Von einem klotzigen Bauhaus in Frankfurt und einem spitzgiebligen Gotteshaus in Limburg

Der Klotz in der (Kultur - )Landschaft
Der Klotz in der (Kultur-) Landschaft

Der kürzlich verstorbene Architektur-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen, Dieter Bartetzko, gehörte zu den ungekauften Journalisten, die sich auch nicht von Modetrends, politischer Korrektheit und Medienhypes ihr unabhängiges Urteil beeinflussen ließen. Ein Nachruf mit der kommentierten Vorstellung von zwei Artikeln Bartetzkos.

Von Hubert Hecker

Gesichts- und geschichtslose Klotzarchitektur

Unter der Überschrift: „Neue Kisten kriegt das Land“ berichtete Bartetzko in der FAZ vom 18. Mai 2013 über den Neo-Kubismus in der derzeitigen Nobel-Architektur: „Würfel, wohin das Auge blickt.“

Aus der aktuellen Klotz-Galerie stellt der Journalist als Beispiel den Entwurf für den Erweiterungsbau zum Jüdischen Museum in Frankfurt am Main vor. Damit wird ein Berliner Architektenteam „einen Vierkant“ hinter das „historische Rothschildpalais“ setzen. Schon in der Wortwahl spielt der Autor auf einen Antagonismus an: hier der Begriff einer geschichtslos-technischen Form, dort ein Wort wie eine Fensteröffnung auf das Leben einer Epoche, die im berühmten Frankfurter Klassizismus ästhetisch Ausdruck fand.

Im weiteren Artikel deutet der Autor diesen Gegensatz aus: Der Architekt Staab würde dem aktuellen Würfeltrend so „blind und bedingungslos“ folgen wie die biblische Gestalt der Pharisäer den Ritualgesetzen. Er „wuchtet hinter den Altbau einen dekorlosen Vierkant“, dem die „Proportionen des Rothschildpalais so gleichgültig wie dessen Gliederung“ seien.

Ein Museumsbau ohne Sinn für die Vergangenheit, die er darstellen will

Der geplante Klotz-Anbau zum jüdischen Musuem Frankfurt am Main im historischen Palais Rothschild
Der geplante Klotz-Anbau zum Jüdischen Museum Frankfurt am Main im historischen Palais Rothschild

Bartetzko lenkt den Blick auf die „Kostbarkeiten des Frankfurter Altbaus“: die klassisch gestaltete Frontseite des Palais von 1821 und dessen Zwillings-Erweiterungsbau von 1849; seinen fünfeckigen Altan auf Rundarkaden und die Erker zur Mainfront hin als zeitgenössische Einfügung in das klassizistische Grundkonzept.

Auch die „fein ziselierte Rückfront des Altbaus“ erzähle von der Detailfreude der klassisch orientierten Baumeister des frühen 19. Jahrhundert. Schließlich verweist Bartetzko auf Fotografien von den „wunderbar proportionierten rückwärtigen Bauten des Palais’ und seiner Nachbarn, die das Areal vor 1945 zu einem der schönsten Quartiere Frankfurts machten“. Hieran mit einem gegliederten Ensemble oder einer Konturennachzeichnung anzuknüpfen hätte allein schon der Respekt vor dem Kunstsinn des Klassizismus gefordert. Nun aber würde das historische Erbe mit einem „vierkantigen Faustschlag“ brüskiert. Einzig in der weißen Farbgebung knüpfe der Neubau an das klassizistische Palais an – „eine leere Höflichkeitsgeste“, wie Bartetzko meint.

Vierkant-Design des homo faber

Oder wollten die Architekten auf einen ganz anderen Bauklotz Bezug nehmen? Vor den Eingang des noblen Rothschildpalais’ haben die städtischen Behörden noch zu Zeiten des Bauhaus-Funktionalismus einen plumpen Betonwürfel als Trafostation platziert – „so als hätten sie geahnt, dass ihrem autistischem Klotz“ ein klobiger Museumskubus folgen würde.

Die Stunde der Klotz-Deuter

Der Frankfurter Magistrat als Bauherr deutete die Klotz-Architektur natürlich ganz anders: Der Museumserweiterungsbau stehe „eigenständig und selbstbewusst neben dem Rothschild-Palais.“ Museumsdirektor Raphael Gross ergänzte: Der Entwurf entspreche „der Bedeutung der jahrhundertealten jüdischen Geschichte und Kultur dieser Stadt und dieser Region“.

Doch selbst bei der euphemistischen Vokabel „selbstbewusst“ scheint die klotzende Arroganz des Neubaus noch durch. Ebenso schleierhaft erscheint es, wo der Museumsdirektor in diesem abgeschotteten Kubus einen Bezug zur Geschichte der Frankfurter Juden erkennen will, wenn das klassische Erbe der Frankfurter Rothschilds vor der Haustür des Neubaus so respektlos ignoriert wird.

Architektursignale für eine Geschichtsrevision?

Gross’ Vorgänger Georg Heuberger hatte noch in einer Broschüre von 2001 das „relativ konfliktlose Miteinander und Nebeneinander von Juden und Nichtjuden“ im historischen Frankfurt betont. Die Integration der Juden in die mittelalterliche Ständegesellschaft kam nach Heuberger im jüdischen Quartier unmittelbar im Zentrum der Stadt am Dom zum Ausdruck.

Von diesem Neben- und Miteinander der städtischen Menschen und Gruppen einschließlich der Juden ist in der Architektur-Semantik des Entwurfs nicht ansatzweise etwas zu spüren. Im Gegenteil. Die architektonischen Signale des „eigenständigen“ – das heißt beziehungslosen – Fremdkörper-Neubaus in seiner gesichts- und geschichtslosen Vierkantigkeit lassen eher eine Geschichtsrevision befürchten, bei der die Juden wieder zu einer auserwählt-ausgegrenzten Fremdengruppe stilisiert werden könnten.

Auch in Limburg wurde ein Bau-Klotz entdeckt – aber nur von Quadratbrillenträgern

"Bischofshaus" am Limburger Domberg
„Bischofshaus“ am Limburger Domberg: Innebhf, dahinter die alte Vikarie, reniviert als bischöflicher Dienstsitz

Zur der Zeit, als Dieter Bartetzko in seinem FAZ-Beitrag den neuen Klotz-Architekturentwurf in Frankfurt kritisierte, hatte sich auch in Limburg die Kritik an einem Neubauprojekt in der Altstadt breitgemacht. Das vom Domkapitel gewollte und vom damaligen Bischof Tebartz-van Elst ausgeführte Gebäude-Ensemble „Bischofshaus“ wurde als eine „hingeklotzte“ Architektur denunziert, zum „hässlichen Schandfleck im Kern der Altstadt“ verteufelt. Insbesondere die bischöfliche Amtskapelle wurde als klobige und klotzige „Kaaba von Limburg“ apostrophiert. Diese Sicht der Dinge verbreitete auch der SPIEGEL. Angesichts des schlanken Spitzgiebelbaus muss man fragen: Hatten die Kritiker damals Klötze vor den Augen oder blickten sie durch Quadratbrillen?

Wahrscheinlicher ist, dass in diesem Fall die Abwandlung eines bekannten Wortes zutrifft: Man sieht nur, was man glaubt! In Limburg tobte damals ein Glaubenskrieg um die Person des Bauherrn, Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Dem wurde vorgeworfen, dass er sich als rom- und rückwärtsgewandter Oberhirte mit einem feudalen Palast in modernistischer Flachbau- und Kubus-Architektur ein selbstherrliches Denkmal setzen wollte.

Ein Kenner lobt die spektakuläre Architektur des Gebäude-Ensembles auf dem Domberg

Dieter Bartetzko dagegen ließ seinen Blick auf die Domberg-Bebauung nicht durch die verzerrte Glaubenssicht auf den Bauherren trüben. In einem FAZ-Artikel vom 15. 10. 2013 beschreibt er das Gebäude-Ensemble als ein herausragendes Beispiel für ein integratives städtebauliches Projekt. Was er an dem Frankfurter Museumskubus vermisste, sieht er in dem Komplex zum Limburger Bischofshaus hervorragend gelöst: Die aufwendig gestaltete Synthese von Neu und Alt sei beziehungsreich in den Kontext zwischen dem sakralen Dom und der säkularen Altstadt integriert worden. Darüber hinaus zeige der Bischofssitz „eine spektakuläre Architektur“.

Auf dem Felsen gebaut und Geschichte bewahrt

George Clarkson Stanfield: Limburg an der Lahn (1862)
George Clarkson Stanfield: Limburg an der Lahn (1862)

Der architekturkundige Journalist beginnt seinen Rundgang im Konferenz-Saal des Untergeschosses. Dort gebe ein mittelalterlicher Turmstumpf aus der Erbauungszeit des Doms dem Raum ein archaisch-biblisches Gepräge, aber auch geschichtlichen Bezug und spirituelle Inspiration: Das Matthäus-Wort: „Du bist Petrus und auf diesem Felsen will ich meine Kirche bauen“ sei für Bischof und Architekten das Leitbild für Entwurf und Bau geworden. Die Reliquienwand in einem weiteren Raum im Untergeschoss erinnert den Journalisten in der Ausgestaltung an Roms Katakomben: „Hier zeugt Architektur von Pietät.“

Von den Resten des hochmittelalterlichen Wehrturms steigt Bartetzko auf zu der alten Vikarie am Domplatz aus dem ersten Drittel des 15. Jahrhunderts, eines der wertvollsten Fachwerkhäuser der Limburger Altstadt. Mit der aufwendig gestalteten Restaurierung sei das Haus innen und außen ein Musterfall nachhaltiger Denkmalspflege. „Mit dem angrenzenden barocken Diözesanmuseum durch eine wunderbar geschwungene, historische Mauer verbunden, schenkt es dem Domberg die gebührende geschichtsträchtige Atmosphäre.“

Der Eingang zu einer herausragenden Synthese von Neu und Alt

Erst nach diesem geschichtsbewussten Aufstieg, vorbei an den Gebäuden aus dem 13., 15. und 18. Jahrhundert, lenkt Bartetzko den Blick auf das Eingangsportal neben dem als Nonnenwohnung sanierten Jugendstilhaus. Als Blickfang des Vorhofs hebt er das sechsteilige Bronzerelief hervor mit den Gestalten der vier Schutzheiligen des Bistums.

Vom Foyer aus lässt er den Leser vorbeiblicken an den gotischen und barocken Heiligenfiguren – als „lebhafte Kontrapunkte zur gradlinig kühlen Eleganz der Trossfelswände“ – in den längsrechteckigen Innenhof. Der Architekt Michael Frielinghaus habe ihn „als Capriccio aus römisch antiken Atrium, spätromanischem Kreuzgang und Baushaus gestaltet“. Der dreischalige Bronzebrunnen in der Mitte verbreite „meditatives Flair“ mit seiner Krönung der Geist-Taube sowie den Symbolen der vier Evangelisten.

Und „über allem schwebt die Kapelle – ein obligater Bestandteil jedes bischöflichen Amtssitzes“

Der spitzgieblige Sakralbau ragt aus dem Geviert der neuen Flachbauten hervor wie eine architektonische Übersetzung des Begriffs ‚Gottes-Haus’. Bartetzko vermutet zu diesem „spektakulären Gebäude“ Anregungen von anderen europäischen Architektur-Vorbildern. Gleichwohl zeige es sich als moderne Quintessenz der historischen Nachbarbauten wie dem Steildach der Alten Vikarie, den Konturen der Limburger Altstadthäuser sowie deren Schieferdächer und –Fassaden.

Das strahlend weiße Innere der Kapelle wirke „schlicht, streng, festlich“ – gemildert durch die sanften Farbtöne der Fenster. Lineare Signaturen deuten die Themen Geistsendung, Hochzeit zu Kanaan, Erleuchtung und Erlösung aus, eine Themenreihe der Erhellung, die Vernunft und Glauben eine. So zitiert Bartetzko den Bischof, der mit dem Glaskünstler das Programm entwickelt habe.

Das Domberg-Ensemble – ein städtebaulicher Gewinn für Limburg

"Alte Vikarie", Teil des "Bischofhauses" in Limburg
Die renovierte Alte Vikarie, Teil des „Bischofhauses“ in Limburg

Die Ausführungen der Architektur-Journalisten ergänzen und konkretisieren, was der Architekt so resümierte: „Dieses Gebäude-Ensemble am Bischofshaus ist für Limburg auch städtebaulich ein Riesengewinn, etwas außergewöhnlich Eindrucksvolles. An diesem historischen Platz wird die Geschichte mit einer verantwortungsvoll umgesetzten Idee weitergeschrieben.“

Die Sünden des Bauherrn

Selbstverständlich setzt sich Bartezko auch mit den misslichen Umständen der Bauphase auseinander. Die schockierende Kostenexplosion sei zwar nicht beispiellos für öffentliche Bauvorhaben in Deutschland, aber in diesem Fall doch von astronomischen Dimensionen. Auch konzediert er, dass die archäologische Gestaltung des Untergeschosses sowie die Restaurierung der Alten Vikarie große Summen verschlungen hätten. Schließlich seien die Kosten in die Höhe getrieben worden durch das Abfräsen des Stadtfelsens, um damit krasse Höhenversprünge zwischen Alt- und Neubauten zu verringern.

Neben den genannten und weiteren bautechnisch und architekturästhetisch vertretbaren Kostensteigerungen kritisiert Bartetzko die verschwenderische Seite des Bauherrn, die Verschleierung der Bausummen sowie die selbstherrliche Verausgabung von Geldern des „Bischöflichen Stuhls“ an den Gremien vorbei. Diese kritischen Punkte wurden ein halbes Jahr später von dem innerkirchlichen Untersuchungsbericht bestätigt. Lediglich in der Meinung, dass die Ausstattung der Bischofswohnung als Inbegriff der „maßlosen Verschwendung“ des Bischofs zu sehen sei, ist der FAZ-Journalist wohl eher dem damaligen Medienhype um goldene Wasserhähne und Badewannen aufgesessen.

Die Entmythologisierung hat schon begonnen

Das Dilemma, dass aufwendige Architektur vielfach umstritten ist, weiß Bartetzko mit historischen Beispielen zu belegen: Als man 1227 damit begann, in Assisi eine gewaltige Grabeskirche für den heiligen Franziskus zu bauen, tobte ein heftige Streit darüber, ob man mit einem solch prächtigen Bau nicht die Armutsideale des Heiligen verrate.

Der Streit zwischen den Vertretern der Extreme „franziskanische Hütte oder prächtiger Dom“ ziehe sich durch die ganze Geschichte der Sakralbauten. In Limburg würden dem Bau des bischöflichen Amtssitzes wie einem „Sündenbock“ alle Verfehlungen seines Bauherrn aufgeladen. Es sei nun Sache der Bischofs-Nachfolger von Tebartz-van Elst zu zeigen, dass das Gebäude-Ensemble um das Bischofshaus als diözesanes Zentrum dem Bistum dient und damit den Ruch des Sündhaften verliert.

Die gegenwärtige Bistumsleitung hat mit ihrem Programm der „Entmythologisierung“ des Baus diesen Prozess schon eingeleitet.

Text: Hubert Hecker
Bild: Wikicommons/Staab Architekten/Bistum Limburg/Zeno.org (Screenshot)

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9 Comments

  1. Überall die gesichtslose Würfel- oder Klotzarchitektur wobei der Begriff Architektur hierbei gar nicht verwendet werden dürfte.
    Diese Art von Bauen ist klar auf den freimaurerischen Ungeist, die Gnosis, zurückzuführen. Denn der Würfel ist das/ein Symbol des Bösen; der Stein der selbsternannten Weisen. Aber wie gesagt: das ist Gnosis und nicht (christliche) Sophia, die wahre Weisheit.
    In früheren Zeiten hatte die Kirche ja deswegen auch angemahnt, nicht Würfel zu spielen bzw. das Würfelspiel streng verboten.
    Aber wer weiß das schon heute!

    Und somit schießen diesen Bauten wie Pilze aus dem Boden. Man sieht hier, wie das Böse oder das Neuheidentum den Geist flach zu walzen suchen.
    Das sieht man ja überall. Da könnte man 100 Dinge aufzählen: Gender gehört auch dazu, also die Einebnung der Schöpfungsordnug allgemein.

    • „Diese Art von Bauen ist klar auf den freimaurerischen Ungeist, die Gnosis, zurückzuführen“.

      In der Architekturgeschichte leider nicht erfahren, bitte ich freundlich um Auskunft darüber, was als scheussliche empfundene Bauten mit den Freimaurern (immerhin auch zu achtende und das göttliche Verleumdungsgebot einschliessende Mitmenschen) zu tun haben.

  2. Die Seele eines wahrhaft gläubigen Christen strebt himmelwärts, hin zu unserem Herrn, sie kann gar nicht anders.
    Und auch sein Herz, seine Gedanken und sein Wollen orientiert sich nach oben, will die Erde verlassen und über sich selbst hinauswachsen.
    Dieses Ausrichten nach Gott versinnbildlichen für mich die Türme einer Kirche.
    Wir sind in der Welt, aber nicht von der Welt und bleiben nicht endgültig hier.
    Ein Würfel symbolisiert für mich wiederum Erdenschwere und Verhaftet-Sein und -Bleiben auf das rein Irdische.
    Nichts als ein riesengroßer Legowürfel!
    Und nichts davon weist auf das hin, was über uns ist.

    • Marienzweig
      Das mit dem Himmelwärts der Kirchtürme kann ich Ihnen nachempfinden. Es ist ja ein vertrauter, liebgewordener Anblick von Kindheit an.
      Es wird Ihnen aber vielleicht nicht gefallen, was ich Ihnen jetzt schreibe. Türme werden im biblschen Wort Gottes negativ gesehen. Die frühen christlichen Kirchengebäude hatten deswegen keine Türme!
      Die Gebäude der biblischen Tempel – des ersten Tempels, den Salomo errichtete, und des dritten Tempels, den Hesekiel schaute und beschrieb – sind Quader. Nicht nur wurden diese Gebäude nach Gottes Anweisungen gebaut; es sind Nachbildungen himmlischer Vorbilder, Heiligtümer im Himmel. Gott zeigte dem Moses auf dem Berg das himmlische Vorbild der Stiftshütte.
      Es geht mir nicht darum, für moderne katholische Architektur das Wort zu ergreifen. Aber wenn uns G o t t e s Wort etwas wert ist (es sollte höchste Priorität für uns haben), dann müssen wir bereit sein, uns auch von trauten Gefühlen und liebgewordenen Vorstellungen zu trennen.
      Gott hat das immer wieder von den Seinen verlangt, zum Beispiel von Abraham, als er ihn aus seiner Verwandtschaft in Ur in Chaldäa herausrief, zum Beispiel von unseren Vorfahren, als sie sich von ihren Naturheiligtümern trennten und Jesus Christus annahmen.

      • In Achtung, wie immer, L.L., jedoch, es geht nicht „nur“ um liebgewonnene Gefühle… Es sind 2000 Jahre Christentum,… ich kehre nicht so zurück, auch nicht zu Würfeln, nicht zu Dreiecken (obwohl ich Geometrie immer gern hatte…), lieber die Türme zur Ehre Gottes, als im Karton „gehorsam“ einsortiert. Die Kaaba ist auch ein Würfel … Entschuldigung, ohne „Kenntnisse“, bei dem ganzem Kirchenhorror der Zeit fühle mich genug zurückgeworfen, es wird schwer in Christus zu bleiben… Die Kindheit abzustreifen, die 2000 Jahre „abzustreifen“, ist ein Selbstmord… Da werden nur noch freie Organsäcke herumlaufen, im Viereck.

      • Sehe auch die zum Gebet gefalteten Hände eines Christen, zum Himmel… die Männer mit dem Hintern gegen den Himmel, um den Kubus herum, ist ja deren Art. Wie der Papst seine Hände performierte vor der Monstranz am Schluss der Fronleichnamsprozession, wo er kurz kniete, war wohl auch seine Art.

  3. Die Artikel von Dieter Bartetzko waren immer einer der Höhepunkte bei der Lektüre der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
    Sehr vieles hat sich geändert und nicht zum Positiven.

    Dieser Artikel hier ist zugleich ein Ehrensalut an einen großartigen Journalisten und unabhängigen Geist.
    RIP

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