Israel: Mordechai Vanunu / John Crossman, stellt achten Antrag auf Aufhebung der strengen Auflagen

Mordechai Vanunu John Crossman Israel Atombombe
John Crossman Mordechai Vanunu und die israelische Atombombe

(Tel Aviv) Mit der achten Eingabe an den Obersten Gerichtshof fordert der unter dem Namen John Crossman zum Christentum konvertierte israelische Nukleartechniker Mordechai Vanunu die Aufhebung der ihm auferlegten strengen Restriktionen, um zu seiner in Norwegen lebenden Frau reisen zu können.

Alle bisherigen Eingaben in den vergangenen elf Jahren wurden abgelehnt. Mordechai Vanunu, so seine amtliche Registierung, ist der Mann, der 1986 die bis dahin geheimgehaltene atomare Bewaffnung Israels aufgedeckt hatte. Offiziell bestreitet die israelische Regierung auch heute, über Atomwaffen zu verfügen.

Enthüller des israelischen Atomprogramms 1986 in Rom entführt – 18 Jahre Haft

Vanunu wurde, noch bevor die Enthüllung öffentlich bekannt wurde, vom israelischen Geheimdienst Mossad entführt und nach Israel gebracht. Angeklagt wegen Landesverrats und Angriffs auf die nationale Sicherheit wurde er 1988 zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Elf Jahre saß Vanunu in Isolationshaft. Erst nach Verbüßung der gesamten Haftstrafe wurde er 2004 unter strengen Auflagen entlassen.

Er darf das Land nicht verlassen. Wann immer er seine Unterkunft verläßt, muß er das den Sicherheitsbehörden mindestens 48 Stunden vorher melden. Er darf in der Öffentlichkeit mit Ausländern sprechen, aber jeweils nur mit einer Person und nicht länger als 30 Minuten. Telefon, Internetzugang und seine Unterkunft werden abgehört. Er darf kein Mobiltelefon benützen, keine Chat-Rooms aufrufen, keine Botschaften, Konsulate, Flughäfen oder Schiffshäfen betreten und muß sich in 500 Metern Mindestentfernung von der Staatsgrenze halten.

Crossman heiratete im Mai 2015 lutherische Theologin aus Norwegen

Enthüllung der Sunday Times. Fünf Tage zuvor war John Crossman vom Mossad in Rom entführt worden
Enthüllung der „Sunday Times“ (5.10.1986). Fünf Tage zuvor war John Crossman vom Mossad in Rom entführt worden

Mordechai Vanunu beantragte unter anderem die Aufhebung des Reiseverbots, um seine Frau in Norwegen besuchen zu können. Mit dem Namen John Crossman konvertierte Vanunu zum Christentum und wurde getauft. Im vergangenen Mai heiratete er die norwegische lutherische Theologin Kristin Joachimsen. Das Ja-Wort gab sich das Paar in der 1898 im Beisein von Kaiser Wilhelm II. in Jerusalem eingeweihten lutherischen Erlöserkirche. Joachimsen unterrichtet an der School of Theology in Oslo.

Vanunu arbeitete im Negev Nuclear Research Center von Dimona, als er 1986 der Sunday Times Details über die Anlage und das atomare Waffenprogramm Israels enthüllte.

Geboren wurde John Crossman 1954 als Mordechai Vanunu in Marrakesch, damals Französisch-Marokko. Die Kaufmannsfamilie orthodoxer, sephardischer Juden lebte in der Mellah, dem traditionellen jüdischen Viertel der Stadt. Als es in Marokko zu antisemitischen Vorfällen kam, emigrierte die Familie 1963 über die Jewish Agency nach Israel, wo sie im Wüstenort Beersheba angesiedelt wurde. Sein Vater widmete sich religiösen Studien und wurde dort als Rabbi anerkannt.

Marokkanischer Jude, Kampfpilot im Jom-Kippur-Krieg, Atomprogramm

Seinen Militärdienst leistete Mordechai Vanunu von 1971 bis 1974 als Pilot bei der Israelischen Luftwaffe und nahm am Jom-Kippur-Krieg teil. Anschließend nahm er an der Universität von Tel Aviv das Studium der Physik auf, das er nach einigen Semestern abbrach. 1976 nahm erveine Stelle als Techniker am Negev Nuclear Research Center an. 1979 begann er parallel im Negev an der Ben-Gurion-Universität ein Studium der Philosophie und der Geographie, das er 1985 erfolgreich abschloß.

Gleichzeitig distanzierte er sich zunehmend von der israelischen Außenpolitik, weshalb er als Mitarbeiter des nuklearen Forschungszentrums unter Beobachtung des Inlandsgeheimdienstes geriet. Ihm wurden später Kontakte zum Kommunismus nachgesagt, da Vanunu zahlreiche Auslandsreisen unternahm, die der israelische Nachrichtendienst aufmerksam registrierte.

1986 Konversion zum Christentum, Enthüllung, Entführung, Verurteilung

Hochzeit von John Crossman und Kirstin Joachimsen am 19. Mai 2015 in Jerusalemer Georgskathedrale
Hochzeit von John Crossman und Kristin Joachimsen (19. Mai 2015) in der anglikanischen Georgskathedrale Jerusalems

Im Juli 1986 konvertierte er während eines Australien-Aufenthalts mit dem Taufnamen John Crossman zum Christentum und schloß sich der Anglikanischen Kirche von Australien an. In Australien kam es zu Medienkontakten, die zu einer Einladung nach England führten. Im September desselben Jahres enthüllte Vanunu während seines London-Aufenthalts, einem Journalisten der Sunday Times das israelische Atomwaffenprogramm samt Photoaufnahmen.

Obwohl die Zeitung die Enthüllung erst am 5. Oktober veröffentlichte, hatte der israelische Geheimdienst bereits in Australien von den Medienkontakten erfahren. Um das gute israelisch-britische Verhältnis nicht zu belasten, wurde Vanunu vom Mossad nach Rom gelockt, dort am 30. September entführt und versteckt auf einem Schiff nach Israel gebracht.

Sechs Wochen leugnete Israel, etwas mit dem Verschwinden des Nukleartechnikers zu tun zu haben. Schließlich wurde von einem Regierungssprecher bestätigt, daß sich Vanunu in israelischer Haft befindet. Um seinen Aufenthalt zu verschleiern, wurde der Gefangene unter dem damals unbekannten Taufnamen John Crossmann registriert. 1988 erfolgte seine Verurteilung durch ein israelisches Gericht.

Seit er nach 18jähriger Haft unter strengen Auflagen 2004 freikam, lebt Crossman in der anglikanischen Niederlassung an der anglikanischen St. Georgs-Kathedrale von Jerusalem. Mehrfach wurde sein Zimmer von der Polizei durchsucht. Bereits 2004 stellte er einen Antrag auf Asyl und Staatsbürgerschaft in Norwegen. Die israelischen Behörden gehen davon aus, daß sich Vanunu bei Aufhebung der Reisebeschränkung nach Norwegen absetzen würde, wo seine Ehefrau lebt.

Im kommenden Monat wird der Oberste Gerichtshof über den Antrag entscheiden.

Text: Asianews/Giuseppe Nardi
Bild: Asianews/Google

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zeitschnur
Eine äußerst schillernde Person und man fragt sich, was ihn antreibt – cui bono? Wer in geheimen Forschungszentren arbeitet, muss normalerweise Stillschweigen versprechen. Wenn einer für sein Land in einem militärischen Zentrum arbeitet, dann ist es überall auf der Welt Hochverrat, wenn er die inneren Vorgänge abfotografiert, die geheimen Informationen den westlichen Zeitungen anbietet und dies mit einer Verbissenheit und x-fach – nicht nur Israel würde mit so einem Mann nicht lange fackeln! Im Gegenteil – wären die Dinge wirklich so brisant, wäre dieser Mann in fast jedem mächtigeren Land der Welt kurzerhand ermordet und beseitigt worden. Dass er in… weiter lesen »
Louis

Na, der Nachweis der KP-Mitgliedschaft scheint ein ziemlicher Fake. Israel brachte viel Energie auf, um Vanunu nach seiner Verhaftung „unglaubwürdig“ zu machen.

Apropos: Israel sollte für Christen kein goldenes Kalb sein, schon gar nicht für Katholiken. Das ist Politik, nichts mehr.

zeitschnur
…ebenso sollte Israel auch keine negative Projektionsfläche sein, schon gar nicht für Katholiken, die mit ihrem Antijudaismus mehr Schaden angerichtet haben, als sich je noch einmal gutmachen lässt. Der rechtsgerichtete Katholik kommt ohne jüdische Strohmänner und „Zeugen“ gegen Israel oder das Judentum nicht aus – das ist in jedem Strategiespiel auch nur ein alter Hut. Und wie viele solcher Gestalten haben wir nicht auch, die aus der Kirche kommen oder kamen? Oder sprechen sie die Wahrheit über die von ihnen „enthüllten“ Machenschaften der Kirche? Auch die Negativzeichnung Israels ist Politik, nichts mehr – und immer noch bleibt stehen: Cui bono?… weiter lesen »
zeitschnur
Übrigens habe ich das mit der Kommunistischen Partei aus dem Mund Vanunus selbst gelesen: „I met a Canadian author on my way to Greece, but nothing came of it. I traveled to Athens, Bangkok, and then went to Russia. I was 32 years old in a Moscow hotel, wondering if I should tell my story to the Red Army. I decided to leave, instead. The reason I had arrived there was that before I left the Dimona, I had checked out the Palestinian Communist Party to see how the communists worked. I was curious and wondered if they would help… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Israel ist in moralischer Hinsicht heute kein bisschen besser als Deutschland. Trotzdem ist es Gottes Nation, ob das manchen Leuten gefällt oder nicht gefällt. Israel steht die schwerste Zeit seiner Geschichte erst bevor, die Jahre der Drangsal Jakobs. Die Nationen werden Israel militärisch einkreisen und gegen es Kriege führen, wobei ein großer Teil umkommen und nur ein Rest übrigbleiben wird. Aber in der höchsten Not wird es nach Jesus Christus als seinem Messias ausrufen, dann wird er kommen und es retten, und Israel wird für immer in Sicherheit leben. Aber die Zukunft jeder Nation –ihr Bestehen oder Vergehen– hängt von… weiter lesen »
Louis
@Lämmlein Genau das habe ich gemeint, darin kann ich nicht folgen, so sympathisch mir Israel (in manchen Dingen) auch sein mag. Politisch können wir darüber reden und sind uns wahrscheinlich sogar einig. Aber bitte: Schluss mit dem metaphysischen Ansatz, dieser irrigen Verklärung. Gottes AT-Bund mit den nachchristlichen Juden und dem Staat Israel koppeln? Ein grundsätzlicher Denkfehler, der im protestantischer Raum älter ist, im katholischen v.a. erst nach dem WKII auftaucht (deutsche Sühneleistung?, wegen kommunistischer Diskreditierung von Papst und Kirche? Abfärbung durch den Protestantismus?). Gott ist treu, ewig, immer, NUR, der Bund betrifft seit Christus die Christen. Eine ganz klare gerade… weiter lesen »
zeitschnur
@ Louis Es ist definitiv ein Widerspruch zum NT, wenn Sie sagen, Gott habe mit den nachchristlichen Juden „nichts mehr zu tun“. Ihnen liegt eine Decke vor den Augen um der Heiden willen, aber diese Decke wird nach bitterstem Leiden am Ende der Zeiten von ihnen genommen und sie werden Jesus erkennen und annehmen als ihren Messias. Uns ist aufgetragen, wenn wir aus den Heiden stammen, uns nicht über die Unglücklichen zu erheben, sondern uns zu fürchten, denn wenn Gott schon edle Zweige ausgebrochen hat, wird er die unedlen Zweige aus den Völkern erst recht wieder ausbrechen aus dem edlen… weiter lesen »
Klauspeter
Louis, danke für Ihre Wormeldungen. Ich zitiere dazu noch einmal Theodor Haecker (http://gloria.tv/media/X26xtrDgfvr), der genau ausdrückt, was Sie schreiben: «Der Auserwählte ist immer «der Einzelne». Nun gab es aber doch ein auserwähltes Volk, das als Volk ein auserwähltes war! Wohl wahr, aber es genügt ein Blick, um zu sehn, dass innerhalb dieses auserwählten Volkes die wahrhaft Auserwählten die Einzelnen: die Väter, Moses und die Propheten waren; so dass auch das Volk auserwählt nur um dieser Einzelnen willen heisst, durch die Gott sich ihm offenbart hat, so wie das neue auserwählte Volk, das an die Stelle der Juden trat, die Kirche… weiter lesen »
zeitschnur
@ Klauspeter Haben Sie Louis Kommentar denn genau gelesen? Ich glaube nicht! Denn Louis bestreitet zentrale Aussagen, die auch Haecker macht. Was Sie von Theodor Haecker zitieren, entspricht dem, worauf auch ich die ganze Zeit hinweise: Gott hat seine Bindung an dieses Volk nicht aufgegeben. Ich zitiere aus Ihrem Zitat: „…der ihnen zuerst sich geoffenbart hat; der ihnen zuerst seinen Sohn geschickt hat, der nach einer alten Weissagung sie nicht untergehen lässt, bis Christus wiederkommt, während jedes andere, bloss natürlich bestimmte Volk, wenn es die Gebote des Christentums, nachdem sie ihm einmal offenbart sind, nicht befolgt, ohne Gnade als solches… weiter lesen »
Leo Laemmlein

Louis
Zuerst mal danke für Ihre höfliche Antwort.
Ich seh’s gerade umgekehrt.
Politisch gesehen kriegt man mit Israel auf kurze Sicht nur Ärger.
Mein Grund, zu Israel zu stehen, mich an Israel zu halten, ist der, den Sie „metaphysisch“ nennen. Ich drücke es lieber so aus: ich vertraue auf die Verheißungen Gottes, deshalb bin ich mit Israel auf der richtigen Seite, und das ist es wert, Unannehmlichkeiten und noch mehr auf sich zu nehmen.
https://youtu.be/FYZoMTVEV9k

Reinhold

Wem reden Sie denn wieder das Wort ? Haben Sie sich das überhaupt schon einmal überlegt ?

roesler

@zeitschnur

Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Wenn man in einem derart sensiblen Bereich arbeitet, sollte das Stillschweigen eine Selbstverständlichkeit sein. Noch dazu in Israel, welches bis dato mächtige Feinde hat, welche das israelische Volk und den Staat Israel nach wie vor gerne von der Landkarte verschwinden ließen!

Traditionstreuer

Ob er „Kommunist“ ist, ist erstens nicht bewiesen und zweitens hier uninteressant. Tatsache ist: Vanunu/Crossman ist ein Held, weil er sich mit der übermächtigen, brandgefährlichen Atommacht Israel gewagt hat anzulegen. Mannesmut für Fürstenthronen.

Juda verfolgt jeden seiner Feinde mit unnachsichtiger Gnadenlosigkeit. Dieser Mann braucht unser Gebet statt solcher besserwisserischer Nörgelkommentare.
Übrigens: Anglikanismus ist nicht „Protestenatismus“, sondern eher eine Mischform aus Katholizismus und Protestantismus. Auf jeden Fall der kath. Kirche näher als die Protestanten.

Klauspeter

Volle Zustimmung, Danke!

J.G.Ratkaj

Ein sehr guter Kommentar. Danke!

Elias

„Worüber man nicht sprechen kann, darüber soll man schweigen.“
Frei nach Wittgenstein

Louis

Das soll wohl heissen:
Worüber man nicht sprechen darf, darüber sollte man schweigen.
Das wirft aber viele Fragen auf. Vanunu hat gesprochen, worüber er nicht sprechen hätte dürfen. Der Staat Israel leugnet Waffen, obwohl er sie hat usw.

Leo Laemmlein

Präziser gesagt schweigt sich Israel über seine Atomwaffen aus. Weder bestätigt es noch dementiert es sie. Na und?

Reinhold

Wer ist denn Wittgenstein ? Hier werden wenig bekannte Leute zitiert. Wo soll das denn stehen ? Genaues Zitat wäre erforderlich.

zeitschnur
Reinhold

Wer ist denn jetzt Maki ? Sie führen einfach Personen ein, die nicht bekannt sind. So geht das doch nicht.

Stella
@Louis: Ihre Einschätzung bezüglich Israels teile ich vollkommen! Man vergißt nämlich, dass elf der zwölf Stämme Israels verschollen sind (mit großer Wahrscheinlichkeit aufgegangen im Völkermeer) und nur das kleine Königreich Juda übrigblieb. Daraus entwickelte sich die weitere Heilsgeschichte, das ist das unbestrittene Verdienst der Juden! Gottes neuer Bund (daher auch NEUES Testament) gilt nun den Christen, inklusive der bekehrten und der sich noch bekehrenden Juden. Das heutige Staatsgebilde Israel ist rein säkular (veranstaltet durch Gay-Paraden!),das wäre wohl in einem Gottesstaat der alten Form undenkbar, Salomo, David und Co. werden sich im Grabe wälzen! Dass ein säkularer Staat seine militärischen Interessen… weiter lesen »
zeitschnur
…und v.a. sollten wir sehen, dass wir keine Christen mehr sind – Islam hin oder her, und Juden hin oder her. Das markanteste Zeichen der Endzeit ist der Glabensabfall derer, die einst Christen waren. Der Abfall geschieht mannigfach und auch durch die, die sich für fromm halten. Das jedenfalls ist uns eindringlich und warnend an vielen NT-Stellen gesagt – nur wir starren immer nur auf die bösen anderen und erkennen nicht, dass wir, vordergründig Jesus nennend, ihn eben doch nicht anerkennen als den Herrn. Wie die Juden träumen wir von einem starken Mann, der politisch siegt, und verkennen, wie er… weiter lesen »
Stella

woher wollen Sie so genau wissen,wovon „wir“ träumen!?
Und stellen sie „uns“ nicht mit Juden und Moslems auf eine Stufe,jedenfalls nicht glaubenstechnisch,das muss ich mir aufs schärfste verbitten!
Ihre flapsige Besserwisserei ist eine Mischung aus Unverschämtheit und Unterstellungen und nervt eigentlich nur noch.
Gönnen Sie sich einfach mal eine Pause,die Allgemeinheit hier wird es Ihnen danken.

Reinhold

Danke, dass wenigstens noch jemand dem furchtbaren Vorbringen der Zeitschnur wehrt. Der ganze kommentar Zeitschnurs ist nichts Anderes als eine Unverschämtheit, die hier nun wirklich nicht veröffentlicht werden sollte. Das ist Kirchenfeindschaft pur.

zeitschnur
Leider ist es die Realität – oder von welcher Kirche sprechen Sie? Etwa von einer Geistkirche wie die Protestanten? Schauen Sie sich die reale Kirche an… Wer ist ein Kirchenfeind? Wissen Sie, was ein „Kirchenfeind“ ist? Dass die Kirche einen Herrn hat, das juckt Sie sichtlich nicht. Sie missbrauchen Sie für ihre politischen Ressentiments… Ich argumentiere auf der Basis von Fakten. Sie und Ihre Spezln können mich nicht widerlegen – daher müssen Sie so dumpf herumballern. Man kennt das aus den islamischen Vorstädten: wer nicht sagt, was ich hören will, den machen wir propagandistisch und am liebsten noch physisch platt.… weiter lesen »
Reinhold

Natürlich macht das auch keinen Sinn. Hier ballert doch niemand herum. Was wollen Sie denn mit islamischen Vorstädten ? Diese sind hier doch kein Thema. Zur Sache ist da rein gar nichts von Ihnen vorgebracht.

J.G.Ratkaj

Sehr richtig., Hr. Reinhold. Ich frage mich inwieweit diese Person mit „katholisches.info“ verstrickt ist. Jedenfalls sind ihre oberlehrerhafte Art, mit der sich z.B. erdreistet über Kardinal Merry del Val und andere zu urteilen ein Grund, diese Person am besten zu ignorieren. Aus ihr spricht Sophistik, Neid, Verbitterung und Hochmut.

Giuseppe Nardi

Niemand aus dem Kommentarbereich ist mit Katholisches.info „verstrickt“. Katholisches.info wird von der Redaktion gestaltet. Der Kommentarbereich steht den Lesern offen. Zwischen den beiden Bereichen gibt es keinen Zusammenhang. Dies wurde bereits an anderer Stelle gesagt. Weder Herausgeber noch Redaktion beteiligen sich am Kommentarbereich, ausgenommen begründete Momente (wie im konkreten Fall), etwa zur Richtigstellung falscher Annahmen oder Behauptungen im Zusammenhang mit dieser Seite.
Noch einmal: Kommentare stammen von Lesern und sollen die Möglichkeit zu einer zivilisierten Form des Gedankenaustausches zu den veröffentlichten Artikeln bieten.

Reinhold

Ich verstehe nicht, dass man solchen Tiraden gegen die Kirche hier pPatz einräumt. Das hat mit der überstrapazierten toleranz schon nichts mehr zu tun.

Carlo

Einer durchsichtigen Kumpanei wegen derart giftigherumzuspritzen, dass die Redaktion einen Ordnungsruf aussprechen muss, sollte einem, der Kardinal Merry – dem Verfasser der Litanei der Demut – irgendwie noch persönlich gekannt haben will, schon zu denken geben.

Giuseppe Nardi

Die Redaktion hat keinen „Ordnungsruf“ ausgesprochen, sondern – der Wahrheit wegen – eine notwendige Klarstellung vorgenommen.

J.G.Ratkaj

Geschätzte Fr. Zeitschnur, da habe ich in der Hitze der Auseinandersetzung viel zu scharf formuliert. Das ist nicht recht und gehört sich auch so nicht. Jedoch finde ich Ihre Anwürfe wider Kardinal Merry del Val auch sehr ungerechnet. Ich habe viele Prälaten und einen späteren Kardinal gekannt, welche ihm treulich dienten und habe auch selber viel über ihn studiert und gelesen, sodaß ich Ihnen da nicht folgen kann.

J.G.Ratkaj

Gemeint ist der Kommentar vom 8.VIII.2015 11h14.

zeitschnur
Okay – alles in Ordnung! Danke. Aufgrund meines etwas jüngeren Alters (51 Jahren) habe ich den Msgr. natürlich nicht gekannt, auch nicht mehr Leute, die ihm „dienten“. Aber ich habe aus seiner Feder einiges gelesen, und es stößt mich aus verschiedenen Gründen ab. Und wenn ich schon so etwas lese wie die „Litanei der Demut“, dann gehen bei mir alle Warnlampen an. Für mich ist das vor allem Rhetorik: indem einer für sich selbst so demonstrativ „demütig“ tut, offenbart er, dass er nicht sich selbst, sondern allen anderen einen Rohrstock unter die Nase hält: „Wehe du bist nicht demütig!“ Damit… weiter lesen »
Reinhold

Bereits 61 Kommentare in dieser Rubrik und das nur, weil Zeitschnur Dinge daher schwätzt, die gar nicht hergehören. Die peinliche gegnerschaft zur Kirche ist ja eine Zumutung.

Stella

Und in der Schule hätte es geheißen. „setzen, Fünf“, da völlig am Thema vorbei!
So macht man Foren kaputt, kenne ich schon.
Übrigens muß sich hier niemand entschuldigen, denn auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.

zeitschnur
Ich möchte noch ein paar Hinweise geben auf die offizielle Lehre der Kirche. Im Röm. Katechismus beispielsweise wurde gelehrt: „Überdiess verschworen sich die Menschen aller Gattungen und aller Stände gegen den Herrn und seinen Gesalbten. Denn Juden und Heiden waren einverstanden und Urheber und Mithelfer des Leidens. Judas hat ihn verrathen. Petrus verläugnet. Die Übrigen haben ihn verlassen“ (5. Hauptstück, 4. Artikel, XIII) Bei den Predigtanweisungen im Anhang wird am Karfreitag die Schuld der Juden mit keinem Wort erwähnt. Dies natürlich nicht, weil sie keine Schuld hätten, sondern deswegen, weil die der anderen nicht geringer und der Kartag kein Anlass… weiter lesen »
J.G.Ratkaj

Ich habe sehr sorgfältig und mit Interesse Ihre Zeilen gelesen. Freilich kann ich Ihnen bei Ihrem Kommentar zu Pius X. und Raffael Merry del Val überhaupt nicht folgen. Das liegt wie gesagt auch an meiner persönlicher Prägung und auch nach privaten Studien des Lebens und des Wirkens der beiden betreffend seit vielen Jahrzehnten. Auch sehe ich viele Dinge aus einer anderer Perspektive als Sie, ich bin noch ganz ein Kind der alten romanitá. Jedoch möchte ich nochmals mein Bedauern ausdrücken, daß ich Ihnen gegenüber den gehörigen Anstand habe vermissen lassen.

J.G.Ratkaj

Kommentar v. 9.VIII. 19h19 ist an Sie Fr. Zeitschnur gerichtet.

Reinhold

Zeitschnur erkennt nur Zeitschnur an. Jede Diskussion ist unmöglich mit ihr, die sich nur um sich selbst dreht.

zeitschnur
Vielen Dank für diesen passgenauen Beweis dessen, was ich sagen wollte. Die Träume irregeleiteter Katholiken kann man auf diesem Forum und auch anderswo im Internet zuhauf lesen. Solche Foren mussten auch schon geschlossen werden. Kann ich mir schon vorstellen, dass eine klare Stimme, die daraufhinweist, Sie „nervt“. Und damit Ihre geistige Gewalttätigkeit Sie nicht bloßstellt, erdichten Sie auch noch flugs ganze Volksmassen, die mit Ihnen „genervt“ sind. Wie alle Feiglinge schaffen Sie es nicht, nur für sich zu sprechen… Es nervt den Überheblichen bekanntlich nichts mehr als die Wahrheit, und er will vor allem anderen den, der versucht, wahr zu… weiter lesen »
Stella

Ich fürchte nichts und niemanden und schon gar nicht die Wahrheit.
Sie sprechen mit der gleichen „klaren“ Stimme wie der Oberdiabolus F.,es ist wohl eher das verworrene Cescento der Hölle.
Sie haben sich mit Ihren Postings schon mehr als einmal als Kirchenhasser geoutet,das sieht ja ein Blinder.
Gut,wenn Sie hier als Advocatus Diaboli geduldet werden müssen die Betreiber des Forums entscheiden.

Reinhold

Das bedarf keines Beweises, was von Zeitschnurs Auswerfungen zu halten ist. Sie schreibt Zeug, das weder hinten noch vorne paßt.

Reinhold

Wer kritisiert wird, weil er Dinge schreibt, die nun einmal nicht stimmen und selbst wenn sie stimmen, nicht in den Kontext passen, kann doch nun wirklich diejenigen, die den Weg weisen, nicht mit dem Islam in Verbindung bringen. Das macht einfach keinen Sinn. Wenn jemand ständig Pauschalurteile über ganze Kollektive aufstellt, dann sind es doch Sie. Durch abstreiten wird da nichts besser.

Reinhold

Was Sie wieder zusammenschreiben. Ein paar Tage ging es ohne Sie. war eine Erholung und diente der Sachlichkeit. Der Katholik als Pharisäer, der über Andere zu Gericht sitzt: Das geht doch entschieden zu weit. Wieso werden Kirchenfeinden so viel Spielwiesen gelassen ? Das verstehe ich nicht.

Reinhold

Was soll man davon denn noch halten ? Der Katholik sitzt immer zu gericht über Andere. Das ist doch derartig fernab allen Wegs, das es schlicht unkommentierbar ist und auch für die Befindlichkeit der Abfasseruin spricht.

Reinhold

Zeitschnur hin und her und am besten raus aus dem Forum.

Tantumquantum

@Reinhold:. Mit Ihrem dauernden hilflosen Gejammere machen Sie sich nur lächerlich.

Reinhold

Was wollen denn Sie ? Ich habe doch Sie nicht nach Ihrer unqualifizierten Meinung gefragt. Wehren Sie lieber dieser kirchenfeindlichen Schreiberei oder unterstützen Sie das noch in Ihrem Irrweg. Ich werde tun, was ihier erforderlich ist. Im Übrigen sind auch Andere aufgefordert, sich nicht in ellenlangen Litanaien zu ergehen.

J.G.Ratkaj

@Louis

Ein sehr wichtiger Kommentar von Ihnen. Ich darf auf das Dekret des Hl. Offiziums vom 25. März 1928 verweisen in welchem es das Werk „Opus sacerdotakle Amici Israel“ auflöst, gerade jener Tendenzen wegen, welche sie eben sehr gut beschrieben haben.

zeitschnur
Toll, wofür Sie sich da starkmachen – das war eine abgekartete Intrige Kardinal Merry del Vals, wie man sie sonst „methodisch“ den Modernisten, Freimaurern und Juden vorwirft: „Um das Indizierungsverfahren abzukürzen, stellte er (Kard. Merry del Val) selbst die Anzeige, die sonst nur von außen zulässig war, und forderte ein päpstliches Dekret, um das sonst erforderliche Gutachten und dessen doppelte Prüfung durch Konsultoren und Kardinäle zu umgehen. Mithilfe des Papstes wollte er den Amici die Rechtgläubigkeit aberkennen und ihre Reformziele blockieren. In geheimen Beratungen formulierten del Val und Pius XI. ein am 14. März 1928 veröffentlichtes Dekret, das den Rasse-Antisemitismus… weiter lesen »
Reinhold

Woher wollen Sie den von geheimen Beratungen wissen ? Dann sind sie ja nicht mehr geheim. Das ist doch Phantasterei.

Chorbisch

@ Reinhold: Wenn ich Zeitschnur richtig verstehe, dann sind die Beratungen vor Erlaß des Dekrets 1928 geheim gehalten worden und blieben es, bis sie 2004 durch Freigabe bis dahin nicht öffentlich zugänglicher Dokumente der Forschung – und damit der Öffentlichkeit – bekannt wurden.

Die Sperrung von Archivdokumenten für eine gewisse Frist ist durchaus üblich. Allerdings wird die Dauer der Sperre je nach Staat unterschiedlich gehandhabt.

Insoweit sehe ich hier keine „Phantastereien“.

@ Traditionstreuer: Warum haben Sie das Wort „Juda“ verwendet? Es ist doch der weltliche Staat Israel, der Vanunu/Crossman für seine Taten belangt hat.

zeitschnur

Immer erst kurz nachdenken, bevor man schreibt: Ich gebe Links – folgen Sie denen, wenn Sie echte Fragen haben.

Ansonsten gilt das Zitat des ihnen natürlich unbekannten Wittgenstein – sehen Sie am Ende des „Tractatus logico-philosophicus“ nach…

J.G. Ratkaj
Kardinal Mery del Val hat überhaupt nicht geirrt sondern als Propräfekt des Hl. Offiziums aus Pflicht zur Offenheit und zur apostolischen Wahrheit gehandelt. (Er konnte in seinem Amt nicht schweigen wenn in Bröschüren der Amici Zionismus befürwortet, die Änderung der Karfreitagsfürbitte gefordert wurde und über die Bekehrung der Juden nicht gesprochen werden solle. Weiters falsche Initiativen förderte, in denen eine generelle Ablehnung der Einstellung der Kirchenväter zu den Juden vorauszusetzen ist.). Das Aufhebungsdekret führt u.a. folgendes an: „Denn die katholische Kirche hat für das jüdische Volk, das der Hüter der göttlichen Verheißung bis Jesus Christus gewesen ist, trotz der späteren… weiter lesen »
zeitschnur
@ J.G. Ratkaj Kardinal Merry del Val war selbst Mitglied der Amici Israel und die Vorgehensweise war nicht korrekt. Ehrwürdig hin oder her. Zum Thema Zionismus ist in dem Dekret nichts zu hören – das dichten Sie einfach hinzu. Und die Unklarheit der Gründe sind auch der Hauptgrund für das Befremden über die Vorgehens weise bis heute. Dazu ein sehr fundierter Artikel (allerdings auf Französisch) hier: http://www.rivtsion.org/f/index.php?sujet_id=1017 Dass die Vorgänge ungereimt und merkwürdig waren, beschreibt auch dieses Zitat: „Die zuständige Liturgiekommission der Ritenkongregation im Vatikan unter Alfredo Ildefonso Schuster empfahl vorbehaltlos die Annahme der Vorschläge und legte sie dem Heiligen… weiter lesen »
zeitschnur
Nachtrag: Dass Kard. Merry del Val einfach Unsinn redete, zeigt nicht nur die Geschichte, wie sie dann verlief, sondern auch das,was er sagte, auf einer rein theologischen Ebene: „Was machen die Juden, wenn sie das Reich Israel wieder aufrichten? Sie werden von dort aus die Kirche vernichten!“ Sie seien ohnehin schon in öffentlichen Ämtern und Parlamenten überrepräsentiert und hätten dadurch zuviel Macht.“ http://piusxi-deralleingelassene.blogspot.de/2009/10/merry-del-val-versus-ildefonso-schuster.html Nicht nur haben getaufte Katholiken versucht, bevor es zur Staatsgründung Israels kam, das Judentum zu vernichten, sondern Israel ist der einzige Schutz der heiligen Stätten der Christen gegenüber einer entfesselten, destruktiven und blutrünstigen muslimischen Umma, sie systematisch… weiter lesen »
J.G. Ratkaj

Ich dichte nichts hinzu. Lesen Sie genauer, ich verwies auf die Motive, welche Kardinal Merry del Vall von amtswegen zum Handeln zwangen. Daß die „Freunde Israels“ Zionismus positiv werteten und so sich in Widerspruch mit Pius X. setzten hat Kardinal del Val in seinem Bestreben dieses Werk aufzuheben sehr wohl beeinflußt. Das beschreiben bereits: Pio Cenci: Il Cardinale Raffaele Merry del Val. Rom 1933. Und andere später folgende Biographen des Kardinals.

zeitschnur
@ J.G. Ratkai Pius X. hat dazu nichts in seiner Autorität als Papst gesagt! Hätte er das getan, wäre auch er schon als häretischer papst in die Geschichte eingegangen… Im Gegenteil hat auch er sich gewaltig vergaloppiert in seinem Gespräch mit Herzl, v.a. scheint er Röm 9-11 noch nie gelesen zu haben! Er reagierte vielmehr mit einem beispiellosen Machtgehabe und ich bin immer wieder aufs Neue peinlich berührt von einem Papst, der lieber die Muslime im Heiligen Land sieht als die, denen Gott dieses Land für immer zugesprochen hatte. Pius X. hat damit Geister heraufbeschworen, die heute die Kirche treffen:… weiter lesen »
zeitschnur

Nachtrag:

Ich zitiere ja Merry del Vals Antizionismus und Antijudaismus in einem Beitrag hier wörtlich!

Von Amts wegen war er keineswegs dazu verpflichtet, aus solchen Gründen gegen die AI vorzugehen!

Die Gründe waren theologisch schlicht und einfach zu dünn…

Am Ende kommt immer nur wieder das alte Ressentiment heraus und beweist, dass in weiten katholischen kreisen derselbe Geoist ehrrschte, der die Zeit damals in ein Inferno verwandelte – erst für die Juden, aber Gott lässt sich bekanntlich nicht spotten und seither ist es aus mit dem geistigen Europa…

zeitschnur
Wenn man den Römerbrief ernstnimmt, dann kann man nicht einer extremen Substitutionstheologie anhängen. Die Kirche „ersetzt“ das alte Israel, das gewissermaßen verkrüppelt fortlebt, nicht. Die Argumentation des hl. Paulus spricht von einer edlen Wurzel: Das Volk der Juden ist die edle Wurzel. Die Heiden sind diesem edlen Stamm – quasi gegen die Natur – eingepfropft worden. Nach der Metaphorik des Apostels mussten Juden ausgebrochen werden, um einen Platz für die Heiden zu schaffen, an dem sie „angedockt“ werden konnten. Die Juden, die „ausgebrochen“ wurden, bzw. deren unbeteiligte Nachfahren, sind aber nicht von Gottes Seite für immer verworfen. Paulus schreibt das… weiter lesen »
Reinhold

„Das alte Israel lebt verkrüppelt fort“ ? Was ist denn das für ein Gedankengang. Das ist einfach unerträglich, so etwas lesen zu müssen.

J.G. Ratkaj

Wenn man die ehrwürdigen Väter unter Anführungszeichen setzt diese noch als „absurd“ verleumdet, genügt eigentlich vollkommen um diesen Gedankengang zu erklären, geschätzter Hr. Reinhold.

zeitschnur

Dann lassen Sie es doch einfach sein!

zeitschnur

@ G.J. Ratkaj

Fragt sich, worauf Ihr Glaube beruht…
Bevor ich zweifelhafte „Väter“-Traditionen an die erste Stelle setze, stünde da dogmatisch zuerst mal die Hl. schrift und die dogmatische Definition, die aber nicht die Väter vorgenommen haben.

Wenn die Kirche immer vergleicht, was die Väter gesagt haben, dann ist das, was sie gesagt haben, dennoch nicht „heilig“.

Soviel Unterscheidungsvermögen muss sein. Immerhin haben Väter ausdrücklich späteren Dogmen widersprochen. Halten Sie also mal den Ball flach und machen sich v.a. nicht mit einem Stänkerer aus Prinzip und IMMER ohne Argumente gemein – allein das dikreditiert Sie selbst massiv.

zeitschnur
@ J.G. Ratkaj Sie sind Ihren eigenen Nennungen Ihres Geburtsjahres nach ein alter Mann und normalerweise habe ich vor alten Menschen Respekt. Aber man erwartet von einem Betagten auch Weisheit, und die fehlt – wie können Sie angesichts der Vorbildfunktion, die Sie haben sollten, an einer Stelle, wo es um einen sachbezogenen Diskurs geht, auf das vulgäre Niveau eines Reinhold absinken und ausschließlich persönlich beleidigend herumklotzen? Zur Sache: Sie leben in in einer Denkwelt mit tausend Tabus – Glaube und Vernunft sind so aber nicht in Einklang zu bringen. Ich muss, wenn etwas offensichtlich intrigant, verzerrt oder sogar absurd ist,… weiter lesen »
Reinhold

Das ist doch wieder eine Zumutung für alle, die an echter Diskussion interessiert sind. Wo Zeitschnur hinschmiert, ist nur Unfrieden.

Lela
Zur Rolle des Judentums und den Römerbrief. Die Frage lässt sich nicht klären, wenn die Prämisse nicht stimmt. Die Frage lautet: Sind die heutigen Juden nach und trotz Christus die Nachfolger der Alten Bundes und damit die „edle Wurzel“? Oder sind damit durch Christus die Christen gemeint (Juden- und Heidenchristen? Für mich zweifelsfrei: die Christen! Gott ist weder absurd noch widerspricht er sich selbst. Also kann es gar nicht anders sein. Es gibt einen Bund Gottes mit den Auserwählten, das ist das „edle Holz“ der Juden (eigentlich besser Israeliten oder Hebräer), aus ihnen ging der Erlöser Jesus Christus hervor, ein… weiter lesen »
zeitschnur
Prämissen? Gehen Sie schon mit Prämissen an den Schrifttext, der sich dann Ihren Prämissen unterwerfen muss? Verzeihen Sie – aber ich habe selten eine solche Verdrehung und Vergewaltigung eines Bibeltextes gelesen! Sie sollten aber den Schrifttext lesen und den Sinn, den er hat, stehenlassen. Und der Sinn ist ziemlich eindeutig! Sie sind auch auf der falschen Seite, wenn Sie glauben, dass die Kirche das je so definiert hätte, wie Sie es (vermutlich instruiert durch perfide Menschen) hindrehen. Die Kirche hat sich, da wo sie in Unfehlbarkeit sprach, immer distanziert von dieser platten Verdammung der Juden. Auch die unsägliche Wortklauberei, die… weiter lesen »
Leo Laemmlein
Ich fand die Diskussion in diesem Fall ziemlich sachbezogen und lesenswert (weniger indessen die Diskussion über die Diskussion). Einen Hinweis würde ich gern geben. Um die Rollen Israels und der Kirche im Heilsplan Gottes besser zu verstehen, ist es nötig, die Haushaltungen Gottes kennenzulernen, Stichwort: Dispensationalismus. Diese Betrachtungsweise der biblisch geoffenbarten Heilsgeschichte ist nicht, wie ein verbreitetes Vorurteil meint, eine protestantische Erfindung aus dem 19. Jahrhundert. Sie ist in der Bibel selbst begründet und wurde von Kirchenvätern bis ins 4.-5. Jahrhundert vertreten. Siehe für einen ersten Überblick: https://de.wikipedia.org/wiki/Dispensationalismus Leicht fassliche Kurzdarlegung in 4. Kapiteln mit einer Einleitung: https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=comment&comment_id=449&structure_id=715&part_id=3411 Kürzere Darstellung… weiter lesen »
zeitschnur
weil die Postings irgendwie oft nicht mehr da stehen, wo ich sie hingesetzt hatte: Das ist @ Leo Lämmlein, Posting vom 10. August 18:58 Uhr: …ich bin dem ersten Link nachgegangen. Hier wäre jedoch zu fragen, was die Vätermeinungen betrifft, inwieforn sie überhaupt rechtgläubig sind. Die Vorstellungen Joachim von Fiores jedenfalls hat die Kirche zwar nicht direkt verurteilt, baer dafür die Bewegungen, die sich darauf gründeten, als häretisch verurteilt. Das heißt im Klartext: die Kirche lässt private Personen einen gewissen Chiliasmus inklusive Zeitaltermodellen glauben, ohne diesen Glauben zu präzisieren, verwirft aber einen öffentlichen Glauben daran. Ich sehe daraus v.a. eines:… weiter lesen »
Carlo

Fr. Zeitschnur:

Oben legen Sie Wert darauf, dass sich die Kirche „bislang niemals zu einem lehrmäßigen Antizionismus verstiegen“. Entsprechend erhielt Pius X. für seine Äußerungen gegenüber Herzl verschiedentlich schon sein Fett verabreicht.

Nun watschten Sie aber bei anderer Gelegenheit einige Forumsteilnehmer ab, als diese haarsträubende Entgleisungen von Franziskus als „nicht ex cathedra verkündet“ und damit unverbindlich relativiert hatten. Da fuhren Sie nämlich das Geschütz „Pastor Aeternus“ auf und schossen mit entsprechenden Zitaten dieses eigenmächtige Unterscheiden päpstlicher Äußerungen über den Haufen.

Haben Sie denn jetzt den Anfang der Wackelkandidaten auf dem Thron Petri auf Pius X. zurückverlegt?

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