China: 16 Christen verhaftet, weil sie Zerstörung christlicher Symbole verhindern wollten

Entfernung eines Kreuzes von einer Kirche in der Provinz Zhenjiang
Entfernung eines Kreuzes von einer Kirche in der Provinz Zhenjiang

(Peking) In der Provinz Zhejiang der Volksrepublik China wurden 16 Christen verhaftet, weil sie sich der Zerstörung von Kreuzen auf ihren Kirchen widersetzten. Bei den Verhafteten handelt es sich um protestantische Christen, darunter auch Pastoren. Die Anklage gegen sie lautet offiziell auf „illegale Geschäfte“, „Störung der öffentlichen Ordnung“, „geheime Aktivitäten“. Wie ihr Rechtsbeistand Pang Kun erklärte, seien die Anschuldigungen beliebig gewählt: Der Grund der Verhaftung „ist, weil sie die Zerstörung religiöser Symbole verhindern wollten“.

Offiziell wurde gegenüber dem Anwalt nur die Verhaftung von sieben Christen bestätigt. Über den Verbleib der anderen neun Christen ist nichts bekannt, darunter die Pastoren und andere führende Christen. Laut einem Bericht von Radio Free Asia wurden acht von ihnen in Wenzhou in ein Polizeigebäude gebracht „und kamen nicht mehr heraus“. Nachfragen nach ihrem Verbleib wurden von der Polizei nicht beantwortet. Gleiches gilt für Pastor Zhang Chongyang, der in Pingyang verhaftet wurde.

Systematische Bekämpfung christlicher Symbole

Seit Anfang 2014 läßt die Provinzregierung systematisch christliche Kirchen niederreißen oder christliche Symbole entfernen. Besonders auf öffentlich sichtbare Kreuze wird Jagd gemacht. In Wenzhou halten Christen das Dach einer Kirche besetzt, um die Zerstörung des Kreuzes zu verhindern.

Die Christen der Provinz protestieren seit vergangener Woche gegen die christenfeindliche Regierungspolitik. Am 24. Juli forderte der 89 Jahre alte katholische Untergrundbischof mit seinen Priestern vor einem Regierungsgebäude das Ende der Zerstörungen. Inzwischen schloßen sich auch Vertreter der vom Regime anerkannten katholischen Kirche dem Protest an. Protestanische Quellen sprechen von bereits mehr als 1000 Kirchen, die in der Provinz zerstört oder beschädigt wurden.

Hintergrund der Zerstörungswut ist die Angst des kommunistischen Regimes vor einer weiteren Ausbreitung des Christentums (siehe KP China: „Wenn Parteimitglieder Christen werden dürfen bricht alles zusammen“). Die Provinz Zhejiang weißt die größte Dichte an Christen in der Volksrepublik China auf.

Text: Asianews/Giuseppe Nardi
Bild: Asianews

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1 Comment

  1. Je mehr das kommunistisches Regime die Christen dort drangsaliert, desto mehr wird dort die Kirche Jesu und der Leib Christi wachsen. Meine Anerkennung, Gebete und Bewunderung gilt den mutigen Bekenner-Chisten Chinas.

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