Kardinal Kasper und seine unrealistische „realistische Theologie der Ehe“

Kardinal Kaspers Plädoyer für "Einzelfallösungen"
Kardinal Kaspers Plädoyer für „Einzelfallösungen“

(Freiburg im Breisgau) Walter Kardinal Kasper, Wortführer der „neuen Barmherzigkeit“ bemüht sich, seine Anhänger auf Kurs zu halten, da es beachtlichen innerkirchlichen Widerstand gegen seinen „Öffnungskurs“ gibt. Einmal mehr erweisen sich Jesuiten als seine Helfershelfer. Sein neues „Plädoyer für Einzellösungen“ kann der Kardinal über die Jesuitenzeitschrift „Stimmen der Zeit“ der Welt verkünden. Der Titel seines Aufsatzes lautet: „Nochmals: Zulassung von wiederverheiratet Geschiedenen zu den Sakramenten? Ein dorniges und komplexes Problem“.

Den neuen Text habe er geschrieben, so Kasper, um „zahlreiche Mißverständnisse“ klarzustellen, die nach seinem Vortrag vor dem Kardinalskonsistorium im Februar 2014 entstanden seien. Damals hatte Papst Franziskus ihm eine Monopolstellung eingeräumt, um die Zulassung „wiederverheirateter Geschiedener“, nach kirchlichem Verständnis im Dauerzustand des Ehebruchs Lebende, zur Kommunion zu fordern.

Wenn der Brandstifter „Feuer“ ruft

Seither ist die ganze Kirche von diesem Brand gebannt, den Kasper mit Zustimmung des Papstes legte. Während die einen ihn zu löschen versuchen, blasen andere, wie Kasper, hinein, um ihn noch mehr zu entfachen. Kasper schreibt dazu in Selbstbescheidung: „Es war darum zu erwarten, dass die Frage im Vorfeld und während der Außerordentlichen Bischofssynode 2014 neu aufgeflammt ist“. Eine ziemlich verwegene, wenn nicht zynische Bemerkung aus dem Mund des Brandstifters.

Der deutsche Kardinal betont in seinem Plädoyer in den „Stimmen der Zeit“ die „Einzelfallösung“. Gleichzeitig nimmt er für sich in Anspruch, eine „realistische Theologie der Ehe“ zu vertreten, die er der ganzen Kirche empfiehlt. Eine solche müsse das Scheitern berücksichtigen und ebenso auch die Vergebung.

Nach einer Bußzeit solle den Betroffenen unter klaren Voraussetzungen die Zulassung zum Kommunionempfang gewährt werden. Als Bedingungen nennt Kasper „ein ehrliches Urteil des Betroffenen über seine persönliche Situation“ und ein positives Gutachten des Beichtvaters. Der jeweilige Ortsbischof solle die Oberaufsicht über diese Bußphase haben.

Kaspers Lösung als „höhere Gerechtigkeit“?

Walter Kasper in den Stimmen der Zeit
Walter Kasper in den „Stimmen der Zeit“

Kasper betont, daß er keine Ausnahmen vom geltenden Kirchenrecht forderte, sondern „eine angemessene und barmherzige Anwendung des Rechts“. Der Kardinal spricht in diesem Zusammenhang für seinen Vorschlag sogar von einer „höheren Gerechtigkeit“, die zur Anwendung gelange. Mit anderen Worten attestiert er, daß die geltende Praxis weder „angemessen“ noch „barmherzig“ ist, obwohl das Recht solches zuließe. Schuld an der Nichtzulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion sei also die Hartherzigkeit der Kirche, laut dem ehemaligen Vorsitzenden des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen.

Dreistigkeit kann man dem deutschen Kardinal jedenfalls nicht absprechen, wenn er trotz dieses „Plädoyers“ im selben Atemzug schreibt: „Grundlegend ist das Wort Jesu, dass der Mensch nicht trennen darf, was Gott verbunden hat. Es findet sich in allen drei synoptischen Evangelien (Mt 5,32; 19,9; Mk 10,9; Lk 16,18). Es wird auch vom Apostel Paulus bezeugt (1 Kor 7,10 f.) […] So wenig wie damals dürfen wir heute das Wort Jesu durch Anpassung an die Situation entschärfen.“

Meister der Dialektik

Doch als Meister der Dialektik weiß Kasper einen Ausweg, denn das Wort Jesu dürfe man „nicht fundamentalistisch auslegen“. In einem Satz zerlegt der Kardinal den soeben als authentisch anerkannten Auftrag Jesu und bezichtigt seine Gegner, die Verteidiger des Ehesakraments, des Fundamentalismus, eine der schlimmsten Vokabeln, die von der politischen Korrektheit als Totschlaginstrument eingesetzt wird.

Dasselbe Gedankenspiel wiederholt der Kardinal, wenn er das katholische Bundesverständnis lobt: „Wie der Bund Gottes in Jesus Christus mit der Kirche endgültig und unauflöslich ist, so auch der Ehebund als Realsymbol dieses Bundes“. Allerdings nur, um im nächsten Satz das soeben Gesagte bis zur Unkenntlichkeit mit den Worten zu relativieren: „Das ist eine großartige und überzeugende Konzeption. Sie darf jedoch nicht zu einer lebensfremden Idealisierung fuhren.“

„Flexible pastorale Praxis mancher Ortsgemeinden der frühen Kirche“

Jeder Fall müsse „verständnisvoll, diskret und taktvoll“ geprüft werden. Eine „allgemeine Lösung des Problems“ könne es nicht geben, sondern nur „Einzellösungen“. Kasper begründet dies mit der Behauptung, die Kirche könne bei wiederverheiratet Geschiedenen gar „nicht von einer objektiven Situation der Sünde sprechen, ohne die Situation des Sünders in seiner je einmaligen personalen Würde zu bedenken“. Dem Kardinal schwebt dabei die von ihm behauptete „flexible pastorale Praxis mancher Ortsgemeinden der frühen Kirche“ vor. Auch in diesem Punkt ist er im Vergleich zu anfänglichen Behauptungen bescheidener geworden, ohne jedoch seine Prämisse zu korrigieren.

Damit versucht der Kardinal verbreitete Befürchtungen eines grundsätzlichen Praxiswechsels zu zerstreuen, die zwangsläufig eine Änderung der Glaubenslehre nach sich ziehen würde. Doch hinter Kaspers neuer Bescheidenheit mit seiner Betonung von „Einzellösungen“ verbirgt sich in letzter Konsequenz und trotz der vielen Worte über „Voraussetzungen“, „eng gefaßte Bedingungen“, „Votum des Beichtvaters“ und „Oberaufsicht des Ortsbischofs“ nichts anderes. Denn wer die Praxis in den Pfarreien kennt, weiß, wie unrealistisch Kaspers „realistische Theologie der Ehe“ ist. So unrealistisch, daß sich innerhalb kurzer Zeit, jedenfalls in unseren Breiten, durch eine Mehrheit des Klerus eine allgemeine Laissez-faire-Praxis durchsetzen würde, die ihrerseits zwangsläufig negativen Einfluß auf die Glaubenslehre hätte.

Kaspers unrealistische „realistische Theologie der Ehe“

Wie viele Priester möchten dann gegenüber wiederverheiratet Geschiedenen und anderweitig irregulär Zusammenlebenden, um es salopp zu sagen, zum „Spielverderber“ werden und sich vorprogrammierte Konflikte in der Pfarrei aufhalsen. Von der „Überforderung“ der Ortsbischöfe erst gar nicht zu sprechen. Sie würden ihre „Oberaufsicht“ im Handumdrehen durch Zuteilung an irgendein Amt ihres Ordinariats verbürokratisieren, was das Gegenteil von Seelsorge ist.

Vielleicht sollte man Kardinal Kasper statt einer „realistischen Theologie der Ehe“ eine „realistische Theologie der Sünde“ empfehlen, an der es in unseren Diözesen und Pfarreien tatsächlich mangelt.

Text: Giuseppe Nardi
Bild: Wikicommons/Stimmen der Zeit (Screenshot)

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44 Comments

  1. Der Grundfehler bei Kasper und anderen Zeitideologen ist doch der, dass er meint, Kirche könne hier nach Belieben entscheiden. Das ist der Kardinalfehler. Das steht nicht zur Disposition. So klar liegen die Dinge. Das hat mit Barmherzigkeit nichts zu tun.

  2. Leider hat die Kirche schon verloren im Kampf gegen den Genderismus.
    Denn über die Deutsche Botschafterin im Vatikan, Anette Schavan, gibt es Gerüchte, sie sei Lesbe; vor ihrem Rücktritt als Bildungsministerin ernannte sie noch schnell 150 Professoren für Genderforschung.
    Außerdem gibt es eine Homosexuelle Verbindung im Vatikan, das ist allgemein bekannt. Diese verhindern eine Rückkehr zur realen Familie.
    Homosexualität ist ein Try and Error der Natur, doch heute wird uns das von der NWO als gute Norm dargestellt. Denn die gute Familie ist das erste Hindernis der NWO zur Unterdrückung der Menschheit. Und die Religion das Zweite, also muss man laut der Doktrin beide im Sinne der NWO umbauen.
    Wie es auszusehen hat, lässt sich auf den Freimaurerischen Georgia Guidestones nachlesen.
    Verbunden mit dem Massenmord an 65000000000 Menschen.
    Selbst in den USA gibt es schon 800 Konzentrationslager mit Massengräbern für 15 Millionen Bodys, von Menschen sprechen diese Unmenschen nicht.
    Auch will diese Gruppe die gewachsenen Gesellschaften zerstören, deshalb pumpt Sie die vielen Flüchtlinge nach Europa.
    Der link dazu.

    http://pressejournalismus.com/2015/02/der-nicht-mehr-ganz-so-geheime-globalisierungsplan-der-usa/

  3. Kasper der alte Fuchs kann es nicht lassen.Immer wieder fast zwanghaft und krankhaft kommt er
    mit immer gleichen Argumenten, um sein Süppchen “ Zulassung der Geschiedenen zur Hl Kommu-
    nion “, am Kochen zu halten. Mit Rückendeckung von Papst Franziskus und den deutschen Bischö-
    fen, spricht er von Einzellösungen unter Oberaufsicht durch den Ortsbischof. Was soll das ? Jeder weiß doch, ist die Tür erst einmal einen Spalt geöffnet, wird es wie andere Dinge in der Vergan-
    genheit zeigen, zur Praxis. Das Ehesakrament verkommt zur Beliebigkeit. Eine andere Frage ist
    doch, warum tut dieser Mann sich das bei seinem hohen Alter an ? Morgen schon kann er vor Gott stehen und wie wird er sich dann verteidigen ? Man muss für diesen Kardinal und der Kirche Got-
    tes beten und hoffen, das es nicht zu einem Schisma kommt.

    • „Alter Fuchs“, „zwanghaft“, „krankhaft“?
      Was ist das für ein Debattenstil?
      Geht es auch sachlich und fair?

      Ich stimme Kasper nicht zu (s.u.), aber ich gehe davon aus, dass er tatsächlich überzeugt ist von dem, was er vorträgt.
      Das ist weder „krankhaft“, noch „zwanghaft“, noch Strategie eines „alten Fuchses“.
      Diese Vokablen treffen eher auf denjenigen zu, der nicht in der Lage ist, zivilisiert zu diskutieren.

      Kaspers Einzelfalllösung ist in vielem nicht stichhaltig (s.u. ein Argument dagegen), weil man nicht sündigend evangeliumsgemäß leben kann, aber wenn man seine Argumentation nachvollzieht, wird deutlich, dass er das für realisierbar hält. Er geht allerdings nicht davon aus, dass in der Kirche alles in Ordnung wäre und aus 100% treuen Ehen besteht, sondern dass das Gegenteil der Fall ist.

      Er ist offenbar der Meinung, man könne mithilfe seiner Lösung retten, was noch zu retten ist in der desaströsen Lage, die ja tatsächlich ein Faktum ist, das niemand leugnen kann, und das nicht erst seit dem Konzil, sondern schon sehr, sehr lange.

      Bereits im 19. Jh kamen deutliche Klagen auf über den institutionalisierten Ehebruch, in dem ein Großteil der wohlhabenden Katholiken lebte, und dies durch die Bank, ganz besonders häufig bei den „Reaktionären“. Das ganze Gewölle aus Mätressen, missbrauchten Mägden und unehelichen Kindern ist sattsam bekannt! Wir stehen heute am Ende einer langen Entwicklung innerhalb der Kirche.

      Die Lösung, die die Kirchen bisher empfahl, ist tatsächlich auch unrealistisch – nicht auf theoelogischer Ebene, sondern angesichts der Realität – das war auch im 19. Jh bereits ein Problem: Man hätte einen Großteil der Fürsten und „Bestimmer“ aus der Kirche werfen oder mindestens von den Sakramenten ausschließen müssen und war dazu zu feige! Das, was man als „Kirche“ wahrnimmt und als „Christen“, lebt beharrlich und ohne Reue schon lange in der tiefsten Trennung von Gott. (Die haben nicht mal aus Versehen gesündigt, sondern beharrlich und dreist!)

      Daher kommt die bittere Klage in La Salette.

      Im Grunde müsste man zugestehen, dass es die Volkskirche und das christliche Abendland schlicht nicht mehr gibt – und dies schon lange nicht mehr!

      Aber dieses Eingeständnis verweigern die Progressiven ebenso wie die Reaktionäre aus machttaktischen Gründen und weil sie sich der politischen Konsequenz dessen nicht stellen wollen..

      • Warum versuchen Sie denn, Kasper so zwanghaft zu verteidigen ? Ihre ständigen Angriffe gegen die Kirche zeigen nur Ihre Glaubensferne.
        Was soll das Gefasel von der „Volkskirche“ ? Ist es zu schwer, zu verstehen, dass die Kirche die kirche des Herrn ist ?

      • Ich verteidige ihn nicht … aber vielleicht schärfen Sie erst mal Ihre Lesekompetenz bevor Sie zur Feder greifen? Dann könnte daraus ein zivilisierter Diskurs werden…

      • zeitschnur@ Sie können es nicht lassen. In allen Beiträgen meinen Sie es
        besser zu wissen, als andere Kommentatoren. Ihre Überheblichkeit ist in der
        Tat schon krankhaft. Sie meinen vom Hl.Geist gesegnet zu sein und wollen
        Ihre vermeintliche Bildung immer wieder zur Schau stellen. Dazu kommt Ihre
        Widersprüchlichkeit in ein und demselben Bericht und Ihre unklare Linie.
        Außerdem muss man sich wundern, woher Sie die Zeit für Ihre überlangen
        Beiträge nehmen ?! Hoffentlich sind Sie keine kirchliche Angestellte.

  4. Mit dieser sonderbaren Theologie nimmt man vielen Gefährdeten die letzte Stütze.

  5. Walter Kasper hat sich wegen der Ehefrage (und anderen) einmal in einer Talkshow kontrovers mit Drewermann auseinandergesetzt: https://www.youtube.com/watch?v=R1-Hbi1bsFI

    Das war 1992.

    Wenn ich heute sehe, welch eine verheerende Rolle Drewermann spielt(e), und wie die dappichen Leute ihm zusprechen, dann muss ich es ein ums andere Mal sagen: so ein Volk hat sich selbst das Urteil gesprochen.

  6. Das oberste US-Gericht (2/3 römisch-katholisch, 1/3 jüdisch) hat entschieden, wie erwartet bzw. wie befürchtet. Des Papstes großer neuer Öko-Freund UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte das Urteil als großen Fortschritt der Menschenrechte. Die Richter haben Sinn für Tradition. Als Datum für die Urteilsverkündung wählten sie einen Tag, an dem schon in den 90er Jahren zweimal gayfreundliche Urteile verkündet wurden.
    http://apnews.myway.com/article/20150626/us–supreme_court-gay_marriage-0f817e322a.html

  7. Inzwischen bin ich dem im Artikel oben genannten Link zu dem Text Kaspers in den „Stimmen der Zeit“ nachgegangen und habe ihn gelesen.

    Der Artikel ist an sich sachlich gehalten und trägt einen vernünftigen Gedankengang vor.
    Allerdings empfinde ich an gewissen Stellen einen gedanklichen Bruch – nicht nur bei Kasper, sondern auch in den kirchlichen Vorschlägen zur Bewältigung der Situation, auf die er sich bezieht.

    Wenn er beispielsweise darauf hinführt, dass die Beziehung zwischen Gott und Israel in einem permanenten Scheitern Israels und der dennoch fortwährenden, barmherzigen Treue Gottes lebt und diese Situation auf das Bundeszeichen der Ehe anwendet – er wird in dem Moment unlogisch, in dem er den Ausbruch aus dem Scheitern (die Scheidung UND Wiederverheiratung) damit parallel setzt.

    Hier kommt auch übrigens die falsche Substitutionstheologie ins Spiel: Gott hat eben nicht das alte Israel in dem Sinn verworfen, als er sich von ihnen getrennt und eine neue (zweite) „Braut“ genommen hatte, sondern seine untreue Braut Israel hat in ihrem Scheitern viele treue Kinder hinbekommen (aus den Heiden), wird aber am Ende wieder, wenn sie sich bekehrt hat, ihren alten Rang einnehmen (so jedenfalls schreibt es Paulus).

    Von einem regelrechten Bruch, einer Verstoßung der alten Braut und Neubeginn mit einer anderen Braut kann also keine Rede sein!

    Man sieht hier an dieser Stelle, dass falsche theologische Meinungen in einem anderen Zusammenhang verheerende Folgen für die Frage der Ehe nach sich ziehen können.

    Problematisch ist auch der ältere theologische Ansatz von der „geistlichen Kommunion“, den er referiert. Zu Recht weist er darauf hin, dass eine geistige Kommunion ja keine „Alternative“ zur sakramentalen Kommunion sein kann bzw. ein „Ausweichmanöver“ für Underdogs, die der sakramentalen Form nicht würdig sind. Er mahnt vollkommen korrekt an, dass die geistige Kommunion die sakramentale voraussetzt. Und wer zur einen würdig ist, muss zwangsläufig auch zur anderen würdig sein.

    Die Kirche hat also mit der Anwendung dieses Konzeptes tatsächlich einen Widerspruch bzw. eine Absurdität im Umgang mit wiederverheiratet Geschiedenen hergestellt und die Betroffenen in eine noch größere Schizophrenie gestürzt.

    Nicht nachvollziehbar ist sein Bußansatz – es ist nicht logisch, dass die Buße darin bestehen soll, in einer Zweitehe nun „evangeliumsgemäß“ zu leben. Das ist schlechterdings unmöglich – es sei denn, man lebt vom Vorsatz her in ihr fortan keusch. Bei zeitweisem Misslingen gilt dann dasselbe wie für jeden anderen Sünder: Reue, Beichte, Buße, Vorsatz, nicht mehr zu sündigen.

    Warum er das offenbar für unmöglich hält, verstehe ich nicht.
    Es ist sicherlich nicht einfach, das zu leben.
    Aber die Ehe ist in der älteren Auffassung ohnehin vor allem ein Bußstand und weniger eine Lust- , Verzichts- und Wohlfühlinstitution. Dass das bei aller Freude der Gemeinschaft (die ohnehin jenseits der Sexualität liegt!) so ist, weiß jeder, der länger verheiratet ist.

      • Der Esel kann im Gegensatz zur Nachtigall zwar nicht singen, aber dafür kann er stur auf Kreuzungen stehenbleiben und vor allem um sich treten. I-A.

      • Esel sind sehr intelligente Tiere.
        Ihr „Gesang“ ist vielleicht nicht ganz melodisch;
        aber sie können teilweise auch sprechen.
        Frau @zeitschnurs Verweisung nach dem Stehen auf dem Kreuzpunkt ist besonders treffend:
        hier denke ich direkt an den berühmten Esel von Bileam, der den Engel des Herrn mit seinem feurigen Schwert sieht (im Gegensatz zu dem verblendeten und cholerischen Bileam) und, mit einem Stock geschlagen und malträtiert, dann wirklich theologisch Substanzielles sagt.
        Verbum non amplius addam (Horaz)
        (= „Ich möchte kein weiteres Wort daranzufügen“).

    • Zu dieser „geistigen Kommunion“:

      Das hieße also, dass derjenige, der sich nicht im Stand der heiligmachenden Gnade befindet, während des Kommunionsgangs der anderen nicht still bittend an den Heiland wenden DARF, Er möge ihm die Einsicht und Kraft schenken, aus seinem Schlamassel herauszufinden, damit er Ihn künftig auch sakramental empfangen dürfe?

      Stattdessen soll er sich also am hinhocken und, ja was eigentlich tun? Sich bis zum Segen die Earphones einsetzen? Oder endlos Psalm 50 beten, aber nur jaaaa nicht ein Sehnsuchtsgebet nach Jesus im allerheiligsten Sakrament? Darf der sich überhaupt vor den Tabernakel geschweige denn eine Monstranz knien?

      Welche Umstände und Überlegungen auch immer dem Enstehen dieser „geistigen Kommunion“ zugrunde liegen – irgendwelche Väteraussagen, ein Papst oder eine Vision? – jedenfalls hatte ich weder im (nachkonziliaren) Kommunion- noch Firmunterricht je etwas davon gehört! Und jedenfalls soweit ich recherchiert habe, gibt es dazu auch keine definierte Aussage des Lehramts, ansonsten bitte ich um Aufklärung.

      Dass sich jetzt ausgerechnet ein Kardinal Kasper auf ein solches fast als Gedankenpolizei anmutendes Instrument zur Rechtfertigung stützt, des Herren Gebot ausdrücklich und institutionalisiert zuwiderzuhandeln, setzt der Heuchelei die Krone auf.

      • Nein, darum gings nicht – es geht darum, dass die geistliche Kommunion eine geistige Vereinigung mit Christus bedeutet.

        Wenn man aber nicht im Stand der Gnade ist und das auch weiß, dürfte dieser Zustand doch auch nicht geistig erreicht werden, oder? Jedenfalls nicht, bevor man bereut, beichtet und büßt. Aber das tut ja einer, der auf seiner Zweitehe beharrt nicht… Das meint Kasper wohl.

        Was Sie beschreiben ist dagegen keine „geistliche Kommunion“, sondern eher so eine Art Notschrei des Sünders.

        Jetzt frage ich Sie, wieviele Leute, die auf ihrer Zweitehe beharren, überhaupt diese Einstellung haben? Ich meine: dass sie einen Notschrei an Christus oder Maria absetzen würden?

        Können Sie nicht verstehen, dass das was anderes ist als ein „offener Kanal“ hin zu Christus, im äußersten Bemühen darum, alles zu beseitigen, wovon man weiß, dass es Ihn schmerzt?

      • Ich gebe Ihnen noch ein Beispiel für dafür, wie ich es verstehe: Ich kann geistlich kommunizieren, wenn ich nicht Gelegenheit habe, an einer Hl. Messe leiblich teilzunehmen, indem ich mich geistig mit einer Feier, von der ich weiß, dass sie stattfindet, verbinde und geistig teilnehme.

        Oder ich kann, weil ich vielleicht doch noch etwas gegessen hatte, nicht an der Hl. Kommunion teilnehmen, aber geistig sehr wohl – denn das ist davon nicht berührt.

        Hätte ich aber gerade heute Nacht mit einem anderen Mann als meinem eigentlichen Mann geschlafen, kann ich doch nicht geistlich kommunizieren, als wäre nichts geschehen.

        Ist das so abwegig, was ich da sage?

      • Und zu Ihrem letzten Abschnitt:

        Das sehen Sie natürlich richtig.
        Allerdings beinnt die Heuchelei bereits mit dem Trostgefasel von der „geistlichen Kommunion“, an der die widerverheiratet Geschiedenen doch teilnehmen könnten, die ich sowohl unter Johannes Paul II. als auch unter Benedikt XVI. immer wieder gehört und gelesen habe. Ich müsste das erst raussuchen, bin mir aber ziemlich sicher, dass Benedikt das auch ausfürhlich schriftlich so begründet hat.

      • Danke für die Erklärungen! Offen gestanden ist mir dies aber zu hoch – und suspekt! Immerhin scheint’s dazu kein verbindliches Lehr-, geschweige denn ein Schriftwort zu geben.

        Dass der ach so lehramts- und schriftgetreue schwäbische Kardinal sich das „Trostgefasel“ der beiden Vorgängerpäpste krallt, spricht definitiv gegen diese „geistliche Kommunion“. Würde mich auch wunder nehmen, ob es von ihr aktuell – in NOM-Pfarrblättern und Gottesdienstordnungen – so viel zu lesen gibt, wo doch nicht wenige Sonntagsmessen in ganzen Landstrichen ausfallen.

      • @ Carlo

        Sie kommen auf das, was ich meinte: Es gibt im Stand der Todsünde keine ungetrübte „geistige Kommunion“.

        Nicht so herum wie kasper es macht, wird ein Schuh drauß, sondern andersherum.

        Dazu muss aber die konservative Seite bereit sein, diese Idee von der geistigen Kommunion für Todsünder fallenzulassen.

        Ob sie dazu bereit ist?

        Immerhin haben einige Gläubige Benedikt und JP II zu Recht vorgeworfen, mit dieser Idee ihr Nein zur Kommunion wiederverheiratet geschiedener selbst zu unterlaufen…

        Dass ich mir das aber nicht aus den Fingern sauge, möchte ich anhand wenigstens dreier -z.T. auch lehramtlicher – Links erhellen:

        http://www.die-tagespost.de/abo-leserbriefe/leserbrief/Zur-Diskussion-um-den-Umgang-der-katholischen-Kirche-mit-wiederverheirateten-Geschiedenen-Ein-Endlosthema-weil-es-so-viele-betrifft-Geistliche-Kommunion-eine-grosse-Hilfe;art632,151923

        http://www.kath.net/news/48904

        http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_14091994_rec-holy-comm-by-divorced_ge.html

        Hier wird von konservativer Seite aus behauptet, um Kasper & Co abzuschmettern, die geistige Kommunion sei ein Weg, die „Sehnsucht“ nach der physischen Kommunion zu erwecken.

        Ich finde das absurd bzw. irreführend, denn dann muss man das anders nennen: die Kommunion mit Christus ist ohnehin letztendlich v.a. eine geistige Kommunion, deshalb ist es ja so schlimm, wenn man aus dem Gnadenstand gefallen ist und trotzdem physisch kommuniziert!

        Eine Kommunion zum Zwecke der Erzeugung der Sehnuscht nach der Kommunion ist absurd.

        Warum nennt man das ganze dann nicht v.a. den Versuch, Reue zu erwecken, wenn man schon vom „Erwecken“ spricht im Hinblick darauf, dass man im derzeitigen Stand nicht kommunizieren kann?

        Für mich ist das eine einzige Mogelpackung für die Betroffenen, und ich frage mich, wieso die Kirche es umgeht, ihnen die Brisanz ihrer Lage deutlich vor Augen zu führen. Denn stimmt die Lehre der Kirche, dann sind diese Menschen z.Zt. getrennt von Gott und wären verloren. Wie kann man ihnen vorgaukeln, sie könnten da geistig kommunizieren?

      • Besten Dank für die Links!

        Der unter kath.net gepostete Artikel entspricht so ziemlich dem, was ich ungestützt unter „geistiger Kommunion“ verstanden habe resp. hätte. Vor allem kann sich der betreffende Kommentator, M. Gurtner, dabei auf das Trienter Konzil berufen:

        „Das Konzil von Trient bringt die Formen des Kommunionempfangs recht gut auf einen Punkt [,] indem es drei Arten unterscheidet: die rein sakramentale, die geistige, und beide zusammen, d.h. ein sakramentaler Kommunionempfang, der vorher ausgiebig geistig vorbereitet wurde. (Konz. V. Trient, sess. XIII, cap. VIII).“

        Also 3 Arten – wären die alle gleichwertig, wozu dann die Unterscheidung?!

        Und deshalb seine nachvollziehbare Folgerung: „Da die geistige Kommunion in der Erweckung der Sehnsucht nach dem Empfang der sakramentalen Kommunion besteht, kann diese niemals unwürdig sein, und steht daher allen offen.

        Die Praxis der geistigen Kommunion ordnet auf die rechte sakramentale Kommunion hin und erweckt das Verlangen nach der Verbindung mit Christus im Sakrament des Altares, ist aber von diesem verschieden. Zwar bringt auch die geistige Kommunion Früchte hervor und stärkt das Band zwischen Mensch und Gott, es ist also nicht nichts, aber es bleibt doch hinter der sakramentalen Vereinigung zurück. Von daher kann nur die sakramentale Kommunion als ein Kommunizieren im vollen Sinne gelten. Doch auch bei der sakramentalen Kommunion gilt, dass sie nicht mechanisch geschehen darf um wirklich fruchtbringend zu sein: das äußere, sakramentale Kommunizieren muss sich mit der inneren Haltung verbinden.“

        Mehr verwirrend als klärend ist dafür der unter dem DT-Link gepostete Beitrag. Ist es falsch, jenen Bremer Pfarrer als „Wirrkopf“ zu bezeichnen, wenn er vom 6. Gebot sagt, dass dies „für mich nie ein moralisches Gebot, sondern immer ein soziales [war]“. Ziemlich konfus auch, wenn er unter „wir“ mal in die Rolle des Pfarrers, dann der Gläubigen (s/f) und schließlich noch der wiederverheiratet Geschiedenen schlüpft.

        Was ich nicht verstehe, Fr. Zeitschnur, weshalb Sie in Kenntnis Gurtners Beitrag – wie mir scheint – die Kaspersche Argumentation!

      • @ Carlo

        Ich stimme Kasper doch gar nicht zu, finde aber seinen Hinweis dennoch nicht falsch, dass diese „Ersatzkommunion“ für die Gläubigen irreführend ist.

        Ich habe den Satz aus dem Tridentinum gelesen:

        „In Bezug aber auf den Gebrauch haben unsere Väter richtig und weislich drei Weisen, dieses heilige Sakrament zu empfangen, unterschieden. Denn einige, lehrten sie, empfangen es nur sakramental, wie die Sünder; andere nur geistlicher weise, nämlich jene, welche jenes vorgesetzte himmlische Brot im Verlangen genießend, durch den lebendigen Glauben, (Gal 5,6) der in der Liebe tätig ist, desselben Frucht und Nutzen inne werden; die dritten endlich (1 Kor 11,28) sakramental und geistlicher weise zugleich; diese aber sind diejenigen, welche sich zuerst so prüfen und zurüsten, dass (unten, Kanon 11) sie mit dem hochzeitlichen Kleide angetan zu diesem göttlichen Tische beizutreten.“

        Nun klingt das nicht ganz klar, aber wohl so:

        1. Die bloß physische Teilnahme (eines schweren Sünders) – unwürdig
        2. Die rein geistige Teilnahme
        3. Die Verbindung beider in Würde – dessen, der würdig hinzutritt

        Diese drei Weisen sind nicht alternativ formuliert – das ist richtig.

        Ich habe im Römischen Katechismus unter dem Kapitel zur Eucharistie unter Abschnitt LIII nachgesehen, und da klingt es tatsächlich, als handle es sich um eine reale Teilnahme an der Hl. Kommunion im Geist:

        „Einige empfangen aber die Eucharistie nur geistigerweise; das sind jene, welche das vorgesetzte Himmelsbrod eifrig und sehnlich zu essen verlangen, entflammt von lebendigem Glauben, der durch die Liebe wirkt, und hieraus schöpfen sie, wenn auch nicht Alle, gewiss sehr grosse und nützliche Früchte.“ (zitiert nach der Ausgabe Passau 1853)

        Ehrlich gesagt widerstrebt es mir, unter dieser Beschreibung Menschen zu subsumieren, die beharrlich in schweren Sünden leben. Da ist die Rede von „eifrigem Verlangen“, davon dass dies durch die Liebe gewirkt sei etc. Aber wenn ich in einer schweren Sünde bin und das auch weiß, auf dieser schweren Sünde aber beharre, wie kann dann die Liebe in mir das eifrige Verlangen erzeugen?

        Ich stimme Kasper nicht in der Meinung zu, dass die geistige Kommunion genau dasselbe wie die sakramentale UND geistige Kommunion ist.

        Aber das die dritte Form in Trient als die eigentlich vollkommene Form bezeichnet wird, eine unwürdige sakramentale Kommunion eben unwürdig ist, dann ist aber eine unwürdige geistige Kommunion doch erst gar nicht möglich, weil eben sie demjenigen, der unter Punkt 1 steht, fehlt.

        Wie soll also einem schweren Sünder, dem die Würdigkeit für 1. fehlt, plötzlich die Würdigkeit für 2. zukommen?

        In § XLVIII heißt es, man könne den Nutzen des Sakraments erst dann empfangen, wenn man sie zuvor schon erlangt habe. Warum sollte das für die geistige Form nicht gelten?

        An einer Klärung der Frage bin ich wirklich interessiert.

      • Verzeihung, am Ende ist ein Wort weggerutscht. Es muss heißen:

        „In § XLVIII heißt es, man könne den Nutzen des Sakraments erst dann empfangen, wenn man die Gnade zuvor schon erlangt habe.“

      • @ Reinhold

        Ja klar, aber wie soll das gehen, wenn man halt geistig kommuniziert und weiter im Ehebruch bleibt?

        Joseph Ratzinger schrieb 1994 dies:

        „Andererseits ist es notwendig, den betreffenden Gläubigen klarzumachen, daß ihre Teilnahme am Leben der Kirche nicht allein auf die Frage des Kommunionempfangs reduziert werden darf. Den Gläubigen muß geholfen werden, zu einem tieferen Verständnis vom Wert der Teilnahme am eucharistischen Opfer Christi, der geistlichen Kommunion, des Gebetes, der Betrachtung des Wortes Gottes, der Werke der Nächstenliebe und der Gerechtigkeit zu gelangen.“

        Kann mir einer erklären, was es heißen soll, in der beschriebenen Lage schwerer Sünde, die fortdauert, „zu einem tieferen Verständnis vom Wert der Teilnhame am (…) Opfer Christi“, nämlich „der geistigen Kommunion“ zu kommen?

        Die Frage richtet sich an alle Leser…

    • @ Adrien Antoine

      Auch wenn Ihr Beitrag das verfremdet, was ich sagte und die Herren, die mir ständig hinterherwiehern, ja eben keine klugen Eselinnen (wie bei Bileam) sind, sondern…. eben ja… Esel halt, finde ich Ihren Beitrag diesmal nicht nur intelligent und wortgewandt, sondern auch amüsant – danke!

      Es kann dennoch – wie die kluge EselIN es zeigt, nicht schaden, den Zweiwortehorizont („kurz und bündig“) zu erweitern um wenigstens einige Klänge der Nachtigall, sonst kommt an auf den Gedanken, der Esel sei vor allem … neidisch, und das wäre doch sehr schade, finden Sie nicht?

      • Was soll das ? Das Bild ist ja bekannt. Was es hier soll, bleibt Frau Jüngling überlassen. Wir sind hier im Übrigen nicht in der Zoologischen Gesellschaft.

  8. Wie meint doch Kardinal Kasper:
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    „Das ist eine großartige und überzeugende Konzeption. Sie darf jedoch nicht zu einer lebensfremden Idealisierung führen.“
    -

    Der Ursprung dieser Aussage dürfte in seinem Buch „Einführung in den Glauben“ ( 7. Auflage 1983, Kapitel 9,4 S. 148) zu finden sein, in dem er folgende „Neuigkeit“ über die Dogmen geschrieben hat; diese können:
    -
    „durchaus einseitig, oberflächlich, rechthaberisch, dumm und voreilig sein“
    -

  9. Da sind wir uns ja soweit einig. Die ausführlichen Ausführungen Frau Zeitschnurs unter besonderer Berücksichtigung der Ausflüge ins Tierreich lasse ich einmal da, wo sie hingehören, nämlich außen vor.

  10. Die Frage der Frau Zeitschnur nach denen, die in der Zweitehe verharren, überhaupt die dort genannte Einstellung haben, finde ich mehr als berechtigt. Man tut seitens bestimmter Kreise gerade so, als sei dies ein Massenproblem. Im Übrigen bekommt doch jeder die Kommunion, der sie sich vom Kommunionhelfer abholt. Die wirksamkeit ist eben eine andere Frage, da vermag auch Kasper nichts zu ändern.

  11. Zeitschnur 18.41 und 18.45

    Nur zur Präzlsierung greife ich Ihren Gedankengang auf:

    - als Momentansünderin, die die letzte Nacht mit dem fremden Mann geschlafen hat, jetzt tief bereuend und zur Beichte entschlossen der Hl. Messe beiwohnt -

    die könnte die geistliche Kommunion erwecken.

    • …verzeihen Sie: das erweckt nicht eine „geistliche Kommunion“, sondern hier erweckt die Tatsache, dass die Frau nicht kommunizieren kann, weil sie in schwere Sübnde fiel, …schlicht und einfach: REUE.

      Und dann kommt der von Ihnen genannte Prozess in Gang: Sie bereut das bitter, weil sie den Herrn betrübt hat (und ihren Mann), sieht sich getrennt von Jesus und will das unbedingt wieder gutmachen, beichtet und erhält eine Buße und beendet die ehebrecherische Tätigkeit sofort.

      Und dann kann sie wieder kommunizieren, geistig und physisch!

      • Das ist nun ja nicht falsch. Laien müssen im Übrigen nicht fortlaufend kommunizieren. Einmal pro Jahr ist ausreichend.

  12. Bei fredius möchte ich mich recht herzlich bedanken für seine Feststellungen zu Zeitschnur. Ich halte die Möglichkeit, dass es sich um eine Angestellte möglicherweise sogar der Kirche handeln könnte, für gar nicht abwegig.

  13. „Dreistigkeit kann man dem deutschen Kardinal jedenfalls nicht absprechen, wenn er trotz dieses „Plädoyers“ im selben Atemzug schreibt: „Grundlegend ist das Wort Jesu, dass der Mensch nicht trennen darf, was Gott verbunden hat.“
    Ich finde das Wort „Dreistigkeit“ beschreibt das sehr gut was hier in der Kirche so abläuft. Es geht nur über die „Dreistigkeit“ mit dem Kreuz auf der Brust den Wünschen dieser Welt zu entsprechen und von ihr Beifall zu bekommen. Aber das Spiel läuft ganz anders den „Undank wird dieser Welt Lohn sein“ da ändert sich nichts.
    Per Mariam ad Christum.

  14. Kardinal Kasper verulkt die Leute und ist komplett gescheitert. Er ist so komplett gescheitert wie der € und die heidnisch-freimaurerische Brüsseler EU gescheitert sind, nachdem der griechische Ministerpräsident dankenswerterweise die Lügen-EU demaskiert hatte.
    Kardinal Kasper, ein überführter Lügner mit rassistisch-imperialistischer Gedankenwelt, ist schon lange exkommuniziert: das hat er ja selbst gemacht.
    Es wird Zeit, daß Papst Franziskus den Stecker zieht oder ihm klar macht, seinen Mund zukünftig zu halten.
    Papst Franziskus aber hatte ihn von Anfang an zitiert und gelobt über alle Maßen.

    • Wie Sie selbst ausführen, von Berdoglio ist da nichts Positives zu erwarten. Man hat den Eindruck, dass der den Kardinal vorschickt, um Reaktionen zu testen.

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