Beschränktheit und in Überwindung ihrer Grenzen Christus bezeugen.

Hoffnung nicht für alle, aber für jeden einzelnen

Deshalb, meine Liebe, weiß ich, daß Christus und sein Heil radikal anders sind als das, was Buddha, Horus oder Krishna zu bieten haben. Darin liegt auch meine persönliche Hoffnung: Ich bin ein Schurkensohn, der seine Mutter nicht so geliebt hat, wie sie mich geliebt hat. Ich habe sie vernachlässigt und nun, da sie gestorben ist, kann ich dem nicht mehr Abhilfe schaffen, obwohl ich es möchte. Ich habe nicht einmal ein Tausendstel dessen getan, was Don Franzoni getan hat und habe nicht einmal ein Millionstel seiner Liebe aufgebracht. Aber ich habe eine Hoffnung, die mir durch Christus geschenkt wird. Meine Mutter hat mich geliebt, obwohl ich zu ihr war wie ich war. So hege ich die Hoffnung, daß Gott mir am jüngsten Tag etwas nachsieht und meine Verdienste vergrößert, wie es meine Mutter tun würde.

Beten Sie daher für Ihre Kollegen, von denen Sie jetzt ausgelacht werden. Beten Sie aus Liebe und der Hoffnung wegen, daß Ihre Kollegen, dann wenn Gott sie ruft, Ihm antworten und sei es erst in jenem letzten Augenblick, in denen wir alle Gefangene werden, leidend und ohnmächtig, im Moment des Sterbens, den Don Franzoni so oft miterlebt hat und in dem er seinen „Jungs“ beistehen konnte in Vertretung Christi und mit den Tröstungen der von Ihm gestifteten Kirche. Ein Moment, der uns alle erwartet. Denn der Herr sagt zu jedem Einzelnen: „Ego vocavi te nomine tuo“.

Einleitung/Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: Il Timone

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10 Comments

  1. Danke für diesen berührenden, herrlichen Bericht – ein ganz grosser Trost in der heutigen Eiswüste. Die unendliche Macht des Glaubens, der unverbrüchlichen Hoffnung – ein Zeugnis der immensen Liebe Christi! In diametralem Gegensatz zu den angeblich so brennenden Postulaten der Kirchenleute versus Bischofsynode – wie sie in den Medien hochgekocht werden. Gott ist wunderbar, Er sei gelobt und gepriesen in alle Ewigkeit.

  2. Es gibt keine Religion, die nicht aus Wurzeln vorangehender Religionen schöpft. Ist das grundsätzlich schlecht? Ich denke es ist sogar notwendig um die Bekehrten in der neuen Religion heimisch zu machen. Doch nur das Vorleben im Glauben kann das Heidentum bannen.
    Wenn die Vorbilder ausbleiben oder sich selbst dem Teufel unterwerfen, werden auch die Gläubigen versagen. Zur Zeit leben wir wieder in einer der tiefsten Phase des Unglaubens. Speziell nach dem Vaticanum 2 als die Hochgradfreimaurerei sich im Vatikan selber breit machte.
    Solche Phasen hat die Kirche oft durchlebt, Etwa um 700 als Mohanmmed die nahen Osten eroberte, auch zu dieser Zeit brach der Glaube in Nordafrika zusammen. Zu Beginn der Neuzeit als Luther seine Thesen verkündete. Später zur Zeit der Aufklärung und franz. Revolution, als die Kirchen abgeschafft wurden. Später während des Kulturkampfes und anschließen der Revolution in Russland! Immer wurde die Kirche zügellos. Auch Heute ist das nicht anders: Der Teufel des Konsums und Kommerzes, der sogar die Zahl des Teufels in die Menschen einpflanzen wird!

    Zugleich gibt es Heute auch sehr sehr viele Erscheinungen der Muttergottes in aller Welt, die vor dem Unheil warnen und zum Gebet auffordern!

    Es gibt eine Buch von Wolfgang Eggert, der sich mit den Chassidischen Sekten beschäftig!
    Darin führt er den Beginn dieser Sekten und auch das Freimaurertum auf die Vertreibung der Juden in Spanien zurück. Das Buch heißt Israels Geheimvatikan. So sind diese Sekten und auch die Hochgradfreimauerer in fast allen Kriegen der Neuzeit involviert oder haben diese Inszeniert. Sehr interessant auch als Geschichts-Ergänzung zu lesen. Tatsache ist aber, das diese Sekten vor allem die Chabad Lubawitscher über immense Vermögen verfügen! Sie haben sowohl den Anschlag auf den Kronprinz Franz Ferdinand, die Diktatoren Lenin Stalin Mussolini und Hitler zum Zweck das Armageddon herbeizuführen finanziert!

  3. Christus zu leugnen, Jesus als Mythos hinzustellen, diese Leute und Gruppen gab es und es wird
    sie immer wieder geben. Diese Menschen zu überzeugen, ist in der Regel nicht möglich. Schließt
    man die Gnade aus, ist es unmöglich. Heute wollen diese Mächte im Hintergrund, mit viel Geld
    und Desinformationen die Menschen verunsichern und vom Glauben abbringen. Das gelingt um
    so mehr, da die Menschen sowieso schon ohne Glauben sind.

    • Diese Mächte im Hintergrund, mit Geld und Einfluss zuhauf, verfolgen einen Plan.
      Den Menschen ihre christliche Identität zu nehmen, sie ihrer Werte zu berauben, Familienzusammengehörigkeit zu relativieren im Sinne von “alles ist Familie“, die katholische Kirche in Frage zu stellen, schon die Kinder sexuell zu indoktrinieren, den Genderismus zu etablieren … dies alles und viel mehr dient doch nur einem Zweck: Den Menschen in seinem inneren Kern zu destabilisieren.
      Sie schreiben richtig:
      “Das gelingt umso mehr, da die Menschen sowieso schon ohne Glauben sind.”
      Indem man sie von ihren Wurzeln trennt, verlieren sie die Orientierung. Funktioniert dies “zufriedenstellend“, entsteht mit der Zeit eine Art “Menschenbrei” – verfügbar, manipulierbar, kontrollierbar.
      Dem stehen Menschen mit einem tiefen Glauben an Jesus Christus entgegen.
      Weil sie Ihm anhangen -so sagte man früher- wissen sie um ihre Bedeutung und Verantwortung vor Gott. Sie wissen sich von IHM, trotz ihrer Sündenhaftigkeit geliebt, getragen und angenommen und sind deshalb weit mehr als andere gegen die Versprechungen der Welt gefeit.
      Nicht dass Gläubige ohne Fehl und Tadel wären -niemand weiß das besser als sie selbst- aber sie stehen auf einem Fundament, das ihnen Jesus Christus gebaut hat.
      Dies kann eine einflussreiche Clique nicht dulden.
      Jeder Einzelne entscheidet, wo er in diesem Kampf stehen will.

      Menschen wie Don Franzoni können darin Vorbild sein, wenn wir auch nie seine Qualitäten erreichen werden.

    • Man kann sie nicht überzeugen, aber mit wenigen Worten sich selbst lächerlich machen lassen, wie einst die Jünger, gegen die auch ein ganzes Heer der klügsten Sophisten machtlos war!
      Ich bin unter teilweise militanten Atheisten und Heiden aufgewachsen, lange konnte ich ihnen nichts wirklich entgegensetzen, außer meinen Fäusten.
      Doch der Herr hat mich gelehrt, sie mit wenigen Worten ihrer Primitivität zu überführen, die ihnen keine Wahl lässt, als davon zu rennen und vielleicht hinter meinem Rücken weiter zu machen, oder aber auf mich los zu gehen, was mir auch recht wäre!
      Einfaches Beispiel: Ein Atheist sagt: „Gott gibt es nicht, die Erde ist Zufall!“
      Antwort eines verständigen Christen: „Nun ja, wenn man bedenkt was Du Dir jeden Tag im Spiegel ansehen musst, kann man Dir nachsehen, dass Du Dich als trauriges Produkt unkontrollierter, launischer Zufälle siehst“

  4. Es wird der Tag kommen, an dem unser Herr Jesus Christus und Gott Vater alles reinigen werden von allem Falschglauben und allen okkulten Manipulationen. Jesus Christus hat uns durch sein allerheiligstes Blut errettet und freigekauft. In Fatima und an anderen Orten wurde das Strafgericht angekündigt. Vor der Sintflut wollte es auch fast niemand glauben. Sie aßen und sie tranken, sie heirateten und wurden verheiratet, bis zu dem Tage an dem Noah in die Arche stieg…

    • Ergänzung: Dass etwas auf uns zukommt ist durch die allgemeine Situation ersichtlich (Verfall der Werte, Verfall der Familien, Glaubensabfall, überall okkulte Beeinflussung): http://www.kath-zdw.ch/maria/vergleichb.offenbarungen.html — Der Engel in Fatima sagte: „Buße, Buße, Buße“. Selbst aus der fragmentarischen Teilpublikation des 3. Geheimnisses geht hervor, dass etwas naht.
      Es bräuchte mehr Menschen wie Don Franzoni, die dem Okkulten entgegentreten. Unsere Gesellschaft steht am Rande des Abgrundes.

  5. Ein zutiefst beeindruckener Bericht! Don Franzoni hat tatsächlich das umgesetzt, was von jedem Priester in ähnlicher Lage verlangt würde. Die Moraltheologie weist nämlich darauf hin, daß bestimmte Personen (Priester, aber auch Ärzte, Soldaten usw.) in bestimmten Situationen zu Dingen verpflichtet sind, auf die andere gar nicht verpflichtet werden können (impossibilitas moralis). Wenn es darum geht, Sterbenden beizustehen, deren ewiges Heil ansonsten gefährdet wäre, muß jeder Priester alles ihm Mögliche unternehmen, damit die Sterbesakramente gespendet werden können – auch unter Einsatz des eigenen Lebens. Don Franzoni hat der Welt ein Beispiel gegeben, was das konkret bedeuten kann – ein Beispiel, das jedem anständigen Menschen Hochachtung abnötigt.

    Allerdings ist sicher auch der Hinweis nicht überflüssig, daß der Text auch einiges Mißverständliche enthält, insofern der Eindruck entstehen könnte, es gäbe keine zwingenden Argumente gegen den Unglauben. Dann aber wären Apologetik und Fundementaltheologie sinnlos.

    Es gibt tatsächlich eine Unzahl Argumenten gegen den Unglauben – und für den Glauben. Die katholische Religion ist tatsächlich die von Gott geoffenbarte. Das ist im strikten Sinne beweisbar – und nicht etwa nur Wunschdenken der Katholiken. Alle Argumente prallen natürlich an einem Menschen ab, der -aus welchen Gründen auch immer- einfach nicht glauben will. Darauf wird auch richtigerweise im Text hingewiesen. Es hätte jedoch m.E. deutlicher gesagt werden können -und müssen- daß die mangelnde Überzeugungskraft apologetischer und fundamentaltheologischer Argumente ausschließlich durch den Adressaten bedingt ist – oder höchstens noch in der ungeschickten Form der Darbietung. Damit soll keineswegs geleugnet sein, daß der Glaubensakt immer ein Werk der Gnade ist. Wie sich die Praeambula Fidei und der Glaubensakt präzise zueinander verhalten (Analysis Fidei) , ist allerdings unter den Theologen kontrovers, ja eines der schwierigsten Problem der Theologie überhaupt (vgl. z.B. A. Kolping, „Einführung in die Theologie“). Jedenfalls bleibt festzuhalten, daß es Praeambula Fidei gibt, die einem gutwilligen Menschen unter Einfuß der Gnade den Zugang zum wahren Glauben vermitteln! Das muß heute mehr denn je betont werden. Auch angesichts einer weithin wahrzunehmenden Verweigerungshaltung darf sich niemand, dem apologetisches Wirken aufgetragen ist, der Resignation überlassen!

  6. Erst einmal: Danke für den berührenden, tröstenden Bericht!

    Aber zweitens: Wie armselig, dass eine erwachsene Katholikin noch nie solch einen Bericht gehört hat, wo es doch bekannt ist, dass diese höllische Zeit des Kommunismus (die, wenn auch auf andere Weise bis heute andauert) auch viele Heilige hervorgebracht hat!
    Ein Blick selbst in ein modernes katholisches Gesangbuch, bzw. ein paar Klicks im Internet, hätten doch vollkommen genügt!
    Selbst in meiner Alleinheitsideologie lehrenden humanistischen Schule haben wir solide elementare Kenntnisse über alle Weltreligionen vermittelt bekommen, die locker ausreichen, um jede andere Religion als das Christentum als menschenverachtend zu erkennen.
    Sogar einige nicht biblische Quellen bekamen wir vorgestellt!
    Von den vielen Moslems, denen der Herr in den letzten Jahren persönlich erschienen ist, fange ich gar nicht erst an!
    Wo ist diese Frau bloß zur Schule gegangen?
    Aber gut, besser sie beschäftigt sich jetzt als nie ernsthaft mit ihrem katholischen Glauben, im Klartext: Mit dem Gott Zebaoth, dem Herrn aller Mächte und Gewalten, dem Herrscher über das All!

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