Noch einmal Medjugorje – Das Ringen hinter den Kulissen

Medjugorje: Das Ringen um Formulierungen
Medjugorje: Das Ringen um Formulierungen

(Rom) Am 28. Juni dementierte Pater Federico Lombardi SJ Medienberichte (darunter auch Katholisches.info mit dem Bericht Papst entscheidet über Medjugorje – Glaubenskongregation legt Franziskus Dekret zur Unterschrift vor), daß in Sachen Medjugorje bereits eine Entscheidung der Glaubenskongregation gefallen sei. Er gab gleichzeitig bekannt, Papst Franziskus werde „nach der Sommerpause“ eine Entscheidung bekanntgeben. Der Haus- und Hofvatikanist des Papstes, Andrea Tornielli, dem ein direkterer Draht zu Papst Franziskus nachgesagt wird als ihn der offizielle Vatikansprecher hat, hatte bereits zwei Tage zuvor die Medienberichte dementiert und geschrieben, daß eine Entscheidung erst „nach dem Sommer“ oder vielleicht erst „nach der Bischofssynode im Oktober“ bekanntgegeben werden könnte.

Das Phänomen Medjugorje ist ein „heißes Eisen“ für die katholische Kirche, wie die Tornielli- und Lombardi-Dementi zeigen. Von einem „Heiligen Krieg“ spricht der Vatikanist Paolo Rodari. Das Stichwort „Schismagefahr“ aus dem Mund von Medjugorje nahestehenden Personen spricht eine deutliche Sprache.

„Heiliger Krieg“ um Medjugorje

Das Dementi von Vatikansprecher Lombardi ist Teil dieses „Krieges“. Medienberichte hatten Medjugorje-Anhänger in der Kirche aufgeschreckt und zu massiven Interventionen in Rom veranlaßt. Die Ereignisse lassen sich zumindest teilweise rekonstruieren.

Papst Franziskus antwortete am 6. Juni während seines Besuchs in Sarajewo auf die Frage der kroatischen Journalistin Silvije Tomažević: „Über das Problem von Medjugorje hat Papst Benedikt XVI. seinerzeit eine Kommission gebildet […]. Sie haben eine bedeutende Arbeit geleistet, eine bedeutende Arbeit. Kardinal Müller hat mir gesagt, er werde in dieser Zeit eine Feria quarta abhalten; ich glaube, sie hat am letzten Mittwoch des Monats stattgefunden, aber ich bin nicht sicher… Wir sind nahe daran, Entscheidungen zu treffen.“ Vatikansprecher Lombardi korrigierte den Papst noch an Ort und Stelle: „Tatsächlich hat noch keine diesem Thema gewidmete Feria quarta stattgefunden.“

Nur wenige Tage später kritisierte der Papst bei der morgendlichen Predigt in Santa Marta Christen, die botschaftssüchtig seien: „‘Wo sind die Seher, die uns heute vom Brief sprechen, den die Gottesmutter um vier Uhr nachmittags schicken wird?‘ Zum Beispiel, nicht wahr? Und sie leben davon. Das ist nicht christliche Identität. Das letzte Wort Gottes heißt ‚Jesus‘ und nichts anderes!“

Interventionen gegen eine Entscheidung

Der Hinweis des Papstes auf die Feria quarta von Mai belegt, daß sich bereits diese ursprünglich mit dem Phänomen Medjugorje befassen sollte und eine Entscheidung unmittelbar bevorsteht. Ebenso, daß Kardinalpräfekt Müller diese vorbereitet. Gesichert ist, daß sich die Feria quarta vom 17. Juni mit Medjugorje befassen sollte. Mit näherrückendem Termin wurde von verschiedener Seite öffentlich zu Entscheidungsmöglichkeiten Roms Stellung genommen.

Die Vertagung einer Entscheidung zu Medjugorje geht auf die Intervention von Medjugorje-Anhängern zurück, deren namhaftester der Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn ist, der als Mitglied der Glaubenskongregation angehört.

Tatsache ist, daß Kardinal Müller ein unterschriftsfertiges Dekret zu Medjugorje ausgearbeitet hat. Seither wird hinter den Kulissen um Formulierungen gerungen und von Medjugorje-Anhängern auf allen Ebenen versucht, Einfluß zu nehmen. Manche drängen dabei auf Zeitgewinn, andere versuchen die Ablehnung möglichst aufzuweichen.

Ein „Nein“ zu Medjugorje, das als „Jein“ gelesen werden kann

In Rom neigt man zu einer „salomonischen“ Lösung. Manche sprechen von einer „pädagogischen“ Lösung. Medjugorje soll in eine Gebetsstätte umgewandelt werden mit einem „Nein“ zur Übernatürlichkeit der „Erscheinungen“ auf der Linie der Entscheidungen des Bischofs von Mostar und der Jugoslawischen Bischofskonferenz. Ein „Nein“, das allerdings von Medjugorje-Anhängern als „Jein“ gelesen werden kann. Zu letzterem Punkt gehen die Meinungen in Rom allerdings stark auseinander. Um die genaue Formulierung wird hart gerungen.

Am häufigsten wird der Hinweis genannt, daß ein „definitives“ Urteil erst getroffen werden könne, wenn das Phänomen abgeschlossen ist. Da das Phänomen Medjugorje bereits 34 Jahre andauert, kann das angesichts des Alters der sechs „Seherkinder“ noch Jahrzehnte dauern. Auch in Rom bevorzugen manche den Faktor Zeit in der Annahme und Hoffnung, daß sich damit das Phänomen Medjugorje unter den Gläubigen von selbst abschwächen und „normalisieren“ werde.

Es bliebe damit mehr oder weniger alles, wie es ist: Bereits seit den 80er Jahren lehnt die kirchliche Autorität eine Übernatürlichkeit der „Erscheinungen“ ab. Medjugorje-Anhänger verweisen jedoch darauf, daß „Rom noch nicht entschieden hat“, obwohl Rom eigentlich gar nicht entscheiden müßte.

Medjugorje dürfte, wie das Dementi von Vatikansprecher Lombardi und des päpstlichen Hofvatikanisten Tornielli zeigt, auch weiterhin eine Ziehharmonika bleiben. Je nachdem wer darauf spielt, wird er die Sache eng oder gedehnt auslegen (können).

Kirche besorgt über mögliche „Spaltungen“ – Anerkennung der „guten Früchte“

Die weitaus große Mehrheit der Medjugorje-Pilger sind treue Kinder der Kirche. Die Kirche, als weise Lehrmeisterin, sorgt sich um die Reaktion jener Medjugorje-Minderheit, die eine ungesunde, weil übersteigerte Anhänglichkeit an den geographischen Ort, statt an die Gottesmutter oder Jesus Christus haben. Die Gefahr irrationaler Reaktionen und Abspaltungstendenzen einzelner Gruppen wird in Rom durchaus ernst genommen.

Kardinalpräfekt Müller drängt daher mit Nachdruck auf die Durchsetzung eines weltweiten Verbots für die „Seher“, im kirchlichen Rahmen aufzutreten. Ebenso möchte er Medjugorje der direkten Kontrolle der Glaubenskongregation unterstellen. Die Seelsorge soll in der Hand des Franziskanerordens bleiben, das Nominierungsrecht für die dort tätigen Priester jedoch auf Rom übergehen. Rom hätte damit jederzeit direkte und unmittelbare Interventionsmöglichkeit. Allein dieser kirchenrechtliche Status würde disziplinierend wirken, sind sich einige in Rom sicher.

Gerungen wird vor allem auch um die Formulierung, wie die positiven „Früchte“ anerkannt werden können, ohne die Übernatürlichkeit der „Erscheinungen“ anzuerkennen. Medjugorje-Anhänger verweisen mit Nachdruck auf die „guten Früchte“, an denen man die Echtheit erkenne. Kardinal Schönborn war es, der in den 90er Jahren sagte, ohne Medjugorje hätte er sein Priesterseminar bereits zusperren müssen. Zumindest wird es so von Medjugorje-Anhängern kolportiert. Es gibt neue Ordensgemeinschaften, die den Gründungsimpuls auf Medjugorje zurückführen. Und es gibt Menschen, die dort ihren Glauben wiedergefunden haben.

Theologen sagen: Nicht Medjugorje, sondern Christus heilt auf die Fürsprache der Gottesmutter

Theologen verweisen hingegen darauf, daß die guten Früchte nicht mit den „Erscheinungen“, sondern mit der Offenheit und Bereitschaft zu tun haben, mit der Gläubige nach Medjugorje pilgern. Diese Öffnung des Herzens finde göttliche Erwiderung, daher auch Berufungen zum Priestertum oder Ordensleben. „Wäre derselbe junge Mann mit derselben Offenheit des Herzens zu einer anderen Marienkirche gepilgert statt nach Medjugorje und hätte dort mit derselben Bereitschaft gebetet, hätte Gott ihn eben dort berufen. Nicht Medjugorje beruft oder bekehrt oder befreit von Drogensucht, sondern – auf die Fürsprache Mariens – Gott allein. Das muß die Kirche den Gläubigen mit Geduld erklären.“

Vorerst wurde etwas Zeit gewonnen. Einige Monate, in denen hinter den Kulissen um Formulierungen gerungen werden wird. Dabei ist nicht gesagt, daß Papst Franziskus letztlich wirklich „nach der Sommerpause“ oder nach der Bischofssynode entscheiden wird. Bereits seine Vorgänger rissen sich nicht um eine Entscheidung, obwohl gerade die Medjugorje-Anhänger eine solche von Rom einforderten, allerdings mehr, um damit die ablehnenden Urteile der zuständigen Bischöfe zu umgehen. Nun, da Rom wirklich entscheiden will, wirken manche Medjugorje-Kreise mehr besorgt als zufrieden.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Vatican Insider

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zeitschnur

Noch eine Schismagefahr… wir haben schon eine wegen des Vaticanum II, eine wegen der hl. Messe, eine wegen der Ehe als Sakrament und nun eine wegen … Medjugorje!?

Dieses leidige Thema ist ja wohl kein ernstzunehmender Gegenstand für ein Schisma – es geht nicht um die Glaubenslehre.

polos
Und wieder einmal ein persönliches Zeugnis (denn das sind Fakten, und nicht abstrakte Theorien): Sicherlich kennen viele die Erfahrung, sich an bestimmten Orten so sehr „wie zuhause“ zu fühlen, dass es einfach außergewöhnlich, ja einzigartig ist. Ein Gefühl/Zustand (ganz, ganz tief in der Seele, also nichts oberflächlich „romantisches“), das man nie zuvor, und an keinem anderen Ort der Erde je erfahren hat. Ich kenne Zeugnisse von Menschen, denen das z.B. im Heiligen Land, und speziell in Jerusalem passiert (besonders Menschen jüdischer Abstammung). Mir persönlich passiert dies immer in Medjugorje; ich fühle mich dort so „zuhause“ (in einem übernatürlichen Sinn), dass… weiter lesen »
Stella

Nun,man sollte den Fanatismus der Medjugorje Anhänger nicht unterschätzen.
Das war auch der Grund,warum ich mich von dieser ganzen Erscheinungs-Szene abgewandt habe,die waren keinerlei Sachargumenten zugänglich.
Da werden auf raffinierte Weise die biblischen Aussagen zur endzeitlichen Christenverfolgung auf diese „Botschaftsanhänger“ bezogen,ein hoffnungsloser Fall.

Stella

Wir haben in erster Linie einen VATER im Himmel und nur davon ist in der Bibel die Rede.
Von dieser „Himmelsmama“ bis zur grossen „All Mutter“ ist nur noch ein kleiner Schritt,zum Jubel aller Feministinnen!

Konrad Georg
@ Stella, bitte keine unsinnigen Behauptungen. Ihrem „Fanatismus“ könnte man ohne weiteres „Borniertheit“ entgegen halten. Das schmeckt Ihnen sicher auch nicht. In der Nähe von St. Gervais in Frankreich steht die Kirche Notre Dame de la Gorge. Auf dem Retabel des Hochaltars steht eine eigenartige Figurengruppe: Gottvater in der Mitte, zu seiner Rechten Gott Sohn, zur Linken die Muttergottes. Die drei auf gleicher Ebene, darüber der Heilige Geist in der Gestalt der Taube. Als ich diese Darstellung sah, fiel mir sofort die Rückseite der „Wundertätigen Medaille“ ein und das Bestreben nach einem weiteren Dogma: Maria als Miterlöserin, Mittlerin und Fürsprecherin… weiter lesen »
ein besorgter Christ

es steht geschrieben, dass der HERR den, seinen, Geist senden wird, von seiner Mutter hat er nichts gesagt, ganz einfach!

defendor
Die ang. „Erscheinung“ und ihre häretische „Lehre“. In “Apparitions à Medjugorje, 500 Mes­sages à vivre” (Montréal)“ war zu lesen: - “Am 1. Okt. 81 hat jemand von den Sehern Jakov und Vicka verlangt, folgende Fragen zu stellen: ‘Sind alle Religonen gut?’ Antwort der Jungfrau von Medjugorje: ‘Vor Gott sind alle Religonen gleich. Gott herrscht in allen Religionen wie der König in seinem Reich’ [….] ‚Die Gläubigen haben sich die einen von den anderen getrennt. Aber Gott leitet alle Religionen wie ein König seine Angele­genheiten mittels seiner Minister lei­tet.‘” - Diese häretische „neue Lehre“ wurde gar von Erzbischof Franic von Split… weiter lesen »
polos
Nur vom Himmel aus sieht man gut; wir haben zwar mit dem Evangelium alles notwendige zu unserer Rettung bereits erfahren, und es muss (und darf) der katholischen Lehre nichts mehr hinzugefügt werden. Die Erscheinungen der Gottesmutter in unserer Zeit dienen vor allem dazu, uns wieder an das Evangelium zu erinnern als Grundlage unseres Glaubens (da es heute so viele verschiedene, sich widersprechende theologische Meinungen gibt). Die Gottesmutter sieht aber natürlich alles in wahrem Licht, während wir, von der sündigen Erde aus, alles höchstens im Halbschatten wahrnehmen können. Viele, viele, viele Einzelheiten des Glaubens und der Wahrheit wurden noch nie im… weiter lesen »
Stella

Also ich bin grundsätzlich NICHT gegen Offenbarungen und Botschaften,sofern sie kirchlich anerkannt sind.
Viele Einblicke in die Zusammenhänge von Himmel und Erde habe ich z.B.durch die Aufzeichnungen der Visionen der A.K.Emmerick erhalten und bin sehr froh darüber.
Ich kenne aber die Prophezeiungs-Szene ganz gut und hatte gemerkt,das dort viel Fanatismus herrscht und eine Gefühl der Auserwähltheit,ganz schlimm bei den Anhängern der „Warnung“.
Die glauben tatsächlich,die könnten die Welt retten mit ihren erfundenen Sinnlos-Gebeten,in meinen Augen eine ungeheure Anmaßung!
Darum würde ich immer zur Vorsicht mahnen,wenn man sich mit diesen Dingen beschäftigt,dort sind die Fallen des Wiedersachers besonders raffiniert gestellt.

Shuca

„Mein Sohn ist der einzige Mittler und Retter aller Menschen, aber ich, ich sehe, daß die Menschen sich auch retten können, indem sie ihre eigene Religion gut praktizieren, wenn sie sie ernsthaft befol­gen und wenn sie nach ihrem Gewissen leben’“
Die Mutter Gottes sagt also in einem Satz das ihr Sohn der Retter ist und das es auch ohne ihn geht wenn man es ernsthaft durchzieht.
Wenn ich dieses Wort „Gewissen“ schon höre dann rieche ich den Betrug durch alle Türritze.
Per Mariam ad Christum.

fredius

defendor@ Die Allerlösungstheorie ist nach dem II.Vatikanum als Frucht der Ökumene
ins Leben gerufen worden. Johannes Paul II. hat schon als Kardinal diesbezüglich gelieb-
äugelt. Diese Theorie wurde zuerst auf andere christliche Gemeinschaften angewandt.
Inzwischen will man auch bei heidnischen Kulturen und Bräuchen Heilszeichen erkennen.
Das wiederum erzeugt ein Unterlassen jeglicher Missionierung, entgegen dem Auftrag
Christi “ Geht hin in alle Welt…“ Statt Missionierung spricht man von Dialog. So wird heute
die Hl.Schrift ausgelegt und viele erkennen das als Lehre an.

Arme Kirche, armer Glaube !

Franzel
Das Wort „Religion“ ist einigermaßen verfänglich. Solange Menschen nach dem Höheren streben, das vom Gewissen erkannte Böse meiden und zu meiden suchen, sind sie sicher auf dem richtigen Wege. Allerdings sind die „Religionen“ nicht gleich und das in mehrererlei Hinsichten. Das kann man schnell am Besuch etwa einer Moschee oder eines Hindu-Tempels unmittelbar erkennen und sehen. Im Johannesevangelium heißt es klar, daß Gott seinen einzigen Sohn aus Liebe zu den Menschen hingegeben hat. Und nur im Glauben an Ihn, den Einzigen und Dreifaltigen Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist ist Erlösung. Christus sagt eindeutig: geht hin in alle Welt(en) und… weiter lesen »
Paschasasius
Bei meiner Cousine vor einem Jahr habe ich einen Zettel mit den Visionen eines Alois Irlmaier gelesen: Zuerst kommt ein Wohlstand wie noch nie! Dann folgt ein Glaubensabfall wie noch nie zuvor. Darauf eine Sittenverderbnis wie noch nie. Alsdann kommt eine große Zahl fremder Leute ins Land. Es herrscht eine große Inflation. Bald darauf folgt die Revolution Italienische Revolution und Klerusverfolgung, Flucht des Papstes Wenn man noch hinzufügt, dass Irlmaier das schon vor 1950 geschrieben hat und sich überlegt wieviel ist davon schon eingetroffen. Auch die Erscheinungen der Jungfrau Maria sagen ähnliches voraus. Es ist nicht nur Medjugorje, sondern an… weiter lesen »
Franzel
Papst Franziskus ist sicher zuzustimmen, daß über allem, über jedem Christus steht. Maria aber ist ganz demütig, aber auch unter dem Kreuze zur Miterlöserin geworden. Sie kommt ja nicht nur von sich aus, wenn sie die Menschen vor sehr gefährlichen Irrtümern und Irrwegen warnt, aber auch insbesondere die Menschen an das ausschließliche Heil in ihrem Sohne erinnert. Echte Botschaften sind immer, was die Warnungen angeht, wenn-dann- Botschaften. Der Sinn der Warnungen ist es ja, daß das angekündigte Ereignis eben nicht eintrifft, wenn die Menschen sich bekehren und einen anderen, guten Lebensweg einschlagen. Vielleicht täusche ich mich, aber ich frage mich,… weiter lesen »
Paschasasius

Dem kann ich nur Zustimmen.
Aber es gibt auch in Südamerika Marien Erscheinungen. Mehr in Kolumbien zugegeben.
Doch sollte sich Papst Franziskus mehr Sorgen um Argentinien machen. Gerade dort hat sich eine Art Maradona Religion entwickelt. Auch in Brasilien gibt es die Bewegung die zu Afrikanischen Kulten führt.
Selbst ein Papst sollte seine Hausaufgaben machen.
Leider ist auch in Europa die Rückkehr zum Heidentum festzustellen. Es gibt neben dem Feminismus, dem Hexenkult am Walpurgistag, auch die Verehrung der keltischen Göttinnen vermehrt festzustellen. In Bayern hat man ernsthaft die Einführung des Keltentums als Religion gefordert.

fredius
Franzel@ Sie haben recht. Wenn man fragt, wie steht der Papst zur Mutter Gottes und ihren Erschei- nungen durch all die Jahrhunderte hindurch, dann gibt es wie bei den meisten seiner Äußerungen keine klare Antwort. Die Warnungen und Bitten der Mutter Gottes ( siehe Fatima ) werden nicht zur Kenntnis genommen, obwohl die meisten Erscheinungen kirchlich anerkannt wurden. Man schiebt diese Erscheinungen in den privaten Bereich und vermeidet jegliche öffentliche Stellungnahme. Nach dem Konzil war es noch schlimmer. Maria wurde als Hindernis bei der erstrebten Ökumene gesehen und deshalb in die Wüste geschickt. Erst durch Johannes Paul II. und das… weiter lesen »
Stella
Mir ist ja eins nicht ganz klar: wozu brauchen wir so dringend diese Botschaften und Erscheinungen wo wir doch wissen,das seit dem Kreuztod Christi die Endzeit begonnen hat. Den genauen Zeitpunkt des „grande Finale“ erfahren wir so oder so nicht,auch das steht doch in der Bibel,was gibt es da zu deuteln!? Die meisten Menschen hierzulande,auch in meinem Umfeld,interessiert weder das eine noch das andere,für die ist das ohnehin Schall und Rauch,die kehren mit und ohne Erscheinungen nicht um! Sicher hat Maria zu Recht in den Jahrhunderten zu Gebet und Buße aufgerufen,was ja auch gut und nötig war,keine Frage. Aber wenn… weiter lesen »
zeitschnur
Medjugorje wurde bereits vom Ortsbischof abgelehnt. Diese Ablehnung wurde unterlaufen durch fortgesetzte Erscheinungen. Die Medju-Gläubigen sagen: ja, das ist die Muttergottes, die sich so nicht abspeisen lässt. Die Gegner sagen: Die Muttergottes würde niemals soviel Banales und teilweise Häretisches dauerquasseln. Zu letzteren gehöre ich auch. Das vulgäre Argument, das F. vorträgt und das einige in vulgärer Manier noch vulgarisieren, schließlich stehe Jesus im Mittelpunkt, schießt allerdings auch ins Leere. Die Kirche erkennt seit Jahrhunderten Marienerscheinungen an! Das ist eine Tatsache, die man mit so reduzierten Argumenten niemals abschmettern kann. Wer so argumentiert, unterstützt letztendlich die undifferenziert Erscheinungsbewegten, denn sie spüren… weiter lesen »
polos
„Die Gegner sagen: Die Muttergottes würde niemals soviel Banales und teilweise Häretisches dauerquasseln.“ Die Botschaften sprechen zum Herzen, oder noch besser: zur Seele; es ist ähnlich wie mit Musik: Bekanntlich dringt Musik direkt zur Seele. Das wahre geistige Leben schließt immer das Herz mit ein (oder besser: es schließt das Herz nicht aus!). Wahres Gebet ist mit dem Herzen. Wahres Fasten ist mit dem Herzen. Wahre Anbetung ist mit dem Herzen (und nicht ohne das Herz). Die Botschaften von Medjugorje als banal abzutun ist seelische Inkompetenz (auf harte Anschuldigung die steinharte Wahrheit). Ein Vergleich dazu: jede Mutter weiß, dass man… weiter lesen »
ein besorgter Christ

Die Mutter von Medju scheint eine von der besonders schlechten Sorte Mütter zu sein, weil ihre Kinder nach über 30 Jahren täglicher(!) mütterlicher Ermahnungen immer noch nix gelernt haben!
Vor allem fragt man sich angesichts der Banailtäten, um was es denn geht, weil auf die Weltlage und die Kirchenlage geht die „besorgte Mutter“ ja eher weniger ein!

zeitschnur
Gegen das Herz habe ich nichts gesagt… aber ich versuche es mal anders: Es gibt nicht nur in der Musik, sondern in aller Kunstgattung Kitsch und echte Kunst. Verwechseln Sie nicht vielleicht das Herz mit dem sentimentalen Gefühl? Die richtig gute Musik geht nicht aufs Sentiment, sondern spricht den Geist an. Medjugorje ist so etwas wie ein Schlager, eine Schnulze, klar, das spricht das vermeintliche „Herz“ an, aber wir sollen nicht ewig bleiben wie die kleinen Kinder, so klagte schon Paulus, sondern sollen lernen, feste Nahrung zu uns zu nehmen. Ein Kirchenvok, das bis ans Ende der Tage am Nuckelfläschchen… weiter lesen »
polos

Wie immer im Leben, sagen die menschlichen Kommentare viel mehr über die kommentierende Person selber aus, als über das wahre Argument…

Medjugorje ist die Fortsetzung von Fatima. Medjugorje hat erst angefangen, der wichtigste Abschnitt des Geschehens liegt in der (nahen) Zukunft…

zeitschnur
@ polos Sie werden leider unsachlich und persönlich… schade. Sie glauben an Medjugorje. Der Ortsbischof hat es abgelehnt. Sie müssen das vertreten können für sich selbst – klar. Fatima dagegen IST anerkannt worden! Ich kann nicht sehen, dass Fatima durch eine Erscheinungslawine fortgesetzt werden müsste. Da gibt es ja auch noch andere mit Dauervisionen und Erscheinungen, die sich als Fortsetzung Fatimas sahen, z.B. Don Gobbi. Fatima war kurz und prägnant – typisch Gottesmutter kann man sagen. Sie ist kein Heimchen am Herd, nicht eine minderbemittelte Mutter, die entweder ganz den Mund zu halten hat oder höchstens Blödsinn reden darf –… weiter lesen »
polos
@ zeitschnur Sie bekämpfen etwas, das sie nicht kennen, ja schlimmer noch: Nur von der negativen Seite her kennen… Ich nenne nun eine konkrete Person (leider nicht deutschsprachig): Pater Livio Fanzaga, der Gründer von Radio Maria (in Italien und weltweit). Dieser Priester hat viele Bücher über Medjugorje geschrieben, hat die Sprache der Seher gelernt, verbringt jeden Sommer ein paar Wochen dort. Er ist weltweit einer der besten Experten zum Thema. Radio Maria wurde aufgrund der Erscheinungen in Medjugorje gegründet, und ist mittlerweile das größte Gebets-Netzwerk weltweit. Es erreicht Gebiete, die sonst absolut ohne Seelsorge wären. Es RETTET SEELEN! Die Botschaften… weiter lesen »
ein besorgter Christ
wir haben einen Glaubens- und Sittenverfall wie noch nie. Die Hirten machen den Eindruck, dass sie selber nicht wirklich glauben. Das eh schon immer fragile Verhältnis zwischen den Geschlechtern ist komplett in Unordnung geraden. Vor unseren Augen findet ein Krieg (IS) statt, dagegen war der Jugoslawienkrieg eine anständige Angelegenheit. Mitten in diesem Krieg, der allem Humanismus auf den „Europa“ doch immer so stolz war, widersprach, erschien angeblich die Muttergottes um zu retten was zu retten war, sagen ihre Anhänger. Aber es scheint so, als sei seitdem alles nur noch schlimmer geworden! Ja sagen wir mal so „Wenn diese Gospa wirklich… weiter lesen »
Franzel
Maria ist 100 Pro in Medjugorje erschienen. Daran gibts nichts zu deuteln. Und wenn sie weiterhin den Sehern/Hörern noch erbauende Botschaften mitteilt, dann ist das doch ganz in Ordnung. Der Himmel weiß schon, was er tut. Das heißt nicht, daß nicht in der Fülle aller Botschaften manche womöglich falsch verstanden oder etwas unrichtig weitergegeben worden sein könnten. Die Richtung aber in „Medjugorje“ ist eindeutig: hin zum Kreuz, hin zu Jesus Christus. Aber genau da beginnt ja der Streit: wer ist Jesus Christus? Medjugorje ist jedenfalls von der kirchlichen Landkarte Europas nicht mehr wegzudenken. Übertreibungen gibts ja überall: das ist beileibe… weiter lesen »
zeitschnur

Warum hat der Ortsbischof das nach einem ordentlich durchgeführten Verfahren dann abgelehnt?

Reinhold

Ich verstehe nicht, wie man über diese Erscheinungen reden kann, wenn man gar nicht vor Ort gewesen ist. Was mag den Ortsbischof bewegen, dass er nicht anerkennen will ? Vielleicht ist es ihm von der Regierung befohlen worden. In Rom wird man ablehnen, denn es paßt nicht in die Politik des Vatikans, dass es derartige neue Erscheinungen gibt. Da hat auch jemand gemeint, die Mutter Gottes müsse so oder so erscheinen, sie muss gar nichts.

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