Indonesien legalisiert islamische Zwangsehe minderjähriger Mädchen

Minderjähriges Mädchen mit älterem Moslem zwangsverheiratet
39 Prozent aller Eheschließungen in Indonesien verstoßen gegen das geltende Staatsgesetz, weil die Braut minderjährig ist. In 20 Prozent der Fälle ist sie jünger als 15 Jahre.

(Jakarta) Um den moslemischen Ulema zu gefallen, sprach sich der indonesische Verfassungsgerichtshof für die Zulassung von Eheschließungen unter Minderjährigen aus. Bürgerrechtsaktivisten warnen, daß damit der unter Moslems verbreiteten Praxis kombinierter Ehen unter Minderjährigen und vor allem der Zwangsverheiratung minderjähriger Töchter Vorschub geleistet wird.

Teile der Zivilgesellschaft im südostasiatischen Land befinden sich wegen der Entscheidung der Höchstrichter im Aufruhr. Der Verfassungsgerichtshof des größten islamischen Staates der Welt legalisierte Eheschließungen von Minderjährigen. Bisher mußten die Brautleute mindestens 18 Jahre alt sein, um heiraten zu können. Nun setzte der Oberste Gerichtshof das Mindestalter auf 16 Jahre herunter. Menschenrechtsorganisationen fürchten, daß das nur der erste Schritt sei und das Mindestalter bald weiter gesenkt werden oder ganz wegfallen könnte. Entscheidend für das Urteil war die Einflußnahme des Indonesischen Ulema-Rates (MUI). Bürgerrechtsorganisationen sprechen von einem „gefährlichen Präzedenzfalle“.

Zweites umstrittenes Urteil des Verfassungsgerichtshofes in Sachen Eherecht

Es handelt sich bereits um das zweite umstrittene Urteil in Sachen Ehegesetzgebung innerhalb kurzer Zeit. Der Verfassungsgerichtshof verwarf vor kurzem die Reform des Eherechts, das gemischtreligiöse Ehen erlauben sollte. Eine Reform, die von einflußreichen islamischen Kräften abgelehnt wurde. Nun legalisierte derselbe Gerichtshof Eheschließungen von Minderjährigen und damit faktisch die unter Moslems verbreitete Praxis der Zwangsehe.

Für Nursjahbani Katjasungkana, einen bekannten indonesischen Menschenrechtsaktivisten, haben die Verfassungsrichter damit einen “gefährlichen Präzedenzfall” geschaffen, der „Schritt für Schritt den Weg zu einer Legalisierung der Zwangsehe unter Minderjährigen öffnen könnte“.

Kritiker werfen den Höchstrichtern vor, sich dem Indonesischen Ulema-Rat (MUI) gebeugt zu haben. Der Rat übt eine offizielle Rolle als „Wahrer“ von Moral und Sitten der Moslems des Inselstaates aus. Damit käme dem Rat nur innerhalb der islamischen Gemeinschaft Bedeutung zu. Tatsächlich hat er seinen Einfluß durch das Verfassungsgerichtshofurteil über die gesamte Gesellschaft ausgeweitet.

Islamisten fordern Legalisierung kombinierter Ehen von Minderjährigen

Die Zustimmung der islamistischen Bewegung zu kombinierten Zwangsehen, die von den Eltern für ihre minderjährigen Kinder, vor allem die Töchter vereinbart werden, ist seit langem bekannt.

Neu ist, daß der Ulema-Rat sich diese Position zu eigen machte und Druck in der Sache auf die staatlichen Institutionen ausübt. Beobachter sehen darin offenkundige Indizien für eine Islamisierung Indonesiens. Problematisch ist das für die islamische Gesellschaft, weil sie islamistischen Kräften in die Hand spielt, vor allem aber auch für die christlichen, hinduistischen und buddhistischen Minderheiten, die in manchen Gegenden die Bevölkerungsmehrheit stellen, in anderen Gegenden unter starkem Druck der islamischen Mehrheit stehen, der bis zur offenen Verfolgung reichen kann.

Katjasungkana sieht hinter der Entscheidung den Druck islamistischer Kräfte, die zur traditionellen Praxis der Zwangsverheiratung minderjähriger Töchter zurückkehren wollen und zwar legal und staatlich anerkannt. Das sei nun für 16-18jährige Mädchen bereits möglich. Bald aber könnten in der Praxis auch Mädchen zwangsverheiratet werden, die jünger als 16 Jahre sind, ist sich Katjasungkana sicher. Denn das sei das erklärte Ziel bestimmter islamischer Gruppen, deren Einfluß zunehme.

Laut islamischer Tradition ist Mädchen mit erster Menstruation „heirats- und zeugungsreif“

In der Vergangenheit galt in der islamischen Gemeinschaft Indonesiens ein Mädchen nach der ersten Menstruation als heiratsfähig. Zu dieser Praxis wollen islamische Kreise zurückkehren. Für Islamisten signalisiert die Menstruation, daß ein Mädchen für Ehe und Fortpflanzung bereit ist.

Für Katjasungkana ist den indonesischen Verfassungsrichtern die Meinung des Ulema-Rates wichtiger, als der gesunde Menschenverstand, die Empfehlung der Medizin und das Wohl der jungen Menschen.

Laut einer jüngst veröffentlichten Studie der Indonesian Women Coalition (KPI) ist in 20 Prozent aller auf dem Inselstaat geschlossenen Ehen die Braut noch keine 15 Jahre alt. Dabei handelt es sich um eine offene Verletzung des seit 1974 geltenden Eherechts, das die Volljährigkeit voraussetzt. Berücksichtigt man alle Ehe, in denen die Braut noch keine 17 Jahre alt ist , dann erhöht sich der Anteil sogar auf 39 Prozent. Vor diesem Hintergrund ist der Druck zur Legalisierung dieser Ehen zu sehen und erklärt sich die Sorge von Menschenrechtsorganisationen, daß die Herabsetzung der Mindestgrenze auf 16 Jahre nur ein erster Schritt ist.

Islamführer heiratete 12jährige Schülerin: „Nach dem Vorbild Mohammeds“

Vor einigen Jahren wurde der indonesische Islamführer Syeh Puii bekannt, weil er eine seiner Schülerinnen heiratete, die erst 12 Jahre alt war. Der Islamführer nannte damals „humanitäre Motive“ als Grund für die Hochzeit mit dem minderjährigen Mädchen. Bürgerrechtsorganisationen sprachen hingegen von einem demonstrativen Akt zur Durchsetzung legalisierter Zangsverheiratung von Minderjährigen. In islamischen Kreisen betonte man das Vorbild und Beispiel Mohammeds, der ein sechsjähriges Mädchen, Aischa bint Abi Bakr, heiratete und mit ihr die Ehe vollzog, als das Mädchen erst neun Jahre alt war.

Indonesien ist der bevölkerungsreichste islamische Staat der Welt. Seit einigen Jahren ist eine verstärkte Islamisierung des Inselstaates zu beobachten. Staatliche Institutionen geben immer häufiger den Forderungen des Ulema-Rates (MUI) nach. In der nordwestlichen Provinz Aceh haben Islamisten die Regierung übernommen und die Scharia durchgesetzt. Frauen dürfen in der Provinz keine Hosen oder kurze Röcke tragen.

Der Ulema-Rat nimmt zu den verschiedensten Fragen Stellung: Im März 2011 sprach sich der Ulema-Rat gegen den Fahnenapell aus, „weil Mohammed das nicht getan hat“, ebenso gegen soziale Netzwerke im Internet, gegen Rauchen und vor allem das Wahlrecht für Frauen.

Text: Asianews/Giuseppe Nardi
Bild: Asianews

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8 Comments

  1. Indonesien hat bislang die islamische Polygynie in der Ehe staatlich zugelassen, womit es sich als Staatswesen im krassen Widerspruch zu den Lehren Jesu Christi befindet. Selbst die als „liberal“ geltenden islamisch geprägten Staaten haben immer noch genügend Widerwärtigkeiten zu bieten.

  2. … und nicht nur das ist in Indonesien üblich – egal ob legal – selbst der regelrechte Verkauf von Frauen als Sexsklavin ist „normal“. Bei dem, um was es im Artikel geht, wird ja wenigstens noch eine Verrechtlichung der „Beziehung“ hergestellt. Die Frau wird zwar missbraucht, vergewaltigt und entrechtet, aber nicht total – immerhin hat sie das Recht einer regelrechten Ehefrau, auch wenns ein Klacks ist verglichen mit der Hirscherei des Mannes. Dennoch – besser als gar nix!

    Beim Verkauf einer Frau an einen Mann geht es nämlich um einen rein privaten Kaufvertrag zwischen meist dem Teufel namens „Vater“ der Frau und der Bestie, die diese Frau kauft.
    Die Frau hat dann überhaupt keinerlei Rechte oder Sicherheiten, wird wie ein Tier (als Sache) verschachert und bestückt in aller Regel einen Harem voller Frauen um eine weitere und hat dem „Eigentümer“ für seinen sexuellen Bedürfnisse zur Verfügung zu sehen. Nicht mal die Lage der dabei entstehenden Kinder ist geklärt. Auch sie sind in aller Regel vollkommen rechtlos!

    Wenn ich das nicht aufgrund nächster Nähe selbst so erfahren hätte von einer indonesischen Betroffenen – ich könnte es nicht glauben. Aber es ist so, und an diesen Beispielen offenbart sich der wahre Stand der Frau heute. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann der Westen mit diesen Dingen nachzieht, wenn er es nicht schon längst getan hat. Bislang nicht mit einheimischen, aber mit fremden Frauen geschieht auch hier schon längst exakt dasselbe.

  3. Der „ganz normale“ Irrsinn einer menschengemachten „Religion“ wie der Irrlehre Islam; dieser sind Gnade und Erlösung unbekannt.
    Ich bin auf nachfolgende unfassbare Bilder gestossen, die auf der sie zeigenden Seite folgendermassen kommentiert sind:

    „Zeigt dieses Bild nicht süße kleine Brautjungfern, welche frisch Vermählten das Ehrengeleit geben und Blumen auf den Weg streuen?
    Irrtum!
    Diese Mädchen werden gerade selbst mit den wesentlich älteren Männern „vermählt“, welche sie an den Händchen (fest-) halten!“
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    Hier die Bilder:

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    https://derhonigmannsagt.files.wordpress.com/2011/08/islam-kinderhochzeit.jpg

    https://derhonigmannsagt.files.wordpress.com/2011/08/islam-kinderhochzeit1.jpg
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  4. Der Prophet Allahs hat es vorgemacht, seine Anhänger machen es ihm nach, sowohl das Kleine-Mädchen-Beschlafen als auch das Köpfe-Abschneiden, und zu beidem der triumphale Ausruf: Allahu akbar – Allah ist größer (als wer?). Und alle wissen das, Muslime und Nicht-Muslime, oder wenigstens müssten sie es wissen, weil es gesicherte Tatsache ist. Aber beide Gruppen –in unseren Ländern– verschweigen es, aus je unterschiedlichen Motiven.

  5. defendor
    Im Islam hat das Vorbild Mohammeds Rechtsverbindlichkeit. Aischa war sechs Jahre alt, als Mohammed sie heiratete, aber beschlafen (penetrieren) tat er sie erst, als sie n e u n war. Vorher sind den Ehemännern aber andere sexuelle Dinge mit den Mädchen erlaubt.
    Gott bewahre uns vor dem Islam!

    • Die Frage ist: Warum haben westliche Männer an derlei „islamischen“ Praktiken soviel Interesse?
      Der Islam stimmt hier nur überein mit dem, was auch hier unter der Hand v.a. mit ausländischen Mädchen (und Jungs) geschieht – und die werden nicht geheiratet, sondern „zugeritten“ und in Bordells ausgelutscht.
      Wir tun so, als hätten wir gaaaaar nichts mit diesem Schmutz zu tun, dabei sind wir doch genauso, haben bloß andere institutionelle Formen dafür erfunden…

      Europa ist nicht mehr christlich – das ist das große Problem. Der Islam trifft nur auf Seelenverwandtschaft, deshalb kann er so ungehindert eindringen!

  6. Islamische Kinder-Massenheirat

    Unfasslich grausame Bilder. Unbegreiflich, dass sich das Abendland nicht gegen die schleichende Islamisierung wehrt.

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